
von LasVegas
Hallo Leute! Jah, es geht weiter! Wie schon bei Missverständnisse versprochen, geht es auch hier endlich weiter! Sogar im Plot! Jaaaaa! Stellt euch das vor! Jamie und Lily bringen sich nicht um und eine Ex-Freundin wird auch nicht erwähnt. XD
@morla79: Natürlich tbc!
@Sarah potter-radcliffe: Ich hab immer das Gefühl, es wird immer lustig bei den Maraudern!
@c-Diggory: Na genaui das soll sie doch sein!
@Dr. Butterbier: Ja, Jamie wird jetzt auch entlassen! Das schreit nach Problemen!
@LilyEvans91: Das wüsste Lily wohl auch gerne!
@Mrs.Black: Das erklär mal Lily!
@miss kim johonson: Ich freue mich, dass du jetzt zu den Lesern zählst! Danke!
@Ginnyyy: Jetzt geht's weiter!
@James_Potter85: So ungefähr. Plus die üblichen Marauder-Komplikationen! Sonst wärs ja langweilig!
@Die Evans: Es geht weiter!
@Leni-04: Super! Danke!
@Isabelle: Ach ja, kein Stress, bloß nicht! Jep, Lily ist etwas verklemmt, kann man so sagen. Soll sie auch sein. Is dagegen ist mehr... ein Freigeist wenn man das mal so sagen kann! Is und Sirius... Jaaaa. Das ist ein Mysterium. Ich hab schon überlegt, ob ich nicht mal ein chap reinstelle, wo mehrere Charaktere die gleiche Situation beschreiben. Sollte lustig sein. Lily kommt schon noch zur Erleuchtung, keine Sorge!
Es geht nun weiter *yay*!
***
Ich setzte mich auf mein Bett und betrachtete die beiden Bücher, die auf meiner Decke lagen. Potters und meins. Man sah sofort, welches wem gehörte. Er passte nicht sonderlich gut auf seine Bücher auf, so schien es, denn die Ecken waren abgestoßen und es war vollgekritzelt worden. Ich schlug es zum ersten Mal auf, denn natürlich hatten wir es im Unterricht heute überhaupt nicht gebraucht. Der Deckel klappte zur Seite und unten rechts in der Ecke stand in seiner gekrakelten Handschrift James Potter. Ich war mir sicher, dass die zusätzlichen Kritzeleien von Strichmännchen und ähnlichem wohl eher von Black stammten als von Potter. Inklusive ein Herz, in das kindischer Weise die Buchstaben J.P. + L.E. gemalt worden waren. Ein kleiner Ball mit Flügeln, der wohl einen Schnatz darstellen sollte, flog um das Herz. Anscheinend hatte man mittels Zauberspruch aus der Zeichnung eine Animation werden lassen. Wie lächerlich. Doch ich konnte auch nicht verhindern, dass meine Wangen warm wurden. Ich schaute auf, in den Spiegel, den Em an die Wand gehängt hatte, und nahm einen Rotschimmer war, der sich auf mein Gesicht gelegt hatte. Warum wurde ich rot?! Das war doch lächerlich! Ich war die Einzige im Raum und man wurde noch rot, wenn einem etwas peinlich war. Wie konnte mir etwas peinlich sein, dass niemand mitbekam? Eine Stimme in meinem Kopf, die sehr nach Em klang, flüsterte:
„Peinlich? Warum peinlich? Wohl eher geschmeichelt. Gibs zu, es gefällt dir.“ Jetzt war es mit meiner geistigen Gesundheit wohl völlig vorbei. Jetzt nervte mich Em auch schon in meinem Kopf. Es reichte schon, wenn sie mir ständig mit Potter auf die Nerven fiel, wenn er anwesend war. Ich blätterte weiter im Buch. Ich hätte schwören können, dass Potter noch nie einen einzigen Satz daraus gelesen hatte und stattdessen jeden freien Quadratzentimeter mit meinem Namen, meinen Initialen oder irgendetwas Vergleichbarem vollgeschrieben hatte.
„Du hast ihm total den Kopf verdreht.“ Toll, jetzt hörte ich auch noch Is in meinem Kopf. „Du, Lils. Kann ich die Zettel lesen?“ Ich sah auf. Doch nicht in meinem Kopf, sie stand wahrhaftig vor mir.
