
von Elaine
„Hermine! Warte Hermine!“ Sirius lief hetzend auf Harry und Hermine zu und blieb vor ihnen stehen. Ohne Harry zu beachten wandte er sich an Hermine, die ihn verwirrt anstarrte. „Ich wollte dich fragen, ob du mit mir ausgehst?“ Hoffnungsvoll starrte Sirius in die braunen Augen von Hermine. Sie war gut für ein Date … vielleicht auch fürs Bett. Nein. Sie war eigentlich auch für viel mehr gut... „Öhm. Danke für das Angebot, aber ich habe Harry...“ Langsam beugte sich Sirius nach vorne und kam ihrem Ohr gefährlich nahe. „Vergesse ihn und komm mit mir...“ - „Ähm… entschuldige, aber hast du noch immer nicht mit bekommen, dass ich mit Harry zusammen bin?“ fragte Hermine empört und schubste Sirius ein wenig von sich. Gerade als Sirius antworten wollte, zuckte er von einem tiefen Grollen zusammen.
Sirius schreckte aus seinen Träumen. Er runzelte die Stirn. Diese Situation erkannte er nicht. Und er hatte genau gesehen, dass er viel jünger in diesem Traum war. Und... was zum Teufel wollte er von Hermine, die Jahre jünger war, als er? Aber dort … in diesem Trau, sahen die beiden gleich alt aus. Er dachte einige Minuten nach, ehe sich seine Augen geschockt weiteten. Dann sprang er aus seinem Bett und rannte die Treppen in die Küche hinunter. „Ich weiß, wo Harry und Hermine sind!“ schrie er aufgebracht und sah sich alle, die in der Küche standen an. Molly runzelte die Stirn und wandte ihrem Herd den Rücken zu. „Wie du weißt es...?“ - „Ich hatte einen Traum. Aus meiner Vergangenheit. Und ich weiß, dass sich etwas geändert hat! Ich weiß, dass ich die beiden in meiner Vergangenheit getroffen habe! Sie sind in die Vergangenheit gereist...“ schrie Sirius und fing kurz darauf hysterisch an zu lachen.
Arthur sah Sirius besorgt an. „Ich denke, du solltest dich lieber setzten und einen Kaffee trinken?“ Sirius’ Lachen erstarb und seine Miene wurde ernst. „Ihr glaubt mir doch, oder?“ Stille. Ginny spielte nervös mit ihren Fingern, während Ron abwesend aus dem Fenster starrte. „Danke für euer Verständnis und euer Vertrauen, sowie ich euch für eure Freundschaft danke...“ fauchte er und schritt mit erhobenem Kopf aus der Küche. „Sirius!“ rief Remus, doch sein Bester Freund war schon längst verschwunden. Gerade, als sie sich dem Frühstück weiter widmen wollten, wurde abermals die Tür aufgestoßen. „Albus!“ kreischte Molly auf und verschluckte sich an ihrem Toast. Besorgt klopfte Arthur seiner Frau auf den Rücken. „Entschuldige Molly. Ich bin hier um euch etwas wichtiges mit zu teilen … ich weiß, wo Harry und Hermine sind.“ Ron gluckste trocken und sah ihn mit emotionslosen Augen an.
„Sind sie bei Ihnen auch in der Vergangenheit..?“ spottete er und sah wieder hinaus. Dumbledore runzelte verwirrt die Stirn. „Sie liegen richtig, Mr. Weasley, aber darf ich fragen, wie sie darauf kommen...“ Seufzend zeigte Ron gelangweilt mit seinem Daumen zu Tür. „Sirius hat damit auch schon angefangen … von wegen er hätte sie in seinen Träumen gesehen...“ Dumbledore gluckste vergnügt.
„Es ist wirklich so! Das Auftauchen von Harry und Hermine in der Vergangenheit muss vieles verändert haben. Und da wir damals wohl dabei waren, können wir uns auch auf einmal daran erinnern...“ Ginny setzte sich richtig auf.
„Also verstehe ich das richtig … wenn Harry und Hermine in der Vergangenheit etwas tun und das vor den Augen der Mitschüler, die heute noch leben …. dann können diese sich also noch daran erinnern, oder was?“ Dumbledore nickte bedächtig. „So in der Art, Ms. Weasley. Es ist eine Art Gehirnwäsche. Mann kann sich an Dinge erinnern, die vorher noch nicht da waren. Heißt also, wie zum Beispiel das Auftauchen zweier Schüler in der Vergangenheit. In dem Falle Harry und Hermine...“- „Dann sind das doch nicht nur so alberne Träume, die ich habe!“ Remus sprang auf. Dumbledore schüttelte den Kopf.
