
von LasVegas
Sodele! Da das letzte Chap ja so lange gedauert hat, kommt das neue schon heute. Danke fĂĽr die lieben Kommis! Heute gibt es also das chap aus verschiedenen Sichtweisen. Viel SpaĂź!
@Kairi Weasley: Im Dorf geht sozusagen die Post ab. Lily kann einem Leid tun.
@hermine-ginny-lily: Ein neuer Leser! YAY! James und sein hirn hinkriegen... na jah... das hat zeit! XD
@miss kim johonson: Yep, Lily weiĂź eben nicht, was sie will!
@Dr. Butterbier: Kann man nicht ignorieren? Bist du da sicher? Lily kriegt das ganz gut hin!
@LilyEvans91: Klar kann er das. das training is ja erst abends.
@Ginnyyy: Aaaaaaaach das Abi wird schon irgendwie hinhauen XD
@Isabelle: Erstmal: Riesen Dank fĂĽr das superlange kommi! Ich hab mich gefreut wie'n keks. Noch kann James sich wirklich nicht erinnern und was passiert, wenn er es tut... das wirst du dann sehen XD
Muhaha! Jep, Lily muss wohl wohl oder ĂĽbel mit James ins Dorf! XD Wegem dem letzten Satz, der bezieht sich auf dieses chap!
Das heutige Chappi widme ich Isabelle, die mich immer sehr mit ihren Kommis aufbaut! Dankesehr!
~Lily~
„Potter, komm schon.“ Männer! Die werden wohl nie pünktlich fertig! Und da hieß es immer, Frauen bräuchten so lange. Schlimm genug, dass ich gerade im Schlafsaal der Jungen stand und mich umsah. Vier Betten, vier Koffer, ein Ofen in der Mitte. Es war nicht sonderlich anders als bei uns. Nun, etwas unordentlicher, ja. Und sehr viel patriotischer. Alles war rot und gold. Unzählige Quidditch- und Bandposter tapezierten die Wände. Die fand man bei uns nur über Is' Bett.
„Was meinst du, wie viel Geld… äh, Gold brauche ich?“, fragte er und wog ein Ledersäckchen in Händen. Woher zum tanzenden Gnom sollte ich das wissen?!
„Keine Ahnung, was willst du kaufen?“
„Keine Ahnung, was kann man kaufen?“ Wie alt war der Junge?! Fünf?
„Alles.“, seufzte ich genervt.
„Dann nehm ich auch alles Gold mit, das in meinem Koffer liegt.“ Vielleicht war er auch erst vier. Er stopfe sich breit grinsend zwei Säckchen Gold in die Umhangtaschen und nickte. „Wir können!“
„Es ist kalt draußen, zieh dir nen Schal an.“ War ich seine Mutter?! Warum konnte ich nicht einfach meinen Mund halten?!
„Ähm… okay, danke.“ Er suchte in seinem Koffer nach einem Schal.
„Hey, ich glaube, dein Schal hängt da oben am Bettpfosten.“
„Oh!“ Er hüpfte auf sein Bett und knotete den rotgoldenen Schal ab. „Entschuldige die Unordnung, Sirius hält nicht viel vom Aufräumen.“ Das war irgendwie klar.
„Aber du, oder wie?“
„Oh nein, ich vertrete das organisierte Chaos.“, er grinste mich frech an und schlang sich den Schal um den Hals. „Darf ich jetzt gehen, oder muss ich mir noch die Hände waschen?“ Seine Attitüde hat er jedenfalls schon wieder…
„Potter, pass bloß auf, was du sagst, sonst lass ich dich vor Madame Puddyfoot's stehen und du kannst eins deiner Fan-girlies bitten, dich nach Hause zu bringen.“
„Madame Puddyfoot's?“
„Das schrecklichste Café, das ich je gesehen hab. Alles rosa.“ Er machte ein angewidertes Gesicht.
„Ich mag doch kein Rosa, oder?“, fragte er mich. Keine Ahnung, war ich seine Styling-Beraterin? Sicher nicht, sonst wären seine Haare sicher anders.
„Keine Ahnung. Wahrscheinlich eher nicht.“
„Fan-girlies?“ War der nicht nur gedächtnislos, sondern auch noch doof?
„Die sechs hirnlosen Tussis, die dir auf Schritt und Tritt folgen, wenn sie dich finden.“, erklärte ich ihm. „Du weißt schon, die ABC-Clique aus der Fünften.“
„ABC…?“
„Amber, Ashley, Britney, Barbie, Candace und Chelsea.“
„Nee, oder?“, fragte James. „Die heißen echt so?“ Oh ja, so unglaublich es auch scheinen mochte.
