
von einstein90
Es ist nun wieder soweit, ein neues chap. Ich hoffe es gefällt euch, wenn nicht lasst es mich wissen.
danke Forrest für den netten Kommentar. Vllt verirren sich ja noch ein paar Kommis von anderen Lesern ;).
So dann will ich euch mal nicht länger auf die Folter spannen:
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„Aufwachen Schlafmütze!“ Harry wurde kräftig aus dem Schlaf gerüttelt. Das Sonnenlicht brannte in seinen Augen, sodass sich Tränen bildeten. Er war vollkommen überrumpelt worden. Er wusste nicht was da vor sich ging bis sich langsam die Schemen von jemandem abzeichneten, der auf seinem Bett saß. Seine Augen gewöhnten sich langsam an das grelle Licht und er erkannte wer ihn so unsanft aus dem Schlaf gerüttelt hatte.
„Ginny, was...“
„Alles Gute zum Geburtstag.“ und bevor Harry was erwidern konnte, schloss sie ihn in eine herzliche Umarmung und küsste ihn zärtlich. Harry war so überrascht, das er den Kuss nicht erwidern konnte. Nun traten auch die anderen Weasley's in sein Zimmer und waren ganz erstaunt was sie da vor fanden. Mrs. Weasley räusperte sich und sofort wich Ginny von ihm zurück. Ihr Gesicht wurde Feuerrot und sah farblich fast so aus wie ihre Haare. Die Zwillingsbrüder konnten sich ein kichern nicht verkneifen. Ron hingegen verzog keine Miene. Alle traten sie nacheinander an sein Bett und schlossen ihn in eine Umarmung, wobei die von Molly etwas kräftiger ausfiel und Ron hingegen nur symbolisch eine kurze Umarmung zuließ. Alle hatten sie kleine Geschenke dabei. Von Mrs. Weasley bekam er einen sehr schönen, gestrickten Pullover und einen Schal geschenkt. Die Zwillinge schenkten ihm wie immer eine Kiste voller Scherzartikel aus ihrem Laden. Ron schenkte ihm ein Plakat der aktuellen Quidditch Weltmeister, sowie den dazu passenden Schal in irischen Landesfarben. Ginny hatte das kleinste von allen Geschenken. Er öffnete es vorsichtig und konnte nicht glauben was er da sah. Es war eine Kette mit einem goldenen Schnatz als Anhänger. Ginny nahm ihn langsam aus der Schatulle und legte sie ihm an. Er strahlte über beide Ohren und diesmal war er es, der Ginny überraschend umarmte und fest an sich drückte. Wieder kicherten die Zwillinge, worauf hin sie einen zornigen Blick ihrer kleinen Schwester bekamen. Harry erhob sich vom Bett und umarmte alle noch einmal dankbar.
„Na los, Harry. Mach dich frisch, das Frühstück wartet bereits.“ strahlte ihn Molly an und wies die anderen an, das Zimmer zu verlassen.
Harry saß noch einige Momente auf seinem Bett und schaute sich nochmal alle Geschenke an. Dabei fiel ihm auf, dass Hermine ihm noch gar nicht gratuliert hatte. Wo sie wohl sein mag? Wie ist er gestern überhaupt ins Bett gekommen? Er ist doch unten im Wohnzimmer an ihrer Seite eingeschlafen. Er wollte sie später dazu fragen, aber jetzt meldete sich erstmal sein Bauch zu Wort und machte ihm deutlich, dass er was essen sollte. Also zog er sich schnell um und ging hinunter in die Küche.
Auf dem Tisch standen alle möglichen Leckerein. Harry ließ sich auf einem Stuhl nieder und begann sofort damit sich seinen Teller voll zu laden. Ginny trat in die Küche und kuschelte sich auf dem Platz neben ihm. Sie lehnte sich an ihn und sah ihm beim essen zu, während sie von allem ein bisschen was naschte. Mit großem Erstaunen beobachtete sie ihn, wie er sich eine Portion nach der anderen auftat und ohne große Mühe verputzte. Nach der sechsten oder siebten Ladung, denn Ginny hatte nicht genau mitgezählt, nahm er den letzten Bissen zu sich. Sie wartete darauf, dass er sich zu ihr drehte und sie küsste, was aber nicht geschah. Stattdessen fing er an zu fragen:
„Weißt du wo Hermine ist?“
„Äh keine Ahnung. Ich glaube sie ist draußen und sitzt in der Sonne.“
Und ohne ein weiteres Wort zu verlieren erhob sich Harry und ging nach draußen, was Ginny verwunderte und ihr innerlich einen Schlag verpasste. Dabei wollte sie doch Zeit mit ihrer großen Liebe verbringen. Sie wollte ihn den ganzen Tag nur für sich alleine haben, aber daraus wurde nichts. Stattdessen ließ er sie alleine am Küchentisch sitzen und gab ihr zum Abschied nur einen Kuss auf die Stirn. Sie seufzte leise, bevor sie sich wieder ins Wohnzimmer zurückzog und ihre Mutter mit dem Abräumen alleine ließ.
