
von Lyanna Snape
Dumbledore dachte angestrengt nach.
War er zu grob gewesen? Severus das alles wieder auf die Nase zu reiben?
Albus seufzte einmal laut und schaute sich das BĂĽro von Kingsley an.
Es war gemĂĽtlicher als das ehemalige BĂĽro von Fuge.
Ich war zu gemein, ich entschuldige mich bei ihm! dachte Albus und ging wieder nach Hogwarts, zurück in sein Porträt das über den Sessel des Schulleiters hing.
Grade wollte er mit Severus anfangen zu reden als er sah das dieser schliefe.
Ihm huschte ein Lächeln über die Lippen.
Wie kann dieser Mann so friedlich aussehen wenn er schläft? fragte Dumbledore sich.
Er setzte sich in seinen groĂźen Sessel und wartete darauf das Severus aufwachte.
Der Traum veränderte sich.
„Lily, du musst mir glauben! Ich wollte das nicht.“ hörte Snape sich sagen.
„Ach ja? Das kannst du deiner Haarbürste erzählen. Es ist eindeutig das du dem Erstklässler einen Fluch auf den Hals schicken wolltest!“ schrie eine Mädchenstimme.
Es war Lily, die ihn anschrie.
Sein junges Ich verzweifelte langsam.
Da änderte sich der Traum völlig.
Lily lehnte im Dunkeln an der Wand. Severus stand so dicht wie möglich bei ihr und beugte sich langsam vor.
Lily starrte ihn zuerst irritirt an, schloss dann aber die Augen und schlang ihre Arme um ihn.
Severus kĂĽsste sie leidenschaftlich und drĂĽckte sie nach hinten an die Wand...
Plötzlich schrie Lily auf, ein grüner Lichtblitz traf sie und Severus wachte mit Schweißperlen auf der Stirn auf. Er atmete schwer ein und aus.
„Severus? Was ist los?“ fragte Dumbledore behutsam.
Snape erschrak abermals, weil er hinter ihm stand. „Was ist los?“ fragte Dumbledore erneut.
„Nichts! Ein Traum, der... der sie nichts angeht.“ antwortete Snape wortkark.
Er richtete sie grade auf und atmete einmal tief ein und aus.
Albus schüttelte verständnislos den Kopf und ging zurück in sein Porträt.
Severus schien sich wieder beruhigt zu haben, denn er saĂź da und starrte in das SchulleiterbĂĽro, wie er es oft tat.
„Severus, ich muss mit dir sprechen.“ Sagte Dumbledore.
Snape schnaufte.
„Wegen eben...“
„Ich sage ihnen nicht was ich geträumt habe, vergessen sie es Dumbledore!“ sagte Snape barsch.
„Nein, das möchte ich auch nicht wissen. Wenn du mir es natürlich sagen willst, ist das was anderes.“ entgegnete Dumbledore. Snape gab wieder ein schnaufendes Geräusch von sich.
„Es geht um die Sache mit Lily-“ Snape schnappte nach Luft und warf unweigerlich ein:
„-Dumbledore, ich hatte ihnen gesagt si-“
„Hören sie mir zu Severus! Ich möchte nicht mit ihnen diskutieren, ganz im Gegenteil. Ich wollte nur sagen, ich fand das ich etwas grob zu dir war.“ sagte Albus.
„Finden sie?“ Snapes Augenbraue schoss in die Höhe. Dieser Mann hat Nerven...
„Ja, finde ich.“ gab Albus zurück.
„Schön und gut... Das hätten sie sich früher überlegen sollen!“ sagte Snape gereizt.
„Nehmen sie die Entschuldigung eines alten Mannes an?“ fragte Dumbledore.
„Nein, was nützt mir das jetzt noch?!“ gaffte Snape zurück.
„Dir nützt es nichts, aber das würde mein Gewissen stabilisieren."
Snapes Lippen verzogen sich zu einen höhnischem Grinsen.
„Ach... Damit sich das Gewissen eines alten Mannes wieder beruhigen kann? Interessant, Dumbledore.“
Der verdrehte die Augen.
„ Nun komm schon! Sei nicht mehr so giftig, du hast keine ,angeblich, nervtötenden Schüler um dich sitzen! Entschuldigung angenommen?“ fragte er.
„Mhm.. ich sollte sie vielleicht doch noch etwas zappeln lassen...“ sagte Snape.
Dumbledore sah ihn nervös an.
„Aber, bevor sie mir noch weiter auf den Geist gehen, Entschuldigung angenommen. Jetzt können sie sich ja wieder ihren Strickmustern zuwenden!“ sagte Snape und er musste auflachen.
„Severus! Das ist nicht witzig, das ist mein Hobby. Wer weiß, vielleicht machst du das auch später mal. Beim Stricken kann man wunderbar nachdenken.“ entgegnete Dumbledore.
Dieser Mann bringt mich ins Grab...
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