
von Elflein
@Silverlung: Hallo, freut mich wenn es dir gefällt. Ich finde Tonks auch unglaublich niedlich. Ich hoffe du wirst weiter fleißig kommentieren.
@Pandoris: ich versuch so schnell weiterzuschreiben wie ich kann, aber leider bin ich in dem Punkt nicht sehr zuverlässig. Neue Kapitel werden kommen, auf jeden Fall, aber es dauert oft halt seine Zeit.
An alle Leser: ich würde mich über noch mehr Kommentare riesig freuen udn ich hoffe ihr stört euch nicht an den langen Wartezeiten. Ich bemüh mich, neue Kapitel so schnell wie möglich zu schreiben, will aber natürlich auch, dass sie gut werden.
Schäumende Erinnerungen
Unrasiert und mit fürchterlichen Augenringen betrat Remus die kleine, aber gemütliche Küche im Hause Tonks. Das hier ein Herd, ein Kühlschrank, Arbeitsplatten eine Spüle und ein Esstisch Platz fanden grenzte an Zauberei...oder ein architektonisches Wunder.
Andromeda lies irgendetwas auf dem Herd brutzeln, das verdächtig nach Rühreiern roch, während sie mit ihrem Zauberstab ein Messer beaufsichtigte, das Schinken in feine Streifen schnitt.
Ted stand hinter ihr und hatte die Arme um sie geschlungen und ihr etwas ins Ohr flüsterte. Sie kicherte mädchenhaft und wandte den Kopf um ihn zu küssen.
Er wollte nicht stören und überlegte einen Moment, die Küche wieder zu verlassen und später wieder zu kommen, doch dann entschied er sich dafür, sich leicht zu räuspern.
Die junge Frau schreckte auf und löste sich sofort aus der Umarmung. Sie erinnerte Remus an einen Teenager, der beim Knutschen erwischt wurde, es schien ihr peinlich zu sein.
„Es tut mir Leid, ich wollte nicht stören“, entschuldigte er sich.
„Nein, nein, das macht doch nichts...ich meine du störst nicht.“, plapperte sie drauf los und begann in der Küche herum zu wuseln.
Ted drehte sich langsam um und grinste Remus an. „Du hast mir gerade mein Spiel versaut.“, sagte er amüsiert und Remus sah ihn verständnislos an.
„Tut mir Leid, das wollte ich nicht..“, stammelte er drauf los, aber Andromeda unterbrach ihn. „Er hat es nicht böse gemeint, er spinnt nur mal wieder rum.“
Ted stieß sie spielerisch ihren Ellbogen in die Seite und zischte ihm zu: „Hör auf ihn zu verunsichern.“ Genervt von diesem Kindergetue verdrehte sie die Augen.
„Das war doch nur Spaß...“, verteidigte sich Ted gegenüber seiner Frau und klopfte Remus freundschaftlich auf die Schulter.
„Setz' dich doch.“ Ohne auf eine Antwort zu warten schob er den jungen Werwolf zu einem Platz an dem bereits überlaufendem Tisch.
„Eigentlich hab' ich gar keinen Hunger“, versuchte es Remus, auch wenn er angesichts dieses Festmahls wohl keine Chance hatte.
Andromeda wusste nicht genau, was sie darauf sagen sollte. Dumbledore hatte ihnen schon erzählt, dass er wenig aß, zu wenig. Und es war auch nicht zu übersehen gewesen. Aber sie wollte auch nicht taktlos oder unverschämt sein. Bevor sie sich entscheiden konnte, was sie sagen wollte, nahm Ted ihr den mit Rührei beladenen Teller aus der Hand und stellte ihn vor Remus ab.
„Also hör mal, du musst wenigstens Andras Rührei essen. Es ist einfach unglaublich. Spezialrezept.“ Er zwinkerte, setzte sich und Andra stellte auch ihm einen Teller mit Ei hin.
Sie wollte sich gerade setzen, als eine Eule ans Fenster klopfte. Seufzend ging sie und lies die Eule hinein. Ohne sie eines Blickes zu würdigen flatterte das schönes Tier auf die Schulter des jungen Hausherren. Ungeduldig erhielt er einen Ohrzwicker.
Seine Augen verengten sich, während er den Brief las. „Ein Notfall im Ministerium. Sie brauchen mich.“
Er gab seiner Frau einen Kuss. „Tut mir Leid“, flüsterte und verschwand eilig.
Remus hörte in apparieren.
Andromeda seufzte.
„Er arbeitet in der Abteilung für Mugglegerechte Entschuldigungen im Ministerium“, erklärte sie, „Das er jetzt schnell aufsteigt ist zwar ganz schön, aber er hat immer weniger Zeit. Besonders Dora ist traurig darüber.“ sie schwelgte einen Moment in Erinnerungen an ihre kleine Tochter. „Nymphadora, meine ich.“ Plötzlich war sie ganz erschrocken darüber, dass sie den Spitznamen gebraucht hatte.
Unwillkürlich musste Remus schmunzeln.
Da er anscheinend nicht vorhatte etwas zu sagen, erzählte Andromeda einfach weiter.
„Das kam alles ziemlich plötzlich. Er war immer nur ein einfacher Angestellter, bis zu dem Tag, als Sirius....“ Remus konnte sehen, wie sie sich auf die Lippe biss und hätte er nicht das Brennen von aufsteigenden Tränen verspürt, dass ihn zwang den Blick abzuwenden, hätte er gesehen, wie auch ihr Tränen in die Augen traten.
„Entschuldige mich.“
Kurz darauf fand Remus sich alleine in der Küche wieder, auf den unangerührten Teller vor sich starrend.
Wie sehr hatte er gehofft nie wieder daran denken zu müssen, an diese....Verräter. Er hatte sich als Freund ausgegeben, hatte sie alle belogen und betrogen. Er war Schuld an Lilys Tod, an James Tod, Schuld an Peters Tod, Schuld an einfach allem.
Vor Wut und Schmerz krallte Remus seine Finger in die Tischplatte. Das Holz knarzte bedrohlich.
Als diese Gefühle, die er seit Wochen versuchte zu unterdrücken, so unvermittelt an die Oberfläche kamen, schien es als verlöre er die Kontrolle über seinen Körper. Kräfte, die nur an Vollmond zu Tage traten entluden sich mit einem Schlag und der Tisch flog regelrecht auf die andere Seite des Zimmers. Geschirr barst klirrend, aber Remus beachtete es nicht.
Tränen, die er so lange zurück gehalten hatte, liefen über.
An den Kühlschrank gelehnt, sank er zu Boden und weinte, bis er plötzlich eine kleine Hand an seiner Wange spürte.
„Hast du aua?“
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