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Fanfiction

Die üblichen Verdächtigen - Gringotts, Gefängnis für unstraffällige Jugendliche

von Chuck

Candra Lovegood: Jaja, das werd ich. Bei Gelegenheit wird sie auch mal ihr Pokerface versuchen, aber ich seh schon, sie wird mit leeren Taschen zurĂĽckkommen. Das mit der zeit kenn ich. oft les ich bis drei in der frĂĽh (oder ich mach gleich ganz durch). an bĂĽchern oder FF's, das ist egal, hauptsache gut. dann ists mir egal, wenn ich n bissl mĂĽde bin, wozu ist der unterricht sonst gut, nicht? ;)
hermine-ginny-lily: das darfst du natürlich hoffen :D aber lee ist ja nicht nachtragend. kindisch ja, aber nicht nachtragend. höchstens einen tag. dann hat sies sowieso schon vergessen :P

und weiter gehts, dieses mal hats ein wenig länger dauert, sorry dafür und auch wenig wörtliche reden

---

Den Rest des Tages blödle ich auf meinem Zimmer rum und schlafe früh nach einem ausgiebigen Essen ein. Am nächsten Tag sind wir nur mehr zu dritt, weil Peter wieder zurück ins Elternhaus muss und den Rest des Tages vertreiben wir unsere Zeit mir Quidditch und Shuntbumps. Der Streit war schon beim Frühstück vergessen, als James meinen Brüdern Pastillen unterjubelte, auf die sich Pusteln auf ihren Gesichtern bildeten.

James’ Vater Charles habe ich aufgrund eines schwer geheimen Auftrages noch nicht kennen gelernt, von dem er voraussichtlich in zwei Wochen zurückkommen wird. Mir ist unklar, warum er nicht einfach mit Flohpulver hin und herreist, oder appariert, aber als Auror wird er schon seine Gründe haben, außerdem interessiert mich das nicht näher, als das ich mir darüber Gedanken machen würde.

“Wollen wir was Lustiges machen?” frage ich am dritten Tag nach dem Frühstück, nachdem wir uns alle in das Baumhaus ohne Dach im Garten gesetzt haben, um uns zu sonnen und dahin zu dösen. Es hat etwas Trostloses an sich.

“Was willst du machen?” fragt Sirius. “Hab ehrlich gesagt gerade keine Lust auf nem Besen rumzubaumeln, während ihr hintereinander herjagt.”

“Wenn du nicht fliegen kannst… Aber ich dachte mehr so an die Szene, wo was los ist. Mit anderen Menschen und so.”

“Wir könnten bei Patrick vorbeischauen und sehen was er so macht” schlägt James vor und wir machen uns auf den Weg zu dem Nachbarsjungen. Der ist etwa so wie wir, nur erwachsen, etwa 1,90 groß, dunkelblonde Haare und sieht mit der braun gebrannten Haut wie einer der Beach-Boys aus. Außerdem scheint er sich ganz gut daran zu erinnern, wie er mich in James’ Zimmer hochgetragen hat, während ich irgendein Lied gesungen habe. Ich stimme die Hymne der Magpies an, die sofort erkannt, jedoch abgelehnt wird. Alle drei Fans der Tornados. Bäh. Ich sehe, da wirds in Zukunft noch einige Raufereien deswegen geben.

Wir machen mit Patrick die StraĂźen unsicher und spielen mit einigen Muggel-Nachbarskindern FuĂźball, was auch SpaĂź macht, aber im Vergleich zu Fliegen und einem Ball hinterherzujagen ist das natĂĽrlich nichts. Weder ich, noch die anderen verspĂĽren offenbar den Wunsch, aus dem verschlafenen Kaff auszubrechen, wir sind genug Unterhaltung fĂĽr alle. Naja, fĂĽr einen Tag zumindest.

Irgendwie bringt es sich nichts, dass ich ein eigenes Zimmer habe, da ich sowieso nur bei James und Sirius bin, fällt mir auf, als ich wieder mal mit der Nase in einem fremden Haarschopf aufwache. Es ist bereits mindestens Mittag und verschlafen genieße ich das tägliche Waschritual, bevor ich James und Sirius wachrüttle, um frühstücken zu gehen. Lyle hab ich erst gestern gesehen, er hat auch mit Fußball gespielt, von Marc weiß ich inzwischen gar nicht mehr, wie er aussieht, muss wohl eine Art Verdrängungstaktik meines Hirns sein. Okay, dummer Scherz.