„W-was?“
„Ich habe gefragt, ob ich die Zettel lesen kann.“
„Nein, davor.“
„Du hast ihm den Kopf verdreht.“, grinste Is und deutete auf das Buch. „Wenn er sich daran erinnern könnte, dass er das Buch damit vollgekritzelt hat… dann hätte er es dir nie im Leben gezeigt, geschweige denn ausgeliehen, das ist dir doch wohl klar.“
„Das ist doch alles nur Masche.“
„Ich fass es nicht, dass du das immer noch glaubst.“, brummte Is. „Kann ich nun die Zettel lesen?“
„Ja.“, murmelte ich und deutete aufs Regal. „Da oben liegen sie.“
„Danke.“ Is schnappte sie sich und begann zu lesen. Ein leichtes Lächeln legte sich unweigerlich auf ihre Lippen, als ihre Augen über die Zeilen glitten.
„Raus damit.“, sagte ich. „Woher weiß Black so viel über dich?“
„Wieso?“, fragte sie scheinheilig. „Was meinst du damit?“
„Das weißt du ganz genau. Die Orangen-Sache… deine Lieblingsfarbe. Dein Quidditchteam?! So was weiß man doch nicht einfach so!“
„Hm…“, machte sie nur.
„Fehlt nur noch die Kaugummi-Sucht!“ Als ich daran dachte, lief mir beinahe ein Schauer den Rücken runter. Is war einmal dermaßen kaugummisüchtig gewesen, dass wir ein halbes Jahr gebraucht hatten, es ihr abzugewöhnen. Ständig hatte sie auf den Dingern herumgekaut. Auch im Unterricht. Natürlich hatte McGonagall es nicht sonderlich lustig gefunden, als Drouble's bester Blaskaugummi in ihrem Unterricht explodiert war. Daraufhin hatten wir sie knallhart auf Entzug gesetzt und es war unschön gewesen. Ständig musste sie auf irgendwas rumkauen. Allein ihr Verschleiß an essbaren Zuckerfederkielen hatte den Honigtopf wohl schon über Wasser gehalten.
„Die hat ja wohl jeder mitbekommen... Aber wenn du meinst.“, murmelte Is nur.
„Ja, meine ich. Isabelle, hast du was mit Sirius Black?“
„Wie kommst du darauf?“
„Dieses Gespräch ist sinnlos.“, brummte ich. Irgendwas war da, ganz sicher, und irgendwann würde ich sie erwischen oder sie würde sich von selbst verplappern. Da war ich ganz sicher.
„Lily, Lily, Lily, Lily, Lily!“ Em kam die Treppe heraufgestürzt und platzte in unseren Schlafsaal.
„Em, Luftholen!“, bat Is und sie schnappte nach Luft. „Alles in Ordnung?“
„Es ist James!“
„Was ist passiert?!“, fragte ich unwillkürlich aufgeregt. Beide schauten mich für einen Moment misstrauisch an.
„Schieß los, Em!“
„Er ist draußen. Sie haben ihn entlassen.“
„Da wird er sich aber freuen.“, grinste Isabelle. „Vor allem, weil sie ihn bestimmt trotzdem kein Quidditch spielen lassen.“
„Jah, das ist ihm herzlich egal, weil er sich seiner Quidditch-Sucht gar nicht bewusst ist.“, grinste Em.
„Gut für ihn.“, brummte ich. „Vielleicht schafft er es jetzt mal für mehr als eine Woche aus dem Krankenflügel draußen zu bleiben.“
„Ach Lil.“, grinste Is. „Insgeheim freust du dich doch.“ Sie drehte sich um und vertiefte sich in die Zettel, wobei sie verhalten lächelte. Ob nun wegen der Vorstellung von mir, die sich freut, oder wegen dem, was Sirius aufgeschrieben hatte, war mir unklar.
„Nun kommt wenigstens runter.“, bat Em. „James ist gerade erst angekommen.“ Sie packte mich bei der Hand und auch Isabelle hatte keine andere Wahl als mitzukommen. Sobald wir die unteren Treppenstufen erreicht hatten, konnte ich schon Rufe und Lachen vernehmen, die Potter begrüßten. Er stand mitten im Raum und war umringt von Quidditch-Fans, seinen Fan-girlies oder sonstigen Bewunderern.
„James, gut, dass du wieder da bist!“, rief einer. „Mensch, ich hatte schon Angst unser Training würde darunter leiden!“
„Jah…“, sagte Potter langsam. „Ähm. Ich weiß nicht. Ich kann mich nicht erinnern, deswegen… und Quidditch lassen die mich auch nicht spielen.“
„Was?! Das hat dich doch sonst auch nie abgehalten!“
„Gut zu wissen…“, überlegte Potter langsam.
„Hallo James!“, eilte Isabelle zu seiner Rettung. Sie umarmte ihn freundschaftlich und er warf ihr einen dankbaren Blick zu.
