
von Lilly10
Marianne beantwortete Severus‘ Brief am nächsten Tag und sie verabredeten sich für den Donnerstagabend um sieben Uhr.
Sofort begann Marianne, nach dem passenden Gewand zu suchen. Was sollte sie nur anziehen? Was gefiel ihm bloß?
Nachdem sie fast den ganzen Kasten ausgeräumt und immer noch nicht fündig geworden war, war sie mit den Nerven fertig. Was sollte sie nur tun? Schließlich beruhigte sie sich erst einmal und plante für den nächsten Tag eine Shopping-Tour, die Gott sei Dank erfolgreich verlief.
Die Tage bis Donnerstag schienen eine Ewigkeit zu dauern und jede Stunde ohne ihn war für sie eine Qual, aber sie wusste, dass sie ihn bald wiedersehen würde, deshalb hielt sie durch und lenkte sich mit verschiedenen Erledigungen ab.
Dann war es endlich so weit, es war Donnerstag, und sie richtete sich für den Abend her. Sie verbrachte eine Stunde lang im Bad, obwohl sie genau wusste, dass er überhaupt keinen Wert auf solche Dinge legte. Doch sie wollte hübsch für ihn sein und tat es trotzdem.
Als sie schließlich um Punkt sieben Uhr bei den „Zwei Zinken“ ankam, erwartete er sie bereits. Es war schon finster, doch Marianne erkannte sofort seine Silhouette in der Dunkelheit. Sie schritt mit klopfendem Herzen auf ihn zu.
„Guten Abend, Miss Richis.“, begrüßte er sie mit seiner öligen Stimme, als sie vor ihm stehen blieb.
„Guten Abend.“, erwiderte sie nur, dann traten sie hintereinander ein.
Der Wirt wies ihnen zwei Plätze zu und entzündete eine Kerze zwischen ihnen. Dann bekamen sie die Karte.
Severus warf keinen einzigen Blick hinein und Marianne sah ihn verwundert an. Snape lächelte kurz und erklärte dann:
„Ich kenne die Karte bereits auswendig.“
„Oh. Ja, verstehe, Sie kommen ja öfter hierher.“
Marianne suchte etwas aus und nachdem sie bestellt hatten und der Wirt gegangen war, wurde Marianne wieder nervös. Was sollte sie mit ihm sprechen? Zum Glück erhob Severus das Wort.
„Nun, ich denke es ist an der Zeit, Ihnen das Du-Wort anzubieten.“, sagte Snape und verzog seinen Mund zu einem kurzen Grinsen.
Marianne blickte ihn ungläubig an, doch dann riss sie sich schnell zusammen.
„Äh, gerne. Severus...“
Severus nickte nur und dann stießen die beiden mit ihren Rotweingläsern an.
„Und, genießt du deine Ferien?“
„Ja, London ist wirklich toll, und es gibt so viel zu sehen. Aber irgendwie vermisse ich Hogwarts auch. Es war so eine schöne Zeit dort, und jetzt sehe ich meine Freundinnen kaum noch.“
„Nun, du wirst an der Uni bestimmt viele Menschen kennenlernen.“
„Ja, das stimmt.“
Das Gespräch plätscherte etwas dahin und Marianne war froh, als das Essen kam. Sie war immer noch nervös, Severus gegenüber zu sitzen, denn sie wusste nicht genau, wie sie sich verhalten sollte. Vor kurzem war er noch ihr Lehrer gewesen und jetzt hatte sich so viel verändert, in so kurzer Zeit.
Sie aßen einige Zeit schweigend und Marianne musste zugeben, dass das Essen in diesem Restaurant wirklich sehr gut war. Sie trank den Rotwein etwas schneller als sonst, um die Nervosität zu vertreiben, und mit der Zeit wurden ihre Gespräche etwas lockerer.
„Und was sind deine Pläne in nächster Zeit?“, fragte Severus sie schließlich.
„Ich weiß nicht. Ich überlege, in den Orden einzusteigen...“
Obwohl Marianne den Alkohol bereits etwas spürte, bemerkte sie plötzlich, dass sich Severus‘ Blick verändert hatte. Nur für einen Augenblick war ihr vorgekommen, dass er sie scharf angesehen hatte, doch als sie ihm genauer in die Augen sah, war nichts mehr davon zu sehen.
„Verstehe.“, meinte er nur und wechselte das Thema.
Marianne dachte nicht weiter darüber nach und erzählte, dass Jacky schwanger war. Severus schien davon wenig beeindruckt, daher sprach sie nicht weiter darüber und nippte an ihrem Glas. Irgendwie verlief das Gespräch nicht mehr so einfach wie vorhin, doch Marianne bemühte sich, es nicht abbrechen zu lassen und fragte Severus nach seinen Plänen für die nächste Zeit. Er erzählte etwas von sich und Marianne war froh, nur zuhören zu müssen. Sie taute wieder auf, denn sie merkte, dass Severus es sehr wohl verstand, Konversation zu führen, auch wenn er bestimmt kein Mann war, der gerne viel redete.
