
von ruckiundtille
@dragongirl1000: Hey!!! Mein erstes Review! XD! Whohooo!*freu* AAAlso: Ja, so etwas ähnliches wie eine Romanze wird es sicher noch geben...aber das hängt vor allem von den spontanen Reaktionen meiner verrückte co-autorin -tilya-ab, die der Schöpfer des OC "Tilya" ist. -tilya- hat eine original-fic über ihren Chara und das Volk der Alverlieken geschrieben, und ich (Rucki) habe die Erlaubnis bekommen, ihrern liebenswerten Chara für eine HP-fic zu "missbrauchen"! Also, ich weiß nicht, inwiefern man hier fremde Links posten darf,-aber wenn du Interesse hast, kann ich dir per mail den Link zu ihrer Fiction "der Malar" schicken ^^ Ansonsten noch mal von uns beiden ein dickes, fettes Dankeschön für die Zeit, die du dir genommen hast, die FF zu lesen, und auch noch ein Review dazulassen!!
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Keuchend lehnte sich Tilya mit ihrem ganzen Gewicht gegen die TĂĽr.
Nicht, dass dieses Biest es verstand, die Klinke zu betätigen!?
Gehetzt ließ Tilya ihre Blicke über die Wände des kargen, düsteren Raumes wandern, in dem sie sich befand.
Hohe Regale beherbergten etliche Glaskolben mit widerlich anmutenden Reagenzien. Einige davon schienen noch zu leben…
Sie erblickte einen Tisch, ĂĽber dem sich ein schwarzer Schemen mit raubtierhafter Eleganz erhob.
Trotz ihrer nachtsichtigen Verliekenaugen hob sich fĂĽr Tilya die herannahende dunkle Gestalt kaum vom Rest des Raumes ab, der nur schwach durch eine grĂĽne, zĂĽngelnde Flamme im Kamin erhellt wurde. Ihr stockte der Atem.
„Wer sind Sie eigentlich, dass Sie die Dreistigkeit besitzen, unaufgefordert mein Büro zu betreten?“ schnarrte eine männliche Stimme, so scharf, so kalt und so verachtend, dass es Tilya eine Gänsehaut über den Rücken jagte.
„Ihre Unverschämtheit wird Folgen nach sich ziehen, darauf können Sie Gift nehmen. Name, Hauslehrer?“ zischte der Mann gefährlich leise, wobei er sie unsanft am Kragen ihres Kittels packte.
Tilya sah sich im Halbdunkeln mit einem eisig funkelnden Augenpaar, von der Schwärze einer Neumondnacht, konfrontiert.
Sie konnte seinen Atem kalt auf ihrem schweiĂźnassen Gesicht spĂĽren, er roch muffig nach Baldrian.
Ein Jammer, dass dieses Kraut in diesem Fall wohl seine beruhigende Wirkung verfehlt zu haben schien.
Die Haut des Mannes war leichenblass, ĂĽber den streng zusammengezogenen Brauen bildete sich eine bedrohliche Zornesfalte.
Tilya hörte es an der Tür kratzen. „Mmmrrrauuuuuuuuu….“
Dreck! Dieses grauenhafte Vieh da drauĂźen wusste, wo sie war! Das machte ihren eben gefassten Fluchtplan nicht gerade einfacher.
Egal, lieber stellte sie sich der widerlichen, pelzigen Kreatur im Flur, als hier, bei diesem furchtbaren Mann zu bleiben!
„Ich habe Ihnen eine Frage gestellt, junge Dame.“ kam es lauernd von den schmalen Lippen ihres Gegenübers.
Tilya fackelte nicht lange, wand sich mit einer blitzschnellen Bewegung aus ihrem Kittel, stieß die Tür aus, worauf das dürre Fellbündel fauchend zur Seite geschleudert wurde, und stolperte geradewegs dem wohl hässlichsten Kerl in die Arme, den sie bisher gesehen hatte.
Mit einem schrillen Schrei des Entsetzens quittierte Tilya den Anblick von langen, fettigen, verfilztem Haar, schreckstarren, hervortretenden Augen, ungepflegter Kleidung und einem weit aufgerissenen Mund, aus dem ihr schiefe, gelbe Zähne entgegen bleckten.
Der Mann brüllte nicht minder schockiert zurück, als das kreischende Mädchen gegen ihn prallte, schloss aber geistesgegenwärtig seine drahtigen Arme um das hysterische, zappelnde Ding.
„Hab ich dich, Kleine! Was treibst du für Spielchen mit Mrs Norris? Und das zu dieser Uhrzeit? Dein Hauslehrer wird sich freuen…“ grinste der ekelhafte Kerl schadenfroh.
Er stank bestialisch nach viel zu lang getragener Wäsche, Alkohol, und dem pelzigen Vieh, vor dem sich Tilya so fürchtete.
