
von niobe87
Und natürlich der Epilog.
Epilog
„Dray!“, schrie Harry aus der Küche, als er der Eule, die soeben einen zwei dicke Briefe, neben dem obligatorischen Schreiben, dass sie jeden Tag von Aja aus Hogwarts erhielten, gebracht hatte, einen Eulenkeks angeboten hatte.
Sie nahm ihn dankbar an und flog dann ohne Umschweife wieder hinaus aus dem Fenster.
„Was ist denn?“, schrie Draco zurück, als dieser auf dem Weg nach unten einen alten Trollständer umstieß.
„Komm in die Küche, Schatz. Wir haben Post aus dem Ministerium.“, rief Harry zurück, so dass Draco die letzten Stufen der Treppe, die zum ersten Stock des Grimmauld Platzes Nummer 12 führte, hinuntersprang.
„Hey!“, flüsterte Harry, als er Dracos farbverschmiertes Gesicht in der Tür erblickte. „Hast du noch nicht genug?“
Er zog ihn zu sich heran und verwickelte ihn in einen tiefen Kuss.
„Ich werde nicht aufhören, bis das Schlafzimmer fertig ist. Wir können Aja unmöglich mit zu uns in diese kleine Kammer nehmen. Morgen kommen die neuen Möbel.“, sagte Draco eindringlich.
„Ich weiß.“, hauchte Harry und dachte daran, wie Draco ihn mit einem glühenden Blick davon überzeugt hatte, ihr gemeinsames, neues Schlafzimmer, wie den Raum mit dem Spion in Hogwarts einzurichten, indem sie mit Aja schlafen würden, sobald diese nach ihrem letzten Schuljahr zu ihnen ziehen würde.
Er reichte Draco den an ihn adressierten Brief und beide sahen sich an.
„Aufmachen?“, fragte Draco nervös, da er wusste, dass er hier die Entscheidung über seine berufliche Zukunft in den Händen hielt.
Er war genauso nervös, wie vor ein paar Monaten, als die Ergebnisse aus Hogwarts gekommen waren.
Harry hatte natürlich in allen Fächern mit einem „Ohnegleichen“ abgeschlossen, außer in Zaubertränke, wo er „nur“ ein „Erwartungen übertroffen“ erhalten hatte. Somit hatte Harrys Ausbruch in der Prüfung für Verteidigung gegen die Dunklen Künste keine Auswirkungen auf seine Note gehabt und Draco vermutete, dass dies daran lag, dass die Prüfer Harrys übertriebene Reaktion seiner Nervosität zugeschrieben hatten.
Draco hatte immerhin in vier Fächern mit „Ohnegleichen“ abgeschlossen (darunter Zaubertränke), die restlichen Fächer zumindest mit „Erwartungen übertroffen“.
Daraufhin hatten sich beide, nachdem sie sich provisorisch im ehemaligen Versteck des Ordens des Phönix‘ eingerichtet hatten, im Ministerium um eine Stelle beworben.
Harry natürlich im Aurorenprogramm und Draco in der Abteilung für magisches Recht und Rechtsschutz.
Der Ex-Gryffindor nickte ihm nun zu, so dass beide eilig ihre Briefe öffneten.
Es wunderte ihn keineswegs, dass Harry neben ihm in Jubelschreie ausbrach, denn ihm war von Vornherein klar gewesen, dass dieser den Platz in der Aurorenausbildung so gut wie sicher hatte.
Eilig las er nun seinen Brief durch und schaute nach oben in Harrys erwartungsvolles Gesicht.
Dieser kam sofort auf den Blonden zu und sah ihn fragend an.
„Was ist? Angenommen?“
Doch Draco reagierte nicht. Er blinzelte nur kurz und fasste Harry ins Auge, dessen Wangen vor Freude glühten.
„Nicht?“, fragte Harry erneut nach.
Draco holte tief Luft.
„ICH HAB DIE STELLE!“, schrie er los und sprang wie ein Frettchen auf und ab.
Harry lachte los und riss die Arme hoch, um Draco fest zu umarmen und ihn hochzuheben.
Er drehte ihn einmal im Kreis, so dass der Blonde heftig lachte und ließ ihn dann wieder nach unten, um ihn heftig an sich zu pressen und ihn kurz auf den Mund zu küssen.
„Ich wusste es! Das ist fantastisch.“, rief Harry voller Freude. „Wann geht es bei dir los?“
„1. Dezember.“
„Bei mir auch! Dann können wir an unserem ersten Arbeitstag gemeinsam zum Ministerium apparieren.“
Harrys Freude war ansteckend, so dass Draco begeistert nickte und Harry erneut küsste.
