
von Lyanna Snape
Schon wieder träumte Severus unruhig.
„Lily, du musst mir glauben! Ich wollte dich nicht so nennen.“ Rief er.
Lily sah in mitleidig an. „ Das hättest du dir vorher überlegen sollen! Außerdem sagst du zu allen die so sind wie ich, Schlammblut. Wieso sollte das bei mir anders sein?“
Snape schoss schlagartig Farbe in sein blasses Gesicht.
„ Ich.. ich.. es..“ stotterte er.
Lily schnaufte. Dann drehte sie sich um und rief wärend dem davon gehen:
„Denk erst mal nach bevor du wieder etwas falsches sagst! Gute Nacht.. Schniefelus!“
Später kauerte er unten an der Wand , wie ein Häufchen elend.
Severus weinte und schlug mit der Faust gegen die Wand..
„ Nein, Lily! Ich liebe dich doch!!“ schrie Snape und fuhr aus seinem Albtraum.
Wieder keuchte er und sah sich um.
Er befand sich in dem Porträt wie schon seit längerem.
Snape spähte in das Porträt von Dumbledore, der war jedoch nicht da.
Glück gehabt! Dachte Snape. Warum träume ich in letzter Zeit so oft von.. ihr ?
***
Dumbledore ging in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors, um sich etwas umzusehen.
Er ging in ein verlassenen Porträt und sah den Sohn von Harry. Albus Severus.
„Hallo Albus Severus!“ rief er ihm zu. Al erschreckte und fuhr herum.
Dann sah er das Dumbledore ihm aus dem Porträt zu lächelte.
„Hallo Professor Dumbledore.“ Sagte er und ging auf das Porträt zu.
„ Ich wollte dich nicht erschrecken. Wie geht es deinem Dad? Harry, Ginny und deinen Geschwistern?“ fragte Dumbledore.
„Och, öhm.. ich denke gut! Mum und Dad renovieren unser Haus. Und James und Lily ärgern mich wie immer.. aber ihnen geht’s auch gut.“ Antwortete Al.
Dumbledore’s lächeln wurde breiter.
„ Ja, so sind Geschwister! Ich möchte dich noch etwas fragen. Fühlst du dich wohl, hier in Gryffindor?“
„ Mir gefällt es hier super!“ antwortete Al, „ Ich wollte nie und nimmer in ein anderes Haus.“
Dumbledore nickte, verabschiedete sich und ging zurĂĽck in das SchulleiterbĂĽro.
„ Wie geht’s, Severus?“ fragte Dumbledore gut gelaunt und trat zu Snape.
„Ihnen scheint es ja gut zu gehen, Albus.“ Antwortete er und wendete Dumbledore den Rücken zu.
„ Ist irgendetwas passiert? Hast du ein Problem? Möchtest du darüber sprechen?“ fragte Albus und seine Miene schien sich zu Mitleid zu verändern.
Ich fasse es nicht! „Möchte ich darüber sprechen?“ Ich spreche doch nicht mit einem alten Mann über meine Ehemalige Privatsphäre. Doch ich frage mich, ob ich eigentlich je eine hatte.. dachte Severus.
„Nein, ich möchte nicht mit dir darüber sprechen.“ Sagte er und nahm ein Buch von dem großen Stapel, der auf einem kleinen runden Tisch stand.
„Na gut. Solltest du es dir jedoch anders überlegen-“ rief Dumbledore.
„- Dann komme ich zu ihnen!“ sagte Snape und beendete somit das Gespräch.
Lange Zeit sprachen sie kaum mit einander. Dumbledore strickte grade an ein paar Socken und Snape las in einem seiner ZaubertrankbĂĽcher.
Dumbledore schien außerdem nicht zu merken das er anfing eine Melodie zu pfeifen, was Severus eindeutig störte.
Jetzt höre ich nicht nur dieses geklappere von den Essstäbchen, nein, jetzt muss er auch noch pfeifen! Dachte er.
Dumbledore pfeifte frohlockend in seinem groĂźen Sessel und strickte eine Masche nach der anderen, wobei die Nadel leicht klirrten.
Snape brummte. Gleich würde er sich nicht mehr zurückhalten können.. Wenn jetzt Dumbledore nicht aufhören würde zu pfeifen und zu klappern!
Und er hörte nicht auf.
„Dumbledore!“ rief Snape aufgebracht. „Sie treiben einen in den Wahnsinn.“
„Was ist den Severus?“ fragte Albus ahnungslos.
„Hören sie auf mit dem Gepfeife und dem Stricken. Das regt mich auf!“ sagte Severus und sah ihn zornig an.
„Also bitte, ja. Das ist meine Privatsphäre, mein Bilderrahmen, da darf ich tun und lassen was ich will.“
„Dann tun sie was sie wollen aber etwas leiser!“ entgegnete Snape. „ Es befinden sich auch noch andere Leute in diesem Raum.“
„Severus, also ich finde es gibt keinen Grund zu streiten. Wir sollten das mal in Ruhe bei einer Tasse Tee klären.“ Sagte Dumbledore.
„ Da gibt es nichts zu klären und außerdem hasse ich Tee!“ rief Snape.
„ Ich habe eine sehr gute Idee!“ sagte Albus und mit einem Schlenker seines Zauberstabes lag auf dem runden Tischen zwei gelbe Stöpsel.
„ Was ist das, Dumbledore?“ fragte Snape.
„ Das sind Ohrenstöpsel. Die sind zum in die Ohren stopfen, damit man nichts mehr hört.
Keinen Lärm, kein gar nichts!“ antwortete Dumbledore.
