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Fanfiction

Okklumentik bei Professor Snape - Gespräche – Teil 2

von Lilly10

Nach dem Mittagessen stand Marianne auf und ging mit ihren Freundinnen hinaus zum See, um den letzten Tag in Hogwarts noch zu genießen. Sie ließen sich auf einer Picknickdecke nieder und unterhielten sich.
Nach einer Weile zog Lisa sie zur Seite und sagte:
„Marianne, kann ich kurz mit dir reden?“
„Sicher.“, sagte Marianne.
Sie gingen weiter den kleinen Weg entlang und sonderten sich von den anderen etwas ab.
„Marianne, es ist wegen gestern.“, begann Lisa. „Der Vorfall war wirklich eigenartig. Was ist da geschehen? Es hat ein großes Gerede gegeben und niemand kann sich einen Reim daraus machen.“
„Was meinst du?“, fragte Marianne mit der Hoffnung, dass sie nicht auf Severus anspielte.
„Du weißt schon, nachdem du von der Bar gefallen bist. Warum, zum Beispiel, hast du Snape mit seinem Vornamen angeredet?“, fragte sie.
Marianne blickte zu Boden und atmete tief durch. Sie hatte sich ja schon gedacht, dass die Leute redeten, schlimmer empfand sie aber die Vorstellung, dass sie ihrer besten Freundin die Wahrheit sagen würde – denn sie musste damit rechnen, dass sie im schlimmsten Fall wie Sirius reagierte.
„Lisa, ich muss dir etwas gestehen.“, begann sie.
„Was ist los, Marianne?“
„Wir... wir reden uns deshalb mit dem Vornamen an, weil ... weil wir uns öfter sehen.“
Lisa sah verwirrt drein.
„Warum?“
„Wir... wir sind uns beim Nachsitzen näher gekommen – und ... und seit die Schule aus ist, treffen wir uns regelmäßig.“
Die letzten Worte waren kaum mehr ein Flüstern gewesen, doch dann beteuerte sie mit festerer Stimme: „Er ist so lieb zu mir, Lisa, das musst du mir glauben.“
Lisa schaute sie verblüfft an.
„Ihr seid euch näher gekommen?“, sagte sie. „Du meinst, so wie ich und Peter damals?“
Marianne nickte leicht.
„Was? Aber... aber Snape!“, sagte Lisa laut. „Er ist unser Professor!“
„Pssst.“, sagte Marianne sofort.
„Tschuldige.“, sagte sie nun leise.
„Er war unser Professor.“, betonte Marianne. „Aber er behandelt mich überhaupt nicht mehr wie eine Schülerin.“
"Und du... du bist mit ihm zusammen?"
"So ähnlich.", erwiderte Marianne.
„Wow, das ist ja eine Wahnsinns Neuigkeit...“, sagte sie und schien nicht zu wissen, wie sie das finden sollte.
Marianne lächelte gequält. Lisa schwieg und das machte es nicht besser.
„Lisa, es weiß bisher niemand außer Remus, Sirius und du. Deshalb bitte ich dich, dass du es nicht weiter erzählst.“
Lisa nickte. Marianne sah sie bange an. Ihre beste Freundin war immer noch schweigsam.
„Ich weiß, dass sich das alles komisch anhört.“, sagte Marianne. „Aber ich habe ihn ganz anders kennen gelernt, als er während der Schulzeit war. Er... er ist wirklich liebevoll und... und ich mag ihn wirklich sehr...“
Plötzlich lachte Lisa.
„Es ist wirklich schwer, sich das vorzustellen, weißt du...“, meinte sie.
„Ich weiß.“, erwiderte Marianne. „Aber ich könnte nicht glücklicher sein als mit ihm.“
Lisa sah sie prüfend an.
„Wow, es ist dir also ernst, hm?“
Marianne nickte.
„Na gut, wenn du meinst. Es ist deine Entscheidung und ich werde mich schon dran gewöhnen.“
„Wirklich?“, fragte Marianne voll Freude.
