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Fanfiction

Harry Potter und die verschmelzenden Seelen - Was ist mit Hedwig?

von einstein90

In Little Whinging war die Luft drückend. Die Einfamilienhäuser im Ligusterweg lagen ruhig da. In diesem bürgerlichen Viertel waren zu so später Stunde bereits alle im Bett und schliefen friedlich und losgelöst von den Problemen im Alltag. Hier und da waren noch ein paar Fenster geöffnet, in der Hoffnung die Nacht würde Abkühlung bringen und die Häuser mit frischer Luft überschwemmen. Doch dies sollte sich nicht erfüllen.

Im Haus Nummer vier ging hinter einem Fenster im ersten Stock das Licht an. Ein Jugendlicher mit schwarzen Haaren lag in seinem Bett mit zusammengekniffen Augen, die sich erst langsam ans Licht gewöhnen mussten. Nach nur wenigen Sekunden setzte er sich auf und sah sich in seinem kleinen Zimmer um. Er schreckte zusammen, nachdem er sich den letzten Schlaf aus den Augen rieb und er ein seltsames Geräusch vernahm, welches aus der anderen Ecke des Raumes zu kommen schien. Er sah nur Umrisse, alles war verschwommen. Mit der rechten Hand griff er nun in die Richtung des Schreibtisches, auf dem auch die Lampe stand, doch der Griff ging ins Leere. Nun tastete seine Hand langsam die Oberfläche des Tisches ab. 'Wo ist diese verdammte Brille' dachte er sich, bis er kurz darauf das gesuchte Objekt fand, in die Hand nahm und sich aufsetzte. Schlagartig konnte er wieder scharf sehen und erkannte schließlich woher das röchelnde Geräusch kam. Es war seine Schneeeule, die in ihrem Käfig saß und nach Luft rang. Harry stand auf um sie sich genauer anzusehen.

„Hedwig, was ist den los mit dir? Geht es dir nicht gut?“ fragte er seine Posteule mit ruhiger Stimme.

Diese krächzte nur weiter. Harry öffnete die Käfigtür und streichelte ihr durchs Gefieder während er sie mitleidig ansah.

„Halte noch durch. Morgen bringe ich dich in die Winkelgasse zu Eeylops. Ich hoffe die können dir dort helfen.“ Der Junge legte ihr eine Schale mit Wasser in den Käfig.

Jetzt erst merkte er, dass er vollkommen durchnässt war. Auch das Bett sah aus als wenn dort eben noch ein wilder Kampf stattgefunden hätte. Diese Nacht würde er nicht mehr schlafen können. Zumindest nicht bei diesen Temperaturen. Er öffnete vorsichtig seine Zimmertür um keinen Lärm zu machen, denn einen wütenden Onkel würde er jetzt am allerwenigsten brauchen. Vorsichtig trat er in den Flur hinaus in Richtung Bad. Auf Zehenspitzen bewegte er sich zügig auf die Tür zu, öffnete sie möglichst leise und schloss sie wieder hinter sich und drehte anschließend den Schlüssel im Schloss um. Erleichtert atmete er durch, ging zum Waschbecken und betrachtete sich ein Zeit lang in dem darüber hängenden Spiegel. Sein Gesicht war durch die letzten Tage gezeichnet. Dunkle Augenringe prägten seine Erscheinung. Er streckte sein Kopf näher an den Spiegel und rieb sich die Augen. Sein Blick schweifte ab und traf schließlich seine Stirn. Mit der Hand fuhr er über seine Narbe, die den ganzen Schmerz verkörpert, den er in seinen 16 Jahren schon erlebt hat. Sicherlich hatte er auch schöne Erlebnisse. Da waren seine besten Freunde Ron und Hermine. Zusammen haben viel erlebt, haben gelacht und auch getrauert. So wie auch im letzten Schuljahr in Hogwarts. Er musste willkürlich an seinen alten Mentor denken, der ihn unterstützte und lehrte. Doch Dumbledore starb. Er wurde von Professor Snape getötet, ohne mit der Wimper zu zucken. Harry war dabei, er musste alles mit ansehen, war aber seinerseits unfähig einzugreifen. Snape warf Dumbledore mit einem Wink seines Zauberstabes über das Geländer des Astronomieturms. Dieser fiel gut 100 Meter in die Tiefe bevor sein Körper auf dem Boden zerschmetterte. Harry's Eingeweide zogen sich bei diesem Gedanken zusammen. Ungeheure Wut schoss in ihm hoch bei dem Gedanken an seinen ehemaligen Lehrer in Zaubertränke und Verteidigung gegen die dunklen Künste. Er wollte Rache für den Tod seiner Vaterfigur. Er würde Snape zur Rechenschaft ziehen. Koste es was es wolle. Doch da war noch etwas. Sein Schicksal verlangte es von ihm. Dumbledore verlangte es von ihm. Er hatte ihn ausgebildet, gelehrt um ihn bestmöglich auf den bevorstehenden Kampf vorzubereiten. Doch jetzt wo sein Freund tot ist zweifelt Harry an seinen Fähigkeiten. Eine einzelne Träne ran ihm über die Wange.

Er atmete kurz durch, schob den Gedanken beiseite, öffnete den Wasserhahn und warf sich ein Schwall kaltes Wasser ins Gesicht. Das fühlte sich gut an. Er fühlte sich erfrischt, dann erinnerte er sich wieder daran, dass sein ganzer Körper noch immer klitschnass war. Mit schnellen Bewegungen zog er seine Schlafanzughose aus und stellte sich nun nackt unter die Dusche und drehte diese nun auf. Zuerst schoss kaltes Wasser aus dem Duschkopf, so kalt, dass Harry zusammen zuckte und erschrak, dass sein Herz fast stehen blieb. Erst nach wenigen Sekunden kam lauwarmes Wasser aus der Leitung. Harry lief das Wasser durch die Haare und über sein Gesicht. Er rührte sich nicht. Er war in Gedanken bei der Vergangenheit.

Harry zum ersten mal in der Winkelgasse, die erste Fahrt im Hogwartsexpress, wo er Ron und die Weasleys kennen gelernt hatte. Wie sie Hermine vor dem Troll gerettet haben, Harry zum Sucher der Hausmannschaft wurde und das erste Zusammentreffen mit Voldemort. Dann die Kammer des Schreckens, wo er Ginny Weasley, Ron's kleine Schwester, gerettet hatte. Wie er im vierten Jahr das trimagische Turnier gewann. Der Orden des Phönix im Grimauldplatz. Unweigerlich dachte er nun an Sirius, seinen Paten, der vor zwei Jahren im Zaubereiministerium gestorben war. Wieder spannte sich sein Körper an. Wie viele Menschen musste wegen ihm schon sterben. Seine Eltern, Sirius, Dumbledore, Cedric und es wären sogar noch mehr. Auch Ginny wäre damals fast ums Leben gekommen. Sein Körper zitterte, Tränen vermischten sich mit dem Wasser, welches immer noch über sein Gesicht floss. Er hätte es nicht ertragen können sie zu verlieren. Er hatte Ginny immer als seine kleine Schwester gesehen. Zwischen ihnen entwickelte sich eine Beziehung. Auch wenn Ginny's Bruder Ron das nur mit Unbehagen duldete, so verliebte er sich in seine kleine Schwester, das glaubte er zumindest. In den letzten Tagen flogen ihm viele Gedanken durch den Kopf und nur die wenigsten davon handelten von ihr. Er konnte es sich nicht erklären, nur das sich etwas verändert hatte. Plötzlich klopfte es laut an der Tür. Harry zuckte erschrocken zusammen.

„Du elender Nichtsnutz! KOMM SOFORT DA RAUS!“ brüllte sein Onkel vor der Badtür.

Harry reagierte wie auf Kommando, drehte den Wasserhahn zu, nahm ein Handtuch und trocknete sich schnell ab und band es sich schließlich um die Hüfte. Er setzte sich noch schnell seine Brille auf und schloss die Tür auf. Vor ihm stand sein dicker Onkel Vernon mit wild gestikulierenden Armen, hochrotem Kopf und wütendem Gesichtsausdruck. Doch bevor er weiter schreien konnte, war Harry schon an ihm vorbei gehuscht und hat hinter sich die Zimmertür zugeworfen.

Irritiert bleib er in der Mitte des Raumes stehen und sah aus dem Fenster. Dann schaute er auf die Uhr die neben seinem Bett stand. Es war sechs Uhr und 23 Minuten. War er wirklich solange unter der Dusche? Wann war er nochmal wach geworden? Es musste so gegen halb drei am Morgen gewesen sein. Harry besann sich und zog sich schnell an. Da er wusste, dass ein Frühstück mit den Dursleys heute keine gute Idee wäre, würde er ohne Frühstück mit Hedwig in die Winkelgasse gehen. Er zog sich schnell seinen Umhang an, schnürte seine Schuhe zu, steckte seinen Zauberstab in die Tasche und nahm Hedwigs Käfig in die Hand. Mit ruhigem Schritt verließ er das Haus und machte sich auf dem Weg zur Bushaltestelle. Die Busfahrt dauerte lange bis Harry nahe dem Trafalgar Square den Bus verließ. Es waren nur noch wenige Blocks bis zum Eingang in die Winkelgasse, die Harry innerhalb weniger Minuten zurück gelegt hatte. Schnell lief er an den einzelnen Geschäften vorbei, Ollivanders Zauberstäbe, Weasleys Zauberhafte Zauberscherze (Laden der beiden Zwillingsbrüder Fred und George Weasley) und Gringotts, die Zaubererbank. Schließlich sah er ein Schild über einem der Ladeneingänge. Eine Eule mit breit aufgespannten Flügel war darauf zu erkennen. Über der Tür stand die Aufschrift 'Eeylops Eulenkaufhaus'. Hier war er richtig, er trat auf die Tür zu, drückte die Klinke und schob die Tür auf. Der Laden war dunkel, fast so als wäre es hier weiterhin Nacht. Hier und da konnte Harry ein Flügelschlagen, ein Schnabel klappern oder die leisen Gurrr-Geräusche der Eulen hören. Dann wurde er von einer zarten weiblichen Stimme aus den Gedanken gerissen.

„Schönen guten Tag, der Herr. Mein Name ist Jocelyn. Wie kann ich Ihnen helfen?“ fragte die zarte junge Frau, die aus einem spärlich beleuchteten Raum trat.

„Guten Tag. Ich habe ein kleines Problem mit meiner Schneeeule. Seit ein paar Tagen frisst sie nicht mehr, sie röchelt und bekommt nur schlecht Luft. Können sie ihr helfen?“ erkundigte sich Harry.

„Na dann will ich sie mir doch mal genauer anschauen“, zwinkerte sie Harry zu, „sie haben aber ein äußerst hübsches Exemplar, Mister...?“

„Potter, Harry Potter“

„Sie sind...? Welch eine Ehre Mister Potter“ lächelte sie ihn mit großen Augen an und reichte ihm stürmisch die Hand. Mit einem gezwungenem grinsen nahm er ihre Hand und schüttelte sie kurz.

„Bitte...können sie mir sagen was meiner Eule fehlt?“

„Natürlich Mister Potter. Allerdings muss ich sie eingehender Untersuchen um eine sichere Diagnose erheben zu können. Wenn sie kurz dort Platz nehmen würden.“ Sie deutete auf eine alte Ledercouch. Harry ließ sich auf sie fallen und schaute sich um. Es fiel ihm sichtlich schwer etwas in diesem großen Raum zu erkennen. Nur kurz leuchten hier und da ein paar Augenpaare auf, was Harry ziemlich gruselig vor kam. Nach drei Minuten schob die junge Frau den Vorhang beiseite und bat Harry in den Nebenraum zu kommen, wo sie Hedwig untersucht hatte.

„Ihre Eule hat sich eine Erkältung eingefangen. Ich habe ihr einen gesundheitsfördernden sowie einen Schlaftrank gegeben. Das wichtigste ist jetzt, dass sie Ruhe bekommt. Das heißt keine Flüge für die nächsten zwei Tage.“ Sie sah Harry tief in die Augen und lächelte leicht. Harry nickte.

„Kann ich sie wieder mitnehmen?“ fragte er sie.

„Können sie, Mister Potter, aber ich würde ihnen vorschlagen sie hier bei mir zulassen. So kann ich mich jederzeit um sie kümmern und wenn sie gesund ist schicke ich sie wieder zu ihnen. Einverstanden?“

Harry nickte zustimmend. „Danke.“

„Aber, aber Mister Potter. Ich habe zu danken. Schließlich hat man ja nicht jeden Tag die Möglichkeit den Auserwählten kennen zu lernen, geschweige denn ihm auch noch zu helfen. Sagen sie einfach Bescheid wenn ich noch was für sie tun kann.“

„Ja gut, vielleicht irgendwann mal. Auf Wiedersehen.“ verabschiedete er sich, drehte sich um und rollte nur mit den Augen. 'Endlich wieder daraus' dachte er sich und verließ das Geschäft ohne sich noch einmal um zudrehen.


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Das, was Harry so liebenswert macht, sind, glaube ich, seine charakterlichen Stärken, die wir selbst gerne hätten, und es sind auch seine Schwächen, die wir nur allzu gut verstehen.
Rufus Beck