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Fanfiction

Harry Potter und die verschmelzenden Seelen - Das Buch

von einstein90

Die Regale füllten fast den gesamten Raum aus, reichten bis unter Decke und waren voll gestopft mit den unterschiedlichsten Büchern. Eins dicker als das andere, das eine älter als das andere, manche so groß wie Gehwegplatten, andere hatten nur die Größe einer Briefmarke. Dies musste ein Paradies für Bücherwürmer sein. So war es ja auch. Denn Harry konnte sich noch gut daran erinnern, wie Hermine ihn immer wieder gedrängt hatte, sich hier in den Ferien zu treffen. Hier war seine beste Freundin zu Hause. Ob sie jetzt auch hier war? Oder war sie noch bei ihren Eltern, um dort die Ferien zu genießen oder war sie schon im Fuchsbau bei Ron und den anderen Weasleys? Aber die Zwillinge hatten nichts dergleichen angedeutet. 'Hermine...', sie erschien vor seinem geistigen Auge.

Harry begann damit die Regale abzulaufen, mit einem Auge die Bücherrücken lesend, mit dem anderen immer wieder hoffnungsvoll den Raum nach Hermine absuchend, aber vergeblich. Er konzentrierte sich nun ganz auf die Einbände. Die Minuten vergingen ohne dass Harry auch nur ein Buch gefunden hatte, was ihm im Kampf gegen Voldemort hätte helfen können. Schließlich war Harry soweit in den Laden vorgedrungen, dass das Licht vom Eingangsbereich kaum noch bis dorthin vordrang. Kleine Öllampen an den Wänden spendeten nur spärlich Licht. Es herrschte eine gruselige Atmosphäre, Harry lief es eiskalt den Rücken hinunter. Sein Herz raste, seine Muskeln spannten sich an, jederzeit bereit auf alle möglichen Gefahren zu reagieren. Er atmete tief ein. Der Geruch von Tinte, altem Leder und Papier stach in seiner Nase. Da knallte es auf einmal.

Harry schreckte auf, drehte sich in einem Bruchteil einer Sekunde um und zielte mit gezücktem Zauberstab in die Richtung aus der das Geräusch kam. Doch da war nichts. Zumindest konnte er bei dem schwachen Licht nichts erkennen.

„Lumos!“

An der Spitze seines Zauberstabes erschien ein grelles Licht, das die Umgebung erhellte. Jedoch war immer noch niemand zu sehen. Er entspannte sich, ließ sein Blick schweifen. Dann sah er, was das Geräusch verursacht hatte. Auf dem Gang lag ein kleines Buch. Es hatte einen schwarzen Einband, jedoch ohne erkennbare Schriftzüge.

Harry blätterte kurz durch die drei Dutzend Seiten, die das Buch umfasste. Auch hier fand er keine Schrift. Da waren nur die leeren, etwas vergilbten Seiten. Er nahm das Buch unter den Arm und ging zurück in den helleren Eingangsbereich, wo er sich nach einem Sitzplatz umsah. Sofort fiel ihm ein alter, roter Sessel mit abgenutzter Polsterung ins Auge in den er sich nieder lies.
Er betrachtete das Buch mit ahnungslosem Blick. Immer wieder drehte er es hin und her, blätterte durch die Seiten, doch da war genauso viel wie vorher. Nichts. Kurz hatte er den Eindruck, dass sich ein paar Buchstaben abzeichnen würden aber genau in diesem Moment wurde ihm schwarz vor Augen. Er hörte eine weibliche Stimme.

„Na wer bin ich?“ Harry überlegte kurz, sein Herz machte einen Satz und sein Mund verzog sich zu einem Lächeln.

„Hermine. Du bist ja auch hier.“

Plötzlich drang wieder Licht in seine Augen. Hermine hat ihre Hände weg genommen und wartete darauf das Harry sich aus seinem Sessel erhob und sich ihr zu wandte. Sie zog ihn in eine liebevolle Umarmung und er lies sie gewähren. Tief sog er ihren Duft ein und auch sie genoss seine Nähe. Es kam ihnen beiden wie Tage vor, bis sie sich wieder voneinander trennten.

