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Fanfiction

Ich sing nicht mehr für dich - Ich sing nicht mehr für dich.

von kleine lila Hexi

Ich sing nicht mehr für dich von Doreen Feat Fler
Ich sing nicht mehr für dich

Mit einem breiten Lächeln nahm der kleine Wirbelwind Anlauf und lief dann grinsend los. Ein lauter und ausgelassener Freudenschrei hallte durch das Zimmer, als sie in einen Berg von Kissen und Decken landete.
Einzelne Federn flogen nun durch die Luft, doch dies machte es aus Lucys Sicht noch viel schöner und gemütlicher.
Neben ihr konnte Lysander nicht anders als zu lachen.
„Du machst noch das ganze Bett kaputt, wenn du jedes Mal rein springst.“
Eigentlich macht ihm dies nichts aus, doch Mr. Weasley würde es bestimmt nicht so einfach hinnehmen, schließlich gab es ja Regeln, welche Lucy eindeutig überschritten hatte.
Es gehörte sich doch nicht, in ein Bett rein zu springen.
Für Lucy war diese Kissenlandschaft jedoch nicht nur ein Bett. Es war eine Spielwiese, wo man mit seinen Freunden Kissenschlachten veranstalten konnte, hüpfen bis man umfiel und sich einkuscheln, damit man zauberhaften Geschichten lauschen konnte.
Ihr Vater würde wahrscheinlich nie verstehen, dass Lucy noch ein Kind war, welches Spaß im Leben haben wollte. Ihre große Schwester hingegen kam vollkommen nach ihren Dad, auch sie empfand es nicht als gut, dass ihre kleine Schwester so ein Wirbelwind war. Allerdings war Lucy das herzlich egal.

Heute durfte ihr bester Freund bei ihr übernachten, weshalb Lucy auch so gute Laune hatte. Wen interessiert dann schon die Regeln, welche ihr Dad vorher bestimmt hatte?
Sie wollte einfach nur Spaß haben.
Da Lysander noch mit Lachen beschäftigt war, bemerkte er zunähst nicht, was ihm gleich blühte. Es war nämlich noch nie ratsam gewesen, Lucy aus den Augen zu lassen, wenn sie wie ein Tornado durch die Gegend fegte.
Eine Sekunde später hatte sich die junge Hexe schon ein Kissen geschnappt und warf es direkt auf Lysanders Kopf.
Sein Lachen war nun verstummt, stattdessen konnte man ein fieses Grinsen erkennen und ein Aufleuchten seiner Augen.
„Na warte. So einfach kommst du jetzt nicht davon.“
Lucy, frech wie sie war, steckte ihm einfach die Zunge herausfordern heraus und sprang wieder vom Bett.
In den nächsten Minuten folgte eine Verfolgungsjagd, welche schon fast alltäglich bei den Beiden war.
Da Lysander etwas größer war als Lucy, dauerte diese jedoch nicht lange an. Im Nu hatte er sie gefangen, hoch gehoben und sich über die Schulter geworfen. Obwohl Lucy versuchte, sich zu befreien, indem sie Lysander durchkitzelte, ließ dieser jedoch nicht los; ganz im Gegenteil, sein Griff wurde noch bestimmender.
„Ich gebe mich geschlagen“, vernahm er dann nach ihrem kläglichen Versuch, sich zu retten.
Anstatt eine Antwort zu geben, welche Gnade versprach, schüttelte Lysander nur mit dem Kopf und packte sie fester.
Auch wenn Lucy jetzt ausgeliefert war, konnte sich die kleine Hexe ein Lachen nicht verkneifen.
„Gnade, bitte, Gnade.“
Doch auch hier ignorierte er sie.
Augenblicke später flog Lucy dann durch die Luft auf ihr Bett.
Da dies so plötzlich kam, vernahm man kurz ein Quietschen von ihr. Bevor Lucy auch nur die Möglichkeit hatte, sich in Sicherheit zu bringen, gesellte sich Lysander zu ihr und setze sich auf ihre Oberschenkel.
„So, mal sehen wie kitzlig du bist?!“
Da sie beide schon seit klein auf befreundet waren, wusste er längst, dass Lucy schon wenn man sie am Fuß berührte, anfing zu lachen.
„Nein nicht, wag es dir und ich rede einen ganzen Monat nicht mehr mit dir.“
Wer Lucy kannte, wusste, dass dies nur eine Androhung war, welche sie nie erfüllen würde und konnte. Denn Lucy Weasley war nicht nur ein kleiner Wildfang, sondern auch eine Quasselstippe, die nie Ruhe geben konnte und ohne Lysander würde ihr etwas fehlen. Für sie war er der große Bruder, den sie nie hatte.
Ihre Androhung brachte also nichts, es war wieso schon längst zu spät.
Er hatte ihr schon die Socken ausgezogen, welche sie noch trug.
Ihr Lachen drang nun durch den Raum und wie es schien auch durch die Tür.

