
von waterloo
Das Gesicht, sonst immer zu einem Grinsen verzogen, lag in völliger Entspannung.
Blaise’ Blick folgte den schmalen Furchen in der weichen Haut, die sich von den Mundwinkeln zur Nase zogen.
Auch unter den geschlossenen Augenlidern konnte er kleine Fältchen ausmachen. Vorsichtig fuhr er mit seinem Zeigefinger die Linien nach.
Die Wimpern waren fast farblos, ganz im Gegensatz zu den Augenbrauen, die den gleichen Rotton hatten wie auch die Haare. Mit leicht zitternden Fingern strich Blaise eine widerspenstige Strähne zurück.
Die Nase war vielleicht ein bisschen zu groß geraten, die Lippen waren vielleicht etwas zu schmal und zu blass.
Es gelang ihm nicht, seinen Blick von dem Gesicht los zu reißen, das so offen und verletzlich vor ihm lag. Eine tiefe Ruhe ergriff ihn.
Hier und da zeichneten sich kleine Narben und Unregelmäßigkeiten in der hellen Haut ab. Blaise ließ sich Zeit, jede noch so kleine Vertiefung ausgiebig zu mustern.
Dann riss Blaise sich schweren Herzens los und erhob sich vom kalten Steinboden. Es herrschte Krieg und hier in Hogwarts tobte ein erbitterter Kampf.
Und so zog er den schlaffen Körper des Weasley-Zwillings in eine Nische und setzte seinen Weg durch den Gang mit entschlossenen Schritten fort, den Zauberstab fest umklammert.
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