
von LasVegas
Es hat diesmal sehr lange gedauert, ich weiß und es tut mir Leid, dafür aber auch ein längers chap diesmal.
@LilyEvans91: Jaaaah, da kennst du mich aber gut!
@morla79: Naa jaaaaa, vielleicht hast du dich da doch etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, was Sirius und Is angeht. Und mal unter uns, Lily ist nicht ganz so hohl wie sie sich gibt. XD
@Mrs.Black: Lily WILL das ganze eben nicht einsehen. Sie stellt sich eben herrlich stur.
@Sarah potter-radcliffe: Lily hat da eben diese Theorie, dass die Marauder das Ganze genau so eingefädelt haben... also auch den "Tagebucheintrag".
@Ginnyyy: Tja, so sind sie nunmal. Lily ist stur und James ahnungslos.
@Isabelle: Jah, ich schreibe noch so lange weiter und nein, die beiden haben sich noch nicht ausgesprochen! Das war erst der Anfang, es wird noch besser.
@Montana: Ja, aber nur weil Lily und Snape keine Freunde mehr sind, heißt das ja nicht, dass sie sich überhaupt nicht mehr um ihn schert. Ich hab ja die Theorie, dass das Menschen-Rettungs-Ding von Harry von Lily kommt.
@Lily014: Da hast du eigentlich Recht, viel mehr kann der jetzt auch nicht mehr vergessen.
@Dr. Butterbier: Jah, die Folge hab ich auch schon gesehen. Sorry, es hat leider nicht bis Dienstschluss geklappt!
@Leni-04: Lily is eben stur wie ein Bock.
@Nelly Potter: Na, na, na! Also ehrlich! Schule geht vor! Oder auch nich XD
Vielen Dank für 50 Kommis, ihr super Leser! Dann noch etwas:
Also, ihr geht alle davon aus, dass Lily jetzt weiß, dass James sie liebt. So stimmt das aber nicht! Sie hegt immer noch den Verdacht, dass diese ganze Aktion von den Maraudern geplant war! Aber jetzt trotzdem viel Spaß!
„Lily?“ Jemand stieß mich leicht an, doch ich driftete wieder zurück in die Welt, in der ich mich befunden hatte.
„Lils.“ Eine andere Stimme holte mich wieder zurück. Dann pustete mir jemand ins Gesicht und ich schlug die Augen sofort auf.
„Was?“, rief ich verwirrt. „Was is los?“
„Wir sind spät dran.“ Em grinste mich fröhlich an. „Für Verteidigung. Wir haben nur noch ne halbe Stunde. Is hab ich gerade schon aus den Federn gekickt. Alles in Ordnung bei dir? Als wir hoch kamen hast du schon geschlafen.“
„Und zwar ziemlich unruhig.“, fügte Is hinzu, die gerade aus dem Bad kam. „Schlecht geschlafen?“
„Weiß nicht.“, murmelte ich. „Kann mich an keinen Traum erinnern.“
„Na dann.“ Em hielt meine Tasche hoch. „Kommst du? Vielleicht solltest du dir auch was anderes anziehen?“
„Ne Schuluniform zum Beispiel.“, sagte Is lachend und zupfte sich selbst einen Rock aus meinem Koffer.
„Das ist meiner.“, sagte ich trocken.
„Ich weiß.“, sie zuckte die Schultern. „Tut mir Leid, aber meine sind entweder in der Wäsche oder hinüber.“
„Hinüber?“, fragte Em als Is in meinen Rock schlüpfte.
„Du erinnerst dich an die Farbe, die Peeves vor einer Weile durch die Gegend gespritzt hat?“
„Die, die aus Textilien nicht mehr rausging?“, fragte Em.
„Genau die.“, brummte Isabelle. „Die Marauder haben sich anscheinend was davon abgekupfert und Sirius musste sie unbedingt an mir ausprobieren…“
„Lass mich raten!“, sagte ich. „Du hast zwei Flecken direkt auf dem Hintern?“
„Na ja…“, sagte Is unschuldig.
„Black ist so ein…“, fing ich sofort an.
