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Fanfiction

Lessons & Obsessions - Widerstand

von Nitsrek

Hermine krümmte sich in Dracos Armen. „Was meinst du?“
Draco, der noch nie um den heißen Brei herumgeredet hatte, erklärte, „Du hast mich nicht mehr so angesprungen, seitdem du dich wegen Weasley bestrafen wolltest.“

Ihr war kalt, und das letzte, was sie wollte, war, das bisschen Wärme aufzugeben, das sein Körper anbot, aber sie entzog sich ihm. Sie verschaffte sich Zeit, indem sie ihre verkrumpelte Kleidung zusammensuchte und wieder anzog, Stück für Stück.

Draco beobachtete sie vom Boden aus mit einem verärgerten Gesichtsausdruck, bevor er schließlich aufstand und sich ebenfalls wieder anzog. In später Einsicht dachte er, dass es sehr viel besser gewesen wäre, anständigen Sex und dann Streit in der Wärme des Schlosses als fantastischen Sex und dann Streit außen in der Kälte zu haben.

Hermine zog ihren Umhang unter Dracos Füßen hervor und wickelte ihn sich um. Sie sah, wie Draco das gleiche tat und dachte, dass sie beide sehr unordentlich aussehen würden, wenn sie jemand auf dem Rückweg zu ihren Schlafsälen erwischen würde: Schmutz auf der Kleidung, Schnitte und Kratzer auf der Haut, Blätter und Zweige in den Haaren. Moment, Draco kämmte sich gerade mit seinen Fingern durch sein Haar. Er würde nur vom Schmutz und den Kratzern verraten werden.

Draco starrte Hermine entschlossen an. “Raus damit.”

Sie zögerte und vermied seinen Blick. Hermine war sich nicht ganz sicher, weshalb, aber sie hatte Angst. Sie hatte früher Angst vor Draco Malfoy gehabt, aber darüber war sie schon lange hinaus. Trotzdem lehnte sie sich jetzt gegen einen nahen Baum, und als er auf sie zukam, fühlte sie sich in die Enge getrieben. Sie wollte es ihm nicht sagen. Warum war sie überhaupt hergekommen? Warum war sie nicht einfach gegangen und hätte ihn nie wieder gesehen? Es war so viel schlimmer, mit ihm zu schlafen und ihm nun gegenüber stehen zu müssen, bevor sie ihn verließ.

„Ich -“

Seine Augen wirkten scharf – fast schmerzlich.

„Ich muss gehen.“

Ihre Worte waren unklar, aber Draco entschlüsselte ihre Bedeutung sofort. Ein Teil von ihm war nicht überrascht. Ein Teil von ihm hatte von Anfang an gewusst, dass es die Möglichkeit gab. Ein Teil von ihm war trotzdem wütend.

„Wann?“

Hermine fuhr sich abgelenkt mit den Fingern durch die Haare. Ein Zweig fiel aus ihren Locken.

„Bald.“

„Lass mich raten“, sagte Draco mit seinem charakteristischen Schnarren. „Potter helfen?“

Sie knirschte verärgert mit den zähnen, als er sich in einer vorsichtig einstudierten, lässigen Haltung an den Baum lehnte.

„Ich glaube, das ist offensichtlich.“

Dracos Kiefer arbeitete, bevor er weiter sprach. „Also stehst du auf Abruf?“

„Nein“, sagte Hermine verteidigend. „Ich will gehen.”

„Warum?“ Dracos Augen wurden wieder beißend, als er sie ansah. „Damit du für Potter sterben kannst?”

„Danke für diesen Vertrauensbeweis“, sagte Hermine kühl. Ein Teil von ihr war froh, dass er sie wütend machte. So wäre es leichter, dachte sie.

Draco zuckte die Schultern. Er wusste, dass Gleichgültigkeit sie mehr treffen würde als Wut. Er würde ihr nicht die Befriedigung über eine Reaktion von seiner Seite aus gönnen. „Das scheint nun mal allen anderen zu passieren, die versuchen, ihn zu beschützen. Denkst du, du wirst den Bann brechen können?“

Hermine fühlte einen plötzlichen Schmerz in ihrer Magengrube. „Ich will helfen. Wenn ich irgendetwas tun kann, was beim Kampf gegen Voldemort hilft, werde ich es tun!“

„Und was, wenn ihr ihn nicht besiegen könnt?“, fragte er spitz.

Zu ihrer großen Überraschung war Hermine vom Gewicht dieser Aussicht erst einmal sprachlos. Sie hatte diese Möglichkeit oft bedacht, aber die Art, in der Draco es sagte, ließ es irgendwie sehr viel wahrscheinlicher wirken. Wusste er etwas, dass sie nicht wusste? Würde er ihr wichtige Informationen über Voldemorts Pläne vorenthalten, nur um sich zu schützen? Der Gedanke fröstelte sie.

Trotzdem würde sie ihre Meinung nicht ändern.

„…Ja, dann sterbe ich eben.“

Draco schnaubte verächtlich und stieß ein Steinchen in Richtung des Sees.

„Aber wenigstens habe ich es versucht!“, fuhr sie fort, erzürnt darüber, wie er das Opfer, das sie bringen würde, herunter spielte. „Es ist einen Versuch wert. Glaubst du nicht, dass es das wert ist, dafür zu sterben?“

Er drehte sich zu ihr, sein Blick verschmolz mit ihrem, und er hob eine Augenbraue. Seine Lippen formten das Grinsen, das einst die Gesichtszüge eines Jungen verschandelt hatte, der Spaß daran gehabt hatte, ein Muggelmädchen zu quälen. Seine nächste Frage war genau kalkuliert.

„Würdest du sterben, um den Dunklen Lord zu besiegen, oder weil Potter dich braucht?“

Hermine war aus der Fassung gebracht. In ihrem Kopf waren diese beiden Alternativen immer eins gewesen. Aber Draco ließ es klingen, als ob sie nichts weiter als eine Schachfigur in Harras Spiel wäre; als ob sie blind tun würde, was immer Harry verlangte, selbst, wenn es sie in den Tod führte.

Sie rutschte am Baumstamm nach unten und schlug auf dem Boden auf.

Draco lachte bitter. „Also das…“, er zeigte auf die roten Spuren auf seiner Brust und seinem Hals, die ihre Zähne hinterlassen hatten, „das ist deine Art, Abschied zu nehmen?“

„Ja.“ Hermine errötete verlegen und konzentrierte ihren Blick auf den Dreck unter ihren Füßen. „Nein… ich weiß nicht.“

„Ach?“ Sein Lachen war grausam. „Soll ich darauf warten, dass du siegreich zurückkehrst?”

Warum hatte er immer noch die Macht, ihr das Gefühl zu geben, dass sie wertlos, kraftlos war? Sie sah den Dreck an. Schmutziges Blut. „Du glaubst nicht, dass wir eine Chance haben, ihn zu schlagen?”

„Es sieht nicht sehr wahrscheinlich aus.“

Er wusste nicht, weshalb er diese Dinge sagte. Er verletzte sie. Vielleicht war das der Grund. Sie verletzte ihn ja auch, oder? Sie wählte sie statt ihm. Sie würde ihn verlassen und sich umbringen lassen und sich der langen Reihe von Narren, die ihre Leben für Potter wegwarfen, als Märtyrer anschließen.

Alles, was sie von ihm wollte, war, dass er wenigstens ein bisschen bedauerte, dass sie ging. Sie in ihrem Tun bestärkte und Vertrauen zeigte. Sie hätte es besser wissen sollen. Ihr Hals schmerzte und sie weigerte sich zu sprechen, da er sonst merken würde, wie kurz davor sie war, in Tränen auszubrechen.

Dracos Gesichtszüge verwandelten sich von Hohn in Kälte und seine Stimme passte sich an.

„Ich hätte wissen sollen, dass du letztendlich mit ihnen gehen wirst.“

Hermine versuchte, sich zu räuspern, damit sie ihm antworten konnte.

„Sie sind meine Freunde“, bat sie praktisch um sein Verständnis. „Ich muss ihnen helfen.“

Draco spürte, wie Wut in ihm aufstieg. „Und was bin ich?“

„Ich…“ Sie versuchte, in seinem Gesichtsausdruck ein Zeichen dafür zu finden, dass ihre Antwort für ihn eine Rolle spielen würde. „Ich weiß es nicht.“

„Jemand, der dich fickt?“, spie er aus. „Kein Freund?“

„Draco…“ Sie konnte dem Drang, ihn zu berühren, nicht völlig ignorieren, aber er ignorierte sie. „Du weißt, dass mir etwas an dir liegt.“

„’Liegt’?“ Seine Stimme war säuerlich, rau auf seiner Zunge. „Das ist ein bisschen unklar.“

„Ich…“, stammelte Hermine. „Ich mag dich.“

„Nett“, schnarrte er. „Ich wusste nicht, dass jemand dazu in der Lage wäre.”

Sein Ton traf sie wie ein physischer Schlag. Er hatte sich hinter die Mauer zurückgezogen, die er so lange zwischen ihnen aufrechterhalten hatte und es verletzte sie mehr, als sie zugeben wollte.

„Hör auf!“

„Womit?“, fragte er, obwohl er sehr genau wusste, was er tat.

„Du weißt, was ich meine!“, sagte sie verärgert. Ihr Gesicht war rot vor Emotionen und da stand er, kalt und kaum betroffen. Er sah beinahe gelangweilt aus.

Er zuckte in gespielter Gleichgültigkeit die Schultern. „Ich will nur wissen, wo ich stehe.“

Sie starrte ihn an. „Warum interessiert dich das überhaupt?”
Sie trieb ihn zur Weißglut! Wie konnte sie ihn das eigentlich fragen? Jemand mit solcher Intelligenz sollte in der Lage sein, es zu verstehen.

„Nenn mich sentimental, aber mir gefällt einfach der Gedanke nicht, dass du getötet wirst.“

„Warum – weil du mich dann nicht mehr vögeln kannst?“
Draco kniff verärgert seine Augen zusammen. Sie würde es ihn wirklich sagen lassen. „Tu nicht so, als wäre es so simpel.“

Auch in Hermines Augen lag Wut, als sie ihn ansah. Worauf wollte er hinaus?

„Ist es das nicht für dich?”

Er starrte sie ungläubig an. „Ist es das für dich?“

Wut und Frust drohten Hermine zu übermannen. Es war nicht fair von ihm, dort zu stehen und mit ihr zu spielen, wenn es doch schon schwer genug für sie war zu gehen. Sie wünschte sich, dass sie wenigstens einmal die Macht hätte, ihn so zu verletzen, wie er sie verletzte. Es war ihr inzwischen egal. Nichts von dem, was sie sagte, schien irgendeinen Einfluss auf ihn zu haben.

„Wie könnte es das?“, würgte sie durch die aufkommenden Tränen hindurch. „Ich bin in dich verliebt!“

Ihre Hand flog zu ihrem Mund, sobald die Worte außen waren.

Draco hatte es schon seit längerem vermutet, aber trotzdem ließ ihr Geständnis seinen Mund trocken werden. Er hatte sich selbst so viele Male gesagt, dass es ihn nicht kümmerte, was sie fühlte. Dass das, was sie hatten, nichts mit Liebe zu tun hatte und dass es so vermutlich auch besser war. Aber jede Berührung, selbst schon kurze Zeit, nachdem sie angefangen hatten, sich zu treffen, hatte auf eine Zuneigung hingewiesen, von der er es kaum zu hoffen gewagt hatte, dass sie ihm gebührte. Nun, wo sie ging, verbitterte ihn diese Erklärung nur noch mehr.

„Na also“, sagte er kühl. „Endlich hast du es rausgebracht.“
Hermines Augen brannten und die ersten Tränen begannen zu fallen. Sie hatte sich gesagt, dass sie stärker sein würde. Sie hatte sich versprochen, dass sie nie wieder vor ihm weinen würde. Trotzdem hatte sie ihm gesagt, dass sie ihn liebte, und er hatte es ohne einen weiteren Gedanken abgetan.

„Und dennoch rennst du davon, um bei anderen Männern zu sein“, sagte er leicht. „Frauen können so flatterhaft sein.“

Hermines Ärger wuchs wieder und sie wischte sich wütend die Tränen aus dem Gesicht. „Es ist ja nicht so, als ob du darauf warten würdest, dass ich zurückkomme“, sagte sie bitter. „Als ob wir heiraten und Halbblut-Kinder kriegen und jeder uns beglückwünschen würde!“

Draco starrte sie lautlos an. Er hatte nie wirklich darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn sie bleiben sollte oder wenn sie gehen und zurückkehren würde. Es hatte keinen ernsthaften Gedanken darüber gegeben, was mit ihnen nach Hogwarts, nach dem Krieg, passieren würde. Irgendwie war Draco davon ausgegangen, dass er nicht lange genug leben würde, um sich darum Sorgen zu machen.

Sie fuhr in vernichtendem Ton fort. „Lass uns nicht einen Moment in Erwägung ziehen, dass du das geringste Interesse an sowas hättest.“

„Tu nicht so, als ob du wüsstest, was ich will“, sagte Draco und jeder Muskel spannte sich vor Wut an.

„Selbst wenn“, sagte sie beißend, „und so ist es nicht, würde es nicht passieren, während Voldemort fröhlich jede Muggel-geborene Hexe in Großbritannien umbringt!“

„Du weißt nicht, was ich will!“ Draco hatte nicht geglaubt, dass sie ihn noch mehr reizen konnte als es schon der Fall war, aber mit jedem Satz, den sie äußerte, bewies sie das Gegenteil.

„Darum geht es nicht“, sagte sie fest.

„Ich will dich“, sagte er in einem letzten, verzweifelten Versuch, damit sie verstand. Er kam ihr sogar näher, um seinen Standpunkt zu unterstreichen. „Ich bin mir sicher, dass du das inzwischen auch selbst herausgefunden hast.“
Seine Hand wollte ihre Wange berühren, aber sie wehrte sie ab. „Das genügt nicht.“

Er knurrte praktisch vor Wut und Frust. „Was ist denn genug? Was willst du von mir, Granger?!”

„Ich…“ Es gab eine ausführliche Liste, was sie alles von ihm wollte. Und in Wirklichkeit liefen alle Punkte auf eine einzige Sache raus. Sie wandte ihren Blick ab. „Nichts, was du mir geben könntest.”

„Liebe?“ Er sah ihre schwache Überraschung, als er das Wort sagte, dass er, soweit er sich erinnern konnte, noch nie ohne Hohn ausgesprochen hatte. „Ist es das, was du willst?“

Etwas in ihr schmerzte fürchterlich, aber sie würde ihn nicht ansehen.

„Was, wenn ich dich liebe?“, fragte er, während Sirenen in seinem Gehirn heulten. „Würde das deine Meinung ändern?“

„Lassen wir die Hypothesen außer Acht.“ Ihre Stimme war eisiger, als sie es beabsichtigt hatte.

Er fletschte seine Zähne und entfernte sich von ihr. „Du kannst mir nach acht Monaten nicht sagen, dass du erwartest, dass ich immer noch das gleiche wie zu Anfang fühle! Du bist ein guter Fick, Granger, aber nicht gut genug, um mich so lange bei der Stange zu halten.“

Sie schüttelte ihren Kopf, nicht mehr empfänglich für seine Wut. „Ich weiß nicht, was ich von dir erwarte.“

Draco konnte es nicht glauben. Er hatte weitaus mehr gesagt, als sie zu hören verdiente und dennoch nahm sie die Möglichkeit, nicht in ihren Tod zu rennen, nicht ansatzweise in Betracht. Er machte ein angewidertes Geräusch.

„Wir sind im Krieg, Draco”, sagte Hermine ruhig. „Wir müssen mutig sein.“

„Ich habe es satt“, sagte er in einem Ton, der ihm selbst den Magen umdrehte, „mutig zu sein.“

„Nun, du wirst es nicht sein müssen!“, spie sie aus. „Bleib hier und tu so, als wärst du nicht auf unserer Seite, und dann, wenn alles vorbei ist, kannst du nach Hause zu deiner Mutter.“

„Du hast keine Ahnung, wovon du sprichst.“

Seine Stimme war tief und gefährlich, aber Hermines Schmerz und Wut machten sie waghalsig. „Ach ja?“

„Hoff’ weiter, dass Potter den Dunklen Lord besiegt, Granger.“ Er fixierte sie mit seinem durchdringendsten Blick. Sie schien die Gefahr nicht zu verstehen. Sie waren sich alle so sicher, dass sie gewinnen würden, weil sie gewinnen mussten, aber Draco wusste aus erster Hand, wie es war, am falschen Ende des Zauberstabs des Dunklen Lords zu stehen. „Denn wenn du gefangen wirst, gibt es nichts, was ich sagen oder tun könnte, um sie davon abzuhalten, dich zu zerstören. Hoff’ weiter, dass ihr gewinnt, denn wenn ihr es nicht schafft, wird es für uns alle schlimmer als der Tod.“

Ein Kitzel aus Angst durchschoss Hermine. Er warnte sie. Durch die Bitterkeit in seiner Stimme erkannte sie, dass er Dinge gesehen hatte, die über die formlosen Albträume, die ihre Ängste der vergangenen Monate bestimmt hatten, hinausgingen. Aber sie war trotz allem eine Gryffindor, und wenn sie ihre Angst zu Gunsten einer höheren Sache nicht bezwingen konnte, wer dann?

„Dann solltest du besser als jeder andere verstehen können, weshalb ich gehen muss.“

Er lachte verächtlich. Sie wusste nicht einmal die Hälfte.

„Darum, Draco!“ Hermine griff nach seinem linken Unterarm. Er schrie laut auf vor Schmerz. „Deshalb muss ich gehen!“

Draco entriss ihr seinen Arm und rieb mit seiner Handfläche über die pochende Haut. Es erleichterte das Stechen nicht, und er sprach, um sie wieder zu verletzen, um sich von dem Schmerz abzulenken und sich an ihr zu rächen.

„Wenn es ein Hinweis darauf ist, wie stark Er zurzeit ist, habt ihr keine Chance.“

Sie schüttelte beharrlich den Kopf. Sie würde nicht zulassen, dass er ihren Standpunkt unterlief. Er, von allen Menschen, musste verstehen, wieso sie es tat.

„Es wird nicht aufhören, bis er fort ist“, sagte sie sanft. „Wir werden es beenden. Für immer.”

„Oder Er wird dich töten. Draco warf seine Hände resigniert in die Luft. „Richte meiner lieben Tante Grüße aus, wenn sie dich in den Wahnsinn verflucht, wie auch Longbottom’s Mutter und Vater.“

„Ich werde es ihr ausrichten, wenn ihr beide in Azkaban verrottet“, antwortete sie.

„Oh, es muss wundervoll dort sein, jetzt, wo die Dementoren weg sind“, sagte er mit freudigem Sarkasmus. „Es wird wie ein langer Urlaub!“

„Ich bin so froh, dass ich beschlossen habe, diese Unterhaltung mit dir zu führen.“ Sie wandte sich zum Gehen. Sie hatte genug gehört. Es war eindeutig ein Fehler gewesen, es bei ihm mit Vernunft zu versuchen. Es wäre besser gewesen, zu verschwinden, ohne es ihm zu sagen. Dieser Streit hatte nichts genützt.

Aber seine merkwürdig ruhige Stimme hinter ihr ließ sie in ihren Schritten innehalten.

Er sagte, in einem letzten, verzweifelten Versuch, damit sie verstand, was ihn seine Geständnisse kosteten, das, was er für nötig hielt. Er wäre nie so weit gegangen, nur um sie zu quälen, und es machte ihn wütend, dass sie das nicht erkannte.

„Ich könnte mit dir gehen.“

Sie seufzte, rollte mit den Augen und drehte sich zu ihm.

„Ja, ich bin sicher, dass du, Harry und Ron die besten Freunde werdet.“

Draco zuckte die Schultern. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist alles möglich.”

„Du machst dich lächerlich!“

„Anscheinend tun Menschen das, wenn sie verl -“

„Sag es nicht“, warnte sie scharf.

„Warum nicht? Das willst du doch, oder?“

Kannte seine Grausamkeit keine Grenzen? Warum konnte er sie nicht einfach gehen lassen, damit sie endlich weinen und dann mit ihrem Leben weitermachen konnte?
„Du bist nicht in mich verliebt.“

Die Säure befand sich wieder in Dracos Magen. „Danke, dass du das für mich klarstellst.“

Hermines Fäuste zogen sich fest zusammen, entspannten sich dann. „Ich habe dir nur noch eines zu sagen.“

Sein falsches Lächeln war schlimmer als jeder Hohn. „Ich bin ganz Ohr.“

Sie nahm jeden Gesichtszug auf, wollte einen letzten Blick, bevor alles vorbei war. Aber er machte es ihr leicht: Der Junge vor ihr ähnelte nicht im Geringsten demjenigen, in den sie sich verliebt hatte. Die Worte glitten leicht von ihren Lippen.

„Lebwohl, Draco.“

Sie wandte sich wieder zum Gehen. Und seiner Natur entsprechend musste er das letzte Wort haben.

„Tu mir einen Gefallen und lad’ mich zur Siegesfeier ein, bevor ihr mich dem Ministerium übergebt, okay? Es wäre nett, noch ein wenig Schokoladenkuchen zu haben, bevor sie mich mit all den Todessern und Muggel-Hassern nach Azkaban stecken.“

Sein Ton spornte ihre Flucht genug an, dass sie es außer Hörweite schaffte, bevor ihr das erste Schluchzen entkam.

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Sie kämmt sich ihr Haar offensichtlich schon sehr, sehr lange nicht mehr.
Jamy Temime, KostĂĽmbildnerin, ĂĽber Prof. Trelawney