„Jah, die heißen echt so. Frag mich nicht, wie sie das hingekriegt haben, aber…“
„Barbie…? Wie die Muggel-Puppe?“, fragte er.
„Ja. Woher weißt du das?“
„Keine Ahnung.“, gab er zu. Keine Ahnung, was? Irgendwann musste er sich ja mal an irgendwas erinnern. Und seien es Muggel-Puppen.
„Dann lass uns endlich gehen.“, sagte ich. „Sonst schaffen wir nicht das ganze Dorf.“
„Okay, ich komm ja schon.“ James… Potter grinste breit und folgte mir die Treppe hinunter.
~Isabelle~
Ich rauschte durch die HauptstraĂźe von Hogsmeade und schaute im Laufen auf meine Uhr. 10:35. Na, Sirius wird schon warten. Jedenfalls sollte er das, schlieĂźlich schuldet er mir meinen Rock.
„Cartwright, da bist du ja endlich.“, grüßte er mich dann auch spöttisch, als ich vor dem Honigtopf ankam.
„Ja, da bin ich. Es tut mir Leid, dass ich zu spät bin…“ Ich atmete tief durch, um wieder etwas Sauerstoff in meinen Kreislauf zu bringen. „Du bist auch gerade erst angekommen.“, fügte ich schließlich trocken hinzu.
„Woher weißt du das?“, fragte er, ertappt. War ja klar.
„Erstens, deine Wangen sind nicht gerötet von der Kälte, zweitens hast du eine volle Tüte Süßigkeiten in der Hand, die du in eben jenem Moment aufgemacht hast, als ich hier ankam.“ Ha! Bingo.
„Ich kam her und du warst nicht da. Da bin ich in den Honigtopf und hab mir noch was zu futtern gekauft.“, verteidigte er sich.
„Gibs auf, Black, du hast dich eh schon verplappert.“, grinste ich ihn an. „Komm schon, wir gehen shoppen!“
„Heh! Von shoppen war nicht die Rede.“, sagte Sirius und guckte mich ziemlich verzweifelt an. „Ich habe gesagt, ich bezahle dir den Rock, den ich versaut habe.“
„Ja dann.“, ich packte ihn am Handgelenk und zog ihn mit mir die Straße hinunter und zu den Kleidergeschäften.
„Wie viele Klamottenläden gibt's hier?!“, fragte Sirius und ich zuckte im Gehen die Schultern.
„Wir brauchen nur den einen…“, grinste ich und rauschte wie ein Wirbelsturm durch die Tür des Ladens, der genau die Röcke führte, die ich brauchte.
„Guten Morgen.“, grüßte uns der Verkäufer.
„Guten Morgen.“, sagte ich und zog Sirius mit mir zur Theke. „Ich brauche einen neuen Rock für meine Schuluniform.“
„Hogwarts, nehme ich an.“, sagte er. Nein, Durmstrang, deswegen kaufte ich auch hier ein.
„Ja, Hogwarts.“, stimmte ich allerdings zu, ohne zu erwähnen, wie bescheuert seine Frage war.
„Sehr gut.“, sagte er. „Hier, ziehen Sie dieses Modell an, dann kann ich es richtig zaubern.“
„Okay.“ Ich verschwand kurz hinter dem Vorhang der die Umkleide verdeckte und zog den langen Rock an, der mir allerdings um einiges zu weit war. Ich ging wieder hinaus, meine Jacke und Jeans über den Arm gelegt.
„Sehr gut, wenn Sie sich auf den Schemel stellen würden…“ er zeigte auf einen Hocker, den ich schließlich erklomm und darauf wartete, dass er begann, die Größe anzupassen. Sirius schaute mit hochgezogenen Augenbrauen zu. Typisch Mann. Als ob er das noch nie gesehen hätte. „Zu weit…“
„Eindeutig.“, stimmte ich zu, als ich den Bund losließ und der Rock beinahe über meine Hüften sackte. „Hör auf zu glotzen, Black.“, sagte ich zu Sirius, der nur schnaubte.
„Hab ich nicht nötig, Cartwright. Ich warte schließlich nur darauf, dass du endlich fertig wirst.“
„So. Jetzt noch die Länge…“, sagte der Verkäufer, dem offensichtlich etwas mulmig zu Mute war. Ich konnte ihn verstehen, Black war unmöglich. Ich beobachtete, wie der Rock immer kürzer wurde.
„Hey!“, rief Sirius plötzlich. „Noch kürzer und du kannst gleich ohne gehen.“
„Halt doch die Klappe, Black.“, schnauzte ich ihn sofort an. „Der Herr wird schon wissen, was er tut.“
„Das meine ich auch.“, sagte der Verkäufer ärgerlich.