Sofort wurde ihr Gesicht ernst: „Harry, was machst du hier?“ Doch ehe er etwas erwidern konnte, unterbrach sie ihn wieder: „Du-weißt-schon-wer wartet nur auf solche Gelegenheiten um an dich heran zukommen!“

„Hedwig ist krank. Ich habe ihn zu Eeylops gebracht.“ versuchte er sich zu verteidigen.

„Das ist traurig, aber du musst jetzt in erster Linie an dich denken!“ belehrte sie ihn laut, woraufhin sie streng vom Buchhändler angesehen wurde. Sie wurde rot, holte Luft und fuhr flüsternd fort: “Du bist die Hoffnung der magischen Welt und der Nie-Gekannte-Retter der Muggelwelt.“ Sie atmete tief durch und ihre angespannte Haltung lockerte sich ein wenig. „Wie geht es Hedwig?“

„Es geht ihr gut. Sie hat nur eine leichte Grippe.“

„Harry. Eine Grippe kann tödlich enden.“ reagierte sie belehrend.

„Hermine beruhige dich doch. Es geht ihr soweit gut und in zwei bis drei Tagen ist sie wieder gesund.“ sprach er ruhig auf sie ein, „was machst du eigentlich hier?“ wechselte er das Thema.

„Stöbern.“ lächelte sie ihn an. „Freust du dich auf dein Geburtstag?“

Harry blickte sie fragend an.

„Harry! Sag nicht, dass du dein eigenen Geburtstag vergessen hast.“ fauchte sie ihn an.

Er zuckte nur mit den Schultern. „Ich musste viel nachdenken. Da muss ich das wohl total verdrängt haben. Tut mir Leid.“

„Es ist dein 17.Geburtstag, Harry. Weißt du was das heißt?“ sagte sie aufgebracht, neigte sich aber dann zu ihm hinüber und flüsterte, „Harry, du bist dann volljährig. Dann bist du bei deinen Verwandten nicht mehr sicher vor Voldemort und seinen Schergen. Aber der Orden arbeitet gerade an einem Plan um dich da weg zu bringen.“

„Der Orden?“ fragt er nun erstaunt. „Das heißt du hast mit ihnen gesprochen?“

„Natürlich habe ich das. Die haben ihr Hauptquartier in den Fuchsbau verlegt. Im Grimauldplatz ist es doch zu gefährlich geworden.“

„Das heißt...“, setzte Harry an, wurde aber von Hermine unterbrochen, „...ja, ich bin vor gut einer Woche im Fuchsbau angekommen.“

„Wie geht es allen?“ fuhr er freudig erregt fort.

Hermine grinste ihn an: „Es geht allen soweit ganz gut. Ginny kann es kaum erwarten, dass du endlich wieder bei ihr bist. Sie vermisst dich riesig.“

Harry lächelte nur kurz und Hermine entging dies nicht. „Ich werde morgen kommen. Ich weiß noch nicht wie, aber da ich noch nicht apparieren darf, denke ich mal ich komme mit dem Besen.“

„Harry! Nein! Das wirst du schön bleiben lassen!“ er sah seine Freundin erschrocken an, sie fuhr flüsternd fort, „Harry, das ist viel zu gefährlich. Da draußen sind unzählige Todesser die nur darauf warten dich in die Finger zu kriegen, außerdem dauert die Reise mit dem Besen gut einen halben Tag und der Orden wird dich in den nächsten Tagen sowieso holen kommen. Also gedulde dich!“ sie beruhigte sich wieder etwas.

Hermine schaute nun an ihm vorbei, auf den Platz wo er eben noch saß: „Was hast du gerade gemacht?“

„Ich habe da ein merkwürdiges Buch gefunden.“

„Merkwürdig? In wie fern?“

„Naja es hat keine Schriftzüge.“

Hermine schob sich grazil an ihm vorbei und nahm das Buch in die Hände.

„Vorhin dachte ich, es wären ein paar Buchstaben erschienen.“

„Ich sehe aber keine. Vielleicht ist es einfach nur ein leeres Buch?“

Harry überbrückte die zwei Meter, die sie beide trennten um mit ihr zusammen ins Buch schauen zu können. Plötzlich erschienen schwache Umrisse auf den vergilbten Seiten. Je näher Harry ihr kam um so deutlicher wurden sie, waren aber immer noch zu blass um sie richtig entziffern zu können. Beide sahen sich erstaunt und doch verwirrt an.

„Du solltest es mitnehmen.“

Harry nickte kurz und ging mit ihr in Richtung Kasse.

Harry legte das Buch auf den Tisch und suchte in seinem Umhang nach ein paar Gallonen.

„Tut mir Leid, Mister Potter, aber wir kaufen keine alten Bücher auf.“ sagte der Verkäufer nach einem kurzen Blick auf den schwarzen Einband. Harry blickte erstaunt auf. „Aber...“, setzte er an, wurde aber gleich von Hermine unterbrochen.

„Oh na gut. Dann müssen wir es wohl woanders versuchen.“ und blickte Harry eindringlich an.

„Tja Miss Granger, Mister Potter. Ich wünsche ihnen viel Erfolg bei diesem Vorhaben.“ lächelte der Verkäufer beide an.

„Ähh...ja danke.“ antwortete Harry verwirrt.

Hermine reagierte, griff nach dem Buch und drückte es ihm in die Hände, um gleich darauf ein paar andere Bücher auf die Theke zu legen. Gleich daneben legte sie ein paar Münzen und lächelte den Verkäufer zufrieden an. Dieser nickte kurz, nahm das Geld und schnürte die Bücher zu einem Paket zusammen.

„Also Harry, vergiss nicht was ich dir gesagt habe. Gedulde dich, dem Orden wird schon was einfallen. Und dieses seltsame Buch nehmen wir uns dann vor, wenn du im Fuchsbau bist.“ sagte Hermine nachdem sie Flourish & Blotts verlassen hatten.

„Tja, Harry. Hier trennen sich wohl wieder unsere Wege.“

„Scheint so.“ zwinkerte Harry ihr zu.

Sie sahen sich einen Augenblick an bevor sie wieder in eine feste aber doch zärtliche Umarmung fielen. Beide hielten sich gegenseitig fest. Sie spürten den Herzschlag des jeweils anderen, ihre Atmung, ihre Wärme. Doch schließlich mussten sie sich wieder voneinander lösen. Sie sahen sich noch einmal tief in die Augen. Sie lächelte und drehte sich um und ließ in mitten auf der Straße stehen und verschwand selbst in einer Menschenmenge. Harry verließ die Winkelgasse in Richtung der Bushaltestelle, die ihn wieder in die Vorstadt führen würde. Er hat viel Zeit in der Winkelgasse zugebracht. Der Himmel war schon dunkel und die Laternen tauchten die Straßen in ein gelbliches Licht. Harry setzte sich auf die Bank an der Haltestelle. Er ließ den Blick die Straße rauf und runter wandern. Der Bus war nicht zu sehen. Also nahm Harry das mysteriöse Buch aus seinem Umhang und starrte es an. Er betrachtete es ein Weile, doch die Symbole waren wieder verschwunden. Plötzlich wurde von einer lauten Sirene aus den Gedanken gerissen wurde.

Ein weiß-gelbes Auto mit zwei blau rotierenden Lampen auf dem Dach raste an ihm vorbei. Harry kannte dieses merkwürdig aussehende Gefährt aus dem Fernsehen. Es war ein Polizeiwagen, deren Insassen so etwas wie Auroren waren, nur eben in der Muggelwelt. Harry hatte noch nie ein echtes gesehen. Doch er war erstaunt wie laut diese Dinger sein können. Das Fahrzeug bog um die nächste Ecke und es wurde wieder ruhig in der Straße. Nur wenige Augenblicke später bog ein weiteres Fahrzeug in die Straße ein. Diesmal war es ein feuerroter Doppeldeckerbus, der vor Harry zum stehen kam und die Tür öffnete, sodass er einsteigen konnte. Er warf ein paar Münzen des Muggelgeldes in einen Behälter, es klingelte kurz und Harry ging durch um sich in die letzte Sitzreihe zu setzen. Auf dem Weg dorthin wäre er fast gestürzt, denn der Bus setzte sich ruckartig in Bewegung. Er starrte aus den Fenstern hinaus in die dunkle Nacht.
Nach einigen Minuten bog der Bus schließlich in eine Straße, wo sich zu dem gelblichen Licht der Straßenlaternen auch noch blinkendes blaues Licht gesellte. Harry's Neugierde wurde geweckt. Er erkannte das Polizeiauto, das zuvor an ihm vorbei gefahren ist. Aber es standen noch mehr Fahrzeuge auf der Straße vor einem kleinen Gebäude. Polizei und Krankenwagen, so interpretierte Harry die Autos mit dem roten Kreuz auf der Seite. Der Bus fuhr langsam an der Szenerie vorbei. Er las das Schild über der Tür, durch die die Personen das Gebäude betraten und wieder verließen: 'Jackson Pub'. Harry bemerkte wie einige der anwesenden Leute immer wieder in den Himmel schauten und zeigten. Doch Harry konnte nichts erkennen. Der Bus fuhr weiter und erst dann konnte Harry sehen, was den Menschen die ängstlichen Blicke bereitete. Harry hatte sich auf seinem Sitzplatz umgedreht und sah nun nach hinten aus der Heckscheibe des Busses. Dort über dem Gebäude schwebte ein Zeichen. Sein Zeichen.

Harry lief es eiskalt den Rücken hinunter. Er fing an zu zittern, als wenn ihm kalt wäre. Angst machte sich in ihm breit. Hastig schaute er in alle Richtungen aus dem Bus heraus. Sein Herzschlag beschleunigte sich. Schweiß trat auf seine Stirn. Seine rechte Hand umfasste seinen Zauberstab mit ungeheurer Kraft, die Linke ging automatisch zu seiner Narbe. Harry kam es so vor als würde sich alles um ihn herum in Zeitlupe bewegen. Er machte sich auf seinem Sitzplatz so klein wie möglich, als wenn er verhindern wollte, dass ihn jemand sieht. Er war so sehr aufgewühlt, dass er sich bis zum Aussteigen nur kaum beruhigt hatte. Schnell lief er die restlichen Meter bis zum Haus Nummer vier im Ligusterweg.

Das Haus war bereits komplett dunkel. Die Dursleys schliefen bereits. Harry schloss schnell aber leise die Eingangstür hinter sich. Nach Luft ringend versuchte er sich zu beruhigen. Nach wenigen Augenblicken hatte er sich gefangen, sodass er mit bedachten Schritten die Treppe empor stieg und in sein Zimmer verschwand. Harry atmete tief durch, öffnete seinen Umhang und ließ ihn auf dem Boden sinken. Dass selbe geschah mit seinem Hemd und seiner Hose. Er legte sich in sein Bett und wollte so schnell wie möglich schlafen, aber die Gedanken an das Gesehene hielten ihn wach. Es war still in seinem Zimmer. Nicht einmal das gleichmäßige Atmen Hedwigs war zu hören. Harry musste an Hedwig denken, allerdings nicht lange, denn seine Gedanken schweiften wieder zu dem dunklen Mal ab. Harry lag noch mehrere Stunden wach bevor ihm vor Erschöpfung die Augenlider zu fielen und er langsam in einen unruhigen Schlaf überging.


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