
von Nitsrek
Er hatte vorgehabt, sie ein paar Tage zu ignorieren. Er hatte vorgehabt, ihnen beiden Zeit zu lassen, sich abzukühlen. Er hatte sich von ihr distanzieren wollen. Aber dann konnte er sie im Korridor riechen, vermisste es, sie zu berühren und wollte spielen.
Das war kein gutes Zeichen.
Hermine war fast unbeeindruckt, als er sie von hinten packte und gegen die Steinwand drückte. Es war immerhin praktisch eine Routine mit ihm geworden. Sie seufzte resigniert und überlegte, dass sie wohl trotz allem nicht dazukommen würde, in der Bibliothek zu lernen. Im Geheimen gefiel es ihr. Sie hatte Angst gehabt, dass er genug von ihr haben würde, zumindest fürs Erste. War es wirklich erst vor ein paar Stunden gewesen, dass er sie so abweisend im Raum der Wünsche zurückgelassen hatte?
Und dann war da die Unterhaltung mit Ginny gewesen, nach der sie den Nachmittag alleine geschlafen hatte. Ginny hatte Hermine gezwungen, vieles über ihre Beziehung zu bedenken, was sie bisher verdrängt hatte. Wie lange würde er sie noch wollen? Könnte er jemals mehr fühlen? Und irgendwie kam sie imemr noch nicht von der verrückten Angst los, dass alles nur ein Spiel sein könnte.
Ihre Unsicherheit war vergessen, als er seinen Körper gegen ihren drückte.
„Ich habe versprochen, dass ich dich nicht vergessen würde“, sagte er rau, als er seine Lippen auf ihre presste. Ihr Kopf traf die Steinwand hinter ihr und sie jammerte, aber seine Hand glitt über ihr Haar und stillte den Schmerz. Sie wollte sich in seinem Kuss verlieren, vergessen, wie schuldig sie sich dank Ginny fühlte, wie viel Angst sie hatte, dass sie sich in ihn verlieben könnte, wissend, dass er die Liebe niemals erwidern würde. Ein erbärmlicher Teil von ihr kümmerte sich nicht darum, ob er sie liebte, solange sie so mit ihm zusammen sein konnte.
Draco küsste sie wild, bohrte seine Hüfte in ihre, versuchte sich daran zu erinnern, dass er hier war, damit sie kam, nicht er. Eine Hand war verloren in ihren Haaren und die andere drückte gegen die kalte Steinwand, half, sie beide aufrecht zu halten. Seine Zunge kämpfte mit ihrer um die Kontrolle und sie gab sie schnell auf. Er zitterte, als sie sie ihm überließ.
Hermine kämpfte, um mit Malfoys Heftigkeit mithalten zu können, klammerte sich an seinen Umhang und entgegnete den Bewegungen seiner Lippen und seiner Zunge mit einem Tanz, in dem er eindeutig führte. Nach ein paar Momenten wurde ihr jedoch bewusst, wo sie sich befanden und sie unterbrach widerwillig den Kuss, flüsterte, „Was, wenn uns jemand sieht?“
Draco rollte mit den Augen und leckte seine vom Küssen geschwollenen Lippen. Er bewegte nebenbei die Hand, die er in ihren Haaren hatten, so dass er sie unter die Bluse gleiten lassen konnte, die sie zu Muggel-Jeans trug. „Es ist Samstag.“
Hermine keuchte, versuchte, leise zu sein, während seine Hand über ihren ungepolsterten BH glitt. Sie kämpfte mit sich darum, ob es sie interessierte, wie offenkundig sie waren. Es war schon so schwer, wo es nur eine Person gab, die von ihnen wusste. Wenn jemand sie so erwischen würde… „Trotzdem könnte jemand vorbeikommen.“
„Dann müssen wir wohl schnell sein, oder?“, war Dracos zurecht gelegte Antwort, als er boshaft grinste und ihre linke Brustwarze durch den Stoff kniff. Wenn sie jemand erwischte, wäre dieser nutzlose Vertrag hinfällig. Und? Sie würde nun willig zu ihm kommen. Was machte es, wenn die Leute es wussten? Aber sie wäre wütend… Lieber etwas beschleunigen, nur für den Fall.
Hermine zuckte unfreiwillig zusammen und biss ihre Lippe, als Malfoy seinen Mund zu ihrem Hals bewegte. Sie war halb geschockt, halb erregt bei dem Gedanken daran, so entdeckt zu werden. Der dumpfe Schmerz zwischen ihren Beinen wurde durch Wärme abgelöst und ihr Kitzler schien zu protestieren, weil er letzte Nacht überhaupt nicht beachtet worden war. Jeder Kuss und jedes Knabbern an der zarten Haut ihres Halses ließen sie ihre Ängste immer mehr vergessen, wenn auch nicht vollständig.
Draco löste den Knopf und den Reißverschluss an Grangers Hose und ließ seine Hand unter das Gummiband ihres Höschens wandern, sehr zufrieden damit, sie warm und feucht vor Erwartung zu finden. Er wollte die einengende Kleidung entfernen, damit seine Hand sich freier bewegen konnte, aber selbst er wollte das Schicksal nicht so sehr herausfordern. Seine Handgelenke waren stark; er bekam das hin. Er verschwendete keine Zeit und begann, seinen Mittelfinger wiederholt über ihren Kitzler zu streicheln, brachte Feuchtigkeit von ihrer Öffnung herauf, um den harten Fleischknopf mit ihrer Erregung einzureiben. Er bewegte seinen Kopf von ihrem Hals weg und beobachtete ihre Reaktion. Sie trug den wundervollsten Gesichtsausdruck, als seine Finger über sie strichen, dann versteckte sie ihr Gesicht an seiner Schulter.
Hermine wollte so sehr stöhnen, aber sie hatte Angst, dass sie jemand hörte, also brachte sie ihr Gesicht näher an Malfoys Hals und saugte sanft, um das Geräusch zu dämpfen, kostete den Geschmack seiner Haut und seinen Duft. Sie war angenehm überrascht, als er das Tempo seines Fingers auf ihrem Kitzler zur Antwort erhöhte. Sie biss vorsichtig in seinen Hals, um nicht zu stöhnen.
Er konnte spüren, dass sie bereits nah dran war, und die Art, wie sie seinen Hals biss, führte dazu, dass er noch schneller machen wollte, aber so leicht würde er sie nicht davonkommen lassen. Er verlangsamte sein Tempo und begann, seinen Finger über ihre Schamlippen zu bewegen und ihren Kitzler neckend zu umkreisen. Sie keuchte frustriert und saugte an seinem Hals in einem Versuch, ihn zu drängen, ihr zu geben, was sie wollte.
„Stimmt was nicht, Liebes?“, spottete er, und dieser Fleck in ihrer Brust schmerzte fast genau so sehr wie ihr Kitzler.
„Bitte…“, flüsterte sie gegen seinen Hals. Sie musste ihre Hände an seiner Hüfte abstützen, um sich aufrecht zu halten.
„Bitte was?“, täuschte er Unwissen vor und tauchte nun seinen Finger in ihren nassen Eingang, jedoch nicht tief genug, um sie zu befriedigen.
„Du weißt, was ich will“, schluchzte Hermine ungeduldig und versuchte, ihre Hüfte so zu bewegen, dass seine Finger ihren Kitzler streifen würden.
„Vielleicht“, grinste Draco und flüsterte heiß in ihr Ohr. „Warum sagst du es mir nicht?“
Die Erwartung war unerträglich, und Hermine hatte Angst, dass sie nun jeden Moment Schritte hören würden und sie der Sache beraubt wurde, die sie am allermeisten auf der Welt wollte. Sie fühlte sich, als würde sie zerfallen, wenn sie nicht bald kommen würde.
„Und?“, schnarrte Draco, als sein Finger wieder nahe an ihrem Kitzler kreiste.
„Lass mich kommen, du Hurensohn!“, knurrte Hermine und grub ihre Fingernägel durch den Umhang in seine Hüfte.
Draco lachte beinahe vor Freude, gehorchte aber und strich seinen Mittelfinger fest über Grangers Kitzler und ließ seine linke Hand abwechselnd ihre Nippel durch die Bluse zwicken. Sie krümmte sich unter seiner Berührung und schlug ihren Mund wieder in seinen Hals, küssend, leckend, saugend, beißend, wie sie wollte, um nicht zu stöhnen.
Er streichelte sie härter und schneller, bis sie kam, gegen seinen Hals keuchend, ihr ganzer Körper an seinem zitternd. Er musste seinen linken Arm um ihre Taille schlingen, um sie zu halten, und sie biss so fest in seinen Hals, dass er sich sicher war, dass sie eine Wunde hinterließ. Aber er hatte sie kommen lassen, wie er es gesagt hatte.
Hermine erschlaffte in seinen Armen, völlig befriedigt, und ließ endlich seinen Hals los. Aua, vielleicht sollte sie ihm anbieten, das Mal für ihn zu heilen. Sie dachte, dass sie sich eine Weile von ihm halten lassen würde, aber dann hörte sie sich nähernde Schritte. Erschrocken versuchte sie schnell, sich zu ordnen.
Draco sammelte sich sofort. Er hob Granger ohne Vorwarnung in seine Arme und trug sie dramatisch, als ob sie gleich ohnmächtig werden würde. Der Verursacher der Schritte stellte sich als Mädchen heraus, vielleicht eine Zweit- oder Drittklässlerin. Draco lächelte sie spitzbübisch an, als sie näher kam. Sie sah sehr irritiert und vielleicht ein wenig verängstigt aus.
„Krankenflügel“, sagte er zu dem Mädchen, als würde das alles erklären. „Es wird schon.“
Hermine lächelte scheu und versuchte, sich an Dracos List haltend, so auszusehen, als ob sie einen Schwächeanfall gehabt hatte. Sie hoffte außerdem, dass das Mädchen nicht bemerken würde, dass ihr Hosenstall offen war. Das letzte, was sie gerade brauchte, wäre, wenn bekannt würde, dass die Schulsprecherin auf den Gängen rummacht, noch dazu mit Draco Malfoy.
Draco trug Granger fort in Richtung Krankenflügel, und sobald das Mädchen weg war, ließ er sie runter und beide lachten. Grangers Lippen und Wangen waren immer noch gerötet von ihrem Orgasmus, und Draco musste eine bemerkenswerte Menge Selbstbeherrschung aufbringen, um Abstand zu halten.
Hermine schloss den Reißverschluss ihrer Jeans und brachte ihre Bluse in Ordnung, wobei sie leicht rot wurde. „Das war knapp…“
„Aber es hat dir gefallen“, bemerkte Draco, als er sich behutsam den Hals rieb.
„Denkst du, sie hat uns gesehen?“, fragte Hermine nervös, als sie sich gegen die Wand lehnte. Ihre Knie fühlten sich noch schwach an. Sie rutschte an der Wand nach unten und lehnte sich dagegen.
„Falls ja hoffe ich, dass sie etwas gelernt hat“, antwortete er mit einem Grinsen, als er sich neben sie an die Wand setzte.
„Draco!“, schimpfte Hermine ihn spielerisch, aber sein Ausdruck wurde sofort finster.
„Nicht hier“, seine Stimme war eine einzige, kalte Warnung.
Hermine schimpfte sich selbst innerlich. Jeder könnte sie hören! Wieso konnte sie nicht aufhören, ihn so zu nennen? „Natürlich…“
„Bist du problemlos zurück gekommen?“, fragte Draco im Plauderton, als ob nichts passiert wäre.
„Irgendwie.“ Hermine schnitt eine Grimasse. Sie hielt inne. „Ginny weiß es.“
„Das Weasley-Mädchen?“
Hermine nickte und senkte den Blick.
Draco war ein wenig überrascht. „Ich dachte, du wolltest nicht, dass es jemand weiß. Du bist die, die darauf bestanden hat -“
„Ich weiß“, unterbrach Hermine ihn und blickte wieder nach unten.
„Also wieso -?“, fragte Draco, verwirrt und mehr als ein wenig verärgert.
„Sie hat es erraten. Vielleicht habe ich mich komisch verhalten, weil wir…“ Sie schluckte, wollte nicht darüber reden. „Sie wird es niemandem sagen.“
Draco hielt inne, dachte nach. Sie regte das anscheinend mehr auf als ihn. Er war hauptsächlich verärgert, weil sie als Erstes die Regel gebrochen hatte, auf die sie so hartnäckig bestanden hatte. Ihm war es derzeit egal, wer es wusste. Aber wenn mehr Leute es herausfänden, könnte sie ihn vielleicht nicht mehr sehen wollen. Also musste er das Geheimnis bewahren: er war noch nicht mit ihr fertig.
„Wir müssen von jetzt an einfach vorsichtiger sein.“ Er stand auf und bot ihr instinktiv seine Hand an.
Hermine zögerte und sah zu Malfoy auf, bevor sie seine Hand nahm. ‚Von jetzt an’? Was sollte das heißen? Wie lange? Sie antwortete ihm nicht.
„Hast du einen Fleck hinterlassen?“ Draco ließ ihre Hand los.
„Was?“ Hermine war aus ihren Gedanken gerissen worden.
„Einen Fleck.“ Er zeigte auf seinen Hals.
Hermine errötete bei der schmerzhaften, roten Wunde, die ihre Zähne verursacht hatten. „Tut mir leid…“
„Muss es nicht“, schimpfte Draco mit einem zweideutigen Glänzen in den Augen. „Mach es einfach weg. Es ist fast Zeit zum Abendessen.“
„Stimmt!“ Hermine zog ihren Zauberstab aus ihrer Gesäßtasche und führte einen einfachen Heilzauber an Malfoys Hals aus. Das Mal verblasste zu einem fast unmerklichen Rosa.
Draco befühlte vorsichtig seinen Hals. Er war immer noch etwas weich, aber die Heilung war mehr als ausreichend. Er nickte Granger dankbar zu. „Also, Abendessen.“
„Ja“, antwortete Hermine verlegen, erinnerte sich an ihr letztes Abendessen. Und weil sie nicht wusste, was sie tun sollte, warf sie ihm noch einen Blick zu und machte sich ohne ein weiteres Wort auf den Weg zur Großen Halle. Sie konnten trotz allem nicht gemeinsam zum Essen gehen.
Draco blieb im Korridor zurück, fragte sich, was passieren würde, wenn sie gemeinsam in der Großen Halle erschienen. Wenn sie es, Merlin bewahre, gewagt hätten, am gleichen Tisch zu sitzen und gemeinsam zu essen, wie sie es letzte Nacht getan hatten. Es war undenkbar.
Dennoch wollte er es tun. Nicht, weil er sie liebte oder in ihrer Nähe sein wollte oder etwas ähnlich Abgedroschenes. Nur um zu sehen, was passieren würde. Nur, um alles zu verderben. Genau so, wie er seine Loyalität für den Dunklen Lord vor Albus Dumbledore breitgetreten hatte, wollte er auch diese andere, sehr andere Unbesonnenheit verkünden. Er wollte sein kleines, brillantes Schlammblut küssen, anfassen, sogar ficken vor Leuten wie seinem Vater, sogar vor dem Dunklen Lord persönlich, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen. Es war dumm und krank, aber er war so gelangweilt von ihren Ansichten, ihren Erwartungen. Es wäre so leicht, sie zu zerstören. Er schämte sich nicht für seine Entscheidungen.
Sie schon. Er würde es gleich morgen der ganzen Schule erzählen, nur um das Chaos zu sehen, das folgen würde, aber sie… sie hatte Angst. Schämte sich. Und das ärgerte ihn. Ein Schlammblut, ein undankbares Schlammblut, wertlos in den Augen aller, die er respektierte, schämte sich für ihn. Er, der letzte Sohn einer edlen Reinblüter-Linie.
Als sie jünger gewesen waren, hatte er sie gezwungen, einzusehen, wie tief sie stand, und dadurch hatte er bewiesen, dass er unter ihr stand. Sie schämte sich für ihn und sich selbst. Was würden sie sagen, wenn sie wüssten, dass sie sich ihrem schlimmsten Feind in die Arme geworfen hatte? Was würde Harry Potter sagen? Sie, mit all ihrem Gryffindor-Mut, hatte zuviel Angst, es herauszufinden. Sie war die Wahl, die er getroffen hatte, und er bereute es nicht.
Bereute sie es?
Er überlegte, dass es keine Rolle spielte. Sie konnte es sehen, wie sie wollte. Sie konnte sich verstecken. Sie konnte sich sogar mit ihm gemeinsam verstecken. Und er würde das Geheimnis bewahren, damit er sie weiterhin sehen konnte. Er war ihrer noch nicht satt. Sie konnte vorgeben, was sie wollte, aber sie gehörte ihm, und ihm allein, im Dunkeln, wo niemand sehen konnte.
*****
Er starrte sie an. Hermine versuchte krampfhaft, seinen Blick nicht zu erwidern. Sicher würde es jemand sehen! Aber nur Ginny schien es zu bemerken. Sie legte ihre Hand sanft auf Hermines Schulter und lenkte die Unterhaltung auf die heutigen Stunden.
Draco grinste, als Granger sich zwang, wegzusehen. Er fuhr fort, sein Abendessen mit einem Hauch Lässigkeit einzunehmen, die sie scheinbar über den Raum verärgerte. Hey, er hatte nie gesagt, er würde es genau so machen, wie sie wollte.
*****
Es war krank. Es musste aufhören! Das Weasley-Mädchen wusste es. Wenn sie nicht vorsichtig waren, würden andere es bald herausfinden. Er musste sich zusammenreißen. Sie war nur eine Hexe. Nur ein guter Fick. Er hatte sie gehabt, komplett, endlich, und er wollte mehr. Aber das war lächerlich!
Der Sex war gut und sie hatte es verdient, zu kommen. Also hatte er sie aufgesucht und es geschehen lassen. Das war nicht so ausgefallen, selbst, wenn sie erwischt werden hätten können. Und dann, abends, nach dem Essen, hatte sie ihn wegen seines Starrens zur Rede gestellt. Niemand hatte es bemerkt! Aber sie hatte Recht. Und er hatte sich wortlos in einem leeren Klassenzimmer entschuldigt (wenn auch vielleicht nicht ganz aufrichtig), anderthalb Stunden, bis sie darauf bestanden hatte, dass sie jemand finden würde und sie ihre Aufgaben erledigen musste.
Am nächsten Tag hatte er sie nach dem Unterricht abgefangen und sie für eine halbe Stunde vor dem Abendessen in einen Schrank geschleppt. Zwei Tage später hatte er sie in der Bibliothek gefunden und darauf bestanden, dass sie ein paar schöne Stunden mit ihm im Raum der Wünsche verbrachte. Als sie fertig waren, hatte sie ihn geschimpft, weil er ihr nicht genug Zeit für ihre Termine gab, aber hatte ihm erlaubt, sie Gute Nacht zu küssen. Er merkte, dass seine Hartnäckigkeit sie frustrierte, aber widerstand niemals.
Es musste aufhören. Es sah ihm nicht ähnlich. Sie würde sonst das Falsche über seine Anhänglichkeit denken. Er musste beweisen, dass er ihr länger als zwölf Stunden fern bleiben konnte. Sie war nur eine andere Hexe. Nur ein guter Fick, nur ein Spielzeug, um ihn vom ernsthaft erbärmlichen Zustand seines Lebens und der Zaubererwelt abzulenken.
Eine Woche. Er würde es eine Woche schaffen. Sie brauchte Zeit, um ihre Hausaufgaben nachzumachen. Er auch, oder er würde nie seine UTZe bestehen, und dann wäre er richtig am Arsch. Es war lächerlich, sie täglich zu sehen. Nächsten Samstag. Er könnte sie den ganzen Tag haben, wenn er wollte, wenn er einfach nur bis nächsten Samstag warten würde. Was könnte leichter sein? Sie stimmte zu.
Und es funktionierte auch. Sechs Tage. Er hatte sechs Tage geschafft, ohne sie anzufassen. Und so schlimm war es gar nicht gewesen. Vielleicht brauchte er sie gar nicht so sehr, wie er gedacht hatte. Vielleicht langweilte sie ihn langsam. Gut. Vielleicht wäre es bald vorbei. Ein Glück, dass ich sie los wäre. Er könnte endlich sein Leben weiterleben, und sie ebenso. Es wäre eine Erleichterung.
Aber trotzdem würde er sie Samstag sehen. Nur zum Test.
Sechs Tage. Und dann brach er zusammen. Er sah sie beim Abendessen und sie war schön und die verzauberte Decke über ihnen war dunkel und voller Regen und das Schloss war kalt und das Essen auf seinem Teller reichte nicht aus, um ihn zufrieden zu stellen.
Zur Hölle mit allem. Wo war sein Besen?
+++++
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel