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Fanfiction

Laborschreck - Missverständnisse

von ruckiundtille

Nachdem Tilya ihrem Hauslehrer bei der Herstellung des Gebräus, dem sogenannten Wolfsbanntrank, assistiert hatte, durfte sie endlich den Rest des Nachmittags nach ihren Wünschen gestalten.
So lud sich die Alverliekin selbst auf einen heißen Kakao in Hagrids Hütte ein.
Tilya wunderte sich ein wenig darüber, dass Fang sie dieses Mal nicht mit der altbekannten Überschwänglichkeit begrüßte, sondern konzentriert und übermäßig sabbernd vor einem der kleinen Fensterchen ausharrte.
Morgen würde Hagrid seine erste Unterrichtsstunde abhalten. Aufgeregt berichtete er seiner kleinen Freundin von seinem Vorhaben, den Drittklässlern einen Hippogreif vorzustellen.
Exemplarisch wollte er den Schülern seinen Liebling Seidenschnabel vorführen.
Tilya erklärte sich gerne dazu bereit, gleich nach dem Kakao mit Hagrid im verbotenen Wald nach der Hippogreifherde zu suchen, und sie in die Nähe seiner Hütte zu locken.
Hagrid hatte für dieses Unternehmen eine Schubkarre mit Fleischabfällen organisiert.
Diese Umstände erklärten nun auch Fangs abwesendes Verhalten gegenüber Tilya.
Frische Innereien, Schweinehaxen und Kuhmägen waren um einiges interessanter für einen Saurüden als eine junge Alverliekin.
Gegen Abend stießen Hagrid und Tilya endlich zu der Herde.
Tilya hatte nicht damit gerechnet, dass es sich um derart große Tiere handelte.
Als Hagrid nach Seidenschnabel rief, löste sich ein sturmgraues Wesen aus dem Schwarm und galoppierte auf den Halbriesen und die Alverliekin zu.
„Immer schön Blickkontakt halten, keine hektischen Bewegungen!“ wies Hagrid seine Begleiterin an.
„Und vergiss nicht, es handelt sich um sehr stolze und intelligente Tierwesen.“
Der Hippogreif kam kurz vor den beiden Zweibeinern zum Stehen, und begutachtete aus seinen orangeroten Augen Tilyas perlmutternen Haupthaar. Dann legte er den Kopf schief und sah der Alverliekin unvermittelt in die türkisfarbenen Iriden.
„Jetzt kannst du dich höflich vor ihm verbeugen.“ erklärte Hagrid. „Wenn Seidenschnabel es dir gleich tut, dann kannst du dich ihm gefahrlos nähern.“
„Und wenn er das nicht tut?“
„Das wird er aber, Kleine, verlass dich drauf!“
Tilya folgte Hagrids Anweisung vertrauensvoll, aber ohne den Blick von Seidenschnabels glühenden Augen zu wenden.
Einige bange Sekunden später senkte aber auch der Hippogreif seinen gefiederten Kopf.
Tilya atmete auf, und zaghaft tastete sie sich Schritt für Schritt zu dem wundervollen Geschöpf vor. Als sie das Federkleid seines Halses berührte, erfasste sie ein wohliger Schauder. So weich, so glänzend!
„Er ist wunderschön!“ hauchte Tilya überwältigt. Dann gab sie dem Impuls nach, ihr Gesicht in den seidigen Federn zu versenken, und den Duft des Tieres förmlich zu inhalieren.
„Und er riecht so gut! So richtig nach Raubvogel! So wild und frei!“ schwärmte die junge Frau begeistert.
„Du kannst ihn jetzt füttern, wenn du möchtest.“
„Füttern? Womit? Die Schubkarre haben wir doch bei dir zu Hause gelassen!“
„Ja, aber ich habe unserem Seidenschnäbelchen ein Appetithäppchen mitgebracht, mit dem wir ihn zur Hütte locken können. Die anderen werden ihm folgen, und sich bis morgen liebend gerne dort aufhalten, wo es weitere Leckerchen für jeden gibt. Bis zur Unterrichtsstunde dürften die Fleischabfälle reichen, um die ganze Herde in der Nähe der Hütte ausharren zu lassen. Hier, Tilya, fang!“
Das Appetithäppchen entpuppte sich als eine halbe Kalbskeule, die Hagrid unter seiner Weste verstaut hatte, und nun der entsetzen Tilya zu warf.
„Igitt!“ schrie die Alverliekin auf, und hechtete zur Seite. Die Keule landete auf dem Boden und fiel sogleich dem stahlfarbenen Schnabel des Hippogreifs zum Opfer.
„Och Mensch, Tilya! Seidenschnabel! Nicht alles auf einmal fressen! Junge, Junge, an so einem großen Brocken verdirbt sich der Gute noch den Appetit!“
Tilya glotzte immer noch entgeistert auf das gewaltige Stück Fleisch, das Stück für Stück in Seidenschnabels Schlund verschwand.
„Hagrid, hast du etwa dieses…Ding die ganze Zeit unter deiner Kleidung mit dir herum geschleppt?“
Der Halbriese zuckte mit den Schultern. „Wieso denn nicht?“ Er schnalzte mit der Zunge. „Du liebe Güte, Tilya. Ich wusste ja gar nicht, dass du so zimperlich bist.“
Hagrid rollte pikiert mit seinen großen schwarzen Kulleraugen.
„Ich bin nicht zimperlich.“ verteidigte sich Tilya.“Aber ich bin Vegetarierin.“
Das war ein Argument. Als Halbalwin vertrug Tilya kein Fleisch, und war den Anblick von Schlachterzeugnissen daher nicht gewohnt.
Hinzu kam, dass Tilya die ganze Angelegenheit ziemlich widerlich fand, aber diese Tatsache verschwieg sie Hagrid, um ihn nicht zu kränken.
„Ach, daher weht der Wind!“ grölte der Halbriese versöhnlich. „Sag das doch gleich, Kleine!“
Hagrid war es zwar ein Rätsel, wie jemand ohne saftige Steaks und deftige Frikadellen überleben konnte, aber er beschloss, in Zukunft noch mehr Rücksicht auf die Eigenheiten seiner neuen, sehr amüsanten kleinen Freundin zu nehmen.
Seidenschnabel und dessen Herde im Schlepptau machte sich die beiden in aller Eintracht auf den Rückweg.

Sie Sonne versank hinter den Bäumen des verbotenen Waldes, als Tilya sich von Hagrid verabschiedete und ins Schloss zurück kehrte.
Morgen würde Hagrids erste Unterrichtsstunde auf Hogwarts stattfinden.
Und ihre auch.
Nur, dass sie diese als Schülerin erleben würde.
Als eine unwissende alverliekische Schülerin, inmitten von ihr völlig fremden jungen Menschen…
Tilya musste über sich selbst lachen. Sie war vierundzwanzig, und die Schüler auf Hogwarts waren allesamt Teenager. Trotzdem wollten ihr bei dem Gedanken, einem unberechenbaren Haufen pubertierender Halbwüchsiger ausgeliefert zu sein, die Federn zu Berge stehen.
So unauffällig wie nur irgendwie möglich stahl sie sich in das Haus Slytherin.
Leider kamen ihr bereits im Flur zwei Schülerinnen entgegen.
Tilya schätzte die beiden auf höchstens elf, zwölf Jahre. Als sie Tilya sahen, blieben ihnen die Münder offen stehen. „Wow! Wahnsinn!“ piepste das Mädchen mit den blonden Zöpfen und ballte die kleinen Fäuste vor Begeisterung. „Das sieht total irre aus!“
„Was?“ fragte Tilya verblüfft, als sie merkte, dass der Blick der Kleinen an ihrer Frisur klebte. Also, an dem, was jedenfalls eine Frisur darstellen sollte… „Meinst du mein Federhaar?“
„Ja!“ kreischte das Mädchen hingerissen und hopste Tilya entgegen. „Das ist SO COOL! Du musst mir den Zauber dafür verraten, bitte, bitte!“
Auch das andere Mädchen war näher gekommen und begann ebenfalls, ein hysterisches Gekreisch anzustimmen. Nun grabschten die beiden auch noch in Tilyas Federn herum; etwas, das die Alverliekin überhaupt nicht haben konnte… „Aua! Hey, ihr beiden; nun mal sachte! Autsch!“
„Bitte, sag uns den Zauber“ bettelte die kleine Blonde und setzte einen unwiderstehlichen Funkelblick auf.
„Das ist kein Zauber!“ jammerte Tilya. „Leider! Ich sehe immer so aus!“
„Biiiiiiitteeeee!“
„Verdammt noch mal, Kinder, hört ihr nicht zu?“

„Was geht denn hier ab?“ Diese betont lässig ausgesprochenen Worte stammten von einem Jungen, der sich anscheinend gerade im Stimmbruch befand. Tilya wandte sich um und sah sich Auge in Auge mit dem weißblonden, arroganten Teenager, der sie letztens schon so frech angepöbelt hatte.
Die Alverliekin stöhnte entnervt auf. Sie hatte jetzt wirklich keinen Bock auf noch mehr Stress. Schnell wollte sie sich einen Weg zu ihrem Zimmer bahnen, doch die beiden Mädchen versperrten ihr den Weg. „Lasst mich bitte durch, Mädels.“ bat Tilya.
„Erst, wenn wir eine Feder kriegen!“ bestimmte die kleine Blonde keck.
Tilya wurde es zu bunt. Das grenzte ja an Nötigung, ja an Erpressung! Da war sie ja schon fast froh darüber, dass Alverlieken keine Nachkommen zeugen konnten. Bei der Vorstellung, dass es bedauernswerte Mütter gab, die sich mit solchen Plagen herumschlagen mussten, wurde einem ja ganz anders!
Knurrend riss sie sich zwei Federn aus dem Haar und drückte sie den Kindern mit einem wölfischen Zähnefletschen in die Hände. „Bitte sehr, meine Damen! Darf ich jetzt bitte weiter?“ Hatten diese Menschenkinder denn überhaupt keinen Respekt?!
Immerhin traten die Bälger nun mit einem triumphierenden Grinsen der Alverliekin aus dem Weg.
Die Gelegenheit nutzend, wollte sich die junge Frau rasch aus dem Staub machen.
„Wohin willst du denn so schnell, Kleine?“ ätzte der blonde Jüngling hinter Tilya her.

Langsam drehte sich Tilya auf ihrem Absatz um. „Kleine?“
Tilya sog scharf die Luft ein und schritt energisch, unter dem aufgeregten Gekicher der beiden Mädchen auf den Blonden zu.
Er war ja noch nicht einmal größer als sie!
„Kleine nennst du mich? Das ist ja ein Witz! Und wie kommst du überhaupt dazu, mich zu duzen? Weißt du überhaupt, wie alt ich bin?“
Unbeeindruckt musterte der Junge sie von oben bis unten, blieb ihr eine Antwort schuldig und grinste nur herablassend.
„Sicherlich verrätst du es mir gleich, Spitzohr.“ Drohend begann er mit dem Zauberstab in seiner Hand zu spielen.
Tilya wollte glatt der Kragen platzen, angesichts dieser Dreistigkeit. Gleichzeitig wurde ihr zunehmend unwohl, in Anbetracht der Zauberkraft, mit der sie der Teenager einzuschüchtern versuchte.
„Pass lieber auf!“ warnte eines der Mädchen im Flüsterton. „Draco Malfoy geht schon in die dritte Klasse!“
Tilya riss in gespieltem Entsetzen die Augen auf. „Oh, tatsächlich? In die dritte Klasse? Einen Augenblick… Dann müsste ich ja genau zehn Jahre älter sein als du, junger Mann!“
Irgendwie schien diese Aussage nicht wirklich zu fruchten, und Tilya kam sich plötzlich nicht weniger kindisch vor, als die sie umgebenden Jugendlichen.
Niemand erwiderte etwas, alle blickten sie nur gespannt grinsend an.
„Ach, küss mir doch die Füße, Blondie!“ knurrte Tilya, und wollte ihm den Rücken zudrehen, und sehen, dass sie von hier weg kam.
Doch leider versperrte ihr etwas Großes, Schwarzes die Sicht auf den Flur; ihr Körper stieß auf Widerstand; sie vernahm den Geruch von Eisenhut und Flussgras und muffigem Keller.
„Scheiße!“ entfuhr es Tilya, als sie begriff, dass sie gerade in Snape hineingelaufen war.
„Draug!“ zischte Snape gefährlich leise. „Was fällt Ihnen ein, hier solch einen Aufruhr zu veranstalten, meine Schüler zu beleidigen und vor den Minderjährigen mit Kraftausdrücken um sich zu werfen?“
Nein! Tilya wurde schwindelig. „Sir,…“ begann sie hilflos; aber Snape ließ ihr keine Chance, sich zu erklären.
„In mein Büro! Aber sofort!“ raunte der Hauslehrer Slytherins mit finsterer Stimme.


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