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Fanfiction

Harry Potter und die verschmelzenden Seelen - Die andere Welt

von einstein90

So wieder ein neues Kapitel von mir für meine treuen Leser.

Ich danke euch wie immer ganz herzlich für eure Kommentare, und dafür habe ich mich noch mal ins Zeug gelegt und einen Trailer zu meiner Fanfiction erstellt. Schaut ihn euch an, einfach auf der Startseite meiner FF.

So dann will ich euch nicht länger warten lassen.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~


Langsam kehrte sein Bewusstsein zurück. Immer gegenwärtiger fühlte sich sein Geist an. Doch noch hatte er keine Kontrolle über seinen Körper. Stattdessen konzentrierte er sich darauf, seine Umgebung mit seinen Sinnen zu erfassen. Diese wirkten jedoch etwas träge, so als wenn sie gerade aus einem tiefen Schlaf frühzeitig geweckt wurden.
Zuerst spürte er eine durchdringende Wärme auf der Haut. Das Gefühl war unvergleichlich. Erleichternd. Beglückend.
Fühlte sich so der Himmel an? Oder war es die Hitze vor den Toren der Hölle?
Seine Ohren nahmen einen Wind war, der in einiger Entfernung über die Welt dahin strömte. Friedlich. Sanft.
Ist er wirklich im Himmel?
Die Nase nahm den Geruch von kaltem Stein, anschließend einen schwefeligen Gestank in sich auf.
Übel erregend. Stechend.
Riecht so die Hölle?
Vor seinen Augen war alles schwarz.
Unheimlich. Einengend.
Ist die Hölle schwärzer als der tiefste Meeresabgrund?
Seine Zunge lieferte einen fahlen Geschmack.
Trocken. Rau.
Und dann meldete sich sein Körper. Und dieser sagte nur eines:
Schmerz. Stechender, nicht nachlassender, brutaler, ehrlicher, ihn vollkommen überwältigender Schmerz. Nichts auf der Welt hätte ihm deutlicher klar machen können, dass er immer noch am Leben war. Seine Muskeln spannten sich an. Es half nicht. Die Schmerzen ließen nicht nach. Am liebsten wollte er schreien, doch die Kiefermuskeln hielten in ihrer Anspannung seinen Mund fest verschlossen, sodass er weiterhin stumm blieb.

Doch was war überhaupt geschehen?
Die Erinnerungen verschleiert, wie hinter einem nächtlich mystischen Nebel, der sich in einer Vollmondnacht über Felder und Wälder legte.
Verborgen vor seinem inneren Auge, welches sich nun auf die Suche machte, ohne zu wissen wo es hin ging. Mühsam tastete es sich voran. Einzelne Gedankenfetzen fing er auf, die er miteinander zu kombinieren und wie ein Puzzle zusammen zu setzen versuchte. Und verwarf sie wieder, wenn das Ergebnis ihm nicht logisch erschien.
Als es ihm klar wurde, riss er die Augen auf und versuchte sich unter Schmerzen zu bewegen. Sofort bemerkte er zwei Personen, die neben seinem Bett standen und sofort zurückwichen als sie sahen, dass Jonathan zu sich kam. Ein gleißend helles Licht erfüllte kurz den Raum und er hörte den einen sagen: „Er ist aufgewacht.“
Das Licht verschwand.
Es vergingen weitere Momente, bis der Schmerz einigermaßen nachließ und er sich aufrichten konnte, wo er gleich zum Ziel zweier Zauberstäbe wurde. Eine ältere Dame mit grauem Haar trat mit einem Becher zwischen die beiden Bewacher. Auf ihrem Kopf trug sie ein gefaltetes Papier mit einem roten Kreuz darauf und auch die Kleidung, die sie trug, war zwar etwas altmodisch, aber entsprach seiner Vorstellung einer Heilerin.
Langsam ging sie an die Seite von Jonathan und reichte ihm ausdruckslos den Becher. Er nahm ihn ihr aus der Hand und roch kurz an der Flüssigkeit und schaute Madame Pomfrey in die blauen Augen.