„Er hat gesagt, er bezahlt mir den Neuen.“, murmelte Is.
„Das war doch sicher nicht so bedingungslos?“, fragte Em.
„Er wollte mir erst nur einen kaufen, wenn er beim Kauf dabei sein darf.“, gab Is zu.
„Und zwar in der Umkleide.“, sagten Em und ich gleichzeitig.
„Das hat er sich nicht getraut zu sagen.“, brummte Is.
„Aber er hats so gemeint.“, sagte Em.
„Wahrscheinlich…“, Is grinste. „Na ja. Lils, du kriegst den Rock zurück, sobald ich in Hogsmeade war und mir nen Neuen gekauft habe, okay?“
„Gut, dass wir diesen Samstag ins Dorf dürfen.“, sagte ich. „Sonst kriege ich den doch nie wieder.“
„Mag sein…“, nuschelte Is noch und legte ihre Krawatte an. Ich überwand mich dazu, endlich auch aufzustehen, doch meine Beine und Arme schienen unglaublich schwer. Warum war ich so müde, obwohl ich offensichtlich elf Stunden geschlafen hatte? Irgendwie hatte ich es dann doch geschafft, den Weg ins Bad zu finden, mich anzuziehen und Em bis zu Verteidigung zu folgen.
„Habt ihr mir was ins essen gemischt oder so?“, fragte ich schlaftrunken, als wir vor der Tür warteten.
„Wie denn, Lils?“, fragte Em. „Keine von uns hat heute gefrühstückt.“ Tatsache. Da musste ich ihr Recht geben. „Wo ist eigentlich Is schon wieder abgeblieben?“ Das fragte sie mich? Vielleicht mit Sirius im Besenschrank… Nein! Lily, so was darfst du nicht denken!
„Hallöchen, Schwester.“, grinste Ben und gesellte sich zu uns. „Hey Lily.“
„Hallo Ben.“, sagten wir synchron.
„Wo wart ihr denn beim Frühstück?“
„Gar nicht.“, sagte ich abwesend.
„Das hab ich gemerkt, aber wo wart ihr stattdessen?“
„Im Bett.“, sagte Em. „Jedenfalls Lily und Is. Ich war beschäftigt sie aufzuwecken. Schließlich müssen sie mich sonst immer aus den Federn ziehen. Heute ist verkehrte Welt angesagt.“
„Kannst du laut sagen.“, murmelte Ben. „Warum kommt Is zusammen mit Sirius Black zum Unterricht?“ Was…? Was hatte Ben da gerade gesagt? Langsam drehte ich meinen Kopf zur Seite, nur um das gleiche zu sehen, was Ben gerade gesagt hatte. Is und Black kamen einträchtig nebeneinander gehend auf uns zu, sogar lachend. Beide hatten eine Tüte in Händen und verabschiedeten sich, als Is zu uns kam und Black sich zu Pettigrew und Remus verzog.
„Was war denn das bitte?“, fragte ich also, immer noch völlig perplex, aber eigentlich nicht überrascht. Hat das jetzt Sinn ergeben?
„Was war… was?“
„Du und Sirius?“, fragte Em.
„Na ganz einfach.“, sagte sie und öffnete die Tüte. Ein angenehmer Duft stieg mir in die Nase. Fast wie… Zimtschnecken? Das konnte ja schlecht sein, wo sollte sie die herhaben?
„Ach ja? Dann erklärs uns doch?“, fragte Ben, der genauso ratlos dreinblickte, wie ich wusste, dass Em sich fühlte.
„Ich bin mit seiner Hilfe in die Küche eingestiegen, um uns wenigstens etwas vom Frühstück zu sichern.“, Is zog zwei Zimtschnecken heraus und drückte Em und mir je eine in die Hand. „Was guckt ihr denn so? Wenn ihr keinen Hunger habt… ich bin sicher, Ben nimmt gern eine, so wie er guckt.“
„Nein.“, sagte Em sofort und verputzte die Zimtschnecke in rasender Geschwindigkeit. Das kam also dabei heraus, wenn man mit drei Brüdern aufwuchs.
