
von LasVegas
Hallo! Jaha, es geht weiter. Vielleicht gibts eine klitzekleine unerwartete Wendung. Aber es wird lustig, so viel kann ich versprechen!
@Dr. Butterbier: NatĂĽrlich verstehen wir Is! Wir hassen Rosenkohl!
@morla79: Von Rosenkohl leben?! Wah!
@Nurbla: Vielen Dank!
@crazygirl: Ja, wegen der Nachricht... Das muss noch warten!
@Isabelle: Schön, dass es dir gefällt!
@Lily014: Jaaaah, sowas passiert öfter.
@Sarah potter-radcliffe: Super, danke! McGonagall ist eben klasse, ich liebe die Figur.
@KrĂĽmel_potter: Jah, James kriegts noch etwas mehr auf die Nuss.
@Leni-04: Jah, Rosenkohl stinkt schrecklich!
@ilena malfoy: Lily versteht sich ja selbst nicht richtig...
Also, wegen der Nachricht/Antwort, die Lily James geschrieben hat... das kommt heute noch nicht, da mĂĽsst ihr noch etwas warten. Aber viel SpaĂź beim Chap!
***
„Is, das ist äußerst albern.“, Em war ziemlich am Lachen.
„Mir egal.“
„Willst du denn gar nichts essen?“, fragte ich, vermied es aber, sie direkt anzuschauen, sonst musste ich womöglich auch noch lachen.
„Nein. Nicht unter diesen Umständen.“ Sie schürzte die Lippen. „Ich nehm mir was zu essen mit.“
„Aber ich dachte, du hast so einen Hunger?“
„Schon, aber bei Bewusstsein bleiben ist wichtiger, als zu essen.“
„Wahnsinn, für diesen Satz würde Sirius dir nen Vogel zeigen.“, sagte Em. „Also, ich muss schon sagen, das Hühnchen schmeckt wirklich gut.“
„Halt die Klappe, Emilia.“
„Das nehm ich dir übel, Isabelle.“ Ständig hackten die beiden wegen ihrer eigentlichen Vornamen aufeinander rum.
„Du siehst bescheuert aus, Cartwright.“, kommentierte Black von ein paar Plätzen weiter.
„Das macht mir nichts!“, rief sie. „Ich brauch deine Bestätigung nicht!“
„Aber ein Kopfblasen-Zauber?“, fragte Em. „Komm schon, das ist doch wirklich bescheuert.“
„Ich sag es dir!“, brummte Isabelle. „Wenn ich dieses ekelhafte Zeug riechen muss wird mir entweder speiübel oder, wenn ich Glück habe, fall ich gleich in Ohnmacht.“
„Keine Sorge, ich fang dich auf!“
„Halt die Klappe Black und wende dich wieder deinem übervollen Teller zu.“, knurrte ich ihn an und fing Potters Blick auf, der mich anstarrte. Tat er das öfters? Es irritierte mich ungemein.
„Ach schau mal…“, flüsterte Em Is zu. „James schaut ganz verträumt.“ Verträumt? So ein Schwachsinn. Ich war kurz davor, Em einen Rüffel zu erteilen, als Potter sich verlegen die Hand in den Nacken legte und augenscheinlich kratzte, was mich irgendwie ablenkte. Warum… das wusste ich selbst nicht, war aber auch egal, weil Potter rosa anlief und mir dann ein Grinsen entgegenschleuderte, was meine Irritation weichen ließ und durch Genervtheit ersetzte. Ich rollte die Augen und schaute wieder auf meinen Teller, auf dem ich eine Karotte hin und her schob. Der hatte meine Antwort anscheinend nicht ernst genommen,
„Hört auf, euch diesen Blick zuzuwerfen.“, ermahnte ich Is und Em, von denen ich ganz sicher wusste, dass sie sich diesen Blick zuwarfen. Eben jenen, den ich auch mit einem von ihnen austauschte, wenn der jeweils andere mal wieder etwas zum Augenrollen tat. Außerdem wusste ich ja ganz genau, was die beiden mir mal wieder anhängen wollten. Potter und ich… pah. Nie im Leben. So weit kams noch. Potter…
Wir saßen in Arithmantik und Professor McGraw quasselte vor sich hin. Man konnte ihr einfach nicht zuhören. So jung und doch so langweilig. Jedenfalls sagte Isabelle das immer. Sie war… eher unscheinbar. Die blonden Haare immer in einem Knoten gebunden und die Robe immer ordentlich und komplett zugeknöpft. Sie war Anfang zwanzig und hatte erst dieses Jahr angefangen, wollte sich aber anscheinend auch nicht ewig als Lehrerin betätigen. Ich konnte Em seufzen hören.
„Pack das Heft aus.“, sagte sie schließlich. „Ich kann mir das hier gerade nicht länger antun. Ich hätte nie Arithmantik weiter machen sollen!“
„Du bist gut in Arithmantik, das ist dir schon klar, ja?“, fragte Is.
„Jah!“, brummte sie. „Aber das entschuldigt den drögen Unterricht jetzt auch nicht. Die Dame kam ja erst dieses Jahr. Meine Güte…“
„Seien Sie bitte still, Miss Montgomery?
„Hm… ja…“, sagte Em ungerührt und drehte sich dann zu Is um, die mittlerweile schon Heft und Feder gezückt hatte.
„Dieses Mal dann ohne Sirius und mit Em.“, grinste Isabelle und begann zu schreiben.
***
James? - Is
Anwesend! - James
Endlich kann ich auch mal! - Em
Ach ja, nett, dass du auch mal reinschaust, Em. Wie geht's denn so? - James
Gut, wie immer. Aber kann mir mal jemand erklären, warum Lily nur die Hälfte ihrer Personalien ausgefüllt hat und wir auf der nächsten Seite weiter schreiben? - Em
Ganz einfach. Damit verhindern wir schmutzige kleine Geheimnisse von Lily. - James
Potter! - Lily
Ja? - James
… - Lily
Ich war ja dagegen! Beziehungsweise fĂĽr die schmutzigen Geheimnisse. - James
Potter! - Lily
Is das immer so…? - Em
Jah… Deswegen wechseln wir jetzt auch das Thema. - Is
Gute Idee, sonst wird Prongs noch geköpft. - Remus
Maaaaann, ist das hier wieder so was von langweilig. - Em
Ich weiß! Irgendwie geht's mir wirklich auf den Zauberstab. Arithmantik ist ja sowieso nicht gerade spannend… - James
Potter! - Lily
Was denn?! Is doch so! Ich mein… Die macht es noch langweiliger, als es eigentlich ist. - James
Ich weiĂź. - Is
Es ist furchtbar. - Em
Hey! Das ist nicht gerade fair, Leute. - Lily
Manchmal ist es eben so, wie es ist. Lily, der Frau kann man einfach nicht helfen! - James
So furchtbar, wie es auch klingt… Er hat Recht. - Remus
Eindeutig. - Is
Yup. - Em
Ich werde schon müde… - Is
Wir hättens echt abwählen sollen. - Em
Okay, vielleicht habt ihr Recht. - Lily
Haben wir. - James
Aber die Frau tut mir Leid. - Lily
Tatsache? - Em
Tatsache. Ich mein, schaut sie euch an. Sie ist Anfang zwanzig und steht vor einer gelangweilten UTZ-Klasse, die sich absolut NICHT dafür interessieren, was sie zu bieten hat? Und sie ist sicher nicht blöd. - Lily
Fachkundig, aber langweilig. - James
Das ist ja nix persönliches, oder? - Em
***
„Miss Evans, was schreiben Sie da?“ Verdammt! Sie durfte auf gar keinen Fall dieses Heft in die Hände kriegen. Die arme Frau würde daran zu Grunde gehen.
„Nichts.“, sagte ich rasch und warf Is einen raschen Blick zu. Sie zuckte die Schultern und auch Em machte ein ratloses Gesicht. Professor McGraw bahnte sich einen Weg zwischen den Tischen hindurch und steuerte direkt auf unseren Tisch zu. Es krachte laut und Potter vor mir fiel seitlich vom Stuhl, direkt vor Professor McGraws Füße.
„Mr Potter, ist alles in Ordnung?“ Potter spielte tot. Na klasse. Auf der anderen Seite hatten wir genug Zeit um das Heft wegzustecken. Remus, der eigentlich neben Potter gesessen hatte, beugte sich über Potters nun leeren Stuhl und schaute auf ihn runter.
„Hey, Prongs. Alles in Ordnung?“, fragte er.
„Mr Potter?“ Professor McGraw kniete sich neben ihn.
„Verdammt, der hat sich doch nicht wirklich was getan?“, fragte Em.
„Quatsch.“, brummte ich. „Potter doch nicht. Was soll denn bei der Holzbirne kaputt gehen?“
„Mr Potter?“ Professor McGraw legte ihm eine Hand auf die Stirn.
„Der hat sich echt was getan.“, sagte Is. „Ich meins Ernst.“ Sie schubste mich fast vom Stuhl und nickte zu ihm hin. Ich schaute ihn an. Langsam wurde mir auch mulmig und ich stand auf und kniete mich neben Potter und Professor McGraw.
„Miss Montgomery, laufen Sie vor und sagen Madame Pomfrey Bescheid.“, befahl Professor McGraw und Em starrte sie an. Ich schaute Isabelle an und wir beide vergaßen Potter für ein paar Sekunden und glotzten unsere Professorin an. Die konnte ja tatsächlich laut werden und durchgreifen?! „Miss Montgomery!“
„Okay!“ Em sprang auf und rauschte zur Tür.
„Mir geht's gut.“, brummte Potter und blinzelte ins Licht.
„Sag ich doch, ihm geht's gut.“, brummte ich, die Augen verdreht.
„Ich kann nichts sehen.“, sagte Potter.
„Brille.“, sagte Remus und Is hob das Drahtgestell vom Boden auf. Dann drückte sie es mir in die Hand. Was zur Hölle sollte ich damit?!
„Ich sehe nichts…?“, fragte Potter. Ich rollte die Augen und setzte ihm vorsichtig die Brille auf. „Sehr viel besser. Danke.“
„Mr Potter, alles in Ordnung?“, fragte Professor McGraw. Er setzte sich umständlich auf und lehnte sich gegen den Tisch, wobei er sich die Hand gegen die Stirn hielt.
„Sorry, aber wer ist Potter? Und wer zur Hölle sind Sie?“, fragte Potter und hatte tatsächlich einen ziemlich leeren Gesichtsausdruck.
„Oh shit.“, sagte Remus und zog eine Art Spiegel aus Potters Schultasche und sprach hinein. „Padfoot, Arithmantikklassenzimmer, sofort.“
„Mach keine Witze, James.“, sagte Em und setzte sich auf den Boden neben ihn. „Du erkennst sie nicht? Professor McGraw? Unsere Arithmantiklehrerin?“
„Nein…?“, sagte Potter und schaute sie an. „Und wer bist du?“
„Ich?“, fragte Em und zog die Augenbrauen hoch. „Ich bin Em. Du kennst mich seit deiner Geburt?“
„Bist du meine Schwester?“, fragte Potter. Entweder er wusste es echt nicht oder er war ein sehr guter Schauspieler.
„Deine Schwester?“, fragte Em. Er zuckte die Schultern.
„Nein, Mann.“, sagte Ben und ließ sich neben Em fallen. Er wackelte mit dem Finger zwischen Em's und seinem Gesicht hin und her. „Sie ist meine Schwester.“
„Sieht man.“, sagte Potter.
„Hey, Potter, pass bloß auf, was du sagst.“, brummte Em.
„Nicht böse gemeint.“, sagte Potter. „Also, wer seid ihr und wie komm ich hier her?“
„Prongs?“ Die Tür flog auf und Black stürmte herein.
„Wer?“, fragte Potter.
„Du!“, antwortete der Rest.
„Ich?! Prongs Potter?! Wie bescheuert ist denn der Name?!“
„Danke!“, hörte ich mich selbst rufen. „Endlich hastes gerafft.“
„Aus dem Weg, Evans.“, brummte Black und quetschte sich zwischen mir und Is durch. Er fiel vor Potter auf die Knie. „Hey, Prongs, weißt du wer ich bin?“
„Nein.“, sagte Potter. „Und bitte sag mir, dass ich einen Zweitnamen habe, der nicht so bescheuert ist wie Prongs.“
„Prongs ist dein Spitzname.“, erklärte Remus.
„Eigentlich heißt du James.“, sagte Is trocken. „Aber mal im Ernst, James, wenn du hier Witze machst…“
„Das hat Konsequenzen, Mr Potter.“, sagte Professor McGraw. „Ich meine das Ernst.“
„Jaah…“, sagte Potter. „Ich hab keine Ahnung, wovon Sie eigentlich reden. Kann mir endlich mal jemand sagen, was hier los ist?!“
„Der hat doch tatsächlich alles vergessen!“, sagte Black. „Wer bin ich, James?“
„Keine Ahnung! Mein Bruder?“
„So gut wie!“, rief Black. „Verdammt! Wer is das?!“ er legte Isabelle einen Arm um den Nacken und zog sie neben sich, wobei er auf ihr Gesicht deutete.
„Meine Schwester?“, fragte James.
„NEIN!“, rief Black verzweifelt. „Wie kommst du darauf, dass du eine Schwester hast?! Das hier ist Is! Sie ist Treiberin in deinem Quidditchteam!“
„Ich spiele Quidditch?“, fragte Potter verwirrt. Die ganze Klasse starrte ihn an.
„Jaa…“, sagte Is langsam. „Du bist Mannschafts-Kapitän.“
„Letzte Chance, Prongs.“ Black packte mich und zog mich zu sich. „Wer ist das?“ Potter legte den Kopf schief und betrachtete mich eine Weile. „Es macht Klick?“
„Sie ist nicht meine Schwester, da ich ja offensichtlich keine habe…“, murmelte Potter.
„Korrekt.“, sagte Em. „Also?“
„Sie ist… meine Freundin?“ Stille im Klassenraum. Das hatte er jetzt nicht wirklich gesagt, oder? Ich würde ihm an die Gurgel…
„Jemand muss Lils festhalten!“, rief Is und packte meine Hände, die schon gefährlich in Potters Richtung zuckten.
„Lass mich los…“, knurrte ich. „Ich werde ihn…“
„Nein, Lils, wirst du nicht.“, sagte Em.
„Wenn Sie sich tatsächlich nicht erinnern können… dann müssen sie wohl in den Krankenflügel.“, sagte Professor McGraw. „Die Stunde ist sowieso bald rum, Sie können alle gehen.“ Die Klasse packte ihr Zeug und verschwand. Potter war offenbar nicht interessant genug, um die Pause bei ihm zu verbringen. Das versuchte ich ihm nun schon seit JAHREN! beizubringen. „Potter, können Sie aufstehen?“
„Jah, denk schon.“, brummte er und stand auf. „Mann, mein Kopf tut weh.“
„Krankenflügel, jetzt.“, sagte Black und zog Potter Richtung Tür.
„Eindeutig Gedächtnisverlust.“, sagte Madame Pomfrey.
„Okay, Mund auf, rein mit dem Zaubertrank, her mit dem Gedächtnis.“, rief Is. „James weiß gar nichts mehr!“
„Danke für die aufmunternden Worte, Em.“
„Is!“, rief der Rest.
„Mein ich doch.“, seufzte Potter. „Madame… Pomfrey? Was kann man dagegen tun?“
„Gar nichts.“
„WAS?!“, rief ich. „Heißt das, Potter denkt weiterhin, ich sei seine Freundin?! Das ist ja schlimmer als vorher!“
„Du bist nicht meine Freundin?“, fragte Potter.
„Nein!“, rief der Rest.
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