„Trinken sie. Es lindert die Schmerzen.“ nickte sie ihm zu.

Vorsichtig nippte er an dem Becher, um ihn darauf in einem Zug zu leeren. Zu Jonathans Überraschung wirkte die Flüssigkeit ziemlich schnell. Er gab ihr den Becher zurück.
„Danke.“ nickte er ihr mit einem Lächeln zu, doch die Krankenschwester erhob sich stumm und ging zurück in die Richtung aus der sie gekommen war.

„Ihr wollt mir bestimmt nicht sagen wo ich bin und was hier vor geht?“ wendete er sich mit übertrieben freundlichen Ton an die beiden Auroren, die sich die ganze Zeit über nicht bewegten.

„Nicht. Schade.“ antwortete Jonathan sich selbst ohne die Tonlage zu ändern. Seine Hand fühlte über seinen Rücken, der nun durch sechs Narben gezeichnet war. Die einzigen Zeugen, die ihm noch einmal deutlich machten, dass das alles kein Traum war.

Nun sah er sich in dem Raum um. Wobei es weniger ein Raum war, als vielmehr eine Halle, ähnlich einer mittleren Kirche. Große Bleifenster ließen viel Sonnenlicht hinein, welches die Wirkung der kalten, grauen Steine nicht ganz so trostlos erscheinen lies. Die Einrichtung war einheitlich und schlicht. An den langen Seiten reihten sich eine Vielzahl von Betten. Weiße Bettlaken, weiße Bettdecken und weiße Kopfkissen. Eindeutig Krankenbetten, die allesamt leer waren.

Die große massive Holztür schwang auf und ein gleißend helles Licht kam hinein und genau auf die drei Männer zu. Jonathan vernahm eine weibliche Stimme, ohne sie aber zu verstehen. Das weiß schimmernde Licht löste sich auf und die Auroren drehten sich zu ihm:

„Aufstehen! Mitkommen!“ befahl der Eine ihm. Langsam erhob sich Jonathan und zog sich ein weißes Leinenhemd an, welches über der Lehne eines Stuhles hing.
Er schnürrte sich seine Stiefel zu und ging von den Auroren bewacht aus dem Krankenflügel.
Die Wärme, die er eben noch spürte, war auf dem Flur wie verflogen. Eisiger Wind zog durch den Gang. Schnee lag auf der steinernen Brüstung. Zwar drang die Sonne auch bis hier hin vor, doch ihre Wirkung war nicht annähernd so intensiv wie zuvor.
Die Gruppe lief unbeirrt weiter, selbst als ein paar Jugendliche an ihnen vorbei liefen und Jonathan mit großen Augen musterten. Er hörte nur noch wie sie anfingen zu Murmeln, bis er von den Auroren um die Ecke begleitet wurde.
So gingen sie weiter die Gänge entlang, vorbei an Ritterrüstungen, weiteren Jugendlichen und mit unzähligen Gemälden behangenen Steinwänden. Und wieder war Jonathan erstaunt, als er bei genauerer Betrachtung feststellte, dass sich die auf den Bildern dargestellten Menschen bewegten.
'Was geht hier nur vor?' Immer wieder schoss ihm diese Frage durch den Kopf. Aber seine innere Unsicherheit verbarg er vor seiner Umwelt, ganz so wie er es gelernt hatte.

Hinter jeder Ecke, um die sie bogen, wartete ein weiterer Gang auf sie. Jonathan drängte sich so langsam der Gedanke auf, dass sie sich im Kreis bewegten, bis sie vor einer großen steinernen Statue stehen blieben, die aussah, wie ein Adler. „Dumbledore“ sprach der Auror, der vorweg ging und stellte sich sogleich auf die erste Stufe einer Treppe, die sich wie von Zauberhand aus dem Boden löste und sich empor drehte. Unsanft wurde der Captain von dem zweiten Auror ebenfalls auf eine Stufe gestoßen. Zu dritt fuhren sie nach oben, wie auf einer Rolltreppe, die sich im Kreis drehte.
Mit einem Ruck stoppten die Stufen. Sie standen vor einer großen, mit Gusseisen und Nieten beschlagenen Holztür. Kräftig klopfte der Auror daran, wartete aber nicht auf ein Zeichen, sondern stieß sie unverzüglich auf und trat über die Schwelle. Diesmal reagierte Jonathan etwas schneller, sodass der zweite Auror ihn nicht in den Raum hinein schieben musste.

