
von LasVegas
Jah, es geht weiter, momentan hab ich einen Haufen verrückte Ideen, die nur zu gut hier reinpassen. Also bitte sehr!
@ilena malfoy: Jaaaa, die Feder wird sich noch als Segen und Fluch rausstellen!
@Sarah potter-radcliffe: Hm, Lily weiß ganz genau, dass die Rumtreiber und Is einfach weiter machen würden. Ob sie jetzt die Seite rausreißt oder nich...
@Mrs.Black: Tja, aber Lily will ja gar nichts von James wissen (höhö) am liebsten wärs ihr ja, wenn er einfach verschwinden wurde, deswegen will sie nicht lesen, was James schreibt.
@Nala Lilly Leona Potter: Dankeschön ^^
@Larifari: Schön, wenn es euch so anregt!
@Dr. Butterbier: Jah, so ne Feder... Wenn Philina das Gegenstück hat XD
@Leni-04: Lilys und James' Federn kopieren genau das, was die jeweils andere schreibt. Daran hat James aber nicht gedacht. Das wird noch zu sehr schönen Szenen führen!
@Lily014: Nö, Sirius benutzt einfach James' Feder mit. Die sitzen ja sowieso immer nebeneinander.
Und jetzt weiter mit Chap nummer 3:
„Lily! Is!“
„Hm?“
„Ihr kommt zu spät zu Geschichte.“, sagte Em süffisant. Klar, sie durfte schließlich auch eine Freistunde genießen.
„Hm, nee.“, brummte Isabelle, die auf einem Stück Apfel herumkaute. „Zu Geschichte kann man gar nicht zu spät kommen. Ist Binns doch wurscht, ob er vor einer leeren oder vollen Klasse palavert.“ Wo sie Recht hatte, hatte sie Recht. Ich seufzte laut auf und stand schließlich auf. Die Große Halle war bereits ziemlich leer, schließlich hatten die meisten Schüler Unterricht. Ich packte Isabelles Hand und zog sie mit mir. „Nein, Lil, ich will wirklich nicht…“
„Ist mir doch egal.“, sagte ich. „Du kannst auch in Geschichte weiterschlafen.“
„Da hast du allerdings Recht. Bis später, Em!“
„Bis denn.“, sagte Em, die in ein Buch über Drachen vertieft war, die sie so faszinierten. Als wir bei Geschichte ankamen, hatte der Unterricht natürlich schon begonnen. Eiskalt stieß Isabelle die Tür auf und ließ sich ohne ein Wort auf ihren Platz fallen. Eigentlich sagte mir mein Gewissen, dass wir uns für unsere Verspätung entschuldigen mussten, aber es Professor Binns ja doch nicht interessieren, also setzte ich mich neben sie und packte Feder und Pergament aus.
„Hast du es immer noch nicht aufgegeben?“, fragte Isabelle mich in normaler Lautstärke, ohne zu flüstern. „Nicht mal du hast genug Konzentration für das hier!“
„Hm.“, mache ich nur. „Mag sein.“ Wir lauschten eine halbe Minute, bevor diese Stimme uns völlig einlullte. Dann flog die Tür auf. Binns schaute nicht einmal auf. Potter und Black trudelten herein, beide mit einer Tüte Süßigkeiten in Händen. Wo sie die her hatten, wollte ich gar nicht erst wissen. Isabelle beugte sich zu ihrer Tasche hinunter und wühlte darin herum. Sie zog etwas hervor, nahm sich meine Feder und begann zu schreiben. Es dauerte ein paar Minuten, bis ich verstand. „Is! Gib das her!“
„Warum denn?“, grinste sie. „Mir ist langweilig. Und denen auch.“ Sie nickte Richtung Potter und Black, die sich mittlerweile hinter uns neben Remus gesetzt hatten und Feder und Pergament ausgepackt hatten.