“Wie wärs wenn wir nach London gehen?” schlage ich vor und erhalte zumindest ein Nicken. Wow, Begeisterung pur. Nachdem wir alle vollständig und halbwegs anständig angezogen sind, gehts mit einer Ladung Flohpulver in ein schmuddeliges kleines Gasthaus, dass mit schnatternden Leuten vollgerammelt ist. Durch eine Hintertür landen wir in einem Hinterhof und ich bin ja wirklich begeistert von Ziegelsteinmauern, aber ich bin dann doch froh, dass nach ein bisschen Hokus Pokus der Weg auf eine Gasse freigegeben wird.

“Schaut ja ganz nett aus” untertreibe ich maßlos angesichts der Unmengen von bunten, kleinen, witzigen Läden, die ganz anders sind, als alles was ich bisher gesehen habe. Nebeneinander schlendern wir die Gasse entlang und ich entdecke einige Schmankerl wie einen Quidditchladen, ein Geschäft für Scherzartikel und ein weiteres mit allen möglichen gebrauchten Waren, altem, schmuddeligem Zeug, dass keiner mehr haben will.

“Ich wette die schmeißen mich innerhalb von zehn Minuten raus” raune ich James zu, als wir ein windschiefes, weißes Gebäude betreten, das sich als Gringotts, Bank vom magischen Großbritannien, entpuppt. Denn hier ist jeder einzelne Angestellte, so scheint es, einer dieser widerlichen Kobolde, die sind noch hässlicher als Hauselfen und etwa so freundlich wie ein halb verhungerter Werwolf. Woher ich das mit dem Werwolf weiß? Ich hab ein dunkles, düsteres Geheimnis, von dem ich euch noch nichts erzählt habe… In Wirklichkeit bin ich nämlich ein Vampir und im Kampf gegen unsere Erzfeinde, die Werwölfe, hat einer dieser Köter mal richtig zugebissen und seitdem habe ich nicht nur ein Holzbein, sondern muss auch noch vor allen anderen Wölfen flüchten, weil ich so gut geschmeckt habe. Jaja… Also, um ehrlich zu sein, war mir mal fad und da hab ich tatsächlich was gelesen (freiwillig!) und bei uns zu Hause hat man ja nicht sehr viel Auswahl. Der Rest der Bücher… Also will ich was über Vampire wissen, kann ich doch gleich Bram Stoker lesen, denn von ner anderen Gestalt beziehen die meisten Personen eh keine Infos. Ja, auch meine Eltern gehören zu dieser Gruppe.

“Tag” begrüße ich nen Kobold mit Hakennase und glänzenden Vogelaugen, der mich über seinen Tisch hinweg anstarrt und nicht damit aufhört. “Was hast du für ein Problem” fauche ich und James stößt mir in den Bauch.

“Dein Schlüssel Lee” murmelt er und nickt dem Kobold nervös lächelnd zu. Da habt ihrs. Nur wegen euch halten mich jetzt alle für bekloppt und ich wette der Kobold macht jetzt gleich einen auf Bruce Lee, springt über seinen Schreibtisch und rammt mir seine zehn Meter langen Nägel in den Hals.

Schnell fische ich das Ding auf meiner Hosentasche und natürlich fallen mir dabei auch ein paar Stinkkügelchen raus, die gleich am Boden zerplatzen und einen widerlichen Geruch ausströmen. Entsetzt starrt mich James an, dann auf den Boden.

“Also wirklich, JAMES, SIRIUS” brülle ich sie laut an. “WIE OFT MUSS ICH EUCH NOCH SAGEN, KEINE FURZWETTBEWERBE IN DER ÖFFENTLICHKEIT?!” Alle starren uns an, bis wir von einem weiteren Kobold abgeführt werden. So, das wars also. Jetzt werden wir also gleich verhaftet, ja?

“Ich habe nichts Ungesetzliches getan” sträube ich mich, bevor ich von Sirius und James in einen Wagen geschubst werde und eine wilde Fahrt über einem tiefen tiefen Abgrund beginnt.

“Das war ja jetzt unbedingt nötig, was” sage ich. “Wäre einer von euch zurückgeblieben hätte er vielleicht Hilfe holen können. Jetzt sind wir gleich nur mehr drei weitere Leichen in den tiefen Abgründen…” Ich lehne mich noch weiter aus dem Wagen und bestaune die Tiefe. Jemand von hinten schubst mich und ich schreie kurz, als ich nach vone falle, jedoch an meiner Weste zurückgehalten werde. Sirius brüllt vor Lachen, als er meinen Gesichtsausdruck sieht und auch James grinst wie sonst was.