„Wenn Aja doch nur hier wäre…“, sagte der Blonde.
„Ich schreibe ihr sofort. Ich habe sowieso einen Brief von ihr hier. Den kann ich gleich beantworten.“
„Grüße und küsse sie von mir. Ich denke, ich werde wieder nach oben gehen.“
„Willst du schon weiter machen? Ich dachte, wir feiern!“, antwortete Harry etwas irritiert.
„Das können wir später auch noch. Ich lass mir was einfallen.“, sagte Draco und grinste.
„Na, da bin ich aber gespannt.“, hauchte Harry und küsste die Nasenspitze des anderen, bevor er sich an den Küchentisch setzte und begann, Ajas Brief zu beantworten.
Als er fertig war, ging er nach oben und suchte nach Draco.
Zuerst sah er im neuen Schlafzimmer nach, dass tatsächlich fertig gestrichen war, genau in den Farben, die Harry von ihrem Raum in Erinnerung hatte.
Doch hier konnte er den Blonden nicht finden. Auch im angrenzenden Badezimmer und in ihrem alten Schlafzimmer, das im Flur eine Tür weiter lag, war er nicht, so dass er es im Wohnzimmer versuchte.
Langsam öffnete er die knarrende Tür, nahm sich vor, sie bei Gelegenheit zu ölen und fand Draco an der großen Fensterfront, wo er gedankenversunken nach draußen sah.
Er durchquerte den halbfertigen Raum und trat hinter seinen Freund. Er legte einen Arm um dessen Taille, so dass dieser hochschreckte und den Kopf drehte.
„Ich fasse es nicht, wie einfach das alles läuft.“, sagte Draco leise, als er wieder aus dem Fenster sah.
Harry nickte.
„Wer hätte gedacht, dass du einmal hier bei mir leben würdest?“, fragte Harry ebenso leise und erinnerte sich an den Tag, an dem er Draco vorgeschlagen hatte, mit ihm nach London zu ziehen.
Draco hatte sich nicht nur gefreut, er hatte ihn förmlich zu Boden gerissen.
Harrys Glück wurde perfekt, als Draco vorschlug, auch Aja mit dazu zu holen, wenn sie die Schule beendet hatte und erinnerte sich daran, wie diese die Neuigkeiten aufgenommen hatte.
Harry war den Knutschfleck, den sie dafür von ihr bekommen hatte, noch immer nicht los. Ebenso wie Draco.
Nach dem letzten Tag in Hogwarts waren beide sofort nach London appariert und hatten sich im Haus umgesehen.
Draco hatte in Nullkommanichts einen Plan zur Renovierung und Erneuerung aus dem Hut gezaubert und so hatten sie schon am nächsten Tag mit den Aufräumarbeiten begonnen.
Nun waren ein Schlafzimmer, das sie zur Zeit benutzen, zwei Bäder und die Küche völlig neu eingerichtet und das neue Schlafzimmer, sowie das Wohnzimmer immerhin schon halb fertig.
Im zweiten Stock gab es noch weitere Räume, um die sie sich kümmern wollten, doch das hatte Zeit und die brauchte es auch, denn unter anderem war Sirius‘ altes Zimmer darunter, an dass sich Harry noch nicht heran traute. Außerdem gab es noch ein weiteres Zimmer, bei dem sie es nicht mal schafften, die Tür zu öffnen.
„Ich würde dir überall hin folgen.“, riss Draco ihn aus seinen Gedanken, so dass er seinen Kopf auf dessen Schulter legte und seinen Hals küsste.
„Das hoffe ich.“, antwortete Harry ruhig und drehte den Blonden in seinen Armen.
„Ich liebe dich, Harry James Potter.“, flüsterte Draco an sein Ohr.
„Und ich liebe dich, Draco Lucius Malfoy.“
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So ihr Lieben.
Das war es nun endgültig für mich auf diesem Portal.
Wie schon gesagt, hoffe ich, dass euch die Story gefallen hat.
Dadurch, dass ich jetzt plotreicher schreibe, hat sich mein Schreibstil etwas gedreht, aber das nur nebenbei.
Ich werde noch einige Zeit benötigen, um die Gravity Wall hochzuladen, hoffe aber, dass ich einige bekannte Gesichter bald wieder sehe.
Bis bald, ihr besten aller Leser.
Und denkt immer daran.
Das Glas ist halbvoll, nicht halbleer.
Und:
Erst kam das Ei, dann das Huhn.
Fühlt euch gedrückt und geknuddelt.
Besonders die lieben Kommischreiber, die niemals aufgegeben haben (Gini, Fwuuper und Cho17!).
Ihr seid die Besten.
Niobe
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