Minuten später erschien nämlich ihre Mutter durch diese und schaute fragend hinein.
Ein Schmunzeln bildete sich auf Audrey Weasleys Gesicht.
Kurz räusperte sie sich und verschaffte sich damit Aufmerksamkeit.
„Es wird langsam Zeit fürs Bett. Außerdem beschwert sich dein Dad schon, dass ihr zu laut seit.“
Bis heute konnte sich niemand erklären, warum Audrey diesen ordnungsversessenen Weasley geheiratet hatte. Es musste wohl stimmen, dass Liebe blind macht.
Erneut wurde Lysanders Unaufmerksamkeit sein Verhängnis. Zwar war Lucy ein kleines zierliches Mädchen, doch trotzdem hatte sie sehr viel Kraft für ihr Alter. Mit Schwung schubste sie Lysander von sich und setzte sich auf.
„Geht klar Mum. Aber singst du uns noch das Schlaflied vor? Bitte.“
Um ihren Wunsch Nachdruck zu verleihen, sah sie nun ihre Mutter mit ihrem berühmt berüchtigten Lucy-Weasley-Hujndelbick an. Bisher hatte es noch niemand geschafft, Lucy zu widerstehen, wenn sie diesen Blick auf setzte. Bei Lysander reichte meist sogar nur ein Lächeln von ihr und er konnte nicht nein sagen.
Die beiden Kinder waren zwar schon etwas zu Alt, um noch durch ein Schlaflied ins Land der Träume zu gelangen, doch Lucy, genauso wie Lysander, liebte dieses Lied so sehr, dass sie es den ganze Tag hören konnte.
Schon als Baby hatte ihre Mutter es ihr vorgesungen, damit sie sich beruhigte.
Lucy füllte sich so geborgen in dem Moment, wo sie es vernahm und konnte sich richtig entspannen, alles um sich vergessen, einfach frei sein.
Das wusste ihre Mutter auch und tat ihr daher den Gefallen.
Es machte Audrey auch irgendwie glücklich und stolz, dass ihre Kleinste noch immer Geborgenheit bei ihr suchte. An Molly hatte sie bemerkt, wie schnell doch Kinder erwachsen wurden, doch bei Lucy würde dies wohl, Merlin sei Dank, noch etwas dauern.

Damit Mrs. Weasley ebenfalls Platz auf den Bett nehmen konnte, rutschten Lysander und Lucy etwas zur Seite. Das Bett war so groß, dass selbst noch die restlichen Familienmitglieder von Lucy reingepasst hätten. Früher hatten Molly und Lucy oft zu zweit in diesen Bett geschlafen und dem Lied ihrer Mutter gelauscht, doch heut war Molly wohl zu alt dafür geworden, zumindest behauptete sie das dauernd, wenn Lucy danach fragt, ob sie nicht wieder für eine Nacht bei ihr Schlafen könnte.
Bevor Audrey mit dem Lied anfing, deckte sie Lysander und Lucy nochmals richtig zu, so dass sie es gemütlich hatten.
Gespannt wartete die kleine Weasley darauf, dass ihre Mutter anfing.


