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Fanfiction

Die Ausgestoßenene - Kapitel 12 - Vorgeplänkel

von pada

Malfoy zog alle Anwesenden sofort in seinen Bann und konnte sich das erneute Malfoygrinsen nicht verkneifen. Auch Hermine und die anderen drei blickten zu ihm.

Er holte seinen Zauberstab hervor, dabei folgten die Gesichter der Anwesenden seiner Handbewebung. Malfoy hielt seinen Zauberstand an den Hals um so seine Stimme magisch zu verstärken.

Gebannt schauten ihn immer noch alle an und Malfoy genoss es sichtlich im Rampenlicht zu stehen und alle Aufmerksam auf sich zu haben.

Triumphierend ließ er seinen Blick noch durch den restlichen Raum wandern, ehe er anfing zu sprechen:

„Meine lieben Slytherins und Nicht-Slytherins. Heute ist der Tag der Tag. Denn heute spielen die erhabenen Slytherins gegen anderen Gryffindors.
UND ich will euch eines sagen: WIR WERDEN GEWINNEN! Wir werden sie fertig machen und nichts als Staub und Knochen übrig lassen.“

Weiter kam er nicht, da die anwesenden Slytherins in Jubelgeschrei ausbrachen. Malfoy genoss das Bad in der Menge sichtlich, schließlich war er ein Malfoy und somit etwas besseres und so musste er auch gefeiert werden.

Die Fanfaren und Trompeten begannen wieder zu spielen und Malfoy verschwand in der Traube aus Slytherins. Doch es war als wäre er noch anwesend, da seine Stimme noch nachhallte. Die Traube aus Slytherins löste sich auf und die Musik erstarb.
Alle schauten noch einmal hin, doch es geschah nichts mehr. So nahmen die Schüler die Nahrungsaufnahme wieder auf und es war wieder so, als wäre gerade eben nichts passiert.

Doch die vier Freunde blickten sich ratlos an. Ginny sprach als Erste und fragte: „Leute, was war das?!“ Doch sie erntete nur ratlose Blicke.
„Ich hab keine Ahnung“, schoss es fast zeitgleich aus Harry und Rons Mündern. Alle lachten kurz auf, was sie Stimmung, die durch Malfoys Ansprache sank, wieder etwas anhob.

„Typisch Malfoy“, sagte schließlich Hermine und schüttelte ihren Kopf, während alle weiterlachten.

Bald schon waren sie mit dem Essen fertig und machten sich auf den Weg und erreichten recht schnell die große Tür.
Doch hier trennten sich die Wege, da Ginny, Ron und Harry zum Quidditch-Feld mussten um die letzten Vorbereitungen zum großen Spiel abzuschließen.

Hermine nahm Ron kurz in die Arme und drückte ihm einen flüchtigen Abschiedskuss auf den Mund. Obwohl Hermine noch lange in der Pose bleiben wollte, waren sie schnell wieder auseinander. Bald sollte das Spiel losgehen.

Hermine verabschiedete sich noch von Ginny und Harry, bevor sie sich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum machte, um von Malfoys Aktion zu berichten und um noch einige Gryffindors für das Spiel zu mobilisieren.

„Hmm, ich denke alle Gryffindors werden kommen, schließlich spielen wir gegen Slytherin…“

Schnell erreichte sie den Gemeinschaftsraum, doch die dortigen Anwesenden waren schon in hellem Aufruhr. Verwirrt schnappte sie sich denjenigen, der ihr am nächsten stand. Es war ein Erstklässler, der etwas ängstlich drein blickte.

„Was ist hier los?“, fragte Hermine. „Es war… es war der Große da.“ Der Erstklässler deutete auf Dean, der wie wild gestikulierte. Doch Hermine verstand kein Wort, da der Geräuschpegel immer weiter zunahm.
„Danke“, sagte sie knapp, bevor sie von dem Erstklässler abließ

Sie bahnte sich ihren Weg durch die Menge und kam anfangs nur schwer voran. Doch sie quetschte sich durch und stand so kurzerhand vor Dean.

„Was geht hier vor, Dean?“ Der Angesprochene sagte nur: „Ich habe allein von Malfoys Aktion erzählt und nun können sie das Spiel kaum abwarten. Das wird was.“
Hermine konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und fügte hinzu: „Oh ja, da hast du recht.“

Im Verlauf des Tages stieg die Stimmung im Gemeinschaftsraum auf das bevorstehende Spiel immer mehr und auch Hermine ließ sich davon anstecken. Sie versuchte die Wartezeit mit Hausaufgaben zu überbrücken, doch selbst sie konnte sich an einem solchen Tag nicht konzentrieren und blickte immer wieder ungeduldig zur Uhr.

Und so war es bald soweit. 20 Minuten vor Spielbeginn sammelten sich alle Gryffindors im Gemeinschaftsraum. Hermine verließ kurz den Raum um sich in ihren rotgoldenen Schal zu Hüllen. Als sie wieder an der Treppe stand, sah sie Meer aus den Farben Rotgold.

Der Gemeinschaftsraum war fast zum Bersten gefüllt und so dauerte es, bis alle den Raum verlassen hatten.

Als alle den Raum verlassen hatten, begann ein Marsch in Richtung Quidditch-Feld. Dabei sangen alle gemeinsam im Chor, egal wie schief der Einzelne sang.

„Wir, die Gryffindor, sind hier. Und gewinnen werden wir.
Slytherin wird vom Platz verwiesen. Wir werden ihnen den Tag vermiesen!“, hallte es durch die Gänge und Korridore von Hogwarts.

Der Zug aus Gryffindors erreichte schon bald das große Eichenportal. Einzelne Schüler schauten ihnen verblüfft hinterher und blieben aus Erfurcht vor ihnen stehen.
Diesmal waren sie wesentlich schneller draußen und standen kurzzeitig auf der Lichtdurchfluteten Wiese.

Der Pulk wartete bis alle auf der Wiese standen. Sie blieben noch kurz stehen und sangen noch einmal ihre Hymne.
Doch sie verstummten kurze Hand als eine Schar aus Smaragdgrün das große Eichenportal verließ. Doch sie sangen diesmal nicht und hielten auch keine Banner hoch. Eher stumm liefen sie an den Gryffindors vorbei und würdigten sie keines Blickes.

Und wieder klang der Chor aus hunderten von Stimmen und die Gryffindors sangen ihre Hymne und diesmal mit noch mehr Inbrunst als vorher. Doch auch jetzt wurden sie von den Slytherins ignoriert und sie liefen stumm weiter.

Mittlerweile erregten sie auch die Aufmerksamkeit mehrere Lehrer, die auf dem Weg zum Spielfeld waren. Sie nahmen die singenden Gryffindors zur Kenntnis, doch sie sagten nichts und liefen stillschweigend weiter.

Nachdem die Slytherin vorbeigezogen waren, machte sich der Pulk auf den Weg zum Spielfeld. Doch sie waren nicht aufzuhalten und sangen immer weiter.

Sie waren schnell beim Stadion angekommen und zogen hinter sich eine kleine Schar aus Ravenclaw und Hufflepuff Schülern hinter sehr, welche alle schweigsam hinter den Gryffindors hertrotteten. Ein geübtes Auge erkannte, auf welcher Seite sie standen.

Die Tribünen waren voll und das Spielfeld war in rotgold und smaragdgrün gekleidet. Mittlerweile waren auch die Tribünen in rotgold und smaragdgrün gehüllt. Schüler aus Hufflepuff und Ravenclaw saßen vereinzelt zwischen den Massen aus Gryffindor und Slytherin. Der Stimmung im Stadion heizte sich immer weiter an, ähnlich wie Sud in einem Hexenkessel.

Hermine schaffte es einen Platz am Geländer zu bekommen und war somit ganz vorne. Niemand war vor ihr und sie hatte freie Sicht auf das Spielfeld. Doch auch hier, konnte sie ihre Gedanken nicht einfach so abschalten.
„Oh Man, was für eine Stimmung. Das ist also die Antwort auf Malfoys schlechte Aktion. Einfach nur klasse.“ Sie freute sich auf das Spiel und wollte ihre Freunde anfeuern.

Doch nicht überall wie die Stimmung so toll. Im Umkleideraum der Slytherins herrschte eine schweigsamere Stimmung.

Alle Spieler standen um Malfoy, der einen verzauberten Klatscher in der Hand.
„Passt auf einen Klatscher auf. Er wurde vom Dunklen Lord höchstpersönlich verzaubert und ist nur für Harry Potter gedacht. Ich habe sie schon ausgetauscht.“

Ein Staunen machte sich bei den restlichen Spielern bereit und sie blickten vor Erfurcht und Angst auf den Klatscher.

„Das ist meine Aufgabe. Potter soll durch diesen Klatscher tödlich verunglücken. So geht es, ohne dass der dunkle Lord die Aufmerksamkeit von Dumbledore oder dem Ministerium erregt. Niemand glaubt ja daran, dass er zurückgekehrt ist.“
Ein diabolisches Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit.

„Der Zauber aktiviert sich, wenn ich den Klatscher ‚versehentlich’ abwehre. Dann wird er direkt auf die Position von Potter zurasen und ihn vom Besen stürzen, indem er schnell wird. Passt auf der Zauber löst sich auf, sobald der Klatscher eine Person trifft. Potter hat keine Chance.“

Malfoy lachte fast bösartig auf und die anderen Spieler stimmten auf das Lachen ein. Doch sie wurden von vom Anrufsignal unterbrochen, dass den Spielern signalisierte, dass sie auf den Spielfeld kommen sollten.

Malfoy schmiss den Klatscher in einen Schrank und verschloss diesen magisch. Daraufhin nahmen alle ihre Besen in die Hand und machten sich auf den Weg zum Spielfeld.

Kurz nachdem das Signal ertönte schossen Harry und die anderen Spieler aus Gryffindor auf das Spielfeld und sie wurden von donnerndem Applaus empfangen. Während sie von den Slytherins ausgebuht wurden. Als die Spieler aus Slytherin das Feld betraten, wechselte der Applaus die Seiten.

Madam Hooch stieß von Boden ab und die Spieler taten es ihr Gleich. Sie hielt den Koffer mit den verschiedenen Bällen in der rechten Hand als Harry und Malfoy neben ihr waren.

Beide schauten sich kurz mit bösen Blicken an, ehe sie sich dem Spiel konzentrierten.

„Auf ein gutes Spiel“, sagte sie, öffnete dabei den Koffer und ließ die Bälle frei.
Sie wartete noch volle 10 Sekunden und schon pfiff sie das Spiel an, begleitet von tosenden Jubelschreien, an.


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