„He!“, sagte Ben. „Du hättest mir doch was abgeben können?“
„Nö…“, murmelte Em und leckte Zucker und Zimt von ihren Fingern.
„Hier.“, sagte ich, immer noch ein kleinwenig abwesend und wollte meine Schnecke mit ihm teilen, doch Is fuhr mir dazwischen.
„Ich hab vier Stück dabei. War mir doch klar, dass Monsieur hier Hunger kriegt, wenn er uns essen sieht.“, sie hielt ihm die Tüte hin, in der sich noch eine einzige Zimtschnecke befand.
„Hey, super!“, freute sich Ben und verspeiste seine Schnecke fast so schnell wie Em. Verwandtschaft eben.
„Ben, ehrlich.“, sagte Em und lachte.
„Was?“
„Du hast dich völlig eingeschmiert.“, informierte Is ihn.
„Oh…“, murmelte er nur darauf. Ich streckte die Hand aus und wischte Zucker und Zimt von seinem Kinn. „Danke.“
„Kein Problem.“, sagte ich nur und widmete mich wieder meiner eigenen Zimtschnecke. Ich traf Remus' Blick, der mich anlächelte. Ich grinste zurück, wobei mir doch beinahe mein Stück Zimtschnecke abhanden gekommen wäre. Remus grinste, wandte sich aber schweigend wieder ab. Irgendwas stimmte mit mir doch nicht. Seit wann stand ich morgens so neben mir? Ich war ein Morgenmensch, vor allem nach so viel Schlaf.
„Hat sich eigentlich was bei James ergeben?“, fragte Is und lenkte damit meine Aufmerksamkeit wieder auf das Gespräch, das wir eigentlich mal geführt hatten.
„Keine Ahnung.“, sagte Em. „Du, Lily?“
„Hm?“, machte ich und klang dabei sicherlich furchtbar unintelligent. „Äh. Nein. Also er weiß anscheinend nichts mehr, aber Black hat ihm lauter bekloppte Zettel geschrieben, auf denen Zeug draufsteht.“
„So was wie: Du magst Quidditch?“, witzelte Em.
„Unter anderem.“, ich nickte. „Auch Zeug über Leute. So nach dem Motto: Sirius Black, der Tollste, der Beste, der was-auch-immer.“
„Und was schreibt er über dich?“, fragte Ben und konnte seine Neugierde nicht wirklich verstecken.
„Mich?“, fragte ich. Die anderen drei nickten. „Ich bin eine Zicke und Potter soll mich endlich aufgeben.“
„Sirius konnte sich noch nie gewählt ausdrücken.“, brummte Em.
„Und… über uns?“, fragte Is. Getarnt, Is, getarnt. Ich wusste genau, dass das „uns“ eigentlich auf sie bezogen war. Sie wollte wissen, was Black über sie schrieb? Sehr verdächtig. Ich musste unbedingt rausfinden was zwischen den beiden lief. Oder viel mehr… was zwischen den beiden hoffentlich nicht lief.
„Ach, so dies und das. Du spielst Quidditch und kennst James schon lange… Letzteres gilt eben auch für euch.“, sagte ich und adressierte damit Ben und Em.
„Sonst nichts?“, fragte Is. Oha! Die klang ja beinahe schon enttäuscht. Jetzt tat sie mir Leid.
„Du kannst es nachher lesen.“, versprach ich ihr.
„Was?“
„Hast du die Zettel etwa?“, fragte Em.
„Ja…“, gab ich zu. Die drei starrten mich an. „Was denn?! Ich konnte doch schlecht zulassen, dass Potter den Mist liest, den Black ihm aufgeschrieben hat. So lange er sich nicht erinnern kann, ist er auch nicht unausstehlich.“
„Lily, das fällt unter Verletzung der Privatsphäre und des Briefgeheimnisses.“, sagte Ben. Verdammt! Es gab so was also bei Magiern? Na ja.
„Ich hab ihm die Zettel ja nicht geklaut. Ich hab sie nur an mich genommen und Potter weiß das auch. Wenn er also unbedingt verhindern wollte, dass ich sie lese, hätte er sie mir wieder wegnehmen können.“
„Lils, wie soll er wissen, ob da was draufsteht, was niemand anderes lesen soll, wenn er sich nicht erinnert?“, fragte Is trocken.
„Das…“ war eine verdammt gute Frage. „kann mir doch egal sein.“
„Du bist krankhaft.“, brummte Em.
„Wie bitte?“, fragte ich.
„Ich stimme zu!“, grinste Is. „Anstatt einfach zu genießen, dass Potter dich nicht nervt, beschäftigst du dich jetzt schon von selbst mit ihm. Also ehrlich, Lils. Wenn ich es nicht besser wüsste… dann würde ich doch glatt sagen, du vermisst ihn.“ WIE BITTE?! Das war ja wohl ein schlechter Witz.
„Ich lach mich tot, Is.“, brummte ich. „Ich soll Potter vermissen? Ach hör doch auf.“
„Wenn du das sagst…“, grinste Em. Natürlich fand sie sofort Gefallen an der Vorstellung, ich könnte Potter vermissen. Da lief es mir eiskalt den Rücken runter. Potter und ich. Uhhh…
„Los, wir können rein, die Stunde fängt an.“
„Ach ja, das kommt dir jetzt aber gelegen.“, sagte Is und folgte dicht hinter mir. Natürlich, um mich weiter zu nerven.
„Es wäre nett, wenn die Gryffindordamen da hinten nun auch dem Unterricht folgen könnten.“ Endlich ließen Em und Is von mir ab. „Das gilt auch für Sie, Mr Montgomery.“ Schmollend verschränkte Ben die Arme und schaute beleidigt drein.
„Wenn ich jetzt schon zu den Gryffindordamen zähle… ich muss mir neue Freunde suchen!“
„Mr Montgomery!“
„Entschuldigung.“, sagte Ben laut und Is und Em mussten leise lachen. Dann beobachtete ich, wie Is das Heft aus meiner Tasche zog und meine Feder in die Tinte tauchen wollte.
„Nicht!“, zischte ich.
„Warum?“, fragte sie. Der Professor warf schon wieder einen Blick in unsere Richtung, deswegen nahm ich ein Stück Pergament und meinen alten Lieblingskugelschreiber aus der Tasche und schrieb.
***
Weil Potter es lesen könnte! - Lily
Ach. Und woher weißt du das? - Is
Er hat seine Feder im Krankenflügel. - Lily
Na und? - Is
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du willst, dass jemand das liest, was wir jetzt hier besprechen. - Lily
Okay, wenn du das sagst. Schieß los. - Is
Is? - Lily
Ja? - Is
Du weißt, dass du meine beste Freundin bist. Ich vertraue dir. Vertraust du mir? - Lily
Na klar doch. - Is
Dann kannst du mir ja jetzt sagen, was zwischen dir und Black abgeht. - Lily
***
Nichts rührte sich. Ihre Hand, die ihre eigene Feder hielt, blieb bewegungslos. Ich hatte Recht gehabt! Sie und Black… irgendwas lief da doch! Und sie wollte mir nicht sagen, was es war. Oder sie konnte nicht? Erpresste Black sie mit irgendetwas? Nein, das wäre selbst unter seinem Niveau. Und außerdem würde eine Isabelle Cartwright sich so was nicht bieten lassen.
***
Das erzähl ich dir, wenn ich den Zettel gelesen habe und du zugibst, dass du James vermisst. - Is
Ich gebe gar nichts zu, was nicht stimmt, das wäre nämlich lügen. Und außerdem habe ich dich zuerst gefragt. - Lily
Wir hören uns an, wie zwei sechsjährige. - Is
Ist mir auch schon aufgefallen… - Lily
Lassen wir das Thema auf sich beruhen? - Is
Meinetwegen. - Lily
Aber den Zettel kann ich trotzdem lesen? - Is
Na klar. - Lily
***
„Hey, Mädels?“, fragte Em. „Ich will ja nicht stören, aber schaut mal.“ Wir blickten auf und sie nickte zu Black hinüber, der trübsalblasend auf seinem Stuhl hockte und mit dem Finger Kreise auf der Tischplatte zog. „Lils ist nicht die Einzige mit Entzugserscheinungen.“ Ich seufzte laut auf. Ich hatte keine Entzugserscheinungen! Wie oft denn noch?!