Zunächst summte Audrey nur, woraufhin die beiden Kinder mit einstimmten.

“Jeder Mensch hat Sorgen
Jedes Herz hat Stein
Hab doch keine Angst mehr
Das muss jetzt nicht mehr sein
Find ein Hauch Frieden
Lass ein bisschen los
Morgen geht es weiter
Schlaf jetzt in meinem Schoß


Denn ich halte Dich
Bis du schlafen kannst!
Und alles hier vergisst
Ich halte Dich
Bis Du irgendwann
eingeschlafen bist

........“



Ich sing nicht mehr für dich



Es war einer der letzten Sommertage und es herrschte reges Treiben auf den Ländereiern von Hogwarts. Wie es schien, wollte jeder Bewohner des Schlosses noch die letzten Sonnenstrahlen des Jahres genießen, welche sich bis ins Herz ausbreiteten und Wärme verströmten. Etwas abgelegen - in der Nähe des Sees - fand man ebenfalls Lucy und Lysander vor. Beide lagen auf einer Decke, welche sie ausgebreitet hatten und betrachteten den Himmel. Während der vergangen Jahre hatte sich Lucy dass dauernde Gequatsche abgewöhnt, so dass es nun vollkommen still um sie herum war.
Nur vereinzelt nahm man das Stimmengewirr der anderen Schüler war.
Doch die Ruhe wurde irgendwann von einem leisen Seufzen Lucys unterbrochen.
„Ich glaube, wir sollten langsam mal wieder hoch und unsere Hausaufgaben erledigen. Morgen fängt der Unterricht wieder an.“
Im nächsten Moment war sie schon dabei, sich auf zu setzen, doch wie es schien, wollte ihr bester Freund nicht mitmachen. Noch immer lag er mit seinen Kopf auf ihren Beinen und schaute zu den Wolken hoch. Etwas verträumt antwortet er.
„Nur noch ein paar Minuten.“
Eigentlich hätte sich Lucy es sich denken können, dass Lysander keine Lust hatte und wenn sie ehrlich war, rief ihr Verstand nicht gerade danach, etwas zu lernen. Mit einen Lächeln auf dem Gesicht, blieb sie sitzen und streicht Lysander über seine Haare.
„Na gut, aber nur noch eine halbe Stunde.“
Schon automatisch fing Lucy nun an, die Melodie ihres Schlafliedes zu summen. Immer wenn sie sich wohl fühlte und die Ruhe genoss, breitete sich dieses Lied in ihren Kopf aus. Da Lucy nun ebenfalls anfing, vor sich hin zu träumen, bemerkte sie nicht, dass auch Lysander nun friedlich vor sich hin lächelte und langsam die Augen schloss.



Alles geht fort auch du bist weg
Meine Stimme ist dort wo du mich lässt
Hier sing ich mein letztes Lied
Alles was blieb