Und was redeten alle immer von irgendwelchen Hauslehrern?
Der Mann im schwarzen Umhang schritt hoheitsvoll aus dem Zimmer, aus dem Tilya eben noch getürmt war, und verzog die Lippen zu einem frostigen Lächeln.
In seinem Arm hielt er ihren Kittel, der gegen seine finstere Robe so strahlend weiĂź wie nie wirkte.
Tilya bekam es mit der nackten Angst zu tun, als sie sich nun eingekesselt zwischen diesen beiden furchteinflößenden Personen und der verärgert fauchenden Katze befand, und verzweifelt versuchte sie, sich aus Filchs Klammergriff zu winden.
Der lachte höhnisch. „Sieh mal, Snape, was die gute, die kluge Mrs Norris gefunden hat! Schleicht sich das Gör doch mitten in der Nacht in die Gänge.“ Der Alte schnalzte mit der Zunge. „Was machen wir jetzt mit ihr, hä?“
Snape antwortete nicht, sondern packte Tilya an den Federn, so dass sie gezwungen war, ihm in die schwarzen, starrenden Augen zu blicken, dann zog er einen schmalen Stock aus seinem Gewand.
Tilyas Herz setzte einen Augenblick aus.
Sie wusste inzwischen, dass dieser Stock ein Zauberstab war, und sie wusste, was ein Magier damit ausrichten konnte.
Und sie wusste auch, welche grausamen Arten der Bestrafung mit diesem unscheinbaren StĂĽck Holz geschaffen werden konnten.
Snape fuchtelte mit dem Stab vor Tilyas Gesicht umher und murmelte einige wirre Worte.
Tilya kniff in Erwartung unsäglicher Schmerzen die Augen zusammen.
Nichts geschah.
Als sie ein vorsichtiges Blinzeln wagte, sah sie Snapes Hand auf sich zu schnellen, glaubte sich schon einer schallenden Ohrfeige sicher, aber stattdessen wĂĽhlte Snape nur ungeduldig fluchend in ihren Federn herum.
„Wie haben Sie das angestellt?“ herrschte er die Alverliekin an und zog ihr grob an dem spitzen Ohr. Tilya schrie auf, und Snape wich irritiert zurück.
„Das ist keine verzauberte Schülerin. Wir haben hier einen Eindringling. Rufen Sie Professor Mc Gonagall, Filch!“
Bei dem Klang ihres Namens fasste Tilya neue Hoffnung.
„Ich bin kein Eindringling!“ versuchte sie Snape zu erklären, der sie an Filchs Stelle in Gewahrsam genommen hatte, und sie mit seinem Zauberstab in Schach hielt, während eben jener davoneilte, um die stellvertretende Schulleiterin herbeizuholen. „Mrs Mc Gonagall weiß Bescheid, sie wird die Situation aufklären,- aber bitte nehmen Sie endlich dieses Gerät aus meinem Gesicht, Sir.“
Der ließ sich jedoch nicht beirren. „Bleiben Sie, wo Sie sind, und rühren Sie sich nicht, sonst sehe ich mich gezwungen, sie die Konsequenzen ihres Ungehorsams spüren zu lassen.“ raunte Snape kühl, und der erbarmungslose Ausdruck in seinen Augen verriet Tilya, dass es besser, war, nicht herausfinden zu wollen, was das denn für Konsequenzen sein mochten.
Snapes Blick blieb kurz an dem zerbrochenen Geschirr, welches den Boden zierte, hängen, dann reparierte er den Schaden mit einer einzigen, kurzen Bewegung seines Zauberstabs.
Tilya war beeindruckt.
In der Apotheke hätten ihr solche Tricks vielleicht den Job retten können…
„Was suchen Sie in Hogwarts und was hofften Sie, in meinem Büro zu finden?“ fragte Snape die Alverliekin mit drohendem Unterton in der öligen Stimme, wobei er ihr ihren Kittel vor die Füße warf, als handele es sich um ein Stück Dreck.
Nun gut, sauber war er ja nun wirklich nicht.
„Einen charmanten, gutaussehenden Mann, wie Sie es sind, natürlich“ dachte Tilya, schürzte die Lippen, und ließ dabei ihre Fangzähne blitzen, sagte aber kein Wort.
Als ob er das Unausgesprochene gehört hätte, beugte sich Snape mit finsterem Blick vor, und stieß Tilya das Ende seines Zauberstabs gegen das Schlüsselbein. „Ich warne Sie. Treiben Sie es nicht zu weit.“ flüsterte er unheilvoll.
Tilya schĂĽttelte nur den Kopf, und zog es vor, zu schweigen, bis Mrs Mc Gonagall eintraf.
Sie wollte diesen schlecht gelaunten Mann nicht mehr als nötig provozieren.
Mit seinem Zauberstand saß er eindeutig am längeren Hebel.
