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Fanfiction

Mein Leben, die Rumtreiber und ich - Der Herbstball

von Claire Greene

Danke, an alle Kommischreiber, ich habe mich sehr gefreut!

@Mrs. Black: Eine neue Leserin! Freut mich das es dir gefällt. Jaja, so James, nicht wahr :)

@Helina: Schön das ich dich nicht enttäuscht habe :D Wie der Ball wird, ließt du hier ;) Ich hoffe das Chap gefällt dir auch diesmal. Und die Wette wurde spontan eingebaut :)

@Berle:): Noch eine neue Leserin! Ja, ich dachte, so bekommt man einen einblick in die verschiedenen gedankengänger der Personen! Hoffe du bleibst dran ;)

@Nicki Angel: Und noch ein Neuzugang: Die Ideen kommen mir entweder im Schlaf oder als gedankenblitz :) WĂĽrde mich auch bei dir freuen, wenn du dran bleibst!

@all: Ich hoffe das euch dieses Chap gefällt. Ich widme dieses Chap Mrs. Black, Helina, Berle:) und Nicki Angel als dankeschön für ihre Kommis!
Bis bald
eure Claire

_____________

Am nächsten Morgen wurde ich vor allen anderen wach. Das lag vielleicht daran, dass heute die Quidditch Auswahlspiele waren. Ich schnappte mir ein blaues Top und eine Jeans und verschwand ins Bad. Nachdem ich mich ungezogen hatte, sah ich auf die Uhr: es war erst 9. Na, ich lass die andern lieber schlafen, dachte ich mir und ging hinunter in den Gemeinschaftsraum. Dort saßen auch schon James und Black. Sonst war keiner da. Ich schlich mich von hinten an sie ran und sagte: „Buh!“ Die beiden sprangen vor schreck in die Luft, standen mit einem Mal vor dem Sofa und drehten sich um. Ich kriegte mich währenddessen nicht mehr vor lachen ein. „Bei Merlins karierter Unterhose, musst du uns so erschrecken?“ fuhren sie mich an. Ich nickte nur und beruhigte mich. „Ja musste ich. Was kann ich dafür, dass ihr so schreckhaft seid?“ Ich ließ mich aufs Sofa fallen. Die beiden setzten sich links und rechts von mir nieder. Die beiden grinsten sich an und das konnte nichts Gutes bedeuten. Und ich hatte Recht; sie kitzelten mich durch. „Okay, okay, Jungs... hört auf... ich kriege kaum Luft! Jungs bitte... hört auf...“ japste ich. Lachend ließen sie von mir ab und ich keuchte. Ich muss mir irgendetwas einfallen lassen, damit sie mich nicht mehr kitzeln konnten.
Wir unterhielten uns noch ein wenig über Quidditch. James, Black und ich diskutierten, welche Mannschaft die bessere war, James war für die Chudley Cannons, Black für die Tutshull Tornados und ich für die Holyhead Harpies, eine reine Frauenmannschaft, in der auch James Mutter gespielt hatte. „Aber die Tornados sind für den schnellsten Schnatzfang berühmt geworden“ verteidigte Black seine Mannschaft. „Und die Cannons haben schon lange nicht mehr gewonnen!“ „Ja, schon klar, aber sie haben 21 mal gewonnen und sind bekannt für ihre Spielzüge!“ setzte James sich für die Cannons ein. „Aber die Harpies sind viel besser als die Cannons und die Tornados. Sie sind a) erfolgreicher und b) wurde noch nie ein Spiel von ihnen angezweifelt!“ mischte ich mich ein. „Ja aber die Harpies sind nur Frauen...“ begann Black, aber ich fuhr ihm sofort über den Mund: „...die zu den 13 besten unseres Landes gehören und in der Tabelle ziemlich hoch stehen. Außerdem hat Chantal dort gespielt!“ fügte ich hinzu.
Bevor er mir widersprechen konnte, kam Remus runter. „Morgen Leute!“ „Morgen!“ grinsten James und Black (dieses grinsen musste ihnen angewachsen sein!). „Guten Morgen, Remus!“ begrüßte ich ihn und lächelte. Er lächelte ebenfalls und setzte sich zu uns. James fing sofort wieder an: „Also ich find die Cannons auf alle Fälle besser als die Falmouth Falcons!“ „Jep, da stimm ich dir zu, allein schon deren Motto: ‚Die Gegner schlagen, oder ihnen wenigstens die Köpfe einschlagen’.“ stimmte ich ihm zu. Black nickte: „Ja, das ist echt mies. Also wenn ich später ein Quidditchstar bin, oder richtigen Einfluss auf die Quidditchszene habe, dann werde ich es bewerkstelligen das sie die Mannschaft sperren!“ Über diesen Kommentar konnte ich nur grinsen, genauso wie James und Remus. „Hey, Ash, da bist du ja!“ rief eine Stimme hinter uns. Ich drehte mich und sah Lily auf uns zu laufen. Sie schenkte mir und Remus ein warmes lächeln. Die anderen beiden ignorierte sie. „Wollen wir Frühstücken?“ fragte sie und stieß auf allgemeine Zustimmung.
Lily ging mit Remus voran; die beiden unterhielten sich über Arithmantik. Ich folgte den beiden mit Black und James an meiner seite. Die Jungs unterhielten sich immer noch über Quidditch als ein großer, blonder Junge auf uns zukam. Mit seinen dunkel braunen Augen musterte er mich kurz, dann wandte er sich an James und Black: „Um 11 sind die Auswahlspiele, ich hoffe ihr kommt pünktlich! Ich brauche eure Meinung!“ „Alles klar, Mark, wir werden da sein“ antworteten sie ihm und grinsten. Mark nickte ihnen zu, lächelte mich an und verschwand in die Große Halle. Als wir uns setzten, langten die Jungs sofort nach alles, was in ihrer nähe war. Ich grinste über dieses verhalten, Lils schnaubte nur und verdrehte die Augen und Remus schüttelte den Kopf, grinste aber ebenfalls. „Wie kannst du nur mit Potter befreundet sein?“ fragte Lils mich. Ich zuckte mit den schultern und wollte es ihr grad erklären, als die Eulen kamen. Ich sah kurz hoch und sah Bella auf mich zukommen, die Eule meiner Mum. „Hey Bella“ murmelte ich ihr zu und sah auf die Briefe. Es waren zwei, einer für mich, einer für Ben. Während Bella an meinem O-Saft nippte, nahm ich ihr die Briefe ab. Sofort öffnete ich meinen, Bens legte ich neben meinem Teller. Ich fuhr Bella noch kurz über die Federn, dann flog sie auch schon davon. Ich blickte ihr kurz nach, dann fing ich an den Brief zu lesen:

Hallo mein Schatz,
wie geht es dir? Ich hoffe gut. Es tut uns unendlich Leid, dass wir dir erst jetzt zurück schreiben, aber wir haben hier wirklich viel zu tun. Diese Woche waren wir in Japan, um für unsere Firma ein neues Gebäude hier zu finden. Außerdem suchen wir neue Geschäftspartner! Für unseren Chef sind wir schließlich die wichtigsten Leute seiner Firma. Aber das weißt du ja. Aber nun zu dir, süße.
Wie läuft denn so die Schule? In deinem Brief hast du deine Freunde erwähnt. Diese Lily scheint ja wirklich nett zu sein und auch sehr schlau. Aber deine Noten sind ja auch nicht schlecht, meine süße. Dein Dad vermisst dich und ich auch. Es war so schön euch während der Schulzeit zu sehen, jetzt sehen wir euch nur noch, wenn ihr Ferien habt. Es erinnert mich sehr an die Zeit, als du noch in Deutschland warst. Deine anderen Freunde, Alice, Julia, Remus, Peter und Sirius scheinen auch nett zu sein. Dein Dad meinte, du sollst dich bloß von diesem Sirius fernhalten, wenn er so ein Frauenheld ist, wie du ihn beschrieben hast. Er schreibt deinem Bruder gerade, dass er auf dich aufpassen soll.
Sag mal, wie geht es eigentlich James? Ich meine ihr kennt euch seit eurer Geburt, aber gesehen habe ich ihn zum letzten Mal an euerm 12. Geburtstag. Wie geht es seinen Eltern, Chantal und Jack? Ich glaube ich schreibe den beiden Mal wieder, Chantal ist schließlich meine beste Freundin. Ob du es glaubst oder nicht, ich habe immer noch Briefkontakt zu ihr und ich habe sie erst letztens noch gesehen, beim Einkaufen. Ich hab nur vergessen, euch das zu erzählen. Sogar zum Essen habe ich sie Eingeladen, aber sie waren schon verabredet. In deinem Brief hast du einen Herbstball erwähnt und dass du mit Remus hingehst. Ich wollte dich fragen, wann ihr vorhabt die Kleider zu kaufen, damit ich dir das Geld geben kann. Vielleicht schaffe ich es auch, mir für einen Nachmittag frei zu nehmen und dann mit euch loszuziehen. Aber nur wenn du willst! Schreib mir einfach, okay. So meine süße, ich muss wieder an die Arbeit. Ich vermisse euch ganz doll, und würde mich freuen euch ganz bald wieder zu sehen. Ich freue mich schon auf eure Weihnachtsferien!
Ich soll dir etwas von deinem Vater ausrichten, ich zitiere: dass du den Jungs immer noch nicht den Kopf verdrehen sollst, das dein erstes Date unter seiner Aufsicht stattfindet und dass du auf dich Aufpassen sollst, Prinzessin!
Alles Liebe,
deine dich liebenden Eltern


Ich lächelte. Ja meine Eltern waren wie immer schwer beschäftigt. Aber sie mussten ja unbedingt einen Muggel Beruf wählen. Mein Stiefdad war ja Muggel, aber meine Mum? Sie sind Geschäftsleute einer großen Firma und sind sehr wichtige Leute dort. Sie sind ständig auf Reisen. Und wer jetzt glaubt, dass ich dank meiner Eltern schon die ganze Welt gesehen habe, der irrt sich, sie reisen immer dann, wenn Ben und ich in der Schule sind. Und bevor ich meine Zauberausbildung anfing, war ich schon mal Wochen bei James und seiner Familie. Chantal hat immer die Krise bekommen, weil wir so viele Streiche gespielt hatten. „Bist du fertig, Sternchen?“ fragte James mich plötzlich. Er nannte mich immer Sternchen, wegen meiner blauen Augen. Was weiß ich wie der darauf gekommen ist. „Ja Moment, ich muss Ben noch den Brief geben“ antwortete ich ihm. „Das kann ich auch machen“ schlug Lils mir vor. Ich lächelte und wollte gerade zusagen, als ich eine Stimme hinter mir hörte: „Oder du gibst ihn einfach mir!“ Ben hatte sich von hinten Rangeschlichen. „Guten Morgen Ben. Okay hier, von Mum und Dad. Ich muss los, die Quidditch-Auswahlspiele beginnen gleich!“ erwiderte ich, drückte ihn kurz und folgte meinem besten Freund und seinem besten Freund.
„Okay Leute! Wir suchen dieses Jahr zwei Treiber und einen Jäger! Und alle, die nicht zu Gryffindor gehören und alle die noch nie auf einem Besen waren, verlassen jetzt sofort das Feld!“ rief Mark. Neben ihm standen James, Black und deren Hüter Jake. James hatte mir kurz erklärt, wer wer war. Einige giggelnde Mädchen hatten sich entfernt und auch einige andere Schüler waren verschwunden. Ein Mädchen ging an Black vorbei und flüsterte ihm was zu. Er nickte ein bisschen benommen und das Mädchen wandte sich um. Ich erkannte sie, es war Isabelle Parker, die Schwester von Jake Parker und das Mädchen, dass Black schon im Zug angemacht hat. Jake sah Black wütend an, sagte aber nichts. Die ruhe vor dem Sturm? „Okay, jetzt fliegt ihr in fünfer- Gruppen 10 Runden um den Platz!“ forderte Mark von uns. So ein Kinderkram aber auch.
Ich gesellte mich zu vier Jungs. „Hi. Ich bin Mike“ stellte sich der größte vor. „Ich bin Ashley.“ „Und das einzige Mädchen auf dem Platz“ sagte ein Junge mit schwarzen, zerstrubbelten Haaren. Für alle, die jetzt glauben, er sieht so aus wie James, falsch gedacht. Seine Haare hatten nämlich einen leichten braun ton. „Ich bin Eric!“ stellte er sich vor. „Und ich bin Chase.“ „Jacob“ stellten sich auch die anderen vor. „Okay, los jetzt! Ihr fangt an!“ brüllte Mike und zeigte auf die Gruppe vor uns. Diese hielten sich erst mal an den Händen fest, und als sie dann in der Luft waren, fielen die ersten nach der ersten bzw. zweiten Runde vom Besen. Black, James und Jake flogen unter den Gruppen um die, die herunterfielen, aufzufangen. Es dauerte eine Weile bis meine Gruppe dran kam, aber als es soweit war, stieg ich sofort auf meinen Besen und folgte den Jungs.
„Die, die sich als Jäger bewerben wollen, stellen sich bitte zu James und Sirius, alle anderen, die sich als Treiber bewerben wollen, stellen sich zu Jake und warten ab!“ stellte Mark klar. Also ging ich zu James und stellte mich neben ihm. „Ist das immer so?“ fragte ich ihn leise. „Jep“ meinte er nur knapp. „James, Sirius, nicht flirten, anfangen!“ Ich lachte in mich hinein, bei dem Gedanken, dass James mit mir flirten würde. „Wie heißt du?“ fragte mich der Kapitän. „Ashley.“ „Gut, Ashley, du fängst an. Du Spielst mit James und Sirius. Du musst 10 Mal hintereinander treffen, um in die Mannschaft zu kommen. Jake! Ab auf deine Position!“ schrie er und gab somit das Startsignal. „Na denn, Kleine, dann zeig mal was du kannst“ forderte Black mich auf. „Wie du willst!“ lächelte ich ihn zuckersüß an.
Wir waren in der Luft und ich musste nur noch einmal treffen. Ich hatte schon neun versenkt. „Ashley!“ brüllte James und warf den Quaffel in die Luft. Mark und ein paar Ersatzspieler spielten gegen uns. Der Quaffel war genau über mir, aber ich sah dass Chase auf ihn zuflog. Ich sprang in die Luft, schnappte mir den Quaffel und fiel. Verdammt, wo ist mein Besen? Plötzlich landete ich hinter Black auf dem Besen. „Dein Besen ist dort!“ sagte er und wies nach vorne. Ich nickte, stand auf und wir legten einen fliegenden wechsel hin. Dann flog ich in Richtung Tor. Jake sah die ganze Zeit hin und her, aber seine eigentliche Konzentration lag bei mir, weil ich ja bestehen musste, nicht James oder Black. Ich warf rüber zu Black, der wieder zu mir, ich zurück, er zu James, er gab zurück an Black, er gab ihn an mich ab und ich zielte auf den linken ring... Und traf. Yeah, ich hatte alle versenkt. „Super, Ash!“ brüllte James mit zu und ich schlug mit den beiden ab. „Sehr schön. Bitte setz dich auf die Tribüne und warte ab, bis wir fertig sind“ bat Mark mich und nahm den nächsten dran. Das ganze dauerte eine Stunde, dann kamen endlich die Treiber dran. Da waren nur fünf Bewerber und die richtigen auszuwählen, ging wohl eindeutig schneller. Um mir die Zeit zu vertreiben, hatte ich mich doch tatsächlich mit Mike, Chase, Eric und Jacob unterhalten. Okay, vorher dachte ich, das wird sicher Klasse, aber während ich mich so mit ihnen unterhielt, merkte ich langsam aber sicher, dass sie Idioten waren. Sie waren schlimmer als Black und das will was heißen. Mike sagte sogar, dass er heißer als James ist und fragte mich allen ernstes, warum ich mich an James ranschmeißen würde. Als er hörte, dass James nur mein bester Freund sei, fragte er mich, ob ich mit ihm ausgehen wolle. Bevor ich antworten konnte, rief Mark uns schon zu sich, um die neuen Mitspieler bekannt zu geben. Der einzige, der genauso oft getroffen hat, war Chase. Jetzt war ich echt gespannt. „Also, die neuen Treiber sind Alex und Tom. Ihr habt das echt klasse gemacht“ gratulierte ihnen Mark und die beiden Jungs gesellten sich zu James, Black und Jake.
Ich freute mich ehrlich für die beiden, sie waren die besseren gewesen und das war gut für die Mannschaft. „Jetzt kommen wir zu den Jägern. Am besten waren Chase und Ashley. Hierfür erst mal Glückwunsch, ihr habt jedes Mal getroffen, und dass ist schwer bei Jake. Aber letztendlich habe ich mich entschieden. Und zwar für Ashley. Chase, du warst zwar verdammt gut, aber du bist eher ein Einzelspieler, während Ashley auch verdammt gut ist, aber ein Teamplayer und genau solche Leute brauchen wir. Tut mir Leid. Vielleicht nächstes Jahr!“ versuchte er Chase aufzuheitern. James kam auf mich zugelaufen und nahm mich in die Arme. „Klasse, Sternchen, du hast es geschafft!“ jubilierte er. Er schien sich mehr für mich zu freuen, als ich mich für mich! Aber das war James. Mein bester Freund, der sich immer erst für andere freute. „Das gibt eine Party!“ rief Black, lachte und klopfte mir auf die Schulter. Ich drehte mich um und grinste. „Wie wär's, wenn wir heute noch nicht feiern, schließlich haben wir noch kein Spiel gewonnen“ schlug ich vor. „Das ist eine gute Idee, Jungs. Ihr solltet mal auf sie hören!“ stimmte Mark mir zu. „Noch mal Herzlichen Glückwunsch an euch drei“ laberte er weiter und lächelte uns an. Naja, eigentlich ja mehr mich, aber den anderen schenkte auch ein lächeln.
„ASHLEY! DU HAST ES GESCHAFFT!“ kreischten mehrere Stimmen hinter mir. Wir wirbelten herum und schon landete ich rücklings auf dem Boden. Lily, Alice und Julia waren auf mich gestürmt und hatten mich gleichzeitig umarmt. Das Resultat: wir landeten auf dem Boden und ich ganz unten. „Uff! Mädels... brauch... Luft!“ röchelte ich. Mein Gott, drei auf einmal waren wirklich schwer. James und Black lachten sich natürlich schlapp und sahen auf mich hinab. Das gibt Rache, und zwar sofort. Ich zückte meinen Zauberstab und führte einen stummen Zauber durch, den Stolper- Fluch. Und so wie ich jetzt im Dreck liege, so tun sie das auch, nur mit einem Göttlicheren Gesichtsausdruck.
Lils, Alice und Lia rappelten sich auf und halfen mir aufzustehen. „Seid ihr ausgerutscht?“ fragte Remus, der gerade mit Peter bei uns ankam. „Ne, wir sind plötzlich hingefallen“ erwiderte James immer noch verwundert. Ich fing an zu kichern. „Was?“ kam es verwirrt von Black. Die beiden lagen immer noch auf dem Boden, guckten verwirrt und wussten nicht, was passiert ist. Jetzt fing ich an zu lachen, was die beiden nur noch verwirrter machte, aber ich war nicht mehr die einzige. Remus fing an zu grinsen, Alice heulte bereits vor lachen, Lia hatte sich an Lils Schulter gelehnt und hielt sich den Bauch, genauso wie Lils, und Peter... Ja der guckte auch nur dümmlich. Black und James standen auf und sahen uns an. „Wieso lacht ihr?“ „Ihr seht zum schießen aus“ lachte ich. Die anderen nickten nur. „Ahja, und warum?“ „Weil ihr nicht bemerkt habt, dass Ash euch von den Beinen geholt hat!“ erklärte Remus ihnen. Ich grinste sie an. „Tut mir Leid, aber Rache ist bekanntlich süß“ „So wie du?“ kam es sofort von Black. „Sollte das wieder eine anmache sein?“ fragte ich ihn. „Klar!“ „Gut. Dann will ich dir nur sagen: das zieht nicht bei mir. Komm Lils, wir wollten noch in die Bibliothek“ „Was wollt ihr denn da?“ „Ehm... lernen? Oder was macht man dort?“ „Du willst an einem Samstag lernen?“ fragte Black schockiert. „Kann ich mitkommen?“ mischte sich Remus ein. „Klar, wieso nicht? Hast du Zauberkunst verstanden?“ fragte ich ihn, während Lils, Remus und ich uns auf den Weg machten. Hinter uns hörte ich Lia und Alice kichern und James und seine Freunde sahen uns immer noch blöd hinter her. Das Leben war doch manchmal einfach nur toll.


Sirius Sicht:

Wir saßen im Gemeinschaftsraum vor dem Kamin auf unseren Lieblingssesseln. James auf seinen, ich auf meinem und Peter auf dem Sofa. James erzählte ihm gerade glücklich, wie seine beste Freundin es geschafft hatte ins Team zu kommen und erklärte ihm alle Spielzüge, während ich ins Feuer starrte und versuchte aus Ashley schlau zu werden. Sie war so anders, als die anderen Mädchen auf Hogwarts. Soll ich es mal aufzählen?
1. Sie stand nicht auf mich!
2. Sie bot mir Paroli!
3. Sie hatte uns in der Hand! (Nie hatte uns jemand in der Hand, aber wegen der Karte, nur ein Wort zu Gonni und wir waren die Karte los!)
4. Sie war Quidditch begeistert und auch noch echt gut in diesem Sport! Das hätte ich nie von einem Mädchen erwartet...
5. Sie war mit James befreundet und genauso frech wie er!
6. Sie mochte mich nicht! Ich würde nicht sagen, dass sie mich hasste, aber so richtig mögen... nein das tat sie nicht.
Hab ich was vergessen? Ist ja jetzt auch egal der Punkt ist: Sie ist anders. Sie war schlau (das waren James, Remus und ich auch, aber sie lernte und war somit besser als James und ich, wie ich im Verwandlungsunterricht mitgekriegt habe!). Sie war hübsch. Sie war nett, aber auch gerissen (ich sage nur Streich, Große Halle und Karte!). Was mir aber am meisten Sorgen bereitete war, wie sollte ich sie in den nächsten zwei Tagen dazu bringen mich zu küssen? Ich wollte nämlich keine Bohne mit dem Geschmack von Erbrochenem essen, und das würde mir blühen, wenn ich die Wette verlor.
„Hi Jungs!“ hörte ich eine Stimme. Ich drehte mich um und musterte das brünette Mädchen mit den fast schwarzen Augen. Es war Julia Sommer. Eine quirlige Person, auf die immer verlass ist. In der 3. hatten wir mal was, allerdings war es nur ein Kuss. Genauso wie bei Alice, ein Kuss am Anfang des letzten Schuljahres. Warum beide mich nicht hassten? Naja, ich hatte nie eine Beziehung mit den beiden, nur ein Kuss. Aber das war eine andere Geschichte, ich meine, ich hatte sicher schon halb Hogwarts gedatet (die hälfte der Mädchen!!) und die andere hälfte ist für die nächsten 3 Jahre. So ungefähr jedenfalls. „Hi Julia, wie geht’s?“ fragte James. „Super und euch? Was habt ihr jetzt schon wieder ausgeheckt?“
Ich sah sie erstaunt an und fragte sie: „Wie meinst du das?“ „Ach komm schon, Sirius. Stell dich nicht so doof. Um was habt ihr diesmal gewettet? Um Unterwäschen Wettlauf? Schniefelus küssen?“ Mist verdammter, sie kannte uns einfach zu gut. „Hey, Schniefelus küssen kam mir noch gar nicht in den Sinn! Danke für den Tipp, Julia“ freute sich mein bester Freund. „Lenk nicht ab, James. Also: um was geht’s? Und sagt nicht ihr habt nicht gewettet, ihr habt es gerade inoffiziell zugegeben, außerdem kenne ich euch!“ „Stimmt. Ja also... hm...“ druckste James herum. „Sie haben gewettet, dass Sirius es nicht schafft, Ashley zu küssen. Sirius sagt, er schafft’s, James wettet dagegen. Wer verliert, muss die ekeligsten Bohnen von Bertie Botts essen“ antwortete Peter stattdessen. Ich funkelte ihn wütend an. James auch. Musste er alles verraten? „Oh man, Jungs. Da hast du aber eine harte Nuss zu knacken, Sirilein. Wie lange hast du denn Zeit?“ „Bis morgen!“ nuschelte ich. James grinste und Julia kicherte. „Du hast keine Chance, Sirius, glaub mir. Sie hasst dich!“ erklärte sie mir unter lachen. Na super, das munterte mich jetzt auch wieder auf. „Julia, du weißt wie man einen aufmuntert!“ erwiderte ich sarkastisch.
Sie grinste mich nur an. Aber bevor sie was sagen konnte, rief Alice nach ihr: „Liaa? Ach, hier bist du, ich habe dich schon überall gesucht. Hey Jungs.“ Sie winkte kurz und wandte sich wieder an Julia. Alice war ein blondes Mädchen, mit einer schlanken Figur mit blau-grauen Augen. Sie war wirklich hübsch, aber wir waren nur Freunde. Ich meine unser Kuss fand unter Einfluss von Alkohol statt. Also nichts Weltbewegendes. „Sag mal, habt ihr wieder gewettet, Jungs?“ „Nein!“ sagten wir sofort. „Man, bin ich fertig“ stöhnte Moony auf dem Sofa. Er war mit Evans und Ashley wiedergekommen und hatte sich zu uns gesetzt. „Ist lernen doch so anstrengend?“ fragte ich ihn, um vom Thema abzulenken. „Nein. Aber es ist anstrengend, Lily nichts von eurer Wette zu erzählen, wenn sie einen ausquetscht wie eine Tomate. Okay, jetzt hatten wir uns selbst verraten. James und ich schauten uns an und Peter verriet uns mal wieder. Hatten wir ihm was getan, oder warum tat er das? „Mensch Jungs. Müsst ihr Ash jetzt auch noch in die Sache mit reinziehen?“ fragte sie uns. „In was mit reinziehen?“ ertönte eine Stimme hinter uns. Ich schnellte herum und sah direkt in Ashleys blaue Augen. „Ehm...“ Verflucht, das sollte sie lieber nicht wissen! „Sie überlegen gerade wie sie dich davon abhalten, deine Hausaufgaben Samstags zu erledigen“ antwortete Moony ohne zu zögern. Puh, der hatte uns gerade noch so gerettet. „Ach so. Und wie wollt ihr das schaffen?“ fragte sie und ließ sich neben James aufs Sofa fallen. Ihre Haare waren an den Spitzen leicht gelockt und ich nahm einen hauch Zitrone wahr. „Ach, das wollten wir uns gerade überlegen“ grinste ich lässig. Remus sah mich mahnend an und James belustigt. „Julia, kommst du mit in die Bibliothek?“ fragte Alice dir braunhaarige und dies nickte. Sie verabschiedeten sich von uns und verschwanden.
„Sag mal Ash, was hast du heute vor?“ fragte James sie. „Noch nichts, wieso?“ „Och, nur so“ erwiderte er und zwinkerte mir zu. „Ja ne ist klar, James. Oh verflixt ich muss los. Bis denn“ verabschiedete sie sich. „Wo willst du hin?“ fragte James erstaunt. Ich sah sie nur verwirrt an. „Ich treffe mich mit Ben.“ „Mit Ben?“ fragte Lily hinter ihr. „Ja. Kann vielleicht etwas später werden, bei ihm weiß man nie.“ Sie grinste. „Ach so. Vergiss nicht, das Slughorn uns für heute eingeladen hat“ erinnerte sie Ashley. „Was? Das ist heute? Verflixt. Naja okay. Lils, komm doch mit. Nick wird sicher auch da sein.“ Sie lächelte Lily verschmitzt an. Sie wurde rot. „Naja, wieso nicht?“ Bevor sie zu Ende geredet hatte, wurde sie von Ashley mitgezogen. Diese winkte uns nur grinsend zu und verschwand durchs Portraitloch. „Was findet Lily nur an diesem Byson?“ fluchte James leise. Er würde mir Leid tun, wenn er uns nicht schon seit der dritten Klasse mit ihr nerven würde. Evans hier, Evans da. Auf Hogwarts sind noch andere Mädchen. Außerdem ist jetzt seine beste Freundin da. Ein nettes Kompliment und er hätte sie sicher rum. Das würde bei ihr, wie auch allen anderen klappen, nur nicht bei Evans. Ich schüttelte nur belustigt den Kopf und starrte wieder ins Feuer.
„Ähm, James Potter und Sirius Black?“ holte mich eine zarte Stimme aus meinen Gedanken. Ich wandte mich in die Richtung, woher die Stimme kam. Hinter dem Sofa stand ein Mädchen, vermutlich aus der 4. Klasse, mit blonden Haaren und hellgrünen Augen. Sie sah uns erwartungsvoll an. „Jep. Ich bin James und das ist Sirius“ stellte James uns beiden vor. Ich zwinkerte ihr zu. Sie wurde rot und lächelte. „Ich soll euch die hier geben“ sagte sie nur und drückte James zwei Pergamentrollen in die Hand. Sie lächelte mich noch einmal an und verschwand dann.
Ich sah ihr noch kurz nach. „Eine Einladung zu Slughorns Party“ murmelte James. „Was?“ erwiderte ich verwirrt. „Slughorn hat uns zu seiner Party heute Abend eingeladen“ antwortete er lauter. Ich stöhnte. Diese Partys waren immer wieder der Horror. Das hieß nämlich ordentliche Kleidung. Die Jungs mussten ein Hemd anziehen und die Mädchen trugen meistens eine Bluse und Jeans oder ein Kleid. Viele Mädchen übertriebens aber und zogen mit ihren Outfits alle Blicke auf sich. “So schlimm wird’s schon nicht Tatze“ versuchte Remus mich aufzumuntern, was mir allerdings nur ein gequältes lächeln entlockte. „Ashley wird auch hingehen. Denk an deine Wette!“ grinste nun auch James. Stimmt ja, Ashley wird auch dort sein und auf Sluggis Partys gibt’s auch schon mal den einen oder anderen Drink. „Na super, Krone, jetzt hast du ihm wieder sein diabolisches grinsen ins Gesicht gezaubert. Herzlichen Glückwunsch“ feixte Moony. „Tja“ lachte ich.
Wir ärgerten uns noch alle eine weile gegenseitig und lachten regelmäßig, bis Ashley und Evans in den Gemeinschaftsraum kamen. Ashley grinste und Evans hatte rote Wangen. Was war wohl bei diesem treffen passiert? „Hi James, hi Remus. Remus, gehen wir drei gleich zusammen auf Sluggis Party? Also du, Lils und ich?“ fragte Ashley im vorbeigehen. Remus nickte nur, aber bevor er nur ein Wort sagen konnte, wurde sie von Lily nach oben gezogen. „Wir sollten uns auch umziehen, wenn wir pünktlich ankommen wollen!“ seufzte ich und erhob mich. Die anderen beiden stimmten mir zu und wir verschwanden ebenfalls in unserem Schlafsaal.


Lilys Sicht:

Als wir in unserem Schlafsaal waren, ging ich direkt zu meinem Schrank und holte eine kurzärmelige, Satin Bluse in rot (http://photos.erdbeerlounge.de/images/bookmarks/4/5/2/45292/AICS/fs/300/300/45292.jpg) und einen schwarzen, knielangen Rock raus. Ash stand unschlüssig neben mir. „Ähm, wieso ziehst du so ‚festliche’ Kleidung an?“ „Das ist eine Art Vorschrift bei ihm. Jungen in Hemd und Hose und Mädchen in Bluse und Rock oder Kleid.“ Ich zuckte mit den Schultern und schlüpfte in meine Klamotten. Unter meinem Bett holte ich noch rasch meine schwarzen Keil-Absatz Schuhe hervor. Ash stöhnte. „Kann ich nicht eine Jeans tragen?“ „Nein. Das ist nicht ‚Ladylike’ wie er es so schön ausdrückt“ Sie fluchte. Ich lächelte sie an während sie in ihrem Schrank rumwühlte. „Ich hab nichts. Oder doch? Warte mal...“ murmelte sie die ganze Zeit. Ich schaute auf die Uhr und stellte mit entsetzten fest, dass wir in einer Viertelstunde dort sein mussten. „Beeil dich, Ash, wir müssen in einer Viertelstunde dort sein und Remus wartet bestimmt schon!“ versuchte ich sie anzutreiben. Endlich zog Ash ein lila Chiffonkleid und ein schwarzes Bolerojäckchen aus ihrem Schrank (http://photos.erdbeerlounge.de/images/bookmarks/1/6/9/169731/AICS/fs/300/300/169731.jpg). Schnell zog sie sich an und holte weiße Sandaletten aus ihrem Schrank. „Kann ich so gehen?“ fragte sie mich. Ihre Haare waren immer noch leicht gelockt an den Spitzen und sie hatte sich, wie ich, dezent geschminkt. Das hieß, nur ein bisschen Mascara und farblosen Lipgloss. Ich hatte noch ein bisschen Rouge auf die Wangenverteilt. Ich nickte. „Ja. Du siehst umwerfend aus, aber du hast nicht zu dick aufgetragen. Wirklich“ fügte ich hinzu als sie mich zweifelnd ansah. „Danke. Du siehst auch umwerfend aus. Na dann, lass uns gehen“ Sie schnappte sich meinen Arm und zog mich mit sich. Als wir unten im Gemeinschaftsraum ankamen, warteten Remus, Potter und Black bereits in Hemd und verwaschenen Jeans auf uns. Moment mal, Potter und Black? „Hi Jungs. Ehm, wieso habt ihr Hemd und Jeans an, James?“ fragte Ash sie verblüfft. „Wir wurden ebenfalls eingeladen“ brummte Potter. Bitte nicht. Black bekam seine Augen nicht mehr von Ashley. „Wollen wir dann los?“ fragte Potter. „Ja!“ antwortete ich nur und hakte mich bei Ash unter. Die Jungs folgten uns. „Und wie war das treffen mit deinem Bruder?“ wollte Potter von Ash wissen und legte ihr den Arm um die Schultern. Ich ließ sie los und fing an mich mit Remus zu unterhalten. „Wen wir wohl heute kennen lernen?“ „Ich habe keine Ahnung. Vielleicht wird es auch nur ein normales Abendessen, wie jedes Mal Anfang des Schuljahres“ mutmaßte er und lächelte. Ich lächelte zurück. Remus war ein echt netter Kerl. Immer lieb zu allen und sehr scharfsinnig. Er las gerne und war ziemlich schlau. Er war der netteste der Rumtreiber.
Wir waren vor Slughorns Büro angekommen. Ich atmete tief durch und klopfte. Die Tür wurde aufgerissen: „Miss Evans, Miss Carter, Mr Lupin, Mr Potter und Mr Black. Schön dass sie da sind!“ rief Slughorn freudig. „Guten Abend Professor Slughorn“ begrüßte Ashley ihn freundlich. Er trat zur Seite und ließ uns rein. Sein Büro war wieder einmal großartig geschmückt; auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes war ein Buffet aufgestellt, in der Mitte ein runder Tisch mit 10 Stühlen davor. Neben dem Tisch war eine kleine Fläche, wo man tanzen oder sich hinstellen konnte. Wir waren die letzten die ankamen, außer uns waren noch zwei Ravenclaws da, Natalie und Jens. Sie waren schon seit der dritten Klasse zusammen. Ich winkte den beiden zu und lächelte. Mein blick schweifte über die wenigen anwesenden und dann fand ich die Person die ich suchte: Severus Snape. Mein bester Freund, seit meiner Kindheit. Er stand neben Regulus Black, Sirius Bruder. „Ashley, komm mit, ich möchte dir jemanden vorstellen“ sagte ich und zog sie mit mir. „Hi Sev!“ begrüßte ich ihn freundlich und umarmte ihn. „Ich möchte dir eine Freundin von mir vorstellen, das ist Ashley Carter. Ash, dass ist Severus Snape“ stellte ich sie gegenseitig vor. „Hi. Ich hab schon viel von dir gehört“ meinte Ash und streckte ihm ihre Hand hin. Er musterte sie kurz und schüttelte dann ihre Hand. Auf Ashleys Bemerkung ging er nicht weiter ein. „Euch kenn ich doch“ entfuhr es ihr plötzlich. Verwundert sah ich sie an. Woher kannte sie bitte schön Sev und Regulus? „Seid ihr nicht die beiden mit dem Reinblutwahnsinn aus dem Zug?“ fragte Ashley die beiden. Regulus, der sie schon seit unserer Ankunft musterte, wollte ihr gerade Antworten, aber Slughorn rief in diesem Moment: „Bitte meine Herrschaften, nachdem wir nun vollständig sind, nehmen sie sich einen Teller, legen was zu essen darauf und setzten sie sich doch, damit wir den angenehmen teil des Abends beginnen können!“

Ich saß zwischen Remus und Ashley. Diese saß neben Potter und der neben Black. Neben Black saßen Natalie und Jens. Daneben saßen Sev und Regulus. Slughorn saß zwischen Regulus und Remus. „Nun, Miss Carter, sie sind heute ja zum ersten Mal dabei. Was machen ihre Eltern beruflich?“ wandte sich Slughorn nun an Ashley. Sie nahm einen schluck von ihrem Wasser und beantwortete seine frage: „Meine Eltern sind geschieden. Meine Mutter ist eine wichtige Geschäftsfrau, bei welcher Firma weiß ich nicht. Mein Stiefdad ebenfalls. Aber mein leiblicher Vater ist Abteilungsleiter der Abteilung für Magische Spiele und Sportarten.“ „Magische Spiele und Sportarten. Das ist interessant. Interessieren sie sich denn auch dafür?“ „Ja, Sir. Ich spiele seit ich 8 Jahre alt bin und kann fliegen seid ich 3 bin“ erklärte sie ihm. „Dann spielen sie sicher gut“ mutmaßte Slughorn. „Sie spielt sehr gut!“ mischte sich Potter ein. „Unglaublich spielt sie!“ pflichtete ihm Black bei. „Sie übertreiben maßlos!“ lachte Ashley. Auch Slughorn lachte. Ich lächelte nur schief, genauso wie Remus; Quidditch ist zwar ein toller Sport, aber spielen musste ich den echt nicht, vorallendingen nicht mit Potter und Black! Mir fiel auf das Regulus schon wieder zu Ash schaute. Das tat der schon den ganzen Abend. Was hatte das zu bedeuten? „Bilde ich mir das nur ein, oder schaut Sirius' Bruder wirklich oft zu Ash?“ flüsterte Remus neben mir fragend. Ich zuckte nur mit den Schultern und sah wieder rüber, diesmal zu Severus. Er sah auch gerade rüber und lächelte mich an. „Meine Herrschaften, nun ist Zeit zu Tanzen oder sich mit den anderen zu Unterhalten. Bitte, Miss Carter, ich möchte ihnen jemanden vorstellen! Kommen Sie, kommen Sie!“
Er zog sie mit sich. Sie sah mich verzweifelt an der sagte 'Hilf mir, hol mich hier raus!'. Ich zuckte mit den Schultern und sah sie mitleidig an. Ich hatte ja selbst keine Ahnung was der von ihr wollte.


Ashleys Sicht:

Der Typ schnappte sich einfach meinen Arm und zog mich zu den Slytherins. Zu Severus Snape und Regulus Black, Sirius Blacks Bruder. Er sah ihm ziemlich ähnlich, stellte ich mit erschrecken fest. James hatte mir von ihm erzählt, aber nie, warum sich die Black Brüder so hassten. „Miss Carter, darf ich Ihnen zwei meiner besten Schüler aus meinem Haus vorstellen?“ fragte mich mein Zaubertranklehrer. „Natürlich, es wäre mir eine Ehre“ versuchte ich zu schleimen. Er sah mich strahlend an und zog mich weiter. „Meine Herren, darf ich Ihnen eine talentierte Schülerin vorstellen? Dies ist Miss Carter, sie war eine Schülerin in Beauxbatons, und geht nun nach Hogwarts. Und ich muss ganz ehrlich sagen, sie ist eine wunderbare Schülerin, wie ich von den anderen Kollegen erfahren habe!" erzählte er ihnen begeistert. Ich lächelte die Jungs an, als Slughorn mich musterte und sagte dann: „Wir kennen uns schon, Professor." „Tatsächlich. Na das ist ja wunderbar." „Ja, das ist Wunderbar" murmelte Snape sarkastisch.
Regulus Black musterte mich nur Interessiert. Ich sah mich nach Lily um, aber die war mit Remus in ein Gespräch vertieft und konnte mir auch nicht helfen. Na Super. „Ich wollte Ihnen aber eigentlich etwas erzählen, was sie drei sicher Interessiert, es geht um Quidditch, also..." Mit diesen Worten fing er einen Monolog an. Er erzählte und erzählte und hörte nicht auf. Gerade lief eine Hauselfe mit einem Tablett voller Sektgläser an mir vorbei. Ich nahm mir eins und trank es in einem Zug leer. Ich stellte das Glas ab und schnappte mir ein neues.
Vielleicht konnte ich so den Abend rumkriegen, weil unser lieber Professor sah nicht so aus, als ob er bald aufhören würde zu erzählen, erklären und zu gestikulieren. Ich stöhnte leise und entnervt auf. Merlin! Kann mir keiner helfen. „Professor Slughorn. Danke für die Einladung" rief eine Stimme hinter mit enthusiastisch. Ich wirbelte herum und sah Black auf uns zukommen. Ich hätte nie gedacht das ich das mal sage, aber ich war froh ihn zu sehen. „Mister Black. Ich freue mich dass Sie gekommen sind" freute sich Sluggi. „Professor, ich störe Sie ja nur ungern, aber könnte ich mir Ashley kurz ausleihen? Es ist wirklich sehr wichtig!" versuchte er ihn zu überreden. Ich sah ihn überrascht an. Wieso half er mir? „Natürlich, Entschuldigen Sie, dass ich Sie so lange aufgehalten habe. Bitte amüsieren Sie sich!"
Sirius warf seinem Bruder noch einen bösen Blick zu, legte dann seinen Arm lässig um meine Schulter und zog mich mit sich zu James. Heute zogen alle mich mit sich mit. „Na Sternchen, hat Sirius dich gerettet?" fragte James mich lachend, als wir ankamen. „Ja, hat er. Was ich nicht verstehe, ist warum?!" wandte ich mich Sirius zu. Dieser sah mich einfach nur an und erwiderte nichts. „Sirius?" Ich sah ihn einfach nur an. Er wollte gerade antworten, als Lily mit Remus auf uns zu lief. „Leute, wir sollten so langsam zurück gehen, es ist schon spät!“ „Schon?“ fragte James beinahe enttäuscht. „James bitte“ versuchte ich ihn leise zu überzeugen. Er nickte nur. „Ja, lasst uns verschwinden“ stimmte Remus Lily zu. „Professor Slughorn? Wir werden uns jetzt leider verabschieden müssen. Tut uns sehr Leid, Sir“ verkündete Sirius ihm. Ja ich nenne ihn wieder Sirius. Aber nur weil er mich gerettet hat. „Das ist aber sehr schade. Kann ich Sie sicher nicht umstimmen? Vielleicht mit einem kleinem Dessert?“ fragte er hoffnungsvoll. Oh man, der wollte uns tatsächlich da behalten, obwohl noch ein Haufen anderer Schüler da war. Besonders seine geliebten Slytherins. „Nein, tut uns sehr Leid, Professor. Aber bei Ihrer nächsten Party bleiben wir sicher länger!“ versprach ihm Lily. Bitte nicht.
Wir gingen zu fünft den leeren Gang entlang, als auf einmal Professor McGonagall vor uns stand. „Was haben sie um diese Zeit noch auf den Gängen zu suchen?“ fauchte sie uns an. „Entschuldigen Sie, Professor, aber Professor Slughorn hat wieder einer seiner Partys veranstaltet und wir waren Eingeladen“ erklärte Remus ihr sachlich. Ihr blick wurde milder. Zum Glück. „Wenn das so ist, verschwinden Sie bitte auf schnellstem Wege in den Gemeinschaftsraum. Evans, Lupin, bitte folgen Sie mir in mein Büro, es geht um die Aufgaben der Vertrauensschüler!“ gab sie den beiden zu verstehen und ging voran. „Okay Leute. Wir sehen uns später, schätze ich“ murmelte Remus nur und ging voran. Lily sagte nur: „Bis gleich, Ash“ und holte Remus ein.
Nach ein paar Sekunden waren sie verschwunden. „Kommt Jungs. Lasst uns gehen“ sagte ich zu den Jungs. Sirius folgte mir aber James schaute Lily immer noch hinterher. Ich ging zu ihm zurück und nahm seine Hand. „James, kommst du? Starr ihr nicht so hinterher. Das ist ja peinlich!“ sagte ich zu ihm. Aber der Volltrottel reagierte nicht. „Erde an James!“ rief ich. Immer noch keine Reaktion. Ich sah Sirius an. Der grinste mich nur an und kam ebenfalls zurück. „James? Du sabberst!“ teilte er James mit. Dieser erwachte aus seiner Trance und sah uns erschrocken an. Sofort fuhr er mit seinem Handrücken über seinem Mund. „Tu ich gar nicht“ schnauzte er uns an. Ich grinste ihn an und meinte nur: „Ach James, nimm's uns nicht übel. Aber du warst überall nur nicht hier. Geistlich, meine ich.“ Ich lies seine Hand los. Er lächelte mich schief an und antwortete nicht. „Lasst uns gehen“ meinte er nur und legte seinen Arm um meine Schulter.
James ging links von mir und Sirius rechts. „Hab ich dir eigentlich schon gesagt, dass du wunderschön aussiehst?“ fragte James mich und grinste. Ich verdrehte nur die Augen. „Ja hast du. Zwar nicht mit diesen Worten, aber ja, hast du.“ „Er hat recht“ stimmte Sirius ihm zu. „Jungs ihr seid verrückt. Lily sah gut aus, besonders ihre Bluse“ fing ich an zu schwärmen. Lily sah wirklich gut aus heute. Sie hat die Blicke wirklich auf sich gezogen. Im Allgemeinen sieht Lily super hübsch aus, besser als jedes Model, einfach weil sie eine natürliche Schönheit war. „Ja das stimmt“ murmelte James und bekam einen verklärten blick. Ich wollte jetzt nicht wissen, was er denkt. „Oh Mann James, komm wieder zurück und lass Evans in Gedanken angezogen!“ tadelte Sirius ihn. Ich schüttelte nur meinen Kopf. Diese Jungs. „Ach ja, Ashley, da fällt mir etwas ein“ fing Sirius an. „Ach ja und was?“ gab ich misstrauisch zurück. „Ich habe dich vor Slughorn, Snape und meinem Bruder gerettet. Ich glaube ich habe da etwas verdient, oder etwa nicht? Zum Beispiel einen Kuss“ Nicht schon wieder. Seit meinem ersten Tag will er einen Kuss von mir. Wieso eigentlich? „Ja und zwar ein Dankeschön. Danke Sirius“ erwiderte ich und ging weiter.
„Ich glaube ich ziehe den Kuss vor“ „Und wieso?“ „Weil ich ein Junge bin und weil ich gerne geküsst werde“ erklärte er mir. „Stimmt ja, du bist ja Sirius 'Casanova' Black“ grinste ich ihn an. „Aber nein! Ich werde dich nicht küssen. Ich küsse nicht jeden, verstehst du?“ fragte ich ihn. „So mag ich dich Ashley“ bemerkte James und drückte mich. Ich lächelte ihn an und schlang meinen Arm um seine Hüfte. „Ach James...“ murmelte ich und gähnte. Man war ich erledigt. „Jungs, können wir uns beeilen? Ich bin total müde“ fragte ich ihn gähnend. „Prongs? Die schläft gleich ein. Soll ich sie tragen?“ kam es von Sirius.
Mit einem Schlag war ich wieder hellwach. „Das kannst du vergessen, mich trägt niemand!“ Ich funkelte Sirius an, riss mich von James los und ging vor. „Ashley warte. Mensch jetzt warte doch mal!“ riefen die beiden hinter mir. Ich wartete nicht auf sie. Mit einem Mal wurde ich von hinten gepackt und durch die Luft geschleudert, während mich jemand festhielt. „Hilfe!“ rief ich lachend. „Na was willst du machen, Prinzessin?“ sagte Sirius ebenfalls lachend. Abrupt hörte ich auf zu lachen. „Wieso nennst du mich Prinzessin?“ fragte ich ihn leise. „Weiß nicht. Fiel mir gerade so ein“ murmelte er. „Leute, können wir weiter?“ unterbrach James uns. Sirius nickte. „Mein Dad nennt mich immer Prinzessin!“ erklärte ich Sirius auf dem Weg zum Portrait der Fetten Dame. „Säuredrops“ sagte James und sie schwang zur Seite. Wir waren bereits angekommen. „Oh und wieso darf ich dich nicht so nennen?“ fragte er mich.
„Naja, ich mag es nicht wirklich. Ich meine ich bin 15 und keine 5 mehr. Und er nennt mich immer noch so. Ich wollte nie eine Prinzessin sein. Nie eine Barbie. Aber mein Dad, also mein Stiefdad, hat es nie verstanden, wieso ich Quidditch liebte und lieber mit James rumhing als mit den Mädchen aus unserer Straße. Es war auch seine Idee Ben und mich nach Beauxbatons zu schicken. Meine Mum hat ihm von der Schule erzählt und er wollte ein Mädchen aus mir machen. Aber naja...“ Wieso zum Teufel erzählte ich ihm das. Ich liebte meinen Stiefvater, aber er wollte unbedingt dass ich eine Prinzessin wurde oder ein Mädchen, das giggelte wenn ein Junge in der nähe war.
„Ach so.“ sagte er nur. „Ach komm Ash, ich weiß das dein Dad dich lieber hätte wenn du einem Jungen hinter kicherst oder dich jeden Tag schminken würdest, aber ich habe dich so viel lieber!“ munterte James mich auf und grinste. Dieses grinsen ist wirklich angewachsen.
Ich lachte. „Danke. Wisst ihr was? Ich geh jetzt ins Bett. Ich bin total erledigt. Was macht ihr? Wartet ihr hier noch auf Remus und Lily?“ „Jep, tun wir.“ „Okay. Könnt ihr Lily ausrichten das ich oben auf sie warte? Ich will schon mal ins Bett, aber wenn ich schon eingeschlafen sein sollte, dann soll sie mich wecken. Es geht um...“ Ich unterbrach mich selber. Das ging die beiden nichts an. „Es geht um die Hausaufgaben“ redete ich mich heraus. „Ja, können wir machen“ sagte James langsam. Ich wusste, dass er wusste dass das nicht das war, was ich eigentlich sagen wollte. „Gute Nacht James, Nacht Sirius“ wünschte ich denn beiden und gab James einen Kuss auf die Wange. Auf der Treppe winkte ich den beiden noch mal zu und verschwand dann.


Julias Sicht:

Ich wurde wach, als jemand die Tür zu unserem Schlafsaal öffnete. Müde drehte ich mich um und sah Ashley in der Tür stehen. Ich hatte sie und Lils seit heute Nachmittag nicht mehr gesehen, Alice und ich hatten in der Bibliothek Hausaufgaben gemacht. Vom Flur her fiel licht in das Zimmer. Ashley sah unglaublich aus mit ihrem lila Kleid und dem schwarzen Bolerojäckchen. Leise schloss sie die Tür und schlich zu ihrem Bett. Ich hörte das leise pochen hoher Schuhe auf dem Boden. „Hey Ashley. Wo ist Lily?“ fragte ich sie flüsternd. Erschrocken wirbelte sie herum und sah mich an. Im Zimmer war es dunkel, aber man konnte doch noch was sehen. Ich zündete die Kerze neben meinem Bett an und erhellte somit das Zimmer. „Ich wollte dich nicht wecken, tut mir leid, Lia. Lily? Die musste noch zu McGonagall. Irgendetwas wegen Vertrauensschüler, keine Ahnung was genau“ antwortete sie mir leise. Ich nickte nur. „Und wie war es?“ „Langweilig. Das essen war gut und es waren auch ein paar nette Leute da, aber Slughorn hat mich nach dem essen zu Snape und Regulus Black gezogen und hat uns sicher eine Stunde etwas über Quidditch erzählt. Naja, jedenfalls hat Sirius mich da weg geholt, wir wollten zurück, aber da hat Gonni uns abgefangen, hat Lils und Remus in ihr Büro beordert und James, Sirius und ich sind dann alleine in den Gemeinschaftsraum gegangen.“ „Moment mal. James und Sirius? Wann wurden die denn eingeladen?“ Jetzt war ich verwirrt. „Irgendwann im laufe des Tages. Und wie war dein Tag?“ fragte sie mich.
Sie saß auf ihrem Bett und lächelte mich an. Ashley war wirklich eine liebenswerte Person; sie war für einen da, war lustig, war total nett und redete nicht nur von sich, so wie Eliza. Sie war eine tolle Abwechslung zu dem Barbie gequatschte von Eliza. Ihre besten Freunde waren eh in einem anderen Zimmer und sie redetet von nichts anderem als von Schminke, Mode und Jungs. Total Ätzend. „Alice und ich waren bis zum Abendessen in der Bibliothek und haben Hausaufgaben gemacht, Verwandlung, Pflege magischer Geschöpfe, Zaubertränke und Kräuterkunde. Naja und nach dem essen sind wir hoch in den Gemeinschaftsraum und haben uns mit Frank und Peter unterhalten. Naja, eher ich mich mit Peter und Alice mit Frank. Bei Merlin, die konnten die Augen nicht mehr voneinander lassen“ grinste ich. Ashley grinste auch. „Die beiden passen so gut zusammen“ flüsterte sie verträumt. „Ash, willst du dich nicht vielleicht mal umziehen? Oder hast du noch ein Date?“ fragte ich sie immer noch grinsend. Sie sah an sich herunter und sprang auf. „Ups“ hörte ich nur und sah ihr dann beim umziehen zu. Sie streifte ihre Schuhe ab, huschte dann ins Badezimmer und kam nach einigen Minuten wieder heraus mit einem Top und Hotpants bekleidet. Schnell schlüpfte sie unter ihre Decke. „Wann kommt Lily wieder?“ fragte ich sie. „Keine Ahnung. Ich hoffe bald. Ich muss sie noch was fragen“ murmelte sie immer leiser werdend. Dann hörte ich ein gleichmäßiges Atmen. Ash war eingeschlafen. Kurz darauf war auch ich eingeschlafen. Ich träumte von dem Herbstball. Und dort tanzte ich mit Remus.


James Sicht:

Der Sonntag war ruhig. Sehr ruhig sogar. Lily hatte mich gestern Abend noch angeschnauzt, als ich den Mund öffnete um ihr zu sagen, dass Ash noch mit ihr reden wollte. Was habe ich ihr nur getan? Es war jedenfalls sehr spät gewesen als sie und Remus wiederkamen. Er erzählte uns, dass er und Lily den Schulsprechern helfen mussten, den Ball zu Organisieren. Sie mussten nur Kleinigkeiten erledigen, aber sie sollten den Schulsprechern ein bisschen die Arbeit abnehmen, weil diese sich auf ihren Abschluss konzentrieren sollten. Draußen war es warm, also hatten Pad und ich beschlossen raus zu gehen. Remus wollte Peter bei den Hausaufgaben helfen. Wir lagen am See im Graß und hatten die Augen geschlossen. „Pad?“ „Hm?“ „Du hast nur noch ein paar Stunden. Um Mitternacht hast du verloren!“ erinnerte ich ihn an unsere Wette. Klar, es war fies, aber Ash musste ihn aus eigenem antrieb küssen. „Heute wird sie mich küssen. Das verspreche ich dir und dann darfst du die Bohnen essen!“ drohte er mir. „Ja, klar“ gab ich zurück.
Plötzlich wurde ich klatschnass und ich schlug die Augen auf. Sirius war ebenfalls nass und saß kerzengrade und sah sich um. Ich hörte ein lachen. „Wer war das?“ knurrte er und wir standen beide auf. Mein Blick fiel auf Ash, die lachend in einem blauen Bikini Oberteil und schwarzen Badeshorts mit Alice im See stand und auf uns zeigten. Pad und ich sahen uns verwirrt an. Und dann wurden wir wieder nass. Ich sah nach oben- doch da war nichts. Ash und Alice lachten sich nun noch mehr schlapp. Und ich verstand. Die beiden hatten uns mit zwei Wasserblasen nass gespritzt. „Na warte!“ knurrte Pad grinsend. Auch er hatte verstanden. Wir zogen unsere T-Shirts aus (wir hatten statt einer kurzen Hose Shorts angezogen) und rannten auf den See zu. Die beiden bemerkten uns nicht. Ich schnappte mir Ashley und tauchte sie unter. Sirius nahm sich Alice vor. Prustend tauchten die Mädels wieder auf. „James!“ rief Ashley empört. „Was? Ihr habt uns auch nass gemacht“ grinste ich. Und dass einzige was ich dann noch sah war Wasser. Nach Luft schnappend sah ich mich an der Oberfläche nach dem Täter um. Pad, wer denn sonst?
Wir hatten uns eine riesige Wasserschlacht geliefert, aber ich war erledigt. „Leute, ich leg mich ins Graß, kommt wer mit?“ fragte ich die anderen. Alice wollte mitkommen, aber Sirius und Ash wollten im Wasser bleiben. Am Ufer ließ ich mich ins Graß plumpsen, Alice ebenfalls. Schweigend sahen wir Ashley und Sirius zu. Sie spritzen sich gegenseitig nass, tauchten sich unter und lachten. „Ash ist manchmal echt merkwürdig!“ murmelte Alice. „Wieso?“ fragte ich sie verblüfft. „Naja, ich dachte sie hasst Sirius, ich meine sie nannte ihn die ganze Zeit Black, aber seit heute morgen nennt sie ihn Sirius. Ich frage mich wieso.“ „Er hat sie gestern aus den Fängen von Sluggi, Snape und Black geholt. Also Pads Bruder“ erklärte ich ihr. „Ach so.“ Sie nickte. „Wenn er sie noch mal anmacht, hasst sie ihn wieder, denke ich. Ich glaube, sie respektiert ihn einfach nur, weil er mein bester Freund ist, nichts weiter“ fuhr ich fort. Sie nickte wieder und lächelte während wir meine beiden besten Freunde beobachteten. Ashley ließ sich auf dem Rücken treiben und Sirius stand neben sie. Mit einem Mal beugte sich über sie und ich dachte er würde sie jetzt küssen. „Küsst er sie jetzt?“ fragte Alice mich und wirkte etwas nervös und begeistert zugleich. „Ich hoffe nicht“ sagte ich zu mir selbst. Doch dann hörten wir nur einen Aufschrei und Sirius war verschwunden. Wo war der Kerl denn plötzlich?
„Na ihr beiden, amüsiert ihr euch gut?“ fragte eine Stimme neben mir. Dort saß Ashley und lächelte mich an. Ihre Augen strahlten. Das war auch der Grund für ihren Spitznamen Sternchen. Ihre Augen strahlten immer wie Sterne wenn sie glücklich war. Und das war einer ihrer besonderen Eigenschaften: sie war selten traurig. „Wo ist Sirius, Sternchen?“ fragte ich sie. „Ich denke er untersucht die Wasserwelt“ beantwortete sie meine frage grinsend. Alice lachte und ich sah mich um. Sirius sah sich suchend im Wasser um und sah dann zum Ufer. Sein blick war erst erstaunt, dann belustigt. Er kam aus dem See und steuerte auf uns zu. „Hey Carter“ rief er grinsend. Moment, seid wann nannte er sie beim Nachnamen? Ich sah ihn fragend an und er zuckte einfach nur die Schultern. „Was ist, Black“ erwiderte sie, aber lächelte. „Du hast mich ganz schön veräppelt.“ „Na und?“ „Naja, jetzt bin ich beleidigt und James wird es zu spüren bekommen“ meinte er. „Es gibt aber eine Möglichkeit ihn zu retten“ schlug er ihr vor. Sie sah mich an und ich spielte mit. Ich schob die Unterlippe vor und setzte meinen Hundeblick auf, den ich leider nicht so gut beherrschte wie mein bester Freund. „Und die wäre?“ fragte sie langsam und misstrauisch. „Küss mich!“ war die einfache Antwort.
Sie sah erst ihn dann mich an und dann wieder zurück. „Vergiss es, Black. Wieso, bei Merlins gestreifter Unterhose, sollte ich dich küssen?“ fauchte sie ihn an und ging mit Alice am Ufer entlang zu ihrem Platz, der etwas von uns entfernt war. „Weil das alle wollen!“ rief er ihr hinterher. „Verflucht“ fluchte er und ließ sich neben mir fallen. „Das war wohl nix. Jetzt hasst sie dich wieder!“ erklärte ich ihm und lachte. „Wieso hasst sie mich eigentlich?“ fragte er mich. „Weiß ich nicht. Aber ich denke nicht, dass sie dich wirklich hasst. Ich glaube sie mag dich einfach nicht“ antwortete ich meinem besten Freund nachdenklich. „Das kann nicht sein, mich lieben alle Frauen. Außer Evans“ Lilys Namen sprach er verächtlich aus. Ich boxte ihn in die Seite und legte mich dann ins Graß. „Sprich ihren Namen nicht so aus. Lily Evans ist das schönste, klügste und lustigste Mädchen der Welt!“ fuhr ich ihn an. „Jaja, schon klar“ murmelte er und legte sich ebenfalls hin.


Alice Sicht:

Ashley murmelte den ganzen Weg zu unseren Taschen Verwünschungen vor sich hin. Ich lächelte nur. Sie war Lily gar nicht mal so unähnlich. Immer wenn James sie nach einem Date fragte murmelte sie sämtliche Verwünschungen vor sich hin, was man sich bei der liebenswürdigen Person, die sie eigentlich war, nicht vorstellen konnte. Die beiden waren sich so ähnlich wie James und Sirius. „Was denkt sich der Kerl eigentlich? Da versuche ich nett zu sein und was macht er? Er fragt mich gleich, ob ich ihn Küsse. Naja eigentlich hat er ja nicht gefragt, sondern gleich angeboten, in Aussicht gestellt... Ach was weiß ich!“ regte sie sich auf während wir uns neben unsere Taschen setzten. „Komm runter Ash. Du hörst dich ja wie Lils an“ versuchte ich sie lachend zu beruhigen. Sie sah mich einfach nur fragend an. „Immer wenn James sie nach einem Date fragt, flucht sie auch tausend Verwünschungen vor sich hin. In dem Punkt seid ihr euch echt ähnlich“ kicherte ich und legte mich hin.
Es war ein ungewöhnlicher sonniger Sonntag und es waren viele Schüler draußen. Lily und Julia waren in der Bibliothek oder im Gemeinschaftsraum. Sie wollten nicht mit raus. Lily wollte sich um den Ball kümmern und Lia wollte ihr helfen. „Alice, könntest du mir bitte eine Feder leihen? Ich habe meine oben vergessen“ bat mich Ashley nach einer weile. „Wozu brauchst du eine Feder?“ „Ich wollte meinem Dad noch einen Brief schreiben. Ich habe mich seit den Sommerferien nicht mehr bei ihm gemeldet.“ „Klar. Hier bitte.“ Ich gab ihr die Feder, die in meiner Tasche war. Sie lächelte mich an und ich sah ihr beim schreiben über die Schulter. Sie hatte nichts dagegen.

Hallo Dad,
wie geht es dir? Mir echt gut. Ich bin, wie du weißt, seit dem 1. September auf Hogwarts und ich muss sagen, diese Schule ist der Wahnsinn. Das Schloss ist riesig und das essen hier ist der Wahnsinn. Du hast in deinen Erzählungen wirklich nicht übertrieben. Die Lehrer hier sind auch vollkommen in Ordnung, mit einigen Ausnahmen. Und auch der Hausmeister ist mir nicht ganz geheuer. Er heißt Filch und hat eine Katze die Mrs Norris heißt. Diese Katze lauert einem wirklich überall auf und verpetzt einen bei Filch. Nein, die Katze kann nicht reden, aber wo Mrs Norris ist, ist Filch nicht weit! Kennst du Professor Slughorn? Er ist mein Zaubertranklehrer und er hat einen eigenen Club, den Slug- Club. Ich bin auch ein ‚Mitglied’ weil ich in Zaubertränke gut war und mich im Unterricht anscheinend auch nicht gerade doof anstelle. Ich weiß, du willst wissen in welches Haus ich gekommen bin. Ich bin in Gryffindor. Ist das nicht toll? Professor McGonagall kennst du sicher noch. Sie ist streng, aber ihr Unterricht ist gut. Ich habe auch schon Freunde und Feinde gefunden. Meine Feinde sind die Slytherins, die Schlangen. Noch bevor ich überhaupt auf Hogwarts angekommen bin, haben sie mich genervt. Naja, meine Freunde sind echt Klasse! Ich habe drei tolle Freundinnen und zwei ebenfalls tolle Freunde. Du kennst doch noch meinen besten Freund, James Potter, oder? Er gehört zu meinen Freunden, genauso wie Remus Lupin. Er hat noch zwei weitere Freunde; Peter Pettigrew und Sirius Black. Verurteile ihn nicht wegen seinem Namen, er ist auch in Gryffindor und ganz anders als seine Familie. Aber ich kann ihn nicht wirklich leiden. Er will seit meiner Ankunft hier, dass ich ihn küsse. Du musst wissen, er ist ein Mädchenschwarm und Casanova an unserer Schule. Aber er ist auch James bester Freund. James ist auch ein Mädchenschwarm, aber seit letztem Schuljahr in Lily Evans. Peter ist ein netter Kerl, aber ich finde ihn etwas merkwürdig. Er stimmt James und Sirius immer zu und hat irgendwie keine eigene Meinung. Remus ist ein echt lieber Kerl. Er ist total lieb, immer hilfsbereit und auch echt gut in der Schule. Zusammen sind die vier Jungs die Rumtreiber und berühmt berüchtigt für ihre Streiche.
Meine Freundinnen hier sind Lily Evans, Alice Baxter und Julia Sommer. Lily ist total nett, hat rote Haare und grüne Augen. Sie ist eine Naturschönheit. Und sie ist unheimlich klug! Sie ist die schlauste von uns. Und sie hasst James, fast so wie ich Black! Alice hat blonde Haare und blau-graue Augen. Sie ist spontan, Abenteuerlustig und hat einen wunderbaren Humor. Und ist ebenfalls eine Naturschönheit. Julia hat fast schwarze Augen und hat braune Haare. Sie ist total quirlig und verrückt, bei ihr weiß man nie, was sie als nächstes vorhat. Ich finde alle drei sind Naturschönheiten, aber das wollen sie mir nicht glauben.
Alice und ich sitzen gerade am Schwarzen See und genießen die Sonne. Ich war gestern bei den Auswahlspielen der Quidditch Mannschaft und bin in die Mannschaft gekommen. Und ich war auf einer dieser Partys von Professor Slughorn. Alice meinte eben, dass Lils mir total ähnlich sei, weil sie auch immer James verflucht, wenn er sie nach einem Date fragt. Ich bin der Meinung, dass die beiden echt toll zusammen passen. Ich denke an dich Dad, und ich vermisse dich!
Ich habe dich ganz doll lieb!
Deine Tochter Ashley

P.S.: Ben ist in Ravenclaw und sehr stolz darauf, schlauer als ich zu sein. Hab dich lieb!


„Naturschönheit? Ich?“ fragte ich sie entsetzt. „Ja, auch wenn du mir nicht glaubst. Schau mal, da kommt Frank!“ sagte sie dann und zeigte auf den See. Tatsächlich kam gerade Frank Longbottom auf uns zu. „Hey Frank“ begrüßte meine Freundin ihn. „Hey Ashley, hey Alice. Wie geht’s euch?“ „Hi Frank. Gut, danke und dir?“ begrüßte ich ihn. „Ich lass euch dann mal alleine“ flüsterte Ash mir ins Ohr und zwinkerte. „Ich muss dann auch schon wieder los. Hoch in die Eulerei!“ erklärte sie und schlüpfte in ihr schwarzes Top, schnappte sich ihre Tasche und winkte uns zum Abschied. „Willst du dich nicht setzten?“ fragte ich ihn und merkte das ich etwas rot wurde. Verdammt, ja, ich war verknallt. Frank war aber auch total süß. „Ja, gerne“ Er lächelte mich an und setzte sich neben mich. „Wusstest du schon, dass das Hogsmeade Wochenende am Ende des Monats ist?“ fragte er mich. „Nein, aber jetzt weiß ich es“ erwiderte ich lächelnd. „Ähm... naja... ich wollte dich eigentlich fragen...“ Er holte einmal tief Luft und sprach dann weiter: „Ich wollte dich fragen ob du mit mir dorthin gehen willst!“ Sein lächeln verschwand.
Am liebsten wäre ich jetzt aufgesprungen und hätte im Kreis getanzt oder so etwas. Aber es waren noch einige andere Schüler um uns herum und es gab ein kleines Problem wegen dem Wochenende. „Sehr gerne, allerdings gibt es da ein kleines Problem. Ich wollte mit meinen Freundinnen die Kleider für den Ball kaufen. Aber wir können uns ja vorher treffen“ fügte ich schnell auf seinen enttäuschten Blick hinzu. Dagegen hätten die anderen sicher nichts. Er lächelte mich bei diesen Worten warm an und stand auf. Ich ebenfalls. „Cool. Wie wäre es mit 10 Uhr in der Eingangshalle?“ „Ja!“ sagte ich sofort und wurde wieder rot. „Okay. Man sieht sich sicher, oder?“ fragte er mich. „Ist ja nicht schwer wenn man im selben Haus ist!“ Er nickte nur. Unsicher stand er vor mir. Dann beugte er sich zu mir rüber und küsste mich auf die Wange. „Ciao!“ verabschiedete er sich schnell mit knallrotem Gesicht und verschwand im Wasser. Ich war sicher auch knallrot. Schnell schlüpfte ich in mein gelbes T-Shirt und meine kurze Jeanshose, schnappte mir meine Tasche und rannte ins Schloss. Es gab gleich Abendessen und ich musste meinen Freundinnen unbedingt erzählen was gerade passiert war. Ich fühlte mich wie in einem Traum.

„YEAAAAAAAAH!“ schrieen meine drei besten Freundinnen und umarmten mich alle auf einmal. Ja, ich zählte Ash bereits zu meinen besten Freundinnen. Wir waren in unserem Schlafsaal und ich hatte ihnen gerade erzählt was passiert war. „Mädels, ich brauche Luft!“ rief ich lachend. Sie ließen von mir ab und grinsten mich an. „Was ist denn hier los? Hat jemand von euch was gewonnen?“ hörten wir eine überhebliche Stimme vom Eingang her. Eliza war ins Zimmer gekommen, zusammen mit ihren besten Freundinnen Anna, Emilia und Tatjana. „Ich wüsste nicht was dich das angehen würde, Eliza“ antwortete ich ihr gelassen. Sie sah uns verächtlich an und setzte sich mit ihren Freundinnen auf ihr Bett. „Eli, wer ist das?“ fragte Tatjana und zeigte auf Ash. „Das ist unsere neue. Ashley heißt sie. Sie ist mit Sirius Black befreundet“ fügte sie mit einem vielsagenden Blick hinzu.
Die anderen Mädchen bekamen ebenfalls einen leuchtenden Blick. „Ich bin ganz sicher nicht mit Black befreundet. Mit James ja, aber nicht mit Black“ fauchte sie leise. Die Mädchen seufzten. „Das heißt also, dass du erst wann mit uns die Kleider kaufen kannst?“ fragte Lily mich leise. „Ich weiß es nicht. Vielleicht abends, vielleicht schon früher. Wenn ich Pech habe, gar nicht. Aber wenn ihr unbedingt wollt das ich mitkomme, gehe ich zu Frank...“ „Vergiss es, Ally!“ flüsterte Ashley leise, aber bestimmt. „Genau. Lass dir deshalb nicht das Date mit Frank versauen. Sag uns doch einfach die Farbe, die dein Kleid haben soll und wie viel du dafür ausgeben willst. Wir holen dir es dann!“ beteuerte Lia. „Seid ihr sicher?“ fragte ich sie unsicher. „Klar. Wir besorgen die Kleider und du machst dir einen schönen Nachmittag mit Frank!“ munterte Lily mich auf. Hatte ich nicht die besten Freundinnen der Welt?

Die nächsten Wochen vergingen wie im Flug. Der Unterricht war öde, James fragte Lily drei bis viermal am Tag nach einem Date und Ashley musste jeden Mittwoch und Freitag zum Training. Das Verwunderlichste jedoch war, dass die Jungs keine Streiche gespielt hatten. Am darauf folgenden Montag hatte ich Sirius brechend in der Toilette der Maulenden Myrte vorgefunden. Anscheinend hatte er die Wette verloren. Wir hatten Ashley und Lily nichts davon erzählt, die wären ausgerastet. Jedenfalls stand das Hogsmeade Wochenende vor der Tür. Wir saßen gerade in Wahrsagen (Lily und Julia hatten Arithmantik und Muggelkunde gewählt) und hörten Professor Aura zu, als ein uns ein flüstern ablenkte. Hinter uns saßen James und Sirius. „Hey, ihr zwei. Kommt mal näher“ flüsterte James. Ash und ich sahen uns an und rutschten unauffällig etwas weiter nach hinten zu den Jungs, was nicht schwer war, weil alle auf Kissen saßen. „Was ist?“ fragte Ash die beiden leise. „Morgen ist Hogsmeade Wochenende. Kommt ihr mit uns mit?“ fragte Sirius. „Ashley drehte sich nach hinten und spottete: „Kein Date gefunden, oder was?“ „Das erste Hogsmeade Wochenende des Schuljahres haben wir nie ein Date, weil das uns und unseren Freunden gehört“ erklärte James schnell. „Ach so. Tut mir Leid Jungs, ich hab schon was vor“ antwortete ich und lächelte die beiden an. „Und du, Ashley?“ fragte Sirius. „Ich habe auch schon was vor“ murmelte sie. „Ein Date?“ Sirius wirkte ziemlich verblüfft.
In dem Moment klingelte es und Wir standen schnell auf und packten unsere Sachen. Wir wollten schnell in die Große Halle, weil wir dort mit Julia und Lily verabredet waren. Doch wir kamen nicht weit, weil James und Sirius uns abfingen. „Sternchen, sag bloß nicht du hast ein Date. Mit wem? Seit wann ist das klar?“ fing James an. „Jami, ich habe nie gesagt ich hätte ein Date. Und selbst wenn, ist doch egal. Komm Alice, wir müssen los, Lils und Lia warten.“ Mit den Worten zog sie mich mit. Vor der Großen Halle warteten unsere besten Freundinnen schon auf uns. Aber nicht alleine. Lily unterhielt sich angeregt mit Nick und Lia grinste sich mit Ben einen ab. „Hey Ben!“ rief Ash von weitem, als sie ihn erkannt hatte. „Hey Schwesterherz. Na wie geht’s dir?“ fragte er und umarmte sie. „Hi Nick. Wie sieht's aus Lia, Ally, Ben. Wollen wir zum Mittagessen?“ fragte sie uns schnell und wir gingen schnell in die Halle. „Ben, willst du dich nicht zu uns setzten? Das mit Lily und Nick könnte etwas dauern“ murmelte Ash ihm zu und zog ihn mit sich. Lils und Nick hat man die ganze Mittagspause über nicht mehr gesehen und Ben brachte uns ganz oft zum lachen.

Es war halb 10 als ich aufwachte. Verflucht, es war bereits halb 10. „Shit!“ fluchte ich und weckte meine Freundinnen. „Was ist los?“ hörte ich drei Stimmen. „Ich habe verschlafen“ fluchte ich. Zum Glück hatten wir gestern Abend noch geklärt, was ich zu dem Date anziehen würde: mein Oranges Lieblings T-Shirt, eine Jeans und einen schwarzen Pullover. Ich raste ins Bad, putzte mir meine Zähne, wusch mir das Gesicht und kämmte meine Haare. Geduscht hatte ich gestern Abend. Ich schlüpfte in meine Klamotten und kam dann wieder in den Schlafsaal. Meine Freundinnen hatten sich bereits umgezogen und waren aufbruchsbereit. Sie wollten zum Frühstück und sich danach die Zähne Putzen. „Kommt ihr?“ fragte ich sie total nervös. „Hey, es wird alles gut. Frank mag dich und du magst ihn, also keine Sorge, okay?“ versuchte Ash mich zu beruhigen. Ich lächelte sie an und zusammen gingen wir in die Große Halle. Ich schnappte mir dort nur einen Muffin und raste dann in die Eingangshalle zu Frank, der dort nicht minder nervös als ich auf mich wartete. „Wollen wir dann?“ fragte er mich mit einem lächeln und ich nickte. Zusammen machten wir uns dann auf den Weg nach Hogsmeade.

Ashleys Sicht:

Ich ließ mich auf die Bank fallen und schnappte mir ein Brötchen. „Merlin, war Alice nervös“ sagte Lia und sprach damit meine Gedanken aus. Ich nickte nur und sah mich um. Es waren nicht viele Schüler Unterwegs, die meisten waren aus der 1. und 2. Klasse. Ich sah wenige Drittklässler und auch nicht sehr viele aus der vierten, aber aus der fünften, sechsten und siebten Klasse waren viele da. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie alle Hogsmeade schon kennen. Mich jedenfalls durchflutete eine Welle von Neugier und Erwartung. „Guten Morgen, Mädels“ hörte ich eine wohlbekannte Stimme hinter mir. Ich beschloss mich nicht umzudrehen und murmelte nur: „Morgen.“ „Ash, lass uns gehen, wenn wir noch pünktlich sein wollen“ Ich nickte nur, winkte den Jungs zu und verschwand dann mit meinen Freundinnen nach Hogsmeade.
Hogsmeade war einfach klasse. Es gab viele Geschäfte und viele Gerüche. Am besten gefiel mir der Honigtopf und Zonkos. Liegt vielleicht daran dass ich Süßigkeiten mag und Streichartikel liebe (Man merkt das ich mit James aufgewachsen bin, oder?). Jedenfalls steuerten wir nach einer weile, nachdem wir in den verschiedenen Geschäften waren, einen kleinen Laden an, in dem Kleider aller art verkauft wurden. „Bitte nicht“ murmelte ich, als ich ins Schaufenster sah. Da waren doch tatsächlich Kleider in Neon Farben ausgestellt: gelb, grün, pink... Wirklich in allen. „Mädels, ich will kein Neon farbenes kleid!“ beschwerte ich mich. „In dem Laden gibt es auch noch andere Kleider, glaub mir. Wir haben hier schon öfter Kleider gekauft!“ beruhigte mich Lily. Ich nickte nur und fragte lieber nicht, was sie mit ihren anderen Kleidern gemacht haben.

Der Sonntag war wirklich nicht leicht. Wir hatten alle unsere Kleider gefunden und waren dann völlig fertig ins Schloss zurückgekehrt. Nach dem essen hatte ich nicht mal mehr Lust und zeit mich mit Ben oder James zu unterhalten, stattdessen bin ich direkt ins Bett gefallen. Als ich aufwachte waren meine Freundinnen breits zum Frühstück gegangen. Nach einer kurzen und kalten Dusche, hatte ich mir ein paar Jeans angezogen und ein lila Top. Im Gemeinschaftsraum stieß ich dann mit James und Black zusammen. „Morgen Jungs“ begrüßte ich sie und wir gingen zusammen nach unten. „Sind Peter und Remus auch schon zum Frühstück?“ fragte ich sie. „Jep. Und habt ihr gestern noch alles bekommen?“ fragte James. Ich nickte.
In der Großen Halle setzte ich mich zu den Mädels und schnappte mir ein Brötchen und ein Muffin. „Guten Morgen, Ashley“ kam es aus drei Mündern. „Morgen ihr drei“ grüßte ich sie zurück. „Hey Evans, gehst du mit mir aus?“ fragte James Lily. Bitte nicht, kann er es nicht einfach lassen? „Nein Potter, wie oft soll ich es dir noch sagen. Selbst wenn ich die Wahl zwischen dir und den Riesenkraken hätte. Lass mich einfach in Ruhe, okay?“ fauchte Lily ihn sofort an. Ich schüttelte nur meinen Kopf und grinste in meinen Kakao. Lia musste sich auch ein grinsen verkneifen, genauso wie Alice.
„Weiß einer von euch zufällig, wo Peter und Remus sind?“ fragte Black uns, nachdem wir unser Frühstück beendet hatten. „Ja. Die waren hier zum Frühstücken, sind dann aber kurz nachdem wir angefangen haben überstürzt verschwunden“ antwortete Lia. Ich horchte auf. „Was ist denn passiert?“ fragten James, Black und ich gleichzeitig. „Keine Ahnung. Wir konnten gar nicht erst fragen. Aber wenn ihr mich fragt, sah Remus ein wenig blass aus“ meinte Ally nachdenklich. „Jetzt schon. Aber Voll...Aua. Das tat weh, Prongs“ beschwerte sich Black. Ich sah die beiden neugierig an. Da stimmte doch was nicht. „Was meintest du gerade mit Voll...? Was ist voll?“ fragte ich ihn schnell. „Nix“ antwortete mein bester Freund zu schnell. „Du sagtest, Remus sah etwas blass aus, Ally“ wandte ich mich an meine Freundin. „Ally? Wer ist Ally?“ fragten die Jungs. Wir verdrehten Synchron die Augen und achteten nicht weiter auf die beiden. „Ja, sah er. Oder?“ wandte sie sich an die anderen. Ich sah, wie Mark in die Große Halle kam. „Hey Mark. Hast du mal ne Sekunde?“ rief ich während ich auf ihn zulief. Die anderen hinterher. „Hey Ashley. Klar, für dich doch immer“ antwortete er mit einem lächeln. „Sag mal, hast du Remus und Peter gesehen?“ fragte ich ohne umschweife. Erst sah er mich verwirrt an, aber sah wohl die sorge in unseren Augen. „Ja habe ich. Die beiden sind vorhin an mir vorbeigestürmt, in Richtung Krankenflügel. Ich habe vorhin meine Cousine dorthin gebracht“ fügte er hinzu. Ich nickte nur. Ich nickte in letzter Zeit oft! „Danke!“ „Hey, Ashley, warte mal. Ich wollte dich was fragen“ rief er mir hinterher. „Später, okay! Das ist gerade sehr wichtig!“ schrie ich zurück und rannte mit den anderen weiter.
Wir warteten bereits eine Viertelstunde vor der Tür zum Krankenflügel, als Madam Pomfrey uns endlich einließ. „Moony, was machst du hier?“ „Remus, was ist passiert?“ „Alles in Ordnung, Remus?“ wurde er von Black, James, Lily und Alice bombardiert. „Was hast du, Remus?“ kam es jetzt auch von Julia. „Leute, einer nach dem anderen. Remus weiß doch gar nicht wem er zuerst antworten soll, wenn ihr alle gleichzeitig fragt“ lachte ich kopfschüttelnd. Meine Freunde/ Feinde waren manchmal echt der Knaller. „Danke Ashley“ murmelte Remus leise. „Mr Lupin hat eine Grippe, die ungefähr zwei bis drei Wochen anhält. In dieser Zeit darf er nicht diesen Raum verlassen. Und er braucht vor allem RUHE!“ das letzte Wort schrie sie uns fast entgegen. „Zwei bis drei Wochen?“ erwiderten James und Black. „Aber nächste Woche ist der Ball!“ empörte sich Lily. Na toll, mein Tanzpartner war Krank. Ich gehe doch nicht zum Ball! „Das tut mir leid, Remus“ sagte ich zu ihm. „Mir tut es auch leid. Jetzt hast du keinen Tanzpartner“ murmelte er und sah Schuldbewusst aus. „Macht nix. Dann muss ich nicht zum Ball“ erwiderte ich und grinste. „Vergiss es, wir werden schon noch jemanden finden“ drohte mir Lily an. „Du gehst einfach mit Potter“ bestimmte sie. „Ehm, Lily... da gibt’s ein Problem...“ fing James unsicher an. „Und welches?“ gab sie herausfordernd zurück. „Ich... ich habe schon eine Begleitung. Tut mir leid, Sternchen!“ murmelte er immer leiser werdend. „Macht nix.“ Ich klang wirklich vergnügt. „Du kommst mit zum Ball, Ash, das verspreche ich dir!“ warnte sie mich.
„Ehm, Remus, kann ich mir mal kurz den Tagespropheten ausleihen?“ fragte James ihn mit einer komischen Stimme. Ich merkte dass da etwas nicht stimmen konnte und schnappte ihn mir vor James. „Hey!“ beschwerte dieser sich. Ich streckte ihm die Zunge raus und fing an den Artikel zu lesen. Es stand nur etwas von verschwundenen Zauberern und Muggeln drin und das wahrscheinlich eine Truppe namens Todesser dran schuld waren. „Die werden immer stärker“ murmelte James geistesabwesend neben mir. Er und Black hatten über meiner Schulter mitgelesen. „Hmh...“ nuschelte ich. „Wenn das so weiter geht...“ Remus ließ den Satz so in der Luft hängen. Es war sehr leise für eine Weile. „Bitte geht’s jetzt, Mr Lupin braucht Ruhe!“ meinte Madam Pomfrey. „Tschüss Remus. Wir besuchen dich bald!“ versicherten wir ihm und wollten gehen. „Ashley? Tut mir wirklich leid wegen dem ball“ „Macht nix, wirklich. Du kannst schließlich nix dafür, oder?“ Er schüttelte den Kopf. „Mach dir nichts draus, Remus. Wir wurden ja praktisch überrumpelt. Und mal ganz unter uns: ich kenne da jemanden, der wäre sehr viel lieber mit dir dorthin gegangen. Nicht das ich was gegen dich habe, aber ich kenne halt jemanden der mag dich sehr viel mehr, als jeder andere:“ ich zwinkerte ihm zu und folgte den anderen, die vor der Tür auf mich warteten.

Der nächste morgen war für mich hektisch. Ich hatte verschlafen. Okay ich geb zu, ich war gestern noch lange im Gemeinschaftsraum, um die Hausaufgaben für Geschichte der Zauberei zu machen. Ich hatte sie vergessen, außerdem kann man bei dem Lehrer nicht mal richtig zuhören. Jedenfalls, hat Lily mich geweckt, aber ich wollte erst um halb 9 aufstehen, aber nein, ich musste ja den Wecker überhören. Also bin ich erst 10 Minuten vor Unterrichtsbeginn wach geworden und hatte nach dem Umziehen nur noch fünf Minuten, um pünktlich in den Unterricht zu kommen. Doch gerade als ich mir meine Tasche über die Schultern geworfen hatte und dir Treppe hinunter grast bin, stieß ich auf Black. „Auch zu spät?“ fragte er mich. „Ja. Verflucht, wir haben nur noch drei Minuten“ fluchte ich. „Lily bringt mich um!“ „Ich kenne ne Abkürzung“ erklärte er mir und zog mich hinter einen Wandteppich. Statt einer Wand, war dort ein gang versteckt. „Das erklärt einiges“ sagte ich belustigt. Er packte mich am Handgelenk und zog mich die Treppe hinunter. Kurz bevor es klingelte kamen wir Luft schnappend bei unseren Freunden an. „Du kannst loslassen, Black“ murmelte ich ihm zu und ging zu Lily und den anderen. „Guten Morgen Sternchen. Du hast das Frühstück verpasst“ sagte jemand hinter mir und ich drehte mich um. „Hier, ein schoko- Muffin und ein Marmeladenbrötchen“ sagte James und hielt mir die beiden Sachen hin. „James du bist der beste!“ jubilierte ich und umarmte ihn. „Hey und für mich?“ beschwerte sich Sirius. „Brötchen mit Schinken und Wurst!“ „Du weißt was mich glücklich macht, Prongs“ „Wieso heiratet ihr dann nicht?“ war mein Kommentar zu deren Unterhaltung. Weiter kamen wir nicht, weil wir in den Unterricht mussten.

Wir saßen beim Mittagessen. Lils, Ally, Lia, James, Peter und Black. Wir wollten vor Kräuterkunde noch zu Remus und deshalb beeilten wir uns. Bevor wir uns auf den Weg machen wollten, kam Eliza auf uns zu. „Was will die denn hier?“ flüsterte Lia und sah finster drein. „Hallo Sirius“ rief sie und zwängte sich zwischen ihm und James, die gegenüber von mir saßen. Ich lächelte in meinen Kürbissaft und sah, wie James die Augen verdrehte. „Hi“ kam es nur von Black. Jetzt wurde es Interessant. „Ich wollte dich fragen, ob wir beide zusammen zum Ball gehen“ fragte sie Wimpern klimpernd. „Tut mir leid, aber ich habe schon ein Date“ sagte er und zu meinem erstaunen zog James die Augenbrauen hoch und sagte: „Ach ja, mit wem denn?“ Ich nahm gerade einen Schluck von meinem Kürbissaft, als Sirius James mitteilte: „Na mit Ashley, weißt du das nicht mehr!“ „Häh... ey, Ash!“ meckerte er, als ich ihn versehentlich mit dem Saft bespritze bei Blacks Aussage. „Ach, tatsächlich“ erwiderte Eliza mit einem herablassenden Ton. Black sah mich mit einem bittenden Blick an, James auch, und die meiner Freundinnen waren eher entsetzt. „Ähm, naja, eigentlich...“ druckste ich. „Pad, du wolltest sie gerade fragen!“ warf James schnell dazwischen und rettete mich. Oder auch nicht. „Genau!“ rief er und stand auf. „Black, was hast du vor?“ zischte ich, als er sich auf den Tisch stellte. Er antwortete nicht und rief dann so laut, das die gesamte Halle zuhörte: „Ashley- Marie Carter, willst du mit mir zum Ball gehen?“
Ich sah ihn ziemlich bedröppelt an. Die gesamte Halle schien die Luft anzuhalten und auf meine Antwort zu warten. Lils stieß mich an. „Antworte!“ zischte sie. Ich sah mich schnell um. Sämtliche Blicke waren auf uns gerichtet. Okay, antworten. „Ja, gerne, wieso nicht?“ Hatte ich gerade zugestimmt? Einige Mädchen seufzten auf, andere schickten mir Todesblicke entgegen und die meisten klatschten. Doch Black musste noch einen draufsetzten und zog mich auf den Tisch. „Black was hast du vor?“ fragte ich ihn panisch, als er mich hoch hob. Das sollte ich gleich darauf erfahren: er tanzte mit mir auf dem Tisch (dieser wurde zum Glück bereits leer geräumt!). „Mr Black, es freut mich ja, dass sie die Frau ihrer Träume endlich gefunden haben, aber hätten sie jetzt die Güte mit Miss Carter vom Tisch runterzukommen und in den Unterricht zu gehen. Sonst gibt es Nachsitzen!“ verwarnte sie ihn und Black zog mich mit vom Tisch. „Tut mir leid, Eliza, aber ich habe bereits ein Date wie du siehst“ grinste er sie an und Eliza verschwand erhobenen Hauptes. James lachte den ganzen Weg über zu den Gewächshäusern, Black grinst selbstzufrieden und Lils, Lia und Ally freuen sich, dass ich doch zum Ball mitkomme! Jippaiey!

Es war endlich der 1. Oktober. Nachdem Black mich gefragt hat, ob ich mit ihm dahin gehe und ich auch noch zugesagt habe, wurde ich täglich mit blicken getötet und Eliza ist schwer beleidigt, weil Black mich vorgezogen hat. Oh man. „Ley, kannst du mir mal helfen?“ fragte Alice mich. Sie hatte die verrückte Idee, mich Ley zu nennen. „Klar“ stimmte ich zu und ging zu ihr rüber. Sie bekam den Reißverschluss nicht zu. Lia hatte ihr die Haare gemacht, glatte Haare und in einem eleganten knoten verknotet. (Ja super Satz!). Alice sieht auf alle Fälle klasse aus in ihrem schwarzen Kleid (http://www.bambiblog2008.de/wp-content/gallery/pc-cocktailcollection-neu/03_abendkleid_schwarz_prv.jpg). Julia trug ein wunderschönes blaues Kleid (http://www.abendmode-oldenburg.de/cms/499_0.jpg), die Haare ließ sie offen über ihre Schultern fallen. Lily fand ich jedoch am wunderschönsten. Ihre Haare waren offen und gelockt und sie trug ein grünes Kleid, was wunderbar zu ihrer Haarfarbe und ihren Augen passte (http://www.fashionmoda24.de/images/produkte/cache/m5530-IMG-6332-web.jpg). Zu guter Letzt ich: meine Haare waren ebenfalls lockig, aber zu einer Hochsteckfrisur verarbeitet worden. Mein Kleid hatte die Farbe lila (http://photos.erdbeerlounge.de/images/bookmarks/2/6/9/2698/AICS/fs/300/300/2698.jpg) und wir waren alle dezent geschminkt.
Es war viertel vor 7 und wir wollten uns auf den weg machen. Ich würde Black im Gemeinschaftsraum treffen, genauso wie Ally Frank. Lily ging aber mit Nick hin, also trafen sich die beiden in der Eingangshalle. Julia würde mit meinem Bruder hingehen, allerdings als Freunde, beide verstanden sich echt gut und mochten sich. Und ich hatte nix dagegen. „Lasst uns runter gehen. Ich kann’s immer noch nicht fassen das ich mit Black auf den Ball gehe!“ sagte ich zu den anderen und wir gingen runter. Unten warteten James, Frank und Black bereits. James bekam große Augen, als er Lily sah. „Sie sieht großartig aus, nicht?“ flüsterte ich ihm ins Ohr. Er brachte nicht mal ein Nicken zustande. „Alice, du siehst wunderschön aus!“ sagte Frank und Ally wurde rot. Ich zeigte ihr den Daumen und die beiden verschwanden. „Sie sind so ein schönes Paar“ murmelte ich. „Ley, wir machen uns auf den weg. Wir sehen uns unten?“ meinten Lia und Lils und ich nickte. Und da war ich alleine mit James und Black. „Na James, wo ist deine Begleitung?“ fragten Black und ich wie aus einem Mund. „Da kommt sie“ sagte er und ging auf die Treppe zu. Es war ein Mädchen aus unserem Jahrgang, ich glaube sie hieß Ava. Sie war blond, hatte braune Augen und war nett. „Hi James, hi ihr zwei“ sagte sie kichernd. Ich verdrehte die Augen. Ich hoffe die kichert nicht den ganzen Abend lang. Black wollte nämlich mit James und Ava an einem Tisch setzten, weil er ja sein bester Freund ist und sowas. Und ich musste mit. Galant hielt mir Black seinen arm hin und ich ergriff ihn. „Na dann, lasst uns gehen!“ meinte James enthusiastisch.

„Findest du das nicht total romantisch, was Sirius für dich gemacht hat?“ richtete sie ihre frage an mich. „Huh?“ war meine intelligente antwort. „Na, wie er dich gefragt hat, ob ihr zusammen zum Ball geht.“ „Ach so. Ja, war schon okay“ nuschelte ich geistesabwesend. Ich beobachtete die Leute; Lily tanzte ausgelassen mit Nick, Julia unterhielt sich mit Ben und Alice war vermutlich bereits mit Frank auf Wolke 7. „Wollen wir tanzen?“ forderte James seine Begleitung auf. Diese kicherte (wie schon den ganzen Abend, wenn James was sagte) und wurde rot. „Ja“ flüsterte sie und die beiden verschwanden. „Bei Merlin, ist die nervig!“ sagte nun Black und ich nickte zustimmend. „Wie kann man nur die ganze Zeit so kichern, egal was der andere sagt. Willst du was trinken? *kicher* ja James“ äffte ich sie nach. Black grinste. „Mann kichert nicht, aber Frau“ Meine Mundwinkel zuckten. „Ja, weil Mann es nicht drauf hat!“ konterte ich. „Oder weil Blondi zu doof ist“ gab er zurück. Jetzt musste ich lachen. Und er auch. „Wieso hasst du mich eigentlich?“ fragte er mich plötzlich.
Er hatte aufgehört zu lachen und ich auch. Ich überlegte. „Ich glaube es liegt daran, dass du im Zug gesagt hast, das Mädchen kein Quidditch spielen können. Und weil du mich in der ersten Woche die ganze Zeit gefragt hast, ob ich dich küsse. Ach ja, und weil du ein Macho bist!“ erklärte ich ihm langsam. Er sah mich mit einem unergründlichen Blick an. Ich wurde ein wenig rot und betrachtete lieber den Tisch. „Okay, Recht hast du. Und Mädchen können Quidditch spielen!“ sagte er plötzlich und ich sah auf und direkt in seine sturmgrauen Augen. „Tut mir Leid, ehrlich!“ „Ich hätte es dir ja auch sofort sagen können“ winkte ich ab. „Freunde?“ fragte er mich und hielt mir seine Hand hin. Ich ergriff sie und sagte: „Freunde!“

Und so wurde es doch noch ein vergnüglicher Abend. „Du siehst übrigens super schön aus“ murmelte Sirius, als wir gerade zu einem langsamen Lied tanzten, dessen Titel ich nicht verstanden habe. Es war bereits Mitternacht und wir gehörten zu den wenigen, die immer noch tanzten. „Danke. Du siehst auch nicht schlecht aus“ gab ich das Kompliment zurück. Und das stimmte, in seinem schwarzen Anzug mit der locker darumgewickelten Krawatte, sah er einfach nur klasse aus. Aber das sagte ich ihm nicht, sein Ego war breits groß genug, glaubt mir! Klar, wir waren noch nicht die besten Freunde, aber ich meckerte ihn schon mal nicht an. „Sag mal... gehst du jetzt mit mir aus?“ „Sirius“ lachte ich und schlug ihm auf den Arm. „Du hast morgen eh wieder eine neue!“ belehrte ich ihn und legte meinen Kopf an seine Brust. So ging das bis 1 weiter. Bei den langsamen Songs tanzten wir eng, bei den schnellen wirbelte er mich übers Parkett. Es war lustig und ich hatte viel Spaß. Und eines musste man ihm lassen: tanzen konnte er.
Um 1 Uhr war der Ball dann vorbei und alle Schüler gingen in die Gemeinschaftsräume zurück. Sirius und ich waren die letzten, weil wir Remus noch besucht hatten und ihm was von dem Essen mitgebracht hatten. Vor den Treppen zu den Mädchenschlafsälen nahm er meine Hand und hauchte einen Kuss drauf. „Gute Nacht, my Lady!“ „Gute Nacht, mein Herr!“ spielte ich das spiel mit. Wir brachen noch einmal in lachen aus. Soviel wie heute habe ich schon lange nicht mehr gelacht. „Gute Nacht, Sirius!“ wünschte ich ihm. „Ja, dir auch, Ashley!“
__________

Lob und Kritik? Kommi!!

Noch ein paar Fragen:
War das Kapitel zu lang, oder genau richtig?
Und wie ist der wechsel zwischen den Sichten?
Und wie findet ihr die Kleider?


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

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