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Fanfiction

Leuchtende Gefühle oder bloßgestellte Emotionen? - -verlieben-versammeln-unterstellen-

von CathyWheeler

Zügig erklomm sie die steinerne Treppe und benutzte den bleischweren Türklopfer mehrmals heftig.
Stürmisch wurde die verblichene Tür geöffnet. „Sag mal, wie oft muss ich denn noch sagen, dass man mit seinem Zauberstab klopfen soll und NICHT mit dem Türklopfer?“, Sirius Worte wurden von einem „Bastarde! Abschaum! Brut! Schlammblüter, die das Haus meiner Väter verunglimpfen-“, übertönt.
Noch nie hatte Tara ihm so nah ins Gesicht geschaut und beim Anblick seiner sturmgrauen Augen wurden ihre Knie ganz wabbelig, sie spürte wie die Hitze in ihre Wangen kroch und ihr Saphiranhänger um die Wette leuchtete. Mit einem „Verzeihung“, wandte sie sich ab.
Was soll das denn jetzt? Vielleicht die Nachwirkungen von der Erinnerung? Reiß dich zusammen!
„Wir kümmern uns schon!“, rief Remus’ Stimme aus dem hinteren Teil der Eingangshalle, der den Samtvorhang mit Tonks unter größter Anstrengung wieder zuzog.
„Tara, Dumbledore ist noch nicht da, ich bringe dir den Koffer schon in dein Zimmer-“
Die Tür schwang hinter ihr noch mal auf.
„Black, vielleicht solltest du dir erst einen Stärkungstrank zu Gemüte führen, wir wollen doch nicht riskieren, dass du bei deiner ersten vorzeigbaren Ordenstat zusammenbrichst“, höhnte Taras ehemaliger Hauslehrer hinter ihr.
„Vielleicht solltest du lieber in die Küche verschwinden, Tara findet Fettflecke von deinem Haar bestimmt nicht attraktiv auf ihrem Umhang“, knurrte Sirius seine Antwort.
„Ich würde an ihrer Stelle-“, doch er wurde vom nächsten Phönixmitglied das eintrat, unterbrochen.
„-Mit allen in der Eingangshalle Verweilenden zur Versammlung gehen.“ Dumbledore, dessen Augen hinter seiner Halbmondbrille blitzten.
Schließlich gingen die Männer hintereinander mit resigniertem Blick in das steinerne Gewölbe, Tara als Nachhut schloss die Tür. Tonks winkte ihr fröhlich zu. Ihr Haar war diesmal violett und stachelig. Sie setzte sich neben sie. Rechts neben Tara saß Snape. Dumbledore eröffnete mit ernsten Worten die Versammlung.
Sie schaute Sirius nachdenklich an. Was hat er Severus angetan? Woher kennen sie sich überhaupt? Für zwölf Jahre Askaban besitzt er noch recht hübsche Züge. Längere Haare stehen ihm wirklich gut. Wie hatte er es noch mal geschafft zu fliehen? Ob es ihm schmeichelt, wenn ich ihn frage? Für was er sich wohl alles interessiert?
„Wenn ich deine, bestimmt äußerst interessanten Gedankengänge unterbreche-“, zischelte es rechts von ihr. Mit unheilvollem Gefühl im Magen drehte sie sich zu ihm um.
„-aber warum bist du hier?“
„Weil ich Mitglied des Phönixordens bin, was sonst?“, flüsterte sie ungehalten.
„Das ist doch nicht dein Stil“
Mist, Sirius schaut uns schon an! Was soll ich denn sagen, weshalb ich mit seinem Erzfeind rede?
„Menschen ändern sich“Wie schwach. Zu schwach, dass würde Tonks ja nicht mal schlucken.
„Du nicht“, äußerte er spitz.
„Woher willst du wissen, dass ich mich nicht in all den Jahren gewandelt habe?“, entgegnete Tara unwirsch.
„Du warst in Slytherin. Du bist schrecklich von dir selbst überzeugt und liebst es von anderen angehimmelt zu werden.“
„Mag sein, dass ich als Kind so war-“
„Muss ich dich ernsthaft daran erinnern, dass du mit siebzehn durch Hogwarts stolziert bist, da du mit dem da“, seine Hakennase zeigte in Richtung Bill, „Schulsprecherin warst, des weiteren allen irgendwelche stumpfsinnige Rollen in deiner Parodie der Lehrer aufzwangst und natürlich selbst den ganzen zweifelhaften Ruhm genossen hast, da schließlich das Skript und die merkwürdige Interpretation meiner Person von dir stammte“, schloss er triumphierend.
„Was hat Parodie der Lehrer mit meiner Tätigkeit im Phönixorden zu tun?“, erwiderte sie ungehalten.
„Was ich damit zum Ausdruck bringen will, ist deine Unfähigkeit nicht im Mittelpunkt zu stehen, geschweige denn jemanden zu bewachen, den du nicht mal kennst!“
„Und wenn schon, kann dir doch egal sein...“, murmelte Tara entnervt.
Jetzt funkelte er sie richtig böse an. „Ich könnte bei jeden kleinsten Fehler, bei jeden falschen Wort vom dunklen Lord erledigt werden und du sagst mir frech ins Gesicht, dass es egal ist, nicht hundertprozentig hinter der ganzen Sache zu stehen, um damit vielleicht der Windstoß zu sein der das ganze Kartenhaus umstürzen könnte?“
„Willst du mir damit etwa unterstellen, ich könnte auf der anderen Seite stehen?“, sagte sie hitzig.
„Wenn keine Gegenargumente dazwischen stehen?“
„Ich werde es dir, wenn wir mal alleine sind beweisen, jetzt lass mich in Ruhe!“
Den Teufel werde ich tun! Ich muss mir dringend irgendwas Glaubhaftes ausdenken...
Severus zischte noch: „Nach der Versammlung-“, und erhob sich dann um seinen Bericht vorzutragen, der mit zahlreichen Beleidigungen für Sirius gespickt war.
Nach der Versammlung?! Großer Merlin hilf mir!


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Zitat
Man muss einfach in Slytherin sein. Dort hast du das Privileg manchmal was anzustellen. In Gryffindor darf man keine Fehler machen, du musst gut sein.
Tom Felton