Als sie mit dem Essen fertig waren, sagte er:
„Wenn du möchtest, lade ich dich noch auf ein Glas Whiskey ein.“
„Gerne.“, erwiderte Marianne und ihre Verlegenheit kam wieder zurück.
Sie wusste genau, worauf dies hinaus lief und er wusste es auch. Sie vermied es, ihn anzusehen, nahm ihr Glas in die Hand und leerte es.
Als sie es abstellte, erschien der Kellner am Tisch und fragte:
„Alles in Ordnung?“
„Wir möchten zahlen.“, erwiderte Severus.
Der Kellner verschwand und Marianne blickte ihn wieder vorsichtig an. Als sich ihre Blicke trafen, spürte Marianne in seinen Augen, dass sie nicht nervös sein musste. Er mochte sie und sah sie warmherzig an. Schließlich lächelte er und Marianne erwiderte es. Ihr Herz begann zu klopfen und sie freute sich darauf, mit ihm nach Hogwarts zu apparieren. Im selben Moment kam der Kellner mit der Rechnung.
„Zusammen?“, fragte er.
„Ja.“, erwiderte Severus und beglich die Rechnung.
Nachdem der Kellner gegangen war, bedankte sich Marianne bei Severus.
„Keine Ursache. Ich habe dich ja schließlich hierher eingeladen.“
Sie lächelten sich an und dann standen sie auf. Marianne trat neben ihm in die dunkle Nacht hinaus und sie apparierten gleichzeitig. Sie kamen vor den Ländereien von Hogwarts an und schritten den kleinen Kiesweg entlang auf das Schloss zu. Es war kühl, doch Marianne war von seiner Anwesenheit so aufgeheizt, dass es ihr gar nicht auffiel. Als sie nebeneinander her gingen vernahm sie seinen leisen Atem neben ihr. Ein leiser Schauer lief ihr über den Rücken und leichte Erregung breitete sich in ihr aus. Sie konnte es kaum mehr erwarten, bis sie in seinen Räumen waren.
Endlich betraten sie Hogwarts und Severus führte sie auf dem kürzesten Weg zu seinen Gemächern. Er ließ Marianne vor sich eintreten, doch sie ging nicht weit in sein Wohnzimmer hinein, sondern drehte sich zu ihm um und wartete, bis er die Tür geschlossen hatte. Als Severus sich zu ihr umdrehte, sah sie ihn zögernd an, doch sie bemerkte sofort, dass dieselbe Leidenschaft in seinem Blick lag wie in ihrem. Er ging einen Schritt auf sie zu. Marianne hatte nur darauf gewartet und küsste ihn stürmisch. Sie legte ihre Arme um seinen Hals und drückte sich fest an ihn. Severus erwiderte ihre Umarmung und den Kuss. Ihre Zungen umschlangen sich gierig und Marianne glaubte, niemals genug von ihm bekommen zu können. Niemals könnte dieser Mann ihre Leidenschaft stillen, dachte sie.
Severus umfasste ihren Kopf und sie fühlte sich so sicher in seinen Armen. Er würde es niemals zulassen, dass ihr etwas zustieß, da war sie sich sicher. Sie küssten sich weiter und sein männlicher Geruch betörte sie so, dass sie sich kaum mehr zurückhalten konnte. Sie keuchte und begann, die Knöpfe seines Gehrocks zu öffnen, ohne den Kontakt zu seinen Lippen zu verlieren. Während sie sich gegenseitig auszogen, gingen sie in Richtung Sofa und als sie schließlich nackt voreinander standen, packte Severus sie plötzlich und hob sie auf. Sie legte ihre Beine um seine Hüfte und er beugte sich über das Sofa, um sie abzulegen. Er legte sich über sie und küsste die Stelle zwischen ihren Brüsten. Gleichzeitig fühlte Marianne seine Härte an ihren Beinen und bäumte sich auf. Sie wollte ihn in sich spüren, doch Severus küsste sie weiter und wanderte dabei über ihren Bauch weiter nach unten. Dann umfasste er ihren rechten Oberschenkel mit einem festen Griff und drückte ihn nach oben an ihren Bauch. Marianne genoss seine bestimmende Art und ließ ihn gewähren.
Er küsste die weiche Haut an ihrem inneren Oberschenkel und wanderte immer weiter zu ihrer Scham. Als er sie schließlich zwischen den Beinen küsste, stöhnte Marianne auf. Er umspielte ihre Klitoris mit seiner Zunge und drang gleichzeitig mit seinen Fingern in sie ein. Marianne vergrub ihre Finger im Sofa und hielt sich fest, während ihr Atem schwer ging. Er stimulierte sie immer schneller, bis Marianne es nicht mehr aushielt. Sie nahm seinen Kopf in ihre Hände und zog ihn zu sich hinauf.
Als er endlich wieder über ihr lag, umschlang sie ihn mit ihren Beinen und er drang endlich in sie ein. Marianne stöhnte auf, denn sein Penis füllte sie völlig aus. Während Severus sich aus und ein bewegte, drückte er seine Hüfte fest auf sie, sodass auch ihre Klitoris stimuliert wurde, und Marianne bewegte sich mit ihm im Takt. Sie schwitzte und keuchte immer mehr und fühlte, dass ihr Höhepunkt näher kam. Immer fester stieß Severus in sie hinein und Marianne vergrub ihre Finger in seinem Rücken. Nach drei oder vier weiteren Stößen schrie Marianne auf. Sie wollte sich aufbäumen, doch Severus drückte sie fest zurück aufs Sofa und drückte seinen Penis fest in sie. In Wellen kam der Orgasmus über sie und während ihr Unterleib zuckte, küsste Severus sie leidenschaftlich, und hielt sie gleichzeitig auf das Sofa gedrückt fest. Ihr Höhepunkt verebbte langsam und ihr Zucken und Aufbäumen wurde weniger, bis Marianne schließlich erschöpft und schwitzend liegen blieb.
Severus zog sich aus ihr zurück und lächelte, während er über ihre Stirn strich. Marianne sah ihn an und staunte immer mehr darüber, was er alles in ihr auslösen konnte. Als sie sich etwas erholt hatte, dachte sie daran, dass Severus nicht gekommen war. Doch das wollte sie ändern.
Sie setzte sich auf und veranlasste ihn, sich auf den Rücken zu legen. Sie küsste erst sanft seine Brust und danach seinen Bauch. Seine Haut war überraschend weich und sie strich mit ihrer Hand über seinen Oberkörper. Er war nicht wahnsinnig muskulös, aber trotzdem gefiel er ihr. Dann strich Marianne mit ihrer Hand über sein Glied, das immer noch steif war, und küsste es. Sie bedeckte es mit Küssen, um es dann plötzlich in ihrem Mund aufzunehmen. Severus stöhnte leise auf, als ihre warme Zunge darüber strich. Sie stimulierte seinen Penis mit ihren weichen Lippen und spielte mit der Spitze seiner Härte. Marianne fühlte, dass er immer härter wurde und leicht zuckte. Immer fester stimulierte sie ihn mit ihren Lippen und ihrer Zunge. Plötzlich keuchte Severus laut, nahm ihren Kopf in seine Hände und veranlasste sie aufzuhören. Im selben Moment ergoss er sich und die weiße Flüssigkeit lief auf seinen Bauch. Marianne war überrascht, dass es so schnell gegangen war, doch sie fasste es als Kompliment auf und lächelte ihn an. Severus bemerkte es und als er wieder zu Atem gekommen war sagte er:
„Es ist schon eine Weile her, dass das jemand bei mir gemacht hat...“
Marianne grinste zufrieden und Severus stand auf, um sich sauber zu machen. Als er im Bad war fiel Marianne ein, dass es schon sehr spät sein musste. Erschrocken sah sie auf die Uhr: Es war bereits nach zwölf Uhr. Sie zog sich an und als Severus zurückkam, sagte sie:
„Ich muss leider gehen...“
„Ich weiß.“, sagte er.
Er kam auf sie zu und küsste sie leidenschaftlich, während er nackt vor ihr stand. Marianne wäre liebend gerne geblieben und sie ließ sich noch ein paar Minuten von ihm aufhalten, aber sie wusste, dass es zu auffällig wäre, wenn sie noch später kam, daher ging sie schließlich zur Tür. Dort drehte sie sich noch einmal um und sagte:
„Gute Nacht, Severus...“
„Gute Nacht.“, erwiderte er und Marianne verließ seine Räume.
Sie hatte immer noch das Bild vor ihren Augen, wie er nackt im Raum stand, und grinste. Und wie er sie bestimmend festgehalten hatte, als sie ihren Höhepunkt hatte... Sie liebte diese Seite an ihm, denn es war aufregend und gleichzeitig vermittelte er ihr damit, dass er auch eine dominante Seite hatte. Und Marianne war wirklich gespannt darauf, was sie noch alles entdecken würde. Er war wirklich ein erstaunlicher Mann, und sie konnte es kaum erwarten, ihn wiederzusehen. Doch nun musste sie zurück zum Grimmauld Platz. Als sie dort ankam, waren Remus und Sirius bereits im Bett auch sie ging in ihr Zimmer, wo sie sofort erschöpft einschlief. Es war wirklich ein sehr aufregender und intensiver Abend gewesen...
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel