Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Das Erwachen - Vier-Jahreszeiten-Challenge

von Ellareen

Frühling
Genauer gesagt der 01.04.1976


Lily lag grummelnd in ihrem Bett und ließ ihren Blick zu dem Wecker schweifen, der auf ihrem Nachttisch stand. Vier Uhr früh, na super. Wieso musste sie zu solch nachtschlafender Zeit aufwachen?
Genervt stieß sie die Luft aus, die sich mittlerweile in ihrer Lunge angesammelt hatte und drehte sich auf den Rücken. Sie betrachtete nicht im Geringsten interessiert die Decke über ihrem Bett und überlegte, womit sie sich jetzt beschäftigen könnte.
Unwillkürlich wanderten ihre Gedanken zu dem Thema, was sie am liebsten auf ewig aus ihrem Kopf und überhaupt von überall im großen, weiten Universum verbannt hätte. James Potter.
Sie fühlte, wie eine Woge der Wut sie überkam; nicht einmal aus einem bestimmten Grund. Es war nur so, dass der bloße Gedanke an ihn sie einfach rasend machte. Sie konnte kaum glauben, dass er nicht unweit von ihr (genauer genommen auf der anderen Seite des Gryffindor-Turms) jetzt wahrscheinlich noch friedlich vor sich hin schlummerte ohne von einem Blitz getroffen oder von einer höheren Macht anders um sein Leben gebracht zu werden. Normalerweise war sie nicht so brutal, aber wenn es um Potter ging erschien ihr kein Tod zu grausam, keine Folter zu schmerzhaft.
Vollständig rot vergrub sie ihr Gesicht in ihrem Kissen, wenn sie nur an die letzte Situation dachte, in die er sie gebracht hatte. Es war doch wohl nicht zu viel verlangt, ihr am Valentinstag keinen eigenen Abschnitt des Gryffindortisches zu reservieren, der nur mit roten, rosanen oder ähnlich peinlichen Dingen gedeckt war und ihr dann nicht, um es noch schlimmer zu machen, im Anzug und mit Rosenstrauß in der Hand seine Aufwartung zu machen.
Aber was Lily am meisten ärgerte, waren diese dämlichen Dinge, die er ständig tat um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Sie hasste es, wenn er Severus erniedrigte, auch wenn sie aufgrund ihres Stolzes nicht mehr dazwischen ging. Sie hasste es, wenn er sich das Haar zerwuschelte. Sie hasste diesen verdammten Jungen auf das Glühendste und sie würde niemals freiwillig mehr als zwei Sekunden mit ihm im selben Raum verbringen.
Sie verfluchte das Schicksal dafür, dass es ihm magische Kräfte verliehen hatte und ihn im Haus Gryffindor untergebracht hatte. Beinahe hätte sie angefangen zu weinen, so aufgebracht war sie. Leider hatte sie schon immer sehr nahe am Wasser gebaut und dieser Potter brachte sie immer wieder an den Rand der Tränen.
Lily drehte sich wieder auf die Seite, wie um sich abzulenken, und schaute nebenbei auf die kleine magische Uhr, die immer auf ihrem Nachttisch stand. Zuerst kam ihr an dem Datum, das sie anzeigte nichts ungewöhnlich vor, aber sie lebte schon zu lange mit der Anwesenheit von James Potter, als dass sie nicht stutzig werden konnte.
Erster April? War da nicht irgendwas?
Sie grübelte noch eine Weile, bis sie der Schock heiß durchfuhr. Der erste April. Der Tag der Streiche schlechthin.
Sie zog sich die Decke über den Kopf und kniff die Augen fest zusammen, wie um ihr Gehirn nicht mit weitern Sinneseindrücken zu belasten. Das konnte doch nicht wahr sein. Verdammter James Potter, war das letzte was sie dachte, bevor sie beschloss an diesem Tag einfach im Bett zu bleiben.

