
von RoseWeasly
Danke für die zwei netten Kommentare von Mrs. Black. Jenny ist echt fies, aber in der nächsten Hogwartswoche wird alles noch schlimmer.
14. Untitled
Das Wochenende verlief ereignislos.
Mein Date war geplatzt, Lily, Alice und ihr Freund verbrachten einen ganzen Tag in Hogsmead während ich mich in der Schulbibliothek verkroch, wo ich Will alleine antraf. Nach einer Woche hatten wir die Gelegenheit uns auszutauschen.
Für ihn war die Woche ziemlich stressig verlaufen, er war Schulsprecher, Quidditch Kaptain von Ravenclaw sowie Nachhilfelehrer für mehrere Fünfklässler. Seine Beziehung zu Georgina, die am ganzen Wochenende mit Spätsommergrippe im Krankenflügel lag, litt stark unter dem großen Zeitdruck. Er sollte sofort nach seinem Abschluss zum König gekrönt werden, was ihn beunruhigte.
Am Sonntag Vormittag setzten wir uns an den See, wo sich auch die Rumtreiber aufhielten. Lily und Potter redeten sogar einige Sätze miteinander und sie lachte über einer seiner Witze. Natürlich nutzte Black die Gelegenheit mich anzubaggern,
„Hey beautiful, du siehst heute besonders hübsch aus.“
Ist das nicht sogar für ihn ein bisschen zu offensiv?
Black stand auf uns setzte sich neben mich, was ich wortlos zuließ. „Héléne, wie wäre es mit einem Butterbier heute Nachmittag in Hogsmead?“
„Ja“ - „Echt, wirklich?“ - „Nein!“ Den Spaß musste ich mir erlauben.
In der Nacht gewitterte es stark. Die nächsten drei Tage wurde ich von Andy ignoriert, von Black angebaggert und von vielen Lehrern auf meine mangelnde Mitarbeit hingewiesen. Normalerweise war ich eine fleißige Musterschülerin, doch ich konnte mich nicht aufraffen die Hausaufgaben ordentlich zu machen oder im Unterricht mitzuschreiben.
Missmutig schleppte ich mich von einem Unterricht in den nächsten. Alice hatte kaum Zeit, da sie jeden Tag etwas mit Frank machte und Lily musste sich um die Vorbereitung der Halloweenparty kümmern, die bald anstand. Remus unternahm viel mit seiner Clique.
Ich verbrachte die Abende allein in der Bücherei. Durchschnittlich schaffte ich drei Bücher, die mein Allgemeinwissen extrem erweiterten.
Das beste Fach war Arithmantik. Meine Prophezeiung vom Wochenende war am Freitag war geworden, denn ich zählte den Kuss mal als Kontakt mit dem anderen Geschlecht. Georginas Wahrsagen hatten sich als komplett falsch erwiesen, hoffte sie, denn eine angebliche Beziehungskrise zu Will stand bevor.
Donnerstag, Zaubertränke:
Professor Slughorn gab mir eine Einladung für eine Party, die nächsten Samstag stattfinden sollte. Begleitung war vorgeschrieben, was ich seltsam fand und meine Stimmung sofort vermieste.
Okay, der erste Zwischenfall in dieser langen endlosen Woche voller Routine. Der zweite Schock traf mich am Freitag. Die wöchentliche Ausgabe der Schülerzeitung, die nur noch Klatsch und Tratsch betitelte, erschien pünktlich zum Frühstück.
Das Covergirl war ich - unfreiwillig - schon wieder.
Ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Wie kann das sein? Ich bin so ein Pechvogel. Jetzt weiß es die ganze Schule! Das ist so peinlich.
Auf der Titelseite war neben mir noch Andy auf dem Bild, beim Küssen abgelichtet. Diese Szene wiederholte sich auf dem Papier im 10 Sekunden Takt. Der Titel zu dieser Geschichte lautete:
BLACK VS COLEMAN Wer gewinnt das Herz von Hélène de Nemours?
Wut kam in mir auf. Wer konnte so einen Mist nur schreiben und dann auch noch über mich!
„Sweetie, du musst dir das nicht antun und lesen, okay? Leg es einfach bei Seite und iss deinen Toast weiter.“, beratschlagte mich Lily, „die Zeitung wird sowieso immer niveauloser, seit sie gemerkt haben, dass durch so etwas mehr Einnahmen ergeben.“
„Lily, du hast Recht, ich werde das jetzt nicht lesen. Ich werde jetzt gleich die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.“ Mit diesen Worten stand ich auf, neugierig beobachtet von mehreren Schülern, und lief auf den Verkäufer dieser Zeitung zu.
Black rief mir zu: „Hey Schätzchen, ich gar nicht gewusst, dass du mich betrügst.“
Die ganze Umgebung, die diesen dämlichen Spruch gehört hatte, verfiel augenblicklich in Getuschel. Ich hörte nur etwas von „es stimmt also“, „sie sind zusammen“ , „warum macht er nicht Schluss“.
Ich hielt an und schrie: „Black, hör auf mich anzubaggern. Ich gehe nicht mit dir aus. Ich bin nicht dein Schätzchen!“ Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Ma chérie, du wirst noch schnell genug deine Meinung ändern, keine Sorge.“
Ich erhaschte nur noch Remus' entschuldigenden Blick von der Seite bevor ich weitereilte und hörte wieder noch unüberhörbares Getuschel.
Der Kleine namens John von der Schülerzeitung verkaufte gerade einen ganzen Stapel an ein pubertierendes Mädchen mit zehn Millionen Pickeln auf dem Gesicht. Er ahnte noch nichts von der Hölle, die ihm kurz bevorstand, verkörpert durch mich.
Ich packte den Jungen am Kragen und fragte ihn so bedrohlich wie es nur ging: „Wer macht diese Bilder von mir und wer schreibt diese Artikel?“ Gelassener als ich gedacht hatte, antwortete er: „Ich lasse nichts durch. Übrigens beobachten uns bereits einige Lehrer.“
„Das hindert mich nicht daran, dir etwas anzutun, wenn du mir nicht sofort sagst, wer diese Artikel verfasst!“ John schüttelte nur den Kopf.
Okay er will es nicht anders.
„Jonny, ich hoffe du weißt, dass ich in Beauxbatons einen Folterkurs belegt habe. Das heißt, ich kann dir soviel Schmerzen zufügen, dass du nicht mal schreien kannst. Gleich hier und jetzt, und keiner würde es merken.“
Der Kleine begann leicht schneller zu atmen.
Ich bin so gemein. Ach, Hélène, so einer darf dir überhaupt nicht Leid tun! Er hat es nicht anderes gewollt.
Bevor er die Namen herausspucken konnte wurde ich von hinten halb festgehalten halb umarmt. Ich spürte einen Hauch in meinem Nacken.
Wer ist das?
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