Lisa zuckte mit den Schultern.
„Klar.“
„Danke!“, rief Marianne aus und fiel ihr um den Hals.
Lisa lachte.
„Ist doch schon gut.“
„Ich bin so froh, dass du immer noch mit mir redest.“, erklärte Marianne.
„Wieso denn nicht?“, sagte sie und fügte sie zwinkernd hinzu: „Solange ich mich nicht mit euch beiden zum Kaffee treffen muss, stört mich das ja nicht.“
„Nein, natürlich musst du das nicht.“, erwiderte Marianne lächelnd. „Der Kaffee ist immer noch für uns beide reserviert.“
Lisa sah sie an und wurde wieder ernst:
„Wow, also du und Snape...“
Sie lachte kurz.
„Wenn die anderen das wüssten... Ihre Spekulationen sind ja nichts dagegen.“, meinte sie und zwinkerte.
„Was reden sie denn?“, fragte Marianne.
„Ach, alles nur Blödsinn.“, winkte sie ab. „Es kann sich ohnehin keiner einen Reim daraus machen. Die meisten denken, dass du dich bei ihm eingeschleimt hast. Ein paar anderen ist außerdem aufgefallen, dass Snape bei deinem kleinen Unfall nur Augen für dich hatte. Sie wundern sich eben, seit wann er sich darum kümmert, wie es dir geht. Manche meinten, er ist verknallt in dich und stellt dir heimlich nach.“
Naja, anfangs war es wohl eher umgekehrt, dachte Marianne grinsend.
„Das ist schon okay.“, meinte sie. „Die Gespräche werden sicher bald wieder verstummen, schließlich werden wir ihnen vorerst keinen Anlass für weitere Gespräche liefern.“
„Und wenn, dann kann es dir doch auch egal sein.“, meinte Lisa. „Aber weißt du eigentlich, dass du Paul mit von der Bar gerissen hast, als du hinunter gefallen bist?“
Marianne machte große Augen. Stimmt, sie erinnerte sich, dass sie jemanden mit hinunter gezogen hatte.
„Geht es ihm gut?“, fragte sie besorgt.
Lisa lächelte.
„Natürlich geht es ihm gut, ich habe mich ja auch um ihn gekümmert...“
Marianne grinste, denn sie kannte diesen Ausdruck in Lisas Augen.
„Wie denn genau?“, fragte sie.
„So genau kann ich dir das doch nicht erzählen...“, sagte sie und zwinkerte. „Aber wir haben ausgemacht, dass wir uns wieder treffen, wenn wir zurück in London sind.“
„Cool.“, meinte Marianne.
„Oh ja.“, stimmte Lisa zu.
Die Trennung von ihrem Freund Peter war schließlich schon eine Weile her und sie freute sich, dass sie wieder jemanden kennengelernt hatte.
Sie standen nun am Ufer des Sees und blickten hinaus. Es war wirklich schön hier, aber man merkte, dass es bald Herbst wurde, denn der Wind war schon kühl.
„Und, was macht ihr eigentlich so...?“, fragte Lisa plötzlich. „Ich meine, ich kann mir das so schlecht vorstellen. Was macht Snape in seiner Freizeit?“
Marianne zuckte die Schultern.
„Er hat nicht viel Freizeit... Bisher haben wir die meiste Zeit bei ihm verbracht. Es darf niemand wissen, deshalb besuche ich ihn immer. Dann trinken wir Tee, reden oder lesen. Einmal hat er für mich gekocht.“
„Tatsächlich?“
Lisa sah sie so verblüfft an, dass Marianne lachen musste.
„Ja, warum denn nicht?“
„Ich kann mir Snape wirklich schlecht vorstellen, wie er in der Küche steht...“, meinte Lisa. „... dass er überhaupt etwas macht, was normal ist...“
„Mir ist es anfangs auch so gegangen.“, erwiderte Marianne grinsend.
