
von Claire Greene
Danke an Helina und Judi2823 fĂŒr eure Kommis. Ich hoffe das ich euch mit diesem Chap nicht enttĂ€usche *besorgt guck*
Ich wĂŒnsche euch und allen anderen Lesern viel SpaĂ!
Alles Liebe
Claire
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James Sicht:
Ja das war meine beste Freundin. Immer einen frechen Spruch auf den Lippen. Ich glaube sie ist die einzige die Sirius Paroli bieten könnte. Zumindest hat nur sie es bisher geschafft Sirius zum schweigen zu bringen. Ich freute mich das Ash endlich nach Hogwarts kam, ich war echt sauer auf ihre Eltern als sie ihr verboten hatten zu kommen. Wir sahen uns von da an nur noch im Sommer und ab und zu in den Weihnachtsferien. Wir haben uns zwar ganz oft Briefe geschrieben, aber das war nicht dasselbe. In meinen Briefen hab ich ihr alles erzĂ€hlt auch von Lily. Sobald ich den Namen dachte, sah ich ihr Gesicht in meinen Gedanken, aber vor allem ihre Augen. So grĂŒn wie Smaragde. Ich seufzte innerlich auf und richtete meine Gedanken wieder auf meine Freunde. So bemerkte ich auch das Tatze seinen Blick auf Ashleys Ausschnitt gerichtet hatte. Sie bemerkte das natĂŒrlich nicht, weil sie die Landschaft beobachtete.
Bevor ich Sirius aber schlagen konnte (natĂŒrlich nicht doll! ;)) erledigte Moony das schon fĂŒr mich, er hatte seinen, wie auch meinen Blick bemerkt. Benommen schaute er hoch und sah meinen Blick. Ich konnte ihm aber jetzt nicht laut meine Meinung sagen. âIch muss ins VertrauensschĂŒler Abteil Leute. Bis spĂ€ter!â sagte Moony und verschwand. âIch suche mal grad Ben. Er hat tatsĂ€chlich meine Quidditch- Zeitschrift in seinem Rucksack. Bis gleich.â Sie lĂ€chelte uns nochmal zu und verschwand.
âWeiĂ jemand wieso Moony mir nen klaps auf den Hinterkopf verpasst hat?â fragte Sirius verwundert. âJa, allerdings. Musst du so auffĂ€llig starren?â Er guckte mich an und bekam einen verklĂ€rten Gesichtsausdruck. Jetzt wĂŒnschte ich mir, ich könnte Okklumentik. Oder lieber nicht, wer weiĂ was er gerade in Gedanken mit meiner besten Freundin anstellt. Lieber nicht dran denken. âWirklich Tatze, du solltest nicht so auffĂ€llig hinschauen, auĂer du willst das James dich tötet!â lachte Moony beim eintreten. Warum hat er nicht so lange gebraucht? Ich sah ihn fragend an. Er zuckte nur die Schultern. âDas war also deine beste Freundin, Krone?â flĂŒsterte Peter. Komisch, immer wenn er flĂŒsterte, stotterte er nicht. âJapâ antwortete ich ihm. âKannst du uns mal bekannt machen?â murmelte er weiter. Wir drei sahen ihn unglĂ€ubig an. âWurmschwanz, sie hat sich gerade vorgestellt. Hast du ĂŒberhaupt zugehört oder hast du nur auf ihr Dekolletee geglotzt?â herrschte ihn Sirius an. âDann hat er nichts anderes als du gemachtâ erklĂ€rte ich ihm grinsend. Er ging nicht darauf ein. âWieso hat sie mich eigentlich Sirius âCasanovaâ Black genannt?â fragte er mich mit einem nachdenklichen Blick. âWeil du jeden Tag eine andere im Bett hast, Black!â Ashley kam grinsend herein und lieĂ sich neben mir fallen.
