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Fanfiction

Okklumentik bei Professor Snape - Xavier‘s Rache

von Lilly10

Zur selben Zeit, als Snape mit Dumbledore das Büro verließ, setzte sich Marianne gerade an den Tisch in der großen Halle. Ihre Freundinnen luden sich die Teller voll mit dem guten Essen, das für sie bereit stand, und auch Marianne nahm sich eine große Portion. Sie hatte seit dem Abend bei Snape wieder großen Appetit; allein der Gedanke an diesen Tag, den Kuss und seine Worte ließ sie fliegen. Die Schmetterlinge in ihrem Bauch schienen nicht zur Ruhe kommen zu wollen, jede kleine Erinnerung an Snape brachte sie zum Flattern und dies half ihr dabei, über die schwierigen Momente hinwegzukommen, in denen die Erinnerungen an die Todesser hochkamen. In der Nacht plagten sie diese schreckliche Erlebnisse noch häufig, sie hatte oft Alpträume und wachte dann schweißgebadet auf, während sie immer noch die Gesichter von Lucius und Bellatrix vor sich sah.
Doch während des Tages konnten ihr diese Bilder nur wenig anhaben, denn sie schaffte es mit Leichtigkeit, sich abzulenken. Besonders ihre Freundinnen halfen ihr dabei, denn sie waren wirklich lieb und kümmerten sich um sie, wenn sie merkten, dass Marianne in Gedanken abdriftete. Diesmal unterhielten sie sich lebhaft über Jungs, während sie am Tisch saßen, und bemerkten dabei nicht, dass sich eine Gruppe von Burschen ihrem Sitzplatz näherte, die eigentlich an einen Tisch weiter drüben gehörte.
„Hey, Richis!“, kam es plötzlich von einem der Burschen.
Marianne drehte sich automatisch um und es gab ihr einen leichten Stich ins Herz, als sie Xavier Malfoy erblickte. Er grinste spöttisch und sagte:
„Ich hab gehört, du hast Bekanntschaft mit meinem Vater gemacht!“
Marianne sah ihn an und fühlte, wie all die schrecklichen Erinnerungen wieder in ihr hoch kamen. Sie spürte den Schmerz der Folterung und sah Lucius Malfoy im Gesicht seines Sohnes. Er hatte fast ebenso lange Haare und sie zurückgegelt und sein Gesicht hatte dieselben Züge, nur um einiges jünger.
„Na, wie wars denn? Er hat mir geschrieben, dass du dir fast in die Hosen gemacht hast!“
Mariannes Puls beschleunigte sich und sie fühlte, wie sie zitterte. Sie schluckte und versuchte, sich ihren Schmerz nicht anmerken zu lassen. Sie wollte etwas erwidern, aber sie brachte kein Wort heraus.
„Oh, und übrigens: Falls du gedacht hast, sie werden ihn einsperren, hast du dich zu früh gefreut. Es ist so gut wie sicher, dass sie ihn gehen lassen.“, sagte er und mit Blick zu seinen Freunden fügte er hinzu: „Sie werden einen Malfoy doch nicht ins Gefängnis werfen.“
Die Burschen lachten höhnisch und Marianne hielt es nicht länger in ihrer Gegenwart aus. Bevor er weitersprechen konnte, sprang sie von der Bank auf und lief in Richtung Ausgang. Tränen liefen über ihre Wangen, während sie ihn und seine Freunden lachen hörte. Der Gedanke, dass Lucius wieder auf freien Fuß kommen würde, war schrecklich für sie. Es wäre so unfair, nach dem, was er ihr angetan hatte. Und sie hatte Angst wieder auf ihn zu treffen. Sie wusste zwar, dass das Schloss gesichert war, aber schließlich waren die Todesser schon einmal eingedrungen und das Gesicht Xaviers, das dem seines Vaters so sehr ähnelte, versetzte sie in den gleichen Schrecken, den sie Tage zuvor erlebt hatte. Sie wollte sich so schnell wie möglich in ihrem Bett vergraben, niemanden mehr sehen und niemanden hören. Doch der Wunsch wurde ihr nicht erfüllt, denn als sie durch die Tür in den Gang gelaufen war, rannte sie gegen etwas großes, weiches. Erschrocken sah Marianne auf und durch ihre tränenden Augen erkannte sie Dumbledore.
„Tut... tut mir leid...“, stammelte sie.
Zu allem Überfluss stand auch noch Snape neben ihm und sie bemerkte, dass die beiden Professoren sie entgeistert anstarrten.
„Miss Richis, was ist mit Ihnen geschehen?“, fragte Dumbledore.
Sie konnte nicht einfach weglaufen, wenn der Direktor mit ihr sprach, also blieb ihr nichts anderes übrig.
„Xavier...“, begann sie. „Er hat von seinem Vater gesprochen und gesagt, dass er bestimmt nicht ins Gefängnis kommt...“
Bevor die beiden Männern noch etwas sagen konnten, war sie bereits an ihnen vorbei gerannt und ließ sie vor der großen Halle zurück.
Dumbledore hatte Mitleid mit ihr und starrte ihr nach, doch Snape war bereits mit großen Schritten in die große Halle unterwegs. Sofort hatte er die Slytherins ausgemacht und flog regelrecht auf sie zu. Die Burschen sahen ihn nicht kommen, denn sie waren viel zu beschäftigt, um über den gelungenen Streich zu lachen. Deshalb traf es Xavier völlig unerwartet, als plötzlich jemand seinen Arm packte und ihn herum riss.
„Sie kommen sofort mit mir, Malfoy!“, zischte Snape zornig.
Er wandte sich um und rauschte voran, ohne einen weiteren Blick an ihn zu verschwenden. Er wusste, dass Xavier ihm folgte, denn selbst er wagte es nicht, ungehorsam zu sein, wenn Snape vor Wut raste. Der Schüler musste sich beeilen, um mit ihm Schritt zu halten und schließlich eilten sie nacheinander in Snapes Büro hinein.
Lucius‘ Sohn blieb ein paar Meter vor Snapes Schreibtisch stehen. Er versuchte, seine sonstige Überlegenheit beizubehalten, doch es fiel ihm sichtlich schwer und sein Mund war merkwürdig verzogen. Xavier wusste genau, warum er hier war.
Snape wandte sich ihm zu und zischte:
„Ist Ihnen eigentlich annähernd klar, was Sie getan haben, Malfoy!? Ist Ihnen bewusst, dass Miss Richis von Ihrem Vater gefoltert worden ist und immer noch an den Folgen leidet?“
Xavier nickte nur leicht. Er hatte es cool gefunden, was sein Vater getan hatte, denn es zeigte, welche Macht er hatte und wie mutig er war, in Hogwarts einzudringen, doch insgeheim wusste er, dass es nicht richtig war.
„Egal wie sehr Sie jemanden hassen, Malfoy, niemand verdient eine Behandlung, wie Sie sie heute Miss Richis zukommen ließen.", fuhr Snape ihn an. "Und solange Sie hier in dieser Schule sind, werde ich dafür sorgen, dass so etwas nie wieder geschieht, verstanden!?“
Malfoy sah zu Boden und schließlich sagte er leise:
„Ich hasse sie nicht.“
„Wie bitte?“, sagte Snape scharf.
„Ich hasse Marianne nicht.“, sagte Malfoy lauter.
Snape zog die Augenbrauen in die Höhe.
„Warum haben Sie das dann getan?“
Malfoy’s Gesichtsausdruck wurde wütend und gleichzeitig verzweifelt:
„Was erwarten Sie denn! Soll ich etwa froh sein, dass es ihr gut geht? Mein Vater sitzt im Gefängnis, während sie ganz einfach weitermacht!“
„Es ist nicht Miss Richis‘ Schuld, dass Lucius nicht weiß was Recht ist und was nicht.“, erwiderte Snape scharf, aber er fasste sich schnell wieder. Er wusste, dass er mit diesem Ton nicht an ihn herankommen würde.
„Ihr Vater weiß nicht was Unrecht ist, aber Sie, Mister Malfoy, wissen es sehr genau. Sie sind anders als Ihr Vater.“
„Sie wissen doch überhaupt nichts über mich!“, fuhr Malfoy ihn an, doch dann wurde sein Blick weniger aggressiv und er sah richtig verzweifelt aus: „Ich bin sein erster Sohn, er erwartet doch von mir, dass ich so etwas tue – dass ich seine Taten weiterführe!“
Snape sah ihn nun aufmerksamer an. Das steckte also dahinter. Er dachte, er müsse seinen Vater ersetzen, weil dieser im Gefängnis saß.
„Woher wollen Sie denn wissen, dass Ihr Vater das möchte? Haben Sie ihn gefragt? Oder haben Sie schon einmal daran gedacht, dass er selbst nur die Befehle ausführt, die vom dunklen Lord kommen?“
„Ich weiß es einfach...“, entgegnete Malfoy resigniert.
„Nun, haben Sie schon einmal von dem Sprichwort gehört: Wer in den Fußstapfen eines anderen wandelt, hinterlässt keine eigenen Spuren...“
Malfoy sah ihn an und Snape grinste leicht spöttisch. So hatte Lucius‘ Sohn es wohl noch nie gesehen und Snape nutzte die Sprachlosigkeit des Schülers.
„Wenn Sie etwas aus sich machen wollen, Mister Malfoy, dann gehen Sie Ihren eigenen Weg und versuchen Sie nicht, jemand anderem nachzueifern. Besonders nicht jemandem, der im Gefängnis sitzt..“
Malfoy sah wütend zur Seite.
„Das sagt sich so einfach, in Ihrer Position.“, erwiderte er mürrisch.
Snape ging nicht darauf ein, er würde seine eigenen privaten Belange nicht ins Spiel bringen.
„Ich kann Ihnen nur raten, sich auf Ihre eigenen Beine zu stellen, bevor Sie einen noch schlimmeren Fehler begehen, denn Sie können nicht jedes Fehlverhalten Ihrem Vater in die Schuhe schieben.“
Malfoy sagte nichts mehr und Snape ahnte, dass er erreicht hatte, was er wollte.
„Ich werde von jeglicher Bestrafung absehen, wenn Sie darüber nachdenken, was ich Ihnen gesagt habe und Sie sich bei Miss Richis entschuldigen.“
Xavier antwortete nicht gleich. Die Vorstellung, sich bei Marianne zu entschuldigen, schien ihm schwer zu fallen, doch schließlich sagte er:
„Na gut. Ich werde es tun.“
„Gut - aber ich werde es erfahren, wenn Sie mich anlügen.“, fügte Snape warnend hinzu. "Und wenn Sie es noch einmal wagen, eine Schülerin dermaßen anzugreifen, dann werde ich persönlich dafür sorgen, dass es das Letzte war, was Sie in Hogwarts getan haben, verstanden!?"
"Ja, Professor.", erwiderte der Slytherin schnell und verließ das Büro.
Snape blieb an seinem Schreibtisch sitzen, denn ihm war der Hunger vergangen. Es wurde ihm übel wenn er daran dachte, wie manche Schüler denselben Fehler begingen wie er damals. Sie verletzten leichtfertig andere Menschen und bemerkten dabei gar nicht, welchen Schaden sie mit wenigen Worten anrichten konnten. Diese dummen Schüler hatten überhaupt keine Ahnung, was sie taten - aber er durfte sich nicht aufregen, er war damals auch nicht besser gewesen. Er selbst hatte damals Lily dazu gebracht, sich von ihm abzuwenden... Er hoffte wirklich sehr, dass er Malfoy davon abhalten konnte, denselben Fehler zu machen. Leider lernte man aus manchen erst, wenn man die Folgen an seiner eigenen Haut zu spüren bekommen hatte...
Hätte er damals Lily nicht als Schlammblut beschimpft...
Hätte er nicht gedacht, sich unbedingt beweisen zu müssen...
Hätte er damals dem dunklen Lord nicht von der Prophezeiung erzählt...
Es gab so viele Dinge zu bereuen, die er doch niemals wieder rückgänig machen konnte, und er hoffte, dass dem Slytherin solche Bürden erspart blieben.
Snape verscheuchte weitere Gedanken an die Vergangenheit - er hatte schon genug Jahre seines Lebens damit verbracht, darüber zu brüten - und dachte stattdessen an Marianne.
Er ahnte, dass es ihr schlecht ging. Er hätte ihr ein Schlafmittel und andere Dinge geben können, die ihm selbst in schweren Zeiten geholfen hatten, doch er unterließ es. Es war nicht seine Art, seine Hilfe aufzudrängen, außerdem wollte er jede Situation vermeiden, die ihm erneut die Möglichkeit gab, sich zu etwas Verbotenem hinreißen zu lassen. Es genügte ihm schon, dass er die ganze Zeit an sie denken musste...


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