„Wenn es sein sollte, dass sich Hermine und Harry an euch – in der Vergangenheit – wenden...“ dabei sah er Remus bedeutend an und dieser wusste genau, er meinte die Marauder. „... dann könnte es sein, dass wir auf dem Laufenden bleiben...“ Ron sprang auf und etwas erhellte sein Gesicht.
„Das ist fabelhaft...“ flüsterte er glücklich und die Sorge um seine Freunde schwand ein wenig. „Dann hoffen wir, dass Harry und Hermine sich mit den vier Clowns verstehen...“ murmelte Molly und erntete belustigte Blicke.
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„Ach und bevor ich es abermals vergesse, liebe Schüler und Schülerinnen. Manche Gryffindors haben sich sicherlich gefragt, was für ein neuer Raum in den Schlafsälen auf getaucht ist. Nun, ich erkläre es euch sehr gerne. Es wohnen offiziell seit gestern zwei neue Mitschüler bei uns. Sie gehören dem Hause Gryffindor an und kommen aus Kanada. Dort haben sie eine Zauberschule besucht, sind aber beide gewechselt. Nun teilen sich unsere beiden jungen Schüler ein Zimmer und ich denke, sie werden sich hier gut einleben. Natürlich nur, wenn ihr mithelft. Begrüßt mit mir Hermine Granger und Harry Kross..“ Tosender Applaus brach aus und Harry legte Hermine lachend einen Arm um die Schulter. Diese wurde leicht rot und sah schnell weg. Lily neben ihr kicherte leise und tätschelte ihre Hand. „Ich kann dich nur zu gut verstehen, Hermine. Ich hasse es auch im Mittelpunkt zu stehen...“ Hermine lächelte verlegen.
„Ja. Harry zieht immer so viel Aufmerksamkeit auf sich und das auch noch unbewusst. Und automatisch stehe ich dann mitten drin...“ Lily grinste und aß ein Stück von ihrem Brot. „Ich beneide dich. Ihr seid so verliebt. Hach. Es ist so wunderschön mit anzusehen, wie ihr beiden durch die Gänge tänzelt...“ Hermine lachte leise und lehnte sich gegen Harrys Schulter, der sie unbewusst näher drückte. Von dem Gespräch bekam er nichts mit, denn er war dabei, sich das Brot nur so reinzustopfen. „Ich könnte mir dir auch durch die Gänge tänzeln, wenn du mir mit ausgehst, Evans...“ raunte Lily eine bekannte Stimme ins Ohr. Sofort gefror ihr Gesicht zu einer Maske und sie rollte genervt mit den Augen, während Harry nun auf die beiden aufmerksam wurde.
„Potter! Verschwinde! Ich will nicht an mangelnder Luft sterben...“ Harrys Brust vibrierte und Hermine wusste, er lachte leise. Schwach schlug sie ihm auf die Schulter. „Au! Werde doch gleich Domina, dann kannst du mich öfters schlagen!“ raunte ihr nun Harry ins Ohr, während Lily lauthals zu James: „ICH GEHE NIEMALS MIT DIR AUS, POTTER!“ schrie. Lily und Hermine sprangen zeitgleich auf. „Du bist so pervers, Harry!“ empörte sich Hermine und verschwand mit Lily aus der Halle. Ratlos sahen sich Harry und James an. „Was war das denn...?“ kam es zeitgleich aus beiden Mündern und sie fingen daraufhin an zu lachen. Sirius setzte sich auf die linke Seite von Harry, während James sich auf die rechte setze. „Harry? Ich wollte mich entschuldigen … also du weißt schon … diese dämliche Anmache... Hermine gehört dir und nicht mir und ich habe es verstanden...“ grinste Sirius verlegen und hielt ihm entschuldigend die Hand hin.
„Vergeben...“ grinste Harry und erwiderte seine simple Geste. „Sag mal Harry … warum warst du verletzt, als du in die Große Halle gestolpert kamst?“ fragte James neugierig und biss von seinem Brot ab. „Diese Scheiß-Todesser haben angegriffen...“, log Harry mühelos und richtete seinen Blick auf Peter - was die anderen nicht bemerkten. Harry hatte ihn nie anders in Gedanken gehabt. Schon alleine, wenn der ältere Sirius mit Verachtung über Peter sprach … irgendwie war da dieses Gefühl von Mitleid. Und die Sorge und ein wenig Angst? „Todesser? Die gehen mir echt auf die Nüsse..“ murmelte Sirius und stopfte sich ein paar Eier in den Mund. „Verdammt Sirius! Tu wenigstens so, als hättest du eine Erziehung genossen!“ tadelte Remus und gab seinem besten Freund einen leichten Schlag auf den Hinterkopf. Dieser gluckste leicht.
„Welche Erziehung meinst du?“ Sie fingen alle an zu lachen. Selbst Harry. Und für ihn war es ein besonderer Moment, seinen eigentlich verstorbenen Vater lachen zu hören.
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„Hermine?“ Harry rieb sich die Augen und betrat das Zimmer von ihm und seiner Freundin. Eine Antwort erhielt er nicht, aber er sah zu genau ihre Umrisse im dunklen. „Mine? Babe, es tut mir Leid. Das war nicht so gemeint...“ murmelte er und machte das Licht an. Er hörte seine Freundin seufzen und letztendlich drehte sie sich zu ihm um. „Ich denke… dafür, dass ich dich den ganzen Tag ignoriert habe, war das Strafe genug...“ Hermine stand auf und zog ihn in eine Umarmung. „Wusstest du, dass Dumbledore gesagt hat, dass wir morgen in sein Büro sollen? Immerhin ist Donnerstag und du musst ihm den ersten Teil deiner Geschichte erzählen...“ nuschelte sie leise an seinem Hals und er nickte schwach.
„Ich weiß, aber jetzt bin ich so hundemüde … und schwach noch dazu. Morgen müssen wir wirklich in den Wald...“ murmelte er in der gleichen Lautstärke und schob sie sanft aber bestimmend ein wenig von sich weg. „Genau. Morgen in den Wald. Ich … uhm … muss mich dann auch verwandeln?“ Widerstrebend nickte Harry. „Ja musst du... leider...“ murmelte er tonlos und zog sich bis auf die Boxershorts aus. Hermine begutachtete, wie die Tage zuvor, sein Sixpack und war noch immer begeistert. Hermine seufzte leise aber glücklich und zog ihn aufs Bett.
„Hoffen wir, dass uns morgen keiner folgt...“ flüsterte sie noch, bevor sie sich in seine Arme kuschelte und ihren Kopf auf seine Brust bettete. „Hoffen wir, dass ich dich nicht umbringe...“ murmelte er tonlos und gab ihr mit einem schmerzerfülltem Gesicht einen Kuss auf ihr seidiges Haar. Eine Antwort erwartete er nicht mehr und schon kurz darauf, vernahm er ihr gleichmäßiges Atmen. Auch Harry fing an zu schlafen und träumte von einer Stelle aus seinem Leben, die er versuchte qualvoll zu vergessen.
Seine Füße stießen in den nassen Schlamm, der Regen prasselte noch immer auf ihn nieder. Hektisch schaute er immer wieder nach hinten, seinen Zauberstab hatte er fest umklammert, sodass seine Knöchel weiß heraustraten. Sein Atem ging hektisch und seine Brust hob und senkte sich viel zu schnell. Sein Blick huschte in alle Richtungen des Waldes und schienen einfach keinen Ausweg zu finden. Er stolperte vor Panik über fast jede Wurzel, fiel hin und rammte sich alles, was ging, auf. Sein Gesicht war von einem Dornenbusch zerkratzt und seine Schulter wies leichte Wunden auf. Hinter ihm brüllte ein Monster. Ja genau! Ein Monster, dessen große Füße im Schlamm stapften, und das ihm dicht auf den Fersen war. „Nein...“ murmelte er und dann fiel er auch schon. Er schrie auf, als er bemerkte, wie ihn etwas am Bein gepackt hatte und quer über den Schlamm zog. Er ließ seinen Stab los, um sich mit seinen Fingernägeln in den Boden zu krallen. Er hinterließ längliche Striemen und das Nächste, was er mitbekam, waren spitze Zähne, die sich brutal in seine linke Schulter bohrten. Dann wurde er ruckartig hinauf gerissen und gegen den nächstbesten Baumstamm geschleudert. Stöhnend hielt er sich die Seite und merkte, wie etwas Brennendes seien Körper hinab glitt. Das Monster, das sehr einem Drachen und einem Tiger zusammen ähnelte, rammte abermals seine Zähne in Harrys Schulter. Sein Schrei erstickte, als sich sein Mund mit Blut füllte. Dann übermahnte ihn langsam die Schwärze, doch die Schmerzen blieben ihm nicht verwehrt.
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