“Das war die Rache für die Sache in der Halle. Jetzt sind wir quitt” meint Sirius. Jaja, denkste. Als er mir kurz den Rücken zuwendet, um James eine Kopfnuss zu verpassen, lasse ich einen theatralischen Schrei los und lasse mich aus der Aufrechten zurückfallen, sodass es aussieht, als würde aus dem Wagen fallen. Panisch stürzen James und Sirius auf mich zu und dieses Mal bin ich es, die vor Lachen keine Luft mehr bekommt.

“Aufhören!” keift der Kobold und ich lasse es mit dem Nicht-fallen.

“Ohh, Sirius mein Held rette mich” sage ich und greife mir dabei in der typischen Theater Pose ans Herz. “Ich sterbe!”

Doch Sirius schmollt, wie das beleidigte Weichei, das er ist und als wir endlich anhalten und die Tür zu einem großen Verließ geöffnet wird, überzeugt mich der Anblick von den paar Goldmünzen dann doch davon, dass es sich hierbei nicht um die Gefängniszellen handelt. Wäre das eine Zelle, würde man die Leute mit viel, oder wenigstens etwas Geld locken. Ich stopfe mir alles was da ist in die Taschen und ich würde ja gerne sagen, dass ich wie ein Walross bepackt zurückgekommen bin, aber tatsächlich haben sich meine zwei Westentaschen kaum gebeult. Man dürfte meinen, wenn zwei Leute nur Weihwasser und Pflöcke, hin und wieder neue Kleidung für die Kinder kaufen, haben sie inzwischen etwas mehr als ein paar gammelige Galleonen zusammengespart. Die Fahrt zum Verließ der Potters und zu Sirius eigenem kleinen Riesenvermögen verläuft ruhig, weil der Kobold die ganze Zeit seine Knopfaugen auf mich gerichtet hat und das lässt alle meine Haare zu Berge stehen. Ich schüttle mich vor Erleichterung, als wir endlich wieder ans Tageslicht treten und atme einmal ganz tief ein.
“Wie wärs mit nem Eis?” fragt James. “Keine Sorge, ich lad dich auch ein” zwinkert er mir zu und ich stolziere an ihm vorbei in eine Eisdiele.


“Wie könnt ihr nur Scherze über so was Furchtbares machen?” meine ich theatralisch und bestelle einen riesigen Früchteeisbecher.

“Was, ist der etwa für uns Drei?” ist James’ Kommentar dazu, was ich unbeantwortet lasse, da ich in diesem Moment schon den Mund voll mit Himbeereis habe.

“MH” verkünde ich laut, als ich lange vor James den etwa drei Mal so großen Becher wegschiebe und zufrieden grinse. “Beeilt euch mal n bisschen.”

“Nicht jeder hat den Mund und Magen eines Riesen” brummt James, isst aber sichtlich schneller, als auch Sirius fertig wird.

“Komm schon, du schaffst es!” jubele ich und klatschte dabei in Hände. “Go James, go James.”

Vom Eingang des Ladens tönt eine gehässige Stimme rüber. “Na Potter, wieder eine Cheerleaderin aufgerissen?” Sprecherin ist rothaarig, nicht besonders groß und hat die scheußlichsten Klamotten, die die Welt je gesehen hat. Noch bevor ich ihr zurufen kann, dass sie uns erst wieder anreden soll, wenn sie den Fünfzigern die Kleidung zurückgegeben hat, springt James auf, ruft ”Lily” und rennt ihr in ein Geschäft nach.

“Wo sind sie denn jetzt hin?” frage ich baff. “Und ich fasse es nicht, dass ich jetzt zahlen muss.”

“Vergiss es” meint Sirius und ist anscheinend stinksauer. “Ich zahl schon.” Er knallt ein paar Münzen auf den Tisch und geht auf die Gasse. “Madame Malkins. Anzüge für alle Gelegenheiten.”

“Da gehörts auch hin, schaut ja aus als hätt sie den Schrank ihrer Oma geplündert” meine ich salopp um ihn aufzuheitern und hacke mich bei ihm unter, bevor wir James in den Laden nachgehen.


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