Wie sehr Lucy doch den Herbst hasste. Gut die Kälte konnte man mit dicken und warmen Klamotten bekämpfen, doch der Regen, den konnte niemand so wirklich von sich fernhalten. Gerade verfluchte sie sich selbst, weil sie ihren Regenschirm vergessen hatte. So mies, wie das Wetter gerade war, fühlte sich auch Lucy. Sobald dunkle Wolken draußen aufzogen, verdüsterte sich auch ihre Stimmung. Es war einfach nur deprimierend. Mit finsterem Blick betrat sie nun die Drei Besen.
Sobald sie in die wohlige Wärme trat, änderte sich auch schon etwas ihre Stimmung. Damit auch noch der Rest ihres Missmutes verschwand, zog sie ihren Zauberstab, um sich wieder trocken zu zaubern, allerdings hatte wohl das Herbstwetter schon sein ersten Tribut gefordert, denn als Lucy gerade den Zauber aussprechen wollte, fing sie an zu niesen. Nicht dass es ihr schon reichte, einen Schnupfen zu bekommen, nein, dieser Nieser hatte auch noch zur Folge, dass ihr Mantel jetzt brannte. „Waaa. So ein bescheuertes Wetter.“ Und dahin war wieder ihre eben noch einigermaßen gute Laune. Wütend löschte sie die Flammen und reparierte ihren Mantel. Bevor sie nun wieder von diesem lästigen Schnupfen abgelenkt werden konnte, trocknete sie ihre Sachen und steckten ihren Zauberstab wieder weg.
Erst jetzt konnte sich Lucy wieder mit ihrer Umwelt beschäftigen. Suchend blickte sich die Weasley um. Eigentlich hatte sie sich ja mit Lysander am Schlossportal verabredet, doch er war zur abgemachten Zeit nicht da gewesen. Nachdem sie eine halbe Stunde oben gewartet hatte, war sie allein losgestiefelt. Nicht dass Lucy ein kleine Zicke wäre oder so, aber es hatte sie doch schon etwas aufgeregt, dass er einfach so ohne sie gegangen war, obwohl sie verabredet waren.

Da das Gasthaus ziemlich voll war, fand sie ihren besten Freund nicht gleich. Zunächst musste sie sich durch die ganzen Schüler durchquetschen, bis sie seinen Kopf erblickte.
Mit einer vorwurfsvollen Miene machte sich Lucy zugleich auf den Weg zu ihm.
Wie schon als kleines Mädchen, würde sie ihn nie etwas übel nehmen können, aber ein leichtes schlechtes Gewissen konnte sie ihm ja ein reden.
Doch bevor Lucy bei ihm am Tisch ankam, blieb sie abrupt stehen. Dass nun jemand in sie reinrannte, bemerkte sie gar nicht. Erstaunt blickte sie zu Lysander rüber.
Er war nicht allein.
Neben ihm saß ein Mädchen aus der 5. Jahrgangstufe ihres Hauses.
Das sie neben ihn saß, war nicht ausschlaggebend, auch nicht dass sie ihren Kopf auf seine Schulter gelegt hatte und sich an ihn schmiegte.
Nein, es war etwas, was sich die beiden, vorher noch nie mit jemand geteilt hatten, außer miteinander.
Obwohl Lucy noch ein paar Meter entfernt von ihnen stand, hörte sie eindeutig die Melodie ihres gemeinsamen Schlafliedes.


Ich bin doch nicht blind ich sehe genau
du verschwindest im Wind mit ner anderen Frau
Drehst dich nicht mehr um
Alles bleibt stumm



Etwas in Lucy breitete sich aus. Was es genau war, konnte sie im Moment nicht sagen, doch es fühlte sich nicht schön an. Es dauerte ein paar Minuten, bis sie sich wieder gefasst hatte. Doch sie wusste nicht ob sie nun rüber gehen sollte oder lieber abhauen. Schließlich wollten die Beiden doch bestimmt allein sein.
Lucy machte schon auf den Absatz kehrt, als sich eine Stimme in ihrem Inneren meldete.
//Was machst du da? Ihr wart verabredet! Du brauchst jetzt nicht verschwinden, du solltest jetzt da sitzen.//
Ganz erstaunt darüber, dass ihr Verstand meinte, dass dies ihr Platz war, stand Lucy erneut einfach nur da.
Langsam wusste sie nicht mehr weiter.