„Hey…“, sagte er. „Is.“
„Wie geht's dir?“
„Besser. Aber ich hab immer noch keine Ahnung. Irgendwie ist das deprimierend.“
„Das versteh ich. Keine Sorge, du wirst dich schon erinnern. Aber noch mal zum Thema Quidditch. Da du ja ausfällst, fällt mir der Posten des Captains zu und ich erlaube dir sogar, beim Training zuzusehen.“ Ich konnte sehen, wie der, der sich vorher über James' Ausfall vom Quidditch beschwert hatte, bleich wurde. Ich konnte ihn verstehen. Niemals würde ich freiwillig an einem von Isabelle organisierten Training teilnehmen. Verdammte Sklaventreiberin.“
„Na von mir aus…“, sagte James. „Aber vorher… kannst du mir nicht bei was helfen?“
„Was denn?“
„Den Hausaufgaben?“
„Falsche Adresse.“, sagte Isabelle sofort und deutete auf mich. „Lil ist der Streber. Frag sie mal.“ Potter drehte sich zu mir um und grinste mich verschmitzt an. Das hatte er definitiv nicht verlernt.
„Würdest du, Lily?“, fragte er.
„Hm… was?“, fragte ich etwas abgelenkt.
„Mir bei den Hausaufgaben helfen?“, bat er. Vergiss es, du blöder, arroganter…
„Klar.“ Hörte ich mich stattdessen sagen und ohrfeigte mich innerlich dafür.
„Super. Sofort?“ Jetzt kann ich aus der Sache nicht mehr raus.
„O-okay.“ Ich zeigte auf eine Couch, vor der ein Tisch stand und er nickte. Als er neben mir aufs Polster plumpste und sich die Haare aus der Stirn strich, konnte ich gar nicht anders, als ihn zu beobachten. Äußerlich schien er gefasst, aber war er das? Konnte man gefasst sein, wenn man sich nicht an sein Leben erinnerte? „Womit willst du anfangen?“
„Ich weiß nicht.“, sagte Potter. „Für morgen stehen Verwandlung, Zaubertränke und Kräuterkunde an. Was ist das leichteste? Ich hätte gerne einen leichten Einstieg.“
„Für mich Zaubertränke, für dich Verwandlung, also fangen wir mit Kräuterkunde an.“
„Oookay.“, sagte James. „Du… hast noch mein Buch.“
„Richtig.“, sagte ich. Recht hatte er. „Ich hol es schnell.“ Kaum eine Minute später setzte ich mich wieder neben ihn und gab ihm das Buch. Er schlug es auf und lief mit einem Mal knallrot an.
„Sicher… dass das meins ist?“, fragte er nervös.
„Ja.“, sagte ich. „Keine Sorge, ich nehm dir Sirius' Kritzeleien nicht übel.“ Warum legte ich ihm eine Ausrede parat, damit er sich nicht schlecht fühlte? Was war los mit mir?!
„Danke, aber… Nicht alles ist von Sirius. Meine Handschrift ist da auch dabei.“
„Wie auch immer, Potter.“, sagte ich, um mich davon abzulenken, dass er sogar zugab, was los war? „Lass uns anfangen.“
„Okay.“ Potter nickte und rollte sein Pergament aus.
„Unglaublich.“, brummte er. „Wie schaffst du das?“
„Was?“
„Das alles!“, heulte er auf. „Die ganzen Hausaufgaben! Und dann auch noch so gut, dass du überall die Beste bist?“
„Ich bin organisiert…“, vermutete ich. „Keine Ahnung, es fällt mir leicht.“
„Beneidenswert. Hier. Zaubertränke! Ich versteh nur Fliegender Teppich-Verleih.“
„Pass auf, es ist wirklich ganz einfach.“, sagte ich und er schaute mich ungläubig und verzweifelt an.
„Ich checks nich.“, sagte er und zuckte die Schultern.
„Ließ den Absatz noch mal durch.“, brummte ich.
„Tut mir Leid.“, murmelte er.
„Nicht deine Schuld.“, ich gähnte.
„Bertie Bott's Bohne?“, fragte Potter. „Schmecken komisch.“
„Ja, ich weiß.“, Ich nickte und wählte mir vorsichtig eine grüne Bohne aus.
„Und?“
„Pfefferminz.“
„Glückskeks.“, sagte er und spuckte seine Bohne aus. „Üäh. Kümmel.“ Ich verzog schmerzhaft das Gesicht, als ich mir den Geschmack vorstellte.
„Wir sollten weiter machen.“, meinte ich schließlich.
„Eine noch?“, fragte er hoffnungsvoll.
„Du willst dich doch nur drücken.“
„Stimmt.“, gab er zu und hielt mir die Packung hin.
„Na gut.“ Doch dieses Mal musste ich ausspucken. Ich erkannte nicht einmal den Geschmack, es war einfach nur eklig. Potter grinste, als er genüsslich Zitrone futterte. „Jetzt aber weiter. Slughorn wird kein Erbarmen mit dir haben. Du musst das hier wirklich machen.“
„Schon klar.“, seufzte er und begann langsam zu schreiben, während ich mir ganz genau anschaute, was sich notierte. „Könntest du das lassen?“
„Was?“
„Das hier.“ Er deutete auf sich und mich. „Lehn dich nicht so über mich… Das macht mich nervös.“ Ich setzte mich sofort gerade hin und schaute ihn überrascht an. Ich machte ihn nervös? Er machte doch nur Witze.
„Quatsch nicht.“, sagte ich und versuchte krampfhaft den Rotschimmer von meinen Wangen zu verbannen. Potter nahm einen Schluck Wasser aus seiner Flasche und stützte lustlos einen Arm aufs Knie und das Kinn auf die Hand. „So schwer ist es wirklich nicht.“
„Das sagst du. Ich fühl mich wie… mir fällt kein Vergleich ein.“
„Komm schon, Potter. Alles, was du tun musst, ist die Gegengifte in der richtigen Reihenfolge aufzuschreiben.“
Kaum zu glauben, aber wir wurden doch noch fertig. Sein Aufsatz würde sicher kein O werden, aber das würde er ja wohl hoffentlich nicht erwarten.
„Danke, Lily. Du hast mir echt geholfen, wenn ich mal was für dich tun kann… dann frag einfach, okay?“
„Ja…“ Niemals würde ich darauf zurückkommen. Nie im Leben! „Gute Nacht… James.“ Oh mein Gott! Jetzt war ich schon von Potter zu James übergegangen!
„Du hast dir also endlich meinen Vornamen gemerkt.“ Ich musste lachen.
„Entschuldige.“, sagte ich leise. „Du kannst ja nichts dafür… Oder jedenfalls weißt du es nicht.“
„Damit kann ich leben. Wenn ich noch Fragen hab… kann ich dann zu dir kommen?“ Nein!
„Sicher.“, sagte ich stattdessen.
„Danke. Gute Nacht, Lily.“ Er beugte sich vor und bevor ich mich wegducken, abhauen oder sterben konnte, hatte er mich auf die Wange geküsst. Seine Lippen waren nur ganz sanft über meine Haut gestrichen. Meine Hände wollten ihn wegdrücken, ihn schlagen oder wenigstens Ohrfeigen, aber ich konnte nicht. Das Lächeln, das er mir zuwarf, bevor er auf seiner eigenen Treppe verschwand. Wie versteinert stand ich noch ein paar Sekunden vor der Mädchentreppe, meine Finger an der Stelle, wo er mich geküsst hatte. Lily Evans benahm sich wie ein verliebter Teenager. Unmöglich! Ich eilte unsere Treppe hoch, riss die Tür zum Schlafsaal auf und unterbrach damit das Gespräch, das Is und Em geführt hatten.
„Hey, Lil, alles klar?“, fragte Em. „Du siehst irgendwie durcheinander aus.“
„Hat James dich angegraben?“
„Nein…“, murmelte ich nur.
„Du guckst so glasig. Bist du sicher, dass alles in Ordnung ist?“
„Hmhm…“, lautete meine Antwort. „Alles klar…“ Ich zog mich aus und streifte mir ein T-shirt und eine Hose über, verschwand ins Bad und sank dann ins Bett. Em und Is hatten sich mittlerweile aufgesetzt, die Augenbrauen kaum noch von der Haarlinie zu unterscheiden und mit fragenden Blicken. „Es ist nichts.“, log ich und zog mir die Decke über den Kopf.
„Lily…“, brummten sie synchron.
„James war schwer von Begriff, er hat genervt.“ Oh verdammt. Es gab immer noch die Chance, dass sie es überhört hatten… Ich vernahm nur einen lauten Knall und dann senkte sich meine Matratze, als sich zwei weitere Personen schwungvoll darauf niederließen.
„James?!“, riefen sie laut. Sie hatten es nicht überhört.
„Du… nennst ihn James?“, fragte Em. „Oder spinn ich jetzt.“
„Sie nennt ihn James.“, sagte Isabelle. „Aber du spinnst trotzdem. Aua!“ Ich schloss die Augen. Das durfte doch alles nicht wahr sein! Wie konnte mein komplettes Leben innerhalb von weniger als einer Woche dermaßen aus den Fugen geraten?“
„Hat er dich geküsst?“ Ja!
„Nein!“
„Er hat sie geküsst!“, quietschte Em.
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