
von LasVegas
Ich weiĂź ja nicht, wie es euch geht, aber ich fĂĽr meinen Teil bin froh, Weihnachten ĂĽberlebt zu haben und bemĂĽhe mich nun bei allen ffs noch mal vor dem skiurlaub upzudaten!
Danke an Sarah potter-radcliffe und Claire Green für die lieben Kommis. Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Weihnachten!
Weiter gehts! Mit Jahr Nr. 4!
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„Jungs, meint ihr wirklich, das ist angemessen?“, fragte Remus.
„Na sicher!“, grinste James. „Ich meine… so langsam ist es Zeit, dass wir darauf achten, McGonagall einen Herzanfall zu ersparen. Die hat mit uns ja schließlich schon einiges durchgemacht. Zeit für ein bisschen Besinnlichkeit…“
„Wenn du das sagst, Jamie. Dann muss es wohl so sein.“, grinste Sirius.
„So ist es auch.“, sagte James. „Peter, hast du die Zauber rausgesucht?“
„Ja.“, Peter wedelte mit einem Zettel.
„Sehr gut.“, sagte James. „Los geht's. Wir teilen uns auf. Peter, du kommst mit mir und Sirius und Remus gehen zusammen. Wir treffen uns in einer Stunde vor der Fetten Dame. Los geht's, wir haben viel zu tun.“
„Tatsache!“, rief Sirius, rieb sich die Hände und sprang auf.
„Drei… zwei… eins…“, grinste Sirius. James stand auf und hob die Hände, den Zauberstab in der Rechten. Dann begann er zu dirigieren, was ihm einige überraschte Blicke einbrachte. Ein Summen hob an und dann brach Gesang und Musik aus. Die Marauder hatten aus sämtlichen Rüstungen, die in Hogwarts herumstanden, einen Chor mit Musikbegleitung gebastelt, der nun am anderen Ende der Halle, gegenüber vom Lehrertisch stand und die Insassen mit Musik beglückte. Zu den Klängen von „Stille Nacht, Heilige Nacht“ fingen die Schüler an zu lachen und zu jubeln.
„Potter! Black!“
„Ahh… ich habe es vermisst.“, seufzte Sirius.
„Jah… in den zwei Tagen, in denen wir unseren großen Weihnachtsstreich ausgeheckt haben, habt ihr es tatsächlich geschafft, kein Nachsitzen zu bekommen. Kein Wunder, dass du schon Heimweh nach McGonagalls Büro hast.“, brummte Remus trocken.
„Ja, Professor?“, fragte James scheinheilig.
„Waren Sie das?“, sie gestikulierte wild zu den Rüstungen hinüber.“
„Da wir nicht lügen wollen, Professor…“, sagte Sirius. „Ja, wir waren das. Geben Sie uns ruhig Nachsitzen, ich verstehe das.“
„Ich glaube, heute können wir da eine Ausnahme machen.“, sagte sie und ein Anflug eines Lächelns zierte ihre Mundwinkel. „Da ausnahmsweise niemand zu schaden kam und ihre Einlage in der Tat äußerst interessant war…“ Sirius und James glotzten sich überrascht an.
„Moment, Professor…“, unterbrach James sie. „Nur um weiteren Verständnisfragen vorzubeugen… Wir… also, wir… wir kriegen keine Strafarbeiten?“
„Wenn Sie die Rüstungen wieder an ihre eigentlichen Plätze zurückbringen… dann… ja, das heißt es, Potter.“, stimmte McGonagall zu.
„Ja… aber…?“, stammelte Sirius. „Ich hatte… fest damit gerechnet, dass…“
„Maaaaaann.“, heulte Sirius. „Mir ist langweilig!“
„Lies ein Buch.“, schlug Remus vor.
„Haha, lustig, Remus, echt jetzt.“, erwiderte Sirius.
„Ich hab ne Idee…“, grinste James, sprang auf und kramte in seiner Tasche herum.
„Sag jetzt nicht, das ist ne Stinkbombe?!“, fragte Remus. „Wer hat noch behauptet, die seien zu infantil?“
„Infa-was?“, fragte Peter, wurde aber wie üblich geflissentlich ignoriert.
„Ich hab mich wohl geirrt.“, sagte James. „Außerdem… wenn einem langweilig ist, dann fallen einem die kindischsten Dinge ein, die am meisten Spaß machen…“ er huschte zur Mädchentreppe und platzierte die Stinkbombe mit einem gezielten James-Potter-der-geht-am-Hüter-vorbei-und-direkt-durch-den-Mittelring-Wurf auf dem oberen Treppenansatz.
„Ich geb ihnen zehn Sekunden…“, sagte Sirius.
„Zehn, die Tür war auf.“, grinste James.
„Hört nur wie lieblich es schallt…“, summte Sirius.
„POTTER!“
„Wenn Evans' Standpauke hallt…“, beendete er und erntete kläglichen Applaus von Peter. James fläzte sich breit grinsend auf der Couch neben Sirius.
„Ich versteh dich nicht, James.“, gähnte Remus. „Du spinnst doch. Oder findest du es gut, wenn sie dich beschimpft?“
„Na ja…“, sagte James langsam. „Irgendwas muss man ja tun, wenn einem langweilig ist? Sonst haben wir um diese Zeit immer Nachsitzen, was soll ich denn sonst tun?“
„Hättest du dir nicht ein paar andere Opfer als die Mädchen aussuchen können?“, fragte Remus.
„Warum?“
„Ganz einfach…“, sagte Remus und nickte zur Treppe, die zu den Mädchenschlafsälen führte.
„Weil Evans stinksauer ist!“, rief Sirius und versteckte sich hinter der Armlehne seines Sessels.
„Potter!“ James verzog das Gesicht. „Mach bloß, dass du Land gewinnst! Oder ich hex dich ins nächste Jahrhundert!“
„Ach Evans.“, sagte James. „Reg dich nicht so auf, es war doch nur ein Scherz!“
„Der einzige Scherz hier bist du, Potter!“ Sie zog ihren Zauberstab.
„Oha!“, rief James und sprang von seinem Sessel auf. „Evans, steck den Zauberstab weg, hm?“
„Vergiss es.“, knurrte sie.
„Hey, ich bin unbewaffnet.“, sagte James.
„Physisch und psychisch…“, brummte sie. „Jetzt weißt du ja, wies den anderen Schülern geht, wenn du dich über sie hermachst.“
„Evans, steck den Zauberstab weg.“
„Hast du Angst?“, fragte sie. Die aufrichtige Antwort wäre ein „Ja“, aber das würde James niemals sagen, schon gar nicht zu einem Mädchen.
„Okay, ich biete dir einen Deal an, Evans. Du steckst den Zauberstab weg und darfst dafür mit mir ausgehen, wie wärs?“ Lily starrte ihn an, ihr Mund offen. Langsam ließ sie den Zauberstab sinken. „Klasse, wir treffen uns dann nächsten Samstag um zehn hier? Dann gehen wir zusammen nach Hogsmeade.“
„Ich kann einfach nicht fassen, dass du das tatsächlich fragst!“, rief Lily und ihre Hand mit dem Zauberstab zitterte.
„Ja, kam für mich auch eher überraschend.“, sagte James. „Aber, wo ich so drüber nachdenke… Du und ich, das wär doch was.“
„Potter, ich schwöre dir, wenn dieses Thema noch einmal aufkommt, dann kannst du was erleben, da rennst du freiwillig in die Kerker und kratzt eingetrocknete Käfer von den Tischen!“
„Uhh…“, murmelte Sirius Peter zu, der sich ebenfalls in seinem Sessel zusammenkauerte.
„Okay…“, sagte James langsam und hob abwehrend die Hände. „Also… wie war das jetzt, gehst du mit mir aus oder was?“ Sie knurrte und schickte ihm einen Schockzauber hinterher. „Hey, Evans!“, rief James, als er wieder von hinter der Couch auftauchte. „Du hast es ja richtig drauf mit Zaubern und so!“ Sie rollte frustriert die Augen, drehte sich um und stürmte die Mädchentreppe wieder hoch.
„Na toll, James.“, seufzte Remus.
„Jungs…?“, fragte James, sein Grinsen so breit wie selten.
„Er hat einen Plan!“, freute sich Sirius.
„Das kannst du laut sagen.“, grinste James. „Hört zu. Wo wir schon mal die Sprüche für die Rüstungen rausgesucht haben… da können wir doch die Lieder ein bisschen abändern und…“
„POTTER!“ James grinste selbstgefällig.
„Wunderbar…“, freute er sich. „Da kommt unser Nachsitzen auf zwei Beinen.“ McGonagall kam laut schnaufend zu ihnen herüber gerauscht.
„Sie wollen es wohl nicht anders?!“
„Ich weiß gar nicht, was sie meinen.“, sagte Sirius unschuldig.
„Passen Sie bloß auf, Black! Sie stehen seit dem zweiten September Ihres ersten Schuljahres sehr kurz vor dem Schulverweis! Was haben Sie angestellt?! Ich hatte Ihnen doch gesagt, dass Sie die Rüstungen wieder an ihre Plätze bringen sollen!“
„Das haben wir auch getan, Professor!“, beteuerte James. „Aber die ließen sich einfach nicht mehr abschütteln. Die wollten unbedingt bei uns bleiben und wir dachten, dass wir unseren Mitschülern vielleicht doch auch eine Freude damit machen könnten?“
„Was mache ich bloß mit Ihnen… und es kommen noch drei Weihnachtsfeste.“
„Was meinen Sie wohl, warum James' Mutter geheult hat, als er endlich in den Zug gestiegen ist? Bestimmt nicht vor Sehnsucht.“, stichelte Sirius.
„Genau.“, stimmte Remus zu. „Diane war einfach nur froh, dich los zu sein.“
„Mag sein…“, murmelte James grinsend.
„James!“ Isabelle kam angelaufen und gab James ein High-Five. „Hammer Streich, wirklich. Wie habt ihr das gemacht?“
„Das wüsste ich auch gern…“, knurrte die Professorin.
„Oh! Professor. Entschuldigung…“, grinste Isabelle.
„Na ja, wir hatten die Rüstungen ja schon verzaubert.“, erklärte Sirius. „Wir haben die Zauber nur etwas abgeändert und da kam dann das bei raus.“ Er deutete auf die Menge.
„Warum sind die denn nur hinter den Slytherins her?“, fragte Isabelle und verfolgte mit den Augen die Bronze-Rüstung, die laut „Dancing Queen“ singend hinter Avery her rannte.
„Die lieben grün.“, lachte James. McGonagall schien zu kochen. „Hat Evans sich wieder abgeregt?“
„Nö.“, sagte Isabelle. „Sie war so sauer, dass ich erstmal die Flucht ergriffen habe, bis sie sich beruhigt. Und dabei bin ich auf dieses Spektakel hier getroffen.“
„Wir sind eben Spitze.“, warf Sirius ein und Peter nickte überzeugt.
„Potter, das gibt Nachsitzen, das ist ja wohl klar, oder?!“, rief McGonagall, damit ihr die Teenager auch endlich wieder zuhörten.
„Wirklich, Professor?“, fragte James gespielt niedergeschlagen. „Aber das können Sie doch nicht machen?“
„Lassen Sie die Spielchen, Potter!“, rief sie. „Und machen Sie das rückgängig!“
„Noch fünf Minuten?“, fragte Sirius, als er beobachtete, wie eine Rüstung versuchte, Snape zu küssen.
„NEIN, BLACK!“
„Okay…“, sagte Sirius. „Dann schlage ich vor, sie beeilen sich mit den Gegenzaubern, sonst wird da hinten noch eine Drittklässlerin zu etwas genötigt, was sehr merkwürdige Nachkommen zur Folge haben könnte…“
„Heute Abend, mein Büro!“, brüllte McGonagall noch, bevor sie davon rauschte.
„Strike!“, sagte James und schlug ein, als Sirius seine Hand anbot. „Endlich ne Beschäftigung. Was ist schon Weihnachten ohne Nachsitzen? Und ich dachte schon, wir müssten heute Abend still und heimlich versauern.“
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