
von LasVegas
Hm... ja, also wie von mir angekündigt, kommt hier mein kleines Marauder-Weihnachtsspecial. Das erste Weihnachten der Marauders... und schon stellen sie nur Unsinn an...
***
„Potter! Black! Lupin! Pettigrew!“ hörten die vier Jungen die laute Stimme ihrer Hauslehrerin durch den Korridor schallen. Sirius und James hatten ein dickes Grinsen auf den Gesichtern, als sie Peter an den Händen packten und hinter sich herzogen. Remus eilte ihnen ebenfalls nach, schaute sich aber noch ein paar Mal unsicher um, bevor er hinter demselben Wandbehang verschwand, wie die anderen drei.
„Sch…“, machte Sirius und Peter drückte sich selbst eine Hand auf den rasch atmenden Mund.
„Meinst du nicht das war übertrieben?“, fragte Remus.
„Nein, warum?“, fragte James, immer noch breit grinsend.
„Weill wir McGonagalls Büro über und über mit Zuckerstangen behängt haben?“
„Eben.“, grinste Sirius. „War doch klasse!“
„Ist die Luft rein?“, fragte James. „Remus, schau mal nach.“ Remus rollte die Augen, linste dann aber durch den Spalt zwischen Wandbehang und Wand.
„Ja.“, antwortete Remus und die vier Jungen kletterten aus der Wandnische wieder auf den Gang.
„Ihr solltet wirklich damit aufhören.“
„Evans, was willst du denn?“, fragte Sirius.
„Dass ihr aufhört so viele von Gryffindors Punkten zu verlieren.“, antwortete sie.
„Süß.“, grinste Sirius und fuhr sich elegant durchs Haar. „Wir sehn uns später, Rotschopf.“
„Wow, Black, das hab ich ja echt noch nie gehört, was bist du kreativ!“ sie verschränkte die Arme vor der Brust. „Immer kommt ihr in Schwierigkeiten.“
„Wir lieben Schwierigkeiten!“, grinste James.
„Potter!“
„Oooh, das ist McG! Kommt schon, Jungs!“
„Ich habe noch nie erlebt, dass vier elfjährige so viele Schwierigkeiten verursachen!“ McGonagall kam auf sie zugerauscht.
„Ich bin zwölf!“, rief Sirius, bevor James an Lilys dunkelrotem Zopf zog und sich die vier wieder schnellstens verdrückten.
„Unglaublich!“, rief McGonagall noch. „Diese vier müssen sich wirklich überall rumtreiben! Gestern habe ich sie in der verbotenen Abteilung erwischt!“, beschwerte sich McGonagall.
„Geht's um James und Co.?“, fragte Isabelle, die gerade um die Ecke bog und sich einen Schokofrosch einverleibte.
„Ja.“, bestätigte Lily. „Keine Ahnung was sie jetzt wieder angestellt haben…“
„Sie haben mein Büro mit Zuckerstangen, Weihnachtsbäumen und Christbaumkugeln behängt.“
„Das klingt doch ganz nett…?“, fragte Isabelle langsam.
„Nicht, wenn alles klingelt und pfeift.“, brummte McGonagall.
„War mir klar.“, sagte Lily.
„Aber es ist doch Weihnachten.“, sagte Isabelle entschuldigend. „Lassen Sie die Jungs doch davon kommen.“ Dann setzte sie flüsternd zu sich selbst hinzu: „Sie kriegen sie sowieso nicht…“
„Was haben Sie gesagt, Miss Cartwright?“
„Nichts, Professor.“
„Wo haben Sie die Schokolade her? Ich hoffe doch schwer, dass sie nicht illegaler Weise im Dorf waren?“
„Nein, Professor.“, versprach Isabelle. „Natürlich nicht. Gray hat sie mir mitgebracht. Letzte Woche war doch Hogsmeade.“
„Kriegst du jetzt schon Probleme?“, fragte eine Stimme.
„Hey Gray!“, lachte Isabelle. „Wenn man vom Teufel spricht.“
„Was, hab ich Probleme?“, fragte er vorsichtig.
„Haben Sie ihrer Schwester Schokolade mitgebracht?“, fragte McGonagall.
„Ja…“, sagte Gray vorsichtig.
„Gute Antwort.“, lobte Lily lachend. Plötzlich explodierte hinter ihnen ein Beutel Stinkbomben.
„Black!“
„Wir müssen uns einen Namen zulegen.“, sagte Sirius, der kichernd an der Ecke stand und das Geschehen beobachtete.
„Es fängt an zu stinken!“, sagte Remus wehleidig, „Lasst uns gehen!“
„Ich rieche noch nichts…“, sagte James. „Aber gehen können wir trotzdem.“
„Wir brauchen unbedingt einen Namen…“, wiederholte Sirius. „Kommt schon.“
„Ich fand den Vorschlag von McG gar nicht schlecht.“, sagte James.
„Was war das noch gleich?“, fragte Peter, der noch immer nach Luft schnappte.
„Sie hat gesagt, dass wir uns rumtreiben.“, erinnerte sich Remus.
„Wie wärs mit Maraudern?“, fragte Sirius.
„Ich finds klasse!“, sagte James zustimmend. „Schnell, wir müssen uns beeilen!“
„Denkt ihr wirklich, dass das eine gute Idee ist?“, fragte Remus nervös.
„Klar!“, grinste Sirius und unterschrieb schwungvoll die Weihnachtskarte.
„Frohe Weihnachten wünschen Ihnen ihre Marauder.“, las James. „Los geht's!“ er übergab den Brief einer Eule und schaute zu, wie sie zu McGonagall's Fenster schwirrte.
„Was ist in dem Brief?“, fragte Remus dann.
„Nichts…“, murmelte Sirius scheinheilig.
„Sirius….“
„Ne singende Karte!“, lachte James. „Wird für mindestens zwei stunden ununterbrochen trällern.“
„Ihr seid doch verrückt!“, beschwerte sich Peter, musste aber lachen.
„Frohe Weihnachten, Jungs.“, grinste Sirius und zog die letzte Packung Zuckerstangen hervor, die sie noch übrig hatten.
„Dir auch, Sirius.“, lachte James und Remus und Peter nickten.
„Ich hab so das Gefühl, dass Hogwarts noch viel von uns hören wird.“, grinste Sirius.
„Genau.“, James öffnete eine Flasche Butterbier. „Darauf trinken wir. Auf die Marauder.“ Er nahm einen Schluck und reichte dann die Flasche an Remus weiter.
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