
von Claire Greene
Danke RonsMine89 für deinen Kommi, es freut mich das es dir gefällt und hoffe das ich dich als Leserin behalte ;) *keks geb* Ich wünsch dir viel spaß beim Lesen!
auch den anderen Leser!
Freue mich ĂĽber viele Kommis!
Alles Liebe Claire
_____________________
Sirius Sicht:
Ich sah ihr verdattert hinterher. Das war mir noch nie passiert, dass ein Mädchen mich nicht küssen wollte. Normalerweise wollten sie das alle. Neben mir kicherte James erst, dann fing er an zu lachen. Ich sah ihn wütend an. „Wieso lachst du?“ fragte ich ihn wütend. „Dein...dein...dein Gesicht! Du siehst so... so... geschockt aus!“ stieß er lachend hervor. „Das ist nicht lustig!“ „Doch ist es Tatze.“ „Nein!“ „Doch!“ „Nein!“ „Doch!“ James hatte sich beruhigt. „Ich glaube, Ashley ist das einzige Mädchen, die nicht sofort auf dich anspringt, abgesehen mal von Lily, oder?“ fragte er mich urplötzlich. Ich überlegte kurz. „Ja kann schon sein. Aber für wie lange? Mir konnte noch kein Mädchen lange widerstehen“ Ich grinste ihn an. Er mich auch.
„Jaja, schon klar. Aber Ash ist eine echt harte Nuss, das habe ich auf der Grundschule bemerkt.“ Bei diesem Gedanken lachte er kurz auf. James hat mir in der ersten Klasse erklärt was eine Grundschule ist. Anscheinend war das eine ganz lustige Zeit für ihn. „Wie meinst du das?“ fragte ich ihn verwirrt. „Naja, kein Junge auf der Grundschule hat es je geschafft mit ihr zusammen zu kommen, ich glaube bisher hat es nur ein Junge von Beauxbatons geschafft mit ihr zusammen zu kommen. Ben hat mir erzählt, dass sie in der zweiten und dritten zusammen waren. Irgendwann hat er dann herausgefunden, dass sie nur eine der drei Mädchen war, mit denen er zusammen war. Sie war echt enttäuscht. Ich hätte ihr gerne geholfen, aber Ben hat es gemacht. In dem Sommer war sie für ein paar Tage bei mir und hat mir alles erzählt. Um sie wieder aufzuheitern habe ich ihr dann von Lily und mir erzählt und von unseren Streichen. Aber glaub mir, ich war so wütend auf ihren Ex. Sollte ich ihm jemals begegnen, dann sieht’s echt übel aus für ihn!“ Oha. Da war aber einer sauer.
„Ja, aber ich bin ein Meister in meinem Fach, genauso wie du!“ Ja, auch der liebe James hatte mal gaaanz viele Mädchen gehabt. „Ich will nicht, dass du sie ausnutzt. Das hat sie nicht verdient!“ „Okay. Aber wetten, ich krieg sie dazu mich zu küssen?“ wettete ich mit ihm. „Wetten nicht!“ lachte er. Klasse, wir wetteten mal wieder. Wie hatte ich das diesen Sommer vermisst. „Der Verlierer muss... die ekeligsten Bohnen von Bertie Botts essen!“ „Abgemacht. Du hast eine Woche Zeit!“ fügte er hinzu und ich schlug ein. Ich brauchte zwei Tage! „Lass uns schlafen gehen, es ist Spät!“ meinte wir gleichzeitig und grinsten. Wir stiegen die Treppe nach oben und zogen uns um. Wir wünschten uns eine gute Nacht und stiegen in unsere Betten. Meins war direkt neben dem Fenster. Ich schaute noch eine Weile in den Sternenhimmel, und entdeckte den Stern Sirius. In meinem Kopf entwickelte sich bereits ein Plan. Was war schon dabei, Mädchen flogen auf mich zu, damit sie mich küssen konnten, warum nicht auch sie?
Ashleys Sicht:
Ein Kissen weckte mich. Irgendjemand in meinem Schlafsaal hatte mich mit einem Kissen beworfen. Wahrscheinlich Tatjana, weil mein Koffer wieder einmal vor ihrem Schrank stand. Wie ich die Schüler von Beauxbatons doch hasste. Man konnte sie nie zufrieden stellen. Ich drehte mich um, und versuchte zurück in meinen Traum zu kommen. Ich hatte geträumt ich wäre mit Ben in Hogwarts und hätte am Abend mit James und Black im Gemeinschaftsraum gefeiert. Eine Lily und eine Alice von denen er mir mal erzählt hat, waren ebenfalls drin vorgekommen. „Komm schon, Ashley, steh auf. Wir müssen in den Unterricht und wir wollen noch frühstücken“ rief eine Stimme die mir bekannt vorkam. Da flog ich auf einmal aus meinem Bett. „Der kam super Lily. Ob sie jetzt endlich wach ist?“
Ich öffnete die Augen und sah im ersten Moment gar nichts. Langsam aber sicher erschien dann aber Lilys Gesicht vor meinen Augen. „Wo bin ich?“ murmelte ich müde. „Ehm, in Hogwarts. Ashley, geht’s dir gut?“ fragte Lily besorgt. Es war also kein Traum! Es war alles wahr! Ich war nicht mehr auf Beaux! Jipiiii!! So schnell ich konnte sprang ich auf, rannte zu meinem Schrank und holte die Uniform raus. Dann wandte ich mich um und lief in Richtung Badezimmer und stieß vor der Tür mit einem Mädchen zusammen. „Mensch, kannst du nicht aufpassen. Jetzt sind meine Haare durcheinander!“ kreischte mich ein blondes Mädchen an. Ich sah sie mir genauer an: sie war schlank, hatte blonde Haare und braune Augen. Sie sah aus wie einer dieser Barbies. Mein Stiefdad hatte mir so eine mal geschenkt, sie hatte aber nicht lange gehalten. James und ich hatten sie irgendwie kaputt gemacht (ich sag euch lieber nicht wie, es nur auf einmal geknallt) und seid dem tag hatte ich keine mehr bekommen.