***
Wo kommt ihr denn jetzt noch her? - Is
Ihr seid doch auch zu spät gekommen. - James
Weißt du… woher? - Is
Ihr seid noch wach. - Sirius
Da magst du Recht haben. Und die Süßigkeiten? - Is
Persönlicher Vorrat. - James
Willst du welche? - Sirius
Klar. Habt ihr Bertie Bott's Bohnen? - Is
Fang! - James
Potter! Wie zur Hölle bist du Jäger geworden?! - Lily
Reg dich ab, Evans. Wenigstens hat Prongs nur deinen Kopf und nicht deinen Ausschnitt getroffen. - Sirius
Black, halt die Klappe! - Lily
Es tut mir Leid, Lily-Maus. - James
Nenn mich nicht so! - Lily
Cartwright, irgendwie siehst du unglücklich aus. - Sirius
Rosenkohl. Die grüne Bohne schmeckt nach Rosenkohl. Mann, is das abartig- Is
Hehe. - Sirius
Jetz is Schicht. Kein Platz mehr, Lily muss ihren Namen eintragen. - James
Na meinetwegen. - Lily
Hehe! Lils, du schummelst! Da fehlt was! - Is
Wie meinst du das, sie schummelt? - Sirius
Isabelle, wag es ja nicht! - Lily
Wag es doch! - Sirius
Ihr Zweitname fehlt. - Is
Zweitname? - James
Yep. - Is
Immer her damit! - Sirius
Nein! - Lily
Doch! - James
Hope. - Is
Ist ja mal nicht dein Ernst?! Evans' Zweitname… Ich kann nicht mehr! - Sirius
Ich finde deinen Zweitnamen übrigens ganz bezaubernd, Lily-Maus. - James
Nenn mich nicht so! - Lily
Wenn ich's nicht besser wüsste, würde ich sagen, Evans hat ne Bohne mit konzentrierter Zitronensäure gefuttert. - Sirius
Ich hasse die Dinger! - Lily
Siehst du, Prongs. Ich hab dir doch gesagt, es gibt etwas, das sie noch mehr hasst als dich! - Sirius
Sehr ermutigend, Pad. - James
Pech. Warum schreibt Remus eigentlich nicht mit? - Isabelle
Der versucht zuzuhören. - James
Schafft er nie. - Isabelle
Stimmt. - Remus
Evans, du musst deinen Geburtstag eintragen! - Sirius
Das kann ich auch für dich erledigen! - James
***
Ich starrte auf mein Heft. Da stand er, mein Geburtstag. Der 30. Januar 1960. Woher hatte er das gewusst? Ich warf Isabelle einen Blick zu, den sie mit hochgezogenen Augenbrauen erwiderte. Ich wusste, was sie dachte. Isabelle verbrachte schließlich einfach zu viel Zeit mit Em. Ich drehte mich kurz zu James um, der mir ein Grinsen schenkte, wie es nur er konnte. Schrecklich arrogant und überschwänglich, dennoch…
***
Na? Überrascht? - James
***
Oder auch nicht. Ich schlug mein Heft zu und packte meine Feder weg.
„Hey!“, flüsterte Sirius von hinten. „Warum packt ihrs weg?“
„Du nervst, Black.“, zische ich ihm zu und stellte mich ab da demonstrativ taub. Isabelle drehte sich stattdessen auf ihrem Stuhl um und spielte mit James eine Runde Karten. Sirius lehnte sich weit in seinem Stuhl zurück, bis er nur noch auf zwei Beinen kippelte. Ich war sicher, dass er ein Nickerchen machte, während Remus versuchte, mitzuschreiben oder sich wenigstens einiges zu merken, was der trockene Vortrag vorgab.
Als Nächstes hatten wir Verwandlung und sogar Potter und Black schienen einzusehen, dass ein Plausch via verzaubertes Pergament bei Professor McGonagall einer Selbstmordmission glich. Oder wenigstens einem Schrei nach Nachsitzen und Strafarbeit. Ich für meinen Teil hatte jedenfalls nicht vor, das zu riskieren und auch Is nicht. Black lag gelangweilt auf seinem Stuhl herum, wie üblich, doch Potter schien tatsächlich den Unterricht zu verfolgen. Überraschend war es eigentlich nicht, schließlich war Verwandlung sein Lieblingsfach.
„Potter!“
„Ja, Professor?“
„Was haben Sie da?“
„Nichts!“
„Zeigen Sie mal her!“ Das war doch wohl hoffentlich nicht… Er würde doch nicht so strohdoof sein, oder? Das konnte er doch einfach nicht. Oh bei Merlin, es durfte auf gar keinen Fall das Pergament sein, dass eine Kopie meines Hefts darstellte! Doch wie ich Potter kannte… Ich drehte mich zu McGonagall um, die ein Pergament in der Hand hielt. Sie zog eine Augenbraue hoch und drehte sich zu mir um. Potters Gesicht war merkwürdig rosa und dann sagte sie: „Miss Evans, sie tun mir Leid.“
„Danke Professor, ich mir auch. Aber warum diesmal?“
„In Potters Vorstellung haben sie anscheinend bereits ihren Nachnamen geändert.“ Sie ließ das Pergament auf meinen Tisch sinken und mir glitzerten die Worte Lily Potter in frischer, dunkelroter Tinte entgegen. Darüber hatte jemand einen anscheinend liebeskranken Comic-James Potter gekritzelt und ich war sicher, dass es Black gewesen war. Ich schloss die Augen und lief vermutlich ziemlich rosa an. Dessen war ich mir eigentlich ziemlich sicher. Ich konnte fühlen, wie Isabelles Arm gegen meinen stupste, weil sie versuchte nicht laut loszulachen und dabei geschüttelt wurde wie auf einem bockenden Besen. Em auf meiner anderen Seite grinste mich nur überlegen an. Und da fragte man mich noch, warum ich immer sagte, dass ihr Grinsen für mich Unheil bedeutete. Ich nahm das Pergament und tunkte Ems Feder in die Tinte. Meine eigene konnte ich nicht verwenden. Schließlich wollte ich nicht, dass Potter meine Nachricht Antwort schon vorher mitverfolgen konnte.
„Los, los!“, scheuchte Is uns auf. Em und ich hatten es uns gerade wunderbar am Feuer bequem gemacht, während sie nach einem langen Training unter die Dusche geschlurft war. Wo sie plötzlich den neuen Elan hernahm, konnte ich mir allerdings nicht erklären. Ich persönlich empfand Montage immer als sehr ermüdend, denn mein Stundenplan war voll und da ich normalerweise meine Hausaufgaben immer sofort machte, war ich den ganzen Tag beschäftigt. Isabelle machte zwar so gut wie nie Hausaufgaben, hatte dafür aber Quidditchtraining, dass Potter meiner Meinung nach viel zu oft und zu lange ansetzte. Aber warum spielte sie auch diesen halsbrecherischen Sport? Selbst Schuld. Em neben mir döste. Auch sie liebte Quidditch, war aber nicht sonderlich geschickt auf dem Besen, hielt sich also mehr auf der Erde auf. Soviel ich wusste, spielte sie Muggelsportarten oder hatte es getan, bis sie nach Hogwarts gekommen war. Ihr Montag war sehr entspannt, da sie weder Zaubertränke noch Geschichte der Magie belegte. Sie hatte gerade mal Zauberkunst und Verwandlung. Und Astronomie, aber das war ja erst spät heute Nacht. Bevor ich allerdings einen weiteren Gedanken… nun… denken konnte, hatte Is Em und mich an jeweils einer Hand gepackt und rauschte schnurstracks aufs Portraitloch zu. Em, die noch nicht so ganz begriffen hatte, dass sie laufen sollte, stolperte mehr schlecht als recht.
„Was ist denn los?“, konnte ich endlich fragen.
„Du hast ja keine Ahnung, was ich einen Kohldampf habe!“, rief Isabelle über die Schulter. „James ist der absolute Sklaventreiber!“
„Treiber?“, fragte ich und wollte damit lustig sein. „Ist das nicht dein Job?“
„Keine Zeit für Witze, Lils.“, brummte sie nur und ließ unsere Hände los, weil wir sie anscheinend nur bremsten. Em und ich schauten uns an und legten dann einen Zahn zu, um mithalten zu können. Wir betraten die Große Halle und sofort blieb Isabelle wie angewurzelt stehen.
„Was denn?“, fragte Em, die beinahe in sie hineingelaufen wäre. „Sitzen die verdammten Zweitklässler wieder auf unseren Plätzen? Die glauben wohl, sie können sich alles erlauben…?“
„Nein.“, würgte Isabelle hervor und hielt sich die Nase zu.
„Was denn?“
„Mir ist schlecht.“
„Was?“, fragte ich. „Wieso?“ Ich schnupperte in der Luft, konnte allerdings keinen beißenden Geruch ausmachen, dabei war meine Nase sehr fein, wie Slughorn immer betonte.
„Es gibt Rosenkohl.“, murmelte Isabelle nur und sah aus, als wolle sie am Liebsten gleich wieder umdrehen.
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