Der Tag war noch jung, dennoch strahlte die Sonne mit solch einer Intensität, das Harry die Augen zukneifen musste. Es war so warm, das er sich sofort seines Umhangs entledigte und diesen über den Gartenzaun warf. Er ließ seinen Blick durch die Umgebung schweifen und blieb schließlich bei einem Stuhl hängen, indem jemand saß. Das braune Haar war unverwechselbar, fast so wie es bei den Weasley's der Fall war. Er wollte zu ihr gehen, aber hielt inne, als er sah wie sich Ron von hinten an sie heran schlich.
Hermine lass gerade einen Artikel im Tagespropheten, als ihr auf einmal mit zwei Händen die Augen verdeckt wurden.
„Na wer bin ich?“ kam eine brummige Stimme von hinten.
„Harry?“ antwortete sie reflexartig, aber wurde ihr klar, das es nicht die erhoffte Antwort war.
„Harry? Wie kommst du darauf, dass ich Harry bin. Immer geht es nur um Harry. Harry hier, Harry da. Mich muss man nicht kennen oder was? Ach ja, ich bin ja nur Ron, sein kleines Helferlein. Also meine Stimme solltest du wenigstens kennen. Schließlich sind wir doch beste Freunde, oder irre ich mich da?“ schrie er sie an.
„Ron, es tut mir Leid...“ doch bevor sie weiter reden konnte, hatte er sich bereits von ihr abgewendet und stampfte auf den Fuchsbau zu. Harry der ihm langsam entgegen kam, lächelte ihn freundlich an, doch Ron ignorierte ihn. Er versuchte gar nicht erst Harry auszuweichen, sodass er ihn heftig mit der Schulter stieß und unbeirrt weiterging. Harry sah ihm verwundert hinterher und musste sich vor Schmerzen die Schulter reiben. Er wusste nicht was mit seinem Freund los war, aber er würde sich wahrscheinlich schon wieder fangen. Stattdessen wollte er jetzt zu Hermine gehen, den eigentlichen Grund warum er aus dem Haus gekommen ist.
Er näherte sich ihr langsam von hinten, beschleunigte aber seine Schritte als er ein deutliches Schluchzen von ihr vernehmen konnte. Sie hat ihr Gesicht in ihre Hände vergraben. Einzelne Tränen bahnten sich ihren Weg zwischen den Fingern hindurch. Er kniete sich zu ihren Füßen und sah seine beste Freundin von unten her an. Sie schien es noch gar nicht mitbekommen zu haben, denn ihr schluchzen ließ nicht nach. Harry hob langsam seine Hand an ihre Wange. Hermine zuckte zusammen, und nahm langsam ihre Hände vom Gesicht. Er sah in ihre Haselnuss-braunen Augen, die rötlich angeschwollen und total verweint waren und wollte gerade etwas sagen, als sie ihn umarmte und ihr Gesicht in seinem Hals versteckte, wo sie weiter schluchzte. Er legte seine Arme um ihren Körper und streichelte ihr den Rücken. Hermine spürte den pulsierenden Druck seine Halsschlagader und das gleichmäßige Heben und Senken seines Brustkorbes, was sie langsam aber sicher beruhigte. Er zog sie vorsichtig etwas von sich weg. Sie blickte in seine Smaragdgrünen Augen und sie sah, wie diese Kraft, Stärke und Mut aber auch Liebe und Zuneigung wieder spiegelten.
„Lass dir Zeit. Ich bleibe bei dir.“
Es waren diese wenigen Worte, die ihr Herz höher schlagen ließ. Sie fühlte sich geborgen, sogar geliebt. Wie oft hatte sie sich schon vorgestellt mit ihm zusammen zu sein. Wie sie gemeinsam ein glückliches und erfülltes Leben haben würden. Wie sie zusammen ihre Kinder beim spielen beobachteten.
Aber das alles würde nicht geschehen. Niemals. Denn er war mit ihrer besten Freundin zusammen. Sie kann Ginny nicht hintergehen. Das schlechte Gewissen würde sie ewig quälen. Aber für den Moment war sie froh, dass er jetzt hier bei ihr war. Sie schmiegte sich wieder an seinen männlichen Körper und genoss es, solange es noch andauerte.
Nach einer geschlagenen viertel Stunde, die sie nun dort verharrten, hatte Hermine sich wieder beruhigt, und löste sich langsam wieder von ihm, ohne aber ihren Blick von ihm abzuwenden. Er lächelte sie aufmunternd an. „Willst du mir erzählen, was eben passiert ist?“ Sie nickte leicht und begann zu erzählen. Die beiden bemerkten nicht wie sie vom Fuchsbau aus von vier Augen beobachtet wurden. Ginny's Herz zerbrach innerlich. Sie fühlte sich am Boden zerstört. Gestern noch küssten sie sich, aber irgendwas war heute früh anders und nun saß er da, mit ihrer besten Freundin. Sie konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Ron, der das ganze Geschehen von einem Stockwerk darüber beobachtete, spürte wie sein Zorn auf Harry immer größer wurde. Wieder hatte er es geschafft, das zu bekommen, was Ron sich selber gewünscht hatte.
„Du kennst doch Ron. Er ist doch sehr temperamentvoll. Er meint es sicher nicht so.“ sprach Harry Hermine aufmunternd zu.
„Harry“ sie sah im tief in die smaragdgrünen Augen, „Danke.“
„Ich bin dein Freund. Ich bin für dich da. Und das ist selbstverständlich. Wie geht es dir jetzt?“
„Besser.“ Harry wollte sich langsam von ihr lösen, als sie ihn nochmal zu sich heranzog, „Harry, alles gute zum Geburtstag.“ und drückte ihn noch einmal in einer festen, liebevollen Umarmung. Sie holte ihren Zauberstab heraus und schwang ihn in Richtung des Fuchsbaus.
„Accio Geschenk.“ Nur wenige Augenblicke später flog ein kleines Päckchen über die Wiese genau auf sie zu. Hermine fing es mit einer Hand und überreichte es ihm. Harry begann sofort damit es auszupacken. Es war eine Halskette, die aber anstelle eines Schnatzes einen flachen Anhänger hatte. Harry betrachtete diesen genauer und erkannte, dass sich darauf ein kleines, sich bewegendes Foto befand. Es waren seine Eltern, die ihm zuwinkten. Eine Träne rollte ihm über die Wange. Das Bild verschwand und es trat ein neues hervor. Es war die Weasley Familie, die ihn lächelnd ansah. Und wieder kam ein neues Bild. Diesmal war es Ginny, die ihm eine Kusshand zu warf. Dann kamen noch Bilder, die einzelne Personen zeigten, darunter Ron, Sirius, Dumbledore und Hermine. Dann kam wieder das Bild seiner Eltern. Hermine fasste sich ihrerseits an ihren Hals und holte eine Kette hervor, die den gleichen Anhänger wie Harry's Geschenk hatte. Auch auf ihrem waren die verschiedensten Bilder, auch zwei von Harry.
„Siehst du, ich habe auch eine. Damit können wir uns verständigen, selbst wenn wir an verschiedenen Orten sind.“
Harry sah sie etwas ungläubig an.
„Ganz einfach. Erinnerst du dich noch an die Münzen von Dumbledore's Armee? Ich habe über beide Amulette einen ähnlichen Verbindungszauber gelegt. Wenn in deinem Amulett mein Bild auftaucht, dann berühre es und übermittle mir so deine Gedanken.“
Er sah auf seinen Anhänger nieder und wartete darauf, dass das Bild von Hermine auftauchte. Er berührte den Anhänger und übersandte seine Gedanken.
Hermine lächelte ihn an: „Harry, das habe ich doch gerne gemacht.“
Harry war überglücklich. So ein tolles Geschenk hatte er noch nie zuvor bekommen. Freudentränen rannten ihm übers Gesicht und sofort fiel er ihr um den Hals. Sie war so überrascht, das er sie zu Boden warf, woraufhin beide anfingen zu lachen.
„Sag mal, hast du irgendwas neues über das Buch heraus gefunden?“ fragte sie ihn, nachdem beide sich wieder beruhigten.
„Nein. Nachdem du weg warst und ich wieder an der Bushaltestelle war, habe ich es mir nochmal angeschaut. Erinnerst du dich daran, dass sich ein paar undeutliche Symbole auf den Seiten bildeten? Da war nichts mehr. Nur noch diese vergilbten Seiten.“
„Seltsam.“ Hermine verzog nachdenklich das Gesicht, „Harry, kommt dir das ganze nicht irgendwie bekannt vor? Ich meine Tom Riddles Tagebuch. Was ist, wenn es wieder nur ein Trick von
Du-weißt-schon-wem ist um an dich heran zukommen?“
„Darüber habe ich auch schon nach gedacht. Ich habe meinen Namen rein geschrieben. Das Buch gab keine Antwort. Mein Name aber verschwand wieder. Ich denke nicht, dass dieses Buch etwas mit Voldemort zu tun hat. Sein Tagebuch war schließlich ein Horkrux. Und wie blöd müsste Voldemort schon sein, zwei seiner Horkruxe in Büchern zu verstecken.“
„Aber wenn du recht hast und es nicht von Du-weißt-schon-wem ist, was hat es dann mit diesem Buch auf sich?“
„Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Vielleicht kann uns Professor McGonagall weiterhelfen.“
Beide sahen sich noch einmal tief in die Augen und lächelten sich noch einmal an.
„Hast du dir schon überlegt, wie wir vorgehen sollen?“ fragte ihn Hermine neugierig.
„Wegen was?“
„Na den Horkruxen. Wie sollen wir sie finden und dann noch die Frage, wie zerstören wir sie?“
„Achso, nein noch nicht. Ich war in letzter Zeit etwas abgelenkt.“
„Ginny?“
„Nein...auch, aber nicht hauptsächlich.“
Hermine wusste was ihn beschäftigte, war aber auch zugleich verwundert, dass es dabei nicht wirklich um Ginny ging. Aber wollte sie es auch nicht weiter hinterfragen, denn schließlich war heute sein Geburtstag und er sollte wenigstens einmal nicht an die Menschen denken, die gestorben sind. Für Harry war es ein glücklicher und schöner Tag.
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