Allerlei Gerümpel stand in diesem Raum, an dessen Front eine große Fensterwand viel Tageslicht hinein ließ. Vorsichtig sah er sich um. Metallene Apparaturen, unsauber geschliffene Vergrößerungsgläser und unzählige Bücher, die fast den ganzen Raum ausfüllten. Und wieder diese merkwürdigen Gemälde. Mehrere Dutzend. Und aus allen wurde er neugierig angestarrt. Er, Jonathan, der Unbekannte. Sein Blick schweifte weiter. Ein vogelähnliches Tier, etwa von der Größe eines Schwans, hockte auf einer goldenen Stange. Das Federkleid war feuerrot. So ein Wesen hatte er noch nie zuvor gesehen. Ausdruckslos musterte Fawkes den Neuankömmling mit seinen großen schwarzen Augen und wiegte dabei den Kopf abwechselnd nach links und rechts.

Sein Blick schweifte weiter, bis er schließlich den Tisch sah, auf dem seine Ausrüstung lag. Langsam wollte er hinüber gehen, als er vollkommen überrascht die Stimme einer Frau hörte.

„Holen sie bitte Professor Lupin.“ Jonathan drehte sich erschreckt um und sah nun eine ältere Frau mit grauen Haaren und einem eher antiken Kleid. Warum hatte er diese Frau nicht bemerkt? War sie so unauffällig in diesem Stuhl? Nein. Das rote Leder bildete doch einen starken Kontrast zu dem schwarzen Umhang. Und wo ist die Katze hin? Nachdem ihm diese Fragen durch den Kopf geschossen sind, bemerkte er nur noch, wie einer der beiden Auroren aus der Tür verschwand.

„Setzen sie sich.“

„Ich ziehe es vor zu stehen.“ kam es militärisch diszipliniert von Jonathan.

„Bitte.“

Jonathan brach den starren Blick zu der Fensterwand und sah nun Professor McGonagall in die Augen, die keineswegs Angst, Ablehnung oder Hass widerspiegelten. Es war viel eher eine großmütterliche Wärme, die von ihnen ausging. Langsam setzte er sich auf den angebotenen Stuhl.

„Wie heißen sie? Und wie sind sie auf das Schloss gekommen?“ begann die Lehrerin nach einem Moment der Stille und des Augenkontaktes. Und wieder kam dem Captain seine Ausbildung in den Kopf.

„Jonathan McNeal. Captain. US Army. 7498375.“ die kurze Antwort von ihm.

„Ah Mr. McNeal. Ich bin Professor McGonagall. Schön sie kennen zu lernen. Aber ich möchte dennoch von ihnen wissen, wie sie hier auf das Schloss gekommen sind?“

Ihr Gegenüber schwieg.

„Sehen sie Mr. McNeal. Es kommt nicht allzu oft vor, dass ein Muggel sich in dieses Schloss verirrt. Genauer gesagt: Es ist noch nie passiert. Daher muss ich mir Gedanken über die Sicherheit der Einwohner dieses Schlosses machen. Das verstehen sie doch sicherlich?“

Äußerlich hielt er ihrem Blick stand und bewegte sich kein bisschen. Doch innerlich überschlugen sich die Gedanken. Was bitte ist ein Muggel? Was ist hier los? Warum ist sie so freundlich mir gegenüber? Wo bin ich überhaupt?

Doch er wurde in seinen Gedanken unterbrochen, als es kurz an der Tür klopfte und diese aufschwang. Hinein trat ein groß gewachsener Mann mit braunen, halblangen Haaren und einem Schnauzbart, gefolgt von zwei Jugendlichen. Ein Junge mit zerzausten schwarzen Haaren und Nickelbrille und ein durchaus attraktives Mädchen mit bronze glänzendem Haar und haselnussbraunen Augen. Irgendwie kamen ihm diese drei Personen bekannt vor. Und diese Drei schienen auch ihn zu erkennen, denn er wurde aus 6 Augen gleichermaßen angestarrt. Professor McGonagall schaute etwas überrascht drein, doch der Mann sprach ruhig:

„Tut mir Leid, aber sie haben darauf bestanden. Ich kann es ihnen auch nicht verdenken.“

Die Lehrerin nickte leicht. „Danke, Finnley. Sie können gehen.“ Der zweite Auror verließ nun das Büro, sodass nur noch die beiden Professoren, die zwei Jugendlichen und Jonathan selbst im Büro zurückblieben. Eine unheimliche Stille legte sich über alle Beteiligten. Der Raum füllte sich mit Spannung. Zerreißender Spannung.

„Danke.“ kam es von Hermine leise. Sofort zog sie alle Blicke auf sich.

„Schön zu sehen, dass es dir gut geht.“ antwortete Jonathan sanft und aufrichtig lächelnd, bevor sich sein Gesichtsausdruck wieder verhärtete.

„Gleichfalls.“ fuhr Hermine fort, was von ihm wieder mit einem leichten Nicken quittiert wurde.

Aufgrund der nun etwas gelösten Starre versuchte er, das Gespräch weiter voran zu treiben.
„Darf ich erfahren, wie ihr Beiden heißt?“

Die Professorin wollte diesen Versuch ersticken. Sie richtete sich auf, stützte sich mit beiden Händen auf den Schreibtisch und beugte sich drohend nach vorne, wurde dann aber von Hermine und Harry vor den Kopf gestoßen, bevor sie ein Wort herausbringen konnte.

„Hermine.“ „Harry.“

„Schön euch kennen zu lernen. Ich bin Johnathan.“ Beide nickten erfreut, bevor sich ihre Blicke mit dem einer wütenden Lehrerin trafen und das Lächeln aus ihren Gesichtern verschwand.

„Was wollen sie machen? Ich meine mit mir.“

„Nun sie werden einer gewissen Prozedur unterzogen und werden dann wieder in ihre Welt zurück gebracht. Zum Glück werden sie sich dann nicht mehr an das hier alles erinnern.“

„Nein!“ protestierte Hermine zur Überraschung aller Anwesenden energisch, „Ihr könnt ihn doch nicht einfach so wieder wegschaffen. Ich meine, er hat mein Leben gerettet. Ohne, dass er mich kannte. Ich will das nicht.“

„Ach, Mrs. Granger. Und was sollen wir ihrer Meinung nach tun?“ fuhr McGonagall sie an, was Hermine auch erstmal aus der Fassung brachte. Sie musste sich selbst eingestehen, dass sie darüber noch gar nicht nach gedacht hatte. Ausgerechnet sie, die doch eigentlich für alles einen Plan hatte. Nur nicht für diese Situation. Sie fühlte sich auf verlorenem Posten. Immerhin legte sie sich sonst nie mit einem Lehrer, geschweige denn sogar mit der Direktorin an. Zumindest nicht öffentlich. Ihr sonst so geordneter Verstand überschlug sich. Schließlich war es Remus, der für sie in die Bresche sprang, und sehr zur Überraschung von Minerva, der Direktorin in den Rücken fiel.

„Lassen wir ihn die Entscheidung treffen.“ sprach er ruhig aus einer Ecke heraus, in der er sich mit verschränkten Armen an die Wand gelehnt hatte.

„Remus.“ reagierte McGonagall mit weit aufgerissenen Augen. „Du kannst das doch nicht befürw...“, doch Harry schnitt ihr das Wort ab:
„Das finde ich gut. Immerhin sind wir ihm das schuldig.“ Hermine blickte die beiden abwechselnd dankbar an.

Jonathan, der sich aus diesem verbalen Gefecht zurück hielt, beobachtete die Direktorin, wie sie innerlich mit sich kämpfte. Wie sie die beiden Optionen abwägte. Welche Risiken? Welche Vorteile? Ein letzter Blick in zwei entschlossene Gesichter ließ sie eine Entscheidung fällen. Sie fixierte den Muggel mit drohender Miene. Doch schließlich sah man ihr die Resignation an.

