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Fanfiction

Harry Potter und die verschmelzenden Seelen - Die Rückkehr

von einstein90

so mal wieder was neues von mir...
und danke für die kommis...
und auch den unbekannten, die die geschichte abonniert haben...vllt lese ich ja mal ein kommi von euch...ich freu mich darauf


kritik, lob, anregung sind gerne gesehen
ich will euch nicht länger warten lassen

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Eine Vielzahl von Schülern und fast alle Lehrer standen auf der Treppe, die zum großen Eingangsportal von Hogwarts führte. Eng drängten sie sich, um dem Muggel nach zu schauen, der die letzten zwei Tage auf dem Schloss verbracht hatte. Unter ihnen waren auch Harry und Hermine. Auch sie wollten Jonathan verabschieden, doch sie wurden abgelenkt.

Leuchtendes Grün traf intensives Braun.

Gefangen von seinen liebevollen Augen versank ihr Geist in endlosen Weiten. Sie spürte seinen kräftigen Körper an ihrem. Die Wärme, die er ausstrahlte, war so intensiv.
So erfüllend.
Und befriedigend.
Jede Faser ihres Körpers sog diese in sich auf.
Der Winter war vergessen. In ihrem Herzen war der Frühling ein gekehrt. Hunderte Schmetterlinge flatterten durch jede einzelne Zelle ihres Körpers.
Hermine driftete in eine traumhafte Welt ab.

Sanftes Braun verschmolz mit liebevollem Grün.

Harry verliebte sich jeden Tag aufs neue. Sie gab ihm soviel Kraft. Soviel Liebe. Seine Seele rebellierte in ihm. Rebellierte vor dem Moment, an dem sie diesen Blick brechen würde. Sanft drückte er ihre Hand und strich mit seinem Daumen über ihren seidigen Handrücken. Ihre Finger umschlossen einander.
Liebevoll lächelte sie ihn an. Und keine Sekunde später fing sein Herz an Tango zu tanzen. Kreuz und Quer. Sie war die einzige, die es schaffte sein Herz so in Aufruhr zu versetzen. Dieses Gefühl war so überwältigend. So allgegenwärtig.
Sie blinzelte.
So anmutig. So verliebt.

Der Damm war gebrochen. Er konnte nicht anders. Harry zog sie an sich heran. 'Ja. Ja! JA!!!' schrie Hermine innerlich. Sie spürte, wie sich ein Arm auf ihren Rücken legte und sie in einer kräftigen, aber zugleich auch langsamen Bewegung an ihn drückte. Sie schloss die Augen und drehte ihren Kopf zur Seite, sodass sich ihr Ohr an seinem Hals anschmiegte. Seine Hand gab die ihre frei, woraufhin Hermine etwas enttäuscht war. Doch das legte sich sofort wieder. Ihr betörender Duft stieg ihm in die Nase. Er beruhigte ihn.
Seine Gedanken drehten sich nur noch um Hermine. Seine Hand fuhr ihren Rücken hinauf. Über ihr Schulterblatt, ihre Schulter, den Hals und verschwand schließlich in ihren Haaren.

Sie liebte es. Seine Hand, wie sie sanft ihre Kopfhaut massierte. Es war so entspannend, während sich ihr Körper in seiner Nähe so lebendig fühlte. Sie umschlang seine Taille mit beiden Armen.
Harry war willenlos. Ihr samtenes Haar strich über seine sensible Haut, was ihn ein wenig kitzelte.
Er hauchte ihr einen liebevollen Kuss auf den Kopf, bevor er seinen auf den ihren legte. Seine Augen schlossen sich langsam.
Hermine war hypnotisiert. Von dem monotonen Pochen seiner Halsschlagader. Sie spürte jeden einzelnen Puls. Sie hörte wie die Luft durch seinen Hals strömte und sich im Einklang mit seinem Brustkorb hob und wieder senkte. Immer und immer wieder. Hermine war süchtig danach. Nach dem Gefühl der Sicherheit, Geborgenheit und Liebe.
So, wie er süchtig nach ihr war. Nach ihrem Geist.
Ihrer Seele.
Ihrem Körper.
Die Zeit stand still. In ihrer Welt. Niemand beachtete sie.

Die Schüler verfielen in wildes Gerede, als der Fremde in der Ferne verschwand. Professor McGonagall scheuchte sie auf. Langsam setzte sich die Menge in Bewegung. In deren Zentrum standen sie. Wie ein Fels. Der die Wellen der Schüler brach.
Einige warfen einen kurzen Blick auf sie, doch nie lange genug, denn sie wurden von den Nachfolgenden weiter die Treppe hinauf geschoben. Minerva wollte gerade auch die beiden auffordern, sich wieder ins Schloss zu begeben, aber Remus hielt sie davon ab:

„Lassen sie die Beiden. Geben sie ihnen ein wenig Zeit für sich.“ merkte er leise an.

Weder Harry noch Hermine bewegten sich. Niemand wollte diese Umarmung enden lassen. Niemals.
Doch ein eisiger Wind ließ sie zusammen fahren und enger zusammen rücken. Noch immer in ihrer Umarmung vereint öffneten sie die Augen und mussten feststellen, dass die Dämmerung einsetzte. Auch waren sie sehr darüber erstaunt, alleine auf der großen Treppe zu stehen. Sie hatten nicht mitbekommen, dass McGonagall die Schüler vor gut zwanzig Minuten davon gescheucht hatte.
Beide blickten sie zum großen See hinunter. Über den Gipfeln der entfernten Berge brach die Wintersonne zum ersten Mal an diesem Tag durch. Der feurig-orange Ball sandte seine Strahlen aus und erleuchtete Länderei und Schloss gleichermaßen. Es war ein überwältigender Anblick, wie das alte Gemäuer majestätisch auf dem Felsvorsprung thronte. Die Sonne spiegelte sich in den vielen Fenstern. Ein Spiel von Licht und Schatten glitt über die schneebedeckten Wiesen.
Auch Harry und Hermine standen im Licht. Auf den Stufen war jedoch nur ein Schatten zu sehen. Erst als das intensive Licht, was von dem Schnee reflektiert wurde, begann in den Augen zu schmerzen, wurde aus dem einen zwei Schatten. Der eine kräftig und maskulin, der andere weiblich und zierlich. Doch selbst die Schatten blickten sich gegenseitig an. Selbst sie strahlten eine Liebe aus.
Es trafen sich haselnussbraun und smaragdgrün. Die, der Sonne zugewandten Seite ihrer Gesichter war rötlich erhellt. Die andere lag im Schatten. Harry's Hand, die sich bis zu diesem Zeitpunkt noch immer in ihrem Haar befand, wanderte langsam zu ihrem Hals hinunter. Ein wohliger Schauer durch fuhr Hermine, als seine Fingerspitzen ihre Haut streiften. Beide lächelten sanft und liebevoll. Seine Augen musterten ihr Gesicht.
„Du bist so wunderschön.“ hauchte er vollkommen sprachlos. Er liebt sie. Alles an ihr. Selbst die störrische Strähne ihres Bronze-schimmernden Haares, die ihr immer wieder ins Gesicht fiel. Er schob sie mit seinem Zeigefinger zurück hinter ihr Ohr, bevor er wieder zu ihrem Hals zurück kehrte und mit seinem Daumen über ihre Wange strich.

„Ich liebe dich, Hermine Jean Granger.“

„Und ich liebe dich, Harry James Potter.“

Ihre Gesichter kamen sich näher. Leicht streiften die Nasenspitzen aneinander vorbei. Die Augen geschlossen. Die Köpfe leicht geneigt. Ihre Lippen trafen sich. Liebevoll. Sanft. Begierig und sehnsüchtig. Leidenschaftlich. Hermine fuhr mit ihren Händen durch sein wirres schwarzes Haar. Beide verzehrten sich nacheinander.

*** in der großen Halle***

„Wo sind Harry und Hermine?“

„Ron, warum willst du das wissen? Verdammt noch mal akzeptiere es endlich. Die beiden sind zusammen und auch glücklich. Und ich warne dich! Wenn du einen von beiden irgendwas antust, dann bekommst du es mit mir zu tun!“ fauchte Ginny ihren Bruder an. Dabei war es ihr egal, dass sämtliche anwesenden Schüler und Lehrer von ihrem Essen aufschauten und zu ihnen hinüber sahen. Ron lief rot an. Fast hätte seine Gesichtsfarbe seinen Haaren Konkurrenz machen können. Er hob die Hände beschwichtigend.

„Langsam, Schwesterchen.“ er machte eine kurze Pause und setzte einen schuldbewussten Gesichtsausdruck auf. „Ich weiß, das ich einen riesigen Mist gebaut habe.“

„Oh ja das hast du!“ nickte Ginny provokant.

„Und deswegen wollte ich mich auch bei den beiden entschuldigen. Immerhin sind...waren sie meine besten Freunde.“

„Du solltest dir damit noch Zeit lassen. Harry ist immer noch nicht gut auf dich zu sprechen, was auch verständlich ist bei deinen dämlichen Aktionen, die du gebracht hast.“

„Ich weiß.“ Schuldbewusst stocherte er in seinem Essen herum. Ginny entging das natürlich nicht. Egal was ist, aber Ron würde niemals auf ein Stück Quarktorte verzichten. Ihm schien sichtlich der Appetit vergangen zu sein.
„Es ist dir also ernst?“ Ron nickte.

„Ich werde sehen, ob ich ihn davon überzeugen kann, dir wenigstens zuzuhören. Mehr kannst du auch nicht erwarten.“

„Ja ich weiß. Aber ich muss es versuchen. Danke Ginny.“ Etwas erleichtert begann Ron wieder zu essen. Doch diesmal mit mehr Anstand. Auch Neville und Ginny setzten ihr Abendessen fort. Die restlichen Schüler taten es ihnen gleich und widmeten sich nun wieder ihrem Essen und den Gesprächen, die sie kurz zuvor geführt hatten. Das chaotische Klangspiel von Besteck setzte wieder ein.

„Ach Ginny.“ Ginny blickte auf und ihrem Bruder genau in die Augen.
„Luna hat mir erzählt, dass dieser Muggel dir und Neville noch was ins Ohr geflüstert hat. Was hat er denn gesagt?“

Ginny's Stimmung machte auf dem Absatz kehrt.
„Das geht dich gar nichts an!“ keifte sie Ron garstig an. Und ehe er sich versah stand sie auf, packte Neville am Arm und zog ihn von der Bank. Ihr Freund war selber ziemlich überrascht, sodass er den Löffel mit Pudding, den er gerade zu seinem Mund führen wollte, fallen ließ. Ron blieb sprachlos zurück.

***außerhalb vom Schloss***

Der Abend wurde kühl. Harry und Hermine entschieden sich zurück ins Schloss zu gehen, nachdem sie einen Spaziergang über das Schlossgelände gemacht hatten.
„Wenn wir uns beeilen, können wir noch zu Abend essen.“ bemerkte Hermine, als sie auf das große Portal zu gingen und sie einen Blick auf die gigantischen Bleifenster der großen Halle warf, in der immer noch das Licht schien.
„Oh ja. Ich habe einen riesigen Kohldampf.“ grinste Harry seine Freundin an, die nicht anders konnte, als ihm ein Lächeln zu schenken.
„Wer als erstes da ist!“ sagte Harry wettend. Er begann lachend los zulaufen, während Hermine empört stehen blieb. „Hey, das ist unfair!“ Doch Harry lief immer noch lachend davon.

'Na warte.' Hermine holte ihren Zauberstab aus der Innentasche ihres Mantels und zielte sorgfältig. „Incarcerus.“ rief Hermine. Harry, der den Zauberspruch kannte, konnte nur noch die Augen aufreißen, bevor er von Seilen gefesselt, schnurstracks nach vorne fiel und mit dem Gesicht im Schnee landete. Hermine konnte nicht anders, als gellend auf zu lachen. Gemütlich schlenderte sie zu Harry und kniet sich nieder. „Ach Mr. Potter. Haben sie was gefunden?“ grinste sie ihren sich windenden Freund an.
„Das ist nicht witzig Hermine.“
„Lass mich überlegen...doch ist es.“ amüsierte sie sich und ging ruhigen Schrittes weiter. „Hermine!“ rief Harry, doch sie ging weiter. „Na warte! Das kriegst du zurück!“

Hermine drehte sich zu ihm um und blickte ihn herausfordernd an. „Das will ich sehen.“ Mit einem Wink ihres Zauberstabes lösten sich die Seile um Harry's Körper. Er warf sie schnell von sich und richtete sich auf.
Die Seile lösten sich sofort auf, als sie zu Boden fielen.
Wie aus dem nichts setzte er zu einem Sprint an und überwand die wenigen Meter, die Hermine als Sicherheitsabstand zwischen sich und ihn gebracht hatte. Vollkommen überrascht drehte sie sich um und wollte gerade davon laufen, als er sie mit seinen Armen umschlang und hoch hob.

„Harry. Nein, nicht!“ rief sie glücklich lachend, als er sie ein paar Meter trug, sie absetzte und eine Hand voll Schnee aufhob. Und es kam, wie es kommen musste. Harry seifte seine Freundin ein. Hermine verstummte kurz und pustete sich den Schnee von ihren Lippen. Grinsend wedelte sie sich auch den Rest von dem kalten nassen Zeug aus dem Gesicht, bevor sie ihrerseits einen Schneeball formte und nach ihm warf, jedoch nicht traf.
Beide bewarfen sich amüsiert, wobei es mehr nach einem Tanz als einem Kampf aussah. Sie erreichten das Tor.
Beide sahen sie sich verliebt in die Augen.
Beide hatten sie rote Wangen und rote Nasen.
Ob es von der Kälte oder dem Spaß kam. Es war egal. Sie waren glücklich. Und das Glück des Augenblicks gipfelte in dem Moment, als sich ihre Lippen trafen.

Beide übertraten sie die Schwelle, als Ron aus der Großen Halle rechts vor ihnen kam. Er bemerkte sie nicht. Er bog ab zu den Treppen und verschwand hinter der nächsten Mauer. Hermine hatte ihn nicht bemerkt, weil sie sich eng an Harry's Arm klammerte und ihn von der Seite her beobachtete. Harry spürte ihren Blick und versuchte die Wut zu unterdrücken, die er bei Ron's Anblick in letzter Zeit immer verspürte.

Gemütlich aßen sie noch zu Abend. Es war ruhig. Die Halle war komplett leer. Fast zumindest. Drei Schüler von Ravenclaw und zwei Hufflepuffs waren noch anwesend. Lupin, der letzte anwesende Lehrer, haben die beiden Gryffindors vor ein paar Minuten winkend verabschiedet. Harry, der anscheinend wirklich Hunger hatte, schlang was das Zeug hielt. Belustigt beobachtete Hermine dabei, während sie genüsslich an ihrem Tee nippte. Eigentlich war dies genau das, was sie an Ron immer verachtete. Dieser unstillbare Hunger und die Abwesenheit von Manieren. Doch Harry amüsierte sie. Vielleicht auch deswegen, weil sie ihn liebte.
Harry knabberte das letzte bisschen Fleisch von einer Keule, säuberte seine Hände und seinen Mund mit einer Serviette und sah Hermine dann vollkommen zufrieden an.
„Satt?“ fragte sie ihn, woraufhin er mit einer Hand über seinen Bauch streichelte und glücklich nickte. Sie lächelte ihm liebevoll zu und erhob sich nach dem letzten Schluck aus ihrer Tasse. Harry stand ebenfalls auf und bemerkte erst jetzt, dass sie ganz alleine waren. Er nutzte die Gelegenheit und hauchte Hermine einen Kuss auf die Lippen. Sie fuhr sich mit der Zunge über die Lippe und seufzte: „Mmmhhh...Hühnchen.“ Harry lachte auf. Gemeinsam gingen sie hinauf in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors. Hand in Hand.