„Lily, wo willst du denn hin? Wir haben jetzt Kräuterkunde!“, rief Is mir hinterher.
„Ich muss kurz in den Krankenflügel.“
„Ach, zu James?“, fragte Em. „Und wie kommt's?“
„Ich hab mein Kräuterkundebuch da vergessen!“, rief ich noch und verschwand um die nächste Ecke. Es stimmte zwar, aber ich war mir sicher, dass sie es mir niemals glauben würden. Beim Krankenflügel angekommen riss ich die Tür auf und stürmte hinein. Ich hatte schließlich nur noch zehn Minuten bis zu Kräuterkunde.
„Lily?“ Potter schaute mich fragend an. „Was machst du denn hier? Alles in Ordnung? Bist du krank?“
„Nein.“, brummte ich nur und begann hektisch den Raum abzusuchen. Potter saß auf seinem Bett und sah ziemlich gelangweilt aus. Kein Wunder, er saß hier fest, obwohl ihm körperlich gar nichts fehlte. Er stand auf und strich sein T-shirt glatt. Ich wollte mich gerade auf den Boden knien, um unter die Betten zu spähen, da packte er meine Hand und zog mich wieder hoch. „Potter, was zum…?“ Er blinzelte mich an und der sonst so verspielte, verschmitzte Ausdruck in seinen Augen war einem ernsten gewichen.
„Hör mal.“, sagte er. Ich stand ihm unweigerlich so nahe, dass ich Vibrieren seiner Brust bei seinen Worten fast fühlen konnte. „Es tut mir wirklich Leid.“
„Was denn?“, fragte ich heiser. Konnte mir bitte mal jemand erklären, warum meine Stumme versagte?
„Das mit… der Freundin, der Ex-Freundin und so. Ich hab es ja nicht so gemeint.“ Er sah mich bittend an und ich konnte nicht anders.
„Ist schon in Ordnung.“, murmelte ich. Er lächelte.
„Danke. Und jetzt: Was suchst du eigentlich?“
„Mein Kräuterkundebuch.“
„Ich habs nicht gesehen.“, beteuerte er. „Aber hier, du kannst meins ausleihen.“ Er drückte es mir in die Hand. Eigentlich wollte ich es nicht nehmen, doch ich hatte nur noch sechs Minuten… Also nahm ich das Buch, bedankte mich rasch und verschwand aus dem Krankenflügel. Selbst als ich in Kräuterkunde angekommen war und noch als Letzte durch die Tür gerauscht war, klopfte mein Herz viel zu schnell. Ganz klar, ich war es nicht gewohnt so schnell zu laufen.
„Endlich.“, sagte Is. „Mensch, der Tag war überraschend anstrengend.
„Ja, ich weiß.“, murmelte ich. „Ich geh kurz hoch und lade mein Zeug ab. Soll euers mitnehmen?“ Em und Is drückten mir ihre Taschen in die Hand und ich wanderte die Treppe hinauf, stieß die Tür auf und lehnte die Taschen an die jeweiligen Bettpfosten. Moment, was war das? Ich drehte mich wieder um und schaute auf das Regal, das Is, Em und ich vor ein paar Jahren in den Sommerferien zusammengezimmert hatten. Wir hatten es hier aufgestellt und bewahrten unsere Schulbücher darin auf, damit in unseren Koffern genug Platz blieb. „Das ist ja…“ Dann fiel mir ein, dass ich allein war und somit gar nicht aussprechen musste, was ich dachte. Ich zog ein Buch aus dem Regal und schlug die erste Seite auf. Es war meins. Mein Kräuterkundebuch. Dabei war ich doch so sicher gewesen, dass ich es bei Potter vergessen hatte? Womöglich war das mit den Entzugserscheinungen doch nicht so weit hergeholt? Ach was, jeder hatte mal einen schlechten Tag.
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