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Fanfiction

& Ich will der Traum sein der dir die Flügel schenkt. - Lilys Schicksalsschlag.

von Elaine

Und als sie anfing zu lesen, hätte sie gewünscht es nie getan zu haben.

Ihre Augen flogen nur so über den Text. Und mit jedem Wort brach ihre Welt zusammen. „Nein...“ flüsterte sie... „Lily..“ doch weiter kam Alice nicht. Lily war aufgesprungen und rannte weinend aus der Halle.

Unter den Toten gab es auch ein Ehepaar. Carol & Liliana Evans...

Der Satz hallte in ihrem Kopf Rum. Sie rannte in die Schulsprecherwohnung und dann in ihr Zimmer.

Unsere Informationen zufolge geht eine der Kindern auf die Hogwarts Schule.

Ihre Eltern... ihre wunderbaren Eltern opfer eines Todesserüberfalls? Und schon wieder meinte das Schicksal es schlecht mit ihr. Ihr Leben war nur noch ein Chaos. Ein Leben voller Scherben. Sie schluchzte ununterbrochen. Weinte bitterlich. Weinte weil sie Menschen verloren hatte, die mehr wert waren als ihr Leben. Und die Tage vergingen. Sie lag auf ihrem Bett. Leute gingen in ihrem Zimmer rein und raus und doch bekam sie von all dem nichts mit. Genau eine Woche war vergangen und nur für das umziehen und waschen hatte sie sich bewegt. Und nun lag sie in ihrem schwarzen Samtkleid auf ihrem Bett. Ihr Mund war leicht geöffnet und man sah immer noch die Tränenspuren auf ihren Wangen.

Ihre roten Haare lagen ausgebreitet auf dem Kissen.Vor ihrem Bett stapelten sich ein paar Taschentücher. Ihr zarten Hände waren zu kleinen Fäusten geballt. Eine innerliche Wut machte sich in ihr breit aber dann kam auch schon wieder die Trauer.
Beide kämpfen wer an die Oberfläche kommen sollte und letztendlich gewannen beide. Sowohl die Wut als auch die Trauer. Sie stand auf, ganz langsam darauf bedacht keinen Laut zu machen.Als sie raus schaute, in die Freie Natur, sah sie das es Abends war und das der Regen gegen die Scheiben prasselte.

Sie machte ihre Nachtischlampe an, dann ging sie zu ihrem Spiegel. Aus smaragdgrünen Mandelaugen, betrachtete sie sich im Spiegel, als suche sie etwas darin, was ihr die Realität nicht geben konnte. Sie sah sich einfach nur an. Als sie dann jedoch mit aller ihr bleibenden Kraft in den Spiegel schlug, sah man nur die tiefen Scherben die sich in ihr zartes Fleisch rammten, das Blut über ihre aschfahlen Finger gleiten ließen und sich auf dem Boden verstreuten. Um dort ihren roten gestohlenen Saft zu teilen.Sie sackte einfach in sich zusammen, mitten in die Scherben. Sich nicht daran störte, sondern einfach nur ihren Schmerz in die Welt hinausweinte. Betäubt und benebelt von all der Qual der letzten Tage, ließ sie sich wieder auf ihr Bett fallen.

Ihre grünen Augen, schrien nur noch nach altem Glanz und neuer Hoffnung. „Bitte lasst mich nicht alleine..“ hauchte sie wie Tage zuvor in den Leeren Raum. Und indem Moment ging die Tür auf und Alice kam wie immer mit einem Tablett Essen in ihr Zimmer. Doch als sie die Scherben, dass Blut und die Verletzte Hand von Lily sah, lies sie das Tablett fallen. „Oh Gott Lils.... REMUS! LILY IST VERLETZT!“ Doch Lily nahm nur alles am Rande wahr. Sie nahm nicht wahr, wie Alice versuchte die Blutung zu stoppen, sie nahm nicht wahr wie Remus in ihr Zimmer gerannt kam und sie nahm nicht wahr, als man sie hoch hob und sie weg trug. Sie nahm auch nicht den traurigen Blick von James wahr. Ein Blick der mehr als Tausend Worte gesagt hätte. In seinen Augen stand die Angst, Verzweiflung, Mitleid und die Schuld.

„Madam Pomfrey!“ Remus lies Lily auf einen der Feldbetten nieder. Sofort kam die Heilerin und schaute sich Lilys Hand an. "Och Lily....“ seufzte Madam Pomfrey. Sie hatte Lily schon immer gemocht und sie hatte es nicht gemocht, als man sie ärgerte und verletzte. Und nun lag die schüchterne Lily hier, weil sie ihre Eltern verloren hatte. Lily lag noch ein paar Stunden im Krankenflügel, ehe sie aufstand und durch die Gänge schlenderte.

Keine Menschenseele war mehr in den Gängen und so lies sie den Tränen wieder ihren Lauf. Irgendwann – sie hatte nicht auf die Uhr geschaut – kam sie wieder ihr ihre Schulsprecherwohnung. Es war dunkel und ruhig. Sie schlug den Weg zu ihrem Zimmer ein und als sie dort war, lies sie sich wie Tage zuvor kraftlos auf ihr Bett sinken. Es würden noch weitere schwere Tage werden... davon war sie überzeugt.


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