
von niobe87
Bin daaaaa! Wer noooch?
Leute, ihr sprengt mir die Anzeige mit euren Klicks. :)
Merci, Fwupper, für deinen Kommentar. Japp, du musst noch auf den Dreier warten. Aber naja, sagt ja keiner, dass es nur einer wird. XD
Ihr merkt, ich bin zu Scherzen aufgelegt.
Jaja, ich mach ja schon mit dem neuen Kapitel.
Kapitel 14 - Des Nachts im Wald...
In den nächsten Wochen lernten alle drei eifrig für ihre Prüfungen und setzten fast jeden Abend Trainingsstunden für Harry an, damit er endlich ein Animagus wurde.
Harry kam gut mit dem Lernen voran und hatte schon bald, alles für die bevorstehenden Prüfungen in Verwandlung, Kräuterkunde, Zaubertränke, Verteidigung gegen die Dunklen Künste, Zauberkunst und Astronomie zusammen.
Für Zauberkunst und Verteidigung gegen die Dunklen Künste hatte er nicht viel zu tun und vertiefte eher, was er schon beherrschte, doch gerade Kräuterkunde und Zaubertränke macht ihm zu schaffen.
Er konnte die Namen der Pflanzen, die er noch nicht gesehen hatte, einfach nicht auseinander halten. Und die Zutaten für Zaubertränke waren noch eine ganz andere Liga.
Doch es war das Animagustraining, was ihm am meisten zu schaffen machte.
"Wir können auch für eine Weile Pause machen, wenn du lieber lernen möchtest.", sagte Aja eines Abend, als sie am Rande des Verbotenen Waldes gerade ihre menschliche Gestalt angenommen hatte.
"Nein. Ich hab es mir so ausgesucht. Das wird jetzt durchgezogen.", sagte Harry knapp und nach Atem ringend.
"Er kann sehr stur sein.", sagte Draco und grinste Aja zu.
Dann ging er auf Harry zu, legte eine Hand in seinen Nacken und lehnte seine Stirn gegen Harrys.
"Konzentrier dich, okay.", flüsterte er.
"Ich tu mein Bestes.", gab Harry flüsternd zurück und schloss die Augen. Draco küsste ihn sanft und trat dann wieder zurück.
"Beeil dich, Harry. Sonst halte ich es nicht mehr bis zur Einlösung meines Preises durch.", keuchte Aja hinter ihm.
Harry grinste. Er hatte die Augen noch immer geschlossen.
"Na, wer sagt denn, dass wir dir nicht schon jetzt einen kleinen Vorgeschmack geben können?", fragte Draco vor ihm und küsste Harry noch einmal kurz auf den Mund. "Komm her."
Unbeholfen kam sie ein paar Schritte näher, bis sie neben Harry auftauchte, der jetzt die Augen öffnete und sah, wie Draco sie in einen verführerischen Kuss zog, der Harry leise knurren ließ. Er biss sich auf die Unterlippe, um das aufkommende Verlangen zu unterdrücken und räusperte sich.
Genervt stöhnte Aja auf, so dass Draco leise lachte.
"Tut mir Leid. Ich will das jetzt durchziehen.", antwortete Harry beschwichtigend.
Sie warf den Kopf in den Nacken, ihr Blick klärte sich und sie stemmte die Hände in die Hüften.
"Na los."
Wieder machte einer der beiden, diesmal Draco, es vor und verwandelte sich vor Harrys Augen in einen kleinen, süßen Eisvogel, während Harry es sich jetzt mittlerweile bestimmt zum Hundertsten mal ansah und es ihm nachtat.
Doch es funktionierte einfach nicht.
Frustriert schrie er auf, während Draco sich wieder zurückverwandelte und nicht minder frustriert stöhnte.
"Jetzt reicht‘s.", sagte der Blonde und griff sich Ajas Hand. "Komm her. Das dauert ewig. Harry, du übst weiter."
Dann küsste er sie fast besinnungslos.
Harry ließ die Schulter sinken und war einfach nur genervt.
Wie konnten die beiden jetzt rumknutschen?
Eine Weile besah er sich die beiden, seine Konzentration schwand mit jeder Sekunde, und knurrend verschränkte er die Arme vor der Brust.
Er räusperte sich ein paar Mal, doch die beiden reagierten nicht.