„Also? Was wollen sie?“

Er schaute sich um. Erst die beiden Jugendlichen. Beide lächelten leicht. Remus hingegen schien dem ganzen neutral gegenüber eingestellt zu sein. Lediglich die Augen von Professor McGonagall sahen ihn schon aus dem Schloss fliegen. Er überlegte kurz und gab dann eine fast schon politisch rhetorische Antwort:

„Ich denke ich sollte die Möglichkeit nutzen, die sie mir eröffnet haben und sie und die Bewohner dieses Schlosses noch ein wenig besser kennen lernen.“

„Also schön. Mr. Potter, Mrs. Granger. Sie beide werden die volle Verantwortung übernehmen, für alle Ereignisse, die sich in Zusammenhang mit diesem Herrn zutragen sollten. Haben wir uns verstanden?“ Harry und Hermine nickten der Direktorin akzeptierend zu und erhoben sich von ihren Stühlen. Auch Jonathan stand auf, ging aber nicht in Richtung Tür, sondern zu dem Tisch mit seiner Ausrüstung darauf. Er griff nach etwas, doch zum Erstaunen McGonagall's war es nicht die Waffe nach der er griff, sondern die zerfetzte Weste, die er nun genauer musterte. Er legte sie schließlich wieder zurück und drehte sich noch einmal zur Schulleiterin.

„Um ihnen zu zeigen, dass ich für sie und die Bewohner des Schlosses keine Gefahr darstelle, lasse ich meine Ausrüstung hier bei ihnen, wenn es genehm ist. Als Zeichen meines guten Willens.“ Minerva schnaubte leicht gereizt und ließ sich wieder in den Stuhl sinken. Jonathan folgte Harry und Hermine hinaus aus dem Büro. Diese begannen sofort damit ihn durch das Schloss zu führen.

„Hey,...ähm...könnt ihr mir sagen, welcher Tag heute ist?“ fragte Jonathan vorsichtig.

„Mittwoch.“ kam es von Harry.

„Ja, aber ich meine das Datum?“

„Achso. Heute ist der 26. Dezember.“

„Sagt mal, was ist das hier überhaupt für eine Schule?“

„Dies ist Hogwarts.“ gab Hermine als Antwort zurück.

„Habe ich noch nie was von gehört.“

„Naja, du als Muggel bist der Erste, der davon erfährt.“

„Muggel?“

„Ein Nicht-Magier.“

„Wie bitte?“ er schaute die Beiden fragend an. Hermine konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

„Nicht-Magier. Achso. Habe ich ganz vergessen zu sagen. Herzlich Willkommen in der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei.“ zwinkerte sie ihm zu.

Sein Blick war nur noch verwirrter. Was soll das heißen? Konnte es wirklich möglich sein? Nein! Oder doch? Nein! Die wollen ihn doch sicher verarschen. Oder nicht? Er wusste es nicht. Und das beunruhigte ihn. „Ihr wollt mir doch wohl nicht weiß machen, dass ihr zaubern könnt.“

„Wer weiß?“ antwortete Hermine schnippisch. Jonathan war nur immer mehr verwirrt.

„Wir erklären es dir etwas später.“ meldete sich nun Harry, der das ganze amüsiert verfolgt hatte, „aber lasst uns erstmal in die große Halle gehen. Ich habe einen riesigen Hunger.“