Sie sah mich immer noch wütend an. „Tut mir leid, ich wusste nicht dass da jemand drin war, ich bin gerade erst aufgestanden“ erklärte ich ihr freundlich. Ich dachte mir, wenn ich freundlich bin, dann ist auch sie freundlich. Haha, falsch gedacht. „Wer bist du überhaupt, du Schnepfe?“ Okay eindeutig, eine Zicke. „Ich bin Ashley Carter, die neue. Und du?“ „Eliza. Eliza Cole“ meinte sie hochnäsig und stolzierte an mir vorbei. Ich schüttelte den Kopf und verschwand im Bad. Nachdem ich mich umgezogen hatte, merkte ich die Müdigkeit. Ich spritzte mir kaltes Wasser ins Gesicht und trocknete es wieder ab. Ich war immer noch nicht wach. Dann muss ich ja doch Kaffee trinken. Ich ging raus. Eliza war schon verschwunden. „Können wir los?“ fragte mich Alice und ich nickte. Wir schnappten uns unsere Taschen und gingen in die große Halle. Unterwegs erklärten Lily und Alice alles. Angekommen, sah ich mich sofort nach Ben um. Ich sah ihn am Rawenclaw Tisch sitzen. Er sah ebenfalls rüber, nachdem einer seiner Freunde ihn angestupst hatte und ich lächelte ihn an. Er winkte und wollte rüberkommen, aber ich wurde mitgezogen zum Tisch.
„Morgen!“ nuschelten James und Sirius uns zu. Peter und Remus wirkten ausgeschlafen. „Morgen!“ nuschelte ich zurück und nahm mir ein Toast und schenkte mir Kaffee ein. „Guten Morgen!“ wünschten Lily, Alice, Peter und Remus gut gelaunt. „Was habt ihr drei eigentlich?“ fragte uns nun Remus. „Nichts!“ brummten wir drei. „Okay, anders gefragt: was hast ihr drei gestern noch gemacht, dass ihr so fertig seid?“ löcherte uns nun Alice. „Wir hatten einen heißen dreier und haben nun Muskelkater und Schlafentzug!“ fauchte ich. James konnte sich ein lachen schwer verkneifen, während uns die anderen geschockt ansahen. Sirius hörte uns gar nicht zu.
Dann lachte James und die anderen entspannten sich. „Wir haben uns noch unterhalten und sind zu spät ins bett gegangen. Ich hatte nur drei Stunden schlaf“ klärte ich sie auf. „Ach so!“ meinten sie nur und wandten sich wieder ihrem essen zu. „Hallo, Schwesterchen!“ wurde ich von hinten begrüßt. Ich drehte mich um. „Morgen!“ brummelte ich. „Was hast du denn?“ Er klang geschockt. „Nen heißen dreier mit mir und Sirius!“ antwortete James grinsend an meiner stelle. Schön das wenigstens einer von uns wach war. Sirius und ich waren’s nämlich noch nicht. „Wie bitte?“ Bens stimme klang belustigt. „James labert wieder Müll. Ich bin zu spät ins Bett gegangen“ gähnte ich. „Ja das merke ich wohl. Was hast du denn jetzt?“ fragte er mich. „Zu wenig schlaf, verdammt!“ schnauzte ich ihn an. Was war daran nicht zu verstehen? „Ich meine Unterrichts- mäßig!“ „Oh!“ brachte ich nur heraus. „Wir haben Geschichte der Zauberei“ antwortete Lily an meiner Stelle. „Ich habe Zaubertränke. Ich muss los, Nick wartet auf mich.“ „Nick?“ „Ja einer meiner neuen Freunde. Nick Byson, der ist echt nett. Ich stell ihn dir später mal vor, wie wär's beim Mittagessen?“ schlug er vor. Ich nickte nur und wollte weiterschlafen. Bevor mein Gesicht in meinem Marmeladen Brötchen landete hielt Sirius mich davon ab. „Das würde ich nicht tun. Das würde nur deine Schönheit ruinieren“ flüsterte er mir zu. Okay, jetzt war er wieder Black. Ich stand auf und ging in Richtung Tür. Lils und Alice folgten mir. Genauso wie die Jungs. „Hey, ich habe dein Gesicht gerade vor einer Marmeladenglasur gerettet, verdien ich da nicht ein Kuss?“ fragte Sirius unschuldig. „Natürlich!“ stimmte ich zu und drehte mich um. Er stand vor mir und sah mich einfach nur an. Wahrscheinlich war das einer seiner Maschen um an Mädchen ranzukommen. Aber ich dachte nicht im Traum daran ihn zu küssen, aber eine Belohnung hatte er sich verdient, sonst käme ich jetzt zu spät in den Unterricht. Ich trat einen schritt zurück und pustete ihm ein Küsschen zu. „Danke!“ sagte ich und folgte Lily und Alice. Hinter mir hörte ich Remus und James lachen.
Im Klassenraum zog mich Lily nach vorne und James nach hinten. Das sah sicher merkwürdig aus, denn ich stand in der Mitte und wurde in zwei verschiedene Richtungen gezogen. „Ehm, Leute. Könnt ihr euch für eine Richtung entscheiden? Ich kann mich nicht teilen“ teilte ich ihnen verzweifelt mit. Lils und James blieben stehen und sah mich verwundert an. „Ashley sitzt mit uns vorne, das ist doch klar!“ meinte Lils. „Sie kommt mit uns, schließlich ist sie James beste Freundin!“ erwiderte Black. James nickte bestätigend und Alice stimmte Lily zu. „Ja aber sie ist ein Mädchen. Außerdem ist bei euch eh kein platz mehr frei, bei uns aber schon!“ Auf Beauxbatons hatten sie sich nie darum gestritten das ich neben sie saß, aber hier? Langsam kamen auch die anderen herein und lachten bei unserem Anblick. Ja, auch so konnte man bekannt werden. „Wie wär's? wir setzen uns in die Mitte. Die Jungs in die dritte Reihe, wir uns in die zweite. Dann sind alle glücklich und ich kann meine Arme behalten!“ Anscheinend merkten James und Lily jetzt erst dass sie mich immer noch an den Armen zogen. Schlagartig ließen sie los. „Danke. Also was ist jetzt?“ „Ja, so machen wir das!“ entschied Alice und zog mich mit sich. Ich schüttelte immer noch den Kopf darüber was gerade eben passiert war. Allerdings konnte ich nicht mehr lange darüber nachdenken, denn der Lehrer kam ins Klassenzimmer. Durch die Tafel. Professor Binns war doch tatsächlich ein Geist! Na wenn das nicht ein interessanter unterricht war.
Interessant? Das ich nicht lache. Der Typ hatte eine monotone stimme, dass, wenn er ein Quidditch spiel kommentiert hätte, ich sogar eingeschlafen wäre. Und genau das ist passiert: ich bin im unterricht eingenickt und hatte ein bisschen schlaf nachgeholt. Ich hätte sicher den gesamten unterricht verschlafen, wenn Alice mich nicht angestupst hätte. „Ash.“ Ich war so erschrocken das ich vor schreck in den Raum rief: „Sie sieht aus wie eine Barbie!“ Ich hatte von der neuen Familie meines Vaters geträumt. Alle Schüler wurden dank mir aus ihrem Dämmerschlaf geholt und Lily, Alice, Remus, James und Black kicherten. „Wie bitte, Miss... wie heißen sie nochmal?“ „Ehm, ich heiße nicht Miss wie-heißen-sie-nochmal sondern miss Carter!“ Mein Gott war ich müde, aber das hatte ich absichtlich gemacht. Nun lachte die ganze Klasse und ich grinste breit. Der Lehrer war vollends verwirrt, bat um ruhe und machte mit seinem monotonen Vortrag weiter, wo ich ihn unterbrochen hatte. Ich wandte mich an Alice: „Was gibt’s?“ „Hier. Von Sirius und James!“ sagte sie und hielt mir einen Zettel hin. Ich sah sie fragend an. „Ich hab keine Ahnung was da drin steht. Ich würde sagen du siehst einfach nach!“ verteidigte sie sich.
Kommst du zu den Auswahlspielen?
Das stand auf dem Zettel. Da ich aber zu faul war meine Feder und Tinte aus meiner Tasche zu holen, lehnte ich mich nach hinten. „Ja wieso?“ flüsterte ich. „Klasse. Wir brauchen noch eine Jägerin!“ James hörte sich begeistert an. „Wer sind den die anderen?“ gab ich zurück. „Sirius und ich“ kam sofort die antwort. „Aha.“ Geistreiche antwort, was? Aber ich war verdammt müde. „Jungs, können wir das nachher klären? Ich bin total müde und das ist wahrscheinlich der einzige unterricht in dem man pennen kann“ gähnte ich. „Jep!“ stimmte James mir zu und ich lehnte mich wieder nach vorne und bettete meinen Kopf auf meine Arme.
„Man, ist der Typ immer so, oder war er nur eine Vertretung?“ fragte ich die anderen entgeistert. Wie sollte ich meinen Abschluss in diesem Fach machen, wenn ich jedes Mal einpenne? „Der ist immer so!“ antwortete James. Ich stöhnte. „Los, wir müssen zu Verwandlung“ murmelte ich ergeben. Dort angekommen, erkannte ich dass es wieder dasselbe Problem gab. Sie versuchten mir schon wieder die arme auszureißen. „Leute, lasst Ashleys arme dran. Ich würde sagen wir sitzen wieder so wie vorhin oder?“ rettete mich Black aus der Situation. Ich nickte schnell und verzog mich in die zweite Reihe. Bevor ich da ankam wurde ich in die dritte geschleift und befand mich plötzlich zwischen James und Sirius. Remus saß mit Peter, Alice und Lily in der zweiten. Ich sah sie nur verwirrt an, aber bevor sie mir antworten konnten, kam schon Professor McGonagall rein. „Guten Morgen Klasse!“ begrüßte sie uns barsch. „Guten Morgen, Professor!“ begrüßten wir sie zurück. „Bevor wir heute mit unserem Thema anfangen, möchte ich ihnen eine neue Schülerin vorstellen. Miss Carter, wenn sie bitte nach vorne kommen würden“ bat sie mich. Ich verfluchte diesen Tag. Aber ich hatte auch schon eine Idee um mich mal wieder zu retten. Das kam davon, wenn man mit James aufwuchs. Also ging ich nach vorne und stellte mich neben Professor McGonagall. „Erzählen sie was über sich“ forderte sie mich auf. „Da gibt’s nicht viel. Aber für die es noch nicht mitgekriegt haben: ich bin Ashley, 15 Jahre alt, habe einen älteren Bruder und einen verrückten Freund.“ Viele sahen mich verwirrt an und eine meldete sich. „Ja bitte, Miss Prewett?“ „Ich möchte nur wissen wer der verrückte Freund ist.“ Ich schüttelte den Kopf. „Es gibt nur einen verrückten auf Hogwarts. Und das ist Jamsie Potter“ Jetzt lachten alle, außer McGonagall und James. Ich lächelte ihn nur an. Aber Black sollte nicht so davon kommen. „Und ich habe noch einen Freund, der ist auch verrückt, aber verrückt nach Mädchen. Darf ich vorstellen? Sirius ‚Casanova’ Black, bevorzugter Spitzname Tatzchen“ grinste ich. Nun lachten alle. McGonagall lächelte nur und Black sah mich entgeistert an. „Nun gut, Miss Carter, sie dürfen sich setzten. Und nun schlagen sie bitte ihre Bücher auf, und zwar die Seite sechs. Lesen sie das Kapitel durch und beantworten sie mithilfe des Textes die folgenden fragen.“ Sie schrieb 10 fragen auf und wir schrieben sie ab. Das Kapitel handelte von Animagie.
Lilys Sicht:
Ashley war echt nett. Allerdings war sie heute Morgen total müde. Ich lächelte bei dem Gedanken, wie sie heute aus dem Bett gefallen ist. Es war urkomisch. Und wie sie Potter und Black beschrieben hatte, perfekt. Okay ich schweife ab. Nach Verwandlung sind wir in die Große Halle gegangen und haben dort Ben und seinen Freund Nick getroffen. Er hatte blonde Haare und blaue Augen. Und er sah süß aus. „Hey Ash, das ist Nick, von dem ich dir erzählt habe. Nick, das sind meine Schwester Ashley mit ihre Freundinnen Alice und Lily.“ Bei meinem Namen sah er mich an und lächelte. Er hatte ein Traumhaftes lächeln. Stopp Lily! Wir wollen mal vernünftig bleiben. „Hi Nick“ begrüßten wir ihn. „Wollt ihr nicht mit uns zu Mittag essen?“ schlug Ash vor. Oh mein Gott. Mit Ben und Nick zu Mittag essen? Ich würde mich doch nur zum Affen machen. Ich sah sie zweifelnd an, aber Alice war wohl ihrer Meinung. „Super Idee. Ich würde sagen, jeder holt sich was und dann gehen wir zum See. Draußen ist es ja noch warm.“ „Ja, klasse Idee. In fünf Minuten wieder hier, abgemacht? Los komm Nick!“ und schon waren sie verschwunden. „Komm Lils!“ forderte Ash mich auf und wir rannten zu unserem Tisch.
Schnell packten wir uns ein paar Sachen ein und wollten gerade verschwinden, als Black Ash davon abhielt. Was wollte der Typ eigentlich von ihr? „Hey, Carter. Wo wollt ihr hin?“ fragte er Ash. Ach, ist er jetzt auch bei den Nachnamen angekommen? „Da wo du nicht hin gehst!“ replizierte sie. Jetzt kam auch noch Potter hinzu. Hallo? Ich wollte meine Mittagspause dann doch gerne mit Nick und Ben verbringen! „Geht schon mal vor, ich klär das grade!“ teilte sie mir mit. „Wo wollt ihr hin?“ löcherte nun auch Potter. „Weg. Könntest du deinem kleinen Freund hier mal sagen, dass er mich vorbeilassen soll?“ bat sie Potter. Es musste ein fluch sein, mit ihm aufzuwachsen. „Wir essen mit Ben und einem Freund von ihm zu Mittag, und nebenbei verkuppeln wir Lils!“ gab sie frech zurück.
Ich funkelte sie wütend an. Potter sah mich entsetzt an. „Mit wem?“ „Ist egal James. Kann ich jetzt bitte durch, Black?“ bat sie ihn genervt. „Was kriege ich dafür?“ „Eine Ohrfeige, wenn du mich nicht sofort durchlässt!“ drohte sie ihm. „Wie wär's mit einem Kuss?“ forderte er. Wieso zum Teufel wollte er sie unbedingt küssen? Heute auf dem weg zur ersten Schulstunde auch schon. Ob er und Potter mal wieder gewettet haben?
„Hey Jungs. Ehm, Tatze, was machst du da mit Ashley?“ rettete Remus die Situation. Puh, nochmal Glück gehabt. Wenn es wieder einen Weihnachtsball geben sollte, werde ich persönlich dafür sorgen, dass einer von uns dreien mit ihm dahin geht, als Dankeschön. Und zu Not geh ich mit ihm hin. Black drehte sich um und ließ dabei eine kleine Lücke durch die Ash hindurchlüpfte. „Danke, Remus.“ Sagte sie noch schnell und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Blacks Geschichtszüge entglitten. Remus schaute verwirrt, während wir nach draußen verschwanden.
Remus Sicht:
James war kurz vorm lachen, Sirius sah mich entgeistert an und die Mädchen verschwanden. Hatte ich irgendetwas verpasst? „Ehm, Tatze? Warum siehst du mich so an, als ob ich ein Geist wäre?“ fragte ich ihn unsicher. Ich schrak zusammen, als James plötzlich anfing zu lachen. „James, das ist nicht witzig!“ knurrte Sirius. „Doch ist es!“ antwortete James zwischen zwei Lachanfällen. „Könnte mir mal einer von euch erklären was hier los ist und was das vorhin war?“ versuchte ich die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. „Draußen!“ grollte Sirius und ging nach draußen. James, Peter und ich folgten ihm.
Sirius setzte sich an unserer Lieblingseiche am See. Auf der gegenüberliegenden Seite sah ich Ashley, Lily und Alice mit zwei Jungen. Der eine war Ben, Ashleys Bruder und der andere Nick Byson. Ich setzte mich zu meinen Freunden. „Also?“ fing ich an. James sah kurz zu Sirius und dieser auf die andere seite. „Wer zum Teufel ist das bei den Mädchen?“ fluchte er. Wollte Sirius etwa was von einen von denen? „Ben, Ashleys Bruder und Nick Byson, aber das ist jetzt unwichtig. Jungs was ist denn bloß los mit euch?“ Nun war ich vollend verwirrt, und das ist wirklich selten. James erkannte das auch (na endlich) und fing an zu erzählen. „Naja, also so richtig viel zu erklären gibt es da nicht. Sirius hat gewettet, dass er es schafft, dass Ash ihn küssen würde, ich hab dagegen gehalten. Und wenn er es in einer Woche schafft, dann muss ich die ekeligsten Bohnen von Bertie Botts essen.“
James verzog das Gesicht. Erst grinste ich, dann fing ich an zu lachen. Meine Freunde sahen mich verständnislos an. Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, grinste ich sie mit dem Rumtreiber grinsen an. „Deshalb hast du mich so komisch angesehen, weil sie mich und nicht dich geküsst hat. Und das ist auch der Grund, wieso du heute Morgen einen Kuss gefordert hast. Oh man, Prongs, Pad, müsst ihr immer um Mädchen wetten?“ Ich schüttelte den Kopf. Diese beiden... „Wir haben um Bohnen gewettet, nicht um Mädchen, Moony!“ klärte Sirius mich grinsend auf. James antwortete gar nicht mehr, sondern starrte zu den Mädchen. „Prongsi, alles klar?“ neckte Sirius ihn. Ich verdrehte die Augen. „Dieser Kerl schmeißt sich an Lily ran“ knurrte er. Ich sah rüber. Naja, ranschmeißen konnte man es nicht nennen. Eher das er mit Lily UND Ashley flirtete, während Ben sich mit Alice ‚vergnügte’, also sie unterhielten sich und lachten viel. „Naja, sieht eher so aus, als ob er mit Lily und Ashley flirten würde, oder?“ hakte ich vorsichtig nach. Wenn Blicke töten könnten, dann würde Nick jetzt tot umfallen.
„Ashley, lass die Finger von dem Typen, der ist nicht ganz sauber!“ bearbeitete James Ashley beim Abendessen. Irgendwie checkt er’s nicht; Ashley will nichts von ihm sondern Lily will was von Nick. Aber das verrate ich ihm ja nicht. „Glaub mir James, ich kann schon gut alleine entscheiden, wer sauber ist und wer nicht. Und ich muss sagen, der hat sich eindeutig gewaschen, im Gegensatz zu Peter!“ Das letzte hatte sie ihm ganz leise geantwortet. Ich tat so, als ob ich es nicht gehört hätte, konnte mir aber ein kleines lächeln nicht verkneifen. James grinste, wurde aber sofort wieder ernst. „Ash, du weißt was ich meine. Der Typ wird dir wehtun, er ist nicht ehrlich. Mensch, ich will nicht das dir einer weh tut!“ versuchte er verzweifelt sie umzustimmen. Es war ja auch irgendwie süß wie er sich um sie sorgte. „Hey, James schon klar. Aber er ist echt nett. Und seit wann bist du so eifersüchtig? Ich will doch gar nichts von ihm!“ verteidigte sie sich. „Ich bin nicht eifersüchtig, ich mach mir nur sorgen. Ich kenne Nick“ zischte er. Seit wann denn das?
Ach ja... Byson war der, der letztes Jahr, als er in der 5. war, ein Quidditch spiel manipuliert hat. Er hat die Mädchen in der Hufflepuff Mannschaft angemacht und sie so dazu gebracht, dass er und seine Mannschaft gewannen. Er hatte ganz schönen Ärger kassiert. „Er hat ein Spiel manipuliert!“ mischte sich jetzt auch Sirius ein. „Jungs, ich will nix von dem, kapiert ihr das nicht? Lily will was von dem und er anscheinend auch was von ihr!“ empörte sie sich. Sirius sah jetzt gelassener drein während James blass geworden ist. „James alles in Ordnung?“ fragte Ash ihn jetzt panisch. „Er... er... will was von Lily?“ kam es flüsternd von ihm. Er wurde blass. „James?“ Sie wedelte mit ihrer Hand vor seinem Gesicht herum, doch er merkte es nicht.
James Sicht:
Schock. Das war das einzige was ich fühlte. Wieso? Ja, das war so eine Sache. Ich kannte viele Jungs die was von Lily wollte, sie war schließlich wunderschön und klug und nett... Aber das sie auch was von ihm wollte... Das traf mich irgendwie. Gerade weil Nick ein Arsch war, erst das wegen Quidditch und dann noch... ja was hatte er noch getan? Nix. Er war ein Musterschüler gewesen, bis diese Sache mit dem Quidditch spiel rauskam. Und das war es, was mich so unglaublich wütend machte. „James, beruhige dich. Alles wird gut!“ murmelte Moony mir zu. Sah man mir die Wut so deutlich an? „Ja tut man!“ antwortet mir Sirius. Mist ich denke laut.
„Liebe Schüler!“ begann Dumbledore. Warum hielt er am ersten Schultag eine rede? Auch meine Freunde sahen verwirrt aus. „Ich möchte ihnen allen etwas mitteilen. Dieses Jahr wird es neben dem Weihnachtsball auch einen Herbstball geben. Die Idee kam von Mrs Sprout und die Lehrerschaft war einverstanden. Der Ball wird am 1. Oktober stattfinden. Teilnehmen dürfen alle Schüler ab der dritten. Die Dritt- und Viertklässler müssen allerdings um 10 Uhr ins Bett, während die Schüler aus der fünften bis zur siebten Klasse bis Mitternacht feiern dürfen. Der Ball beginnt um 7 Uhr. Alles Weitere erkläre ich ihnen wenn es so weit ist. Guten Appetit.“ Sofort fing das tuscheln an. Ein frühzeitiger Ball? Das war meine Chance!
„Ash, das ist doch Klasse!“ kreischten Lily und Alice. Lilys Augen strahlten. Das war auch der Grund warum ich sie sofort fragen wollte, aber ich kam nicht dazu. „Was ist Klasse?“ „Das mit dem Ball. Nächstes Wochenende können wir nach Hogsmeade und Kleider kaufen gehen. Und Schuhe und Schmuck und alles was wir sonst so brauchen. Und dann können wir tanzen und...“ Haha, Ash und shoppen? Die hing zu viel mit mir rum, sie ist einfach gestrickt! „Ehm , Mädels? Ich will euch ja jetzt nicht enttäuschen aber...“ weiter kam sie nicht weil Julia kam. Julia ist eine beste Freundin von Alice und Lily. Ich glaube sie war heute im Krankenflügel, jedenfalls hatte ich sie heute noch nicht gesehen. „Julia!“ riefen Lily und Alice erfreut. Ash sah mich nur flehend an. „Hi Julia! Na wie geht’s?“ fragte ich sie. „Hi James. Gut und selbst. Hi. Bist du Ashley? Die von der James öfters mal erzählt hat und von der Sirius geschwärmt hat mit Remus?“ fügte sie zu Ashley gewandt hinzu. Sie sah uns geschockt an. Wir sahen Julia geschockt an. Dann lachten die Mädels los. „Eure Gesichter sind jedes mal der Wahnsinn!“ lachte Ash. Und das soll meine beste Freundin sein. Ich knuffte sie in die Seite. „Ich hab dich auch lieb Jamsie!“ meinte sie und umarmte mich.
„Ich will nicht shoppen!“ jammerte Ash. Lily und Alice hatten kein erbarmen gezeigt und Lia auch nicht. Und jetzt jammerte sie uns die Ohren im Gemeinschaftsraum voll. Ich nahm das aber gerne in Kauf. „Ash. Wir haben deinen Tanzpartner gefunden!“ trällerte Alice. Ich hob erstaunt den Kopf. „Mit wem geht’s du denn?“ fragte ich Ash. „Das würde ich auch zu gerne wissen wollen“ schloss Sirius sich an. „Und ich erst“ meinte Ash. „Du gehst mit Remus.“ Alle Blicke wandten sich zu ihm. Er wurde knallrot. „Hab ich was verpasst?“ fragte Sirius. „Das war Lilys Idee. Als Dankeschön, dass er Ashley vor Sirius gerettet hat!“ „Ach so, die Geschichte!“ lachte nun auch Ash. Sie lächelte ihn an. „Also Remus?“ fragte sie dann. Er sah sie verwirrt an. „Wie? Ach so ja... Ehm, also Ashley... willst du mit mir zum Ball?“ fragte er dann schüchtern. „Wieso nicht? Wenn ich jetzt nein sagen würde, wäre ich morgen Tod!“ lachte sie. „Und was ist mit mir?“ kam es enttäuscht von Sirius. „Was soll mit dir sein Black?“ blaffte Lily ihn an. Ja das ist meine süße, immer schlecht auf uns zu sprechen. Naja eigentlich ist sie ja nicht meine süße, aber sie hört ja meine Gedanken nicht. Ist vielleicht auch besser so.
„Ich dachte, Ash und ich gehen zusammen zum Ball“ entrüstete er sich. „Black, ich gehe ganz bestimmt nicht mit dir zum Ball!“ erwiderte Ash. Ich glaube, Ash hasst Sirius. Aber er findet sie ganz nett. Wahrscheinlich soll sie einfach nur eine neue Trophäe für ihn sein. Aber ich kenne ja Ash, die wird sich das sicher nicht gefallen lassen.
Am Abend saßen Remus, Sirius und ich in unserem Schlafsaal und unterhielten uns. Peter pennte schon. „Sirius, ich glaube du hast wenige Chancen darauf, dass Ashley dich küsst. Die mag dich nicht sonderlich“ redete Remus auf Sirius ein. Der lachte nur wirkte allerdings nervös. „Ach was. Ich brauch nur ein bisschen Hilfe. Schade das noch nicht Winter ist!“ fluchte er. Winter ist seine Lieblingsjahreszeit. Was weiß ich warum, wahrscheinlich weil es dann immer Geschenke gab. „Was hat denn der Winter damit zu tun?“ fragte ich verwundert. „Mistelzweige!“ kam es nur. Natürlich! Da drunter musste man ja einen küssen. Remus und ich kicherten. „Ja, das ist ja echt suuuuper schade! Ich kann gut und gerne drauf verzichten, ich muss ständig aufpassen nicht mit einem Mädchen drunter zu stehen und wenn, dann sollte es Lily sein und nicht irgendeine“ murmelte ich. „Ja, aber so hätte ich die Wette schon gewonnen!“ „Sirius, wieso ist es so wichtig dass du die Wette gewinnst? Willst du sie unbedingt küssen oder wie?“ kam’s von Moony. Die Frage ist nicht mal unberechtigt. „Ich will keine widerlichen Bohnen essen. Und was das küssen angeht... kannst du dir das nicht denken?“ grinste er. „Ich kann ihm da nicht widersprechen, allerdings will ich nur Evans küssen!“ stimmte ich ihm zu. „Sag mal, Moony, was ist das zwischen dir und Julia?“ fragte ich ihn. „Nix wieso?“ Er antwortete zu schnell. Tatze und ich grinsten uns an und meinten gleichzeitig: „Ja, klar!“
Ashleys Sicht:
Julia war wirklich ein schatz. Okay, ich kannte sie erst seit ein paar stunden, aber sie war total lieb, hilfsbereit und immer für einen da. So hatten Lily und Alice sie beschrieben. Sie wohnte ebenfalls bei uns im Zimmer, war aber erst heute angekommen, weil sie krank war. Sie hatte die Grippe gehabt, die arme, aber jetzt war sie wieder fit. Und wir verstanden uns super. „Du geht’s also mit Remus, Alice mit Frank...“ „WAS?“ riefen Lils und ich erfreut. Das hatte sie uns noch gar nicht gesagt. Frank Longbottom war der Zimmer Genosse von James, Remus, Black und Peter. Und Alice stand schon eine ganze weile auf ihn, wie ich mitgekriegt habe. „Ja, er hat mich direkt nach dem Essen gefragt“ murmelte sie verlegen. Ich sprang auf sie zu und umarmte sie. „Das ist doch klasse, ich freu mich so für dich!“ Die anderen stimmten mir zu. „Und ich geh mit Nick!“ flüsterte Lils ganz leise, aber ich hatte sie trotzdem verstanden. „Echt jetzt?“ wollte ich von ihr wissen. Als sie merkte, dass ich sie gehört hatte, wurde sie rot. „Ja. Er hat mich vorhin gefragt als ich kurz draußen war. Er war mit deinem Bruder unterwegs“ erzählte sie. Jetzt sprang ich auf sie zu und drückte sie an mich. „Das ist doch super, toll, klasse! Jetzt weiß ich jedenfalls dass ihr mitkommt!“ freute ich mich. „Aber mit wem geht’s du?“ fragte ich Julia. „Weiß noch nicht. Mal sehen, wer so fragt“ lächelte sie verschmitzt.
Plötzlich sprang die Tür auf und Eliza trat ein. „Na, habt ihr schon Begleiter für den Ball?“ wollte sie hochnäsig von uns wissen. „Was geht dich das an?“ schimpfte ich. „Mit wem gehst du denn?“ fragte Julia. „Ach auch wieder da? Na ich geh mit Sirius, mit wem sonst?“ Überheblich wie immer, fand ich. „Mit Black?“ kam es von Lils. Ich fing an zu kichern. „Was lachst du?“ fuhr sie mich an. „Ach, weißt du, ich bin ein fröhlicher Mensch, das ist alles.“ Lily, Alice und Julia fingen auch an zu grinsen. Wir kannten uns zwar noch nicht lange aber wir verstanden uns schon fast blind. „Entschuldigt mich mal kurz Mädels, ich muss zu James, ich möchte ihn fragen ob ich mit Hazel ausleihen kann, damit ich meinen Eltern einen Brief schreiben kann. Vielleicht kann ich auch nebenbei ein Foto von Blacks Body machen, damit du’s angaffen kannst, Eliza!“ Ich grinste sie an und verschwand schnell, ihr Gesicht wurde schon gefährlich rot. Die anderen lachten sich bereits schlapp.
Der Gemeinschaftsraum war schon leer. Ich wusste nicht wie spät es ist, aber ich wollte jetzt auch nicht zurück. Also ging ich die Treppe zu den Jungen Schlafsälen. Abrupt blieb ich mitten auf der Treppe stehen. Ich wusste gar nicht wo James schlief, und überall klopfen wollte ich auch nicht. Ich seufzte auf und wollte mich gerade umdrehen, als ich James stimme hörte. Ich verstand nichts, aber ich konnte ihr folgen. Ich horchte an jeder Tür. An der dritten Tür war die stimme direkt dahinter. Ich klopfte und augenblicklich wurde es still. „Wer ist da?“ fragte Black. Hihi, das verrate ich nicht. „Verdammt James, wer ist da?“ „Moment. Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin“ murmelte James. Was war das denn wieder für ne Beschwörungsformel? „Es ist nur Ashley. Was will sie denn hier?“ kam es verwundert von ihm. Ich öffnete leise die Tür und schlüpfte unbemerkt hinein. „Warte ich hol sie rein. Unheil angerichtet!“ flüsterte er und tippte mit seinem Zauberstab gegen ein stück beschriebenes Pergament. Wie von Zauberhand verschwand die Schrift. Ich schlich mich hinter Black, er saß zusammen mit Remus und James auf James Bett neben der Tür. „Tatze, mach mal die Tür auf und lass sie rein“ bat James Black. Das wird lustig. Während Black aufstand und zu Tür ging, setzte ich mich zu den Jungs aufs Bett. Warum zur Hölle saßen die denn im Dunkeln? Black öffnete die Tür. „Da ist niemand“ flüsterte er. „Aber ich hab sie doch auf der Karte gesehen“ erklärte James. Was für eine Karte? „Vielleicht ist sie wieder gegangen“ riet Remus. Black kam mittlerweile wieder zurück. „Ja vielleicht“ kam es von ihm und er setzte sich auf seinen Platz. Ich saß direkt neben ihm. Jetzt konnte ich es nicht mehr aus halten. „Oder sie ist einfach reingekommen“ flüsterte ich und grinste. Die Jungs sprangen erschrocken aus dem Bett und schrieen auf. Zum Glück weckten die keinen auf. Ich kringelte mich vor lachen auf dem Bett. „Verdammt, Ash, musst du uns so erschrecken?“ keuchte James. Ich beruhigte mich. „Jep!“ „Und wieso?“ wollte Black wissen. „Nur so.“
Nachdem die Jungs sich wieder beruhigt hatten saßen wir eine weile still auf dem Bett. „Und was machst du hier, süße?“ fragte Black schließlich. „Nichts mit dir, süßer.“ Ich lächelte ihn an. „Okay, Jungs, ihr habt jetzt eh verloren. Was ist das für eine Karte?“ wollte ich wissen und schnappte mir das Pergament von James Nachttisch. Nun sahen sie geschockt aus. „Woher weißt du davon?“ raunte James. „Ich hab euch durch die Tür gehört. Also?“ Fragend sah ich sie an. „Das geht dich gar nichts an!“ zischte Black mit einem Mal. Ich zückte meinen Zauberstab, tippte das Pergament an und murmelte: „Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin.“ Da erschien eine Schrift. „Lumos“ murmelte ich, damit ich alles sehen konnte, der Mond, der durchs Fenster schien, wurde verdeckt. Auf dem Pergament stand: DIE KARTE DES RUMTREIBERS.
„Die Karte des Rumtreibers? Ihr habt eine eigene Karte?“ fragte ich sie. Sie sahen verlegen drein. „Ehm, also... ja. Ja haben wir“ erklärte Remus schließlich. Ich grinste. Die Karte zeigte ganz Hogwarts, mit alles Schüler, Lehrern und Geistern. „Habt ihr die selbst gemacht?“ Ich konnte es nicht fassen, dass sie sowas schafften. Doch sie nickten nur. „Wahnsinn!“ Ich war begeistert. „Das ist ja wohl der Oberhammer!“ freute ich mich. „Aber du bist doch nicht nur hierhin gekommen, um die dunkelsten Geheimnisse der Rumtreiber zu lüften oder?“ grinste Black mich an. „Ne, eigentlich nicht. James, ich wollte dich fragen, ob ich mir Hazel ausleihen kann. Ich wollte Mum und Dad einen Brief schicken!“ „Klar, wann brauchst du sie?“ „Morgen früh, noch vor der ersten Stunde.“ „Okay, dann komm einfach hierhin und ich geb sie dir.“ „Supi, danke!“ bedankte ich mich und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Ach ja, Black. Ich soll dich von Eliza fragen, ob sie ein Foto von deinem Körper bekommt, damit sie es angaffen kann.“ Ich lächelte. „Wieso das?“ Er war total verwirrt. „Na, sie will mit dir zum Ball und dich als Freund und so. Das übliche, müsstest du doch kennen.“ Jetzt grinste ich. „Die will mit mir zum Ball?“ fragte er mich entsetzt.
James und Remus bekamen sich nicht mehr ein vor lachen. Ich nickte und gähnte. „Jungs, ich geh ins Bett, ich bin total erledigt. Gute Nacht!“ wünschte ich ihnen und ging zur Tür. Und wer stand vor mir? Richtig, Black. „Was willst du?“ wollte ich wissen. „Du kommst hier erst raus, wenn ich einen Kuss bekommen habe!“ Warum bei Merlins Unterhose, wollte er unbedingt, dass ich ihn küsse? Ich drehte mich zu James um und fragte ihn. „Was weiß ich, vielleicht steht er auf dich“ meinte er achselzuckend. „Ja klar. Wie war das gleich nochmal? Ach ja: ein Black liebt nie!“ „Oh. Stimmt ja!“
RUMS!
Remus war vor lachen aus dem Bett gefallen und Frank ist aufgewacht. „Mensch Jungs, müsst ihr so einen krach machen? Es ist ein Uhr!“ beschwerte er sich. Zum Glück wurde Black dadurch abgelenkt und ich konnte unter seinem Arm hinweg tauchen. Ich winkte ihnen noch schnell und rannte die Treppe hinunter in den Gemeinschaftsraum und die andere Treppe wieder hoch in meinen Schlafsaal. Bevor ich ins Bett ging bemerkte ich, dass ich die Karte noch hatte. Die anderen schliefen schon. Ich tippte die Karte an, murmelte: „Unheil angerichtet!“, legte in eine Schublade meines Nachttisches und schlief dann endlich ein.
Die nächsten drei Tage waren eigentlich ganz normal, außer das die Rumtreiber einen Streich nach dem anderen spielten (es waren allerdings kleine und harmlose, wie z.B. als sie ein Klassenzimmer einschneien lassen hatten) und ich mir für Donnerstagabend nachsitzen eingehandelt hatte. Und das nur, weil ich zu spät noch draußen war. Ich hatte zwar versucht mich rauszureden, dass ich mich verlaufen hätte, aber das kaufte McGonagall mir nicht ab. Peeves hatte mich verpetzt. Aber das Nachsitzen war ganz in Ordnung, weil James und Black auch da waren. Jetzt war aber endlich Freitag und ich hatte mehrere gründe mich zu freuen: 1. Ich war bereits eine Woche in Hogwarts, 2. Es war endlich Wochenende und 3. Ich würde wieder Quidditch spielen! Allerdings war dieser Freitag total chaotisch, dank der Rumtreiber. Wir hatten in der letzten Stunde Zaubertränke mit den Slytherins. Ich saß bei Lils, Alice und Lia. Ich hatte Julia Lia genannt, weil das kürzer war. Jedenfalls sah ich, wie die Jungs sich um ihre Tränke kümmerten und gleichzeitig über die Karte gebeugt waren. „Was machen die Jungs da?“ wurde ich von Lia abgelenkt. Ich schüttelte den Kopf und zuckte die schultern. „Wen interessiert schon was Potter macht?“ zischte Lily. „Ich sprach von den Rumtreibern, nicht nur von James“ belehrte Lia sie. Lily schaute sie nur wütend an. Also wenn ihre Blicke töten könnte, dann wäre ich schon an tausend gestorben, und dass in einer Woche! (Okay, übertrieben, aber ihr wisst schon was ich meine.)
„Sehr gut, Miss Evans, 10 Punkte für Gryffindor!“ lobte Slughorn Lily. „Ah, eine neue Schülerin. Und wer sind sie, Miss?“ wandte er sich an mich. „Ashley Carter, Sir“ antwortete ich ihm. „Miss Carter. Nun, lassen sie mal sehen, was sie so schönen zusammengebraut haben... Wunderbar!“ rief er entzückt aus. Oh mein Gott, hat der was genommen? Jetzt sahen alle mich an. Ich merkte wie ich rot wurde und fand meine Schuhe mit einem Mal richtig interessant. „Sie sind ja fast so gut wie Miss Evans!“ lobte er mich. „10 weitere Punkte für Gryffindor“ Die Rumtreiber, Lils, Alice und Lia sahen mich erstaunt an, ich zurück. Bevor wir gingen, drückte Sluggi Lily, Remus und mir noch jeweils eine Pergamentrolle in die Hand. „Was ist denn das?“ fragte ich die beiden anderen. „Eine Einladung zu einer Feier des Slug- Clubs“ kam’s von Black. „Slug- Club? “ „Da kommen nur ganz besondere Schüler hin“ grummelte James. “Und wieso seid ihr dann nicht eingeladen?” fragte ich sie. „Weil wir keine Genies in Zaubertränke so wie du oder Evans“ meinte Black zwischen zwei bissen. Wir waren inzwischen in der Großen Halle angekommen und aßen.
Die Jungs tuschelten wieder, ich verstand aber leider nicht worüber. „Okay, jetzt!“ sagte Remus und stand auf. Die anderen auch und dann verschwanden sie durch die Tür. Misstrauisch sah ich ihnen nach. „Hey, die haben ihr Pergament vergessen“ sagte Alice. Verdammt, die Karte. „Macht nix, ich geb es ihnen gleich zurück. Seid ihr fertig?“ fragte ich sie. Sie bejahten und wir gingen nach draußen. Naja, wollten. Aber wir kamen nicht. Die Tür war auf, aber jetzt war eine unsichtbare Wand davor. „Was ist denn hier los, geht doch endlich mal durch die Tür, ich muss noch Hausaufgaben machen!“ beschwerte sich einer weiter hinten. „Haha, lustig du wicht, wir kommen nicht raus!“ fuhr ich ihn an. James hatte in seinen Briefen nicht übertrieben. Die Streiche kamen immer unerwartet. „Lass mich mal. Reduktio!“ rief Lily, aber nichts passierte. Der Zauber ging durch die unsichtbare Wand und traf die Wand. „Meine Damen und Herren, bitte beruhigen sie sich!“ bat Dumbledore. Er schwang seinen Zauberstab und murmelte etwas. Wir versuchten durchzugehen... Nix! Wir kamen immer noch nicht durch. „James, Remus, Peter, Black. Lasst uns sofort hier raus!“ schimpfte ich. Lachend kamen sie vor die Wand. „Klar, kleine, aber nur...“ fing Black an, aber ich ging ihm dazwischen. „Ich werde dich ganz sicher nicht küssen!“
Er sah enttäuscht aus. „Dann kommt ihr hier auch nicht raus“ feixte er. Die anderen sahen mich böse an. Besonders Mädchen, weil Black wollte dass ICH ihn küsse. „Küss ihn einfach, ich will hier raus!“ maulte ein Schüler hinter mir. „Jaja schon gut. Wir kommen hier raus!“ rief ich zurück. Die Lehrer saßen immer noch belustigt am Tisch. Black grinste zufrieden und wollte gerade durch die Wand treten, als ich das Pergament nach oben hielt. „Ihr wisst was das ist, oder?“ lächelte ich sie böse an. Sie erstarrten. „Wo hast du das her?“ fragte James. „Ihr habt es vorhin vergessen. Black, du hast die Wahl: entweder ihr lasst uns sofort hier raus, oder das Pergament landet bei Dumbledore.“ Meine Stimme wurde immer leiser, so dass zum Schluss nur noch Remus, James, Peter und Black mich hörten. „Okay, okay!“ ergaben sie sich und flüsterten unverständlich den Spruch. Jetzt konnten wir alle raus. „Danke!“ Ich grinste sie an und übergab ihnen ihre Karte wieder. Ich winkte ihnen und folgte Lils in den Gemeinschaftsraum. Die anderen sind schon vorgegangen und die Rumtreiber folgten uns.
Der Abend war noch laut und unruhig. Alle sprachen ĂĽber den neuen Streich der Rumtreiber und alle gratulierten ihnen. Ich freute mich fĂĽr die Jungs, aber Lils regte sich wieder schrecklich darĂĽber auf, was Potter doch arrogant und ĂĽberheblich sei! Ihre Worte. Sie merkte einfach nicht das sie ihn auch gern hatte und das er sie wirklich liebte.
_________________
Lob oder Kritik?
Ihr wisst wie's geht ;)
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel