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Fanfiction

Harry Potter und die verschmelzenden Seelen - Die Flucht

von einstein90

Tja nach langer Abstinenz geht es weiter. Viel Spaß.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

„Psssst.“ Jonathan hielt den Zeigefinger an die Lippen und bedeutete Harry und Hermine leise zu sein. Die beiden Hogwartsschüler waren erschrocken zusammen gefahren, als Jonathan sie weckte. Hermine, deren Welt um sie herum noch etwas verschwommen war, hob nur missmutig den Kopf von Harry's Brust. Ihr Freund wiederum wollte die Umarmung erst nicht lösen, doch als sie beide das Gesicht ihres Muggelfreundes erblickten, war jegliches Zögern verflogen. Schnell richteten sie sich auf.

„Jonathan? Was machst du denn hier? Ich dachte, du wärst wieder zurück in London.“ fragte Hermine nicht minder erstaunt als Harry.

Ihr gegenüber lächelte nur kurz. „Das dachte ich auch.“

„Was ist passiert?“ mochte Harry wissen, doch Jonathan winkte ab. Stattdessen versicherte er sich ihrer vollen Konzentration.
„Das ist erstmal egal. Wichtig ist nur, dass ihr wisst, dass die Todesser das Ministerium übernommen haben.“ begann er.

„Was, das Ministerium?“ Harry verstand nicht so recht, was sein Freund da sagte.

„Oh natürlich.“ Hermine wurde es schlagartig klar, „Wenn das Ministerium gefallen ist, dann dauert es nicht mehr lange und sie werden nach Hogwarts kommen. Sie wollen die Kontrolle über alles. Und sie wollen dich, Harry.“

Jonathan nickte knapp und gab ihnen dann die Anweisung, dass sie schnellstmöglich ihre Sachen packen sollten. Harry und Hermine stürzten daraufhin in ihre Gemächer und suchten eiligst ihr Hab und Gut zusammen und stopften es in die kleinen Rucksäcke, die Hermine von einem Besuch in Hogsmeade mitgebracht hatte. Mit einigen wenigen magischen Kniffen gelang es ihr sie so zu verzaubern, dass sie so ziemlich alles einpacken konnten, was sie wollten, ohne auf das Gewicht oder die Größe achten zu müssen.
Harry war als erster wieder unten und fand Jonathan bequem an der Wand lehnend vor. Er starrte aus einem der Bleifenster mit den kleinen unsauber geschliffenen Gläsern, die wie ein Mosaik angeordnet von den dünnen Bleistreben eingefasst waren.
In sich gekehrt, bemerkte er nicht wie Harry sich neben ihn stellte und seine angespannte Miene musterte.
„Worüber denkst du nach?“ wollte er wissen.
Sein Körper blieb ruhig. Die Arme verschränkt. Nur sein Gesicht zeichnete kurz Erschrockenheit.
„Ach nichts wichtiges. Bist du soweit?“

Inzwischen hallte die Stimme von Professor McGonagall durch das Schloss. Ein Aufforderung an alle Schüler, sich unten in der großen Halle einzufinden.
Hermine wollte gerade die Treppe hinunter stürzen, als sie noch einmal zurück in den Schlafraum stolperte und sich das geheimnisvolle Buch schnappte. Sie stopfte es zu allem anderen in ihren Rucksack, obwohl es eher ein „Stopfen“ in einem Fass ohne Boden war.
Inzwischen waren auch die restlichen Gryffindors auf den Beinen. In ihren Schlafumhängen eilten sie an den dreien vorbei zur großen Halle. Jonathans Rückkehr schien dabei niemand so sehr wahr zu nehmen. Für die Jugendlichen war es viel zu früh, um aufnahmefähig zu sein, auch wenn manche ihn hier und da eines kurzen Blickes würdigten.
Der Strom aus dem Gemeinschaftsraum ebbte ab. Jonathan schulterte gerade seinen schweren Rucksack, als er Hermine und Harry schließlich folgte. Aus dem Weg, den sie einschlugen, merkte er, dass sie ebenfalls auf dem Weg zur großen Halle waren. Nicht zuletzt auch dadurch, dass die Flure immer voller wurden. Der Quellfluss aus den Gryffindorturm wuchs an und gemeinsam mit den Schülern von Hufflepuff und Ravenclaw ergoss sich der Strom in das große Auditorium, dass locker die Ausmaße einer Kathedrale besaß. Harry und Hermine eilten zu ihren Stammplätzen am Haustisch. Jonathan verbarg sich in einer fernen Ecke und blickte angespannt in die Menge.

Die Schülerschaft tuschelte. Der Schlaf schien ihnen nun doch aus den Gliedern gewichen zu sein. In seiner Gesamtheit war der Lärm ohrenbetäubend, bis er schließlich verstummte. McGonagall stand am Kopf der Halle, mit erhobenen Händen und einem magisch verstärktem Räuspern sich Gehör verschaffend. Jeder Kopf wandte sich ihr zu.

„Meine lieben Schüler. Leider gibt es bedauerliche Nachrichten.“ Sie blickte über ihre Brille hinweg die Reihen entlang, um sich ihrer ungeteilten Aufmerksamkeit sicher zu sein. Harry überkam die Erinnerung an Dumbledore, der ihn früher ebenfalls mit solchen Blicken bedachte. Der Ernst der Lage wurde ihm immer stärker bewusst. „Der Tag, den wir alle in weiter Ferne sehnten, ist nun gekommen.“ Dem einen oder anderen wurde nun bewusst, warum sie zu dieser
schüler-unfreundlichsten Zeit aus dem Bett geholt wurden. Geflüster setzte ein und schwoll langsam an. Doch noch bevor es richtig aufkeimte, sprach die Direktorin ruhig weiter. „So eben habe ich erfahren, dass Todesser in das Zaubereiministerium eingedrungen sind.“ Sie legte eine Pause ein und beobachtete die erschrockenen Gesichter ihrer Schüler. „Soweit ich weiß, wurde jeglicher Widerstand gebrochen. Der Minister ist tot und das Ministerium gefallen. Ich weiß, wir alle haben gehofft, dass dieser Tag noch in weiter Ferne liegen würde, doch diese Hoffnung ist nun erloschen. Es ist nun an der Zeit uns bewusst zu werden, dass jedem von uns schwere Zeiten bevor stehen, denn ihr wisst, es dauert nicht mehr lange, bis sie nach Hogwarts kommen.“ Sie blickte noch einmal im Saal herum und entdeckte Harry und Hermine, wie sie zu ihr hinauf blickten. „Ich kann verstehen, wenn ihr in dieser dunklen Stunde den Wunsch habt zu euren Familien zurück zu kehren. Ich bitte euch sogar, geht nach Hause.“ Sie hielt inne, als sie sah, wie Harry sich von seinem Platz erhob. Alle Blicke zog er auf sich wie ein Magnet Eisen.

„Seit ich hier auf Hogwarts bin, gab es für mich nur dieses eine Zuhause. Ich habe hier die schönsten und aufregendsten Momente meines Lebens erlebt. Ich bin mit diesem Schloss groß geworden und habe es lieben gelernt. Meine Freunde...“ sein Blick wanderte zwischen vielen Gesichtern hin und her, bis er in die Augen von Hermine blickte, „...sind in den letzten Jahren für mich wie eine Familie gewesen.“ Sein Blick ging zurück zur Direktorin. „Manchmal muss man der Gefahr eben ins Auge blicken, wenn man die schützen möchte, die man liebt. Und ich liebe Hogwarts. Lieber sterbe ich, als dass ich Hogwarts im Stich lassen würde.“ Betretenes Schweigen. Harry's Mitschüler blickten unsicher zwischen ihm und McGonagall hin und her.
„Danke Mister Potter.“ begann die Direktorin. „Und dennoch verwehre ich keinem den Wunsch. Jedenfalls werden eure Hauslehrer jedem helfen, der nach Hause möchte, egal ob er oder sie in der Lage ist zu apparieren oder nicht. Sie warten in der Eingangshalle auf euch. Da wir nicht viel Zeit zu verlieren haben, bitte ich all jene, die Hogwarts verlassen möchten, sich nun dort hin zu begeben.“ Kein Schüler regte sich, außer dass man sich danach umsah, wer zuerst aufstehen würde. „Jedem anderen, der hier in Hogwarts bleiben möchte, kann bleiben. Die Lehrerschaft wird ihr Bestes tun, um hier für den größtmöglichen Schutz zu sorgen. Dennoch möchte ich daran erinnern, dass die Gefahr hier zum Alltag gehören wird.“ Ein verweintes junges Mädchen aus Hufflepuff sprang auf und rannte hinaus in die Eingangshalle, verfolgt von unzähligen Augenpaaren, die wie die Geier starrten. Zwei Jungs aus Ravenclaw schienen ebenfalls den Mut gefasst zu haben, nach Hause zurück zukehren. McGonagall resignierte. Sie hatte inständig gehofft, dass mehr Schüler diese Gelegenheit ergriffen hätten. Aber zugleich war sie auch stolz auf den Zusammenhalt ihrer „Truppe“. Schließlich löste sie den Saal auf. Die Schüler waren gerade im Begriff die Halle zu verlassen, als Argus Filch sich einen Weg durch die Menge bahnte und genau auf McGonagall zustürmte. Vollkommen außer Atem zeigte er nach draußen und stammelte ihr etwas ins Ohr. Die Schülerschaft wurde neugierig und trat langsam nach vorne. Jonathan war inzwischen wieder bei Harry und Hermine, die sich in der Nähe der Direktorin eingefunden hatten. McGonagall gab dem Hausmeister ein knappe Antwort und scheuchte ihn dann fort. Er rannte zurück durch die starrende Menge, ohne sie zu beachten. Minerva ging derweil zu Harry und Hermine hinüber.

„Es ist schlimmer als ich gedacht habe. Die Todesser sind bereits hier. Sie werden gleich das Schloss betreten.“

„Können sie denn nichts dagegen tun?“ wollte Harry wissen, doch Hermine antwortete: „Harry, das würde jetzt nichts bringen. Nicht solange die Horkruxe existieren. Das würde allen hier nur eine unnötige Gefahr aussetzen.“

„Horkruxe?“ erkundigte sich Minerva. Hermine tat es mit einer Handbewegung ab. Dies wäre eine lange Geschichte und außerdem wusste Professor McGonagall schon zu viel. Damit war sie in Gefahr, auch wenn Hermine ihr, wie keinem anderen, zutraute, sich verteidigen zu können.

„Ihr müsst von hier fort!“ riet sie an den Captain gewandt. „Geht dort durch die Tür...“ sie zeigte auf die Tür, die den Lehrertisch auf der linken Seite flankierte, „...die Treppe hinunter und dann immer gerade aus. An einer Kreuzung...“ Doch Harry unterbrach sie mit dem Verweis auf die Karte des Rumtreibers. Daraufhin entließ sie die beiden Schüler, die zur Tür eilten. Jonathan hingegen hielt sie einen Augenblick zurück, bis das junge Paar außer Hörweite war. Eindringlich schaute sie ihn an.
„Ich weiß nicht, ob sie für uns ein Fluch oder ein Segen sind, aber die beiden scheinen sie zu mögen. Wenn ich nichts anderes über sie wüsste, dann wäre mir dies schon Grund genug, sie als einen Freund zu betrachten. Passen sie gut auf sie auf. Sie sind die einzigen, die diese Welt retten können.“
Jonathan nickte knapp und eilte den beiden hinterher.

Das Tor zur Großen Halle flog mit einem Krachen auf. Eine in schwarz gehüllte Menge betrat den Saal, an ihrer Spitze Serverus Snape. Der Verräter. Mit selbstsicherem Schritt ging er auf Professor McGonagall zu. Die Schüler wichen vor Angst zurück. Snapes schwarze Augen durchbohrten seine ehemalige Kollegin wie ein Dolch. Doch Minerva hielt seinem Blick stand.

„Schüler! Ihr erinnert euch sicher noch an Severus Snape.“ Der Hass, der in ihrer Stimme mit schwamm ließ ihren Gegenüber lächeln.

„Ein äußerst herzlicher Empfang, Minerva.“ zischte Snape.

„Für sie immer noch Professor McGonagall.“ fauchte die Direktorin wie eine Katze, die in die Ecke gedrängt wurde. Snape blickte kurz zu den Schülern hinab. Die Angst vor dem Ungewissen, die jedes Augenpaar ihm entgegen schrie, verschaffte ihm tiefste Genugtuung.

„Ich hoffe doch, dass ich sie nicht bei irgendetwas wichtigem unterbrochen habe, Professor.“ Es wahr viel mehr eine Feststellung, als eine Frage. „Aber da bereits alle anwesend sind, erleichtert es mir die ersten Maßnahmen als neuer Schulddirektor zu verkünden.“ Er lächelte amüsiert, als er die vielen Gesichter erblassen sah, McGonagalls eingeschlossen. „Des weiteren veranlasse ich, dass die Schüler aus dem Hause Slytherin wieder Teil der Hogwartsgemeinde werden.“ Wie auf ein Befehl hin marschierten zwei Reihen von Schülern, allesamt in dunklem Grün und Silber, durch das Portal in das Auditorium. Vorne weg ein hämisch grinsender Draco Malfoy. „Außerdem wird von nun an wieder Unterricht für die Klassen Eins bis Drei gegeben. Es wird zwar einige Mühe machen, alle Eltern davon zu überzeugen, dass sie ihre Kinder wieder nach Hogwarts schicken, aber was tun wir nicht alles für unsere Jüngsten. Nicht wahr, Professor? Immerhin sollen sie doch auf das Leben in unserer friedlichen Welt vorbereitet werden. Nur stellt sich mir die Frage, ob ich dabei mit ihrer Unterstützung rechnen kann, Professor. Und natürlich auch die Unterstützung einiger unserer geschätzten Kollegen. Allerdings behalte ich mir auch einige Veränderungen im Kollegium vor. Natürlich nur im Sinne unserer Schüler.“

„Ganz sicher. Als wenn ihm die Schüler am Herzen liegen.“ raunte Ginny ihrem Neville zu. Für ihren Freund schien ein Alptraum wahr zu werden.

„Nun Professor, darf ich weiterhin auf sie zählen oder soll ich für sie eine komfortables Einzelzimmer in Askaban vorbereiten lassen?“
McGonagall stand auf verlorenem Posten. Sie wog ab, was wohl am sinnvollsten wäre, doch ihr Entschluss stand eigentlich schon fest. In Askaban war es ihr unmöglich die Kinder zu schützen. Resignierend fielen ihre Schultern. Ein Triumph, den Snape nur allzu gern genoss.
Die Schüler wurden von einigen Todessern aus dem Großen Halle gedrängt und in ihre Gemeinschaftsräume gebracht.

„Ach ja Professor, was ich sie vergessen habe zu fragen. Wird uns denn auch Mister Potter mit seiner Anwesenheit eine Freude bereiten?“ wollte Snape wissen.

„Mister Potter ist nicht auf Hogwarts.“

„Macht nichts. Ich habe ein paar Freunde angewiesen, Hogwarts zu durchsuchen. Nur um sicher zugehen, versteht sich.“

„Da können sie lange suchen.“ Minerva wandte sich ab und ging. Ihr war jedoch nicht entgangen, dass drei Augenpaare sie von einer spaltbreit-geöffneten Tür beobachteten. Hoffentlich. In Gedanken zog sie Gryffindor 30 Punkte für Harry und seine Neugierde ab.


„Snape und Schuldirektor? Das kann doch wohl nicht wahr sein. Voldemort hätte keinen besseren Tyrannen finden können.“ spie Harry verächtlich aus, nachdem er leise die Tür geschlossen hatte. Wutschnaubend schritt er in der kleinen Kammer auf und ab.

„Wer ist dieser Snape?“

„Lange Geschichte, aber jetzt müssen wir erst einmal zusehen, dass wir hier weg kommen.“ mahnte Hermine an.

„Hm...Unsere Flucht wird sich schwieriger gestalten, als ich gehofft habe.“ stellte Jonathan nüchtern fest.

„Aber im Gegensatz zu unseren Verfolgern haben wir die Karte des Rumtreibers. Damit sehen wir sofort, wo wer ist. So können wir die Suchhunde ganz leicht umgehen.“ Harry wedelte mit einem gefalteten Pergament, murmelte ein paar Worte und betrachtete es dann.

„Und mir wird wieder bewusst, was ich über eure Welt weiß. Nämlich so ziemlich gar nichts.“ monierte Jonathan, als er Harry und Hermine durch die dunklen und verwinkelten Gänge folgte, die schier kein Ende nahmen. Sein sonst so guter Orientierungssinn hatte sich bereits auf den ersten 20 Metern verabschiedet.
Der große Zeiger seiner Armbanduhr war bereits ein weiteres Viertel gelaufen, als Harry nach der vorweg gehenden Hermine griff und sie zurück zog. Sofort kehrte bei allen Dreien die zuvor heraus gelaufene Anspannung zurück. Harry tippte auf seine Karte und zeigte dann den Gang hinauf. Jonathan starrte über Harry seine Schulter hinweg auf das von seinem Zauberstab erleuchtete Pergament. Leicht erstaunt las er seinen Namen neben denen von Harry und Hermine. Doch darauf wollte Harry ihn nicht aufmerksam machen. Da waren zwei andere Personen, die in einem der Hauptkorridore waren, der direkt neben dem Geheimgang verlief. Die Namen waren Harry und Hermine unbekannt. Es würde sich also mit großer Wahrscheinlichkeit um Todesser handeln. Dies wäre zwar kein Problem, wenn der Geheimgang noch weiter gehen würde, aber das tat er nicht. Die Todesser standen leider genau vor dem Gemälde, der den Ausgang des Ganges verbarg in dem sie sich gerade befanden. Und sie machten nicht den Anschein, in naher Zukunft ihren Standort zu wechseln.

„Gibt es noch einen anderen Weg?“ Jonathan sah die beiden Schüler erwartungsvoll an. Doch Harry schüttelte nur den Kopf. Der einzig andere Weg würde sie noch einmal durch das ganze Schloss führen.
„Gibt es wenigstens einen anderen Ausgang, an dem wir schon vorbei gekommen sind?“ Harry schaute auf die Karte und zeigte dann auf eine kleine Pforte, die etwa 50 Meter hinter ihnen war.
„Okay, ihr wartet hier. Ich werde sehen, ob ich ich sie ein wenig ablenken kann. Und wenn sie weg sind, dann lauft ihr weiter. Verstanden?“ Nur zögerlich stimmten sie Jonathans Plan zu. Bevor er verschwand machten sie noch einen Treffpunkt und einen Zeitpunkt aus, wie lange sie warten sollten. Wenn Jonathan nicht rechtzeitig dort sein würde, sollten sich Harry und Hermine aus dem Staub machen. Dann verschwand er in der Dunkelheit. Die beiden Schüler blickten sich skeptisch an. In Hermine keimte eine stille Furcht, die sie beunruhigte. Schnell suchte sie Zuflucht in der Nähe von Harry, der sie in die Arme nahm. Gemeinsam verfolgten sie Jonathans Namen auf der Karte und warteten.

Schnell fand der Soldat den kleinen Ausgang, der von einem Wandteppich verborgen wurde. Vorsichtig schlüpfte er hinaus und sah sich sorgsam um. Doch keine Menschenseele. Stattdessen entdeckte er eine Reihe von alten Ritterrüstungen. Sie umzustoßen sollte genug Lärm verursachen um Harry und Hermine die Flucht zu ermöglichen. Er zwängte sich hinter einen Sockel und wollte gerade die Hand an die Rüstung legen, als er Schritte vernahm. Er versuchte sich ganz klein zumachen. Das Herz schlug kräftig und das Adrenalin in seinem Blut ließ ihm die Schweißperlen auf die Stirn treten. Sein Atem setzte aus und die Adern pulsierten. Er zwang sich zur Ruhe, obwohl er nicht in der Lage war etwas zu sehen. Das Hinterteil der Rüstung versperrte seinen Blick auf den Korridor. Aber sie zogen vorbei. Die Schritte verblassten, bis sie hinter der nächsten Biegung verschwanden.



Ungeduldig verfolgte Harry Jonathan auf der Karte der Rumtreiber. Den Ausgang hatte er gefunden. Die Karte zeigte ihn, wie er sich in eine Nische auf dem Gang quetschte.

„Harry, sie doch nur. Da.“ Hermine tippte erschrocken auf zwei Namen, die sich auf Jonathan zu bewegten.

„Was machen die Beiden den hier? Wissen Ron und Lavender nicht, dass die Todesser im Schloss sind?“ Harry war sichtlich darüber besorgt, dass ihre Freunde direkt ihrem Unheil entgegen liefen. Doch Hermine und ihm waren die Hände gebunden. Ihre Augen starrten auf die Namen, die um die letzte Ecke bogen. Zwei Stimmen drangen durch das dünne Gemälde hinter dem sie warteten. Ron und Lavender schienen erstarrt zu sein, als sie die Todesser erblickten, die mit gezogenen Zauberstäben auf sie zu marschierten. So oder so ähnlich müsste die Szene auf dem Korridor ablaufen. Harry sah lediglich, wie die Namen ihrer Freunde an Ort und Stelle verharrten, während sich die Todesser näherten. Der Rest lief in seiner Fantasie, die alle möglichen Ausgänge der Situation wie ein Supercomputer berechnete und immer wieder zu dem Schluss kam: Ron Weasley und Lavender Brown schwebten in großer Gefahr.
Harry und Hermine tauschten vielsagende Blicke aus. Sie lasen einander die Gedanken und ohne ein Wort zu sagen, verstärkten sie ihre Griffe um ihre Zauberstäbe. Gemeinsam schlüpften sie durch das Loch hinter dem Gemälde.


Lavender kicherte gerade frohlockend über einen von Rons Witzen, als ihr das Herz in der Brust stehen blieb. Sie waren gerade um eine Ecke im Korridor gebogen, als sie zwei in schwarze Mäntel gekleidete Personen erblickte. Von Furcht ergriffen versteinerten sich ihre Finger, die sich wie eine Gruppe von Bohrern in Rons Oberarm krallten. Doch ihr Freund ignorierte den aufkeimenden Schmerz. Auch er war beim Anblick der zwei Gestalten vor ihm wie erstarrt. Ein kalter Schauer lief ihm den Rücken hinab, als zwei Augenpaare sie fixierten. Noch ehe er richtig in der Lage war zu reagieren, waren sie das Ziel von zwei Zauberstäben, die ihnen jederzeit das Licht ausblasen konnten. Instinktiv schob er Lavender hinter seinen Rücken, die nun vorsichtig aus ihrer vermeintlichen Deckung hervor lugte.

„Hey ihr Zwei! Was macht ihr hier?“ fuhr der größere von Beiden die Schüler an. Lavender zitterte und Ron sagte nichts.
„Hahaha. Schau dir die an!“ höhnte der Zweite. „Wie sie sich vor Angst gleich in Merlins Unterhose machen. Vielleicht sollten wir sie ein wenig gesprächiger machen.“ Er hob den Zauberstab und zielte auf Rons Brust, der dennoch nicht zurück wich. Doch der Größere intervenierte. Er schien das Kommando zu haben. „Du weißt, was Severus gesagt hat. Wir sollen keine Schüler töten.“

„Ja das weiß ich doch. Ich will nur ein wenig spielen.“ schmollte der Dürre wie ein kleines Kind und fuchtelte dabei mit seinem Zauberstab herum, als wenn es ein Schwert wäre.

„Eben deswegen sag ich dir das ja nochmal. Ich kenne dich schon ein Weilchen, Percival. Also lass das.“
Ein Pfiff hallte durch den Korridor. Die zwei Todesser standen wie versteinert da. Lavender starrte, wie auch die beiden Schwarzmagier, Ron erschrocken an.
„Hey, können wir uns jetzt wieder hier auf diese Situation konzentrieren?“ unterbrach Ron die Stille, die sein Pfiff erzeugte. Er betonte seine Worte, sodass man den Eindruck bekam, dass er noch einen wichtigen Termin hatte und daher schleunigst zum Ende kommen wollte.

„Ganz schön hochnäsig, Kleiner.“ Ron war fast genauso groß. „Vielleicht, Percival, hast du Recht und wir sollten uns noch einen kleinen Spaß erlauben. Und glaub mir Kleine, es wird nicht lange weh tun.“ Lavenders Augen weiteten sich. Ihr Griff um Rons Arm wurde noch fester. Doch Ron grinste. Sehr zur Verwunderung der Todesser.
„Ciao.“
Noch ehe die Todesser reagieren konnten, trafen sie zwei Schockzauber im Rücken. Schlaff plumpsten die Körper wie zwei Mehlsäcke zu Boden.

„Man, ihr habt euch aber echt Zeit gelassen. Aber trotzdem danke.“

„Gern geschehen Ron. Alles soweit in Ordnung?“ fragte Hermine, nachdem sie ihren Zauberstab wieder in ihrer Hose verschwinden ließ. Harry nahm derweil den bewusstlosen Todessern ihre Stäbe weg. „Verdammt noch Mal, was macht ihr hier?“

„Das Gleiche könnten wir euch auch fragen. Und vor allem: Was machen die hier?“ fragte Ron auf die beiden am Boden Liegenden.

„Die Todesser sind auf Hogwarts. Snape hat sie hergebracht. Er ist übrigens der neue Schuldiktator.“ Hermines Verachtung für ihren ehemaligen Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste surrte wie ein Pfeil durch die Luft. „Ihr müsst sofort in den Gryffindorturm!“

Schritte schallten von den kahlen Steinmauern wider. Ein in schwarz gehüllter Todesser kam um die Ecke gestolpert und zielte mit seinem Zauberstab auf die vier Schüler. Alle blickten versteinert auf den Schwarzmagier. Warum waren die Schritte erst jetzt zu hören, als es schon zu spät war? Dieser Mistkerl muss sich angeschlichen und sie belauscht haben. Innerlich rügte sich Harry für diese Unaufmerksamkeit, die alles scheitern ließ.

„Na sieh mal einer an. Wenn das nicht Mister Potter höchstpersönlich ist. Ah ah ah...das lassen wir mal schön!“ Hermine hätte es fast geschafft ihren Zauberstab vollständig wieder aus ihrer Hose zu ziehen, aber der Todesser bemerkte es zu früh.


Jonathan wollte gerade aus seinem Versteck krabbeln, als noch ein weiterer Schatten an ihm vorbei huschte ohne ihn zu beachten. Als auch dieser hinter der Ecke verschwand blickte er zur Sicherheit zwei Mal den Korridor entlang, aus dessen Richtung die drei Personen gekommen sind. Aber da war nichts zu entdecken. Er schlich zur Ecke und lauschte in den Gang hinein. Dort war eine maskuline Stimme zu vernehmen. Und sie sprach von Harry Potter und einer Belohnung vom dunklen Lord. Schnell zählte Jonathan eins und eins zusammen. Er zog seine Pistole aus dem Holster. Vorsichtig schraubte er den Schalldämpfer auf und zog den Schlitten leise nach hinten um die Waffe mit einer Patrone aus dem Magazin zu füttern. Dann bog er mit langsamen Schritt und angehaltener Waffe um die Ecke. Das Herz pumpte. Die Sinne waren scharf. Die Augen auf das Ziel fixiert. Langsam näherte er sich von hinten, bis auf einen Meter. Ohne Hektik schob er die Waffe wieder zurück in die dafür vorgesehene Halterung am Bein. Langsam schob er sich hinter den Todesser, der ihn immer noch nicht bemerkt hatte. Und dann ging es schnell.
Den einen Arm schlang er um den Hals seines Opfers und begann sofort damit ihm die Blutgefäße zum Gehirn abzudrücken. Mit dem anderen Arm bog er den Arm des Schwarzmagiers, mit dem er den Zauberstab führte, zur Seite und fixierte ihn dort. Mit einem geschmeidigen Sprung klammerte Jonathan seine Beine um dessen Hüfte und rang ihn zu Boden. Wie ein Python, der seine Beute jagte, so umschlang Jonathan sein Opfer und reduzierte die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn. Entweder war der Todesser zu erschrocken oder das Adrenalin im Blut des Soldaten machte ihn zu stark, denn sein Gegner zeigte keine Gegenwehr. Nach nicht einmal zehn Sekunden war Jonathans Beute bewusstlos. Erst dann lockerte er seine Umklammerung und stand wieder auf. Ron und Lavender starrten ihn an.

„Jonathan, das sind Ron und Lavender. Das ist Jonathan. Er ist ein Muggel und die Geschichte dazu würde jetzt zu lange dauern.“ stellte Hermine sie einander vor.

„Hi“ stotterten Ron und Lavender wie aus einem Mund.

„Tag auch. Schön euch kennen zu lernen. Harry, hilfst du mir mal die Drei hier verschwinden zu lassen.“ Der Soldat und Harry zerrten die drei bewusstlosen Todesser in eine Abstellkammer.

„Ihr müsst jetzt unbedingt in den Gryffindorturm.“

„Und ihr? Kommt ihr nicht mit?“ erkundigte sich Lavender, die abwechselnd zu Hermine und Harry schaute. Die Angst hatte sie wieder in ein Zimmer in der hintersten Ecke ihres Kopfes verbannt, wo sie darauf wartete, wieder frei gelassen zu werden.

„Nein. Wir haben eine Aufgabe. Wir verlassen Hogwarts.“ Harry hatte sich Zeit gelassen, bevor er zum ersten Mal in Gegenwart von Ron das Wort ergriff. Im Gegensatz zu Lavender wusste Ron wovon er sprach. Auch wenn ihm die Kälte in Harrys Stimme ins Fleisch schnitt, bot er sich als Begleiter an. Lavender zog nervös an seinem Arm.

„Ich will euch helfen. Ich komme mit!“ Doch Harry machte einen Satz an die Seite seines ehemals besten Freundes. Er legte ihm beschwichtigend eine Hand auf den Unterarm und sah ihm dann tief in die Augen. Ihre Gesichter waren sich unmittelbar gegenüber. Harry sah das Feuer in ihm brennen. Ron wäre sicherlich ein guter Begleiter, aber nach den jüngsten Ereignissen zweifelte Harry an seinem Freund. Leise, aber bestimmend sprach er zu ihm: „Ron, du bist mein Freund, aber das was geschehen ist, das kann ich nicht so schnell vergessen. Im Moment kann ich dir das nicht verzeihen. Vielleicht irgendwann.“ Rons Augen schwiegen. Aber die Enttäuschung beherrschte seinen Körper. „Ich brauche dich hier. Hermine und ich brauchen hier jemanden, der für uns Augen und Ohren offen hält. Jemanden, der unseren Freunden und Mitschülern Mut zu spricht und ihnen Hoffnung macht. Ich möchte, dass du den Widerstand hier auf Hogwarts organisierst. Ich kann mir für diese Aufgabe keinen besseren vorstellen.“

Ron überlegte einen Augenblick. Doch dann stimmte er zu. Er reichte Harry die Hand.

„Wir werden bald wieder zurück sein.“ versprach Harry mit einem festen Händedruck. Hermine machte sich unterdessen mit einem Gedächtnismanipulationszauber über die Todesser her.

Ihre Wege trennten sich. Ron und Lavender kehrten zurück in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors, während Harry, Hermine und Jonathan die kürzeste Strecke nahmen, die sie von Hogwarts weg führte.


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Ich war völlig panisch. Meine Eltern tanzen beide sehr gut, haben mir das aber anscheinend nicht vererbt. Alle Kids hatten etwa drei Wochen Zeit, um die Tänze einzuüben, aber weil ich so viele andere Szenen drehen musste, blieben mir nur ganze vier Tage. Sobald ich die Schritte halbwegs kapiert hatte, kam ich völlig aus dem Takt. Zum Glück soll Harry gar kein toller Tänzer sein.
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