Sie war so froh, dass ihre Freundin schlussendlich so gelassen reagiert hatte. Sie war ihr die Wichtigste gewesen neben Remus und Sirius, deshalb war sie sehr erleichtert und empfand ihr gegenüber große Dankbarkeit. Damit war die Zeit vorbei, in der sie sich vor Treffen mit ihr drücken würde, denn sie konnte endlich wieder ehrlich mit ihr sprechen. Lisa war wirklich eine wahre Freundin.

Als die beiden sich umdrehten und zu Fred, George, ihren Freundinnen und den anderen zurückkehrten, saßen diese wie versteinert auf der Decke und starrten ihnen entgegen. Keiner von ihnen sagte ein Wort und Marianne sah Lisa an. Sie konnte sich keinen Reim daraus machen, warum sie sie so anstarrten. Lisa schien es sich genauso wenig erklären zu können und fragte:
„Was ist denn mit euch los?“
„Ist... ist das wahr, was ihr eben geredet habt?“
Marianne sah sie verwirrt an.
„Was meinst du?“
„Es... es hätte ein Streich sein sollen.“, begann Fred, aber er schien es plötzlich nicht mehr lustig zu finden. „Wir haben euch mit den Langziehohren belauscht.“
Marianne starrte sie an. Oh nein, hatten sie etwa alles mitbekommen?
„Was habt ihr gehört?“
„Nur den letzten Teil eures Gesprächs.“
„Du... du gehst mit Snape aus?“, fragte Lissy.
Marianne nickte nur leicht. Oh Gott, sie alle starrten sie an und konnten es nicht fassen. Sie schienen nicht so gelassen zu reagieren wir Lisa vorhin.
"Sag, ist das wirklich dein Ernst?", fragte Clarice.
"Ja.", sagte sie leise.
Clarice schüttelte verständnislos den Kopf.
"Aber, Snape! Der ist doch viel zu alt für dich - und er hat uns unterrichtet. Er hat uns die ganzen Jahre lang schikkaniert, wie kannst du ihn bloß mögen?"
"Aber so ist er in Wahrheit nicht.", erwiderte Marianne.
Clarice schüttelte nur den Kopf und stand auf, um zu gehen. Marianne hielt sie zurück.
"Clarice, bitte bleib doch, versteh mich doch..."
Aber Clarice winkte ab und erwiderte:
"Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, Marianne."
Traurig ließ Marianne sie gehen und hoffte, dass sie sie verstehen würde. Da die anderen sie nur weiter anstarrten, ging Marianne ebenfalls. Als Lisa mit ihr kommen wollte, wehrte sie ab. Sie wollte lieber alleine sein.
Vielleicht mussten sie die Nachricht nur erst verdauen, dachte sie, während sie zurück ins Schloss ging und sich in die Bibliothek setzte, um zu lesen. Sie wollte sich einfach irgendwie ablenken.
Als sie eine Stunde später Clarice und Lissy begegnete, ignorierten die beiden sie und gingen einfach weiter. Sie hatte wohl zu viel Verständnis erhofft, dachte sich Marianne betrübt.
Doch nur wenige Minuten später kam Cho zu ihr und sprach sie zögerlich an.
"Marianne.", sagte sie.
Sie sah auf.
"Ich möchte nur, dass du weißt, dass ich zu dir stehe. Ich bin auch nicht nur auf Verständnis gestoßen, als ich mit Harry zusammen war, und ich weiß, wie du dich fühlst."
Nun sah Marianne sie an. Sie hatte nicht erwartet, so etwas von Cho zu hören.
"Danke, Cho. Ich freu mich, dass du so denkst."
Cho nickte aufmunternd.
„Die anderen denken übrigens ebenso. Sie finden, dass du zusammen sein kannst, mit wem du willst. Es ist ja immerhin deine Sache.“
„Clarice und Lissy auch?“, fragte Marianne.
Cho sah zu Boden.
