
von einstein90
Habe mir fleißig die Finger wund geschrieben um euch ein neues chap zu präsentieren. ich hoffe es gefällt euch. Und nicht vergessen: teilt mir eure Meinung mit^^
Wieder ein liebes Danke für die Kommis.
So dann will ich euch mal nicht länger warten lassen.
Obwohl?
Nee, los gehts ;)
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Harry starrte in Gedanken vor sich hin. Hermine saß lesend ihm gegenüber. Sie schlug eine Seite des Buches über alte Runen um, als sie kurz einen Blick auf ihn warf. Sie saßen alleine in einem Abteil des Hogwarts-Express. Ron war bei Dean, Seamus und Neville und Ginny war bei ihren Klassenkameraden. Harry tat es gut, das Ginny nicht da war. Es tat weh. Über Jahre musste sie zurück stecken, akzeptieren, dass er sie nicht so liebte, wie sie ihn. Doch jetzt hatte sich alles geändert. Er hatte sie geküsst, als sie auf der Wiese lagen. Als er nach Tagen der Bewusstlosigkeit aufwachte. Hatte er da alle ihre Wünsche erfüllt? Dabei wollte er ihr keine falschen Hoffnungen machen. Aber früher oder später musste er sie verletzen. Ihr Herz brechen. Und das würde er sich nicht verzeihen können. Aber bei ihr bleiben? Auch wenn die Liebe nur vorgetäuscht wäre, sie aber dafür glücklich zu sehen. Warum war er es, der immer die schweren Entscheidungen treffen musste? Warum war er es, der ihn besiegen muss? Warum konnte er nicht ganz einfach ein ganz normales Leben haben? Ein Leben mit seinen Eltern. Er nahm den Anhänger in die Hand und beobachtete die vorbeiziehenden Bilder. Hermine beobachtete ihn und sah wie ihm eine einzelne Träne über die Wange lief.
„Alles ok bei dir?“ fragte sie ihn mitleidig.
Harry schaute ihr tief in die haselnussbraunen Augen und nickte kurz. Er fühlte sich geborgen und sicher. Wie kommt es, dass sie eine solche Wirkung auf ihn hatte. War da vielleicht noch mehr? Er wusste es nicht, aber es war ein interessanter Gedanke. Hermine warf ihm ein freundliches lächeln zu, bevor sie sich wieder in ihrem Buch verlor. Harry schaute sich in dem Abteil um und bemerkte erst jetzt, dass sie alleine waren. Er richtete seinen Blick wieder auf Hermine und verlor sich selber in ihren braunen Locken. Er spürte ihre Anziehungskraft, ihre Attraktivität. Konnte es sein, dass er Hermine lie... . Weiter kam er nicht in seinen Gedanken. Die Tür zum Abteil wurde aufgeschoben und Ginny trat herein. Sie setzte sich neben Harry und beugte sich ganz nah an ihn heran.
„Ich weiß, du hast in den letzten Jahren viele Menschen verloren, die dich liebten und die du geliebt hast. Wenn du Zeit brauchst, ich gebe sie dir.“ sprach sie in ruhigem Ton. Harry sah ihr tief in die Augen und sie erkannte in ihnen Erleichterung und Dankbarkeit. Sie lächelte ihn an, drückte seine Hand und verließ das Abteil. Harry sah wieder auf den Anhänger.
Nachdem sie den Hogwarts-Express hinter sich gelassen haben, liefen Harry zusammen mit Hermine, Ron und Ginny zum großen Portal hinauf. Mehrere Auroren und Mitglieder des Ordens patrouillierten auf dem Weg zum Eingang des Schlosses. Hinter ihnen hörten sie schnelle Schritte , die immer näher kamen. Ginny begrüßte Neville und Luna, die sich ihnen anschlossen.
„Habt ihr mitbekommen, dass gar keine Slytherins nach Hogwarts kommen?“ brummte Neville.
„Die sind doch alle zu Hause und beten Du-Weißt-Schon-Wen an.“ antwortete Ron zynisch, „von mir aus können die dabei verrecken.“
„Ja stimmt.“ nickte Harry anerkennend.
Eine leichte Sommerbrise durchströmte den Wald, die Blätter raschelten fröhlich und zauberten tanzende Lichtflecken auf dem Boden. Die Sonne stand bereits tief und tauchte die Umgebung in ein rötlich-romantisches Licht. Je näher sie dem Schloss kamen, umso dünner wurde der Wald, bis sie ihn gänzlich hinter sich lassen konnten. Vor ihnen ragte das alte Schloss majestätisch empor. Es war Eindrucksvoll, wie die Sonne sich in den zahlreichen Fenstern spiegelte und brach. Der große See, der sich direkt an das Schlossgelände anschloss, lag ruhig da. Der leichte Wind kräuselte die Oberfläche ein wenig und kleine Wellen wurden immer wieder an das flache sandige Ufer gespült. Sie verlangsamten ihren Schritt um die letzten warmen Sonnenstrahlen des Tages einzufangen, bevor sich die Sonne hinter die schottischen Berge zurückzog.