„Und seit wann beschwerst du dich über kurze Röcke, hm?!“, fragte ich Sirius, bevor er einen Satz vorwärts tat, zum allgemeinen Entsetzten den Verkäufer am Kragen packte und wegzog.
„Gar nicht!“, knurrte er.
~Sirius~
Das war doch wirklich nicht zu fassen! Unglaublich! Da nutzte der Kerl doch tatsächlich seinen Job aus, um Mädchen unter den Rock zu gucken und sie anzugrabschen!
„Zieh den aus!“, befahl ich Cartwright.
„Was?!“, fragte sie, völlig perplex. Ja, das musste irgendwie komisch geklungen hab, das gab ich zu.
„Geh in die Umkleide, zieh den Rock aus, zieh deine Hose an und wir gehen!“
„Du spinnst wohl, Black!“ Nein, tat ich nicht.
„Ganz im Gegenteil! Ich kaufe nicht bei Spannern und Grabschern!“ Ich zog sie vom Hocker, wobei sie fast auf die Schnauze fiel und schob sie zur Umkleide. „Los!“, drängte ich und nach einer Minute kam sie tatsächlich wieder hinaus, voll bekleidet, den Rock in der Hand. Ich nahm den Rock, warf ihn dem Kerl vor die Füße und schaffte Isabelle aus dem Laden.
„Was soll denn das, Black?! Wir waren doch fast fertig! Du meine Güte!“
„Er hat dir unter den Rock geguckt.“, verteidigte ich mich. „Und dich angefasst.“
„Was?“ Sie rollte die Augen. „Nein, hat er nicht! Er ist ein Schneider, komm schon!“
„Hat er doch! Ich kenne einen Rockgucker, wenn ich ihn sehe.“ Ups. Das hätte ich nicht sagen sollen.
„Ja, das hab ich mir gedacht. Super, Sirius, jetzt kann ich nie wieder in diesen Laden gehen!“
„Komm schon, der Laden war scheiße und überteuert.“
„Du musst es ja wissen!“, fauchte sie. Frauen! Also ehrlich! „Gibt es nicht noch einen Laden, der die Dinger vertickt? Vorzugsweise mit einer Verkäuferin?“
„Doch, schon.“, sie grinste. Ohoh. „Aber der ist schweineteuer.“ Ich zog eine Flunsch.
„Da lässt sich wohl nichts machen.“, brummte ich. „Das is mir lieber, als dem Kerl zuzugucken, wie er anfängt zu sabbern.“
„Wie auch immer.“, murmelte sie. „Dann eben der Laden.“ Es lief darauf hinaus, dass ich fast das Doppelte für den Rock bezahlen musste, dafür hatte er die richtige Länge. „Danke, Sirius.“ Ich grinste sie großzügig an. „Und wegen der Blamage im ersten Laden… lädst du mich noch auf ein Butterbier ein.“ Hah! Das hätte ihr wohl so passen können. Sie hätte mich doch genauso gut einladen können!
„Drei Besen?“, fragte ich stattdessen. Sirius Black, irgendwas stimmte mit dir nicht.
„Okay.“, sagte sie, mehr oder weniger positiv überrascht, wie mir schien.
„Aber nur, wenn du den Rock für mich anziehst.“, grinste ich sie an.
„Und ich hab mich schon gewundert, warum du plötzlich so nett bist…“
~Lily~
„Wow! Lily, schau mal!“ Oh mein Gott! Das rief er jetzt schon zum sechsten Mal! Potter packte mich an der Hand und zog mich zum Honigtopf. Der hatte vielleicht einen festen Griff, da taten einem ja die Hände weh! Das lag vielleicht auch nur an der Kälte. Kein Wunder, es war schließlich Januar.
„Hey, Potter, lass mich los!“, rief ich und er ließ meine Hand gehen, nur um beide Hände an das Fenster des Honigtopfes zu pressen.
„Wahnsinn! Ist das ein Süßwarenladen?!“ Nee, wonach sahs denn aus?
„Ja.“
„Können wir da rein gehen?“ Lieber nicht, sonst bekam er noch Bauchweh wie ein kleines Kind, das zu viel Schokolade gegessen hatte. Na ja, auf der anderen Seite… da drin war es warm und wenn Potter Bauchweh hatte, konnte ich ihn wieder im Krankenflügel abgeben, also…
„Ja, klar.“ Ich folgte ihm in den knallvollen Laden und beobachtete, wie seine Augen begeistert von einem Regal zum anderen huschten und mit jeder Sekunde mehr glänzten.
„Schau mal hier!“, rief er mir zu und winkte mich zu sich. Ich rollte die Augen und folgte ihm. Wenn Mutter sein so war… dann wollte ich niemals Kinder.
