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Fanfiction

Laborschreck - Hagrids Schützling

von ruckiundtille

@??? Hey!!Wir danken euch unbekannten 5 Abonnenten. Schade, dass man hier nicht sehen kann, wer einen geabot hat - aber fühlt euch einfach geknuddelt!
Rucki & Tille

__________________
Lustlos kaute Tilya auf ihrem Käsebrot herum, während die Hauselfe Crampy jede halbe Minute fragte, ob sie noch etwas für das Fräulein Alverliekin tun könnte.
Das Fräulein Alverliekin schüttelte jedes Mal resigniert das gefiederte Haupt.
Denn die Entscheidung beeinflussen, ob sie in Hogwarts bleiben durfte, konnte die kleine Crampy nicht.
Und nach all dem, was sich im Lehrerzimmer abgespielt hatte, konnte Tilya wohl kaum noch damit rechnen, eine Aufenthaltsgenehmigung für das Schulgelände zu erhalten.
Dieser verdammte Snape! Hatte er unbedingt gegen sie hetzen müssen?
Aber auf sich selbst war die Alverliekin nicht weniger wütend.
Hätte sie sich gestern Nacht nicht in sein Büro verirrt, und somit nicht den Zorn des Lehrers auf sich gezogen, würde er ihr vielleicht nicht derart verbiestert Steine in den Weg legen.
Plötzlich ertönte ein furchtbares Geheul aus dem Flur.
Tilya erkannte Hagrids Stimme, und erschrocken sprang sie vom Stuhl hoch, fegte dabei den Krug mit Kürbissaft vom Tisch, und raste zur Tür.
Als sie diese aufriss, prallte sie gegen eine gewaltige, weiche Stoffkugel, die sich als Hagrids dicker Bauch entpuppte. „Hagrid?! Was ist passiert?“
Der Halbrisse packte Tilya um die Taille, riss sie empor und wirbelte sie herum, so dass sie fast das kürzlich heruntergewürgte Frühstück auf demselben Wege verlor, wie es hereingekommen war.
„Tilya, sie haben zugestimmt!“ brüllte Hagrid ungehalten. „Du darfst bleiben!“
Und damit klemmte er sich die zierliche Alverliekin, die gar nicht wusste, wie ihr geschah, wie eine modische Tasche unter den baumstammdicken Arm und rannte zurück zum Lehrerzimmer.

Dort stellte er das schwankende Mädchen vor seinen Kollegen ab.
Tilya taumelte ein paar Schritte zur Seite und legte sich unter den Augen der gesamten Belegschaft auf die Nase.
„Oh, Verzeihung.“ schnaufte Hagrid bestürzt, und beeilte sich, seiner kleinen Freundin wieder auf die Beine zu helfen.
Snape sog scharf die Luft ein und stieß sie zischend wieder aus.
Tilyas Gesichtsfarbe wechselte von leichenblass zu tomatenrot.
„Nichts für Ungut, meine Liebe.“ schmunzelte Dumbledore. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die frohe Botschaft sie dermaßen…wie sagen es die jungen Leute?...von den Socken haut. Es war doch abzusehen, dass meine Kollegen mit dem größten Vergnügen einem alverliekischen Gast Unterkunft in diesem Schloss gewähren.“
Tilya hörte diese Worte, aber konnte sie noch nicht realisieren. Ihr war immer noch schwindelig von dem Tanz mit Hagrid.
„Das heißt, ich werde nicht abgewiesen?“ wollte sie sich noch einmal vergewissern, bevor sie sich freuen konnte.
„Natürlich nicht, Kind!“ antwortete Dumbledore. „Sie werden, so wie es der Hut vorgeschlagen hat, im Hause Slytherin ein Zimmer beziehen, aber ich würde mich freuen, wenn Sie auch Kontakte zu den Schülern der drei anderen Häusern Hogwarts pflegen würden.“

„Albus! Bitte sagen Sie mir, dass ich mich gerade verhört habe.“ Snape hatte die Augen verschlossen und Tilya sah mit Besorgnis die Zornesfalte auf seiner Stirn wachsen.
„Ihre Ohren funktionieren tadellos, mein Guter. Und da Sie der Hauslehrer von Slytherin sind, erwarte ich von Ihnen, dass Sie Fräulein Tilya die Räumlichkeiten zeigen und sie mit Ihren Schülern bekannt machen.“
Tilya hatte den Inhalt der letzten Sätze mit vor Schreck geweiteten Augen zur Kenntnis genommen. Ihr wurde auf einmal sehr heiß, und sie vergaß beinahe das Weiteratmen.
Dies wiederum hätte Professor Snape wahrscheinlich zutiefst erfreut, denn man sah ihm an, dass er seine Wut nur mit großer Beherrschung zurückhalten konnte.
Warum musste ausgerechnet er diese…diese Tilya aufs Auge gedrückt bekommen?
Nicht genug damit, dass er sie zukünftig in seinem Unterricht und in seinem Labor dulden durfte…

Dumbledore fuhr fort. „Tilya, Sie dürfen dem Unterricht in drei Fächern, die wir für Sie für geeignet hielten, regelmäßig beiwohnen, ganz wie es ihnen beliebt. Sie werden die Stundenpläne aller Klassen ausgehändigt bekommen, damit Sie einen Überblick darüber bekommen, wann welcher Kurs stattfindet. Ich schlage vor, dass sie zunächst bevorzugt am Unterricht der unteren Klassen teilnehmen. Den Lehrkräften können sie vor und nach dem Unterricht zur Hand gehen, aber die entsprechenden Unterweisungen werden Sie vor Ort erhalten. Zum einen handelt es sich bei den drei Fächern um die Pflege magischer Geschöpfe bei Rubeus Hagrid.“
Hagrid schlug Tilya von hinten die schwere Hand auf die Schulter, und seine Augen glitzerten vor Stolz und Vorfreude.
„Hagrid unterrichtet im offenen Gelände, bei seiner Hütte in der Nähe des verbotenen Waldes. Zum anderen wäre es Kräuterkunde bei Professor Pomona Sprout. Der Unterricht findet in den drei Gewächshäusern statt, die ebenfalls vor dem Schloss zu finden sind.“
Die kleine, dicke Frau winkte Tilya über den Tisch hinweg zu.
„Und zu guter Letzt dürfen Sie am Unterricht für Zaubertränke teilnehmen, der in ihrem Haus von ihrem Hauslehrer Professor Severus Snape geleitet wird. Des Weiteren steht es Ihnen frei, dessen Labor unter seiner Aufsicht fächerübergreifend zu nutzen.“
Tilya wagte einen Blick in die Richtung ihres zukünftigen Hauslehrers.
Und wenn Blicke hätten töten können, wäre Tilya in diesem Moment schnurstracks zur Hölle gefahren.

Dumbledore bemerkte die Spannung, die sich zwischen Snape und seinem Gast aufzuladen begann, und sprach schnell weiter.
„Falls sie einmal Langeweile bekommen sollten, würde Madame Pomfrey sich freuen, von Ihnen im Krankenflügel im dritten Stock unterstützt zu werden. Aber vielleicht wird auch einer meiner Kollegen Sie zu bestimmten Unterrichtseinheiten einladen wollen. Wir leben in einer gefährlichen Welt, Tilya. Und Professor Remus Lupin bietet Ihnen deshalb an, auch an seinem Unterricht teilzunehmen, wenn Ihnen Zeit dazu bleibt.“
Lupin nickte. „Auch wenn Sie der Zauberei nicht mächtig sind, Fräulein Tilya, so denke ich doch, dass es Ihnen noch von Vorteil sein wird, wenn Sie gelegentlich bei Verteidigung gegen die dunklen Künste erscheinen, und sei es nur drum, um sich nur der Gefahren bewusst zu werden, die in dieser Welt lauern.“
Dumbledore nickte zustimmend. „Obwohl Sie bereits volljährig sind, Tilya, bitten wir Sie, sich soweit wie möglich an die Schulregeln zu halten. Wir fühlen uns nun verantwortlich für ihr Wohlergehen. Daher würden wir es begrüßen, wenn Sie es uns wissen lassen, wenn Sie das Schulgelände ab einundzwanzig Uhr verlassen wollen. Bitte betreten Sie außerdem den verbotenen Wald niemals ohne Begleitung. Und halten sie sich fern von den Dementoren, die sich an Hogwarts Mauern herumtreiben.“
Tilya hatte keinen Schimmer, was ein Dementor war.
Sie beschloss, vorerst überhaupt keine Erkundungen der Gegend im Alleingang vorzunehmen.
„Unsere Schüler werden heute über Ihre Anwesenheit informiert, damit es nicht wieder zu solch unseligen Zwischenfällen wie die in der letzten Nacht kommt, nicht wahr, Severus?“
Snape erwiderte Dumbledores erheitertes Lächeln mit finsterem, kaltem Blick.
„Wir erwarten von Ihnen, meine Liebe, dass Sie an den Mahlzeiten in der großen Halle teilnehmen, sowie an allen Festlichkeiten und Veranstaltungen dieser Schule. Das Halloweenfest steht an, und auch die Quidditchspiele dürfen Sie sich nicht entgehen lassen! Tauschen Sie sich mit unseren Schülern aus, was Kultur und Wissen betrifft. Ich weiß, selbst die Schüler der höchsten Klassen sind immer noch um die sieben Jahre jünger als Sie, aber ich hoffe, dass Sie sich trotzdem auch außerhalb des Unterrichts anschließen werden.“
Tilya nickte.
Eigentlich fühlte sie sich gar nicht wie eine erwachsene junge Frau von vierundzwanzig Jahren.
Zum einen sah sie deutlich jünger aus, und zum anderen war sie noch ziemlich verspielt und albern für ihr Alter.
Möglicherweise war dies einer der vielen Gründe dafür, dass sie keinen Typen abkriegte…

„Madame Pince wird Sie in der vierten Etage gerne mit den Schätzen unserer Bibliothek vertraut machen. Aber Sie können sich auch gerne an unsere Gryffindore-Schülerin Hermione Granger wenden, wenn sie die entsprechende Literatur suchen. Und selbstverständlich steht Ihnen der Hausdienst der Elfen zur Verfügung, bitte vergessen Sie das nicht.“ Dumbledore rieb sich zufrieden die alten Hände. „Nun, ich denke, soweit wäre alles geklärt. Ich schlage vor, Hagrid hilft Ihnen jetzt, Ihre Sachen in Ihr neues Zimmer zu tragen, damit Sie sich schon einmal einrichten können.“
„Geht klar, Chef!“ brummte Hagrid übermütig und zog Tilya an ihrem Arm aus dem Lehrerzimmer heraus.
„Ich danke Ihnen allen!“ rief Tilya noch über ihre Schulter, bevor der Halbriese sie außer Hörweite zerren konnte. „Ich danke Ihnen vielmals!“


Hagrid hatte die wenigen Habseligkeiten, die er in ihrer winzigen Kammer in der Nokturngasse gefunden hatte, in einen Jutesack gesteckt, nachdem er Tilyas Mietschulden bei Burke beglichen hatte.
Und diesen Jutesack leerte er nun auf Tilyas neuem Bett aus, welches sich in einem der Zimmer auf demselben Gang im Hause Slytherin befand, auf dem gestern Nacht die unschöne Begegnung mit Filch und Snape stattgefunden hatte.
Nicht genug damit. Während Tilya ihre Kleidungsstücke in den Schrank legte, bemerkte Hagrid, dass sich dieses Zimmer Raum an Raum mit dem Büro ihres neuen Hauslehrers befände.
Das trug nicht gerade zu Tilyas Erleichterung bei.
Sie hatte Angst vor Snapes großer, düsterer Erscheinung, seiner scharfen, drohenden Stimme, den schwarzen, starrenden Augen,… und dieser unterirdisch schlechten Laune.
Er war jemand, dem sie nicht im Dunkeln begegnen wollte.
Und vielleicht ließ sich dies dank der Nachbarschaft der beiden Räume nicht in jedem Fall vermeiden.

Slytherin an sich gefiel ihr ganz und gar nicht.
Es war finster und trostlos hier unten, und ziemlich unheimlich.
Wenn sie bedachte, dass hier unten wehrlose Kinder hausen mussten, die sich mit Sicherheit ebenso vor ihrem Hauslehrer grausten wie sie, dann wurde es ihr ganz flau im Magen.
Ihre freie Zeit wollte die Alverliekin mitnichten in diesem Gemäuer verbringen.
„Was ist, Hagrid?“ fragte sie ihren Freund, als sie damit fertig war, ihre Sachen in irgendwelchen Schubladen und Schränken zu verstauen. „Wollen wir mal schauen, was unsere Feuerkrabbe so treibt?“
Hagrid riss die Augen auf, und bedeutete ihr, mit einem auberginengroßen Daumen an den Lippen, still zu sein. „Psst, Tilya,- das mit der Krabbe darf keiner mitkriegen! Komm mit, dann erklär ich dir auch, warum.“

Die junge Alverliekin war froh, als sie wieder das Sonnenlicht sah, und das wollte schon was heißen.
Slytherin war ja die reinste Grube des Grauens.
Als sie mit Hagrid den Flur entlang gelaufen war, wurde sie erst von einem weißblonden Teenager-jungen angepöbelt, und dann von einem Geist, den Hagrid als „den blutigen Baron“ titulierte, beinahe zu Tode erschreckt.
Vielleicht sollte Tilya Dumbledore fragen, ob sie den sprechenden Hut noch einmal aufsetzen durfte…
„An all das wirst du dich schon noch gewöhnen, Kleine.“ tröstete Hagrid sie, während die beiden über Hogwarts Wiesen schritten,- Hagrid gemütlich schlendernd, Tilya etwas atemlos in einem Hopserlauf.
„Kann sein. Ist gestern Nacht eigentlich noch etwas passiert, Hagrid? Du hattest doch befürchtet, dass du den Verschlag von der Feuerkrabbe nicht abgeschlossen hast.“
„Hatte ich auch nicht. Aber Krabbilein war brav. Sie gar nicht daran gedacht, auszubüxen. Tief und fest geschlummert hat unser Schätzchen.“ freute sich Hagrid. „Ist ein ganz entspannter Abend geworden.“
„Bei mir nicht.“ meinte Tilya. „Ich habe mich auf der Suche nach der Küche nach Slytherin verirrt und bin mit Snape aneinandergeraten.“
„Hab davon gehört.“ brummte Hagrid schuldbewusst. „Tut mir leid.“
„Braucht es nicht, Hagrid, es war meine ja Schuld. Ich glaube, Snape hasst mich.“
„Nimm´s nicht persönlich. Er hasst jeden, glaube ich.“
„Oh.“

Die beiden hatten Hagrids Hütte erreicht, und wagten zuerst einen vorsichtigen Blick in den Verschlag mit seinen milchigen Fensterchen, der die Feuerkrabbe beherbergte.
Tilya wechselte dem Tier den Verband, und Hagrid stellte zufrieden fest, dass das Bein des Tieres halbwegs gut verheilt zu sein schien.
Umsichtig verschloss Hagrid den Verschlag wieder.
„Erklärst du mir jetzt endlich, warum du so ein Geheimnis um die Krabbe machst?“ wollte Tilya wissen.
„Sicher. Darf ich bitten?“
Der Halbriese führte seine kleine Begleiterin in seine bescheidene Hütte.
Ort nahm sie gleich sein Saurüde Fang in Empfang.
Der riesenhafte Hund machte einen Satz, stieß das zierliche Mädchen um, und nagelte es mit seinen gewaltigen Pranken an den schmutzigen Boden.
Tilya schrie wie am Spieß, als Fangs steakgroße Zunge ihr über Hals, Wange und Ohr schlabberte.
„Fang! Aus!“ brüllte Hagrid, und zerrte den Hund von seiner Besucherin fort. „Tut mir leid, Tilya!“
„Igitt! Oh Mann! Was ist das für ein Vieh?“ Die Alverliekin rappelte sich hoch und fuhr sich angewidert über ihr Gesicht, das benetzt war von Fangs zähflüssigem Speichel.
„Fang ist ein Saurüde. Ein Hund. Noch nie einen Hund gesehen?“ fragte Hagrid und reichte ihr ein Taschentuch in der Größe einer Tischdecke.
„Nein.“ Tilya schrubbte hastig den ekelhaften Hundesabber von ihrer Haut, bis sie in einem ungesunden rosa Farbton glühte.
Für pelzige Tiere hatte sie nichts übrig.
Es sei denn, es handelte sich dabei um große Spinnen.
Fang lag nun beleidigt winselnd unter dem Tisch und schmollte.
Hagrid, dem das Benehmen seines ungestümen Haustiers etwas peinlich war, kam nun auffallend schnell auf das Thema Feuerkrabbe zu sprechen.

Er offenbarte Tilya sein Vorhaben, das Krustentier mit einem sogenannten Manticor zu kreuzen, um knallrümpfige Kröter zu züchten.
Das war weder legal, noch völlig risikofrei zu praktizieren, und daher unter Geheimhaltung durchzuführen.
Die Alverlieken versprach, zu schweigen, und Hagrid jederzeit zur Verfügung zu stehen, wenn er Hilfe bei der Aufzucht der kleinen Kröterchen brauchte.
Erfreut nahm der Halbriese das Angebot zur Kenntnis.
Bei einem Gläschen Feuerwhiskey plauderten sie ein wenig über den bevorstehenden Unterricht, den Hagrid halten würde.
Stolz berichtete der Schwarzbärtige von der Herde Hippogreife, die im verbotenen Wald lebte, und von einem Exemplar namens Seidenschnabel, den er den Schülern vorzustellen gedachte.
Er war überrascht, dass sein Gast nicht wusste, was ein Hippogreif war.
Als er Tilya erklärte, dass Hippogreife Wesen mit Pferdekörpern und Adlerköpfen waren, musste er feststellen, dass dem Mädchen auch noch nie ein Pferd unter die verliekischen Augen gekommen war.

„Mensch Tilya! Du kennst keine Katzen, keine Hunde, keine Pferde…! Leben auf eurer Insel überhaupt irgendwelche Tiere?“ wetterte er bestürzt.
„Ja, natürlich!“ verteidigte sich Tilya. „Wir haben viele Echsen- und Vogelarten bei uns, und große Spinnentiere, und es gibt auch eine prächtige Drachenart, die in nur im alverliekischen Gebirge vorkommt…“
„Drachen?“ Hagrid war Feuer und Flamme.
„Ja.“ bestätigte die Alverliekin voller Stolz. „Der Kronennebeldrache. Er ist schön wie der Sonnenuntergang. Seine Schuppen glänzen golden, und die Männchen tragen eine prächtige Hörnerkrone. Die Jungtiere sind noch flugfähig. Die Drachen sind friedlich, wenn man sie nicht stört, und ernähren sich von Zaronnen und Bergbeutlern.“
Unter den Begriffen Zaronnen und Bergbeutlern konnte sich wiederum Hagrid nichts vorstellen.
Aber wenn es um das Thema Drachen ging, hatten die beiden eindeutig eine gemeinsame Leidenschaft entdeckt.
Hagrid kam auf Norbert zu sprechen, den er Tilya zu gern gezeigt hätte, und auf die Trimagischen Turniere, die nächstes Jahr stattfinden würden.
„Da wirst du Drachen sehen, Tilya! Aber ich warne dich schon jetzt,- im Gegensatz zu einigen Arten, die du dann kennenlernen wirst, sind eure Kronennebeldrachen die reinsten Kuscheltiere!“

Die Zeit verging wie im Fluge. Hagrid schenkte Tilya ein Monsterbuch der Monster, führte sie auf dem Gelände herum, zeigte ihr den großen See, die Gewächshäuser, das Quidditchfeld und die Eulerei.
Zwischendurch liefen ihnen Schüler über den Weg, die Tilya mit neugierigen Blicken aufspießten.
Die schüchterne, nicht sehr selbstbewusste Alverliekin empfand dies als derart unangenehm, dass sie beschloss, bis zum Montag gemeinsam mit Hagrid in dessen Hütte zu speisen, und sich dieses Wochenende über von den Schülern fern zu halten.
Der Halbriese freute sich über diese Entscheidung, denn er schätzte die kleine Fremde als Gesprächspartnerin.
Als es dämmerte, begleitete er seinen Schützling zurück zum Schloss und brachte sie auf Tilyas verschämte Bitte hin bis zu ihrem Zimmer.
Offenbar hatte sie Angst vor den Reaktionen der Schüler, die noch nicht wussten, wer sie war.
Oder vor dem blutigen Baron.
Oder vor Filch und Mrs Norris.
Oder vor Snape.
Zum Abschied streckte Tilya die Arme nach dem Halbriesen aus, damit er sich zu ihr hinunter beugte und einen Kuss auf den wilden schwarzen Bart bekommen konnte.
Hagrid schoss das Blut in den Kopf. „Na dann…Schlaf gut, Kleine.“
„Du auch. Ich bin so froh, dass ich dich getroffen habe. Gute Nacht.“
Ein gedehntes Hüsteln erklang hinter Tilyas Rücken.
Sie fuhr herum und sah sich direkt in Snapes Gesicht, dass eine Mischung aus Hohn und Ekel wiederspiegelte. Tilyas Spitzohren begannen zu glühen.
„Verzeihen Sie, wenn ich diesen romantischen Augenblick unterbreche“, ätzte Snape, „aber für Fräulein Tilya ist noch längst keine Bettruhe vorgesehen. Ich habe auf sie gewartet. Wo haben Sie sich die ganze Zeit aufgehalten?“ zischte er streng.
„Bei mir.“ antwortete Hagrid für sie. „Habe ihr Hogwarts gezeigt, Unterrichtsinhalte besprochen und so…“
Snape zog eine Augenbraue hoch. „Sehr interessant. Fräulein Tilya, der Tag ist für Sie noch nicht zu Ende. Ich habe Arbeit für Sie.“
„Nun kommen Sie schon, Professor, es ist Samstagabend, die Kleine ist müde…“ erhob Hagrid Einspruch.
„Die Kleine…,“ unterbrach ihn Snape harsch, „hat sich ihren kostenlosen Aufenthalt auf Hogwarts zu verdienen. Vergessen Sie nicht, ICH bin ihr Hauslehrer. Haben Sie so etwas wie einen Nachnahmen, Fräulein Tilya?“ wandte er sich an die Alverliekin, ohne sie dabei anzusehen.
„Ja. Draug.“ stammelte sie.
„Folgen Sie mir, Draug.“


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Katie Leung