
von LasVegas
Leider, leider, leider bin ich nicht dazu gekommen, gestern das nächste Chap hochzuladen. Weihnachtsstress und so, aber heute gibt es natürlich eins (das aber bestimmt erst am 26. hochgeladen wird... -.-) und auch die anderen werden in den nächsten Tage folgen.
Meine Danksagung gilt heute
Dr. Butterbier,
Sarah potter-radcliffe,
Enim-Reh,
Claire Greene,
Black*XY39,
Leni-04 und
ginnymileyweasley
für die tollen Kommis und Vorschläge! Bei Letzterer möchte ich mich besonders bedanken, weil sie mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass diese ff im Adventskalender von hp-x aufgeführt ist. Eine große Ehre und Freude für mich, versteht sich! Ich weiß nicht genau, warum miene ff ausgesucht wurde, doch ich gehe davon aus, dass es die Anzahl der Klicks oder ähnliches war. Dafür natürlich auch herzlichen Dank!
Weiter geht's mit dem fĂĽnften Weihnachten der Marauder!
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„Stille Nacht, heilige Nacht…“, tönte es durch den Raum.
„Boah, is mir langweilig!“, brummte Sirius.
„Mir auch.“, maulte James. „Wir könnten uns mit viel sinnvolleren Dingen beschäftigen!“
„Zum Beispiel den ZAGs.“, sagte Remus und blätterte eine Seite um. James und Sirius sahen ihn an und lachten laut los.
„Black, Potter! Seien Sie still!“, quiekte Professor Flitwick auffallend laut.
„Tschuldigung!“, kam es aus der letzten Reihe zurück.
„Das isn Witz, Moony, oder?“, fragte Sirius, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und seufzte laut. „Wer ist eigentlich auf die dämliche Idee gekommen? Ich meine, ein Chor? In Hogwarts? Wie bescheuert.“
„Bescheuert, ja, aber doch besser, als ich dachte.“, sagte James und wackelte mit den Augenbrauen, als er einen Blick hinunter warf und zwei Reihen weiter vorne einen Pferdeschwanz dunkelroter Haare erblickte.
„Wie stehst du denn eigentlich gerade zu ihr?“, fragte Remus. „Willst du mit ihr ausgehen, oder ihr Streiche spielen.“
„Also, wenn ichs mir aussuchen könnte… Dann würd ich mit ihr ausgehen, aber da das ja nicht so funktioniert, wie ich es will… Na, da muss ich ihr eben Streiche spielen.“
„Das ist mein Prongs.“, lobte Sirius und klopfte ihm auf die Schulter. Dann sah er nach links, wo Peter Schwierigkeiten hatte, Text und Melodie vernünftig zusammenzuführen. „Pete, lass es lieber bleiben oder ich krieg noch nen Tinnitus.“
„Was?“, fragte Peter. „Einen Finnibus? Was willst du denn in Finnland?“ Sirius schaute ihn ungläubig an.
„Schon gut, hör einfach auf zu singen…“
„Da hinten! Letzte Reihe!“, tönte Flitwick laut und alle drehten sich zu ihnen um. James warf Lily ein perfektes Grinsen zu, Sirius zwinkerte einer Hufflepuff zu, Remus sah genervt von seinem Arithmantikbuch auf und Peter schluckte vor lauter Angst.
„Was gibt's denn, Professor?“, fragte James.
„Würden Sie endlich anfangen, mitzusingen?!“
„Da muss ich Sie enttäuschen, Professor.“, sagte Sirius entschuldigend. „Wir können ja vieles, aber singen gehört nicht dazu. Wir würden die ganze Festtagsstimmung ruinieren.“
„Stimmt.“, beteuerte James. „Sowas furchtbares wie unsere Stimmen haben Sie noch nie gehört.“
„Das denke ich mir seit über vier Jahren.“, ließ Lily von weiter vorne vernehmen.
„Evans, du verletzt mich zutiefst.“, sagte James.
„Dein Ego ist so groß, da hilft nicht mal `Bombarda'.“, brummte sie. James schürzte die Lippen.
„Ich bin unbesiegbar, ich weiß.“, sagte James. „Du schmeichelst mir…“
„Nicht.“, beendete sie seinen Satz. „Professor, warum werfen Sie Potter und Black nicht einfach raus?“
„Das würde ich ja gern, Miss Evans, doch das würde den werten Herren wohl auch noch gefallen.“, seufzte Flitwick.
„Richtig.“, flüsterte Sirius.
„Sie singen mit, da hinten!“, rief Flitwick noch einmal. „Oder ich werde Professor McGonagall davon unterrichten, dass sie dieses Jahr schon vor Weihnachten mit der alljährlichen Kerkersäuberung beginnen werden!“
„Das geht leider nicht, Professor!“, sagte Sirius laut. „Verstehen Sie, das kollidiert leider mit der Planung unseres Weihnachtsstreiches. Haben Sie doch Nachsicht.“
„Black, erzählen Sie mir nichts von Nachsicht!“, fauchte Flitwick ihn an. Sirius zuckte etwas zurück. „Und singen Sie mit!“
„Okay, okay…“, schlichtete James. „Wir singen mit.“
„Jingle Bells.“, flötete Flitwick von vorne.
„Singt ihr jetzt wirklich mit?“, fragte Remus gequält.
„Aber sicher.“, grinste Sirius.
„Auf jeden Fall.“, stimmte James zu.
„3…4…!“, dirigierte Flitwick und die ZAG Schüler von Hogwarts hoben zum Gesang an. James warf seinem besten Freund einen Blick zu und sie holten tief Luft.
„Wenn am Weihnachtsfest“, grölten sie durch den Raum. „Die Knallbonbons laut knall'n, kriegen wir Arrest, weil Stimmen laut erschalln!“ Sie lachten leise auf. „Und wenn die Slytherins, bunt durch die Kerker geh'n, so grün wie Pfefferminz, dann war das kein Versehn. Ooooooh, Jingle Bells, jingle bells, die Schule lacht sich tot, oh wie schön ist es zu sehn, die Slytherins in Not! Hey, jingle bells, jingle bells, doch wir warens nicht, na, vielleicht ein bisschen schon, doch das ist unsre Pflicht.“ Sie ernteten Applaus und Geklatsche, natürlich nicht von den Slytherins oder gar von Lily. Isabelle jedoch klatschte laut und pfiff fröhlich auf zwei Fingern, wofür sie einen durchaus festen Ellenbogenhieb von Lily einstecken musste. Flitwicks Augenbraue zuckte gefährlich.
„Oh oh.“ Remus klappte langsam sein Buch zu und ließ es in die Tasche gleiten. „Flucht?“
„POTTER! BLACK!“
„Flucht!“, bestätigten Sirius und James und bahnten sich durch die Schüler einen Weg nach unten, die Treppen hinab.
„James!“, sagte Sirius, der schon beinahe bei der Tür war. „Kommst du?!“ James grinste Lily an und drückte ihr einen Kuss auf die Wange.
„Potter! Du Schwein!“, schimpfte sie los. James grinste und hopste die restlichen Stufen runter. Remus rannte hinterher, seine Tasche gepackt und Peter stolperte ihm nach.
„Lily, reg dich ab.“, sagte Isabelle und packte sie an der Schulter.
„Yeah!“, Sirius klatschte in die Hände als James hinter Peter die Tür zuschlug.
„Was meinst du, Pad?“, fragte James lachend. „Wie lange haben wir?“
„Na ja.“, sagte Sirius. „Ich würde sagen, zehn Sekunden!“ Er spurtete los und die anderen drei folgten ihm auf dem Fuße.
„Singende Rüstungen hatten wir schon.“, überlegte Sirius.
„Stinkbomben sind kindisch.“, sagte James. „Aber immer wieder gut.“
„Als Notlösung, bitte.“, brummte Remus. „Die vergiften meine Nase.“
„Du Sensibelchen.“, flötete Sirius und Remus streckte die Hand aus, um seine Haare zu verwuscheln. „Die Frisur!“, fuhr Sirius ihn an.
„Du Sensibelchen.“, sagte Remus grinsend.
„Okay, okay.“, gab Sirius nach. „Ich hab verstanden. Das klärt aber noch immer nicht, was wir jetzt an Weihnachten anstellen!“
„Mir fällt nichts ein.“, brummte James. „Das ist mir noch nie passiert!“
„Seit vier Jahren rocken wir Weihnachten, uns muss etwas einfallen!“, warf Sirius ein. „Wir könnten… Was ist mit den Weihnachtsbäumen?“
„Die in der großen Halle?“, fragte James.
„Genau die.“, bestätigte Sirius.
„Keine Stinkbomben anstatt der Kugeln, hört ihr?“, warnte Remus.
„Jaja…“, sagte James. „Aber… Die Weihnachtsbäume… Das ist gut, Pad. Das gefällt mir.“ Er wedelte mit dem Zeigefinger in Sirius' Richtung. „Ich denk mir was aus.“
„Wart mal, nichts allzu gefährliches.“, wand Remus ein. „Ich kenn dich doch, gefährlich ist dein zweiter Vorname.“
„Ja, ja…“ James grinste. „Keine Sorge, Wolfi.“
„Pass auf, was du sagst, du missratener Elch.“
„Hey, jetzt geht's unter die Gürtellinie.“, lachte Sirius. James und Remus tauschten lediglich einen Blick aus und sagten gleichzeitig:
„Promenadenmischung.“ Sirius riss den Mund auf und starrte sie beleidigt an.
„Sirius, mach dir nix draus.“, warf James rasch ein. „Ich würde viel lieber wissen… wie lang ist Lametta?“
„Na komm schon, Lily.“
„Nein, vergiss es.“, brummte Lily. „Ich will nicht zum Weihnachtstee. Potter und Black ziehen doch nur wieder so ein krasses Ding ab und alles endet in einem heillosen Durcheinander.“
„Eben!“, sagte Isabelle. „Deswegen will ich da doch überhaupt hin! Von dem ganzen guten Essen ganz zu schweigen!“
„Du kannst ja gerne da hin gehen, aber ohne mich.“
„Du bist immer noch sauer auf ihn wegen der Kuss-Nummer?“
„Was erlaubt der sich eigentlich?!“, wetterte Lily auch sofort los, als hätte sie nur auf den richtigen Anstoß gewartet. „Unmöglich ist er!“
„Nun komm schon.“ Isabelle zog sie am Arm mit sich. „Ich hab ihn gefragt und er hat mir versprochen, dass weder Stinkbomben noch irgendwas Explosives involviert sind.“
„Ich hoffe für dich, dass es stimmt.“ Lily verschränkte die Arme beim Gehen. „Wie ich ihn hasse!“
„Ja, ja.“ Isabelle verdrehte die Augen und freute sich auf den Weihnachtstee, wo Lily durch das Festmahl abgelenkt werden würde.
„Hast du alles?“, fragte James.
„Ja, ich hab alles.“, wiederholte Sirius zum fünften Mal.
„Es muss alles perfekt laufen, wenn er was merkt, funktioniert es nicht mehr.“
„Es wird schon klappen.“, versprach Remus. „Es klappt immer.“
„Hast du das Lametta, Pete?“, fragte Sirius und Peter nickte, wobei er eine große Tüte hochhielt.
„Meinst du, das passt ihm noch?“, fragte Remus zweifelnd.
„Klar.“, sagte James. „Und wenn nicht… dann ist es mir auch egal! Wir kriegen ihn da schon reingezwängt.“
„Leise! Da kommt er!“, zischte Sirius.
„Snivellus, das wird dein schlimmster Weihnachtstee.“, grinste James.
„Bis jetzt.“, fügte Sirius hinzu und schickte einen Schockzauber durch den Gang, der sein Ziel nicht verfehlte.
„Nun sagt schon, was habt ihr dieses Jahr ausgeheckt?“, fragte Isabelle.
„Wir? Nichts.“, flötete James.
„Das kann nicht sein, ihr habt soviel Zeit mit Planen verbracht, da muss doch was bei rum gekommen sein?“
„Tja.“, sagte Sirius wichtigtuerisch. „Wir werden eben auch erwachsen.“ Remus verschluckte sich an seinem Würstchen und Peter guckte schuldbewusst auf seinen Teller.
„So wie Peter guckt, stimmt doch da was nicht.“, sagte sie misstrauisch.
„Och.“, meinte Sirius und schlug Peter seinen Ellenbogen in die Seite. „Der gute Pete... Hat was Falsches gegessen.“
„Hmhm…“, machte sie nur.
„Wo ist eigentlich Severus?“, fragte Lily auf ihrer anderen Seite. „Ich mache mir Sorgen. Er mag Weihnachten nicht besonders, aber normalerweise kommt er trotzdem.“
„Wenn die wüsste.“, flüsterte Sirius grinsend und schaute gen Decke. Noch hatte niemand das Paket bemerkt, dass über ihren Köpfen an der Decke schwebte. In Lametta eingewickelt, hing ein rot bekleideter, grünhäutiger Slytherin mit auffallend fettigem Haar. Er starrte wütend auf die Gryffindors hinab, brachte aber kein einziges Wort heraus. Sirius grinste ihn an und prostete ihm mit seinem Kelch zu. James folgte seinen Blick und lachte leise auf, ehe er ein Stückchen zur Seite und somit direkt vor Lily rutschte.
„Mach dir keine Sorgen um den.“, sagte er. „konnte wahrscheinlich seinen eigenen Anblick nicht mehr ertragen.“ Sie warf ihm einen tödlichen Blick zu und sagte leise aber durchdringend,
„Potter, wenn du weißt, was gut für dich ist, dann hältst du die Klappe!“
„Ach Evans.“, sagte er charmant. „Du wirst schon noch lernen, mich wert zu schätzen.“
„Was siehst du denn die ganze Zeit nach oben, Sirius?“, fragte Isabelle und er schaute sie rasch an.
„Nichts.“, sagte er scheinheilig, doch schon folgte sie seinem Blick.
„Oh mein Gott…“, war alles, was sie äußerte. Nun folgten auch die Umsitzenden ihrem Blick.
„Potter, ich bring dich um.“, ließ Lily vernehmen, als sie ihren besten Freund dort oben erblickte.
„Schade, ich dachte, wir könnten noch aufessen.“, seufzte Sirius traurig und wedelte seinen Zauberstab gen Decke. Snape begann als verschnürtes Päckchen im Kreis herumzuschwingen und das Lametta der Christbäume wickelte sich von den Ästen und umschlang wahllos andere Schüler. Da Weihnachten war, waren sehr viele nach Hause gefahren und nur etwa sechzig waren verblieben, die nun krampfhaft versuchten, den schimmernden Schlingen zu entkommen.
„Oh verdammt!“, rief Isabelle plötzlich, als sich goldenes Lametta um ihre Hüften schlang. Sie versuchte sich zu befreien, scheiterte jedoch. „Sirius!“, quietschte sie hilflos und er zuckte mit den Schultern.
„Tut mir Leid.“, grinste er, doch sie schaute ihn nur todbringend an und packte ihn am Arm. Sirius versuchte, sie loszukriegen und sagte, „Lass mich los, Cartwright! Hey!“ Sie schlang die Arme um ihn und hielt sich fest.
„Gibt das Zeug denn nie auf?!“
„Nein!“, sagte Sirius. „Au! Lass los!“
„Das kannst du abhaken!“ Sie hob von der Bank ab und hing nur noch an ihm.
„Meine Güte, Cartwright, wenn es das ist, was du willst, so sag es doch einfach gleich, da lässt sich schon was arrangieren!“
„Black, halt die Schnauze und hol mich hier runter!“
„Ich kann nicht!“, sagte Sirius und musste hilflos mit ansehen, wie auch er langsam von der Bank abhob. „Lass los!“
„Nein!“
„Wie konntet ihr ihn nur da oben aufhängen, Potter?!“, fragte Lily ihn wütend.
„Weiß nicht, war ganz einfach.“, sagte James und zuckte die Achseln.
„Cartwright!“
„Soll ich dich loslassen?“, fragte sie.
„Nein!“, rief Sirius und klammerte sich an ihr fest, denn sie hingen mittlerweile gute drei Meter über dem Tisch. „Cartwright, wo soll man sich denn bei dir festhalten?!“
„Na, das ist mir doch ega… NICHT da!“
„Das hab ich mir gedacht.“, sagte Sirius grinsend.
„Entweder du hältst jetzt den Mund, oder du segelst gen Boden!“, knurrte Isabelle ihn an.
„POTTER! BLACK!“
„Alle Jahre wieder…“, summte Remus wie zu sich selbst.
„Das gibt Nachsitzen, so schön sind Sie nicht!“, versuchte sich Professor McGonagall in ihrer Wut an einer Floskel.
„Hm, das könnte problematisch werden.“, sagte James. „Wir sind ziemlich schön.“
„Potter, ich warne Sie, Sie stehen so kurz vor dem Rauswurf, wie noch nie. Ich ziehe Gryffindor einhundert Punkte ab!“
„Die hol ich im nächsten Quidditchspiel wieder rein…“, winkte James ab.
„Und Sie haben für das nächste Spiel Spielverbot!“
„WAS?!“, fragte James entrüstet.
„Vielleicht ist Ihnen das endlich mal eine Lehre.“, schnaufte sie. „Heute Abend, acht Uhr, mein Büro! Sie alle vier!“ Remus schaute an die Decke, wo mittlerweile sicherlich zwanzig Schüler baumelten. Und es hatte sogar Professor Flitwick erwischt.
„Aber Professor…“, sagte James mit offenem Mund.
„Und sehen Sie zu, dass Black bis dahin wieder hier unten ist!“, knurrte McGonagall.
„Ja, das wär mir auch lieber!“, rief Sirius und Isabelle ließ ihn ein Stück runter rutschen. Sirius kreischte auf. „Cartwright! Lass den Mist!“
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