Da konnten ihm die Beiden nur zustimmen, also machten sie sich auf in die Große Halle. Dort angekommen, wurde Jonathan von der Größe dieses Saals fast aus den Schuhen gehauen. Dieser war fast so groß, wie eine Kathedrale. Und zu seinem erstaunen war die Decke nicht nur eine einfache Steinkonstruktion wie in den ihm bekannten Gotteshäusern. Nein. Dort oben waren Wolken zu sehen, von denen leichte Schneeflocken herab rieselten und schmolzen etwa auf halber Höhe. Dennoch war es angenehm warm. Erst jetzt bemerkte er die vier langen Holztische, die parallel zueinander aufgestellt vom Eingang bis zu einer Art Bühne reichten. Etwa 100 Meter vom Eingang entfernt. Am Kopf dieser gigantischen Halle. Ein massiver Tisch stand dort. Dahinter 13 Stühle. Jeweils sechs links und rechts von einem auffälligen Stuhl, indem Professor McGonagall saß und Jonathan scharf ansah, bevor sie sich wieder ihrem Mahl widmete. Auch zwei andere Lehrer musterten ihn und wie eine Vielzahl von Schülern schienen sie vergessen zu haben, dass vor ihnen Essen auf dem Tisch stand. Jonathan schaute in eine Menge sprachlose Gesichter und starrende Augen, die ihn förmlich durchbohrten. Hermine ging los und platzierte sich an einem der Tische. Auffallend war, dass sämtliche Jugendliche dort gleichfarbige Kleidung trugen. Und diese unterschied sich wiederum von den Schülern, die an zwei anderen Tischen saßen. Lediglich der Tisch links außen war vollkommen verlassen, bis auf einen eingedeckten Platz. Jonathan war verunsichert. Warum ist er bloß hier geblieben? Doch Harry holte ihn wieder zurück in die Realität.

„Hey, alles okay? Mach dir nichts daraus. Die haben halt noch nie einen Muggel in Hogwarts gesehen. Ich wünsche dir zumindest einen guten Hunger.“ und schon lief er Hermine nach und setzte sich neben sie. Langsam ging Jonathan in Richtung des Platzes. Immer noch spürte er Unmengen von Augen auf sich ruhen, aber die einer Person waren so intensiv, dass ihm der Appetit verging. Es war die einzige Person, die von Anfang an gegen seinen Aufenthalt hier auf Hogwarts war. Kurz hob er den Kopf und blickte in Richtung der Besagten. Seine Augen trafen sich mit denen Professor McGonagall's, doch lange konnte er ihnen nicht stand halten. Er wandte sich ab und setzte sich. Kurz schweifte sein Blick über die auf getafelten Leckerein, doch trotz des reichlichen und schmackhaften Angebotes wollte kein richtiges Hungergefühl aufkommen. Wie denn auch, wenn er hunderte Blicke in seinem Rücken spürte. Man hätte zu diesem Zeitpunkt eine Stecknadel fallen hören können.

Ein Glas viel zu Boden und zersprang in hunderte Einzelteile. Sofort hörte man, wie sich die ganze Schar auf ihren Sitzplätzen umdrehte und zur Quelle starte.
„Upps. Mein Fehler. Entschuldigung.“ sprach Hermine, die daraufhin begann, gemeinsam mit Harry und ihren Freunden zu essen. Und auch das Geräusch von klirrenden Gabeln und Messern hielt nun zunehmend Einzug in die Große Halle. Jonathan dankte ihr innerlich dafür, bevor auch er begann sich aufzutun.


Die Halle lehrte sich. Das Gemurmel über ihn und seine Anwesenheit hier auf Hogwarts wurde immer leiser.

„Bist du fertig?“ fragte Hermine ihn, die sich ihm vorsichtig von hinten näherte.

„Gleich.“

„Okay, darf ich mich solange zu dir setzen?“

„Natürlich. Und danke.“

„Wofür? Achso. Kein Problem.“

Stumm beobachtete sie ihn, wie er die letzten Fleischstückchen von einer Hähnchenkeule abknabberte. Inzwischen waren auch Harry und die anderen Freunde fertig mit ihrem Essen, sodass sie sich zu den Beiden gesellten.

„Hey Hermine. Stellst du uns vor?“ fragte Ginny, die Jonathan freundlich anlächelte.

„Natürlich. Jonathan, das sind Ginny, Luna und Neville.“

„Hi. Schön euch kennen zu lernen.“

„Gleichfalls.“ kam es von den Drei wie aus einem Mund.

„So dann wollen wir mal hoch in den Gemeinschaftsraum.“ schlug Harry vor.

„Genau. Dort können wir dir dann noch ein bisschen was erzählen.“ fügte Hermine an.

„Okay. Das klingt gut. Aber ich muss vorher noch mit Professor McGonagall reden. Wegen Übernachtung und sowas.“

„Hmm, wir warten am Eingang auf dich.“ schlug Ginny vor.

„Bis gleich.“ lächelte Jonathan, als er sich von seinem Platz erhob und in Richtung Lehrertisch ging.



„Was wollen sie?“ fragte Minerva unfreundlich.

„Entschuldigen sie, aber ich wollte sie fragen, wie es um die Möglichkeit eines Schlafplatzes bestellt ist?“

„Sie wollen einen Schlafplatz haben? Hier gibt es genug Flure und Gänge. Suchen sie sich was aus.“ antwortete die Direktorin verärgert.

„Minerva. Also bitte.“ kam es von einer jungen Frau mit leuchtend gelben Haaren, die diesem Gespräch begeistert gelauscht hatte. „Er ist ein Gast. Also sollten wir ihm auch ein Schlafgemach anbieten.“

„Ach. Was schlagen sie vor, Nymphadora? Soll er vielleicht zu den Kindern ins Schlafzimmer.“

„Nein, das natürlich nicht. Aber wie ich gesehen habe, verstehen sie sich gut mit Hermine und Harry.“

Jonathan nickte leicht.

„Es sollte für mich ein leichtes sein, ein weiteres Zimmer im Gryffindorturm zu zaubern. Was halten sie davon?“

Wieder nickte er.

„Gut. Dann wäre das ja geklärt. Ich werde mich dann gleich darum kümmern.“ lächelte die junge Lehrerin.

„Danke.“ erwiderte Jonathan kurz und ging anschließend zu der kleinen wartenden Gruppe, um mit ihnen zusammen in den Gryffindorturm zu gehen. Luna mussten sie mit dem Tarnumhang an der fetten Dame vorbei schleusen, aber ohne dass der Captain davon etwas mitbekommen konnte. Und so saßen die fünf Freunde zusammen mit ihm am Kamin und erzählten über Geschehnisse, Geschichten und Dinge der Zaubererwelt und lauschten im Gegenzug ihm und seinen Ausführungen über die Muggelwelt. Immer klarer wurde Jonathan das Bild über diese Welt, die ihn immer mehr in Faszination versetzte. Vor allem die Tatsache, dass er sich mit Zauberern unterhielt. Es amüsierte die Freunde, als sie ein paar Zaubersprüche vorführten und ihn damit sprachlos machten.

Die Stunden vergingen. Es wurde Nacht. Luna verabschiedete sich bereits frühzeitig. Während Neville und Ginny noch ein wenig auf dem Sofa kuschelten und weiter mit Jonathan redeten, ging Hermine noch einmal aus dem Gemeinschaftsraum. Harry folgte ihr wenige Minuten später.

Die Gänge Hogwarts waren verlassen. Dunkel und einsam. Doch zielstrebig ging er den steinernen Pfad. Der Pfad, der ihn zu dem Ort führen wird, den Hermine wohl am liebsten mochte, abgesehen von der Bibliothek. Schleunigst erklomm er die Stufen. Warum musste es ausgerechnet der höchste Turm des Schlosses sein? Aber sie liebte diesen Platz. Und Harry liebte sie. Und dafür war ihm nichts zu hoch und nichts zu weit entfernt.

Langsam schob er die Tür zur Plattform des Astronomieturms auf. Sofort schlug ihm eisige Zugluft entgegen und ließ ihn erschaudern. Der wolkenlose Himmel offenbarte die Schönheit der funkelnden Sterne, aber auch die eiskalte, trockene Luft, die in jedem Winkel der Lunge stach. Aber irgendwie war es für Harry auch ein befreiendes und lebendiges Gefühl. Die Haut prickelte. Der Atem kondensierte.
Der gesamte Boden war mit einer dünnen Schicht aus Pulverschnee bedeckt, die vom Vollmond erleuchtet wurde. Die Säulen und das Geländer zeichneten ihre dunklen Schatten, wie mit einem Lineal gezogen, über den Boden. Ein paar frische Spuren zogen sich durch den leichten Schnee.
Langsam folgte er den Abdrücken mit den Augen, bis sie in einem Schatten verschwanden. Dieser war nicht so gleichmäßig geformt, wie der der Säulen. Er wirkte zierlicher. Er wirkte weiblicher. Es war der Schatten seiner einzig großen Liebe: Hermine.
Durch das Licht des Mondes war nur ihre Silhouette erkennbar. So dunkel wir ihr eigener Schatten. Langsam näherte er sich ihr. Ihr Körper hob sich sanft unter ihren gleichmäßigen Atemzügen. Auch vor ihrem Gesicht bildete sich ein feiner Nebel ihre Atemluft. Auch wenn er ihr in diesem Moment noch nicht in die Augen schaute oder mit ihr sprach, so spürte er doch eine gewisse Sorge, die sie plagte. Immer näher kam er ihr. Ihr Haar glänzte im Mondlicht. Es war bezaubernd. Sie war bezaubernd. Immer näher kam er ihr, bis er schließlich direkt hinter ihr stand und seine Hände sanft über ihre Taille zu ihrem Bauch gleiten ließ. Sie seufzte leise und ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen. Ihren Kopf neigte sie zur Seite, sodass er sich an der warmen Haut seines Halses anschmiegte. Sanft berührte er mit seiner Wange ihren Kopf. Sein warmer Atem strömte über ihren Haaransatz, was ihr einen wohligen Schauer über den Rücken trieb. Doch das Gefühl, welches er ihr mit seiner Anwesenheit gab, wärmte sie. Ihr Blick lag weiter über dem eingeschneiten Hogwartsgelände. So standen sie dort einige Augenblicke. Eng umschlungen und sich gegenseitig wärmend. Kein Wort fiel. Alles blieb stumm. Für Minuten. Wo sie einfach nur da standen. Sich nicht bewegten. Lediglich der hypnotisierende Rhythmus ihrer ruhigen und entspannten Atmung begleitet sie auf dem Weg zur Glückseligkeit.

„Ist alles okay?“ fragte Harry sanft.

„Das weiß ich nicht.“ hauchte sie vor sich in die Luft. Harry bemerkte, wie ihr eine einzelne Träne stumm die Wange hinab kullerte.
„Was ist, wenn das jetzt jedes Mal passiert? Wenn ich dir niemals zeigen kann, wie sehr ich dich liebe.“ fuhr sie leise fort.

„Ich weiß wie sehr du mich liebst, denn ich weiß wie sehr ich dich liebe.“ flüsterte er ihr ins Ohr. Zärtlich löste sie sich aus seiner Umarmung und wandte sich ihm zu, sodass sie ihm tief in die Augen schauen konnte. Sie musste dabei ihren Kopf leicht nach hinten neigen, denn Harry war etwa zehn Zentimeter größer als sie. Harry's Hände lagen immer noch auf ihrer Taille. Ihre Rechte Hand streichelte seine Wange. Ihre weiche Haut auf seiner ließ sein Herz höher schlagen. Haselnussbraun trifft weiter hin Smaragdgrün.
Liebevoll.
Zärtlich.

„Gegen das andere Problem hilft nur eins.“ begann Harry wieder gefühlvoll.

Diesmal war es seine Hand, die sich auf ihre Wange legte und sanft darüber streichelte. Die Wärme durchdrang ihren ganzen Körper. Langsam näherten sich ihre Köpfe. Die Augen fixierten sich immer noch gegenseitig.
Langsam.
Bedächtig.
Vorsichtig.
Ihre Augen geschlossen. Die Köpfe leicht geneigt. Ihre Lippen berührten sich sanft.
Und dann?
Die Küsse wurden leidenschaftlicher.
Verliebter.
Die Körper eng aneinander.
Keuchend.
Lächelnd.
Freudentränen fielen.
Und weitere Küsse folgten.

So standen sie dort.
Minuten.
Hellwach.
Glücklich.
Auf dem höchsten Turm eines schlafenden Schlosses.


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