Endlich hörte man schnelle Schritte auf den Korridoren hallen, und Gonagall erreichte, dicht gefolgt von Filch und der Katze, den Ort des Geschehens.
Als sie Tilya erkannte, atmete sie erleichtert auf, und steckte den bereits gezĂĽckten Zauberstab in ihr Gewand zurĂĽck.
„Fräulein Tilya! Habe ich es mir doch gedacht!“ Sie lächelte milde und nickte Filch beruhigend zu. „Es handelt sich um ein Missverständnis, Severus, bitte senken Sie den Stab. Fräulein Tilya ist zu Gast in Hogwarts, und wird mit höchster Wahrscheinlichkeit auch noch ein Weilchen bleiben.“
Snape leistete der Aufforderung der zierlichen Dame Folge, bedachte Tilya dabei aber mit vernichtenden Blicken, die sowohl Misstrauen, als auch Abscheu ausdrĂĽckten.
Tilya fischte den Kittel vom staubigen Boden und versuchte Snapes Blick standzuhalten, und ihn so giftig wie möglich zurückzuwerfen.
„Sind Sie wohlauf, Tilya?“ fragte Mc Gonagall besorgt.
„Ja, danke. Es tut mir so leid, ich wollte das Geschirr zurück in die Küche bringen, und habe mich verlaufen…“
Tilya ärgerte sich. Ob die Lehrerschaft ihrem Aufenhalt nach diesem peinlichen Vorfall immer noch zustimmen würde? Sie hoffte nur, dass dieser Filch und dieser Snape nicht darüber zu entscheiden hatten…
„Ich denke, ich bin Ihnen eine Erklärung schuldig.“ seufzte Mc Gonagall. „Verzeihen Sie mir bitte die Nachlässigkeit, sie nicht unverzüglich informiert zu haben, meine Herren, aber einige dringlichere Umstände haben meine volle Aufmerksamkeit erfordert.“
Snape nickte angespannt, während Filch Tilya mit seinen unverblümt neugierigen Blicken geradezu aufspießte und Mrs Norris auf seinem Arm beruhigend über das gesträubte Fell strich. Wie Tilya es doch hasste, im Mittelpunkt zu stehen!
„Hagrid hat diese junge Alverliekin heute in der Winkelgasse kennengelernt. Sie befand sich in einer präkären Lage, und es läge ferab jeglicher Verantwortung, wenn wir diesem Mädchen den Aufenthalt auf Hogwarts verweigern würden. Sie ist fremd in unserem Land, und auch in unserer Welt, und außer unserer Gastfreundschaft ziehe ich es in Erwägung ihr auch die Möglichkeit des Bildungsaustausch in dieser Schule anzubieten.“
„Alverliekin?“ spuckte Snape aus. „Was..-? Professor Mc Gonagall, ich halte es für sehr… unbedacht, diese…“ er sprach es nicht aus, und die Professorin nutzte sein Stocken, um ihm freundlich, aber bestimmt ins Wort zu fallen.
„Severus, Sie werden morgen, während der Konferenz, die Möglichkeit dazu bekommen, ihre Bedenken bezüglich dieser Angelegenheit zu äußern. Es tut mir sehr leid, dass Sie sich unter diesen unvorteilhaften Umständen kennenlernen mussten, und ich hoffe, dass dieses Ereignis ihr Urteil nicht zu stark beeinflusst. Gute Nacht, die Herren. Tilya, kommen Sie bitte mit mir, ich zeige Ihnen ihr Zimmer.“
Mit diesen resoulten Worten nahm sie Tilya beim Arm. „Mr Filch, würden Sie sich bitte um den Mantel und das Geschirr kümmern?“
Filch knurrte unwillig.
Die immer noch beleidigte Mrs Norris fauchte Tilya böse hinterher, woraus diese sich unauffällig zu der Katze umdrehte, und ihre kleinen Fänge fletschte. Mc Gonagall jedoch schenkte sie anschließend ein strahlendes Lächeln, indem sie einfach ihre Mundwinkel nachträglich in die Höhe zog.
Snape starrte den beiden Frauen fassungslos hinterher.
Was dachte sich die stellvertretende Schulleiterin dabei, sich solch eine Plage nach Hogwarts zu holen? Hatten sie denn nicht schon genug Probleme?
Die Kleine versprach doch schon jetzt, zu einer wandelnden Katastrophe zu werden, und wenn sie tatsächlich eine Alverliekin sein sollte, würde sie bald die Aufmerksamkeit des Ministeriums und vielleicht sogar der Todesser auf sich lenken.
Er hoffte inständig, dass sich der Lehrerrat gegen diese freche kleine Unperson entscheiden würde.
Zumindest er würde es der Göre nicht leicht machen, darauf konnte sich der Federkopf gefasst machen.
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