
von LasVegas
So, dies ist also das letzte reguläre chap. vielleicht gibt es noch einen Epilog, je nachdem, wie die rückmeldung so aussieht!
viel spaĂź!
Danke an
KalaLycan
Dr. Butterbier
ginnymileyweasley
sabriel95
Mrs.Black fĂĽrs treue reviewn!
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„So lässt es sich leben.“, sagte Sirius grinsend und fläzte sich ausgiebig auf der Couch, von der aus er einen sehr guten Blick auf die Sechstklässlerinnen hatte, die in einer der benachbarten Sitzecken zu gegen waren. „Jetzt noch ein wenig… Remus, mein Freund, du liest meine Gedanken.“
„War nicht schwer.“, sagte Remus, der ihm Schokolade reichte. „Du denkst doch ständig nur an Schokolade und Mädchen.“
„Stimmt.“, grinste Sirius. „Aber wenigstens bin ich nicht so verbissen, wie Jamie.“
„Wer ist hier verbissen?“, fragte James, der seinen Blick stets auf eine Person gerichtet hielt.
„Na du.“, antworteten Remus und Sirius.
„Ich? Wieso?“
„Na weil.“, Sirius deutete auf Lily Evans, die in einem Buch schmökernd unweit von ihnen saß. „Du sie die ganze Zeit ansiehst.“
„Warum ist das verbissen?“, fragte James. „Ich bin sicher, sie gibt bald nach.“
„Nicht in zweitausend Jahren.“, winkte Remus ab.
„Danke.“, seufzte James.
„Such dir ne Neue.“, brummte Sirius und zwinkerte einer der Fünftklässlerinnen zu.
„Ich kann nicht…“, sagte James. „Es muss Lily sein.“ Sirius und Remus tauschten lediglich einen Blick aus und wechselten das Thema.
„Wann kommt Peter vom Nachsitzen wieder?“, murmelte Sirius mit vollem Mund.
„In… einer Stunde. Wenn man von unnötigem Nachsitzen spricht.“, sagte Remus geringschätzig.
„Klar, der Grund war bescheuert. Hausaufgaben vergessen, vier Mal in zwei Wochen.“, Sirius zuckte die Schultern. „Dämlich eben. Aber wenigstens hat Peter es geschafft, Nachsitzen zu kriegen. Ich hab das Gefühl, die Lehrer ändern ihre Taktik und geben uns absichtlich kein Nachsitzen mehr in der Weihnachtszeit.“
„Da fällt uns doch sicher was ein? Oder?“, grinste James, der sich endlich seinen Freunden zuwandte, da Lily sein stetiges Starren bemerkt und sich deswegen in ihren Schlafsaal begeben hatte. „Also ich hatte da so ein-zwei klitzekleine Ideen.“
„Ich bin ganz Ohr.“, sagte Sirius lachend und drehte sich auf den Bauch, um James anzusehen. Auch Remus klappte nun interessiert sein Buch zu.
„Es ist Zeit…, dass wir mal auf ein paar alte Muggelmethoden zurückgreifen.“
„Irgendwas sagt mir, dass du nicht vom Schlösser knacken redest?“, fragte Sirius mit einem diabolischen Grinsen.
„Da liegst du vollkommen richtig, mein Freund…“, sagte James. „Aber dafür brauchen wir Hilfe.“
„Hilfe?“, fragte Sirius. „Von wem?“
„Von meiner Lieblingstreiberin.“, sagte James und hüpfte von seinem Sessel.
„Was hast du denn nun vor?“, fragte Remus.
„Das wirst du schon noch sehen.“, sagte James. „Wenn es soweit ist…“ Er ging zu Isabelle hinüber und sagte, „Hey, Is… ich bräuchte da mal deine Hilfe.“
„Solange ich nicht wieder drei Stunden mit dem Casanova von der Decke baumeln muss… alles, was du willst.“
„Gilt das auch für mich?“, rief Sirius durch den Raum.
„Nein!“, kam es zurück. „Also, Cap, was gibt's?“
„Deine Mutter… hat doch Verbindungen zu diesem Einkleidegeschäft?“
„Ja, und?“
„Ich bräuchte da so… ein-zwei Kostüme.“
„An was hast du denn da gedacht?“
„Oh Mann, ist dieses Kostüm riesig!“, sagte Sirius.
„Na ja…“, überlegte James. „Es ist schon ein wenig weit um die Mitte rum.“ Er hielt die Hose vorne zusammen.
„Ein wenig? Da passt du zweimal rein!“
„Das kriegen wir schon…“, meinte James und stopfte sich ein dickes Kissen unter Hose und Mantel. „Jedenfalls steht mir Rot viel besser als den dämlichen Slytherins.“
„Da hast du Recht.“, lachte Remus und half Sirius in einen braunen Mantel.
„Wer ist eigentlich dieser Knecht Ruprecht?“, fragte Sirius. „Ich meine, seine Aufgaben gefallen mir, aber…“
„Der kommt aus Deutschland, hat mir Is erzählt.“, sagte James und setzte sich die rote Mütze auf. „Perfekt!“
„Nicht ganz.“, sagte Remus und schwang den Zauberstab. Aus James' Kinn und Wangen sprossen weiße Haare, die sich zu einem Dumbledore gleichen Bart verwickelten.
„Du hast es ein bisschen gut gemeint, Moony.“, sagte James. „So fall ich ja über meinen Bart. Peter, gib mir mal die Schere. Und rück deine Mütze gerade!“ Peter reichte ihm die Schere und richtete sein grünes Kostüm. James schnippelte an seinem Bart herum und rückte seine Brille zurecht. „So…“ Er grinste breit. „Wo ist mein Geschenkesack?“
„Na hier!“ Remus, der ebenfalls grün trug, zerrte den großen Sack zu James hinüber. „Den kannst du unmöglich tragen!“
„Ach was!“ James schnippte seinen Zauberstab. „So geht das schon! Seid ihr auch alle fertig?“
„Ja.“, grinste Sirius. „Wo ist der Schlitten?“
„Steht draußen vor dem Schloss.“, sagte Remus.
„Hast du den Thestral geklaut?“
„Na klar.“, grinste Remus. „Der hat sich mit ein bisschen Steak breitschlagen lassen.“
„Auf geht's!“ James deutete auf die Tür. „Meine Güte, das wird einfach einmalig!“
„Ho, ho, ho!“, trällerte James, als sie mit dem Schlitten durch die Tür zur Großen Halle glitten. Der für die meisten Schüler unsichtbare Thestral trampelte geräuschlos auf den Weg zwischen den Tischen zu und James winkte fröhlich den Schülern zu. „Hallo, liebe Kinder!“, rief er laut. Sirius hing hinten aus dem Schlitten raus und fuchtelte mit der Faust.
„Wart ihr auch braaav?!“, grölte er und einige Schüler lachten. Ohne Frage alles Muggelgeborene, denn die jenigen, die unter Zauberern aufgewachsen waren, kannten vermutlich nicht einmal die Legende des Schlittens. Zugegeben, ein Rentier hatten sie nicht auftreiben können und James hatte selbst unbedingt den Weihnachtsmann spielen wollen, sodass der Hirsch als Zugpferd auch ausfiel. So steuerte Remus ein unsichtbares Pferd durch die Gegend, wobei er genau wie Peter ein Weihnachtselfenkostüm trug, wobei Letzterer zwischen James und Sirius hockte und sich krampfhaft am Schlitten festhielt, aus Angst herunterzufallen.
„Pete, ganz ruhig.“, sagte Remus und zog ein wenig am Zügel, damit der Schlitten langsamer wurde. Dann begann James bunt verpackte Geschenke an die Schüler zu verteilen, indem er sie einfach in ihre Arme warf.
„Ho, ho, ho!“ Er machte am Ende der Tische eine scharfe Kurve und sie hielten auf den Slytherintisch zu, bei dem es neben den Geschenken außerdem Rutenhiebe regnete, denn Sirius hielt seine Rute einfach aus dem Schlitten und lachte laut, als die Slytherins nacheinander die Reisigzweige gegen den Kopf bekamen. Nachdem überall Geschenke verteilt worden waren, hielt der Schlitten vor dem Lehrertisch. „Keine Sorge, Professor.“, versprach James, als Professor McGonagall in sehr, sehr böse anschaute. „Nichts gefährliches oder so.“ Er reichte ihr ein in Schottenmusterpapier eingewickeltes Geschenk und lächelte freundlich. „Frohe Weihnachten!“ Auch die anderen Lehrer erhielten Geschenke und Dumbledore schien sich besonders über seines zu freuen, welches in violettes Papier mit goldenen Sternen eingewickelt worden war.
„Frohe Weihnachten, allesamt!“, rief Sirius laut. „Und seid lieb, nächstes Jahr! Hah, nur ein Witz!“ Der Schlitten glitt langsam wieder Richtung Tür und Sirius und James hüpfen hinaus. Peter fiel hinterher und richtete sich verschüchtert auf. Es wurde geklatscht und gejubelt, als sich die drei setzten. Remus kam zwei Minuten später wieder, nachdem er den Thestral freigelassen und gefüttert hatte. Die Marauder winkten vergnügt in die Runde.
„Was ist?!“, fragte James. „Macht sie schon auf!“ Einige Schüler, vorrangig Gryffindors, rupften Schleifen und Papier ab und öffneten die Schachteln, aus denen immer sogleich Feuerwerk aufstieg und eine kleine Tischfontäne bildete. Wenn sie verlosch, konnte das richtige Geschenk entnommen werden. Die meisten Schüler hatten Süßigkeiten oder verzaubertes Muggelspielzeug wie Zinnsoldaten erhalten. Am Slytherintisch jedoch stieg statt Feuerwerk oftmals grauer Kohlestaub auf und in den Kisten vor ihnen befanden sich Steine und Dreck.
„Wer uns nicht mag, muss leiden.“, war Sirius' Kommentar. Isabelle neben ihm lachte über den Miniaturbesen, der um ihren Kopf schwirrte. Sirius grinste. „Da hast du ja das Richtige abbekommen, Cartwright!“ James schaute hoch zum Lehrertisch, wo Dumbledore freudestrahlend ein buntes paar Socken hervorholte, Professor McGonagall ihre neue Schottenmusterkeksdose begutachtete und Professor Flitwick seinen neuen Hut aufprobierte, den Alten hatten die Marauder zwei Wochen zuvor in Brand gesteckt.
„Das nenn ich Weihnachten!“, grinste James.
„Wo ist der Haken?“, fragte Lily, die in geringschätzig musterte.
„Welcher Haken?“, fragte James. „Kein Haken. Diesmal nicht. Das ist unser letztes Weihnachten in Hogwarts und wir wollen doch, dass uns alle in positiver Erinnerung behalten.“
„Außer die Slytherins!“, warf Sirius rasch ein.
„Versteht sich von selbst!“, lachte James. „Willst du dein Geschenk nicht aufmachen, Lily?“
„Lieber nicht.“, brummte sie. „Weiß der Geier, was da drin ist.“
„Es wird dir gefallen.“, versprach James. „Ganz sicher.“ Lily seufzte und zog mit spitzen Fingern die Schleife ab. Dann wickelte sie das blaue Papier ab und öffnete die Schachtel, aus der rote und goldene Funken stoben, bevor ein kleines Feuerwerk ihr Gesicht erhellte. Es verlosch langsam und sie schaute auf den Boden der Kiste, wo ein kleines Lebkuchenherz lag, auf dem die Worte `Frohe Weihnachten, Lily' geschrieben standen. Sie nahm es heraus und betrachtete es. James schaute sie abwartend an. „Na?“
„Das ist… wirklich nett von dir, vielen Dank.“ James grinste sie breit an.
„Kein Problem.“
„Hey, Cartwright, gib mir was von der Schokolade ab, ja?“
„Nein, vergiss es, die habt ihr mir geschenkt, die gehört mir!“, sagte Isabelle und rutschte ein Stück weg, damit sie ungestört von ihrer Schokolade naschen konnte.
„Das ist unfair!“, maulte Sirius. „Komm schon, ich will auch Schokolade haben.“
„Dann schenk dir selbst welche!“
„Du bist gemein!“
„Und du bist unmöglich!“, brummte sie. Remus und Peter tauschten einen Blick aus und rollten die Augen, bevor sie sich vom Essen auftaten.
„Potter?“
„Hm?“, fragte James und drehte sich um. Lily holte rasch zu ihm auf und erwischte ihn unter dem Torbogen, der von der Großen Treppe zum siebten Stock führte.
„Der Tag ist fast vorbei, weißt du?“
„Und?“, fragte James und linste auf die Uhr. Es war kurz vor Mitternacht. „Wir mussten immer Nachsitzen, ich wusste gar nicht, dass das Festessen so lange geht.“
„Wirst du es noch versuchen?“
„Was?“, fragte James.
„Mich zu küssen.“
„Letztes Jahr hast du mich geschlagen, ich denke also… nein.“, James zuckte die Schultern.
„Zu dumm, dass du ausgerechnet hier stehst.“ Sie deutete nach oben und James erblickte einen Mistelzweig, der an den höchsten Punkt des Torbogens gehängt worden war. Er schaute wieder runter zu ihr und erschrak fast, weil sie so nahe gekommen war. „Frohe Weihnachten.“, flüsterte sie, stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste ihn sanft. James verschlang seine Finger mit ihren und schob die andere Hand in ihr Haar.
„James!“, rief Sirius und packte ihn am Arm.
„Was?“, fragte James wütend, als er von Lily losgerissen wurde.
„Lauf!“, keuchte er. Isabelle, die mehr schlecht als recht huckepack auf seinem Rücken saß, nickte bekräftigend.
„Warum?“
„Sirius meinte, er müsse unbedingt die letzten Vorräte der Stinkbomben aufbrauchen!“, erklärte Remus, der sich die Nase zuhaltend an ihnen vorbei rannte, gefolgt von einem keuchenden Peter.
„Sirius!“, fluchte James. „Ich bin beschäftigt!“ Er deutete auf Lily, die noch immer seine Hand hielt.
„Unwichtig!“, sagte Sirius und spurtete davon, als die Professoren McGonagall, Flitwick und Slughorn wutschnaubend am Fuße der Treppe auftauchten.
„Ihr zwei, na endlich!“, rief Isabelle noch, bevor sie um die Ecke verschwanden. „Freut mich!“
„Was haben die getan?!“, fragte Lily panisch, als sie grünen Rauch sah, der langsam im Treppenhaus aufstieg.
„Genial!“, lobte James lachend. „Sie haben sie einfach im Erdgeschoss gezündet und der Gestank erreicht das ganze Schloss!“
„Genial?!“, fragte Lily und deutete auf die Professoren.
„Tja, Lily.“, sagte James und machte langsam ein paar Schritte rückwärts. „Mitgehangen, mitgefangen. Lauf!“
„Potter?!“, brüllte Lily, als er sie mitzog und sie durch den Gang stürzten.
„Was?“
„Ich hasse dich!“
„Ich liebe dich auch.“, sagte James lächelnd.
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