Sommer
Genauer gesagt der 02.09.1976


Lily wachte auf und blieb mit offenen Augen auf dem Rücken liegen. Ihr Bett im Schlafsaal der Gryffindors war weich wie immer und trotzdem fühlte sich irgendetwas ungewohnt an. Sie blinzelte kurz mit den Augen, um sich zu vergewissern, dass sie nicht noch träumte und ließ ihren Blick durch den Raum schweifen.
Unwillkürlich stahl sich ihr ein Lächeln auf die Lippen, als das vertraute Bild in ihrem Gehirn erneuert wurde; ersetzt von dem, was sie gerade sah.
Ihre Koffer standen vor den Betten und das Fenster, hinter dem noch komplette Dunkelheit herrschte war nun nicht mehr, wie es zu Ende des Schuljahres gewesen war, voller Eulenmist, sondern strahlte vor Sauberkeit. Leicht schmunzelnd dachte sich Lily, dass hier wohl über die Ferien ein Großputz stattgefunden hatte, allerdings war sie nicht in der Lage ihren Gedanken weiter nachzugehen, da es einfach viel zu heiß war.
War es normal für September, dass es draußen über dreißig Grad heiß war?
Sie schaute zu ihrem Nachttisch um die Temperatur zu überprüfen (Sie besaß eine dieser tollen, magischen Uhren, die nicht nur die Zeit, sondern auch das Datum, die Temperatur und die jeweilige Mondphase anzeigen konnten.) und streifte mit ihrem Blick das Schulsprecherabzeichen, das verheißungsvoll glitzernd auf dem Tischchen lag.
Lily konnte nicht anders als die Hand danach auszustrecken und sanft darüber zu streichen, auch wenn dies mit ein wenig Bitterkeit gepaart war.
Hatte ausgerechnet James Potter der andere Schulsprecher werden müssen?
Sie schüttelte, immer noch ungläubig, den Kopf und fragte sich, was Dumbledore zu dieser Entscheidung bewegt hatte. Gab es etwas, was sie all die Jahre an Potter übersehen hatte?
Gut, er war ein loyaler Freund. Aber das war auch nicht anders zu erwarten. Immerhin waren Leute, die hinterhältig mit ihren Freunden umgingen, nicht so beliebt.
Womit sie beim nächsten Punkt angelangt wäre. Er war beliebt.
Wenn auch nicht unter den Slytherins, aber interessierte das irgendjemanden? Lily fand sich in diesem Moment abscheulich und musste zugeben, dass es durchaus auch nette Slytherins gab. Oder gegeben hatte. Sie furchte ärgerlich die Stirn, als sie an Severus zurückdachte. Wie konnte sie nur so blind gewesen sein? Es war regelrecht natürlich für ihn, irgendwelchen Dreck am Stecken zu haben, und dass dieser weitaus schlimmer als Potters Eskapaden war, hatte sie viel zu spät bemerkt.
Sie gab es ja zu, manchmal konnte er witzig sein. Wenn er sich in den langweiligen Geschichte der Zauberei Stunden im hinteren Teil der Klasse mit seinen Freunden Schnurrbärte anhexte, dann musste sie öfters schmunzeln. Aber das war ja normal, immerhin war das einzige, was ihr als Ablenkung hätte dienen können Professor Binns, und der war, im wahrsten Sinne des Wortes, sterbenslangweilig.
Lily drehte sich wieder zum Fenster und starrte eine ganze Weile in die Dunkelheit hinaus, während sie sich aus ihrer Decke befreite, die ihr mit der Zeit einfach viel zu heiß wurde. Aber sie bemerkte nur am Rande die Hitze, denn sie brütete über einer viel wichtigeren Frage: War James Potter am Ende doch nicht so ein Vollidiot, wie sie immer geglaubt hatte?

Herbst
Genauer gesagt der 01.11.1976


Lily hatten das Gesicht in ihrem Kissen vergraben und eine beträchtliche Menge Haare im Mund. Sie blinzelte ein wenig, konnte aber immer noch nicht das Geringste erkennen, was vielleicht auch daran lag, dass es draußen stockdunkel war. Sie seufzte leise. Warum musste sie immer in aller Herrgottsfrühe aufwachen?
Ein wenig genervt schaute sie auf die Uhr auf ihrem Nachttisch und spuckte nebenbei die Haare aus. Ein Uhr morgens. Na ja, dann konnte sie wenigstens noch einmal einschlafen.
Sie kuschelte sich wieder in das Kissen und war froh, dass die Hauselfen im Herbst schon Wärmflaschen in die Betten legten.
Während sie ein wenig apathisch in die Luft starrte drifteten ihre Gedanken zum wiederholten Mal ab und blieben wieder bei James Potter stehen.
Nur war es ihr dieses Mal gar nicht unangenehm darüber nachzudenken, sie fing leicht an zu lächeln und dachte an die Zeit, die sie mittlerweile miteinander verbracht hatten, wobei sie großzügigerweise alles, was vor ihrem siebten Schuljahr lag außer Acht lies.
Es kam ihr gar nicht mehr so komisch vor, dass sie inzwischen Freunde geworden waren und irgendwie konnte sie selbst gar nicht verstehen, was sie die ganze Zeit gegen ihn gehabt hatte. Gut, es konnte auch daran liegen, dass er sie endlich nicht mehr um ein Date bat. Und dafür war Lily mehr als dankbar, denn auch er schien bemerkt zu haben, dass das zwischen den beiden einfach nur auf der freundschaftlichen Ebene funktionieren konnte.
Dass die beiden eigentlich so gut miteinander auskamen, erstaunte Lily zwar ein wenig, aber eigentlich hätte sie es sich denken können. Sie schmunzelte leicht, als sie daran dachte, dass Dumbledore vielleicht nur aus diesem Zweck die beiden zu Schulsprechern gemacht hatte, dachte aber, dass sie sich da vielleicht etwas zu weit aus dem Fenster lehnte. Schließlich hatte der auch noch andere Dinge zu tun, als James einen Gefallen zu tun und die beiden zu Freunden zu machen. Nachträglich musste Lily zugeben, dass er damit nicht nur ihm, sondern auch ihr eine Freude bereitet hatte. Sie konnte sich ihr Leben nicht mehr ohne James Potter vorstellen, und dass ihre Freundinnen meinten, eines Tages würden die zwei heiraten störte sie nicht mehr.
Sie wusste selbst, dass es niemals Wirklichkeit werden würde, hoffte aber zumindest bei seiner Hochzeit anwesend zu sein.
Diese Freundschaft, die sich langsam und vorsichtig aufgebaut hatte, war ihr mittlerweile mehr wert, als sie jemals gedacht hätte.
Sie öffnete kurz die Augen, wie um sich zu vergewissern, dass es immer noch sehr früh am Morgen war und beschloss dann, dass sie sich jetzt darauf konzentrieren würde, wieder einzuschlafen.
Sie schloss ihre Augen, lächelte und schlief mit dem Gedanken an James friedlich ein.

Winter
Genauer gesagt der 01.02.1977


Lily spürte, wie der Schlaf langsam von ihr wich und überlegte sich, dass sie eigentlich noch gar nicht aufwachen wollte. Es war doch gerade so schön gemütlich, und der Geruch, der ihr in der Nase lag war unverkennbar angenehm.
Leise murmelnd kuschelte sie sich noch etwas mehr in ihr Kissen, oder in das, was stattdessen dort lag.
Schlagartig schlug Lily die Augen auf, als ihr bewusst wurde, dass sie weder in ihrem Bett lag, noch das, was netterweise als Ablage ihres Kopfes diente, ein Kissen war.
Ein glückstrahlendes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, als sie den schlafenden James Potter, auf dessen Brust ihr Kopf immer noch ruhte, betrachtete.
Seine Haare waren verwuschelter den je und seine Brille hing ihm schief von der Nase. Sein Gesicht war vollständig entspannt und er wirkte, als könnte ihn nichts in der Welt aus seinem Schlaf reißen.
Lily war die letzte Person, die das wollte und sie dachte einen kurzen Moment darüber nach, auch noch einmal zu schlafen, entschied sich allerdings dagegen, da die Aussicht weiter halb neben, halb auf James zu liegen und seinen Geruch einzuatmen einfach zu verlockend war.
Sie schloss die Augen und atmete weiter genießerisch seinen Duft ein, während sie sich an den gestrigen Abend erinnerte. Sie hatten, wie so oft in letzter Zeit, gemeinsam auf einem Sofa im Gryffindor-Gemeinschaftsraum gesessen und sich gegenseitig Zaubersprüche als Vorbereitung für ihre UTZe abgefragt. Und wie es jetzt schon eine ganze Weile der Fall war hatte Lily immer und immer wieder den Drang verspürt, ihm einfach das blöde Verwandlungsbuch aus der Hand zu reißen und ihn um den Verstand zu küssen. Aber sie war verbohrt und immer noch der Ansicht gewesen, dass er den ersten Schritt machen müsse. Als hätte er ihr nicht zur Genüge bewiesen, dass es ihm ernst mit ihr war.
Aber an Lily hatte immer noch die Angst genagt, dass er, nachdem sie zu guten Freunden geworden waren, keine Beziehung mit ihr mehr wollte.
Sie war den ganzen Abend über anscheinend so abwesend gewesen, dass James ihr schließlich sanft das Buch aus der Hand genommen und sie mit ernster Miene gefragt hatte, was mit ihr los sei.
Und an diesem Zeitpunkt war in Lilys Gehirn irgendeine Sicherung durchgebrannt.
Sie hatte ihn einfach nur noch angestarrt, in dem festen Glauben, dass es nirgendwo auf dieser Erde ein auch nur annähernd perfektes Geschöpf geben könne. Genau da war sie sich der Sache sicher gewesen, die schon all die Jahre in ihrem Unterbewusstsein vor sich hin geschlummert hatte – sie war hoffnungslos, unsterblich und aus ganzem Herzen in James Potter verliebt.
Während Lily da so vor sich hingedämmert hatte, hatte James anscheinend diese wichtige Botschaft in ihren Augen lesen können. Lily hatte es an seinem Gesicht erkannt und an der Art, wie er sich durch die Haare fuhr.
Und dann hatte er sie geküsst.
Lily vergrub glücklich ihr Gesicht noch etwas mehr in dem weichen Pullover von James Potter und wurde leicht stutzig, als sie bemerkte, dass seine Atmung nicht mehr ganz so regelmäßig wie vorher war.
Sie hob den Kopf und blickte geradewegs in sein verschlafenes Gesicht.
„Du bist wach.“, sagte er.
Sie nickte glücklich. Wach, nach fast sieben Jahren.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Viele professionelle Lektoren in Deutschland haben die phantastische, witzige und originelle Schreibweise von J. K. Rowling entweder nicht wahrgenommen oder haben dafür keine Sensibilität.
Rufus Beck