Im Gegenteil, das schien die beiden noch mehr anzuheizen.
Gierig spielten ihre Zungen miteinander und ihre Lippen krachten ununterbrochen aufeinander.
Harry konnte sie keuchen hören.
Dann ließ Aja sich ins Gras fallen und zog Draco mit sich.
Dieser legte sich nur zu gern und mit seinem vollen Gewicht auf ihren Körper und rutschte mit den Händen an den Seiten unter ihr Shirt.
Was sollte das hier werden?, fragte Harry sich selbst. Glaubten die etwa im Ernst, dass er auch nur einen Zeh von sich verwandeln könnte, wenn sie da so rummachten?
Als Aja verlangend und besitzergreifend Dracos Schultern ergriff und ihn enger an sich presste, spürte Harry einen kleinen Stich.
Nicht eifersüchtig werden, Harry!, mahnte er sich selbst. Draco gehört dir, nicht ihr.
Seine Eifersucht mischte sich mit dem wieder hochkommenden Verlangen, sich an dem Ganzen zu beteiligen.
Und doch konnte er sich keinen Zentimeter rühren, weil ihn die Eifersucht an Ort und Stelle fesselte.
Er wurde immer wütender.
Wieder schrie er frustriert auf.
"Schluss jetzt. Ihr könnt später fummeln.", rief er, doch die beiden ließen sich nicht beirren.
Und jetzt bemerkte Harry, woher seine Eifersucht kam. Er war nicht beteiligt. Wurde nicht beachtet.
Und das machte ihn rasend. Er begann zu beben.
Als Draco seinen Schritt heftig an Aja rieb, diese sich von seinen Lippen löste, um laut und tief aufzustöhnen, schien irgendwo in Harrys Kopf eine Ader zu platzen. Durch seinen gesamten Körper wurde elektrische Blitze geschossen, die entweder von seiner Erregung her stammten oder von seinem Zorn.
Aber zu wissen, dass Draco seinen bereits anschwellenden Schwanz an ihrem Schritt rieb, ließ Harry ausrasten.
Er setzte sich schnellen Schrittes in Bewegung und noch bevor er es eigentlich registrierte, wusste er, dass er zum Sprung ansetzte und sich sein Körper währenddessen verformte.
In einer fließenden Bewegung wurde sein Körper kleiner und fester, seine Hände wurden zu tellergroßen Tatzen und seine Füße wurden zu kräftigen Hinterbeinen.
Sein Gesicht brannte ein wenig, als seine Nase kleiner wurde und etwas breiter. Sein Brustkorb dehnte sich aus, seine Ohren wurden länger und spitzer und aus seinem Po wuchs ein kräftiger Schwanz.
Überall übersäten kleine, weiche Haare seinen Körper. Sie wuchsen ganz plötzlich, während seine Kleidung sich mit ihm verwandelte.
Es war ein komisches Gefühl. Das alles.
Nicht dass es weh tat. Es war so, als wäre sein Körper bestimmt dafür, sich zu verwandeln. Als würde er es jeden Tag machen.
Und noch bevor er den Boden wieder erreichte, war die Verwandlung abgeschlossen.
Brüllend stand er den beiden gegenüber, die ihn mit einer Mischung aus Erschütterung, Furcht und Triumph ansahen.
Wieder brüllte er laut und gefährlich auf und ging langsam weiter auf die beiden zu.
Es war ein unbeschreibliches Gefühl sich als Tier zu bewegen. Seine Bewegungen waren geschmeidig und fließend und er fühlte sich so frei, wie schon lange nicht mehr. Als hätte er die Fesseln des Menschlichen abgelegt. Berauschend.
Draco und Aja erhoben sich schnell und wichen vor ihm zurück.
Ja, genau. Erst nicht beachten und dann Angst haben., dachte Harry mit gewisser Genugtuung, während Zorn ihn noch immer wie ein Feuer verbrannte.
Doch er wusste auch, dass er, wenn er sich nicht gleich zusammenriss, die Kontrolle verlieren würde.
"Ruhig, Harry.", flüsterte Draco und das brachte die kochende Lava in seinen Eingeweiden tatsächlich zum Abflauen.
Er versuchte zwar, die Verwandlung zu halten, doch so schnell sie auch gekommen war, so schnell war sie auch schon wieder vorbei.
Er verwandelte sich zurück.
Heftig atmend ließ er sich ins Gras fallen und stützte sich mit den Armen ab, um sich zu beruhigen.
"Ich wusste es.", stieß Draco triumphierend, doch immer noch zitternd hervor.
Beide kamen auf ihn zu und setzten sich neben ihn.
"Wie geht es dir?", fragte Aja.
"Pfff...", schnaubte er. "Ihr hättet mir auch eher sagen können, dass Wut der Auslöser ist. Dann hättet ihr euch nicht durch den Dreck wühlen müssen."
Beide grinsten.
"Ganz Gryffindor, was?", fragte nun Draco und Harry sah das amüsierte Blitzen in seinen Augen.
Wild knurrte Harry auf und klang dabei immer noch so gefährlich, wie eben.
"Wer hätte ahnen können, dass du dich in einen ausgewachsenen Löwen verwandelst?", fragte Aja nun ebenso amüsiert.
"Das wollte ich eigentlich gar nicht.", sagte Harry. "Aber als ich euch beide gesehen habe, wollte ich euch in der Luft zerfetzen."
Aja und Draco sahen sich etwas unsicher an.
"Dir ist doch klar, dass wir es provoziert haben, oder?", fragte Aja leise.
"Jetzt ja.", antwortete Harry schnaubend und ließ sich nach hinten fallen. Noch immer ließ ihm seine Atmung im Stich.
"Mir war schon klar, dass du mehr fühlen musst, um dich in ein Tier zu verwandeln.", begann Draco zu erklären. "Bei mir war es damals ebenfalls Wut, als ich mich verwandelt habe."
"Echt? Du meinst ein starkes Gefühl als Auslöser?", überlegte Aja. "Stimmt. Wenn ich mich daran erinnere, war es bei mir, denke ich, Trauer."
"Trauer?", fragte Harry aufmerksam.
"Ja, ich war damals ziemlich allein und einsam. Ich habe mich so verlassen gefühlt, als ich mich verwandelt habe."
"Wann war das?"
"Nachdem meine Eltern mich letztes Jahr aus der Schule genommen hatten.", erklärte Aja. "Als Voldemort auf dem Höhepunkt seiner Macht war, haben meine Eltern mich nach Südfrankreich zu meiner Tante geschickt. Ich war dort ziemlich allein, weil tagsüber niemand zu Hause war."
"Also warst du gar nicht hier, als Hogwarts im Krieg war?", fragte Harry.
"Nein, da bin ich gerade als Wolf am Strand entlang spaziert."
"Also hast du, nachdem du bei deiner Tante angekommen warst, versucht, dich zu verwandeln?", fragte Draco.
"Nicht sofort. Ich hab durch Zufall in einem Schulbuch davon gelesen und wollte es probieren."
Harry hatte im Moment großes Mitleid mit ihr.
Natürlich war es gefährlich gewesen, als Voldemort noch gelebt hatte. Doch von seinen Freunden, der Schule, vom normalen Leben entfernt zu sein und nur die eigenen Schulbücher zu haben, musste der wahre Tod sein.
"Und als meine Trauer auf dem Höchstpunkt war, habe ich es geschafft, mich zu verwandeln.", schloss Aja.
Eine Weile schwiegen die drei.
Alle hingen mit ihren Gedanken in der Vergangenheit.
"Und? Willst du es noch einmal versuchen?", fragte Aja, um die Stille zu durchbrechen.
"Nicht jetzt. Jetzt muss ich schlafen.", antwortete Harry mit einem müden Grinsen. "Ich fasse es nicht, dass ich es vor den Prüfungen geschafft habe, mich zu verwandeln. Das waren nicht mal zwei Monate."
"Wer, wenn nicht du...", sagten Aja und Draco aus einem Munde und alle drei begannen zu lachen.
Irgendwann rappelten sie sich hoch und gingen zurück zum Schloss.
"In einer Woche sind Prüfungen.", sagte Harry.
Draco nickte.
"Bei mir auch.", antwortete Aja.
"Ich denke, wir sollten uns alle jetzt primär darauf konzentrieren, bevor wir uns wieder dem Vergnügen widmen.", sagte Harry nachdenklich.
Die anderen beiden stimmten zu.
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