Professor Flitwick erwartete sie bereits am Eingang zum Schloss. Anscheinend waren sie die Letzten. Sofort schloss er hinter ihnen das Portal und begann damit einige Zauber zu murmeln, die dem Schutze Hogwarts dienen sollten. Auroren flankierten den großen Eingangsbereich und musterten die Ankömmlinge misstrauisch. Leises Gemurmel durchbrach die Stille. Es wurde immer lauter und lauter, bis sie schließlich die große Halle betraten. Die Decke war wie immer verzaubert und neben schwebenden Kerzen gab es einen wunderschönen klaren Sternenhimmel, der ab und zu von einem Kometen durchzogen wurde. Das Gemurmel verstummte und Harry spürte wie ihn alle anstarrten. Harry sah in die Gesichter, die breit gefächerte Stimmungen widerspiegelten. Einige, vor allem jüngere Schüler waren verängstigt, aber auch neugierig. Die Älteren hingegen waren eher fröhlich gestimmt. Harry schaute sich um. Wie Neville bereits erwähnt hatte, war der Tisch der Slytherins komplett leer. Am Tisch der Hufflepuff's saßen etwas mehr als zwei Dutzend Schüler. Die Ravenclaw's waren schon etwas präsenter. Der Tisch war gut zur Hälfte gefüllt. Harry's Augen ruhten kurz auf Cho Chang, die sich gerade mit ihrer besten Freundin unterhielt. Kurz trafen sich ihre Blicke und sie lächelte kurz, bevor sie sich wieder Marietta zuwandte und weiter erzählte. Ginny bemerkte dies und stieß Harry so kräftig in Richtung des Gryffindortisches, das er fast den Halt verlor und hingeflogen wäre, wenn seine Reflexe dies nicht verhindert hätten. Ihr Haustisch war mit Abstand am dichtesten besetzt. Fast alle, abgesehen von den Erst- und Zweitklässlern, waren gekommen, um ein weiteres Jahr in Hogwarts unterrichtet zu werden. Freudig wurden die sechs Gryffindors von ihren Freunden in Empfang genommen. Sie ließen sich auf die freien Plätze nieder, die ihnen inmitten der rot-goldenen Menge angeboten wurden. Sie unterhielten sich ausgiebig, lachten und freuten sich, bis Professor McGonagall sich Gehör verschaffte.
„Das letzte Jahr war schwer. Schmerzlich erfuhren wir einen Verlust, der, ohne Frage, alle von uns tief berührte und auch jetzt noch berührt. Albus Dumbledore war nicht nur ein begabter Zauberer und verständisvoller Schuldirektor. Nein, er war in aller erster Linie ein Freund und herzensguter Mentor, der in jedem von uns nur das Gute gesehen hat. Aber trotz seines Todes, wird das Böse nicht ruhen. Wie sie alle wissen ist Voldemort auf dem Vormarsch und mit ihm Verzweiflung, Schmerz und Tod. Die Zeit zum trauern wird kommen, aber jetzt noch nicht. Wir sollten uns vielmehr darauf konzentrieren, Dumbledore's Ideale zu bewahren und gemeinsam für sie einzustehen. In dieser schwierigen und dunklen Zeit ist es von größter Bedeutung, dass ihr nicht euren Mut, euren Willen und vor allem eure Hoffnung verliert. Gute Fähigkeiten machen uns stärker, Vertrauen macht uns mächtiger und Liebe macht uns unbesiegbar. Haltet euch das immer vor Augen.“ Die Schüler standen auf und applaudierten und pfiffen begeistert. McGonagall hob die Arme und forderte sie somit auf, sich wieder hinzusetzen.
„Dieses Jahr wird anstrengend. Ihr werdet dieses Jahr viel üben müssen. Dementsprechend habt ihr auch einen engeren Stundenplan als sonst. Der Schwerpunkt liegt im Fach „Verteidigung gegen die dunklen Künste“. Hier möchte ich gleich eure neuen Lehrer begrüßen: Remus Lupin kennt ihr bereits. Außerdem wird Nymphadora Tonks unterrichten. Mr. Potter?“
Harry zuckte zusammen, als er seinen Namen hörte. Sofort spürte er, wie sich alle Köpfe zu ihm herumdrehten. Er stand vorsichtig auf.
„Mr. Potter, haben sie die Absicht und den Wunsch, Dumbledore's Armee weiter zuführen?“
Harry war über diese Frage erstaunt. Er hatte sie schon fast vergessen. Er sah sich um und blickte in viele Gesichter, die Hoffnung ausdrückten. „Ja Professor, das habe ich vor.“
„Sehr gut. Sie werden dafür zuständig sein, denjenigen zu helfen, die Probleme mit den Zaubersprüchen haben. Dafür steht ihnen die große Halle zur Verfügung. Mit Bedauern muss ich ihnen mitteilen, dass dieses Jahr keine Wettkämpfe zwischen den Häusern stattfinden werden. Es gibt kein Quidditch und auch keinen Hauspokal. Ihr sollt euch nur auf die Zauberei konzentrieren. Stattdessen wird am 24. Dezember ein Weihnachtsball veranstaltet.
Das waren erstmal die wichtigsten Punkte. Und nun lasst es euch schmecken.“
Auf den Tischen erschienen allerlei Leckerein. Die Schüler begannen still zu essen, lediglich Ron konnte man bis zum Lehrertisch schmatzen hören. Harry stocherte geistesabwesend in einem Stück Käsekuchen herum. Er dachte an den Abend im Astronomieturm. Dort hatte er Dumbledore zum letzten mal leben gesehen. Er würde sich dafür an Snape rächen, ihm dasselbe antun, was er Dumbledore angetan hatte. Er würde ihn leiden lassen, ihn quälen, so wie Snape es die Jahre über hier in Hogwarts mit ihm getan hatte. 'Harry, alles in Ordnung mit dir?' schoss ihm eine Stimme durch den Kopf. Er sah sich um, bis sein Blick an Hermine hängen blieb, die ihre Halskette umfasst hatte.
„Es geht schon.“ sprach er beruhigend auf sie ein.
„Was?“ kam die schroffe Frage von Ron.
„Nichts Ron, iss weiter.“ beruhigte ihn Hermine.
Nachdenklich aß er ein kleines Stückchen Kuchen. Dabei wurde er sowohl von Ginny als auch von Hermine beobachtet. Als sie mit dem Essen fertig waren, erhoben sich die drei Hauslehrer und begaben sich zu den Haustischen. Sehr zum erstaunen aller, war es Tonks, die auf den Gryffindortisch zuging. Auch fiel es ihnen auf, wie sie sich bewegte. Dynamisch und leicht steuerte sie auf die Schüler zu. An ihr waren keine Anzeichen einer Schwangerschaft zu erkennen.
Sie grinste sie breit an, je näher sie ihnen kam.
„Tonks, ist er endlich da?“ fragte Hermine begierig. Sie nickte kurz.
Sofort standen die beiden Weasleys, sowie Hermine und Harry auf und gratulierten ihr freudestrahlend.
„Wie sieht er aus? Wie heißt er?“ überrollten die beiden Mädchen sie mit Fragen.
„Teddy ist Zuckersüß. Aber ich will euch nicht zu viel verraten. Ihr werdet ihn auf dem Weihnachtsball kennen lernen.“ gab sie geheimnisvoll zurück, „Aber bevor ich es vergesse, Harry und Hermine, kommt ihr beide nachher mal in mein Büro?“ Beide nickten einverstanden.
„So und hier sind eure Stundenpläne.“ Mit einem Wink ihres Zauberstabes erschienen vor jedem Gryffindor ein Stück Pergament.
Harry warf einen Blick darauf. Zwischen den einzelnen Stunden gab es nur wenig Freizeit. Ganze 12 Stunden Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Darauf freute er sich am meisten. Dann gab es noch sieben Stunden erste Hilfe, drei Stunden „Alte Runen“ und drei Stunden Verwandlung. Er konnte sich auch noch für den Apparieruntericht begeistern, der mit einer Stunde pro Woche dazu kam. Aber auch die Fächer, die Harry verabscheute, standen mit auf dem Plan: Zaubertränke und Wahrsagen. Wenigstens war Snape nicht mehr da. Bei dem Gedanken an seinen alten Zaubertränke-Professor verkrampften sich seine Innereien.
„Ah Hermine, Harry, schön das ihr da seid. Nymphadora und ich müssen euch was fragen?“ begann Lupin als die Beiden das Büro von Tonks betraten.
„Nun wir ihr ja bereits erfahren habt, leben wir beide nicht mehr in Zwei-, sondern in Dreisamkeit. Und da wir beide euch auch als Mitglieder unserer Familie sehen, wollten wie euch fragen, ob ihr gerne Teddy's Pateneltern sein wollt?“
Hermine machte ganz große Augen und man sah ihr an, das in ihr ein Feuerwerk wütete. Sie war begeistert und fing an einen leichten Freudentanz zu veranstalten. Harry und Remus sahen ihr grinsend zu.
„Natürlich Remus. Das machen wir doch gerne.“ fasste Harry Hermines Begeisterung in Worte.
Sie umarmten noch einmal die frisch gebackenen Eltern, bevor sie sich auf den Weg zum Gemeinschaftsraum machten. Die Gänge waren dunkel. Nur das spärlich gelbe Licht von ein paar Fackeln, Kerzen und Feuerschalen spendeten Licht. Noch immer tänzelte Hermine leicht vor sich hin und Harry beobachtete sie freudig dabei. Ihre Haare schwangen bei jedem Schritt. Ihre Augen leuchteten, trotz des schwachen Lichtes. Sie wirkte glücklich, so hatte er sie lange nicht mehr erlebt. Immer war sie die Ernste, immer nur darauf bedacht ihren Wissensdurst zu stillen. Doch nun wirkte sie losgelöst, sogar fast schwebend. Sie offenbarte ihm ein ganz andere Seite an ihr. Eine äußerst attraktive, wie er sich selbst eingestehen musste. Sie bewegte sich leichtfüßig neben ihm her, bis sie ihm auf einmal um den Hals fiel. Sie blickten sich tief in die Augen. Beide lächelten sich an. Sie fasste nach seinen Händen und begann zu tanzen. Auch er stieg in die rhytmischen Bewegungen ein. Elegant wirbelten sie den Gang entlang. Er übernahm die Führung und sie ließ ihn gewähren. In einer geschmeidigen Bewegung drehte er sie von sich weg, um sie mit der Nächsten wieder zu sich heran zu holen. Mit dem Rücken an seiner Brust kam sie zum stehen. Er ging in die Knie, wobei er sie mit seinen Armen umschlang. Sie richtete ihren Kopf auf, damit sie ihm direkt in seine smaragdgrünen Augen blicken konnte. Immer näher kamen sich ihre Lippen, beide schlossen sie die Augen. Ihre Herzen schlugen im Einklang, ein Flutwelle der Gefühle brach über beide hinein.
„Hey, ihr zwei. Was macht ihr da?“ Eine männliche Stimme ließ sie zusammen zucken, noch bevor sich ihre Lippen berührt hatten.
„Was macht ihr Zwei hier? Zu dieser späten Stunde solltet ihr längst in eurem Gemeinschaftsraum sein.“ Der Auror trat an sie heran. Er musterte die beiden und wies sie schließlich an ihm zu folgen.
Beide sprachen kein Wort miteinander. Ihr Herzen schlugen. Das Blut schoss ihnen in alle Enden des Körpers. Zum Glück war es dunkel, denn so konnte niemand sehen, dass ihre Köpfe glühten.
Der Gemeinschaftsraum war leer. Nur das Feuer im Kamin knisterte vor sich hin. Die beiden mussten lachen, als die Tür hinter ihnen zu schwang und sie wieder alleine waren. Wieder trafen sich ihre Blicke. Es wurde still. Ein Lächeln trat auf ihre Gesichter bevor Harry das Wort ergriff:
„Bevor ich wieder den selben Fehler begehe, wie vor drei Jahren, möchte ich dich gleich hier und jetzt fragen“, Hermines Herz pulsierte wie eine Dampfwalze, „ob du mich auf den Weihnachtsball begleiten würdest? Ich meine ich kann verstehen, wenn du lieber mit Ron gehen möchtest, aber es würde...“ Hermine legte ihm den rechten Zeigefinger auf die Lippen.
„Harry, halt den Mund! Ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als mit dir zusammen auf den Ball zu gehen.“
Beiden fiel sichtlich ein Stein vom Herzen. Sie zog ihren Finger langsam von seinem Mund. Seine Augen folgten ihm und sie spürte, das in ihm das selbe Verlangen aufkam, wie sie es selber schon Jahre verspürte. Sie konnte es nicht glauben. Liebte er sie wirklich? Wurde sie tatsächlich von Harry Potter geliebt? Es war einfach so unglaublich, so unwahrscheinlich. War das hier nur ein Traum? Inständig hoffte sie, das es nicht so wäre, das alles, was gerade passierte real war.
„Gute Nacht.“ löste Harry sich langsam von dieser Situation. Sie sah ihm nach. Bevor er in der Treppe verschwand, drehte er sich noch einmal um und warf ihr ein warmherziges Lächeln zu.
Sie musste seufzen. Sie zog sich glücklich in den Mädchenschlafsaal zurück. Kurz ging sie in Gedanken noch einmal die letzten Szenen durch. Friedlich glitt sie in das Reich der Träume ab.
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