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Fanfiction

GRAVITY - Prolog. - Ein trauriges Spiel

von Elaine

Musik?

Ein trauriges Spiel, ein trauriger Tag,
Ich fühl mich leer und ich schaufle mein Grab,


Das Haus indessen alle drei untergekommen waren, schien sehr düster und leer. Das Licht, das nur spärlich innen zusehen war, kam von einer kleinen Kerze, die auf einem morschen Nachttisch stand. „Wie sieht es aus?“ Ein Rotschopf erschien in einem weiteren, leeren Zimmer, indessen nur ein Bett stand, ein Stuhl und ein Nachttisch. „Ein Monat schon, Ronald. Ein Monat und er ist noch immer nicht aufgewacht ...“ Hoffnungslos lies sich eine Brünette, junge Hexe auf den einzigen Stuhl nieder und stieß ein erschöpftes Keuchen aus. Seufzend trat Ron Weasley in den Schein der Kerze und legte eine Hand auf ihre dürre, schmale Schulter. „Wen ich denjenigen bekomme, der ihm das angetan hat ...“ Er knirschte mit den Zähnen und starrte auf den jungen Mann, der auf dem Blut durchtränkten Bett lag.

Schreibe es auf, ich begreife es kaum,
Aus und vorbei, unsre' Zeit war ein Traum,


„Das hilft uns nicht weiter ...“ keuchte die junge Granger schwach. „Du musst hier bleiben. Ich könnte ihn und mich nicht alleine schützen ...“ Sie stand wieder auf und schritt auf das Bett zu. Seufzend griff sie nach der schlaffen und doch muskulösen Hand und drückte sie, wie die Tage zuvor auch. „Aber … Aber … ich bin unfähig okay? Ich meine … schon damals konnte ich mich nicht richtig wehren! Stattdessen habe ich schleimige Schnecken gespuckt! Verstehst du Hermine? Ich kann euch nicht schützen!“ Ron griff sich in sein dunkles, rotes Haar und schüttelte fluchend den Kopf. „Das schaffst du! Du .. -“ weiter kam sie nicht. Hermine wurde unterbrochen, als die knarrende Holztür aufgestoßen wurde und das männliche und zynische Gesicht von Draco erschien. „Sie greifen an! Macht euch bereit!“

Niemals gedacht, das mit uns könnte enden,
Du nahmst meine Hand, und ein Traum wurde wahr,


Man konnte nicht richtig hinsehen. In Sekundenschnelle hatten beide ihren Zauberstab gezückt und leise Formeln gemurmelt. Hermine zielte auf den Mann in dem morschen und kaputten Bett und Ron zielte auf die Tür. Dort, wo noch kurz vorher Dracos Kopf zusehen war. „Ich habe einen Schutzzauber um Harry gelegt! Zwar keinen starken, aber ich denke er wird halten ...“ lispelte Hermine leise und stellte sich neben Ron in Angriffsstellung. Mittlerweile waren Draco und Jade ebenfalls dazu gekommen und stellten sich neben die beiden Gryffindors. Wer hätte je gedacht, dass Slytherin und Gryffindor zusammen halten würden? Löwe und Schlange?

Doch jetzt blute ich Tränen, dieses traurigen Tags,
Komm nicht mehr klar, seit dein Herz von mir ging,


Jade und Hermine nahmen sich an die Hand, sahen sich einen kurzen Moment lang in die Augen und nickten sich gegenseitig zu. Sie waren Beste Freundinnen. Gerade erst hatten sie zueinander gefunden. Das Band der Freundschaft sollte sich eigentlich enger ziehen. Doch das tat es nicht. Stattdessen standen sie nun hier. Hand in Hand. Sahen dem Tod entgegen. Sie würden sterben. Mit ihnen Harry Potter, der den dunklen Lord ein weiteres mal bezwingen konnte. Wie eiskalt diese Wahrheit doch Angriff. Schloss sich um all ihre Herzen wie eine eiserne Hand. Die Tür sprang ein weiteres mal auf. Die restlichen Todesser marschierten hinein, zielten mit den Stäben auf die Köpfe der tapferen Krieger.

Nichts positiv sehen, dies ist mein Buch,
Denn nichts meines Lebens ging tiefer als du,


Es schien wie in Zeitlupe. Die verschiedensten Farben waren zusehen. Flüche die nicht alle rein waren. Sie kämpften, weil sie leben wollten. Sie kämpften, weil sie alt und grau werden wollten. Sie kämpften, weil es ihrer Meinung nach noch zu früh war um zu sterben. Sie hatten einen schon quasi verloren … weitere sollten nicht folgen. „Stupor!“ Hermines Starb schnellte in einer eleganten Bewegung nach vorne. Doch sie waren alle zu langsam. Zum ersten mal waren ihnen die Todesser überlegen. Gleichzeitig stellten sich die Zauberer und Hexen in Schwarz in eine Reihe, zielten abermals mit den Stäben auf jene Zauberer, die eigentlich nur Leben im Sinn hatten. Sie murmelten gleichzeitig eine lange, heisere Formel. Nicht wissend was sie tun sollten, standen die vier vor dem Bett des jungen Mannes.

Habe vieles versucht, doch bin letztlich gescheitert,
Gebe nicht auf, doch komm echt nicht mehr weiter,


Jede einzelne Spitze der Zauberstäbe glühte in einem schwarzen Licht auf. „Bringen wir das zu ende, was unser Lord nicht geschafft hat ...“ zischelte einer der Todesser, ehe schwarze Lichtfunken empor stiegen und letztendlich ein Strahl auf die 5 zu schoss. Und ehe sie alle sich versahen, wurden sie von grellem, schwarzen Licht umgeben und sie fielen in ein dunkles Loch reiner Ohnmacht. Hermines Hand umschloss fest die schlaffe Hand von Harry, Ron hatte unbewusst Harrys Schulter hinunter gedrückt und griff unbewusst nach der Hand von Jade. Und Jade? Sie klammerte sich an Draco. Fester als gewollt.

Ein trauriges Spiel, ein trauriger Tag,
Ich fühl mich leer und ich schaufle mein Grab.


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Während der vier Stunden, die ich in dem verspäteten Zug verbrachte, sprudelten mir alle diese Ideen nur so im Kopf herum.
Joanne K. Rowling