
von einstein90
So nun ist es wieder soweit, ich hoffe ihr musstet nicht zu lange warten^^
Danke für die netten Reviews und nicht vergessen, auch dieses Kapitel zu kommentieren.
Na dann mal los
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„Mr. Potter, würden sie mir bitte erklären, was dort eben vorgefallen ist?“ forderte McGonagall, als sie die sechs Schüler in ihrem Büro musterte.
„Ich übernehme die volle Verantwortung für das, was dort vorgefallen ist. Die anderen haben nichts damit zu tun. Ich werde ihnen alles erklären, wenn sie gehen dürfen.“ versuchte Harry sich zu erklären.
„Mister Potter, verhandeln sie gerade mit mir? Seien sie vorsichtig, sie bewegen sich hier auf sehr dünnem Eis. Aber gut. Mister Finnigan, Mister Thomas, Mister Weasley, Miss Granger und Miss Lovegood, sie können gehen.“
Alle bis auf Hermine verließen eiligst den Raum und wären fast mit Remus und Nymphadora zusammen gestoßen, die das Büro der Schuldirektorin betraten. Hermine stellte sich hinter Harry und zeigte ihm so, dass sie ihm den Rücken stärkte, was von den drei Professoren argwöhnisch beobachtet wurde.
„Also Mister Potter, wir warten.“ wieder blickte sie ihn streng an.
„Ginny wurde von Dementoren angegriffen und wir haben sie gerettet. Mehr ist nicht passiert.“
„Also Mister Potter, das erklärt zwar, warum sie sich außerhalb der Schutzzauber aufgehalten haben. Aber das erklärt uns noch nicht, warum Miss Weasley in den Verbotenen Wald gegangen ist. Kennen sie den Grund?“
Harry und Hermine sahen sich gegenseitig an. Er wusste nicht wie er anfangen sollte, bis Hermine verunsichert das Wort ergriff: „Nun ja...ich denke, dass wir dafür verantwortlich sind.“
„Miss Granger, erklären sie das bitte.“
Doch anstelle der Schüler schaltete sich nun Tonks ein, die eins und eins zusammen gezählt hatte:
„Minerva, sagen sie nicht, dass sie das nicht sehen.“ Sie setzte fort, als sie die verwirrte Professorin ansah, „Vor uns steht ein junges Liebespaar, nicht wahr?“
Wieder trafen sich die Blicke der beiden Schüler, allerdings lächelten sie sich diesmal an. Hermine griff nach Harry's Hand und drückte sie.
„Ja und was hat das mit Miss Weasley zu tun?“ McGonagall blickte immer noch unwissend zu Tonks.
„Nun Miss Weasley hat mir gegenüber von ihren Gefühlen zu Harry geredet. Seit ein paar Jahren schon ist sie in Mr. Potter verliebt. Aber die Beziehung zwischen euch beiden,“ sie nickte in ihre Richtung, „muss ihr wohl das Herz gebrochen haben.“
„Wir wollten es ihr sagen, aber sie hat es gestern zu einem unpassenden Zeitpunkt heraus gefunden.“ versuchte Harry sie zu verteidigen.
Professor McGonagall schickte die beiden Schüler aus dem Büro. Sie begaben sich gleich zum Krankenflügel, wo sie Ron und Neville vor fanden, die an Ginny's Bett saßen. Madame Pomfrey kam aus ihrer Kammer mit einer Phiole, die eine blaue Flüssigkeit enthielt. Sie flößte Ginny die Mixtur ein, bevor sie sich zu den Anwesenden umdrehte.
„Miss Weasley befindet sich in einem Koma. Körperlich ist sie wohl auf, aber ihr Geist befindet sich in einem Zustand, der es ihr nicht ermöglicht zu sich zu kommen. Sie durchlebt einen Teil ihres Lebens, ich vermute einen tiefen seelischen Einschnitt, und wird erst wieder aufwachen, wenn sie das verarbeitet hat. Ich kann nichts weiter für sie tun.“ Sie blickte in betrübte Gesichter.
„Weißt du, warum sie weg gelaufen ist?“ fragte Ron seinen Freund nachdem sie wieder unter sich waren. Harry zögerte einen Moment, bevor er verneinte. Ron schaute danach zu Hermine, doch auch sie verneinte nach einen Seitenblick zu Harry.
„Wenn ihr wisst, was dazu geführt hat, würdet ihr es mir doch sagen, oder?“ Wieder zögerten beide einen Moment mit der Antwort.
„Es ist nur so: Beim Mittagessen war Ginny noch voller Lebensfreude, das wisst ihr ja sicher noch. Nun, sie war nicht beim Abendessen, dann war sie weg und nun liegt sie hier. Und euch beide habe ich auch nicht beim Abendessen gesehen. Wo wart ihr?“ Harry spürte den aggressiven Unterton in seiner Stimme.
„Ron, verhörst du uns gerade?“ mischte sich Hermine ein.
„Und selbst wenn.“ er sah sie eiskalt an, stand auf und ging auf Harry zu, „Was habt ihr mit meiner Schwester gemacht?“ brüllte er ihn nun an. Harry wurde vollkommen davon überrascht, das Ron ihn kräftig am Kragen packte und die andere Hand zu einer Faust formte.
„Tut mir Leid, aber das kann ich dir nicht sagen.“ versuchte er seinen Freund zu besänftigen.
„Verdammt noch mal, sie ist meine Schwester!“ brüllte er ihn lautstark an. Hermine versuchte ihn von Harry weg zu zerren, aber Ron stieß sie kräftig von sich weg, sodass sie nach hinten taumelte , das Gleichgewicht verlor und hart auf dem Boden aufschlug. Harry riss sich von ihm los und brüllte den rothaarigen Jungen an:
„Auch ich liebe sie wie meine eigene Schwester und ich würde sie niemals verletzen wollen. Und wenn du auch nur einmal darüber nachgedacht hättest, wüsstest du das, aber anscheinend bist du dafür zu begriffsstutzig. Du solltest mal über dein Verhalten uns gegenüber nachdenken.“
„HALTET DIE KLAPPE!“ Neville verschaffte sich mit einer sehr kräftigen Stimme Gehör, „Es ist egal, was dazu geführt hat. Es ist passiert, und das lässt sich nicht rückgängig machen. Jetzt sollten wir für Ginny da sein, jetzt wo sie uns braucht.“ Alle mussten ihm zustimmen, die Gemüter kühlten sich allmählich ab.
„Ich bin hier fertig.“ Harry sah Ron ein letztes mal tief in die Augen bevor er zu Hermine ging und ihr auf die Beine half, um zusammen mit ihr den Krankenflügel zu verlassen.
„Alles in Ordnung bei dir?“ fragte Harry, als Hermine sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Ellbogen rieb. Sie nahm ihren Zauberstab heraus und zeigte damit auf die schmerzende Stelle am Arm: „Episkey.“
Harry beobachtete ihren Arm und sah, wie die Wunde sich verschloss. „Es geht schon.“ beruhigte sie ihn. Gemeinsam gingen sie den Flur entlang, ohne jedoch ein weiteres Wort zu sagen. Remus kam ihnen entgegen. „Harry, schön das ich dich hier treffe. Kommst du gleich bitte in mein Büro.“
Hermine merkte, dass sie dabei nicht willkommen war und wandte sich ab, um alleine zum Gryffindorturm zu gehen. Harry jedoch machte einen schnellen Schritt auf sie zu, griff nach ihrer Hand und zog sie zu sich herum. Wieder schauten sie sich in die Augen. In den letzten Wochen haben sie das schon unzählige male gemacht, aber es fühlte sich immer noch so an, als wenn es das erste Mal wäre. Er erkannte darin Schmerz und Angst. Langsam zog er sie zu sich heran und umarmte sie, was nach den letzten Erlebnissen Balsam für ihre Seele war. Er drückte sie fest an sich und auch sie hielt sich mit immenser Kraft an ihm fest. Sie fing an zu schluchzen. Ihr Körper zitterte leicht und es tat Harry weh, sie so zu spüren. Er konnte sie jetzt nicht allein lassen, doch Remus Haltung ließ keinen Widerspruch zu. Er zog sie vorsichtig von sich weg. Seine smaragdgrünen Augen spendeten Geborgenheit. „Ich komme gleich nach.“ Es schmerzte sie, das er gehen musste. Die Sehnsucht nach seiner Nähe war so präsent wie nie zuvor.
„Harry, wenn dich deine Eltern sehen könnten, sie wären sehr stolz auf dich.“ begann Remus anerkennend, nachdem er die Tür zu seinem Büro geschlossen hatte, „Hermine ist eine attraktive, intelligente junge Dame, genauso wie deine Mutter. Ihr beide seid ein traumhaftes Paar. Und auch Sirius wäre verdammt stolz.“
Doch das wollte Harry nicht hören: „Remus, bitte. Ginny liegt wegen mir im Koma, weil ich nur an mich gedacht habe.“
„Harry, du hast in den letzten Jahren nie an dich gedacht. Du hast dein bisheriges Leben damit zugebracht, gegen Voldemort zu kämpfen. Du hast mehr geopfert als alle anderen. Da ist es nur fair, wenn du auch mal an dich denkst.“
„Aber nicht, wenn dadurch die zu Schaden kommen, die ich liebe.“
„Du kannst nicht dein ganzes Leben damit zubringen, andere vor Schaden zu bewahren. So ist nun mal das Leben. Harry, wir befinden uns im Krieg und früher oder später werden wir Menschen verlieren, die uns nahe stehen.“
„Aber wenn ich es verhindern kann.“ Harry klang verzweifelt.
„Versinke nicht in Selbstzweifel, schließlich kann sich niemanden aussuchen, an wen man sein Herz verliert. Wie fühlst du dich, wenn du in ihrer Nähe bist? Wie fühlst du dich, wenn du an sie denkst?“
„Geborgen. Geliebt. Frei.“
„Diese Gefühle sind es, die du dir bewahren solltest. Sie machen dich stärker als Voldemort es je sein könnte.“
Harry erkannte in diesen Worten Wahrheiten, die er selber nicht ignorieren konnte. Er wünschte sich selbst nichts mehr, als mit Hermine zusammen zu sein und diesen ganzen Krieg hinter sich zu lassen. Aber konnte er dafür die Verletzung Anderer in Kauf nehmen? Er musste sich selbst eingestehen, er wusste es nicht.
„Harry, was anderes: was ist da vorhin passiert?“
Der Schüler war etwas verwirrt: „Das habe ich doch vorhin schon gesagt.“
„Ich meine nicht die Tatsache, dass Ginny weg gelaufen und ihr sie gerettet habt. Nein, was ich meine ist dein Patronus. Er war übernatürlich kräftig, aber dafür auch eher kurzlebig. Kannst du dir das erklären?“ musterte ihn Lupin
„Ich habe diesmal an Hermine gedacht. Normalerweise erinnere ich mich an meine Eltern, wenn ich einen Patronus herauf beschwöre, aber diesmal war es anders.“
Der Professor kreuzte die Hände und senkte seinen Kopf nachdenklich: „Das ist interessant.“
Doch Harry sah ihn nur unwissend an: „Wie meinst du das?“
„Es ist nur eine Vermutung. Ich habe noch nichts stichfestes, aber ich sage dir Bescheid, wenn ich mehr weiß.“ Dabei beließ es Remus auch. Er schickte Harry aus dem Büro, der sich aber auf der Türschwelle noch einmal umdrehte: „Danke.“ Remus nickte ihm anerkennend zu, bevor er sich wieder in ein paar Bücher vertiefte.
Vor sich hin grübelnd ging Harry durch die kalten Gänge. Das Schloss war gespenstisch leer. Man merkte sofort, das viele Schüler nicht da waren. Neben den Slytherin's und dreiviertel der Hufflepuff's fehlten auch die drei untersten Klassen von Ravenclaw und Gryffindor. Es war still. Keine lachenden und tobenden Kinder. Es wirkte alles so trostlos. Harry lief ein eiskalter Schauer über den Rücken, dennoch setzte er seinen Weg hinauf zum Gemeinschaftsraum unbeirrt fort. Am Porträt der fetten Dame hielt er kurz inne. „Dumbledore“, und die Tür zum Gemeinschaftsraum schwang auf. Sofort fühlte er sich wohler als in den kalten Gängen. Die warmen Farben, die den Gemeinschaftsraum prägten und der knisternde Kamin schufen eine behagliche Atmosphäre. Harry ging immer weiter auf das Sofa am Kamin zu, jedoch stockte ihm der Atem, als er hinter das Sofa blicken konnte.
„Hermine.“ rief er laut. Schnell sprang er über das Möbelstück und beugte sich über seine bewusstlos daliegende Freundin. „Hermine.“ schrie er immer und immer wieder. Sein Herz stand still und die Atmung setzte aus. Er schüttelte sie sanft unter Tränen, doch nichts geschah. Immer kräftiger versuchte er sie wach zu rütteln, bis sie schließlich die Augen auf riss. Erleichtert drückte er sie an sich. „Was ist los?“ fragte Hermine etwas verwundert.
„Ich weiß es nicht. Ich habe dich bewusstlos vorgefunden.“
Hermine hatte sich wieder etwas erholt, bevor sie in ansah: „Mir war schlecht und dann bin ich wohl ohnmächtig geworden. Harry, das wächst mir langsam alles über den Kopf. Du und ich, Ginny, Ron. Ich weiß nicht wie lange ich das noch durchhalte.“ Ihr Blick war verängstigt. Harry half ihr auf das Sofa, er setzte sich daneben und griff nach ihrer Hand. Mit der anderen Hand strich er ihr eine Strähne aus dem Gesicht. Langsam zog er sie wieder in eine Umarmung. „Wir werden das gemeinsam durchstehen.“ Gefühlvoll strich er ihr durch das Haar und dann über den Rücken. Sie mochte es, wenn er da war. Wenn er an ihrer Seite war und sie hielt. Einfach nur hielt. Sie hatte das Gefühl, ihre beiden Herzen würden im gleichen Rhythmus schlagen, als wenn sie miteinander tanzen würden. Sie spürte, wie seine Umarmung an Intensität nachließ, aber sie wollte ihn noch nicht los lassen. Also brachte sie ihrerseits noch mehr Kraft auf. Er fühlte, dass sie diese Umarmung genoss und dessen würde er sie nicht berauben wollen. Harry lehnte sich mit dem Rücken gegen die Seitenlehne und legte seine Beine auf das Sofa. Hermine zog er mit sanftem Druck auf seinen Oberkörper, ihren Kopf legte sie auf seine Brust. Sie hörte jeden einzelnen seiner kräftigen Herzschläge. Sie begann zu träumen. Sein Kinn legte er sanft auf ihren Kopf. Eng umschlungen lagen sie nun auf dem Sofa und beide begannen zu träumen, während ihre Augen die züngelnden Flammen des Kamins beobachteten.
Die Tage verstrichen und es wurde kälter. Die Bäume begannen damit, ihre farbenfrohen Blätter abzuwerfen. Der Anteil der regnerischen Tage nahm zu und immer wieder zogen kräftige Gewitter über das Schlossgelände. Der Wind pfiff durch die Gänge des alten Gemäuers. Die meisten Schüler und Lehrer hielten sich in den beheizten Räumen auf.
Ginny's Zustand blieb unverändert. Das Gesicht war blass und eingefallen und Ihre Augen unter den Lidern zuckten schnell hin und her. Neville saß jede freie Minute an ihrem Krankenbett. Er kümmerte sich liebevoll um sie, weil es ihm weh tat, sie so zu sehen. Es erinnerte ihn schmerzlich an seine Eltern, die bis zur Verrücktheit mit dem Cruciatus-Fluch gefoltert wurden und nun im Sankt Mungos dahin siechen.
Die Distanz, die sich zwischen Harry und Ron aufgebaut hatte, schwand wieder. Allerdings hatte ihre Freundschaft schwer gelitten und ob diese irgendwann wieder so sein wird wie früher stand in den Sternen. Auch hatte Ron sich bei Hermine für sein Verhalten ihnen gegenüber entschuldigt. Es schien so, als wenn sich alles wieder halbwegs normalisieren würde.
Harry saß gerade auf seinem Bett um die nächste Nachhilfestunde Verteidigung gegen die dunklen Künste vorzubereiten, als ihm dieses mysteriöse Buch wieder einfiel. Neben der Beziehung zu Hermine, dem Unterricht und den Geschehnissen um Ginny hatte er es ganz vergessen. Er sprang von seinem Bett auf und holte den großen Koffer darunter hervor. Schnell durchwühlte er die wenige Kleidung, bis er den schwarzen Einband wiedererkannte. Er lag richtig in der Annahme, dass die vergilbten Seiten immer noch leer waren. Mit dem Buch unter dem Arm verließ Harry den Schlafsaal. Im Gemeinschaftsraum traf er seine Freundin lesend an. Sie schaute kurz auf und warf ihm ein liebevolles Lächeln zu, als er auf sie zu ging. Sofort begann sein Herz höher zu schlagen. Obwohl es draußen regnete, spürte er in sich die Wärme einer aufgehenden Sonne.
„Wohin gehst du?“ fragte sie ihn sanft. Er holte das Buch hervor und an ihrer Reaktion erkannte er, dass auch sie nicht weiter darüber nachgedacht hatte.
„Ich will damit zu Professor McGonagall. Willst du mitkommen?“ Hermine schaute auf ihr Buch und blickte dann wieder ihn an.
„Tut mir Leid, aber wie du siehst muss ich noch was für morgen vorbereiten. Es erledigt sich ja nicht...“ Hermine hielt inne, als ihr Blick den Einband des Buches streifte. Sie beugte sich etwas näher heran. Nun sah auch Harry hinab und bemerkte, dass sich auf dem schwarzen Leder etwas abzeichnete, aber zu schwach um es lesen zu können. Hermine hob die Hand und bat ihn, ihr das Buch zu überreichen. Sie fixierte die Stelle, doch auch ihr war es nicht möglich, es zu entziffern. Nachdenklich legte sich ihre Stirn in Falten. Vorsichtig öffnete sie das Buch und beide trauten ihren Augen nicht. Die angeblich leeren Seiten waren nicht mehr leer. Auch hier bildeten sich schwarze Symbole, die sich aber auch nur schwer erkennen ließen. Es erinnerte beide an die Situation in der Bücherei, wo genau das selbe geschah.
„Was?“ Harry sah verwirrt zu Hermine, die aber auch keine Antwort dafür hatte.
„Ich weiß es nicht. Vielleicht kann dir Professor McGonagall helfen.“ Sie gab ihm das Buch zurück und er nickte ihr einverstanden zu.
Er ließ den Gemeinschaftsraum hinter sich und steuerte eiligst an den vielen Auroren vorbei zum Büro der Direktorin. Er hielt inne, denn in all der Hast ist ihm das Passwort entfallen. Harry konnte nur eines tun. Er nahm einen tiefen Atemzug und fing an zu rufen:
„Professor McGonagall, ich muss mit ihnen reden.“ einige der Auroren drehten sich fragend und verwundert zu ihm um, doch er ignorierte sie. Stattdessen rief Harry wieder nach der Direktorin.
Der Wasserspeier drehte sich empor und gab die Stufen der Wendeltreppe frei. Er wollte gerade hinauf gehen, als ihm die alte Lehrerin entgegen eilte.
„Was in drei Teufelsnamen ist hier unten los? Mr. Potter? Was brüllen sie hier das ganze Haus zusammen?“
Harry schreckte zurück. Er war von der Autorität, die Professor McGonagall ausstrahlte, überwältigt worden. Es verschlug ihm die Sprache.
„Hallo? Mr. Potter?“ sie schnippte mit dem Finger vor seinen Augen. Er blinzelte ein paar mal, bevor er wieder zu sich kam. Er holte das Buch hervor und bat darum mit ihr darüber zu reden. Die Direktorin war etwas verwundert, ging aber schließlich voran in ihr Büro, Harry direkt hinter ihr.
„Also Mr. Potter, was gibt es? Ich habe zu viel zu tun als mich um ihr Liebesleben zu kümmern.“
Er war verblüfft über ihre Schlagfertigkeit, doch diesmal war er gefasster. Er hob das Buch und streckte ihr es entgegen.
„Dieses Buch wirft einige Fragen auf, Professor.“ Sie nahm das Buch in die Hand, blätterte in den Seiten herum, schlug es wieder zu und blickte ihn fragend an. „Ein leeres Buch, was soll es da für Fragen geben?“
„Was? Es ist nicht...“ er riss ihr das Buch aus den Händen und blätterte selber durch die Seiten. „Vorhin zeichneten sich noch schwache Schemen auf den Seiten ab. Vorhin im Gemeinschaftsraum.“ Harry viel es wie die Schuppen von den Augen. Warum ist er nicht gleich darauf gekommen? Die Bücherei. Der Gemeinschaftsraum. „Tut mir Leid, Professor. Ich will sie nicht weiter stören.“ Harry rannte aus dem Büro heraus und ließ eine sprachlose Lehrerin zurück.
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