
von RoseWeasly
An die Evans:
Ich find es toll von dir, dass du nach jedem Kapitel einen Kommentar hinterlässt. :) Schade nur, dass ich von den andern Lesern keine Rückmeldung bekomme.
Also die Vorhersagen werden so im Großen und Ganzen und eher im Übertragendem Sinn wahr. Lass ich überraschen :)
First Day Of My Hogwarts Life II
Professor McGonagall ermahnte mich, nicht noch einmal zu spät zu kommen, da ich sonst Nachsitzen müsste. Sie zwang mich, mich vorzustellen. Ich stand immer noch an der Tür und ratterte die gleichen vier Sätze wie vorhin herunter, bis ich mich neben Lily und Alice setzen durfte.
Die Tische waren genauso angeordnet wie in Arithmantik, nach hinten ansteigend, auf jeder Seite immer vier Sitze und in der Mitte ein Zwischengang. Meine Freunde saßen in der zweiten Reihe und hatten mir einen Platz am Gang freigehalten.
Flüstert fragte mich Alice: „Wie war Arithmantik?“
Genauso leise antwortete ich: „Anstrengend und ziemlich verwirrend. Ich erzähle es dir später.“ Ich wollte nicht riskieren, Professor McGonagall unnötig zu verärgern, und das gleich am ersten Tag.
Die strenge Lehrerin hielt fast den gleichen Vortrag wie Professor Vector über die UTZ. Ich hörte kaum zu sondern beobachtete Potter und Black, die auf der Seite saßen. Sie unterhielten sich gedämpft. Mein Blick schweifte über den Jungen, der sich heute Morgen geprügelt hatte. Sein rechtes Auge war immer noch angeschwollen und blau.
Er war noch nicht bei der Krankenschwester. Vielleicht verbot ihm das sein Stolz. Sirius Black hatte nur einen blutige Nase vom Kampf davongetragen, die er ganz leicht abgewischt hatte.
Vielleicht sollte ich ihn fragen, ob ich ihm nicht das Auge heilen soll. Er schaut ja übel aus.
Verletzungen im Gesicht waren besonders schwer zu kurieren. Die Augen waren einer der empfindlichsten Körperteile, sodass man dort mit besonderer Vorsicht vorgehen musste. Die Nase und das Ohr enhielten viele kleine Knochen, die man alle berücksichtigen musste und die Lippen neigten dazu, bei jedem kleinen Zauber aufzuplatzen.
Die anderen Schüler schlugen ihre Bücher. Wahrscheinlich hatte Professor McGonagall die Anweisung dazu gegeben. Ich tat es den anderen nach. Auf der Seite wurde gab es verschiedene Wiederholung zu mittelscchweren Zaubern.
„Bitte probieren sie die auf der Seite beschriebenen Zauber durch. Sie haben 15 Minuten Zeit.“
Zuerst ließ ich ein Kissen verschwinden, danach eine Maus und einen Hund. Davor hatte ich sie aus meiner Feder, meinem Pergament und einem Tintenfass entstehen lassen. Als nächstes holte ich sie wieder zurück und verwandelte sie alle in Streichhölzer. Zum Schluss konfigurierte ich die drei Streichhölzer zu fünf Fröschen. Ich war ein der ersten die fertig waren. James Potter war ein Tick schneller gewesen. Ich verwandelte alles wieder in meine Schreibutensilien, bevor sie sich vom Acker machen konnten.
Lily war fast gleichzeitig mit mir fertig und half Alice bei den Fröschen. Bis jetzt waren gerade mal acht Minuten vergangen.
Direkt hinter mir saß Andy. Er tippte mir an die Schulter und fragte mich:
„Hey Hélène, kannst du mir helfen. Ich weiß nicht wie ich die Streichhölzer in Frösche verwandeln soll. Es werden immer nur drei aber im Buch steht, wir brauchen 5. „
Ich nahm meinen Zauberstab in die Hand, den ich auf den Tisch abgelegt hatte und fing an zu erklären.
„Um aus einer kleineren Anzahl eine größere zu machen musst du vor dem eigentlichen Zauberspruch den passenden Präfix dazusagen. Dieser ergibt sich aus der Differenz von vorher und nachher. Das heißt, du willst von drei fünf Elemente machen. Das heißt zwei mehr als vorher. Daher ist der Spruch: duoranio dorata“
Andy versuchte es erneut, scheiterte aber wieder, es waren keine Frösche, sondern mehr Kaulquappenähnliche Wesen, die ich nicht definieren konnte. Ich musterte ihn und meinte dann: „Du solltest vielleicht den Zauberstab nicht so energisch schwingen, sondern mehr sanft, mit Schwung, aber nicht mit Kraft.“
Andy hielt seinen Zauberstab gerade verkrampft in der Hand, dass schon fast die Adern hervortraten. Er lockerte seinen Griff und ihm gelang die Verwandlung.
„Danke Hélène, du hast was bei mir gut.“ Er zwinkerte mir zu und lächelte.
Der Unterricht setzte sich lange fort und endete mit keiner Hausaufgabe, was Professor McGonagall damit erklärte, dass morgen der Unterricht erst richtig starten würde.
Jetzt hatte ich endlich frei! Alice ging in Muggelkunde und Lily und ich, beide Muggelabstämmige, setzten uns in den Gemeinschaftsraum. Ich machte schnell meine Hausaufgabe für Arithmantik, während Lily einen Brief nach Hause schrieb. Dieser Brief sollte sich noch als Zufall oder wahres Talent herausstellen.
Ich prophezeite für den ersten Oktober:
Ein großer Kampf wird stattfinden, in dem eine Person schwerverletzt wird. Es werden besonders zwei Frauen um ihn trauern.
Im Gemeinschafsraum waren außerdem noch Andy, Sirius Black und Matthew Cook, der mit dem blauen Auge. Andy war gerade dabei, Matthew zu überreden, in den Krankenflügel zu gehen. „Dann lass das Auge doch wenigstens von mir heilen!“
Matthew lehnte vehement ab. Er begründete es mit einem anderen Jungen, der sich von seinem Freund heilen ließ und danach aussah wie ein Monster.
Andy erblickte mich und rief quer über den Raum: „Hélène! Bist du zufällig im Heilen genauso gut wie in Verwandlung?“
Ohne zu überlegen bejahte ich seine Frage. Seinen Freund mit sich schleifend kam Andy zu uns herüber. Ich spürte einen Blick von der Seite. Black beobachtete uns.
Andy stelle mir seinen Freund vor: „Hey Hélène, das ist mein Freund. Er hat sich heute mit jemanden geprügelt.“ Er deutete mit den Augen in Richtung Sirius Black. „Dabei hat er ein blaues Auge davongetragen. Kannst du das vielleicht wegmachen? Matt weigert sich nämlich in den Krankenflügel zu gehen.“
Matthew war etwas verlegen, sagte aber „Hi Hélène!“
Ich zückte meinen Zauberstab, trat etwas näher heran und murmelte den passenden Spruch um erst den Bluterguss zu entfernen und danach die Delle im Knochen zu heilen.
Matthew zuckte kurz, es musste unangenehm sein, drückte aber überrascht an seinem Auge herum um festzustellen, dass er keine Schmerzen mehr hatte.
„Danke dir. Übrigens ich heiße Matthew Cook. Aber nenn mich ruhig Matt.“
Wieso benutzen sie alle Abkürzungen für ihre Namen? Lily für Lilian, Will für Wilhelm oder William, Andy für Andrew und Matt für Matthew.
Wir setzten uns alle zusammen vor den Kamin. Die Zeit verging im rasenden Tempo und bald brauchen wir alle zusammen zu Zauberkunst auf. Auf dem Weg trafen wir dann Alice, die uns fasziniert fragte, ob Muggel wirklich für ihre Uhren Batterien brauchten.
Die Stunde bei Professor Flitwick verlief sehr entspannt. Er war sehr freundlich, gab hier und da ein paar Anweisungen mit quiekender Stimme und wir konnten uns einigermaßen in normaler Lautstärke unterhalten, während wir unsere Wiederholung im Vergrößerunszauber.
Als die Klingel läutete, gingen wir ganz langsam hinunter zum Mittagessen. Wir setzten uns wieder an das hintere Ende des Tisches. Ich aß fast so viel wie Lily und Alice zusammen. Mir war das ein bisschen peinlich. Mir war schon am Frühstück aufgefallen, dass die beiden weniger aßen. Ich hatte schon als kleines Kind immer Hunger gehabt. Das hatte sich bis jetzt nicht geändert. Langsam sah man das auch an meiner Figur. Als Kind war ich immer überall draußen herumgehüpft, aber nun war ich ein fauler Stubenhocker geworden, der fast nur noch herumsaß.
Ich erblickte Sirius Black und seine Freunde ganz in der Nähe. Jetzt viel mir etwas auf.
„Lily, hat dich Potter noch gar nicht gefragt?“
Sie lächelte und meinte bloß: „Doch, in der 1. Freistunde, als du in Arithmantik war.“
Ich nickte und wandte mich wieder meinem Essen zu. Remus war immer noch nicht wieder gesund. Aber keine Krankheit konnte an einem Tag geheilt werden.
Von Zeit zu Zeit starrte Alice zu einem Jungen am Gryffindortisch. Als ich nachfragte, antwortete Lily grinsend: „Das ist Frank Longbottom. Alice ist schon seit Ende letztem Jahr in ihn verknallt.“
Daraufhin wurde Alice rot wie eine Tomate und starrte nicht mehr hinüber.
Als wir unser Mittagessen beendet hatten, gingen wir träge hinunter in den Keller zu Zaubertränke. Es war dunkel und düster. Das einzige Gute an diesen Räumen war, dass es im Sommer angenehm kühl war. Wir hatten diesen Unterricht gemeinsam mit den Slytherin. Ich hatte erfahren, dass diese zwei Häuser sich hassten. Aber ich wusste den Grund nicht.
Professor Slughorn begrüßte uns freudig und machte während der ersten zehn Minuten gleich klar, wer seine Lieblingsschüler waren: Lily Evans, James Potter und ein Slytherin mit schwarzen fettigen Haaren und einem dürren Gesicht namens Severus Snape. Der Hass zwischen Gryffindor und Slytherin wurde durch James Potter und ihm verkörpert. Die zwei spruckten praktisch Gift und Galle wenn sie sich nur sahen.
Professor Slughorn hatte ein paar Proben von diversen Zaubertränken vorbereitet, die wir deuten sollten. Ich hielt mich ein wenig zurück, da ich sonst in den Slug Club eingeladen wurde, wie mich Lily gewarnt hatte. Im laufe des Unterrichts wurde es heiß, auch wenn wir uns im Keller befanden. Ich holte eine Spange aus meiner Tasche und steckte meine Haare damit hoch.
Am Ende der Stunde lief Sirius Black an mir vorbei zu seinem Freund Potter, der zwei Meter vor uns war. Er rief mir im Vorbeigehen zu: „Nette Spange, Nemours. Aber sie ist nicht ganz mittig! Vielleicht solltest du üben, deine Haare richtig zu machen, anstatt Trennzauber zu üben.“ Er grinste spöttisch und lief weiter zu James Potter
Ich war empört! Zum ersten, war es mir egal, was er von meinen Haaren hielt und ob sie ordentlich waren oder nicht und zum zweiten war mein Name Hélène de Nemours.
Dieser Kerl regt mich einfach auf!
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