Snape sah die gelben Dinger angewidert an. Schließlich steckte er sie doch in die Ohren und das was er hörte, wollte er ab jetzt nur noch hören: Nämlich Stille.
Snape lehnte sich zurĂĽck und las in Ruhe das Buch zu Ende.
Als er fertig war, sah er das jemand sich im Schulleiterbüro befand. Er nahm die Ohrenstöpsel heraus und er erkannte eine männliche Person. Die er gehofft hatte, nie wieder zu sehen.
Harry Potter.
Harry ging auf die beiden Porträts zu oder eher auf das von Dumbledore.
„Harry! Schön dich zu sehen. Was führt dich zu uns?“ rief Albus freundlich.
„Dumbledore- Albus. Ich wusste nicht das du noch hier hängst.. Ich suche Minerva. Sie hatte mich herbestellt, weil James anscheinend nur Blödsinn im Kopf hat.“ Antworte Harry und schaute etwas enttäuscht aus.
„ Ach ja. Die gute Minerva. Ich glaube es war eher Neville der ihr das Verhalten von James gebeichtet hat.“ Sagte Dumbledore.
„ Er ist wohl mutiger als früher.“ Sagte Harry und schien in Gedanken verloren.
Snape betrachtete ihn genau. „Früher war er ein Wurm. Aber auch aus einem Wurm kann was werden.“ Hörte er sich sagen.
Was? War ich das grade? Aus meinem Mund.. Albus hat mich mit seinem Optimismus angesteckt. Dachte Snape.
Harry drehte sich plötzlich zu Severus und sah ihn an, wie als ob er nicht recht gehört hätte.
Dumbledore sah die beiden abwartend an.
„ Guten Tag, Harry!“ sagte Severus.
„Tag.. Severus..“ erwiderte Harry.
FĂĽr Snape klang das ungewohnt. Von dem Sohn seines Schulfeindes gedutzt zuwerden, aber er hatte gehofft, ja er Severus Snape hatte gehofft das Harry Potter so reagieren wĂĽrde.
Das bedeutete in allen Augen viel.
Harry und Severus sahen sich in die Augen. Braun in Grün.. Harry wollte lieber wieder ablenken. „Könnt ihr mir sagern wo Minerva oder Neville ist?“ fragte er.
„ Nein, aber ich glaube das sie im Grimmauldplatz ist.. oder im Ministerium. Ich geh mal nachsehen. Dauert nicht lange. Ich hoffe ihr vertragt euch, Severus.. Harry?“ antwortete Dumbledore und verschwand mit einem lächeln aus seinem Porträt.
Dieser Mann! Ich weiĂź was er vorhat!! Ganz ruhig Severus. Albus wird der Plan aber nicht gelingen. Ich Freunde mich nicht mit Potter an. Nur ĂĽber meine Leiche.. mhm.. toll.. meine Leiche. .einen Humor hast du Severus! Dachte Snape.
„Wie geht es ihnen?“ fragte Harry zarkhaft.
„ Vortrefflich. Danke. Und ihnen Potter?“ Snape verfiel grade wieder in seine alten Gewohnheiten.
„Oh. Ginny geht es super. Wahrscheinlich ist sie wieder schwanger. Ich freue mich riesig.“ Sagte Harry erregt.
Wieder schwanger? Wie soll das Kind jetzt heiĂźen?! Harinny? Dachte Severus.
„ Meinen Glückwunsch.“ sagte er knapp.
Langes schweigen.
„Ich.. wissen sie Severus? Es tut mir.. aufrichtig leid das sie ihr Leben lassen mussten.“ Sagte Harry um ein Thema zu finden.
„ Ach ja?!“
„ Ja.. und das sie.. das sie meine Mutter-“
„Ich brauche kein Mitleid und sprechen sie nie wieder über Lily mit mir!“ rief Severus aufgebracht.
„ Nein, ich hab, das sollte..“ fing Harry an.
„ Sparen sie sich die Worte!“ sagte Snape gereizt.
„ Hören sie mir zu! Es tut mir leid das mein Vater ihnen das Leben schwer gemacht hat.“ Rief Harry. Snape schnaubte. „Aber das sie sich nicht zusammenreißen konnten um meiner Mutter ihre Liebe zu gestehen, das tut mir nicht Leid- WEIL DAS IHR PROBLEM IST!!“
„Gut, Schön! Danke das sie mir das alle, ALLE noch mal aufs Brot schmieren!“ sagte Severus und seine Augen funkelten wütend.. und von Nässe.
Nicht sentimental werden.. Nein! Ich hasse alle.. dachte Snape.
„Wir könnten wenigstens die Feindschaft zwischen uns beenden. Sie retteten mir schließlich
das leben und halfen Voldemort zu besiegen.“
„ Na gut Potter. Aber denken sie nicht das ich sie mag.“ entgegnete Severus.
„Nein, ich weiß das sie mich hasse und immer hasse werden.“ Sagte Harry und grinste.
„Kluger Mann!“ und musste auch grinsen.
„Albus hat aus mir eine mitfühlende Person gemacht.. ich könnte ihn umbringen!“ rief Snape plötzlich.
„ Das wird nicht mehr gehen.“ Sagte nun eine dritte Stimme. Es war Dumbledore der sich wieder zu ihnen gesellt hatte und strahlte als er sah das die beiden sich nicht angifteten.
„ Ich bin schon tot!“ Alle lachten, auch wenn es nicht so lustig war.
„ Sie bringen mich alle ins Grab!“ sagte Severus.
„ Noch so ein Spruch und ich wird wahnsinnig..“ sagte Harry.
„ Zwei tote und ein Wahnsinniger, willkommen im Club der bekloppten, Harry.“ Sagte Severus.
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