
von lumos
Ich heiße euch alle herzlich Willkommen für das letzte Kapitel.
@Sirius.Black: Vielen Dank für dein Kommi! Tschuldige, dass ich dich etwas länger habe warten lassen. Ich habe quasie von jetzt auf gleich einen neuen Job angetreten und daher das letzte Kapitel etwas nach hinten in meinem Gedächtnis geschoben. Ich hoffe dass es dir dennoch gefällt und du die Spannung ausgehalten hast. Es freut mich, dass du Severus Beweggründe nachvollziehen konntest. Das letzte Kapitel ist mein liebstes und auch irgendwie versöhnlich. Ich wünsche dir viel Spaß damit!!!!!
Außerdem habe ich nach der Geschichte noch ein paar abschließende Worte zu ihr. Vielleicht liest der ein oder andere von euch sie sich ja noch durch.
Nun wünsche ich euch viel Spaß mit dem Abschluss dieses kleinen Dramas!
3: Peitschende Weide: 2435 Wörter
Es war der Beginn eines baldigen sehr warmen Spätsommertages an dem erst vor wenigen Minuten die Nacht dem Tag allmählich gewichen war und die Sonne ihre Strahlen aussandte. Es war der 1. September um genau zu sein und die Peitschende Weide schwenkte gekonnt ihre Äste und Zweige durch die Luft, um einen vorwitzigen Vogel daran zu hindern, sie als Landeplatz zu missbrauchen und es sich schließlich auf ihr bequem zu machen. Sie war mit ihren 12 Jahren zwar noch jung, aber dennoch eine prächtige Ausgabe ihrer Art und zudem noch etwas ganz Besonderes. Sie war eine Wächterin und machte, seid dem sie groß genug geworden war, was bei ihrer Art recht schnell ging, ihre Aufgabe mit Hingabe. Wobei sie in den ersten Jahren noch sehr beschäftigt gewesen war. Denn so ein Knilch mit einer aberwitzigen Kopfbedeckung hatte es als Gesetz erlassen, obwohl sie auf Privatgrundstück stand, dass jeder das Recht hätte das Grab ihres Nationalhelden zu besuchen, neben dem sie als Jährling gepflanzt worden war. Dies hatte dem schwarzgekleideten Mann, der einen Säugling auf den Armen getragen hatte, zutiefst missfallen, da es sein Grundstück war und er diesen Ort extra für die ewige Ruhe seines Liebsten erwählt hatte, um dessen Grab vor Massenversammlungen zu schützen. Doch konnte er offensichtlich gegen diese Witzfigur von einem Zaubereiminister und dessen Gesetz nichts einwenden. So übernahm es der Baum, die unerwünschten Besucher zu vertreiben und je mehr es sich herumsprach, man konnte dies schon glatt als Lauffeuer bezeichnen, dass eine Peitschende Weide das Grab von Harry Potter, dem Helden der Zaubererwelt, konsequent bewachte und nur eine erlesene Auswahl an Menschen ans Grab zu ihrem Stamm ließ, nahm der Strom an Schaulustigen und Pilgern von Jahr zu Jahr rapide ab. Hin und wieder kam noch Jemand, doch hielt die Person gebührenden Abstand um den Baum nicht herauszufordern, denn ein „Imobilus“ war bei ihrer Züchtung zwecklos. Es gab keinen Zauber, der sie hätte erstarren lassen können oder zumindest daran hindern, mit ihren Zweigen nach unerwünschten Personen zu peitschen, was ihr besonders viel Freude bereitete. Es gab immer so schöne Knallgeräusche gefolgt von erbosten Schmerzensrufe, wenn sie einen unerwünschten Schaulustigen mit einem ihrer langen biegsamen Zweige traf.
An sich machten Peitschende Weiden keinen Unterschied zwischen denjenigen, die sie störten und sich in die Reichweite ihrer langen Äste und Zweige wagten. Allerdings war sie eine besondere Züchtung und ein letztes Geschenk von ihrem Züchter, einem schüchternen jungen Zauberer, an seinen verstorbenen Schulfreund, der unter ihr zur ewigen Ruhe gebettet lag.
So ließ sie nur dessen engste Familienmitglieder und Freunde an den Grabstein treten. Doch diese Besuche, im Gegensatz zu den anderen, hatten sich über die Jahre hinweg nicht verringert. Wobei die Art der Besuche im Laufe der Zeit eine andere Note erhielten. Waren zu Anfang noch viele Tränen gelaufen und kaum gesprochen und mehr geschluchzt worden, so wurde jetzt eher gelächelt und die Besucher erzählten viel über ihr Leben.