Doch Lucy Weasley hatte sich noch nie so leicht unterbuttern lassen.
Mit festem Entschluss drehte sie sich erneut um und machte sich nun endgültig auf den Weg zum Tisch von Lysander und dem Mädchen.
Als sie dort ankam, räusperte sie sich kurz um endlich Aufmerksamkeit zu bekommen.
Lysander schreckte dadurch auf, - wodurch es so wirkte als ob er gerade wo anders mit seinen Gedanken gewesen wäre- und blickte in Lucys Gesicht.
Lucy wusste selbst nicht was sie sagen sollte, sodass für ein paar Sekunden ein unangenehmes Schweigen zwischen ihn herrschte.
Langsam kam Panik in ihr hoch.
Noch nie war ein Moment der Stille bei ihnen ungenehm gewesen.
Verlegen schaute sie auf den Boden. Sie konnte ihm jetzt einfach nicht in die Augen sehen. Dabei war sie doch gerade noch so fest entschlossen, ihm ihre Meinung zu sagen.
Hätte Lucy ihren besten Freund jetzt in die Augen geschaut, hätte sie etwas Neues erkannt, was vorher noch nie da war.
Es war Trauer, Mitgefühl und Liebe.
Allerdings beging Lysander einen Fehler, als er versucht, dies vor ihr zu verstecken.
Jeder andere in der Nähe, welcher seinen Blick sah, erkannte nun Gleichgültigkeit.
Auch Lucy sah nun wieder zu Lysander auf und deutet diesen Ausdruck wie alle anderen.
Mit leiser Stimme flüsterte sie: „Ich verstehe. Ich werd dann mal gehen.“
Ohne dass er darauf reagiert, drehte sich Lucy um und verschwand wieder im Regen.
Gerade jetzt machte ihr der Regen nichts aus. Sie war froh drüber dass der Himmel ihr diesen schenkte. Denn so konnte man ihre Tränen nicht sehen, welche sich nun mit den Regentropfen vermischten.
Nur ein einziger Blick und sie hatte alles verstanden.



Ich sing nicht mehr für dich siehst du den Schmerz in mein Gesicht
Jedes Lied erinnert mich an dich
Ich will dich vergessen so hart wie es ist
Ich sing nicht mehr für dich
Ohhh yeah
Auch wenn du wieder kämst du kriegst kein Liedchen mehr




Die Welt drehte sich weiter, auch wenn sie für zwei Menschen gerade begann, still zu stehen. Ein Blick hatte gereicht, um jahrelange Freundschaft zu zerstören, um Wunden zu erschaffen, die nie mehr heilen würden.



Zwei Monate später:
Seit dem letzten Hogsmeade-Wochenende war nichts mehr so wie früher, zumindest kam es Lysander so vor.
Er wusste, wie sehr er seinem kleinen Wirbelwind wehgetan hatte, dabei hatte er es doch nur für sie getan.
Nie hatte er beabsichtigt diese Freundschaft zu zerstören, doch wie er jetzt herausfinden musste, war sein Plan schief gegangen.
Seit Anfang des Herbstes wusste Lysander, dass er inzwischen mehr für Lucy empfand als nur Freundschaft, er liebte sie. Mehr als seinen Zwillingsbruder, seine Mutter oder seinen Vater.
Für ihn war sie auf einmal die Welt. Ohne sie wollte er nicht mehr sein.
Doch er hatte Angst, dass diese Liebe die wunderbare Freundschaft zu Lucy zerstören könnte.
Daher faste er den Entschluss, ihr zu zeigen, dass er nun eine Freundin hatte.
Lysander hatte nicht geahnt, dass dies Lucy mehr wehtun würde als er sich vorstellten konnte.
Schon eine ganze Weile fragte er sich nun, ob sie nicht auch mehr für ihn empfand.
Allerdings war nun ausgerechnet das geschehen, was er verhindern wollte.
Lucy redete nicht mehr mit ihm, ging ihm aus dem Weg.
Er hatte nicht nur ihr wehgetan, sondern auch sich selber.
Aber vielleicht war es auch besser so.
Lysander konnte einfach nicht anders denken. Sie waren Jahre lang beste Freunde gewesen. Es konnte einfach nicht mehr geben und er wollte sie auch zu nichts drängen.
Einen letzten Versuch startete er noch und schrieb ihr einen Brief:



[b]Mein Mädchen ich schreib dir diesen Brief ich hoffe du liest ihn auch tut mir leid wie es jetzt gekommen ist
Ich musste einfach raus
Das Leben ist schon komisch gerade wenn man erst mal glaubt besser kann's nicht laufen dann zerfällt der letzte staub
Wir waren das Überteam auf den Straßen zu Berlins und egal was ich für scheiße baute du hast mir verziehen
Ich weiß wir haben uns geschworen niemals klein bei zu geben doch jetzt stehst du meinet wegen da allein
Und weinst im Regen
Alles ist sauer ich denke nur an die Zeit mit dir reiß dein Foto von der Wand doch du bleibst ein Teil von mir
Danke das du nicht so blind bist wie ich hoffe du vergisst mich nicht (ich hoff du vergisst mich nicht )
[/B]



Die letzten beiden Monate waren einfach so an ihr vorbei geflogen. Alles um Lucy herum wurde unwichtig. Sie wollte einfach nur verstehen warum. Doch wie es schien, gab es darauf keine Antwort. Niemand konnte ihr erklären warum, selbst Lorcan nicht, welcher seinen Bruder am besten verstehen müsste. Alle meinten nur, sie sollte doch am besten mit ihm drüber reden, doch sie konnte nicht. Es tat einfach zu sehr weh.
Nun saß sie hier, starrte in den bewölkten Himmel und summte vor sich hin. Normalerweise gab es nur ein Lied, welches Lucy summte, doch dieses Mal war es ein anderes. Ein vollkommen Neues. Ihr Lied würde sie nie wieder hören wollen. Nicht mal mehr von ihrer Mutter.



Ich sing nicht mehr für dich siehst du den Schmerz in meinem Gesicht
Jedes Lied erinnert mich an dich
Ich will dich vergessen so hart wie es ist
Ich sing nicht mehr für dich
Ohhh yeah
Auch wenn du wieder kämst du kriegst kein Liedchen mehr




Mit einen Seufzen schaute sie nun wieder auf den Brief, welchen sie seit Stunden schon in ihrer Hand hielt, immer wieder zerknüllte, um ihn dann wieder glatt zu streichen und erneut zu lesen. Sie verstand es einfach nicht. Warum? Warum tat er ihr so weh?



[b]Alle ist grau um uns die schöne Zeit verblasst doch ich schreib dir jetzt diese Zeilen auch wenn ich weiß das du mich hast
Mein Schatz du musst mir glauben du warst mein Lebenslicht doch ich kann nicht aus meiner Haut
Baby manchmal geht es nicht
Ich glaub das ganze Glück mit uns war zu viel für mich
Sag nichts bitte ich find mich selber manchmal widerlich
Es klingt bescheuert doch ich weiß du mich verstehen
Alles kommt anders als man denkt
Bitte lass mich gehen
Ich denk an deine stimme sie klingt so wie Tausend Engel
Da wo ich jetzt bin mach ich deinen Namen an die grauen Wände
Danke das du nicht so blind bist wie ich
Ich hoffe du vergisst mich nicht (ich hoff du vergisst mich nicht)

[/b]


Es tat weh, verdammt weh. Sie hatte ihn geliebt. Mehr als einen Freund, jedoch hatte Lucy es sich nie getraut, es ihm zu sagen. Warum, wusste sie selber nicht. Irgendwie hatte sie immer gehofft, er würde es merken. Wenn nicht, waren sie ja immer noch Freunde und damit war Lucy allemal zufrieden. Ihr reichte schon seine Nähe. Seine Aufmerksamkeit, welche er ihr schenkte. Mehr wollte Lucy doch nie.
Eins stand für Lucy jedoch fest. Auch wenn sie nicht verstand warum, sie wusste, dass es aus war. Es gab kein sie und ihn mehr. Keinen kleinen Wirbelwind mehr. Kein Lied mehr, welches sie verband.