„Was denn?“
„Guck mal, die Dinger!“
„Eismäuse?“, sagte ich sofort. „Ja und?“
„Die sehen echt cool aus! Kann man hier probieren?“
„Eigentlich nicht, aber da du einer unserer besten Kunden bist, James, lang zu!“, rief der Mann hinter der Theke fröhlich und James grinste über alle vier Backen, als er sich eine Eismaus in den Mund schob. Sofort fing er an zu frieren und zitterte am ganzen Leib.
„Verdammt, was ist denn jetzt los?“, fragte er zähneklappernd.
„Du musst wissen, dass man magische Süßigkeiten beim Wort nehmen sollte.“, lachte ich.
„Aha! Und wann hört das wieder auf?“
„Nach ein paar Sekunden.“, beruhigte ich ihn und sobald er wieder normal war, ging er zum nächsten Regal weiter. „Nun kauf etwas und wir gehen weiter, es ist so voll hier drin.“
„Okay. Nur das noch!“
„Nein!“, rief ich sofort. Das durfte doch nicht wahr sein! Ausgerechnet zischende Wissbies? Hätte er nicht die Zahnweiß-Pfefferminzlakritze probieren können?
„Bist du sauer auf mich?“, fragte er mich, während er hinter mir her schwebte. Ich seufzte nur und zog ihn weiter. Man hatte uns im Honigtopf erklärt, dass sie die Rezeptur verbessert hatten und es nun reine Glückssache war, wie lange man in der Luft schwebte.
„Nein.“, knurrte ich. Na ja, eigentlich schon. Was für ein Kind, ehrlich.
„Gibt's hier ein Café?“, fragte er. „Außer Madame Puddyfoot's?“
„Ich wollte in die Drei Besen. Der Pub da vorne.“, sagte ich.
„Klingt gut.“ Er knallte sich den Kopf am Türrahmen an, was mich eher amüsierte.
„Hier, halt dich an der Bar fest, ich hab keine Lust, dich auf dem Boden zu halten, bis wir einen Tisch gefunden haben.“, befahl ich ihm.
„Nicht nötig, ich glaube, die Zischenden Wissbies haben ihre Wirkung verloren!“, sagte er fröhlich und hüpfte ein wenig auf und ab. „Kannst du uns nen Tisch besorgen? Ich bin gleich wieder da.“
„Ähm…“ Wo wollte er denn nun schon wieder hin? Doch bevor ich antworten konnte, war er schon verschwunden. Ich arbeitete mich seufzend weiter in den Pub vor und ergatterte einen Tisch am Fenster.
„Was darfs sein, Schätzchen?“
„Hallo Rosmerta.“, grüßte ich.
„Warst du gerade mit James Potter hier?“, fragte sie und zuckte mit der Augenbraue. Nicht noch eine, die mir das unterstellte.
„Lange Geschichte.“, brummte ich nur. „Potter hat sein Gedächtnis verloren und ich darf Babysitter spielen.“
„Wie hat er das denn wieder geschafft…“, murmelte Rosmerta. „Nun, was darfs denn sein?“
„Zwei Butterbier, bitte.“
„Gern.“, sie tippelte davon. Ein paar Minuten später kam sie mit den Getränken wieder und ich schaute aus dem Fenster, während ich wartete. Ich wartete auf James Potter. Ich musste völlig übergeschnappt sein…
„Hey!“ Potter schlug sich zu mir durch. „Lily!“
„Potter, wo warst du so lange?“
„Ach…“ er ließ sich auf den anderen Stuhl fallen. „Was ist das?“
„Butterbier. Du wirst es lieben, glaub mir.“ Er nahm einen Schluck.
„Das ist das Beste, das ich je getrunken habe!“, sagte er euphorisch. „Oder jedenfalls glaube ich das. Lily?“
„Ja?“
„Hier, das ist für dich.“ Er reichte mir ein Päckchen. Ein Geschenk? Potter und ein Geschenk? Ich war nicht die einzige Übergeschnappte…
„Du hättest nicht…“, begann ich, doch er schüttelte den Kopf.
„Ich weiß doch, dass es dir auf die Nerven geht, meinen Babysitter zu spielen. Nimms einfach, okay?“ Ich nahm das Päckchen und öffnete es mit leicht zittrigen Fingern. Warum zitterten meine Finger?! Ich packte ein Paar roter Handschuhe aus. „Für die kalten Hände.“, sagte er grinsend. „Probier sie mal an, ich hab die Größe nur geschätzt.“ Ich streifte sie über.
„Perfekt.“, sagte ich leise und sah zu ihm auf. „Danke…“
„Kein Problem.“ Er grinste mich an. „Danke, dass du mir das Dorf gezeigt hast.“ Und jetzt wurde mir klar, warum Frauen heutzutage immer noch Kinder bekamen.
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