***Büro der Direktorin***

Eine große Staubwolke bildete sich um den Kamin, als etwas oder jemand auf dem Boden landete. Minerva, die gerade über einigen Dokumenten hockte und gerade eine Unterschrift setzen wollte, schreckte hoch. Ihr Augen versuchten die dichte Wolke aus Asche zu durchdringen, aber es gelang ihr nur spärlich. Ein Husten erklang. Mit einer geschmeidigen Handbewegung, die man normalerweise von einer solch alten Dame nicht erwarten würde, zog sie ihren Zauberstab und richtete ihn auf die Quelle. Langsam legte sich der Staub, doch noch bevor er sich gänzlich lichtete, tauchte der Oberkörper von einem Bekannten aus der Wolke auf. McGonagall zielte direkt auf ihn.

„Wow...Professor. Ganz ruhig. Ich bin es.“ Jonathan war etwas überrascht von der Begrüßung. Er riss sogleich die Hände hoch.

„Was in Merlins Namen machen sie schon wieder hier?“ fragte Minerva vollkommen perplex. Auch wenn Jonathan normalerweise kontern würde, so stand ihm jetzt nicht der Sinn danach, auch wenn ihm ein Spruch auf den Lippen lag. Stattdessen klopfte er sich den letzten Staub aus den Sachen.

„Hören sie. Ich habe wichtige Neuigkeiten für sie.“

Minerva schaute ihn skeptisch an. Sie musterte ihn aufmerksam. „Also? Was haben sie zu berichten?“

„Scrimgeour ist tot.“

„Was? Woher kennen sie...“

„Ich komme gerade aus dem Zaubereiministerium. Zumindest das, was davon übrig ist.“
Minerva sah ihn vollkommen sprachlos an. Sie drehte sich zu einem der Gemälde um und bat den älteren Herren, der sich darin aufhielt, ins Ministerium zu gehen und nach zusehen. Der Mann im Gemälde verschwand und Minerva drehte sich wieder zum Captain.
„Wie sind sie ins Ministerium gekommen? Der einzige Weg aus der Muggelwelt ist...“

„Der Kamin des britischen Premierministers, ich weiß.“ beendete er ihren Satz. „Ich habe es in einem der Bücher ihrer Bibliothek gelesen.“ Die Direktorin war immer noch sprachlos. Sie ließ sich erst einmal wieder in ihren bequemen Sessel fallen und stützte ihren Kopf nachdenklich auf die Hand. Geistesabwesend starrte sie durch Jonathan hindurch, als wenn er Luft wäre.
Schließlich fand sie ihre Worte wieder: „Wieso? Ich meine, was hat sie dazu veranlasst, hierher zurück zukehren? Geschweige denn in das Zaubereiministerium zu reisen?“

„Es ist eine persönliche Angelegenheit.“ kam es kurz von dem Muggel. Minerva hörte den Schmerz in seiner Stimme. Sofort kam in ihr der mütterliche Instinkt hoch, den sie über all die Jahre, die sie hier auf Hogwarts lehrte, ihren Schüler entgegen gebracht hatte.

„Was ist passiert?“ fragte sie fürsorglich, was ihn aus dem Konzept brachte. Er schaute sie misstrauisch an. Doch ihre Augen verbreiteten Sicherheit und Geborgenheit.
Jonathan hielt kurz inne. Er bereitete sich auf die Flut der Gefühle vor, die ihn gleich umspülen würden und schließlich wollte er in ihnen nicht ertrinken. Dann fing er an zu erzählen, wobei die Stimme brüchig und leise war. Sein Körper fing an zu zittern.

„Meine Frau...“

Blaue Augen, aus denen gerade das Leben verschwand, starrten ihn leer und matt in seinem Geiste an. Blond-glänzendes Haar fiel in langen Strähnen über ihre seidig weißen Schultern. Tränen bahnten sich ihren Weg die Wangen hinab.

„...meine Tochter...“

Eine so geliebte Stimme schallte ihm im Hinterkopf. Ein Lachen. Ein so liebevoll ausgesprochenes
„Papa“. Der Schmerz stach im Herzen.

„...tot...“

Die Schultern sanken resignierend hinab. Die Realität. Ausgesprochen. Rammte es ihm ein glühenden Metallstab in den Geist. Das Bild kehrte wieder in seinen Geist zurück. Das Bild von dem Ort, an dem sie starben. Eingebrannt für die Ewigkeit.

„...Todesser...“

Der Schmerz wandelte sich. Sein Herz wurde von Dunkelheit erfüllt. Hass. Purer Hass schoss ihm in jeden Winkel seines Körpers. Seine Muskeln spannten sich an. Sie verkrampften sich regelrecht. In seinen Augen loderte ein Feuer, welches selbst Professor McGonagall beunruhigte.

„Hass ist ein starkes Gefühl.“
Jonathans blickte zu ihr auf, nachdem seine Augen sich förmlich durch die kahlen Steinwände gebrannt hatten.
„Hat es doch den starken Drang uns anzutreiben.“
Oh ja. Wie gerne würde er jedem einzelnen dieser Gestalten das Leben aushauchen. Mit bloßen Händen wenn nötig.
„Es gibt uns Kraft zu kämpfen.“ sprach sie ruhig. Wie eine Mutter, die ihr Kind nach einem Alptraum beruhigte.
Er mochte die mütterliche Direktorin. Sie verstand ihn. Sie stachelte seinen Hass noch weiter an.

„Es zerstört das Andenken an jene, welche uns genommen wurden.“
Sein Gehirn war wie leer geblasen. Sein Stand war alles andere als fest. Er konnte es nicht fassen. Voller Entsetzen schaute er Minerva mit weit aufgerissenen Augen an. Sie hatte ihm tatsächlich gerade den Boden unter den Füßen weg gezogen. Warum hatte sie ihn dann zuvor angestachelt?

„Jetzt können wir vernünftig reden. Jetzt, wo der Hass nicht mehr ihre Gedanken nährt.“ Jonathan war vollkommen sprachlos.
„Ich kann ihren Schmerz nachvollziehen. Ich rate ihnen, nehmen sie sich die Zeit zu trauern. Verabschieden sie sich würdig von ihrer Frau und ihrer Tochter. Mit sauberen Händen.“
Er nahm ihre Worte in sich auf und ließ sich von ihnen durchströmen. Jede Faser seines Körpers beruhigte sich. Die Muskeln locker, der Geist besänftigt. Vorerst. In Gedanken versunken starrte er die Lehne des Sessels an, in der eben noch die Direktorin saß. Erst als seine Seele und sein Körper wieder im Einklang waren. Erst dann kehrte er in die Realität zurück. Ins Hier und Jetzt. McGonagall wandte sich derweil dem Gemäldebewohner zu, den sie zuvor ins Ministerium geschickt hatte. Sie wechselten ein paar Worte bevor sie sich bedankte und ihren Zauberstab zog. Sie schwenkte ihn leicht. Kein Wort fiel. Gleißend helles Licht erfüllte das Büro. Jonathan kniff die Augen zusammen.

„Alle Lehrkräfte sollen sofort in meinem Büro erscheinen!“ Die Anweisung war klar. Der Patronus, der die Form eines prächtigen und anmutigen Gepards besaß, verschwand durch die Tür.

Über ihre Brille hinweg musterte sie Jonathan einen kurzen Augenblick. Er stand etwas unbeholfen da. So als wenn er nicht wüsste, wo er nun hin gehörte.
„Sie kennen doch sicher den Weg in den Gryffindorturm.“ Der Captain nickte stumm. „Harry und Hermine werden sich freuen sie wieder zusehen.“ Ein Moment überlegte er. Dann verabschiedete er sich mit einem Lächeln auf den Lippen und einem leichten Nicken. Schnell trat er aus dem Büro, eilte die Treppen hinab und rannte durch die ausgedehnten Gänge und Flure des Schlosses.


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