Sirius Sicht:
Ich verfolgte ihren weg zu ihrem Platz sprachlos. Was ich bin sprachlos? Bin ich krank? Ich sollte mal Moony fragen. âNaja, jeden Tag stimmt nicht so ganzâ belehrte ich sie. âStimmt. Alle zwei Stunden trifftâs eherâ gab sie zurĂŒck, ohne von ihrem Heft hoch zuschauen. Meine Freunde wieherten los. Tolle Freunde. Bevor ich mich allerdings wehren konnte, ging die Abteil TĂŒr auf und ein groĂer Junge trat ein. Er hatte dunkel braune Haare und grĂŒne Augen. Die Augen fielen mir nur deshalb auf, weil er direkt auf Ashley schaute. âHey, Ash. Ich wollte dir nur dein Geld gebenâ sprach er sie an. War er ihr Freund oder so? James kannte ihn jedenfalls. âDanke, Bruderherz. Sonst noch was?â Ah, also ihr Bruder. Dieser schĂŒttelte seinen Kopf und ging hinaus. âHey!â brĂŒllte ich hinterher, âwie wĂ€râs mit TĂŒr zu?â
Da trat ein blondes MĂ€dchen ein und setzte sich auf meinen Schoss. Ich schaute sie verwundert an, wĂ€hrend die andern sich ein lachen verkniffen. Ja auch Remus! âHallo, Siri- schatzi. Wie waren deine Ferien?â fragte sie mich. âHallo SĂŒĂe. Meine Ferien waren super. Und deine?â Okay, okay, das letzte kam ein bisschen gelangweilt raus und meine Freunde merkten das auch, genauso wie Ashley, aber das MĂ€dchen auf meinem schoss war einfach- wie sollte ich es sagen- strohdoof!
âSuper, aber ich habe dich vermisst.â Wie jetzt? Wir waren vor den Ferien zusammen gewesen? Normalerweise machte ich immer vor den Ferien mit ihnen Schluss...
âWie wĂ€r's, Siri- schatz, wollen wir uns mal in Hogwarts treffen?â schnurrte sie mir ins Ohr. Noch mal GlĂŒck gehabt. Sie war nur eine meiner vielen Verehrerinnen. âKlar, aber nur wenn du mir deinen Namen verrĂ€tst!â schnurrte ich zurĂŒck. Ich sah wie Remus und Ashley die Augen verdrehten und James so tat, als ob er kotzen wĂŒrde. Ashley kicherte. âIsabelle Parker!â flĂŒsterte sie mir verfĂŒhrerisch zu und verschwand. Nun lachten die drei los, wĂ€hrend Peter immer noch auf die verschlossene TĂŒr glotzte. âKrone, sagt mal, ist das die Schwester von Jake Parker?â fragte ich meine Freunde verblĂŒfft. âJa, das war sie. Oh man, Tatze, brich ihr bloĂ nicht das Herz, Jake macht dich fertig!â riet mir James. Remus nickte nur bestĂ€tigend. Peter beobachtete immer noch die TĂŒr. Erwartete er etwa dass da gleich ein MĂ€dchen herein geschwebt kam und ihn abknutschen wĂŒrde?
âAsh, spielst du eigentlich immer noch Quidditch?â wollte James von Ashley wissen. Sie hielt als antwort das Heft hoch. âImmer noch als JĂ€gerin?â Moment mal. Wollte er mir gerade weiĂ machen, dass ein MĂ€dchen in die Mannschaft kommen sollte? Als ob Mark (unser MannschaftskapitĂ€n) zulassen wĂŒrde. Ich meine, von James weiĂ ich das Ashley auf Beauxbatons war, und die spielen dort kein Quidditch. Total bescheuert, aber wahr. Somit konnte sie nicht wirklich gut fliegen und spielen schon gar nicht. âEhm, James. Warum fragst du sie das bitteschön?â fragte ich ihn. Ich wollte ihn nur helfen einer Standpauke zu entkommen.
âKlar!â antwortete Ashley. âCool. Wir brauchen neue Spieler, einige von den alten haben ihren Abschluss gemacht und nun fehlen ein paar Spieler. Willst du an den Auswahlspielen teilnehmen?â âDa fragst du noch?â Sie schien aus dem HĂ€uschen zu sein. âJames, wir brauchen erfahrene Spieler, keine, die sich gerade mal 5 Minuten auf dem Besen halten könnenâ erinnerte ich Krone. Der wollte sie doch tatsĂ€chlich mit einplanen. Ist er denn verrĂŒckt? âWas soll das denn heiĂen?â fragte Ashley mich mit blitzenden Augen und hochgezogener Augenbraue. âDas soll heiĂen, dass wir Leute brauchen, die spielen können und nicht welche, die ab und zu mal ne handbreite ĂŒbern Rasen fliegen weil sie sich nicht höher trauenâ erklĂ€rte ich ihr gelangweilt. âMĂ€dchen können halt nicht so gut Quidditch spielen!â fĂŒgte ich hinzu.
Ashleys Sicht:
MÀdchen können halt nicht so gut Quidditch spielen...
Dieser Satz hallte in meinem Kopf nach. Das war ja wohl eine Frechheit. Ich wette ich konnte besser als er spielen. âWetten ich kann besser als du spielen, Black?â forderte ich ihn wĂŒtend heraus. James wollte gerade was antworten, aber Black war schneller: âJa klar. Und ich bin Merlinâ entgegnete er desinteressiert. âTatze, sie ist wirklich gut, ich habe fast jeden Sommer mit ihr gespieltâ erwiderte James. Black guckte unglĂ€ubig. Ja ich nenne ihn jetzt Black. So was konnte ich mir nicht bieten lassen. FĂŒr diese Beleidigung hasste ich ihn jetzt bis zu meinem Lebensende!!
Plötzlich ging wieder die AbteiltĂŒr auf und ein rothaariges, grĂŒnĂ€ugiges MĂ€dchen trat ein. âAch hier bist du, Remus. Wir sollen doch KontrollgĂ€nge machen. Warst du schon mal unterwegs?â fragte das MĂ€dchen ihn. âOh, verdammt. Nein war ich noch nicht, Lily. Ich mach mich sofort auf den Wegâ versprach Remus. âHey, Evans, na wie gehtâs?â wollte Black lĂ€ssig grinsend von ihr wissen. Lily Evans war das also. Etwa DIE Lily Evans? âInteressiert dich nicht, Black!â gab sie kĂŒhl zurĂŒck. Juhuu, ich hatte eine verbĂŒndete gefunden. Obwohl, bemerkt hatte sie mich bisher noch nicht. âEvans, gehst du mit mir aus?â Oh mein Gott, James. Er hatte mir in jedem Brief geschrieben, dass er Lily wieder um ein Date gebeten hatte und sie immer wieder abgelehnt hatte. âNein, Potter, will ich nicht. Wann geht das endlich in deinen SchĂ€del rein?â fauchte sie ihn an. Hinter ihr, bewegten Remus und Black exakt mit Lily den Mund. Sie verklickerte es James also nicht zum ersten Mal mit diesem Satz. Irgendwie tat er mir leid.
âOh hi, bist du die Neue, von der Jake erzĂ€hlt hat?â wandte sie sich jetzt an mich. âIch weiĂ ja nicht wie viele neue es sonst noch so gibt und wer dieser Jake ist, aber ja ich bin neu hier!â gab ich lĂ€chelnd zur antwort. Sie war mir sofort sympathisch, genauso wir Remus. Sie lĂ€chelte. âIch bin Lily Evans. Und wer bist du?â âIch bin Ashley- Marie Carter. Aber Ashley oder Ash reicht völligâ beantwortete ich ihre Frage und ergriff die Hand, die sie mir entgegen streckte. âSie ist meine beste Freundin!â mischte James sich ein. Lily sah mich unglĂ€ubig an. âJa das stimmt. Allerdings bin ich ganz anders als er. Ich wĂŒrde dich nicht jeden Tag um ein Date bittenâ grinste ich sie an. Sie lachte, genauso wie Peter, Remus und Black. James guckte mich nur böse an. âJa das dachte ich mir schon. Naja man sieht sich dann sicher, oder Ashley? Komm Remus, wir mĂŒssen langsam mal einen Rundgang machen. TschĂŒss, Ashley.â âJa, bis baldâ rief ich ihr hinterher. Dann waren Remus und Lily verschwunden.
Ein halbe Stunde spĂ€ter waren James, Black, Peter (irgendwie mag ich den nicht) und ich dabei Karten zu spielen. Wir waren gerade fertig (Peter hatte verloren) und Black suchte das Zauberschach in seinem Rucksack, als Remus wieder kam. âOh man. Ich bin erledigt!â murmelte er leise vor sich hin. âSag mal Ash, wie kommt ihr eigentlich nach Hogwarts? Mit dem Boot oder der Kutsche?â wandte er sich dann an mich. âMit der Kutscheâ beantwortete ich ihm und schaute James und Black beim spielen zu. Ich wurde von vier Augenpaaren angeglotzt. Okay, Peter glotzt mich eh schon die ganze zeit an (das wird langsam unangenehm!), aber die anderen drei sahen mich nun auch an. âMit der Kutsche? Wieso mit der Kutsche? Alle ErstklĂ€ssler mĂŒssen mit dem Boot rĂŒber, wieso nicht ihr auch? Ihr seid doch heute zum ersten Mal hier in Hogwartsâ bombardierten James und Black mich gleichzeitig. Die Fragen waren aber dieselben. Sind die beiden irgendwie Zwillinge, die bei der Geburt getrennt worden waren? âIch war in den Ferien schon hier. Ich hatte auch schon den Hut aufâ erklĂ€re ich den beiden. âEcht? In welches Haus kommst du denn?â wurde ich sofort gefragt. Mein Gott, sind die im Unterricht genauso? âNach Gryffindor, aber Ben kommt nach Rawenclawâ sagte ich aus. âWen interessiert schon dieser Ben?â sagte Black leise, ich hatte ihn aber trotzdem gehört.
Remus Sicht:
Oh oh. Jetzt ist Ashley sauer. Nicht nur sie, sondern auch Prongs und ich hatten Tatze gehört. HĂ€tte er nur einmal zugehört als James uns von Ashley erzĂ€hlt hat, hĂ€tte er mitgekriegt das Ben immer fĂŒr sie da war und sie sehr an Ben hing. Zwar nicht so ĂŒbertrieben, aber sie waren einander sehr wichtig. Na das konnte jetzt interessant werde. âMich interessiert Ben zum Beispiel. Er ist mein Bruder und er ist der einzige den ich in der Familie eigentlich noch habe. Meine Eltern sind das ganze Jahr ĂŒber weg und ich sehe sie vielleicht mal in den Weihnachtsferien. Selten in den Sommerferien. Also halt einfach deine Klappe Black, wenn du keine Ahnung hast wovon andere sprechenâ fauchte sie ihn an.
Er sah ganz verdattert aus, schien aber schon zum Gegenschlag auszuholen. Okay, jetzt kommt Sirius Lebensgeschichte. Wir konnten sie schon auswendig. âImmerhin besser, als jeden Sommer heimzukehren und von seinem Vater gefoltert zu werden, wĂ€hrend der Bruder bevorzugt wird.â Im Abteil herrschte Stille. Keiner sagte ein Wort. Ashley sah aus als wollte sie sich gleich entschuldigen, James sah wĂŒtend aus, Peter glotzte immer noch in den Ausschnitt von Ashley und Sirius... Ja der sah auch irgendwie aus, als ob er sich gleich entschuldigen wollte.
Bevor sich jedoch einer dazu durchringen konnte, ging die AbteitĂŒr wieder mal auf und drei Personen traten ein: Severus Snape (James und Sirius nannten ihn immer Schniefelus), Regulus Black (Sirius Bruder) und Bellatrix Black (Cousine von Tatze). Sie grinste hĂ€misch und zog ihren Zauberstab. âAch, sieh mal einer an. Mein Cousin und seine trotteligen Freunde. Oh, da ist ein neues Gesicht... Wer bist du?â fragte sie Ashley zuckersĂŒĂ. Diese war nicht sonderlich beeindruckt und antwortete gelassen: âIch wĂŒsste nicht was dich das angeht. SchlieĂlich hast du dich auch nicht vorgestellt, oder?â Alles hielt die Luft an. Das einzige GerĂ€usch war das rattern des Zuges. Ich sah wie Bella ihren Zauberstab zog, genauso wie James und Sirius. Sirius auch?
Bei James verstand ich das ja, aber bei Sirius? Naja, vielleicht wollte er seiner Familie mal wieder irgendetwas heimzahlen oder James einfach nur zur Seite stehe. âDu bist aber ganz schön frech fĂŒr eine Neue. Ich rate dir, dich lieber nicht mit mir anzulegen, ich kann ganz schön ungemĂŒtlich werden, nicht wahr Sirileinchen?â Ashley guckte erstaunt zwischen den beiden hin und her. âNa, Schniefelus, hast du Angst alleine durch die GĂ€nge zu Spazieren oder hast du dich in Bella verliebt?â fragte James Snape scheinheilig. Er wusste ganz genau das Snape auf Lily stand. Aber es war tatsĂ€chlich merkwĂŒrdig, das mit den beiden bei uns war. Snape schnaubte wĂŒtend auf.
Regulus mischte sich nun auch ein. âNa groĂer Bruder, wie viele hast du heute schon an den Lippen gehabt? 10? 20?â Er grinste fies. âIm Gegensatz zu dir hatte ich wenigstens welche an den Lippen!â zischte Sirius. Regulus Augen blitzten wĂŒtend. âJetzt rĂŒck verdammt noch eins mit deinem Namen raus!â kreischte Bellatrix auf einmal. Alle anwesenden zuckten zusammen. Wieso wollte sie unbedingt Ashleys Namen wissen? âNur wenn du mir deinen verrĂ€tst, Bella.â So langsam aber sicher ĂŒbertrieb Ashley das Spielchen. Bellatrix ist drauf und dran ihr einen fluch an den hals zu hexen. âBellatrix Blackâ gab sie gepresst von sich. âAshley Carterâ gab Ashley zurĂŒck. âRein-, Halb- oder Schlammblut?â kam es sofort von Bellatrix. Darauf wollte sie also hinaus. âReinblut, ist doch aber egal.â
Unsere drei Besucher lĂ€chelten selig. âWenn du willst, kannst du mit in unser Abteil!â meldete sich Regulus zu Wort. Seine Stimme war plötzlich ganz sanft. Spinne ich, oder will er sie anmachen. James hat das auch so verstanden und sah ihn mit tödlichen Blicken an. âKlar, wieso nichtâ beantwortete Ashley seine Frage.
James Sicht:
Wie bitte? Meine beste Freundin wollte in das Abteil dieser ReinblĂŒtigen Idioten? Ich glaub ich sollte mir eine neue suchen. âAber erst wenn die Hölle gefriert schlieĂe ich mich euch an. Ist doch total egal wer was fĂŒr ein Blut hat. Ich mache diesen quatsch nicht mitâ fĂŒgte Ash hinzu. Puh! Sie war doch vernĂŒnftig. Bellatrix (man war die hĂ€sslich!), Schniefelus (der sowieso) und Regulus (er sah fast wie sein Bruder aus) fielen fast die Augen aus den Kopf. âKönntet ihr nun aus unserem Abteil verschwinden, wir wollen gerne alleine seinâ bat ich sie höflich. âWenn nicht, mĂŒssen wir nachhelfenâ fĂŒgte Tatze hinzu. Bellatrix schnaubte verĂ€chtlich und machte kehrt. Die beiden Idioten folgten ihr. Bellatrix drehte sich jedoch noch einmal um. âGlaub ja nicht, dass du ein zweites Mal so davon kommst. Ich wĂŒrde mich an deiner Stelle vorsehen, sonst passiert schnell irgendetwas!â Mit einem fiesen grinsen im Gesicht verschwand sie.
Ich sah Ash beunruhigt an. Sie hasste solche Leute und ich wollte nicht, dass sie da jetzt hinterher rennt. Ich erwartete Wut in ihren Augen, sah aber Angst. Jetzt hatte Bellatrix es auch noch geschafft sie in Panik zu versetzen. Tatze und ich steckten unsere ZauberstĂ€be wieder ein und ich nahm Ash in den Arm. âHey, ist alles gut. Sie wird dir nichts antun, dafĂŒr sorge ich schon!â flĂŒsterte ich ihr so leise ins Ohr das nur sie mich verstand. Sie nickte nur. Na das Schuljahr fing ja super an; zwei meiner besten Freunde starrten meiner besten Freundin aufs Dekolletee und die Familie meines besten Freundes machten sie fertig. Naja und Sirius. Ich sah ihn besorgt an, aber er schien ziemlich gefasst. Unsere Blicke trafen sich und er sah mich einfach nur an. Ich ihn auch. Wir unterhielten uns ĂŒber die Augen. Ash las an meiner Schulter gelehnt ihr Magazin, Remus las mal wieder ein Buch und Peter... ja der tat wieder das, was er vorhin schon gemacht hatte: er starrte Ash in den Ausschnitt.
âWir sollten uns unsere UmhĂ€nge anziehen, wir sind gleich daâ sprach Remus in die Stille hinein. âOkay. Ich warte drauĂen!â verabschiedete Ashley sich. Ich lĂ€chelte und nickte. Peter sah enttĂ€uscht aus. âPeter. Schau ihr nicht so auffĂ€llig auf den Arsch!â grinste Tatze ihn an. Peter schaute erschrocken und zog sich schnell um. Sirius lachte. âDu kannst reinkommenâ rief Remus aus der AbteiltĂŒr hinaus. âOkay!â Sie kam wieder rein. Sie ging zu ihrem Koffer holte ihre Uniform und den Umhang heraus und drehte sich herum. âKönntet ihr jetzt rausgehen?â fragte sie uns. Remus nickte und schob Peter hinaus. Ich folgte, und dachte dass Sirius hinter mir war, aber da war er nicht. Ich verdrehte die Augen und ging zurĂŒck. âBlack verschwinde, ich will mich umziehen, verdammt nochmal.â âWieso denn? Ich hab doch eh in zwei Tagen an meinen Lippen und dann dauertâs eh nicht lang, bis wir in meinem Bett liegen.â âGanz sicher nicht Black! Und jetzt verschwinde!â schrie sie ihn an. âKomm Tatze!â mischte ich mich nun ein. Ash warf mir einen dankbaren Blick zu. Ich zog Sirius hinaus und schloss die TĂŒr. âMuss das sein, Tatze?â âWas denn?â Ich sah ihn nur an. âBin fertig!â kamâs aus unserem Abteil. Wir gingen wieder hinein.
RĂŒttelnd blieb der Zug stehen und das GedrĂ€nge auf den GĂ€ngen fing an. Ich schnappte mir meinen Koffer genauso wie meine Freunde. Wir stiegen aus dem Zug, stellten unser GepĂ€ck neben Filch ab und gingen zu den Kutschen. Dort sah ich bereits Lily und Alice stehen. Alice Baxter ist die beste Freundin von Lily. âHallo Jungs. Hi. Du bist Ashley, oder? James hat viel ĂŒber dich erzĂ€hltâ verriet sie Ash lachend. Ash lachte ebenfalls. âJa ich bin Ashley. Was hat er denn so alles erzĂ€hlt?â âViel. Aber nur gutes, natĂŒrlich!â Alice zwinkerte ihr zu und lĂ€chelte. âLasst uns doch zusammen fahren, dann könnt ihr euch nĂ€her kennen lernenâ schlug ich vor. DafĂŒr kassierte ich mir einen bösen Blick von Lily ein. âUnd was ist mit Ben?â fragte Ashley. âMit mir ist nichts. Los fahr schon, ich fahr mit meinen Freunden. Wir sehen uns im Schloss!â erwiderte Ben hinter ihr. Sie drehe sich um und umarmte ihn. âWehe du passt nicht auf sie auf!â ermahnte er mich leise. âAlso los, steigen wir ein Leute!â sagte Alice und setzte sich in die Kutsche. Lily und Ashley folgten ihr, danach stiegen auch Remus, Peter, Sirius und ich ein.
Am Portal angekommen, brachte Tatze mich auf eine Idee. âLass uns doch eine Willkommens- Party fĂŒr Ashley schmeiĂen. Dann kannst du deiner Freude endlich mal Luft machenâ teilte Tatze mir mit. âDas ist eine gute Idee!â Ă€uĂerte sich auch Moony. âOkay. Lasst uns Alice einweihen damit sie Lily und Ashley ablenkt, dann haben wir genug Zeit um uns ums Essen zu kĂŒmmern. Moony und ich holen das Essen, Wurmschwanz und Tatze ihr kĂŒmmert euch um den Gemeinschaftsraum. Ich wĂŒrd sagen GĂ€ste ab der 5. Klasse aufwĂ€rts!â bestimmte ich schnell. âAbgemacht!â flĂŒsterten sie mir entgegen und wir machten uns auf den weg. Ash war mit Alice vorausgegangen.
Alice Sicht:
Ashley scheint echt nett zu sein. DafĂŒr, dass sie James schon seit ihrer Geburt kennt, ist sie total anders als er. Auch Lily mag sie, das hat sie vorhin im Abteil gesagt. Und die Jungs auch. Remus kann sie auch ganz gut leiden, sie ist echt nett, hat er zu Lily gesagt, Peter sowieso; der mag jedes weibliche wesen, aber ihr starrte er die ganze Zeit in den Ausschnitt. Mein Gott wie peinlich! Ja und Sirius... der mochte sie, denkt sich aber sicher, das sie sich gut in seinem Bett machen wĂŒrde. Typisch er! Lils, Ashley und ich setzten uns an den Gryffindor Tisch, die Rumtreiber setzten sich neben uns, bzw. neben mir. Remus flĂŒsterte mir ins Ohr: âLenk Ashley und Lils gleich ab, es gibt ne Willkommens- Party!â Ich nickte unmerklich und konzentrierte mich auf die ErstklĂ€ssler. Sie sahen so putzig aus. Nachdem auch der letzte SchĂŒler eingeteilt wurde, sahen James und Sirius erwartungsvoll auf ihre Teller. Die Jungs sollten so langsam mal wissen, das Dumbledore erst seine rede hĂ€lt, bevor es was zu essen gibt. Dumbledore erhob sich: âWillkommen, an die neuen und auch an die alten Hasen...â Ab da hörte ich genauso wenig zu wie die anderen. Naja, auĂer Lily und Remus, hörte fast keiner mehr zu. Plötzlich erschienen die Speisen, und man hörte nur noch das klappern des Geschirrs und das lachen der SchĂŒler. Es wurde, kurz gesagt, einfach wieder laut. âErzĂ€hl mal was von dirâ bat Lils Ash. âDa gibtâs nicht viel. Ich war meine ersten zwei Schuljahre auf Beauxbatons, danach ein Jahr in Deutschland auf der Goethe- Akademie als AustauschschĂŒlerin und dann bin ich wieder da Beaux gegangen. Aber das vierte Schuljahr dort war die Hölle. Die Lehrer wie auch die SchĂŒler waren gemein und dann habe ich meine Eltern ĂŒberredet nach Hogwarts gehen zu können. Aber ich bin nur hier, weil mein groĂer Bruder auch hier ist und auf mich aufpasst. Aber das ist nur halb so schlimmâ Sie lachte. âIst dein Bruder auch ein Gryffindor?â fragte Lily. âNein, er ist Rawenclaw. Er ist super schlau und lieĂt sehr gerne. Hey da vorne ist er, der mit den braunen Haaren.â Sie zeigte auf den Rawenclaw Tisch. Genau in dem Moment wo wir hinsahen drehte er sich um, lĂ€chelte und winkte, Ashley lĂ€chelte ebenfalls und winkte zurĂŒck.
Nach dem Essen, sind die Rumtreiber schnell verschwunden und ich wusste, dass ich jetzt mit meiner Mission anfangen konnte. âAshley, lass uns doch kurz zu deinem Bruder gehen, bevor wir in den Gemeinschaftsraum gehenâ schlug ich vor. âJa wieso nicht. Ben, hey Ben, warte mal!â rief sie ihm zu und wir rannte zu ihm. âHey. Darf ich vorstellen: Das sind Alice Baxter und Lily Evans.â Bei Lils Namen, wechselten die beiden einen bedeutungsvollen Blick. âAlice, Lily, das ist mein groĂer Bruder Ben. Er ist aber nur ein Jahr Ă€lter als ich.â âHi, schön euch kennen zu lernen. Ja, Schwesterchen, aber ein Jahr ist ein Jahr, nicht wahrâ gab er zurĂŒck und verwuschelte ihr das Haar. âOh, verdammt, ich muss mich um die ErstklĂ€ssler kĂŒmmern. Ciao Ben, bis irgendwann mal. Bis gleich MĂ€dels!â Und schon rannte sie davon. Ashley umarmte Ben noch einmal und folgte mir dann in den Gemeinschaftsraum. Ich hoffte sie waren fertig! âPasswort?â fragte die Fette Dame. âSĂ€uredrops!â antwortete ich und sie lieĂ und ein. Lily hatte mir das Passwort im vorbeigehen zugesteckt. Ich sah mich um. Ich sah die Rumtreiber mitten im Raum stehen und Lily an einem der Tische; ich ging schnell auf sie zu und setzte mich zu ihr. Dann kam auch Ashley rein und alle riefen: âHerzlich Willkommen!â
Ashleys Sicht:
Die Party war fast schon wieder vorbei. Alice und Lily waren schon vor Stunden in den Schlafsaal gegangen, ich bin ihnen zwar gefolgt, aber nur um zu sehen, wo ich schlief und bin direkt wieder nach unten gegangen. Es war bereits drei Uhr und auch die letzten Feiernden, hörten auf. âIch geh dann auch mal. Ciao Leute!â murmelte ein Junge aus der siebten und dann war auch er verschwunden. Nur die Rumtreiber und ich waren noch im Gemeinschaftsraum. Die Krawatten der Jungs hingen nur noch lose um ihren Hals und starrten ins Feuer. Ich saĂ in einem der Sessel, die Jungs hatten es sich auf dem Sofa breit gemacht. âI-i-ich geh ins bett!â murmelte Peter gĂ€hnend. âIch komm mit. Bis spĂ€ter, Jungs, gute Nacht, Ashleyâ schloss Remus sich an. Da saĂen also nur noch Black, James und ich im Gemeinschaftsraum. Ich dachte an Ben. Wie ging es ihm wohl? Und meinen Eltern?
âWas ist los, kleine?â fragte Black mich. âKleine?â fragte ich zurĂŒck. âJa, kleine. AuĂerdem stellt man keine Gegenfragen auf fragenâ gab er zurĂŒck. Wieso nannte er mich kleine? âIch bin nicht klein, Black. Wie kommst du eigentlich dazu, mir einen Spitznamen zu geben?â âEinfach so. Was hast du eigentlich gegen mich?â Oh man der war echt doof. Anscheinend kennt er seinen eigenen Ruf an der schule nicht. âKannst du dich noch an die Zugfahrt erinnern oder leidest du an Alzheimer?â âJa ich erinnere mich. Da hab ich dich schlieĂlich kennen gelernt!â Er zwinkerte mir zu. Whaaaa! Ich drehe wegen dem noch durch. âAuch an deinen Satz ĂŒber Quidditch?â bohrte ich scheinheilig. âEhm, welchen meinst du genau?â âDen wo du sagtest das MĂ€dchen nicht so gut Quidditch spielen können!â âAch so das. Ja was ist damit?â âMĂ€dchen können sehr wohl gut Quidditch spielen. Was ist zum Beispiel mit Chantal?â Chantal ist James Mutter. Und sie war nach ihrem Abschluss fĂŒr 5 Jahre Quidditch Spielerin in der National Mannschaft. Doch als sie dann Jack kennen lernte, hĂ€ngte sie ihre Karriere auf den Nagel.
Zwei Jahre spĂ€ter heiratete sie ihn und ein bisschen spĂ€ter kam James. Ich lĂ€chelte bei dem Gedanken, wie meine Mum und Chantal immer aussahen, wenn sie mal wieder die Hochzeit von mir und James planten. Wie soll ich meiner Mum nur erklĂ€ren, dass es keine Hochzeit geben wĂŒrde. Ich stand nicht mal auf James. Nicht, dass er nicht gut aussehen wĂŒrde, aber ich kenne ihn besser als jeden anderen und auch besser als mich. Es wĂ€re so, als ob ich Ben heiraten mĂŒsste. âJa okay, sie ist eine Ausnahme, aber sie war auch wirklich gut. Warum lĂ€chelst du?â âHab an was gedachtâ murmelte ich verlegen. âUnd an was?â bohrte Black. âIst egal.â âJetzt sag schon!â âNein!â âKomm schonâ löcherte mich nun auch James. âNein, ist egal. Ich geh ins Bett!â
Ich stand auf und ging auf die Treppe zu, als ich plötzlich zurĂŒckgezogen wurde und auf dem Sofa saĂ. James und Black standen vor mir mit einem fiesen grinsen. âSagâs, oder wir kitzeln dich durch!â stellte James mir deren Forderung. Ich blitzte ihn warnend an. âDas wagst du nichtâ sagte ich. âNicht?â James zog eine Augenbraue hoch. âJetzt sag schon, wieso hast du gelĂ€chelt?â forderte Black. âNein, ich sagâs euch nicht!â Sie sahen sich an- und stĂŒrzten sich auf mich und fingen an mich durchzukitzeln. âHört auf, hört auf ich sagâs euch ja, aber bitte hört auf!â brachte ich lachend raus. âVersprochen?â kamâs gleichzeitig von ihnen. Eindeutig Zwillinge. Sie hörten nicht auf. âJa, versprochen!â krĂ€chzte ich. âSie hĂ€lt ihre versprechen!â meinte James auf Blacks fragenden blick hin.
Sie hörten auf und setzten sich links und recht neben mich. Ich holte erst einmal Luft. âNun sag schon!â bettelte James auf meiner rechten seite. âIch hab nur an deine und meine Mum gedacht und wie sie sich immer unsere Hochzeit vorgestellt hatten.â
James sah mich an und lĂ€chelte erst einmal nur, dann grinste er und dann fing er an zu lachen. Black setzte mit ein und ich fing auch an. âDu und James? Der guckt doch keine andere mehr an seid er sich in Evans verliebt hat!â Es war so Absurd, James und ich? Nie! âIch geh ins Bett Jungs. Gute Nacht!â wĂŒnschte ich den beiden und gab James einen kleinen Kuss auf die Wange. Das hatte ich auch immer gemacht, wenn ich ein paar tage bei James und seinen Eltern verbracht hatte. Black hielt seine Wange ebenfalls hin. âWas willst du?â fragte ich ihn frech. Ich wusste ganz genau was er wollte. Er zeigte nur auf seine Wange und hielt sie weiter zu mir. Ich ĂŒberlegte schnell was ich machen könnte. Ihm eine zu verpassen war zu hart. Da erinnerte ich mich, wie meine Mum meinen Stiefdad kennen gelernt hat. Ja meine Eltern hatten sich getrennt, als ich noch klein war und danach hat meine Mum sich in einen Muggel verliebt und ihn anschlieĂend geheiratet. Sie hatte ihm Sahne von der Wange geleckt auf einer Party (Ich war nicht dabei, sie hat es Ben erzĂ€hlt und er mir ^^). Also beugte ich mich vor und- fuhr mit meiner Zunge kurz ĂŒber die Wange. Dann zuckte ich zurĂŒck und lief lachend auf die Treppe zu. Black guckte nur verdattert. âGute Nacht!â sagte ich noch einmal und verschwand.
Oben zog ich mir schnell eine Stoff Hotpants an und ein enges Top. Dann schlĂŒpfte ich in mein Bett am Fenster und sah noch einmal kurz in den Himmel. AnschlieĂend drehte ich mich um und sah auf meinen Wecker. Es war fĂŒnf Uhr. Und um neun begann der unterricht. Drei Stunden schlafen. Das wĂŒrde morgen sicher lustig werden im Unterricht. Aber ich war in Hogwarts mit Ben und James. Mit diesem Gedanken und einem lĂ€cheln auf den Lippen schlief ich ein.
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