So erfuhr die Weide einiges über das Leben von diesen Menschen wie z.B., dass dieser rothaarige Tollpatsch, der bei einem Besuch über ihre Wurzel gestolpert und hingefallen war, es einfach nicht auf die Reihe bekommen hatte, seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Das Elend hatten schließlich dessen ältere Brüder sich nicht mehr mit ansehen können und an einem Abend, an dem sie erneut da gewesen waren, ein grandioses Feuerwerk gestartet an dessen Ende schließlich mindestens eine Minute lang in geschwungenen Lettern: „Mine, willst du meine Frau werden?“ im nächtlichen Sternenhimmel gestanden hatte. Diese war schließlich vor Glück strahlend und mit einem japsenden „Ja“ dem überraschten Rothaarigen um den Hals gefallen. Auch bei der Hochzeit war die Weide Zeuge gewesen, denn beide wollten, dass ihr bester Freund dabei war und so fand die Zeremonie unter den Ästen der Peitschenden Weide statt, die dies gnädigerweise duldete. Allerdings fanden die Geburten der beiden Kinder des Paares nicht unter ihren Zweigen statt. Das wäre auch etwas zu viel des Guten gewesen. Doch hatte es jedes Mal nicht lange gedauert, da tauchte ein von einem Ohr zum anderen strahlender Rothaariger auf und präsentierte erst ein Mädchen und eineinhalb Jahre später einen Jungen dem Stein vor ihrem Stamm, so dass sie jeweils einen guten Blick auf die lockigen feuerroten Haare und die kleinen Stupsnasen hatte.
Des weiteren erfuhr sie noch viel mehr. Praktisch das gesamte Leben der Besucher der letzten 11 Jahre und das enthielt eine Menge und wiedergegebene gemeinsame Erinnerungen an die Jahre davor. Jedes Hoch und Tief wurde der Steinplatte und somit auch ihr berichtet, was die Geburt eines Kindes enthielt aber auch das schmerzhafte Ende einer Beziehung, sowie die lustigen Momente von deren Arbeitsplätzen aber auch die Stressigen nervigen Augenblicke, die das Leben für Jeden bereit hielt. Sie wollten den ewig Ruhenden augenscheinlich weiterhin an jeder noch so winzig kleinen Kleinigkeit ihres Lebens teilhaben lassen. Sie sah die Erwachsenen älter und manche auch reifer werden, wobei bei diesen Zwillingen jegliche Mühe fehl schlug und die vielen Kinder groß werden. Quasie durch ihr ganzes bisheriges Leben begleitete die Weide den Nachwuchs dieser rothaarigen Horde, wobei ihr Züchter mit seiner etwas spli[enig wirkenden Frau und Kind auch in regelmäßigen Abständen dem Stein und ihr einen Besuch abstattete.
Mit der Zeit hatte die Peitschende Weide auch gelernt die verwandt- und freundschaftlichen Verhältnisse, die die Besucher zu ihrem Schützling hegten, zu entschlüsseln. So wusste sie, dass nun der Junge, der noch in Pyjama gekleidet zu ihr schlich, zum direkten Familienkreis gehörte. Sie nahm Anteil an der Entwicklung der anderen Kinder, doch dieses hier, dass wohl heimlich an sie und den Grabstein herantrat, war ihr absoluter Liebling. Seine rabenschwarzen Haare standen so herrlich wirr vom Kopf ab, wie Ihre Zweige bei Sturm oder wenn sie gestört wurde und diese wunderschönen grünen Augen, die im Sommer ihren Blättern farblich glichen, konnten so viele verschiedene Gefühlsregungen ausdrücken. Die ganze Erscheinung des Jungen war trotz seiner Jugend imposant und er strahlte eine Beherrschtheit aus, die manch ein Erwachsener nicht hatte und doch war er noch ein Kind und benahm sich oft wie solch eines. Auch die Ähnlichkeit zu seinem Vater war nicht zu bestreiten. Er hatte zwar nicht die Nase und Augen des Älteren geerbt, doch die Gesichtszüge glichen sich ungemein. Auch waren die beiden so oft da, dass sie eher die Tage zählen konnte an denen keiner von beiden nicht wenigstens für eine halbe Stunde da war, als umgekehrt.
In den ersten Jahren kam der Junge nie ohne seinen Vater. Wie sollte er auch als Säugling oder Kleinkind, doch als er ganz stolz mit sechs Jahren zum ersten Mal zum Stein alleine kam, erzählte er diesem, dass er nun groß sei und am nächsten Tag zur Schule gehen würde. Von da an kam dieser Wuschelkopf, zwar dennoch mit seinem Vater aber auch sehr oft alleine. Vor allem kam er um seiner „Mumi“ zu erzählen, wie sein Tag war, was er alles erlebte, welche Dummheiten er zusammen mit seinen Freunden verzapfte und wie das jedes Mal seinen Vater auf die höchste Palme getrieben hatte und er schließlich ihn mit einem traurigen Blick aus seinen Augen besänftigte. Aber auch, wenn er Angst vor etwas hatte oder nicht mit seinem Vater reden wollte. Seine „Mumi“ erfuhr alles, jedes noch so kleine Geheimnis!
Als der Junge bei ihnen beiden anlangte setzte er sich mit etwas Abstand vor dem Stein, zog seine Beine an, legte seine Arme drauf und bettete seinen Kopf auf diese. Er saß da eine geraume Ewigkeit ohne auch nur einen Ton von sich zu geben, doch es schien, dass ihn irgendetwas bedrückte. Wenn die Weide sprechen könnte, hätte sie ihren kleinen Liebling gefragt, was ihn denn so früh an so einem wunderschönen Morgen schon bedrückte? Doch das ging leider nicht. Als schließlich eine einzelne Träne diese schönen Augen verließ konnte sie nicht länger ruhig bleiben und erhob vorsichtig eine ihrer dünneren Zweige und führte ihn sachte zu der Wange des Jungen und ließ ihn an dieser sanft entlang streichen. Der Strubbelköpfige blickte auf und seufzte einmal tief durch.
„Weist du, ich bin heute für eine lange Zeit das letzte Mal bei dir, „Mumi“ und das tut weh! Ich konnte immer hier her kommen und mit dir reden aber das geht nun nicht mehr. Ich habe mich auf Hogwarts wirklich gefreut! Vor allem, da du dort nach Paps Erzählungen so glücklich warst und viel Unsinn getrieben hast. Doch was das bedeutet, in ein Internat zu fahren, ist mir erst gestern Abend so richtig bewusst geworden, als Paps mir half meinen Koffer zu packen und dabei vorsorglich auch schon Winterkleidung meiner Sommerkleidung hinzufügte. Er sagte, dass er mächtig stolz auf mich sei und dass ich viel lernen soll und ich will ihn nicht enttäuschen, aber wenn ich fahre, bin ich nicht mehr bei dir. Enttäusche ich nicht dann dich? Ich bin dann erst in vier Monaten wieder da und du weißt dann gar nicht wie es mir geht und was alles auf Hogwarts geschehen ist.“
„Deine „Mumi“ wird immer bei dir sein, Siri. Außerdem, so wie ich ihn kannte, ist er genauso stolz auf dich, wie ich es bin und wird wahnsinnig drauf gespannt sein, in welches Haus du eingewählt wirst, wie deine Kameraden sind und was für Dummheiten du dir einfallen lässt, um ihm nachzueifern. Wenn ich es mir recht überlege können deine Lehrer mir richtig Leid tun. Der dritte Pottersprössling mit Flausen im Kopf in Folge, der ihnen das Leben schwer macht. Sie sind nicht zu beneiden! Ich bin schon gespannt, wann die erste Eule mit einem Beschwerdebrief eintrudelt!“, ertönte ein paar Meter hinter dem Jungen eine dunkle Stimme.
Die Weide hatte gar nicht registriert, dass sich der Vater des Kleinen genähert hatte. Auch Siri schien diesen nicht eher bemerkt zu haben, bis er gesprochen hatte und so schreckte er leicht schuldbewusst zusammen. Schließlich sollte er sich fertig fürs Frühstück machen und so ganz unrecht hatte er ja auch nicht. Er konnte durchaus so ernst und schon erwachsen wie sein Paps sein, doch zog ihn das Verbotene, Geheimnisvolle wie magisch an und so blieb es nicht aus, dass er und seine Freunde hin und wieder über die Stränge schlugen und Regeln übergingen.
Severus nahm das schuldbewusste Gesicht seines Sohnes mit einer hochgezogenen Augenbraue, strengen Blick und einem leicht zuckenden Mundwinkel hin, bevor er noch weiter auf ihn zuschritt und sich schließlich neben dem Jungen auf dem Boden nieder ließ.
„Weist du Sohn, selbst wenn du nicht hier bist, weiß „Mumi“ immer was du gerade verzapfst. Er blickt vom Himmel auf uns alle herunter und freut sich darüber was für ein liebenswerter, schlauer und bildhübscher Junge du geworden bist. Egal wo du bist und egal was du machst, deine „Mumi“ wird immer bei dir sein, solange du ihn mit dir mitnimmst!“
„Wie soll ich denn ihn mitnehmen?“, fragte ein etwas verwirrter Sirius Harry Potter-Snape, der nicht nur Potter hieß, da Harry, nach der Scheidung, seinen Namen nicht wieder nur in Potter ändern ließ. Severus hatte den Nachnamen so belassen. Nach einem Vaterschaftstest fürs Ministerium, wurde er als dieser in die Geburtsurkunde eingetragen, doch da ihr Kind nicht nur Snape, sondern als Erinnerung an Harry auch Potter heißen sollte, beließ er es bei dieser Doppelnamenkonstellation. Aber auch der Vorname sollte an seine verstorbene Liebe erinnern und da dieser sehr an der Flohschleuder gehangen hatte nannte er ihren Sohn Sirius Harry, wobei er Harry extra als Zweitnamen nahm. Ihr Sohn sollte sich nicht als Ersatz sehen, sondern als eigenständige Person, die als Andenken diese beiden Namen trägt und nicht ein Abbild seines verstorbenen Vaters sein sollte.
„Das ist gar nicht so schwer. Du musst ihn nur hier“, und damit zeigte Severus auf die Brust seines Sohnes in der Höhe seines Herzens, „hineinlassen. Dann ist „Mumi“ immer bei dir. Du kannst immer und überall mit ihm sprechen.“
Severus ließ die Worte auf seinen Sohn einwirken bis er wieder zu sprechen begann.
„Ich wollte es dir eigentlich erst am Bahnhof geben aber ich glaube, dass jetzt auch der passende Zeitpunkt ist.“ Mit diesen Worten griff Severus in seine Hosentasche und zog ein winzig kleines Buch hervor, was er mit einem Schlenker seines Zauberstabes vergrößerte und seinem Sohn hinhielt.
„Was ist das?“, wollte dieser mit großen Augen wissen, als er es ergriff. Die Neugierde hatte er unverkennlich von seiner „Mumi“ geerbt.
„Das ist ein Buch mit Fotos und Zeichnungen von deiner „Mumi”, Tante Hermine, Onkel Ron und seinen nervigen Geschwistern, Onkel Neville und Tante Luna, von Hogwarts, Hagrid und anderen, die dich sehr gern haben.“ Mit jedem Wort was er sprach, blätterte er eine Seite weiter und jede zeigte die unterschiedlichsten Bilder und Kohlestiftzeichnungen von den besagten Personen, wobei die von Harry überwogen. Sogar eine Zeichnung von Severus selbst in seiner typischen Lehrerrobe und mit seinem strengen Blick war vorhanden.
„Woher sind die Zeichnungen?“, wollte schließlich Siri mit einem anschwellenden Klos im Halse wissen, als er das Gesicht seiner „Mumi“ ausgiebig begutachtete. Er wusste wie sein zweiter Vater aussah, der ihn zur Welt gebracht hatte, da ein großes Bild von ihm übern Kamin hing auf dem er auf einem Feuerblitz saß und verschmitzt in die Kamera lächelte, doch war dieses Buch etwas Besonderes. So viele unterschiedliche Bilder in einem Werk war ein regelrechter Schatz für ihn. Sie zeigten seine „Mumi“ beim Quidditch, in der Bibliothek, beim Schachspielen im Gemeinschaftsraum, beim Schwimmen im See und in noch unzähligen anderen Situationen.
„Ich habe Collin Creevey...“
„Den Fotograph und Künstler?”, unterbrach Siri seinen Vater, der das ohne einen Kommentar hinnahm, was zu Hogwartszeiten nie möglich gewesen wäre.
„Genau den, er ist im selben Haus und im Jahrgang unter deiner „Mumi“ gewesen und hat ihn sehr bewundert. Nun, ich habe einen Brief an ihn geschrieben und dem Brief drei Bilder beigelegt und ihn gebeten ein bestimmtes Bild zu zeichnen, so wie es wirklich hätte aussehen können. Anstelle von einer Zeichnung habe ich eine ganze Bilderflut erhalten und sie abwechselnd mit Fotographien, die ich von Onkel Ron und Tante Hermine einforderte, in dieses Buch geklebt. Aber weswegen ich ihm schrieb ist die Zeichnung auf der letzten Seite. Schlag sie mal auf!“, forderte Severus seinen Sohn auf und dieser kam der Aufforderung sogleich nach.
Was er da erblickte ließ ihn nicht nur schwer schlucken, sondern noch mehr Tränen weinen. Sein Vater, der das bemerkte, zog ihn zu sich auf seinen Schoß und nahm ihn behutsam in den Arm. Ihm selbst war es nicht anders ergangen als er das Bild das erste Mal gesehen hatte. Es zeigte das, was nie war und doch hätte sein sollen, nein sein müssen...
Auf dem Bild war ein sehr stolzer Severus Snape abgebildet, der einen strahlenden Harry Potter-Snape in seinen Armen hielt und zwischen ihnen auf Harrys Armen befand sich ein Baby mit strubbeligen Haaren und ausdrucksstarken Augen. Eine kleine glückliche Familie!
THE END
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In Gedenken an meine Großmutter *geb. 13.11.1929 - gest. 20.02.2010*, die die Jüngste von meinen drei Großeltern war. Auch sie hatte den Krieg nie wirklich verarbeitet und ihr restliches Leben an den schrecklichen Erinnerungen gelitten. Auch mit uns (Ehemann, Sohn, Schwiegertochter und Enkelinnen) hat sie nie über all das, was sie sah und während ihrer Flucht erlebt hatte, gesprochen. Schon alleine bei der Erinnerung an ihre Mutter, als ich sie einmal als Kind auf diese ansprach, war sie in Tränen ausgebrochen.
Ich werde dich immer in meinem Herzen tragen und wo ich auch bin, werde ich dich mit hinnehmen. Du warst immer für mich da und dafür danke ich dir!
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Lasst mich ein paar Abschließende Worte zur Geschichte sagen:
Viele von euch mögen sich jetzt vielleicht denken, dass Sev an Harrys Tod schuld ist und man kann man es auch so sagen, wenn man einiges außer Acht lässt. Denn viele Faktoren hatten starken Einfluss auf dieses tragische Ende von Harry Potters Leben.
Da wäre einmal Voldemort, der Harry zur Weise gemacht hatte, der später Harry verfolgt, gequält und ihm seinen Paten genommen hatte.
Dann Dumbledore, der eine Mitschuld trägt. Er hat Harry zu den Dursleys gegeben, wusste, dass sie nicht gerade nett waren und hat doch nichts unternommen( z.B. Der Brief adressiert an den Schrank unter der treppe), hat Harry auch immer wieder im Unklaren über seine Pläne gelassen.
Dann die Dursleys, die das Fundament für Harrys angeschlagene Psyche gelegt haben, weswegen er sich später Sev nicht anvertraut hatte, ihn immer wieder was seinen Kummer anging wegstieß.
Der Krieg selber hat ihn vieles sehen und erleben lassen, vor dem es ihm graute und innerlich brechen ließ.
Wenn Harry alleine, ohne Sev, Voldemort gegenüber gestanden hätte, wäre das Ende des Krieges vermutlich völlig anders verlaufen und selbst wenn Harry einen Sieg errungen hätte, so wäre es nicht gewiss gewesen, dass er die Wochen danach überlebt hätte. Sev war ohne, dass er es wirklich wahr genommen hatte, sein Halt gewesen!
Hinzu kommt, dass Sev, wie Harry auch eine wirklich schwere Vergangenheit hinter sich hat und so handeln ließ! Dass er an Harrys Tod nicht verzweifelte, schließlich gab er sich selbst auch die Schuld, lag an dem Würmchen in seinen Armen, dass ihn brauchte.
Es ist vieles für eure Phantasie noch offen und ich bedanke mich recht herzlich bei allen Lesern!
Vielleicht liest man sich ja bei einer meiner nächsten Geschichten wieder!
Lieben Gruß und noch einen schönen 1. Mai.
Lumos
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