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Fanfiction

Okklumentik bei Professor Snape - Eine Nacht mit Folgen - Teil 1

von Lilly10

Snape hatte mit seiner Vorahnung tatsächlich recht behalten und so kam es, dass er sich am nächsten Abend auf dem Ball wiederfand – genauso wie alle anderen Lehrer. Es war ihm zuwider, in diesem kitschig geschmückten Saal zwischen den drängenden Menschen und der lauten Musik herumzustehen, doch Albus hatte darauf bestanden und er konnte es sich nun mal nicht leisten, sich seinen Anordnungen zu widersetzen.
Er stand alleine an der Tanzfläche, hielt ein Glas Rotwein in der Hand und blickte gelangweilt den Tänzern zu. In den letzten Tagen hatte er alles versucht, um nicht auf diesen Ball gehen zu müssen, doch Albus hatte keine Ausrede gelten lassen. Der Ball von Hogwarts fand schließlich nur einmal im Jahr statt, hatte der Direktor gemeint und auch Snapes Einwand, dass diese Veranstaltung eigentlich nur alle vier Jahre geplant war, hatte Albus kalt gelassen. Scheinbar fand er es amüsant, ihn zu zwingen an diesem albernen Hokuspokus teilzunehmen.
Und so hatte er sich den Anordnungen gefügt und stand nun hier; der einzige Trost war ihm das Glas Rotwein, das er in der Hand hielt. Jedenfalls würde er unter keinen Umständen mit jemandem tanzen. Jeder Frau, die sich ihm auf weniger als einen Meter näherte, warf er drohende Blicke zu. Doch es hatte sowieso schon lange keine mehr versucht, ihn aufzufordern, denn seine Tanzunwilligkeit war jedem bekannt.
Genervt sah er auf seine Uhr – noch eine dreiviertel Stunde bis zehn Uhr, dann kam eine Tanzeinlage – Gott, wie er dieses alberne Herumgehopse hasste. Aber er würde bestimmt eine Möglichkeit finden, währenddessen unbemerkt zu verschwinden...
Plötzlich ertönte ein lautes „Hallo Severus!“ vor ihm und riss ihn aus seinen Gedanken. Er sah, dass Professor Flitwick an ihm vorbeitanzte und nach ihm gerufen hatte. Er zwang sich zu einem Lächeln, doch insgeheim fragte er sich, wie man sich als Lehrer nur so lächerlich machen konnte. Flitwicks Bewegungen sahen mehr aus wie ein Hüpfen, außerdem war seine Tanzpartnerin zwei Köpfe größer als er. Jedes Mal, wenn der kleine Professor einen Tanzschritt machte, sah es aus als würde er versuchen, die Augenhöhe seiner Tanzpartnerin zu erreichen. Snape zog eine Augenbraue hoch und drehte sich am Absatz um. Man musste sich ja schämen, diesen Menschen überhaupt zu kennen. Er leerte sein Glas und brachte es zurück zur Bar.
Während er dort stand und darauf wartete, nachgeschenkt zu bekommen, fiel ihm plötzlich auf, dass Marianne nicht da war, dass er sie überhaupt den ganzen Abend noch nicht gesehen hatte. War es möglich, dass sie sich vor diesem Ball drückte, während er hier stand und sich zu Tode langweilte? Aber sie hatte doch so begeistert ausgesehen, als sie vom Ball hörte...
Sein Blick schweifte über die Menschenmenge, doch er konnte sie tatsächlich nirgends entdecken. Seufzend nahm er das neue Glas Wein und stellte sich wieder an die Tanzfläche. Er sah den Schülern zu, wie sie sich amüsierten, denn irgendwie musste er ja die Zeit bis zur Tanzeinlage herum bekommen...
Nach einer gefühlten halben Ewigkeit blickte er erneut auf die Uhr, aber er stellte fest, dass bloß zehn Minuten vergangen waren. Genervt setzte er sein Glas an seinen Lippen an und leerte es in einem Zug. Er hätte jetzt gut etwas Hochprozentigeres gebrauchen können, aber als Lehrer musste er natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Wie würde es denn aussehen, wenn er mit einem Glas Whiskey in der Hand dastehen würde... Naja, einen Vorteil hätte es wohl, dachte er bitter: Wenn er sich so aufführte, würde der Direktor ihn bestimmt nie wieder dazu zwingen, auf den Ball zu gehen.
Eine der Hauselfen kam auf ihn zu und fragte, ob sie das leere Glas mitnehmen dürfe.
„Ja, aber bring mir noch ein Glas.“, erwiderte er.
„Natürlich, Sir.“, sagte die Elfe und verbeugte sich vor ihm. „Sofort, Sir.“
Eine Minute später stand die Elfe wieder neben ihm und reichte ihm ein Glas. Snape fühlte, wie der Wein bereits seinen Magen wärmte und langsam wurde er gelassener. Er würde noch die Tanzeinlage abwarten und dann einfach gehen, dachte. Der Direktor konnte ihn zwar hierher beordern, aber er würde sich bestimmt nicht sagen lassen, wie lange er zu bleiben hatte.
Er beobachtete, wie die Paare die Tanzfläche verließen und ein neues Lied begann. Als neue Paare auf die Fläche kamen, sprangen ihm rote Haare in die Augen – eine lästige Angewohnheit, doch er konnte sie einfach nicht ablegen – und auf den zweiten Blick erkannte er einen der Weasley-Zwillinge. Genauer gesagt, George Weasley. Snape hatte schon von Beginn an gelernt, die Beiden voneinander zu unterscheiden – schließlich nutzten sie es nur zu gerne aus, dass es den meisten Menschen unmöglich war, sie zu unterscheiden. Aber mit ihm würden sie keine Spielchen spielen, das hatte er ihnen schon in der ersten Klasse klar gemacht.
Seit wann kann der bloß tanzen, fragte sich Snape, als er den einen nun auf der Tanzfläche erblickte. Die Zwillinge hatten doch sonst nur Schabernack im Kopf. Aber schließlich war es besser sie befanden sich auf der Tanzfläche, bevor sie wieder irgendeinen Streich ausheckten. Das Lied begann und als der Weasley seine Tanzpartnerin umher wirbelte, erkannte Snape überrascht, wer es war:
Marianne Richis.
Er drehte sie und sie lachte ausgelassen während Snape die beiden ungläubig anstarrte. Warum ließ sie sich bloß mit diesem... Weasley ein? ... Naja, es war ja nicht seine Sache, dachte er und nahm einen großen Schluck von seinem Glas. Er wandte seinen Blick ab und sah den anderen Tanzenden zu, doch bald darauf flog sein Blick zurück zu Marianne. Sie hatte wieder dieses Kleid an, das ihre Figur umschmeichelte. Ihre Füße bewegten sich flink im Takt und bei jeder Drehung flog das Kleid so hoch, dass man ihre Oberschenkel sehen konnte. Snape fühlte, wie ihm noch wärmer wurde, aber diesmal weiter unten, deutlich unterhalb des Magens. Das Kleid schmiegte sich so an ihre Hüften, dass jede Bewegung deutlich erkennbar war und er fühlte, wie unangenehm eng es plötzlich in seiner Hose wurde. Doch er konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden. Wie es sich wohl anfühlen würde, diesen Körper zu berühren, diese Beine und... Snape wurde plötzlich aus seinen Gedanken gerissen, denn er bemerkte, wie die Hand des Weasleys immer weiter an ihrem Rücken hinunter glitt.
Sofort machte sich ein völlig anderes Gefühl in ihm breit; ein Gefühl, das er von alten Zeiten noch deutlich in Erinnerung hatte, denn es war dasselbe, das er jedes Mal beim Anblick von James Potter verspürt hatte:
Wut und Eifersucht.
Aber er hatte sich – anders als während seiner Schulzeit – unter Kontrolle und ließ sich äußerlich nichts anmerken – jedenfalls bis zum nächsten Moment.
„Severus.“, kam es plötzlich von einer Person neben ihm und er fuhr herum.
„Was!?“, schnauzte er Lupin an, der ihn angesprochen hatte und sich etwas erschreckte, aber sofort wieder fasste.
„Tut mir leid, Severus, ich wollte dich nicht erschrecken.“, sagte Lupin lächelnd und verstand Snapes Reaktion völlig falsch. „Ich dachte nur, du stehst hier so alleine und hättest vielleicht nichts gegen Gesellschaft...“
„Oh doch, das habe ich.“, knurrte Snape. „Aber ich sag dir Bescheid, sollte ich irgendwann das Bedürfnis nach der Gesellschaft einer reißenden Bestie verspüren. Ich würde mich aber nicht darauf verlassen, dass dieser Zeitpunkt bald eintritt, Lupin.“
Lupins Lächeln war von einer Sekunde zur nächsten verschwunden und er sah Snape wie vor den Kopf gestoßen an.
„Na gut, wie du meinst, Severus.“, erwiderte er geknickt und entfernte sich schnell.
Snape starrte ihm nach. Er war vielleicht etwas zu weit gegangen, dachte er und ein Anflug von schlechtem Gewissen machte sich in ihm breit. Aber warum musste er auch genau in diesem Moment aufkreuzen? Lupin hatte tatsächlich ein Talent für schlecht gewählte Zeitpunkte...!
Als er seinen Blick wieder auf die Tanzfläche wandte, erblickte er Marianne und den Weasley fast direkt vor sich. Instinktiv ging Snape einen Schritt zurück. Gott sei Dank endete in diesem Moment das Lied und der Weasley nahm endlich seine Hände von ihr. Was fiel diesem Jungen überhaupt ein, vor einem Lehrer so anzüglich zu sein...!?
Gleichzeitig trat Dumbledore aus der Menge hervor und die Aufmerksamkeit aller richtete sich auf ihn. Endlich, jetzt würde die Tanzeinlage kommen! Der Direktor schritt in Begleitung Minervas in die Mitte des Tanzsaals, dort setzte er seinen Zauberstab an seinem Hals an und sprach mit magisch verstärkter Stimme.
„Liebe Schüler und liebe Kollegen, ich möchte euch auf dem heutigen Ball begrüßen! Ich freue mich sehr, dass so viele von euch gekommen sind.“
Snape sah ihn gereizt an.
Als ob er freiwillig hier wäre und sich das aus freien Stücken heraus antun würde...
„Da dieser Ball sehr kurzfristig von mir geplant wurde, war es natürlich nicht mehr möglich, viele Einlagen zu organisieren. Deshalb haben Minerva und ich uns entschlossen, unsere eigenen Tanzkünste zum Besten zu geben.“, fuhr er fort.
Die Schüler klatschten und riefen begeistert und Dumbledore blickte McGonagall schmunzelnd an.
„Und danach gibt es noch eine kleine Show, die von Fred und George Weasley organisiert wurde.“, verkündete der Direktor weiter.
„Danke schon einmal an die Beiden für ihre Bereitschaft, so kurzfristig mitzuhelfen.“
Snape zog zweifelnd eine Augenbraue nach oben. Wenn die Beiden eine Einlage organisierten, konnte nichts Gutes dabei herauskommen. Sein Blick flog automatisch zu George, der mit Marianne ein paar Meter vor ihm stand. Dieser raunte ihr gerade etwas ins Ohr und Marianne lachte. Snapes Kiefer spannte sich etwas an. Wenn er es wagte, sie noch einmal anzufassen, dann würde er ihm eine saftige Strafe aufbrummen, dachte er gereizt. Gleich darauf sah er, wie der Rothaarige die Tanzfläche verließ und Marianne alleine blieb. Snape entspannte sich wieder.
„So, ich bitte euch alle, die Fläche zu verlassen, und dann kann es auch schon losgehen.“, hörte Snape den Direktor rufen.


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