
von RoseWeasly
In my head
Hélène! Was hast du dir dabei gedacht?
Auf diesen fragenden Gedanken fand ich keine Antwort während Lily mich den Weg hinauf ins Schloss zerrte.
Im unserem Schlafsaal angekommen sagte Lily: „Ich werde jetzt deine Aktion von gerade eben nicht kommentieren, weil mir ehrlich gesagt Jenny egal ist. Aber was ist mit Andy? Ihr seit nicht wirklich zusammen, oder?“
„Nein, aber ich hoffe mal, dass wir am Wochenende zusammenkommen.“
Oh mein Gott! Ich bin so planmäßig. Besonders in solchen Angelegenheiten sollten man so was doch auf sich zukommen lassen oder nicht?
Lily nickte und lächelte. „Also ist es das, was ihr beim Essen besprochen habt.“ Ich stimmt ihr zu und gab meine Bedenken zu: „Was ist wenn Black oder die Bitch Andy darauf ansprechen? Was wird er von mir denken?“
Lily zuckte mit den Achseln und tätschelte meine Schulter: „Keine Sorge, in einer Woche werden wird alles gut und wir lachen über das jetzt.“
Nach einer schlaflosen Nacht, einem Recht ruhigen Morgen gingen wir zusammen hinunter zum Frühstück. Ich trank gerade meinen Kürbissaft, als ich beobachtete wie sich Black und Matt, die zwei, die sich vor weniger als 48 Stunden geschlägert hatten, herzlich begrüßten und herumalberten. Wie konnte das sein?
Ich sprach Frank darauf an, der wegen Alice bei uns in der Runde saß. Er erklärte mir: „Ich weiß auch nicht. Ich glaub, die Schlägerei war wegen einer Kleinigkeit und außerdem verzeihen sich Jungs generell viel schneller, nicht so wie bei Mädchen, die sich jahrelang bekriegen.“
„Sag mal, was hast du heute für Fächer?“ ,fragte mich Lily, die gerade ihren eigenen Stundenplan studierte. Ich überlegte kurz und begann dann aufzuzählen: „In der ersten, habe ich Freistunde dann ähm…Zaubertränke, Kräuterkunde, ..äh….auf jeden Fall kein Arithmantik.“
Da fiel mir meine Vorhersage ein. Sie war eingetreten, zwischen Black und Matt. Ich war in Arithmanik nicht schlecht, hätte jedoch nicht erwartet, dass meine „Prophezeiung“ wirklich eintreffen würde. Ich starrte auf mein Glas mit Kürbissaft, während ich an meine anderen Vorhersagen erinnerte.
Die morgendliche Eulenpost weckte mich wieder auf. Ich erhielt sogar einen Brief von meinen Eltern, wahrscheinlich die Antwort auf meine letzte Nachricht.
Liebe Hélène,
schön das es dir gut geht.
Dein Vater ist vorübergehend alleine auf Geschäftsreise in Manchester. Charlotte ist gestern vorbeigekommen und hat nach dir gefragt, konnte ihr natürlich nicht die Wahrheit sagen.
Dein Bruder lässt schön grüßen.
Noch eine schöne Zeit bis Weihnachten.
Mum
Okay, warum ist Papa alleine auf Geschäftsreise? Normalerweise nimmt er doch immer Maman mit. Und seit wann interessiert sich Charlotte für mich? Bestimmt wollte sie zu meinem „Bruder“ Jean - Baptiste. In den ist sie ja schon seit drei Jahren verliebt. Und JB, mein ach so geliebter Halbbruder [aus einer frühen Beziehung meiner Mutter] ist immer noch in Beauxbatons.
Lily riss mich aus meinen Gedanken. „Hélène? Musst du nicht zu Arithmantik?“ Ich vertrieb meine Gedanken und meinte: „Ja ich glaube schon.“ Ein Blick auf meine Uhr zeigte mir, dass ich spät dran war. Ich stopfte den Brief in meine Tasche und joggte in den Westturm, wobei mir unterwegs einige Bilder interessiert beobachteten.
Die Stunde verlief relativ ereignislos. Wir verglichen die ganze Stunde unsere Hausaufgabe und Georgina fragte mich, ob wir am Samstag etwas in Hogsmead machen wollten, was ich wegen Andy dankend ablehnte.
In Verwandlung konnte ich mich fast nicht konzentrieren, da ich ständig das Gefühl hatte, Andys Blick im Rücken zu haben.
In der Freistunde, die ich alleine verbringen musste las ich ein Buch im Gemeinschaftsraum. Beim Mittagessen setzten wir drei uns zu Andy, Matt und Frank. Wir wollten alle ein Treffen mit Black, Jenny und Potter vermeiden. Dadurch konnte ich leider nicht mit Remus sprechen.
Der Rest des Tages verlief ziemlich ereignislos. Der ganze nächste Tag langweilte mich zu Tode, am Abend gab es ein Wärmegewitter und die meisten saßen im Gemeinschaftsraum herum.
Am Freitagmorgen schreckte mich die wöchentliche Schülerzeitung auf, die ich von Lily gereicht bekam.. Auf der Titelseite prangte ein riesiges Bild von mir. Es zeigte mich beim Essen, ich glaube am Sonntagabend, ich nahm den Becher und trank, stellte ihn hin, nahm in wieder und trank und so weiter. Bei dieser Bewegung konnten mich nun mehr als 3000 Schüler „beobachten“. Unter dem Bild, das übrigens eine halbe Seite ausfüllte, befand sich ein Steckbrief von mir mit Name, Geburtsdatum, Hobbies und so was.
Woher haben sie die ganzen Informationen? Und wieso starren mich so viele Menschen an? Warum bin eigentlich ausgerechnet ICH in der Zeitung? Ich hasse diese Aufmerksamkeit.
Ich blätterte stumm und kommentarlos die auf mich gerichteten Blicke ignorierend die Seite um und entdeckte erneut ein Foto von mir.
Ich glaub ich spinn. Ich bin doch nicht so ein französisches magersüchtiges Model, das in jeder Zeitschrift dreimal abgelichtet ist.
Doch zu meinen Entsetzten war ich nicht allein auf dem Bild. Man konnte mich sehen, wie ich mich gerade zu Sirius Black umdrehte und ihn anlächelte.
Wie kann das sein? Ich kann mich nicht entsinnen, IHN jemals angelächelt zu haben.
Ich nahm einen Schluck Kürbissaft und ließ ihn langsam meine Kehle hinunter rennen. Über unseren beiden Bildern stand in fettgedruckten Buchstaben die Überschrift:
Sirius Blacks neue Herausforderung
Bei diesen Worten spuckte ich den ganzen Saft wieder aus und besprenkelte die Zeitung. „Lily, weißt du was das zu bedeuten hat?“ Lily schaute nicht entsetzt sondern belustigt und antwortete gelassen: „Ach, den Redakteuren ist nur langweilig und es ist eben noch nichts passiert, sowieso verkauft sich Klatsch und Tratsch am besten.“ Ich konnte es nicht fassen. „DU hast dafür BEZAHLT?“ Sie nickte nur schuldbewusst.
Oh mein Gott! Wer kommt auf solche Ideen?
„Lily, wer sind die Redakteure? Wer hat die Bilder gemacht und wer denkt sich so einen Mist überhaupt aus?“ - „Das weiß niemand. Sie halten ihre Namen alle geheim, der einzige bekannte, der dazu gehört ist der Verkäufer, irgend so ein John, der aber nichts durchlässt.“
Super! Jetzt kann ich mir nicht mal jemanden vorknöpfen.
Wie gerufen kamen Black, Potter und Remus zur Tür hereinspaziert, außnahmsweise ohne Jenny. Ich sprang von meinem Platz auf und knallte die Zeitung Black an die Brust.
„Hast du damit irgendetwas zu tun?“ ,fuhr ich ihn an. Er warf mir einen verwirrten Blick zu, nahm die Zeitung in die Hand. Nachdem er das Bild und die Überschrift analysiert hatte, lachte wie gestört.
Einige Schüler hatten sich umgedreht und beobachteten uns neugierig, grinsten, flüsterten sich zu und deuteten auf die Zeitung.
„DU bist meine neue Herausforderung? Gut zu wissen.“ Ich konnte es nicht fassen. Wie leicht er sowas hinahm. Und wieso sollte ich nicht eine Herausforderung sein, weil ich nicht hübsch oder überdurchschnittlich kurvig war.
Als ich nach Bitch fragen wollte, kam diese ebenfalls in die Große Halle. Der Anblick störte mich aus drei Gründen gewaltig.
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