
von Ginnyyy
Es tut mir sooooooooooooo leid :-(
Wir hatten jetzt 2 Wochen kein Internet und ich konnte kein Chap hochladen...naja und dann ging alles wieder und mir ist nichts eingefallen...NICHTS !
ES TUT MIR LEID !
Egal, jetzt kommt das Chap und es ist...okay, dafür dass ich keine Idee hatte...und lang ist es auch nicht!
Es werden noch ca. 3chaps kommen...nur so zur info...denn für das ende habe ich schon einige Ideen.
Ach ja, Kommi-Antworten lade ich später hoch. Also wenn ihr das nächste mal schaut werden sie da sein. ich will nur endlich das Chap loswerden.
DANKESCHÖN FÜR DIE KOMMIS !!
Es ist gar nicht so schwer James aus dem Weg zu gehen. Denn genau das ist mein Plan: Ich werde ihm einfach die nächsten Tage...ähm zweieinhalb Wochen aus dem Weg gehen.
Okay, bisher gab es auch nicht wirklich große Komplikationen, die meinen genialen Plan hätten behindern können. Als ich heute Morgen aufwachte, war er schon unten. Beim Frühstück habe ich mich neben Petunia (!) gesetzt. Das und meine übertrieben gute Weihnachts-Laune hat sie zur Weißglut getrieben. Also habe ich sogar zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Dann war ich mit Alice in der Winkelgasse shoppen, um noch schnell ein Geschenk für James zu besorgen. Das war ein rundum bescheuerte Idee, denn Alice hat mich die ganze Zeit mit einem dämlichen Grinsen angestarrt, so dass ich irgendwann genervt nach einem Besenkompass gegriffen habe und wir zurück nach Hause gefahren sind (mit der U-Bahn...fahre niemals U-Bahn mit einem Reinblüter).
Zurück daheim habe ich Geschenke eingepackt. Schließlich hat meine Mutter mit ihrer üblich übertrieben munteren Stimme verkündet, dass sie noch eine Überraschung habe und nun sitzen wir alle gequetscht auf der Couch (wieder neben Petunia) und warten gespannt und mehr oder weniger ängstlich auf die Neuigkeit.
„Also, Weihnachten verbringt man mit seiner Familie.“
Bitte nicht.
„Seiner ganzen Familie.“
Oh nein.
„Und deshalb habe ich vor ein paar Wochen -“
Nein, nein, nein !
„-die ganze Familie für heute und morgen eingeladen.“
„Nein !!!“, entfährt es mir.
Alle starren mich an. Ich weiche James fragendem Blick aus und konzentriere mich wieder auf meine Mutter. Langsam habe ich mich daran gewöhnt, mich vor versammelter Familie lächerlich zu machen.
„Mum, wo sollen die ganzen Leute hin ?“
„Och, wenn wir ein bisschen zusammenrücken-guck mich nicht so an, Lily. Das war nur ein Scherz. Außer meinen Eltern, wohnen alle im Hotel.“
„Na super.“, murmele ich und gehe hoch in mein Zimmer.
Am Nachmittag machen wir unseren traditionellen Heiligabend-Sparziergang.
Meine Eltern laufen fröhlich gemeinsam durch den Park, Petunia hat sich an Vernon festgekrallt und flüstert ihm in einer Tour etwas ins Ohr.
Ich stapfe alleine durch den hohen Schnee und starre missmutig vor mich hin. Wäre ich in Hogwarts geblieben, dann wäre jetzt alles leichter. Ich säße gemütlich im Gemeinschaftsraum, fest der Ansicht, dass ich James Potter hasse und würde morgen ein leckerers Festmal in der großen Halle bekommen. Und ich dürfte Zaubern. Aber stattdessen rutsche und schlittere ich über den vereisten Boden und versinke im Schnee, habe mitten in der Nacht festgestellt, dass ich mich in James Potter verliebt habe und werde heute und morgen mit ihm und meiner extrem anstrengenden Familie verbringen. Klasse.
„Anmutig wie eine Betrunkene.“
James. Natürlich. Mein Ich-ignoriere-ihn-Plan hat gerade mal 6 Stunden funktioniert.
„Ist alles in Ordnung mit dir, Lily ?“
„Jaja!“, antworte ich schrill. „Wieso ?“
Jetzt klinge ich auch noch wie Petunia.
„Du ignorierst mich.“, stellt er trocken fest. "Und du klingst wie deine Schwester.", fügt er grinsend hinzu.
„Na, herzlichen Dank. Und außerdem ignoriere ich dich nicht.“
„Doch.“
„Nein.“
„Doch.“
„Nein.“
„Ich bin doch nicht blöd!“
„Muss ich darauf etwas erwidern ?“
Er lacht. „Lass es lieber.“
„Okay.“
Auch ich muss lachen.
„Und sagst du mir jetzt warum du mich ignorierst ?“
„Nein. Können wir das Thema wechseln ?“
„Okay, also wie sind deine Verwandten so.“
„Anstrengend.“
„Ach, nach 6 Jahren mit dir -“
"Und nochmals vielen Dank."
Gespielt beleidigt schiebe ich die Unterlippe vor. James lacht wieder.
Gemeinsam stapfen wir weiter durch den Schnee nach Hause.
So habe ich mir meinen Heiligabend echt nicht vorgestellt. Es ist mittlerweile ein wenig später und meine Weihnachtslaune ist verflogen. Meine Verwandten sind alle angekommen, sitzen jetzt im Haus und amüsieren sich, nur ich habe mich genervt draußen auf der Treppe niedergelassen. James läuft durch die Menge und stellt sich überall als mein Nicht-Freund vor. Als ob es so abwegig ist, dass er mein Freund ist. Er ist höflich, versteht sich gut mit jedem und lacht über die unlustigen Witze von Onkel Joe. Idiot. Trottel.
Okay, ja, ich sehe ein, ich bin die Idiotin. Ich habe mit dieser kindischen Nicht-Freund-Geschichte angefangen, ich bin diejenige die miesepetrig alleine rumsitzt und über alles meckert. Ich bin diejenige die 6 Jahre lang blind durch die Gegend lief. ich bin diejenige, die IHN grundlos verletzt hat. Immer und immer wieder. Während ich vor einer Woche noch der Ansicht war, alles richtig zu machen und mir über alles klar zu sein, bin ich jetzt ein verwirrtes, armes kleines Menschlein.
Ich dachte, ich würde James Potter hassen. Okay, das war falsch
Ich dachte, er sei ein arroganter, selbstverliebter, quidditschsüchtiger, kleiner Idiot. Inkorrekt.
Ich dachte, ich würde alles richtig machen, wenn ich ihn anschreie, nur weil er ein Date will. Nicht richtig.
Ich dachte, er hätte die ganze Sache von Anfang an als Spiel gesehen. Auch falsch.
Ich dachte, ich würde ein wunderbar entspannendes Weihnachtsfest verbringen. Ebenfalls unwahr.
„Kann ich mich zu dir setzen ?“
Ich blicke auf und schaue genau in die wunderschönen haselnussbraunen Augen von James. War ja klar. Bei dem Anblick kann ich gar nicht anders als nicken.
„Und amüsierst du dich ?“
„Total.“, murmele ich sarkastisch.
„Ach lass die, die spinnt doch eh.“, kommt es hämisch von Petunia, die gerade mit Vernon an uns vorbeistolziert.
„Was ist dein Problem ?“, knurrt James wütend.
„Das Problem ist, dass ich diesen Freak als Schwester habe !“
„Darf ich dich daran erinnern, dass auch du früher ein 'Freak' sein wolltest ?“, frage ich und hoffe inständig, dass sie James nicht noch mehr provoziert,
Kurz weicht der Zorn aus ihrem Blick und wird ersetzt durch Trauer. Doch dann kommt die Wut zurück und zwar mit geballter Kraft. Und ich bemerke, dass ich einen Fehler gemacht habe und einfach meine Klappe hätte halten sollen..
„Glaubst du im Ernst, dass ich je so eine Missgeburt sein wollte wie du ? Jemand, den kein normaler Mensch angucken wird, aus Angst sich anzustecken ?“
Diesmal fällt mir nichts ein was ich kontern könnte. Stattdessen – und zu meinem Entsetzen - füllen sich meine Augen mit Tränen.
James sieht ähnlich entsetzt aus. Besorgt schaut er zu mir, während ich vergeblich versuche die Tränen wegzublinzeln, dann sieht er wieder zu Petunia. So wütend habe ich ihn noch nie gesehen.
„Halt endlich deine Klappe, sonst-“
„Ach und du, Freak, -“
„Petunia bitte !“, bete ich inständig.
„-du weißt gar nicht wie amüsant es ist, dir zuzusehen. Du rennst ihr hinterher, machst Komplimente und ich sehe doch wie du sie ansiehst. Aber leider wirst du nie eine Chance bei ihr haben, denn sie hasst dich oder bildet es sich zumindest ein, falls du das noch nicht bemerkt hast.“
James zückt seinen Zauberstab. Petunia versteckt sich hinter dem ängstlich zitternden Vernon.
"Noch ein Wort -", James Stimme ist eiskalt und sein Stab ist auf Petunia gerichtet.
„Das stimmt nicht.“, murmele ich leise zu Petunia. James sieht mich erstaunt an und lässt den Stab sinken. Petunia lugt ebenfalls erstaunt und doch irgendwie wissend hinter Vernon hervor.
„Du lässt sie in Ruhe, Muggel. Oder ich schwöre dir, dass du bald ein paar Körperteile mehr hast.“
„Willst du ihr drohen ?“, quiekt Vernon, der anscheinend versucht den Helden zu spielen.
„Gut erkannt, Vernon.“, murmelt James nur ironisch, nimmt mich am Arm und bringt mich zurück ins Haus.
Hoffentlich wird es morgen zur Bescherung nicht ganz so...naja, so wie heute.
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