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Die Ausgestoßenene - Kapitel 4 - Niemand mag Snape!

von pada

Sie schritt durch das Portal und nahm direkt Kurs auf die große Halle. Dabei schweifte ihr Blick auf die vier großen Sanduhren mit den Edelsteinen, welche in den Farben der vier Häuser glänzte.
Sie sah, dass sich Slytherin und Gryffindor wieder mal um den ersten Platz stritten. Hierbei war Gryffindor mit ein paar Punkten vorne.

Als sie gerade die Tür zur großen Halle öffnen wollte, hörte sie ein Räuspern hinter sich. Sie drehte sich herum, um zu sehen und von wem dieses Räuspern stammte und sah, zu ihrer eigenen Überraschung, Professor Snape.
Er trug, wie immer, einen langen schwarzen Umhang. Seine Augen waren, wie sein gesamtes Äußeres, dunkel und kühl. Seine fettigen schwarzen Haare waren glatt zur Seite gekämmt und es sah so aus, als würden seine Haare an seinem Gesicht kleben.

Mit hochgezogenen Augenbrauen und einem kalten Blick fixierte er Hermine, doch er schwieg weiterhin. Hermine kreuzte nur einmal kurz seinem Blick und sah ihm in die Augen, doch sie wandte den Blick schnell wieder ab und schaute zu Boden.

Langsam wurde sie nervös, da sie nicht wusste, was er von ihr wollte. Doch sie konnte sicht nicht einfach umdrehen und gehen, da sie Sanktionen fürchtete, dennoch knurrte ihr Magen.

Snape erlöste sie endlich vom Nervosität als er zu sprechen begann: „Granger… Was machen Sie hier vor den Türen zur Großen Halle?“
„Ich.. ich wollte zum Abendessen gehen, Professor“, antwortete die Angesprochene mit schwacher Stimme
„Ich denke, Ihnen ist bewusst, dass das Abendessen schon seit 10 Minuten im vollen Gange ist, Granger“, gab Snape zurück, sie konnte dabei seine Verachtung für sie deutlich heraushören.

„Ja Professor, das ist mir bewusst.“ „Sie gestehen also Ihr fehlerhaftes Verhalten und geben zu, dass Sie während des Abendessens in den Gängen des Schlosses herumlungern.“ Er legte eine kurze Pause ein, bevor er weiter sprach. „Gut, 30 Punkte Abzug für Gryffindor“, sagte Snape mit einem höhnischen Ton.

Es ertönte ein rasselndes Geräusch von den Sanduhren, als Hermine daraufhin zu ihnen schaute und sah, wie ein paar rubinrote Edelsteine aus der Sanduhr von Gryffindor verschwanden. Dennoch führten sie noch immer.
Empört blickte Hermine nun wieder Snape an und sagte: „Aber Professor, ich…“ Doch noch ehe sie weiterreden konnte, wurde sie von Snape unterbrochen: „Nun geben Sie auch noch Widerrede? Das bin ich ja gar nicht von Ihnen gewohnt, Granger. Weitere 20 Punkte Abzug An Ihrer Stelle wäre ich nun ruhig.“

Hermine wollte erneut den Mund öffnen um zu protestieren, doch ihre schwache Stimme wurde vom rasselnden Geräusch der Sanduhren übertönt. Schon wieder verschwanden aus der Sanduhr von Gryffindor wertvolle rubinrote Edelsteine.
Die Rangfolge hatte sich nun geändert. Gryffindor musste den ersten Platz Slytherin abgeben.

Wütend und enttäuscht über das Geschehe blickte Hermine nun Snape an, doch sie schloss ihren Mund und schluckte ihre Widerrede hinunter.
„Ich nehme an, Sie haben dem nichts mehr hinzuzufügen, Granger? Dann Abmarsch zum Abbendessen!“, befahl Snape. Doch bevor Hermine reagieren konnte, rauschte Snape an ihr vorbei und als er kurz neben ihr war, meinte sie ein leises und böses Lachen hören zu können.

Als er durch die Tür in die große Halle trat, drehte er sich noch einmal zu ihr um und grinste Hermine an ehe er verschwand.

Hermine stand da und wollte einfach nur schreien. Sie hegte schon immer eine gewisse Abscheu gegen Snape, doch nun war sie vollends zu Verachtung gewachsen. Sie hatte in ihnen bisherigen Schuljahren schon einiges Ertragen müssen, doch diese Demütigung durch Snape war das bisher Schlimmste, was sie erlebt hatte.

Doch sie schluckte ihren Ärger herunter, da es nichts half und machte sich auch auf den Weg in Richtung große Halle.

Als sie Eintrat war sie sofort von der Decke verzaubert. Sie sah einen wolkenlosen, immer dunkler werdenden Himmel und einen Sonnenuntergang. Sie war immer wieder staunt über die Gebilde an der Decke der großen Halle.
Gestört wurde diese Idylle nur durch Geräusche von den essenden Schülern. So kam Hermine auch wieder zu sich und schaute zum Gryffindor Tisch. Sie ließ ihren Blick über die dort sitzende Menge schweifen. Zu ihrer Überraschung sah sie ein sehr bekanntes Gesicht, mit dem sie nicht gerechnet hätte.

Hermine sah ihre Freundin mit den feuerroten Haaren am neben Neville sitzen und fragte sich im gleichen Moment: „Komisch, warum ist Ginny hier? Hätte sie normalweiße nicht Quidditch-Training mit Ron und Harry? Zwischen den Dreien passiert?“
Doch schnell verwarf sie diese negativen Gedanken, da sie sich freute Ginny zu sehen.


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