
von kleine lila Hexi
5. Abhauen
die Wütende : Rose Weasley [15]
das Opfer : Henry Waterloo [16]
der Unruhestifter : Scorpius Malfoy [16]
der Wissende : Albus Severus Potter [15]
>>Frettchen.<<
>Weasel.<
kalte Blicke,
Sekunden vergehen,
eine Umarmung
Es war mal wieder Hogsmeadewochenende, wie so üblich herrschte Trubel in den Läden und auf den Straßen. Trotz des Schneetreibens wuselten nach einige Schüler durch das Dorf. Kalter Wind wehte durch den Gasen, fegte den Schnee von dannen, um zu zeigen, das es Winter war. Wenn man beim „Drei Besen“ reinspähte, erblickte man Jugendliche, welche sich an den Getränken wärmten.
In einer Ecke des Geschäfts, verdeckt vor neugierigen Blicken, saß ein Pärchen versteckt.
Zumindest dachten das die Beiden.
Die ganze Zeit über wurden sie jedoch vom anderen Ende des Lokals aus beobachtet.
Mit finsterem Blick schaute Scorpius Malfoy sich das Geschehen an. Er war so damit beschäftigt, dass er seinen besten Freund Albus, vollkommen missachtete.
Allerdings bemerkte Albus schnell, dass der Malfoy Spross ihm nicht zuhörte.
Trotzdem quasselte er weiter, ohne Punkt und Komma.
Das er gerade alles mögliche seinen besten Freund beichtete, zum Beispiel das er mit Lilian Malfoy, der kleinen Schwester von Scorpius, ausging, bekam dieser daher auch nicht mit.
Nach ca. 1 Stunde hatte aber auch Albus die Nase voll, sah sich suchend um, damit er endlich herausfinden konnte, was Scorpius so beschäftigte.
Im ersten Moment war Albus jedoch nicht sicher, ob sein Blick richtig lag. Damit er genauer erfassen konnte was seinen besten Freund denn so ablenkte, stand er auf und stellte sich hinter Scorpius.
Nein, er lag wirklich richtig, was Albus sehr erstaunte.
„Kannst du mir mal bitte verraten, was so interessant an meiner Cousine und Henry Waterloo ist?“
Einerseits fühlte sich Scorpius gerade erwischt und ebenfalls erschrak ihn die plötzlich Stimme hinter seinen Rücken so sehr, dass er zusammen zuckte und somit sein Butterbier verschüttete.
Albus konnte sich im ersten Augenblick ein Lachen nicht verkneifen, doch als er den finsteren Blick von Scorpius sah, verstummte er und setze sich wieder neben ihn. Während Albus seinen Zauberstab herausholte, um die kleine Sauerei zu entfernen, meinte er mit einem Grinsen auf den Lippen, welches Scorpius im Normalfall schon längst gewarnt hätte:
„Seit wann bist du eigentlich so schreckhaft? Oder habe ich dich gerade bei etwas wichtigen gestört?“
Schon fast beiläufig klang die erste Frage, so dass die nachfolgende ihre Wirkung nicht verfehlte
Es vergingen ein paar Sekunden, bevor Scorpius überhaupt auf die Fragen von Albus reagierte. Eigentlich wollte er dazu nichts sagen, doch er kannte Albus schon zu gut und daher wusste er das dieser keine Ruhe geben würde, bevor Scorp ihm keine Antwort gab.
Seufzend überlegte sich Scorpius schnell etwas, was überzeugend klingen könnte.
Er wollte einfach nicht dass Albus davon erfuhr, das er die ganze Zeit über Rose beobachtet hatte. Dieser würde sich bestimmt darüber lustig machen und ihn damit aufziehen.
Dass Albus schon wusste, wen Scorpius seine gesamte Aufmerksamkeit schenkte, ahnte der Malfoy Spross nicht.
„Würdest du nicht auch zusammenschrecken, wenn plötzlich jemand hinter dir steht und dann mit dir redet? Vielleicht sollte ich es demnächst mal bei dir versuchen.“
Scorpius selbst, merkte dass dies eine sehr schwache Ausrede war, doch er hofft trotzdem dass Albus dadurch nun die zweite Frage vergaß und Ruhe gab.
Obwohl er gerade mit Albus redete, lag sein Blick noch immer auf das Turteltäubchen, welches nun nicht nur noch ein kleinen Plausch führte.
Eigentlich hätte Scorpius seinen Freund schon besser kennen müssen und daher wissen, dass Albus nicht so schnell nachließ.
„Von mir aus, versuche es. Hab nichts dagegen. Dann geh ich aber davon aus, dass du nichts dagegen hast, wenn meine Faust, aufgrund des Schrecks, in deinem Gesicht landet.“
Während Albus schon fast nebenbei diese kleine Drohung aussprach, welche nicht wirklich ernst und auch nicht bösartig gemeint war, spielte er schon fast desinteressiert an der Weihnachtsdekoration des Tisches rum.
Mit einem Ohr hatte der Malfoy Spross gerade zugehört, so dass er jetzt wirklich glaubte seine Ruhe zu haben, doch hätte er Albus jetzt ins Gesicht geschaut, wäre ihm dieses fiese Grinsen aufgefallen, welches sich auf seinen Gesicht geschlichen hatte.
„Ach, und dies war gerade wirklich, ein sehr kläglicher Versuch von dir, meiner letzteren Frage auszuweichen.
Gib doch einfach zu, das es dir nicht gefällt, das Rose dort mit Waterloo sitzt.“
Damit nickte Albus in deren Richtung und sah nun ebenfalls zu wie die Beiden rumturtelten
Auch er war nicht wirklich von dieser Szene begeistert.
Einerseits weil er Henry nicht mochte, anderseits weil er den Gedanken nicht ertrug, dass Rose so in der Öffentlichkeit rummachte. Für ihn war Rose mehr als nur seine Cousine oder beste Freundin. Er sah in ihre eine zweite Schwester und seine kleine Schwester Lily beschütze er auch schon immer vor allen möglichen Gefahren, weshalb sollte es also bei Rose andersein?
Doch Al wusste, dass Rose dies nie zulassen würde.
Das es ihm schon öfters gelungen war, ein paar lästige Verehrer zu vertreiben oder einzuschüttern, wusste das Weasley Mädchen bis heute nicht. Und wenn es nach Albus ging, würde sie es nie erfahren, denn auf den Ärger der dann folgen würde, hatte der junge Potter keine Lust. Rose konnte, wie ihre Oma Molly, zu einer Furie mutieren, wenn ihr etwas nicht passte. Einmal hatte er ihre Wut auf sich gezogen, seitdem kamen ihm die Schimpftiraden seiner Mutter etwas Harmlos vor.
Albus hatte auch versucht diesen Waterloo los zu werden, aber irgendwie kam immer wenn er es probierte Rose daher und durchgekreuzt seinen Plan.
Er glaubte schon fast, das Rose ahnte dass ihr Cousin etwas vorhatte.
Dass Scorpius ebenfalls probierte, alle Kerle, welche ihr Wehtun könnten, vom Leib zu halten, wusste selbst Albus nicht.
„Was interessiert dich das Schauspiel der Beiden? Ihr zankt euch doch nur, warum auf einmal zeigst du so eine Aufmerksamkeit für sie?“
Erneut dauerte es eine Weile bis Scorpius reagierte. So langsam hatte er die Nase voll, davon dass Albus ihn jetzt verhörte. Auch hier hatte er nicht vor ihm die Wahrheit zu sagen. Schon wieder war er dabei, sich irgendeine Ausrede oder sonstiges Zusammen zu reimen.
Bevor Scorpius jedoch das erste Wort über Lippen kam, stand er auf und murmelte nur noch kurz, bevor er verschwand, dass er schnell wegmüsste.
Warum sein bester Freund nun abhaute, konnte sich Albus schnell zusammen reimen.
Henry und Rose waren gerade dabei das Lokal zu verlassen.
Zunächst verstand Albus überhaupt nicht was dies nun sollte, doch so langsam machte es klick bei ihm und ein Lachen entwich seiner Kehle.
„Du Idiot, hast dich doch wirklich in Rosie verliebt.“
Die Menschen um Albus herum, sah ihn plötzlich an, um herauszufinden, was denn so lustig war, dass der junge Potter sogar auf einmal anfing zu lachen.
Eigentlich hätte es ihm schon viel früher klar sein müssen, dass sein bester Freund auf seine Cousine stand. Schließlich lief es zwischen seiner Tante Hermine und Onkel Ron, in ihrer Schulzeit auch nicht anders. Ständig lagen sie sich in den Haaren, so zumindest hatte es so sein Vater ihm es erzählt. Die Beiden hatten fast ihre gesamte Jugend gebraucht, um zu merken dass sie ineinander verliebt waren.
Dass sich diese Geschichte nun auch so bei Rose und Scorpius abspielte, fand Albus einfach nur großartig. „Dass muss ich sofort den anderen erzählen.“
Während sich Albus nun auf den Weg zu seinen Geschwistern machte, verfolgte Scorpius Henry und Rose hoch zur Heulenden Hütte. Natürlich wollte er nicht, dass die Beiden ihn sahen, weshalb er sich hinter den nächst besten Baum versteckte, als sie stehen blieben.
Vorsichtig lugte er an den Baum vorbei, um zu sehen was Henry und Rose taten.
Was er sah, brachte ihn sofort auf 180%ig. Da standen sie nun und knutschten miteinander rum. Das Scorpius eifersüchtig war, würde er nie zugeben. Warum er jetzt so wütend reagiert, wusste er daher auch nicht. Es vergingen ein paar Minuten bevor Scorpius den Entschluss faste, hervorzutreten und zu dem Pärchen herüber zu gehen.
Sofort bemerkte Rose, dass sie nicht mehr allein waren und unterbrach den Kuss.
Erstaunt schaute sie nun einen wohl wütenden Scorpius an. Henry war wohl ebenso überrascht und bemerkte wohl auch dass der Malfoy Spross wütend war. Wie ein kleiner Feigling, machte dieser einen Schritt nach hinten und stand dadurch etwas entfernt von Rose.
Jetzt verstand Rose die Welt gar nicht mehr. Was sollte diese Aktion?
Überrascht und verwirrt blickte sie zu ihren Date. „Henry??“
Doch anstatt einer Antwort zu geben, blickte dieser noch immer in das Gesicht von Scorpius.
Rose wandte sich ebenfalls wieder diesem zu, als sie mitbekam, dass Henry ihr wohl nicht antworten würde.
Wie immer schaute Rose ihren neuen Gesprächspartner abschätzend an und fragte mit kühler Stimme: „Was machst du hier, Malfoy? Ich hab jetzt keine Lust mich mit dir herum zu ärgern.“
Doch auch dieser schien ihr keiner Antwort geben zu wollen. So langsam wurde jetzt auch Rose wütend.
Scorpius ignorierte Rose Frage vollkommen und blickte noch immer Henry böse an.
Fast schon hätte das Weasley Mädchen geglaubt, dass die beiden Jungs sich über Gedanken unterhielten, doch diese Idee verwarf sie schnell, da sie wusste das keiner der beiden über diese Fähigkeit verfügte.
Schweigen breitete sich langsam aus, was Rose schon ziemlich auf die Nerven ging. Mit einen Seufzen ging sie nun wieder aus Henry zu und wollte dessen Hand ergreifen, doch bevor dies geschah vernahm sie plötzlich die Stimme von Scorpius.
„Wenn ich du wäre, Waterloo, würde ich hier so schnell wie möglich abhauen.“
Erneute Ruhe ergriff die Drei. Es dauerte einen Moment bis Rose realisiert was Scorpius da ebnend gesagt hatte.
Wütend drehte sich Rose nun wieder um und funkelte Scorpius böse an. „Was?? Warum sollte er jetzt gehen? Er ist hier nicht derjenige, der hier unerwünscht ist.“
Henry hingegen schaute währenddessen zwischen Rose und Scorpius hin und her.
„Ich bin da anderer Meinung“ vernahm er dann von dem Malfoy Spross.
Genau diese Aussage, bewirkte bei Henry, dass er sich umdrehte und verschwand.
Rose war schon drauf und dran ihm hinterher zu rennen, doch erneut vernahm sie die Stimme von Scorp.
„Lass doch den Feigling. Er ist es nicht wert.“
So wie Scorpius ebbend auf 180%ig war, erging es nun Rose.
Von außen hin erschien sie vollkommen gelassen als sie auf Scorpius zuschritt, doch innerlich tobte ein Sturm, welcher alles zerstören wollte, was ihm im Weg stand und genau dies Tat dieser Malfoy aus ihrer Sicht gerade.
„Was bitte schöne sollte dies gerade, Malfoy??“ Ihre Stimme klang schon fast wie ein zischen und obwohl sie sehr leise sprach, verstand er jedes Wort.
Anstatt dieses Mal eine Antwort zu erhalten, fing Scorpius an zu lächeln.
Ein paar Zentimeter vor ihm blieb Rose nun stehen und blickte zu ihm auf.
„Ich weiß ja dass du mich auf den Kicker hast und mich gerne triezt, aber dass was du ebbend getan hast geht nun wirklich zu weit.“
Um ihn zu zeigen dass er eine Grenze überschritten hatte, wollte sie ihm eine Ohrfeige verpassen, doch so weit kam ihre Hand gar nicht.
Bevor diese die Wange von Scorpius Gesicht berührte, hielt er ihre Hand fest.
Er hatte gewusst, was sie tun würde und lächelte jetzt noch breiter.
Sie hingegen funkelte ihn nur noch böser an. Wenn Scorpius genau hinhörte, vernahm er sogar ihr Zähne knirschen. Immer wenn sie besonders wütend auf ihn war, fing sie damit an.
Im nächsten Moment passierte alles auf einmal, so dass Rose gar keine Change hatte zu reagieren. Scorpius zog sie zu sich ran und küsste sie unerwartet.
Ihre Augen waren weit aufgerissen, vor erstauen. Warum tat er dass?
Erst als Rose bemerkte wie viel Hingabe und Liebe seine Lippen offenbarten, erwiderte sie denn Kuss.
Als Scorpius wieder den Kuss löste und seine Stirn an ihre legte, verstand sie seine Beweggründe von vorhin.
Ein wissendes Schmunzeln erschien auf ihren Lippen, mit etwas Genugtuung in der Stimme meinte Rose dann: „Kann es sein das du erfeiersüchtig warst, Malfoy?!“
Anstatt ihr zu antworten, strich Scorpius nur sanft über ihre Wange und flüsterte leise:
„Lass uns hier abhauen.“
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