„Nein, die Beiden sind gegangen und haben nicht mehr weiter darüber gesprochen.“
Marianne nickte. Nun, eigentlich hatte sie ja schon damit gerechnet, dass nicht alle ihre Freundinnen damit umgehen konnten. Trotzdem konnte sie froh sein, immerhin hatten Lisa, Cho und Jackie Verständnis für sie und ließen sie nicht einfach stehen.
Sie fragte sich, was Fred und George wohl darüber dachten. Und was wohl die Weasley-Familie dazu sagen würde? Bestimmt würden sie sofort alles von den Zwillingen erfahren.

Als Marianne Hunger bekam und in die große Halle zum Abendessen ging, sah sie Clarice und Lissy mit einigen anderen ehemaligen Ravenclaws am Tisch sitzen. Sie verstummten, als Marianne näher kam, und einige von ihnen sahen sie angeekelt an. Marianne erkannte sofort, dass es besser war, sich nicht zu ihnen zu setzen. Keine von ihnen sah aus, als würde sie sich mit ihr unterhalten wollen. Sie setzte sich ein paar Meter entfernt von ihnen hin und begann, sich Essen auf ihr Teller zu laden.
So ergeht es einem also, wenn man dazu steht, Severus zu lieben, dachte sie, und fühlte sich plötzlich sehr einsam unter den Ravenclaws. Aber sie hatte damit rechnen müssen - vor einem Jahr hätte sie es wohl auch nicht verstanden, dass jemand mit Severus zusammen sein wollte.
Sie fühlte die unangenehmen Blicke der Mädchen und verlor mehr und mehr den Appetit. Plötzlich kam sie sich wie ein Außenseiter vor, dabei war sie zu Schulzeiten so beliebt gewesen.
Aber ihre Liebe war es wert, dazu zu stehen und ein paar oberflächliche Freundschaften zu verlieren, sagte sie sich. Diese Mädchen hatten sich wirklich nicht weiter entwickelt, dachte sie. Die Schule war vorbei und sie verhielten sich ganz und gar nicht wie Erwachsene. Tja, jetzt wusste sie immerhin, wer sie wirklich mochte und wer nicht.
Marianne versuchte, sich selbst aufzumuntern, doch es fiel ihr wahrlich schwer. Wow, dachte sie plötzlich. So ähnlich musste es wohl Severus während seinen Spionage-Zeiten gegangen sein. So viele hatten ihm misstraut und wollten nichts mit ihm zu tun haben. Wie schwer musste es gewesen sein, das durchzuhalten - allen etwas vorzuspielen und mit seinen Gefühlen völlig alleine zu bleiben...
Ihre Bewunderung für ihn wuchs, je näher sie ihn kennen lernte und sie fragte sich immer öfter, wie andere Menschen ihre Meinung über ihn nicht teilen konnten. Er war doch eindeutig der stärkste und mutigste Mann, den sie je kennen gelernt hatte. Und dieser Mann traf sich mit ihr!
Es fiel ihr immer noch schwer, das zu glauben, denn sie war nichts weiter als ein ganz gewöhnliches Mädchen. Sie hatte nichts Besonderes an sich und hatte in ihrem kurzen Leben auch nichts Außergewöhnliches vollbracht. Jedenfalls dachte sie das über sich selbst. Sie wusste aber, dass Severus das anders sah und war äußert froh darüber.
Im selben Moment riss Lisas Stimme sie aus ihren Gedanken, die sich eben neben ihr niederließ und sie fröhlich begrüßt hatte. Die anderen starrten immer noch herüber und wunderten sich wohl, dass es noch Menschen gab, die sich mit Marianne unterhielten. Auch Cho und ein paar weitere setzten sich und sie begannen ein lebhaftes Gespräch, bei dem sich Marianne gern beteiligte. Sie würde den anderen schon zeigen, dass sie im Unrecht waren. Plötzlich empfand sie es als etwas sehr Kostbares, Menschen zu haben, die gerne mit ihr sprachen.


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