Ich sing nicht mehr für dich siehst du den Schmerz in meinem Gesicht
Jedes Lied erinnert mich an dich
Ich will dich vergessen so hart wie es ist
Ich sing nicht mehr für dich
Ohhh yeah
Auch wenn du wieder kämst du kriegst kein Liedchen mehr




Monate vergingen, der Alltag zog wieder ein und alles erschien wieder so wie früher. Allerdings war dies nicht so.
Zwar vernahmen die Freunde von Lucy hin und wieder ein herzhaftes und aufrichtiges Lachen von ihr und wenn jemand anfing über die Scamander Twins, speziell über Lysander zureden, ignorierte sie dies, tat so als ob nie etwas gewesen wäre, aber ihr Herz wusste es besser. Von Zeit zu Zeit meldete es sich noch wenn sie seinen Namen vernahm, doch es ließ von Monat zu Monat nach. Ihr Verstand verdrängte ihn immer mehr.
Der Geist und ihr Stolz siegte über die Liebe und Freundschaft


Obwohl schon so viel Zeit vergangen war und Lysander sich immer wieder vornahm, sie doch endlich wieder an zu sprechen, brachte er es nicht über sich. Er hatte mit bekommen, dass sie nun ein Leben ohne ihn führte. Ihm tat diese Tatsache ziemlich weh, aber wie schon, als er seinen Plan ausgedacht und ausgeführt hatte, glaubte er nun dass es wohl für Lucy am besten wäre, wenn er aus ihrem Leben verschwand.
Würde er nun mit ihr reden, würde er wieder Wunden aufreißen, welche wohl schon längst verheilt waren.


Es gab einen Moment, wo er glaubt doch noch seine Change zur Gutmachung zu bekommen, aber Lucy zeigte ihm eindeutig dass sie mit ihm abgeschlossen hatte.


Mitten in einen vollgedrängten Gang waren sie sich begegnet, nur kurzzeitig berührten sich ihre Hände, doch beide wussten sofort, wer der andere war.
Lysander sah auf die Hand von Lucy und ergriff sie. Mit einem Lächeln auf den Gesicht schaute er sie hoffnungsvoll an, doch ihr Blick glich nun dem welcher er ihr bei ihrem letzten Treffen gezeigt hatte.
Gleichgültigkeit spiegelte sich jetzt in ihren Augen wieder und machte all seine Träume, welche er sich aufgebaut hatte in seiner Vorstellung, wenn er auf sie traf, zunichte.
Sein Lächeln verschwand sofort, sie ließ seine Hand zugleich los, als ob sie sich verbrand hätte.
Doch trotzdem sahen sie sich noch an.
Er hatte verstanden und nickt daher nur.
Bevor sie sich jedoch abwandte, fügte Lysander noch leise hinzu:
„Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, dass ein Mensch so viele Dinge tun muss, um sich ein Freundschaft zu erkämpfen, doch nur eine Tat begehen muss um sie zu zerstören.“



Ich sing nicht mehr Für dich

Ich sing nicht mehr Für dich




Anmerkungen:
Den Spruch, welcher Lysander zum Ende sagt, habe ich mir etwas zurecht gebogen. ;-P

Werde vielleicht noch eine andere Variante schreiben, da diese doch etwas traurig endet.
Vielleicht wird es auch einfach ein zweiten Teil geben, mal schauen.

Ist noch net so richtig durchgelesen vom Betali. ^^ Hab noch Änderung durchgeführt, welche sie noch net kennt. Daher nach meinen Motto.
Finger weg, die Fehler gehören mir und werden nicht verschenkt. Wer welche findet, soll sie doch bitte bei mir abgeben ;-)


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